März 11, 2020
Wieder eine gute Idee

Neulich fuhr ich mit einem Auto durch die Stadt. Auf dem Beifahrersitz. Dann parkten wir. Die Fahrerin hatte keine Parkuhr, obwohl wir auf einem Parkuhrparkplatz parkten. Ich rastete natürlich total aus, zeterte, modriote und machte ihr Vorwürfe, wie man denn - als Bewohner einer Stadt - ohne Parkuhr durch die Gegend fahren könne, was sie sich einbilden würde, wer sie überhaupt dächte, wer sie sei und so weiter und so fort, das in solchen Situationen Übliche. Dann aber wurde mir klar: Ich hatte gerade eine Idee gehabt!
Warum programiere ich nicht einfach eine Parkuhr-App? Sie muss natürlich einen coolen Sound haben und auch coole Grafix. Mann stellt dann auf der App einfach seinen Ankunftszeitpunkt ein, legt das Handy dann einfach vorne ins Auto und zack! Schon hat man dieses Problem gelöst! Man muss nie wieder Parkuhren kaufen.
Man könnte sogar noch Zusatzfunktionalitäten einbauen, die herkömmliche (“analoge”) Parkuhren nicht bieten. Als Beispiele wären hier zu nennen:

- Man kann eine SMS bekommen, wenn die Parkuhr abgelaufen ist.
- Man kann neben der Parkuhr auch noch andere Sachen anzeigen, z.B. Werbung.
- Man kann beruhigende Sounds abspielen (z.B. das Schlagen eines Herzens), damit der Hund im Auto besseres Feeling bekommt (oder Kind)
- Man kann auch noch so einen Trick einbauen: Die Parkuhr bewegt sich dann ganz langsam fort. Die Folge: Unbegrenzte Parkzeit zum Nulltarif.

Das sind alles Dinge, die mir nach nur sehr kurzer Überlegungszeit eingefallen sind. Ich glaube, man könnte da noch viel mehr Ideen haben. Ich glaube, ich bin da auf eine echte Superidee gestoßen.
“Ich glaube” war einmal doppelt, das müssen wir leider abziehen.

Dann habe ich heute auch ein Kind gesehen, Es saß in einem Kinderwagen der Bauart "Bugs", geschoben von einem Mann, des Anscheines nach war das sein Vater. Das Kind zeigte auf ein Filmplakat des Filmes "Die Känguru Chroniken" und sagte Hase. Dabei freute es sich sehr. Ich vermute, das Kind macht das mit dem Benennen von Dingen noch nicht so lange. Der Mann fragte "Hast Du einen Hasen gesehen?" Ich glaube, das war eine rhetorische Frage.
Ich war verwirrt. Sollte man das Kind nicht lieber korrigieren? Handelte es sich doch keinesfalls um einen Hasen. Der Mann schien das nicht für nötig zu halten. Ich denke, er hat Recht. Der kleine Racker freute sich so sehr, dass er einen Hasen erkannt hatte und am Ende macht es ja auch keinen Unterschied, Er wird sich den Film wohl sowieso nicht reinziehen. Ich hoffe nur, das wird nicht eine dieser Geschichten werden, die dem kleinen Mann später einmal wieder und wieder und wieder auf Familienfesten erzählt werden wird, denn das ist sehr unangenehm.

Posted by banana at 09:21 EM | Comments (7)
copyright by banana and tek/neoscientists