Mai 24, 2018
Nutella Streicher

Ich stolperte über dieses Produkt hier. Es ist ein "Streicher" für vielerleuts liebste Frühstückspaste: KLONGO. Sachen gibt es, die gibt es doch gar nicht! Ein Streicher ist im Prinzip ja wohl ein Messer, dass aber nicht scharf ist. Ein Vorteil davon ist, dass die Stumpfheit die Verletzunggefahr beim Streichen mindert, oder vielleicht auch dabei, wenn man hinterher den Streicher mit der Zunge ableckt. Es ist also ein Sicherheitsaspekt, dass es diesen Streicher gibt. Besonders motorisch nicht so geschickte Frühstücker können dann beherzter aufschmieren und -lecken. Ins Auge kann man sich aber trotzdem noch pieksen. Ganz hemmungslos darf man also nicht zu Werke gehen, auch wenn das schwerfallen mag, geht es doch schließlich um diese herausragende Nusscreme. Oh, menno! Das Formulieren will heute aber nicht so richtig gut klappen.
Dieses Produkt hat viele Fans, also ich meine die Creme, aber der Streicher kommt wohl auch ganz gut an. Aber es muss das Original sein, auch wenn die Konkurrenz bessere Namen hat. "Nuspli" oder "Käpt'n Nuss" oder "Nutoka" oder "Nudossi" oder "Nussenhammer". Wobei es den Käpt'n gar nicht mehr gibt. Schade, der Name hätte es verdient. Alles mit "Käpt'n" im Namen bekommt von mir sofort mein Herz geschenkt.
Nichtmal die neue Rezeptur konnte dem Produkt schaden. Ich persönlich denke ja, dass "neue Rezeptur" eine Umschreibung für "wir haben es geschafft, den Schmand noch billiger herzustellen" und oft ging das ja auch schon recht gescheit in die Hose, zum Beispiel bei Coca Cola.
Naja, egal. Man muss nicht so viele Worte über das Produkt machen. Kauft es oder kauft es nicht. Der Vorteil ist wohl, dass man damit die Paste vollständiger aus dem Produktglas gekratzt bekommt. Ich persönlich halte das für Schwachsinn, aber ich kenne mich da nicht so gut aus, weil ich wohl der einzige Mensch bin, der ein solches, ungeöffnetes Glas Nousnuggertcreme wegschmeissen musste, weil es das Mindeshaltbarkeitsdatum signifikant überschritten hatte. Ich bezweifle allerdings bis heute, dass ich es bis jenseits der Genißebarkeit gewartet habe. Ich muss allerdings sagen, dass ich Nichtfrühstücker bin. Ich mittelstücke und spätstücke. Morgens habe ich keine Zeit für solchen Kram. Genug nun dazu!
Was ja super ist, wenn man älter ist, ist, dass man nicht mehr so eine Scheisse saufen muss, auf Parties. Früher war das ja echt schlimm. Da hat man immer die totale Scheisse gesoffen. Man hat nichts vertragen und man hat die totale Scheisse gesoffen und so kam eines zum anderen und dann war man der Brigadearsch, weil man zum Beispiel in die Besucherritze vom Ehebett gekotzt hat. Aber was soll man machen, wenn man 17 ist und eine stramme Battida De Coco / Blue Curracao Mische mit Rum runterschzwängt hat. Die Atzung drängte nunmal an den Tag und da war guter Rat total überteuert.
Heutzutage ist das besser, wo man altist! Man verfügt über die nötigen Mittel, um sich seinen Wunschalkohol zu kaufen und man hat auch schon etwas Erfahrung gesammelt, etwa was man mag, was man nicht mag und so weiter. Früher war das ja anders. Da hatte man kein Geld und keine Ahnung und soff das, was keiner sonst wollte und was schon seit Jahren rumgereicht wurde. Das war dann auch oft nicht mehr so ganz frisch, was man da aus dem elterlichen Hobbyraumregal stibiziert hatte.

Posted by banana at 03:11 EM | Comments (13)
Mai 02, 2018
Hausaufgaben

Manchmal kaufe ich mir neue Kleidung. Der Grund dafür ist meistens, dass die alte Kleidung verschlissen ist oder nicht mehr so richtig sitzt (zu groß, verschossen vom vielen Ausbessern).
Man möchte ja flott aussehen, in dieser Zeit, denn es ist noch nicht aller Tage Abend!
Ein Freund von mir sagte mal "Die Angst stirbt zuletzt", ich als Traditionalist bleibe aber dabei, dass die Hoffnung zuletzt stirbt, obwohl er wahrscheinlich recht hat.
Wenn ich neue Kleidung kaufe, dann fällt mir folgendes auf: Diese Waschzettel werden immer größer und länger, sind dabei aber nicht mehr schmiegi-flauschi, sondern eher sprödi-stechi. Das ist doch nicht schön! Woran aber liegt das?
Als Grund habe ich herausgefunden, dass die Anweisungen zum Waschen, Bügeln und die Zutatenliste undsw. undsf. in immer mehr Sprachen in die Kleidung eingebaut wird. Manchmal sind die Dinger 10cm lang und auch noch doppellagig. Dafür kann die Kleidung aber auf der ganzen Welt in Muttersprache gewaschen, getrocknet und gebügelt werden.
Was mir noch aufgefallen ist, ist, dass diese Dinger dann auch so Schnittanweisungen aufgedruckt haben. Damit meine ich so ein Scherensymbol und daneben eine gestrichelte Linie, die einem sagt, wo man ansetzen muss.
Sie sagen einem also sogar, wo man die Zettel abtrennen soll.
Warum werden die überhaupt da reingenäht, wenn man sie dann doch abschneiden soll? Ich vermute gesetzliche Vorgaben. Ich vermute auch, wenn man da mal nachfragen würde, bei den Herstellern, was man denn mit den Dingern machen soll, nachdem man sie appenitten hat, dass einem dann die Auskunft erteilt werden würde, dass man die Schnippis aufheben soll, damit man weiss, was alles im Pulli drin ist und wie man ihn zu waschen, zu trocknen und zu bügeln hat, damit man, falls das Kleid dann zerstört ist, nachvollziehen kann, dass man ganz alleine die Schuld dafür trägt.
Das ist die Welt in der wir leben. Wir schneiden Schnipsel aus nagelneuer Kleidung und ordnen sie nach einem System, das uns eine Zuordenbarkeit zwischen Schnuppfi und Kleidung ermöglicht.
So ist das in der modernen Zeit. Man bekommt öfters Ratschläge und Anweisungen, die theoretisch zu befolgen sind aber in der Praxis total blöd und unpraktisch sind. Der Grund: Kostenersparnis. Vermute ich mal.
Hausaufgabe: Sammele zehn Beispiele für diese These.
Viel Spaß wünscht: bna

Posted by banana at 05:00 EM | Comments (0)
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