Juli 21, 2014
England und Frankfurt

Gestern fuhr ich mit meinem Auto über die Landstrassen von England. Wie jeder weiss, fahren die Leute da alle auf der linken Straßenseite. Das ist der Hauptunterschied zum fahren auf normalen Straßen und dieser Unterschied fällt auch jedem gleich ins Auge.
Ich fuhr natürlich mit meinem eigenen Auto über die Landstrassen von England. In meinem Auto ist das Lenkrad vor dem linken Sitz eingebaut.
Es ist gar nicht so schwer, in England Auto zu fahren. Man muss sich natürlich daran gewöhnen, dass man beim Abbiegen auf die linke Fahrbahn zielt und dass man im Kreisverkehr linksherum fahren muss und dann man beim Abbiegen immer und wirklich immer sehr aufmerkig in beide Richtungen schauen muss.
Was aber sehr schwer ist, ist das Überholen auf der Landstrasse mit einem Auto, dass den Volant an der linken Seite eingebaut hat.
Das Problem liegt darin begründet, dass die Engländer meistens auch sehr zügig unterwegs sind, so dass man schon verdammt schnell fahren muss, wenn man die dann auch noch überholen will. Gerade bei nicht besonders üppig motorisierten Fahrzeugen, wie zum Beispiel das meine eines ist, kann es dort zu sehr brenzligen Situationen kommen, vor allem, wenn man sich dazu entschlossen hat, den Überholvorgang an einer unübersichtlichen Stelle einzuleiten.
Also wenn ihr mich fragt: Die spinnen, die Engländer!
Dann bin ich gestern noch mal wieder mit dem Zug gefahren. Da waren Leute drin, da wackele ich manchmal mit dem Kopf. Die Leute wollten in Frankfurt noch den Flieger nach Rio schnappen und es war aber so, dass der Zug eine Verspätung von einer halben Stunde hatte. Da war guter Rat teuer und durchgesagt wurde ja auch nichts und eigentlich sollte man ja in Fulda umsteigen, aber man sei ja schon so spät und dann wäre ja auch der andere Zug schon weg.
Naja, mit Hilfe von Mitreisenden (ich tat so, als könnte ich Deutsch nicht verstehen) und dem Internet konnten die Herrschaften aber beruhigt werden und würden dann in Frankfurt Hauptbahnhof aussteigen und die S-Bahn zum Flughafen nehmen, wo sie ihren Flug dann noch erreichen würden. Trotzdem standen die Leute dann schon fast eine Stunde vor Ankunft des Zuges an der Wagontür. Auch schon, als der Zug in Hanau hielt. Das erschwerte das aus- und einsteigen der anderen Reisenden etwas, aber führte zu sicher interessanten Spontanbekanntschaften.
Auch führte es dazu, dass der Zug die halbstündige Verspätung zwischen Fulda und Frankfurt wieder wett machte. Man muss eben nur optimistisch sein und etwas Druck machen, dann klappt das auch.
Weiss eigentlich jemand, ob die Wagen der ehemaligen Interregio Züge, die jetzt als IC Wagen eingesetzt werden, überhaupt eine Klimaanlage hatten? Der, in dem ich gestern saß hatte keine. Zum Glück konnte man aber die Fenster öffnen und zum Glück war niemand anwesend, der sterben musste, weil es zieht.

Nachtrag: In der Wikipedia steht, dass die Wagen keine Klimaanlage haben.

Posted by banana at 12:14 EM | Comments (4)
Juli 17, 2014
Doofe Tiere, doofe Leute

Was manche Leute nicht wissen, ist, dass es neun Unterarten von Leoparden gibt. Ich finde das nicht besonders schlau. Der Leopard ist ohnehin schon so selten, dass es total blöd ist, wenn man dann auch noch so auf Separatismus macht. Naja, manchen Leuten ist eben nicht zu helfen.
Ist Euch schonmal aufgefallen, dass keiner mehr sagt "Hallo, wie geht's?" Alle sagen nur noch "Na, alles gut?"
Der Grund dafür ist, dass die Leute Angst haben, dass man antwortet "Es geht mir schlecht", wenn jemand fragt "Hallo, wie geht's", denn das wollen sie nicht hören, weil alle nur noch an sich denken in der heutigen Zeit. Sie denken sich, dass sie schon genug Probleme in ihrem Beutel haben und deswegen würde ein Problem eines anderen den Beutel zum überquillen bringen und das wollen sie nicht.
Deswegen fragen sie "Naj, alles gut?", denn wer sagt denn dann schon "Nein, es ist nicht alles gut, mein Freund". Das wäre ja extra Aufwand und ausserdem ist es auch so eine manipulative Frage. Von mir aus könnten die Leute einfach ihre blöde Fresse halten, dann wäre an alle gedacht.
Bei meinen umfrangreichen Recherchen ist mir übrigens aufgefallen, dass es ein Tier gibt, dass Schabrackenhyäne heisst. Ich finde das voll fies.

Posted by banana at 12:23 EM | Comments (1)
Juli 08, 2014
Nieder mit der Umwelt

Manche Dinge sind nur sehr schwer verständlich. Wahrscheinlich fehlt einem da der Kontext, in den man seit seiner Geburt eingewickelt sein muss, damit man es verstehen kann. Vielleicht fehlen aber auch manchen Leuten ein paar Gehirnzellen. In den USA scheint es jetzt so zu sein, dass einige Leute ihre Pickup Trucks so umbauen, dass sie extra viel Qualm produzieren. Die Dinger sind nicht kaputt, sondern sie qualmen nur so. Warum? Damit man damit Leute, die umweltfreundliche Autos oder Japanische Autos oder umweltfreundliche Japanische Autos fahren schön vollqualmen kann. Das ist deren Form von Protest gegen Umweltschützer und Baracko Barmer: Coal Rollers Youtube Video.
Naja, aber Aussenstehenden kann man das mit der Geschwindigkeitsbegrenzung und der Autobahn ja auch nicht so richtig überzeugend erklären.

Posted by banana at 03:21 EM | Comments (6)
Juli 02, 2014
Im Zug nach Hause

Auf der Rückfahrt saß ich in einem Regionalexpress. Der Wagen hatte zwei Stockwerke. Ich saß im oberen. Ich hatte gerade eine Rostbratwurst gegessen. Dabei gab es in der ganzen Wurstbraterer keinen einzigen Grillrost. Strenggenommen war es also eigentlich gar keine Rostbratwurst, sondern eine Plattenbratwurst. Aber wenn es Plattenbratwurst hieße, dann würde es keiner kaufen, denn das Wort erinnert an eine Wohnform, die nicht gerade als supergeil wahrgenommen wird. Dabei wohne man früher gerne im Plattenbau, denn es hatte einige Vorteile.
Hausaufgabe: Fertige eine Liste aller Vorteile des Wohnens im Plattenbau an und ordne sie nach deren Wichtigkeit.
Die Wurst war gut. Das Brötchen dazu nicht so sehr, denn es war sehr klein und nicht so schön krossi-knuspi, wie ich es mir in meinen wilden Träumen vorgestellt hatte. Egel.
Im gleichen Wagen saß eine Schar Kinder. Die Kinder waren sehr laut und sehr aufgedreht. Ich glaube, das lag daran, dass eine der beiden Erwachsenen ständig eine Runde Kit Kat ausgab. Ich kenne mich mit Kindern ja nun gar nicht aus, aber ich glaube, wenn man ihnen Kit Kat gibt, dann werden sie tendenziell nicht ruhiger. Egal. Es störte mich nicht.
Ich liebe Kinder. Kinder sind so herrlich unbeschwert. Sie scheren sich nicht um viele Dinge. Sie sind total niedlich, riechen nicht nach Schweiss und sagen immer so lustige Sachen.
Am schlimmsten war Severin. Ich glaube, das hängt mit dem Namen zusammen und zwar auf eine sehr komplexe Weise, die ich hier nicht erklären kann. Severin mochte auch gerne Kit Kat. Ich glaube, wenn ich mal einen Ausflug mit Kindern mache, dann nehme ich keine Kit Kat mit, sondern eher Fair Trade Bio Vegane Knete. Damit baue ich den Kindern dann Helme und gebe ihnen Haushaltstücher, mit denen sie sich auf die Schädel hauen dürfen.
Mal sehen, wann es soweit ist.

Posted by banana at 12:47 EM | Comments (5)
Juli 01, 2014
Die Zugfahrt

Ich saß in einem Zug und wartete auf die Abfahrt. Die Abfahrt sollte sich um ein paar Minuten verzögern, weil man noch auf Umsteigende warten musste, dessen Zug Verspätung hatte.
Ich schaute aus dem Fenster.
Da war eine Treppe. Ein Mann ging kam langsam ins Sichtfeld er kletterte die Treppe langsam und rückwärts empor. Er trug ein bis zur Brust aufgeknöpftes Hawaiihemd, auf dem Kopf hatte er einen Strohhut, mit der einen Hand zerrte er einen sehr großen Koffer die Treppe herauf und in der anderen hatte er eine Flasche Apfelwein.
Als er endlich oben angekommen war, brüllte er etwas die Treppe hinunter. Von unten schien jemand anderes eine Antwort nach oben zurückzubrüllen, denn er brüllte erneut etwas runter. Irgendwie war er etwas ungehalten.
Nach einer kleinen Weile kamen weitere drei Männer die Treppe hinauf, die auf sehr große Koffer hinter sich herzogen und vom Erscheinungsbild her eindeutig zu dem ersten Mann gehörten. Sie hatten aber statt Apfelwein Bierflaschen und -Fässer dabei.
Sie stiegen in den Zug.
"Natürlich steigen die hier ein. Ich habe immer so ein Glück" sagte die Frau auf dem Sitz hinter mir.
"Hier, Du Vollspast. Wo sitzt denn Du?" Der Man telefonierte.
"Wir sind hier auf Gleis eins. Wo bist Du dann?" Er hatte einen starken Frankfurter Akzent.
"Sitzt Du beim Schaffner oder was? Hier! Nimm die Finger von der Frau!" die Stimme wurde lauter.
"Wir kommen jetzt zu Dir".
Dann sang er "Denn isch will immä wiedä - dieses Fiebä spür'n".
Und nochmal "Denn isch will immä wiedä - dieses Fiebä spür'n".
"Isch will immä wiedä"
Er machte eine Pause, aber seine Freunde sangen weiter "dieses Fiebä spürn". Sie sangen etwas leiser, aber mit genau dem gleichen Akzent.

Da musste ich lachen. Die vier Männer sangen dieses Lied und hatten alle genau den gleichen Frankfurter Akzent. Das fand ich witzig. Muss man wahrscheinlich dabei gewesen sein.
Sie sind dann unter weiterem Singen und rufen von "Lass die Finger von der Frau" an mir vorbei gelaufen und haben sich zu dem Vollspast gesetzt. Irgendwo in einem anderen Wagen, weit weg von mir.
Ansonsten war die Reise ereignislos.

Posted by banana at 04:43 EM | Comments (8)
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