April 27, 2018
Nein, es ist wirklich nicht alles schön auf dieser Welt

Heute wird mal übers Altern gemotzt.
Viele Leute reden ja mit jüngeren Leuten, wenn sie älter werden. Also die Älteren, nicht die Jüngeren. Sie sagen dann "Jaja, Du hast es ja gut, Du bist ja noch so jung. Genieß das mal, dass Du noch so jung bist und nicht so alt und dass Du nicht schon so viele Zipfelein hast!"
Und die Jungen denken dann "Dieses alte Arschloch, der soll mal lieber seine dumme Stinkfresse halten, dieser eingedickte Schrumpelopa! Mir geht's total scheisse! Ich habe in Sachkunde gerade eine 4+ geschrieben und jetzt muss ich das meinen Alten verklackern!"
Sie haben andere Probleme! Die Aussage ist für den Jüngeren also total wertlos und geht ihm maximalst auf die Eier, weil es keinen Anhaltspunkt im Leben des Jüngeren gibt und für die Alten ist es auch nicht gut, denn sie spielen mit ihrer Gesundheit. Zusätzlich dazu, dass sie sowieso schon von diversen Zipfelein geplagt sind, könnte es auch sein, dass dem Jüngeren die Hand ausrutscht und sie dann in der Schnautze von dem Älteren landet und dann wird es teuer, wenn die ramponierte Fressgalerie saniert werden muss. Also: Besser nicht rumheulen und rumflennen oder wenn nur vor ganz schwachen Leuten oder vor Gleichaltrigen, die das zwar auch nicht interessiert, aber die so langweilige und blöde Themen schon gewohnt sind und deswegen etwas weniger heftig reagieren, weil sie ohnehin nur noch auf das Sterben warten.
Erst, wenn man dann älter ist, dann kann man zwischen diesen Worten und der eigenen Erfahrungswunderwelt eine Verbindung herstellen. Dann erfüllen sich diese Worte mit Leben. Dann bringen sie die Saiten des Leidens zum Klingen und zum Schwingen, aber vorher: No Chance, Jose!
Das viel mir gestern so auf, als ich im Bett lag und auf den Schlaf wartete.
In den letzten Tagen vorher war es mir nicht besonders gut gegangen. Ich hatte das auf den Heuschnupfen zurückgeführt, der mich seit einigen Jahren plagt. Ja, erst seit einigen Jahren. Er kam leise und unerwünscht. Vorher ging die schöne Zeit des Jahres sofort nach Karneval los. Nun kommt zwischen Karnevall und schöner Zeit noch die Zeit der Frühblüher. Ich habe die Hasel und die Birke im Verdacht. Ja, mit so einem Mist muss man sich dan beschäftigen.
Auf jeden Fall saß ich im Büro und mir tränten die Augen und mir lief die Nase und mir brannten die Augen und mir brannte die Nase und vom vielen Wischen waren die Augen ganz wund und vom vielen Wischen wurde die Nase ganz wund und ich sah aus, wie drei Staffeln Sissi die kindliche Kaiserin auf dem Plumeau mit Frustschokolade. Ich dachte ja, in der Gegend, in der das Büro aufgebaut ist, gäbe es ganz besonders fiese Bäume, denn zu Hause, wo mein Haus aufgebaut ist, da ging es mir nicht so dreckig. Ja, das dachte ich. Nichts half. Ich nahm, Salben, Tabletten und Tropfen. Ohne Erfolg.
Jetzt kommt das Stichwort: Kreuzallergie.
Ich hatte nämlich jeden Morgen im Büro einen Apfel gefressen, weil: Schmeckt gut und blah blah laber laber töff töff.
Mir war schon in den Jahren davor aufgefallen, dass mir Äpfel leichtes Unbehagen verursacht haben. So ein ungutes Gefühl, wie wenn man sich einen Unterdruck an den Gaumen saugt, aber halt länger und unangenehmer und irgendwie nicht so gut.
Gestern Abend fraß ich dann zu Hause auch einen Apfel und dann ging es aber los! Dann ging aber die große Allergie-Show los, mein lieber Herr Gesangsverein! Meine Augen juckerten, als wäre mir auf der Innenseite der Lieder ein Bart gewachsen und das ist sehr unangehm, denn der kratzt auf den Augäpfeln rum und das ist unangemessen. So wusste ich dann, dass die Äpfel mich inzwischen komplett fertig machen. Und ich wusste auch, dass es im Büro keine fiesen Arschlochbäume waren, sondern diese bekackten Äpfel.
Es war schlimm. Hatte ich vorher auch noch nie so schlimm. Ok, es waren auch so super süß gezüchtete Äpfel aus dem Supermarkt, die neu gezüchtet wurden, mit extra wenig Polyphenol und so weiter und es ist zum kotzen mit dem Älterwerden, ihr Jungen, genießt es noch so lan.
Ach, egal. Ich esse jetzt was anderes. Oder Boskoop.

Posted by banana at 04:29 EM | Comments (2)
April 25, 2018
Es ist nicht alles schön auf dieser Welt

Die Frage, wo uns heute beschäftigen tut, ist: Kann man sehr durchschnittlich sein, oder ist das Durchschnittlichtsein, durch sein Wesen schon derart durchschnittlich, dass eine Steigerung nicht möglich ist?
Das ist eine Frage, über die man erstmal mal eine Weile nachdenken muss.

Nachdenk.
Nachdenk.
Nachdenk.
Nachdenk.
Nachdenk.

Antwort: Das ist eine Frage der Sichtweise.
Anderes Thema. Ich persönlich finde diese Mahnwachen und Demonstrationen für den Hund, der zwei Menschen totgebissen hat, die seine Halter waren, sehr befremdlich. Ich denke, dass der Hund eine Gefahr für alle Menschen darstellt und finde es deswegen in Ordnung, dass er eingeschläftert wurde. Darüber hinaus war das Tier wohl auch verletzt. Ich denke, dass man verhindern muss, dass Menschen Tiere halten können, mit denen sie nicht umgehen können, oder denen sie nicht gewachsen sind.
Deswegen wundern mich diese Demonstrationen. Aber ich habe mich aber auch immer gewundert, wie gut Hitler damit weggekommen ist, dass er zuerst seinen Hund vergiftet hat, sozusagen als Versuchstier. Das nimmt ihm kaum einer krumm, jedenfalls habe ich davon noch nichts gehört.
Gestern war ich das mal in den Raum und äusserte meine Verwunderung. Keiner ausser mir teilte meine Verwunderung. Die Meinung war, dass Hitler das ja wohl auch gemacht habe, um zu verhindern, dass der Hund dem Feind in die Hände gefallen wäre. Wer weiss, was die mit dem Hund angestellt hätten! Es war also eine Tat zum Schutz des Hundes.
Tatsächlich kann ich mir das nicht vorstellen, was dann so geschehen wäre. Will ich auch gar nicht. Dennoch: Hunde scheinen generell an nichts schuld zu sein. Schuld ist immer der Mensch. Das ist zwar eine seltsame Sichtweise, aber ich finde ja auch: Im Grunde ist der Mensch schlecht und nur sehr schwer zu ertragen, da kann er ruhig an allem schuld sein.
Ein sehr komplexer Themenkomplex, der in seiner Komplexität schwer zu durchdringen ist.
Wenden wir uns leichteren Themen zu.
Ich bin der Meinung, dass manche Unternehmen in letzter Zeit etwas dreist werden.
Da wären beispielsweise Emails, die verschickt werden. Vor langer Zeit, da wurden Emails benutzt, um private Nachrichten zu verschicken. So, wie Briefe oder Postkarten. Dann passierte lange Zeit nichts. Dann fand jemand heraus, dass man relativ einfach, relativ billig, relativ viele Werbenachrichten per Email verschicken kann. Das nervte viele Leute, weil sie erstmal durch einen Haufen Müll wühlen mussten, um an ihre Briefe und Postkarten zu kommen. Irgendwie hat so eine Email ja auch was persönliches und man mag es sauber und aufgeräumt in seinem Postfach und dann wichst irgendsoein Depp da seine Werbung rein. Dieses Problem wurde dann auch technisch umzingelt und kaputtgehauen. Die Spamfilter sind mittlerweile so gut, dass die Anzahl der ungewollten Werbebotschaften, die im Postfach landen tolerabel ist.
Seit einiger Zeit sind aber diese Online-Unternehmen dabei und verlangen nach jedem Mist, den man bei ihnen macht danach, dass man eine Bewertung für irgendwas abgibt. Ich empfinde das als Belästigung und wenn ich Alternativen habe, die kein derartiges Gebahren an den Tag legen, dann greife ich gerne zu diesen. Ich sage das natürlich niemandem. Die sollen das irgendwie technisch rausfinden, dass mich das nervt, finde ich.
Aber auch abseits des Internets werden die Leute immer frecher. Neulich kündigte ich eine Versicherung. Das Unternehmen bestätigte mit die Kündigung schriftlich, zählte in dem Anschreiben jedoch alle Vorteile der Versicherung auf, die mir jetzt entgehen würden und hatte darüber hinaus einen ausgefüllten Vordruck beigelegt, den ich nur noch zu unterschreiben bräuchte, um die Kündigung zurückzunehmen.
Ich empfinde das als Belästigung und fühle mich unter Druck gesetzt.
Haben diese Leute kein Taktgefühl oder geht es ihnen so schlecht?
Ich weiss es nicht, verbleibe aber leicht verärgert.
bna

Posted by banana at 07:52 FM | Comments (6)
April 18, 2018
Handyflat in alle Netze

Abends gehe ich meistens ins Bett um zu schlafen. Ich sage dann sowas, wie "Hall Betti, ich gehe jetzt in dich rein" oder sowas. Aber das nur am Rande. Und darum geht es jetzt auch gar nicht.
Manchmal schalte ich dann den Fernseher ein, der bei mir im Schlafzimmer steht und dann schalte ich nochmal durch alle Kanäle und sage sowas, wie "Hallo ARD, gute Nacht!" und "Hallo ZDF, gute Nacht!". So mache ich das fünf Mal durch alle Programme. Erst dann empfinde ich die Ruhe, die ich brauche, um erholsamen Schlaf zu finden.
Nein, das war nur Flachs! Zum Glück benötige ich derartige Rituale nicht, um einzuschlafen. Darüber bin ich wirklich sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, froh.
Ich schalte aber trotzdem noch durch die mir angebotene Programmvielfalt und da fiel mir ein Sender auf, bei dem ausschließlich für - ich glaube - Handytarife geworben wird. Das passiert rund um die Uhr und es ist immer der gleiche Mann, der da wirbt. Auf jeden Fall war jedes Mal, wenn ich diesen Sender auf meiner Fernbedienung anwählte, der gleiche Mann zu sehen und er warb für einen Handytarif.
Nun bin ich nicht in der Lage - und zwar in jeder Hinsicht - eine fundierte Aussage über diesen Sender zu treffen, aber ich frage mich trotzdem, ob es sich da um Aufzeichnungen handelt oder ob dieser Mann tatsächlich sein ganzes Leben in diesem Studio verbringt und von den Vorzügen der von ihm angepriesenen Verträge, deren Kosten, Modalitäten und der damit verbundenen Mobilfunkgeräte redet.
Meine Erfahrungen mit dem Sender sind nur stichprobenartig, denn ich bin meisten sehr erschöpft, weil ich sehr hart körperlich, geistig, spritituell, psychisch, physisch, mental und auch mit den Händen, arbeite und recht schnell der Schlaf der Gerechten bubieren, aber ich habe den Mann noch nie essen, trinken, austreten oder schlafen sehen. Wahrscheinlich wird das Programm des Senders also doch in 8 Stunden-Schichten aufgezeichnet und dann mehrmals am Tag wiederholt. Oder andere Tricks!
Das wäre ja auch kein Leben! Tag und Nacht im Studio eingesperrt, total übernächtigt, hunrig, drustig und dem Zwange behaftet, sich monothematisch durch das leben zu reden. Andererseits gibt es bestimmt schlimmere Berufe.
Man sagt ja immer, dass irgendwas immer "besser als" irgendwas anderes sei.
Aber was wäre, man es da so einen objektiven Bewerter gäbe. So eine App zum Beispiel und die ruft man auf und die schaut dann überall auf der Welt nach und sagt einem "Nein, Schnuffi76, schlimmer, als bei Dir geht es nicht". Aber halt in echt.
Wäre das schön?
Ich weiss es nicht.

Posted by banana at 11:51 FM | Comments (5)
April 17, 2018
Was Sie an Türen bis jetzt immer falsch gemacht haben

Also manchmal muss man auch mal sagen, wenn was nicht so gut ist.
Schlechtes Wetter heute!
Haha. Nein, das war nur Spaß. Aber! Wenn man in die Kantine gehen möchte, die sich in dem Haus befindet, in dem ich arbeite, muss man eine von zwei Türen öffnen, die sich nebeneinander befinden. Beim Hineingehen muss man die Tür aufziehen, beim Hinausgehen muss man sie aufdrücken. Und das geht schwer! Mein lieber Herr Gesangsverein geht das schwer! Das ist so wirklich die am schwersten zu öffnende Tür, die ich kenne. Also, ich rede nicht von Türen, die normalerweise motorengestützt öffnen und bei deren Öffnung man deswegen einen größeren Widerstand zu überwinden hat, nein, ich rede von ganz normalen Türen und von deren normalen Öffnungswiderstand und da ist diese Tür auf jeden Fall in den Top Three!
Also mit mal eben cool die Tür auchmachen ist da nichts. Wenn man also in dieser Kantine essen will, dann sollte man schon vorher gut gestärkt sein, sonst wird das nix mit der Nahrungsaufnahme, wegen: Entkräftung.
Das sieht nicht gut aus. Da muss man sich anstrengen, da muss man mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen, schulterbreit auseinander und dann nicht zu lange Hebel wirken lassen. Und das ist bei Flaute! Wenn dann noch ein Wind weht, dann muss man schon morgens seinen Schappinapf schön leergefuttert haben, wenn man die Glaspäne in Schwenkung versetzen will.
Jeder, der dort essen geht, weiss das. Männer und Frauen. Und was machen die Frauen? Sie öffnen die Tür gerade mal so weit, dass sie druchschlüpfen können und schlüpfen dann durch, ohne auf Nachfolgende zu achten, die da vielleicht auch mal durch wollen. Total egoistisch sind die! Die Männer sind da anders drauf: Sie öffnen die Tür weiter und halten sie den Nachfolgenden auch noch auf, auf dass sie nicht mehr so schwere Arbeit leisten müssen, wie sie selbst. Das ist doch nicht nett! Wo ist denn da die Gleichberechtigung? Ich finde das nachgerade frech, wenn da so jemand egoistisch durchschlüpft und mir die Tür dann vor der Nase zufällt und ich auf den nächsten Mann warten muss, damit ich da rein kann und meinen Mampf mümmeln kann.
Das musste mal gesagt werden und das darf auch gesagt werden!
Heute war das Essen mal wieder ganz lecker gewesen. Es ist eben bei allen Kantinen gleich: Man muss wissen, was man nehmen muss.

Posted by banana at 04:21 EM | Comments (8)
April 09, 2018
Alles ist doof

Endlich ist wieder Montag. Da ist dieses belämmerte Wochenende rum. Es ist ja schön, dass es wieder hell ist und warm ist und so weiter, allerdings treibt das auch die Menschen aus ihren Löchern und das kann einem den ganzen Spaß an der Natur verderben.
Die einen meinen, sie müssten auf ihre bescheuerten Rennräder steigen und auf den Straßen rumfahren, die doch für Autos gedacht sind, die anderen meinen, sie müssten auf ihre bescheuerten Motorräder steigen und Lärm machen und die Straßen verstopfen und wieder andere meinen, sie müssten ins Auto steigen und die Fenster runtermachen um dann alle von ihrem beschissenen Musikgeschmack zu überzeugen. Auf jeden Fall nerven sie alle und viele machen Lärm dabei. Lärm ist schlecht. Ich mag keinen Lärm. Ich bein ein Freund der Stille.
Wenn sie dann wieder zu Hause sind, müssen sie dem unwiderstehtlichen Drang nachkommen, zu Grillen. Wenn es etwas warm wird, dann muss man Grillen. Man kann nicht anders. Das ist so eine Art Reflex, aber langsamer. So ein Drang. Das marinierte Fleisch kommt aud den Grill und die Hausfrau träge die Grillsoßenkörbchen auf den Balkon. Oder Terrasse. Dazu: Nudelsalat mit Majo und Bier und Gelaber und Gestank. Schlimm.
Wir haben einfach zu wenig Platz hier in der Gegend.
Ich habe die Zeit genutzt, um meine Badewanne zu säubern. Jetzt glänzt sie wieder und man denkt "oho!".
Da ist mir aufgefallen, dass es doch eigentlich absurd ist, dass man die Badewanne dauert putzen muss, die Waschmaschine aber nicht. Ich bin nicht dafür, dass man auch die Waschmaschine putzen muss, aber warum man die Badewanne putzen muss, das ist doch total bescheuert! Ich prangere das an und fordere die Entwicklung von 2 in 1 Produkten! Pflegt den Menschen und auch die Wanne. Nie mehr Wannenwischen. Sollte es als Badezusatz und Duschgel geben. Oder Seife.
Ich bin ja unlängt wieder zum Seifenduscher geworden, ich erwäge aber, wieder zum Gelduscher zu werden, weil: Dann wird die Wanne weniger schmutzig und schockt nicht. Also das Seifenduschen schockt nicht. Die Wanne schockt auch nicht, aber das war so gar nicht gemeint. Also schockt nicht im Sinne von "macht keine Laune" oder "macht keinen Spaß". Ach, es ist doch alles doof.

Posted by banana at 09:50 FM | Comments (8)
April 04, 2018
Produktehrlichkeit ist eine Zier

Ich persönlich denke, dass es ein großer Schlag für die Wattestäbchenhersteller war, als auf einmal jemand sagte, dass man sich mit den Dingern nicht in den Ohren rumpuhlen soll. Wattestäbchen sagt ja auch keiner. Man sagt Ohrenstäbchen oder Q-Tips. Also Kuhtips. Wobei das Q übrigens für Quality steht. Weiss ja auch nicht jeder, dass das Q da für Quality steht. Ist auch etwas enttäuschend, finde ich. Deswegen sollte man sich in seinem Leben ein paar Geheimnisse bewahren, weil die Wahrheit oft enttäuschend ist. Manchmal ist die Wahrheit auch einfach komplett unglaublich. Zwischen diesen beiden Extremen gibt es einen kleinen Grenzbereich, in dem die Wahrheit normal ist. Beziehungsweise erwartungskonform. Aber das kommt sehr selten vor und wenn man das mal hat, dann ist das so, wie wenn man bei Mensch ärgere dich nicht eine sechs würfelt und den dicken Oppa vom Brett fegen kann mit einem lässigen Schlenker aus dem Handgelenk. Der Oppa tut dann so, als würde das ihm gar nichts ausmachen, aber in Wahrheit kocht es und gährt es in ihm, aber er kann nichts machen, denn er ist nur ein dicker Oppa und ausser als wohlfahriges Wahlvolk ist er nicht mehr zu viel zu gebrauchen und er wird bald sterben. Dann war es das für ihn. Tja. Das war dann wohl ein Wort mit P: Pech.
Ich glaube ja, dass die Wattestäbchen genau dafür entwickelt wurden, nämlich, um sich damit im Ohr zumzupuhlen. Es macht ja auch Spaß, sich damit im Ohr zumzupuhlen, weil da bestimmte Spaßnerven stranguliert werden aber auch hier haben wir ihn wieder: Den schmalen Grat! Schiebt man sich nämlich das Stäbchen zu weit ins Ohr, dann muss man Husten. Das ist ein einmaliger Körperreflex, der durch Hustenerven ausgelöst wird. Gut, dass das Frauen nicht auch in der Scheide haben, sonst würden sie manchmal beim Bumsen auch anfangen zu husten, aber das wäre dann ein Kompliment für den Mann, denn nur Männer mit langem Glied können Frauen beim Geschlechtsverkehr zum Husten bringen und dann würden manche Frauen absichtlich beim Bumsen husten, was dann als Kompliment für den Mann gemeint ist und der Mann würde es dann glauben und wieder mal denken, wunder, was er da mal wieder gemacht hat, dabei war es nur Sexhöflichkeit.
Gut, dass das nicht so ist!
Aber, wie gesagt, ich glaube, dass die Wattestäbchen dafür konzipiert wurden, sich im Ohr zumzupuhlen und als dann auf einmal jemand kam, der gesagt, hat, dass es schädlich ist, sich damit im Ohr rumzupuhlen, da war das bestimmt nicht die schönste Nachricht der Welt für die Wattestäbchenfabrik, denn: (Also mal im Ernst) für was soll man die Dinger denn sonst benutzen? Alles anderes riecht doch nach Alibi und zwar meilenweit gegen den Wind! Ich persönlich habe noch nie etwas gemacht (ausser im Ohr rumpuhlen), wobei ich dann dachte: Ach, wenn ich jetzt ein Wattestäbchen hätte, dann wären meine aufgabenbezogenen Probleme gelöst und ich denke, damit stehe ich nicht ganz alleine da.
Man kann mit Wattestäbchen vielleicht gut Ecken reinigen. Es dürfen aber keine allzu großen Ecken sein, sonst kann man dafür auch ein Tuch nehmen und es dürfen auch keine allzu kleinen Ecken sein, sonst kommt man damit nicht in die Ecke rein. Es darf auch kein zu fester Schmutz sein, sonst streckt das Wattestäbchen die Hufe. Der Einsatzbereich ist also sehr überschaubar. Das wissen wohl auch die Wattestäbchenhersteller und trotzdem machen sie süße Suppe im sauren Topf: Sie behaupten, dass man mit Ihren Stäbchen alles mögliche machen soll, aber nicht in den Ohren rumpuhlen. Ich finde das nicht ganz ehrlich, denn ich denke, dass die allermeisten Wattestäbchenkäufer sich die Baumwollhanteln in den Gehörgang schieben, Warnung hin, Warnung her. Das ist irgendwie, wie damals mit dem Quellekatalog, wo sie Vibratoren verkauft haben und dann war da eine Frau, die sich das Ding ins Gesicht gehalten hat und als Kind dachte ich schon immer ratlos: "Warum hält die sich das Ding ins Gesicht?" Achso, das hieß damals auch nicht Vibrator, sondern Massagestab.
Heute war es leider etwas sexlastig, das tut mir leid, denn für derartige Ferkeleien bin ich nicht zu haben!

Posted by banana at 03:21 EM | Comments (5)
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