
fuer unterwegs
Donnerstag 07 August, 2008
Every time you kill a cat, a cat dies
Ich kann einfach kein leckeres Sauerkraut kochen. Wenn ich Sauerkraut koche, dann schmeckt das, als hätte jemand Sauerkraut aus der Dose einfach erhitzt und keine weiteren Zutaten hinzugefügt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich beim Erhitzen ausser dem Sauerkraut direkt aus der Dose keine weiteren Zutaten hinzufüge.
Damit folge ich aber den Zubereitungsanweisungen auf der Konserve und bin mir deswegen auch keiner Schuld bewusst, nichtsdestrotrotz aber unzufrieden.
Ich habe auch schon in einer Gaststätte Sauerkraut vorgesetzt bekommen, dass so schmeckte, als hätte ich es persönlich zubereitet, allerdings war das in einem Schwedischen Freizeitpark und zwar in einem Restaurant, wo sie einem Essen anbieten, dass Deutsch sein soll. Dort gibt es neben dem Essen übrigens auch "Yodelling, arm-in-arm singing and Lederhosen". Die kennen sich also mit Deutschen Sachen aus!
Also, liebe Leute, wie zum Schlund kocht man leckeres Sauerkraut? Was packt man in den Topf, wie lange lässt man es da stehen und so weiter?
Posted by banana at 18:40
Mittwoch 06 August, 2008
Ich fühle mich wahnsinnig geehrt
Was hat der kleine Mann eigentlich auf der Staße zu suchen? Gehört der nicht auf den Bürgersteig? Oder auf Trottoir? Wenn schon auf der Straße, dann bitteschön nur die großen Männer. Die sieht man wenigstens. Sonst fährt man so einen kleinen Mann auf der Straße um und dann hat man den Salat.
Bitte auch merken: Prioritäten, die in Zahlen gefasst werden, bitte immer so organisieren, dass diejenigen Prioritäten (vgl. Prio) mit der höheren Zahl auch immer die dringenderen sind.
Es findet sich nämlich immer etwas, was noch wichtiger ist und wenn mein bei den Prioritäten erstmal auf eins runter ist, dann fällt es schwer, noch einen draufzusetzen. Eine Aufgabe (vgl. Task) mit der Priorität 4.000.000.000 ist aber immer noch zu toppen.
Ja, die Olympischen Spiele stehen vor der Tür und damit auch die Zeit derjenigen, die darauf hinweisen, dass die Olympiade den Zeitraum zwischen zwei Olympischen Spielen beschreibt und nicht die Spiele, aber darum geht es mir gar nicht.
Es geht mir um eine schöne Sportart, die leider nicht mehr olympisch ist, nämlich das Sackhüpfen.
"Wie?" fragt Ihr jetzt "nicht mehr olympisch?". "Ja" sage ich "Sackhüpfen war olympisch und zwei im Jahre 1904". Als ich das erzählte, wollte mein Gegenüber sofort wissen, wer damals den Wettbewerb gewonnen hat. Das weiss ich natürlich nicht und mit meinen Mitteln kann ich das leider auch nicht herausfinden.
Ich bedauere, dass dieser schöne Sport von der Liste der olympischen Sportarten gestrichen worden ist.
Ich fände es nämlich sehr schön, zu beobachten, wie die Sportgerätehersteller den Hüpfsack weiterentwickeln würden. Welche Materialien würden zum Einsatz kommen? Wäre eine Gummiverstärkung am Sackboden erlaubt? Würde Adidas die drei Streifen vorne und hinten mittig oder jeweils rechts und links anbringen?
Gerne würde ich mir dann im Fernsehen die Vorstellung des neuen Sackes anschauen und ich wäre bestimmt auch begeistert von den Namen, die sich die Namensdesigner ausgedacht haben "SackRazr" zum Beispiel. Wahrscheinlich würde die Sportart dann aber gar nicht mehr Sackhüpfen heissen, dann "Sack", das klingt irgendwie anrüchig und "Hüpfen" klingt auch zu profan. Ich denke, man würde sich dann auf Beutelspringen einigen.
Und dann hätte ich schon gar keine Lust mehr drauf.
Posted by banana at 18:45
Dienstag 05 August, 2008
Ich grinste jedes Mal, doch sie lächelte nur
Achtung, Achtung!
Die Erdanziehungskraft wird umbenannt in "Gravity Manager". Bitte notieren!
Soso, der Kollege hat jetzt also auch Guitar Hero III. Er findet es super, nur die Hände tun ihm vom vielen Spielen weh. Er sagte aber, er denkt darüber nach, demnächst von "Leicht" auf "Mittel" zu wechseln.
Ich kann über sowas natürlich nur lachen, bin ich doch der Meinung, dass Guitar Hero ab "Schwer" erst lustig und bei "Expert" erst interessant wird. Trotzdem ist das Spiel schon seit vielen Wochen nicht mehr im Schacht meiner XBox gelandet. Der Grund dafür ist, dass mein Controller total runtergedaddelt ist und die Wippe fürs Anschlagen immer öfter doppelt auslöst. Da wird das Spiel dann etwas ungenau.
Ich bin allerdings immernoch latent sauer, dass ich "One" von Metallica noch kein einziges Mal auf "Hard" geschafft habe. Von "Expert" ganz zu schweigen. Ich glaube, die Jungs von Metallica können ganz gut Gitarre spielen, vor allem die Gitarristen.
Ich bin ja der Meinung, dass es beim Gitarrespielen sehr wichtig ist, dass man dabei einigermaßen cool aussieht. Deswegen sind zum Beispiel Fotos von spielenden Schülerbands absolut unakzeptabel. Die Gitarristen stehen rum und schauen sich auf die Hände. Das geht nicht! Das sieht scheisse aus! Üben könnt Ihr daheim!
Ich zum Beispiel sehe beim Guitar Hero spielen wahnsinnig geil aus, denn ich ziehe alle Register und pose passend und stilsicher zum ausgewählten Stück. Sogar mit Gesichtsausdruck.
Allerdings bin ich im Moment etwas geschockt, denn zwei Lieder aus den Top Ten von Rolling Sone's 500 Greates Songs of All Time sind mir völlig unbekannt. Ist das nicht sehr erstaunlich? Ist das nicht ausserordentlich erstaunlich und unerwartet?
Ich finde schon.
Es handelt sich um "What's going on" von Marvin Gaye und um "What I'd say" von Ray Charles.
Ich bin offensichtlich ein Banause. Ich werde mich von banana in Banause imbenennen. Ist auch irgendwie griffiger.
Platz 12, "A Change is gonna come" von Sam Cooke sagt mir auch nichts.
"Born to run" von Bruce Springsteen - was war das noch gleich wieder? "People get ready" - The Impressions - keinen Dunst.
Oho! "The Message" von Grandmaster Flash and the Furious Five ist auf 51. Das kenne ich! Das kenne ich!
New York, New York, Big sitting the dream but everything in New York is always in the scheme.
Ach nee, das war nicht "The Message" das war "New York, New York".
Ich finde, es gibt einfach viel zu viele Lieder. Kann ja keine Sau alles kennen.
Aber zum Beispiel der Howie - der hat auch super Lieder!
Posted by banana at 18:04
Montag 04 August, 2008
Junk (69)
Der neueste Schrei ist es, so wie Howard Carpendale (vgl. Howie) zu sprechen. Das machen jetzt alle, die angesagt sein wollen. Zumindest ich mache das so und ich will angesagt sein. Howie ist im Laufe seiner Karriere auch oft angesagt worden. Meistens vor seinen Auftritten.
Meine Damen und Herren: Howard Carpendale.
Ich habe heute bereits den ganzen Tag so gesprochen, wie Howie spricht. Es ist allerdings verdammt schwer, denn man muss das gefühlvolle Timbre in der Stimme haben und das bekommt man nur durch Überzeugung. Um so wie Howie zu sprechen, muss man zum Howie werden. Und ich wurde zum Howie. Es ist wundervoll. Bitte hinten anstellen, ich schaffe nicht alle auf einmal.
Auch meine Gespräche führte ich heute natürlich als Howie. Ich hätte ja auch gar nicht anders gekonnt.
bna (Howie): Davon verstehe isch nischts, isch bin Künstler und kein Techniker.
00b: Auf jeden Fall war ich die meiste Zeit unter Wasser oder im Schatten.
bna (Howie): Ah, ja, verstehe.
00b: Ja.
bna (Howie): Wie isch gesehen habe, habt ihr jetzt auch eine neue Kollegin in der Abteilung.
00b: Echt?
bna (Howie): Ja, Du musst auch mal die Augen öffnen und Disch umschauen, was um Disch herum geschieht. Du kannst nischt immer nur arbeiten. Du musst Leben. Das Leben schpüren.
00b: Ist mir gar nicht aufgefallen, die neue Kollegin.
bna (Howie): Weisst Du, was bei mir passiert ist?
00b: Nein.
bna (Howie): Etwas Schreckliches ist passiert!
00b: Was denn?
bna (Howie): Alice ist ausgezogen!
Meinem Südafrikanischen Kollegen war Howie übrigens gänzlich unbekannt, bevor er nach Deutschland kam, sagt er. Ich glaube, er stammt gar nicht aus Südafrika. Er spricht auch gar nicht so, wie Howie.
Posted by banana at 17:56
Freitag 01 August, 2008
Don't you draw the queen of diamonds, boy
Meine Lieblingsschlagzeile heute lautete "Bus-Fahrgast enthauptet schlafenden Sitznachbarn".
Da wird der sich aber ganz schön gewundert haben, als er aufgewacht ist.
Wenn Töpfer Tonträger verkaufen, ist das dann eigentlich Menschenhandel?
Müsste ein Bratling nach der Zubereitung nicht eigentlich Gebratenling heissen?
Und wie ist es mit Findlingen?
Und was habe ich mir unter einem Ling eigentlich vorzustellen?
Posted by banana at 20:22
Donnerstag 31 Juli, 2008
Alleys that we run through
In der schönen Wetterau, da wo ich das Licht der Welt erblickte, gibt es ein schönes Wort. Es heisst "Koihorn". Nein, dass hat nichts mit dem Japanischen Zierkarpfen zu tun, sondern lässt sich ganz einfach mit "Kuhhorn" übersetzen. Ein Koihorn ist ein Mensch, der sich von sich von äusseren Umständen nur sehr wenig beeindrucken lässt. Eben so, wie eine Kuh, die man ins Horn petzt (vgl. Petzen=Kneifen, aber auch Trinken (vgl. einen Schoppen petzen)).
Nun bin ich immer daran interessiert, ein besserer Mensch zu werden. Dazu absolviere ich im Alltagsleben kleine Übungen, die stets damit beginnen, dass ich über meinen Schatten springe. Gestern war es wiedermal so weit: Ich fuhr eine Straße entlang sah vor mir, wie ein alter Mann ein Klapprad schiebend die Straße überquerte. Auf dem Gepäckträger befand sich ein Drahtkorb und in dem Drahtkorb lag ein Stockschirm. Als das Hinterrad des Fahrrades dann so den Bordstein runterhoppelte, nutzte der Schirm die Gelegenheit, um aus dem Drahtkorb zu springen und auf der Straße zu landen. Der Mann bekam davon offensichtlich nichts mit und schob sein Rad weiter über die Straße.
"Depp." dachte ich.
"Naja. Ist ja ärgerlich, wenn man seinen Schirm verliert. Kostet ja auch Geld." dachte ich.
Dann sprang ich über meinen Schatten, hielt nehmen dem Mann an und sprach ihn an.
bna: "Entschuldigung."
am: "Was?"
bna: "Ich glaube, sie haben da gerade ihren Regenschirm verloren."
am: "Was?"
bna: "Da drüben (vage Zeigebewegungen rechts vor das Auto)."
am: "Was?"
bna: "Ihr Regenschirm."
am: "Ist das ein Witz?"
bna: "Regenschirm! (Immer noch vage, aber ausschweifendere Zeigebewegungen)"
am: "Was?"
Ich setzte meine Fahrt mit angemessener Geschwindigkeit fort.
"Koihorn" dachte ich.
In meiner Welt nach meinem Geschmack hätte der Mann jetzt auf seinen Gepäckträger geschaut, hätte festgestellt, dass der Schirm fehlt, hätte in die Richtung geschaut, in die ich gefuchtelt hatte, hätte den Schirm gesehen, hätte den Schirm aufgesammelt, wäre dem freundlichen Unbekannten dankbar gewesen und hätte sich ein bisschen für sein Verhalten geschämt.
Die Welt ist aber leider nicht nach meinem Geschmack.
Deswegen brunse ich auf ihr rum. Damit sie meinen Geschmack ein bisschen annimmt.
Posted by banana at 17:45
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