Februar 26, 2020
Habe neuen Sporttrend erfunden

Yeah, uh! (Yeah!)
Es sind immernoch Faschingstage in der Allee der Spackonauten (Uh! Yeah!).
Zwei Kolleginnen, die größere Faschingsumzüge besucht haben, klagten über Muskelkater. Nicht vom Tanzen oder Bützen, nicht vom Winken mit den Mützen, nicht vom Hüpfen oder Laufen, sondern vom Kamellenklaufen.
Ok, das war jetzt nicht so der Superreim. Eigentlich hätte es Klauben heissen sollen. Aber - was solls! Es ist noch kein Meister vom Himmel runtergefallen, wie man so sagt.
Es zwickelt und zwackt aber von den Fastnachtsumzugsaktivitäten: Dem Auflesen von Süßigkeiten, dem Strecken nach Naschwerk, dem Balgen um andere Sachen.
Das scheint ja richtig anstrengend zu sein! Das brachte mich auf eine Idee: Warum kann man nicht einen neuen Fitnesstrend starten? Man könnte es Kamelletics nennen. Dabei zieht man sich stilisierte Fastnachtskostüme an, z.B. lustige Hütchen oder fesche Hosen oder plüschige Tigeroveralls (für den extra Sweat-Effekt) und dann bewegt man sich zu beschissener Stampfmusik. Man macht dann Übungen unter Anleitung des Kamelleticsführers:


  • Nach den Kamellen bücken

  • Nach den Chipstüten strecken

  • Den Narrengruß machen / Winken

  • Marschieren

  • Sich den Bauch halten vor Lachen

  • Den Humpel Pumpen


Zusätzliche Übungen können nach sehr kurzer Nachdenkzeit einfach hinzugefügt werden, denn die Möglichkeiten sind mannigfaltig. Für den Extraspaß dürfen die Männer auch gerne Frauenkleider anziehen, falls dann niemand ohnmächtig wird vor lachen.
Also, ich sage diesem brandneuen Fitnesstrend eine große Zukunft voraus.
Nachteil: Kommt nicht aus den USA.

Posted by banana at 01:19 EM | Comments (3)
Februar 23, 2020
The Actual Zustand of the Karneval

Vor langer Zeit, als ich noch ein kleines Kind war, als mein Gehirn innendrin noch flüssig war und mein Gefleisch noch saftig und voller Vollkornkraft, da fand ich Karneval super. Ich verkleidete mich gerne, so lange ich dabei eine Hieb- oder Schusswaffe tragen konnte (gerne auch beides).
Irgendwann verlor ich die Lust daran. Heute ist mein Gehirn in meinem Kopf so hart, fest, schwer und unflexibel, wie ein Stein und manchmal, wenn ich zu hart bange, zum Beispiel um meine geistige Vernunft, dann schlägt mein Klumpirn gegen die Schädelwände und bereitet mir Kopfweh.
Am Freitag begab es sich aber, dass ich nach Mainz fuhr und es war zu der Abendzeit und ich ging durch die Innenstadt und ich konnte ansehen, was man aktuell so im Karnevall treibt.
Ich fasse es kurz zusammen: Zunächst besorgt man sich einige Flaschen eines süßen, möglichst grell gefärbten Getränks in einer 1,5l Pet-Flasche und kippt einen Teil davon entweder in sich selbst oder in den Ausguss und füllt die Flasche dann mit Schnaps auf. Das gibt ein praktisch transportierbares, widerstandsfähiges, günstiges und mit etwas Erfahrung im Härtegrad individuell anpassbares Erfrischungsgetränk, dass die Teilnehmer innerhalb kürzester Zeit die Trostlosigkeit der Veranstaltung vergessen macht.
Dann zieht man sich wärmendes Unterkleid an, denn es ist Februar und damit Winter und deswegen ist es kalt. Darüber reissverschließt man sich dann einen in China hergestellten Plastikoverall, der entfernt (z.B. durch Öhrchen, Schwänzchen, Hörnchen) an ein real existierendes oder auch der Fabelwelt entliehenes Tier erinnert (Vgl. Tiger, Einhorn, irgendwas Beiges), dass man zuvor günstig im Onlineversand bestellt hat.
Um die Füßte schnallt man sich dann, was man sonst auch immer trägt.
So ausgestattet läuft man dann in kleinen Gruppen durch die Stadt und brüllt irgendwelche Sachen, während man das oben beschriebene Mischgetränk konsumiert. Damit ist man am besten so um 19:00h fertig, weil dann alle Geschäfte, Stände, was auch immer schließen und dann geht man entweder irgendwohin und fickt oder man geht nach Hause.
Diese Organisationsform ist um praktischer, als der Karnevall, wie ich ihn aus meinen besten Tage kenne, denn: Bier gab es nicht in 1,5l Plastikflaschen und ausserdem macht es zwar auch voll, aber nicht so richtig total besoffen. Schon gar nicht bis 19:00h. Auch musste ich damals immer irgendwelche C&A Anoraks über meine aus abgelegten Klamotten zusammengetackerte Cowboykostüme tragen, weil ich sonst erfroren wäre. Das war optisch unvorteilhaft, denn es zerstörete auch die letzte Illusion, dass ich ein Cowboy sein könnte. Aber sonst wäre ich halt einfach erfroren. Naja, anderseits fühle ich mich inmitten der lustigen Narren aber auch nicht deswegen unwohl, weil ich fürchtete, von einem der Zahlreichen Tiger zerfleischt zu werden, weil die so authentisch aussahen.
Ich denke, der Karnevall ist nach so langer Zeit und tief in mir drin noch immer nichts für mich. Ich bin da auch ja auch zufällig reingeraten. So schlimm, dass ich die Hochburgen in Zunkunft meiden werde, war es aber auch nicht. Vor mir aus soll jeder machen, was er will, so lange er anderen damit nicht zu sehr auf den Saque geht.

Posted by banana at 12:06 EM | Comments (6)
Februar 12, 2020
Da! Ein Vogel!

Vor einer Weile habe ich beschlossen, kein Fleisch mehr zu essen. Ich glaube, das hatte ich schon erwähnt. Mein Mittagessen nehme ich für gewöhnlich in der Kantine ein, also ganz in der Nähe des Arbeitsplatzes, also ich suche mir mein Essen schon aus, wenn auch im eingeschränkten Maß, aber das ist alles schon rubbel-di-dubb und schnipp-di-schnapp. Täglich gibt es mindestens ein Gericht ohne Fleisch und ich bin ja beim Essen auch nicht so besonders wählerisch. Fisch esse ich noch, ja, ich weiss, das ist total inkonsequent und so weiter.
Was aber etwas blöd ist, ist, dass diese nicht-Fleischesser (Vegetarier will ich nicht sagen) ein komisches Image zu haben scheinen. Und ich denke, darin liegt auch ein bisschen das Problem, dass es nicht mehr Leute gibt, die weniger Fleisch essen. Man scheint zu glauben, dass die Leute, die kein Fleisch essen wollen, sich total gesund ernähren wollen. Und das heisst dann, dass man oft nicht so richtig satt wird, oder dass das Zeug einfach nicht so lecker schmeckt.
Wie soll denn ein Kichererbsen-Karotten-Salat mit Granatapfelkernen gegen eine Currywurst mit Pommes ankommen?!
Wieso gibt es denn nicht mal Pommes mit Spiegelei und noch irgendwas ungesundem aber ohne Fleisch? Pommes mit vegetarischer Currywurst oder sowas? Ich will mir auch gerne die Schläuche verkalken, aber eben ohne FLeisch. Poutine wäre auch eine gute Maßnahme. Aber nein: Feldsalat mit Birne, Blauschimmelkäse und Rosenkohl. Am Freitag gibt's wenigstens Grüne Sauce mit Eiern und Kartoffeln.
Das finde ich blöd und das habe ich jetzt auch gesagt.
Vor vielen Jahren hatte ich ja schon diese Schaumfleischidee und ich glaube immer noch, dass das wirklich ganz gut funktionieren könnte: Man stellt stilisierte Skelette von Tieren aus Kunststoff her und ummantelt sie mit einer essbaren Masse. Das kann so Hühnerschaum sein, kann aber auch irgendwas Vegetarisches sein, inzwischen gibt es da ja einige Auswahl. Das ganze wird dann mit knusprigen Flöckchen umhüllt und in siedendem Öl ausgebacken. Dazu gibt es dann Pommes, Krautsalat und was weiss ich noch alles. Man hätte dann den Spaß, am Gerippe zumzunagen, aber ohne diese Haut, die Sehnen, die Gefäße, Knorpel, die Blutreste und so weiter und man wüsste auch nicht genau, was man isst. Das wäre doch super! Aber auf mich hört ja mal wieder keiner.

Posted by banana at 09:03 FM | Comments (7)
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