März 31, 2014
Heilung durch Kälte

Machmal schaue ich mir abends im Internet (im Internet!) Videos an. Es sind Videos, in denen Leute, die besser Gitarre spielen, als ich, Gitarren vorführen, die ich mir nicht leisten kann. Informieren kann man sich ja mal.
Dabei gibt es einen interessanten Trend: Gitarren werden ab Werk zerkratzt, abgeschuppert und verranzt, damit sie so aussehen, als hätten sie schon ein langen, bewegtes Gitarrenleben hinter sich. Bei Möbeln nennt man sowas "dekorative Gebrauchsspuren", bei Gitarren nennt man das "Road Worn" (Nachtrag: oder "Relic").
Nun sind Musiker ja so ein wenig merkwürdige Leute. Deswegen erzählt der Mann, der in den Videos die Gitarren vorführt auch, dass die abgemackten Geräte besser klängen als die, die nicht vorsätzlich kaputt gemacht wurden. Und natürlich kann man das nicht beweisen, aber das Gegenteil kann man natürlich auch nicht beweisen, also könnte es wahr sein. Ich selbst habe dazu keine Meinung, denn ich spiele nur auf neuwertigen Qualitätsgirarren. Sobald meine Gitarren eine Macke haben, verbrenne ich sie und kaufe mir eine neue. Da bin ich ein wenig eigen.
Neulich suchte ich mal wieder nach Gitarren und da stieß ich auf ein Video, in dessen Titel etwas von "Cryo Tuning" stand.
Ich war verwundert, denn ich kenne so einige Stimmungen, in denen man Gitarren spielen kann, aber die Cryo-Stimmung kannte ich noch nicht. Stimmung - also die Tonhöhen, auf die die Saiten der Gitarre gestimmt sind - heisst auf Englisch Tuning, deswegen kam ich auf den Trichter.
Also stellte sich dann aber heraus, dass nicht die Stimmung der Gitarre gemeint war, sondern das andere Tuning. Also, das was man vom Auto her kennt, wenn die Leute ihre Karren mit Anbauteilen aus dem Baumarkt hässlich machen.
Beim Cryo Tuning sind die Teile aus dem Baumarkt tiefe Temperaturen. Man nimmt also eine Gitarre und friert sie ein. Bei anderen Sachen macht man das wohl schon länger.
Und - wer hätte es gedacht? Wenn die Gitarre dann wieder aufgetaut ist, dann klingt sie besser.
Probleme, die man bei Gitarren beispielsweise haben kann, sind "Dead Spots". Manche Töne klingen dann nicht so lange, wie andere. Und was sagte der Mann aus dem Video? Gitarre eingefroren, Gitarre aufgetaut, Dead Spots weg. Das ist toll. Natürlich kann nicht jeder x-beliebige Typ einfach seine Gitarren in Mutterns Eisschrank legen, nein, das muss schon ein Fachmann machen, der sich mit Temperaturen und Dauer auskennt. Und man kann so delikate Sachen auch nicht einfach in die Sonne legen, damit sie auftauen. Jeder, der Star Wars gesehen hat, weiss das.
Ich persönlich glaube da ja nicht so richtig dran. Aber ich bin da ja auch eigen: Sobald ich einen Dead Spot bei einer meiner Gitarren entdecke, verbrenne ich sie und kaufe mir eine neue.
gitarren einfrieren

Posted by banana at 02:28 EM | Comments (2)
März 26, 2014
Die rasante Fahrt in der Eifel

Als Achterbahn-Fan hat man es auch nicht immer leicht.
Wie jeder Mensch ja nun weiss, geht es beim Achterbahnfahren darum, möglichst viele verschiedene Achterbahnen zu fahren. Der ambitionierte Achterbahnfahrer führt genau darüber Buch, mit welchen Bahnen er schon gefahren ist. Es gibt sogar Achterbahnfahrer, die darüber Buch führen, in welcher Reihenfolge, wann und wie oft sie mit den Achterbahnen gefahren sind.
Bei manchen Leuten spielt es dabei keine Rolle, ob es eine tolle Achterbahn ist oder eine Kinderbahn. Eine Multi-Millionen-Rekordbahn in der Wüste von Abu Dabi zählt genauso, wie eine Pendelbahn im Freizeitpark Lochmühle.
Der ambitionierte Achterbahn-Fan fängt übrigens so bei 1000 verschiedenen Bahnen an. Ich bin bei etwas unter 900 und wenn ich mir das so überlege, dann ist das eigentlich ganz schön verrückt.
Aber darüber will ich nicht reden. Ich will zurück zu den Zahlen. Eine Kinderbahn zählt also genau so viel, wie eine Rekordbahn. Eine Bahn, die einem blaue Flecken verpasst zählt genau so viel, wie eine Bahn, aus der man am liebsten gar nicht mehr aussteigen will und deswegen ärgert man sich natürlich maßlos über Bahnen, mit denen man nicht fahren kann oder darf.
Manche Bahnen sind kaputt, manche stehen schon nicht mehr da, wo man sie vermutet hatte und für manche Bahnen ist man zu groß oder zu schwer oder was auch immer. Es gibt sogar Leute, die bestechen die Leute, die an der Achterbahn arbeiten, damit sie mitfahren können, obwohl sie es eigentlich nicht dürfen. Es gibt auch Bahnen, die man nur in Begleitung eines Kindes fahren darf (naja, eigentlich ist es genau andersrum, aber das ist nunmal die Sichtweise des Achterbahn-Fans). Deswegen gibt es auch Leute, die fremde Menschen ansprechen und fragen, ob man mal ihr Kind ausleihen darf.
Und dann gibt es da den Ring Racer. Das ist eine Achterbahn, die man neben den Nürburgring gebaut hat, weil man der Meinung war, dass ein Freizeitpark doch toll zum Nürburgring passen würde. Das war wohl - im Nachhinein betrachtet - nicht so ganz richtig. Es gab auch einige Problem mit der Bahn, so dass sie erst ein paar Jahre nach dem angekündigten Termin geöffnet wurde. Als sie angekündigt wurde, sollte sie die schnellste Achterbahn der Welt werden. Durch die Verzögerung hat das auch nicht geklappt, denn dann kam eine Bahn in der Wüste von Abu Dabi, die noch schneller war als der geplante Ring Racer und dann verminderte man die Höchstgeschwindigkeit des Ring Racers. War ja dann auch egal.
Ende letzten Jahres war es dann so weit: In der Achterbahn Szene gab es Gerüchte, dass der Ring Racer geöffnet werden sollte. Eigentlich konnte man das gar nicht so richtig glauben, aber es war wahr: Der Ring Racer fuhr.
So ziemlich die gesamte Schar der deutschen Achterbahn-Fans fuhr an dem Wochenende in die Eifel und fuhr mit dem Ring Racer. Manche reisten sogar extra aus dem Ausland an. Das Ding fuhr tatsächlich. Ich hatte an dem Wochenende leider andere Pläne und schaute mir Bamberg an. Das war auch gut, wird aber nicht gezählt.
Nach dem einen Wochenende (um genau zu sein: 4 Tage) wurde der Ring Racer wieder geschlossen, weil die Saison vorbei ist.
"Nicht so schlimm" dachte ich mir "fahr ich das Ding eben im nächsten Jahr", dachte ich.
Nun ist aber der Nürburgring verkauft worden und mit ihm das Ring°Werk und mit dem Ring°Werk der Ring Racer. Und nun wurde bekannt, dass der Ring Racer dieses Jahr nicht mehr betrieben werden wird.
Doof. Doof. Doof.
Somit ist er eine Achterbahn, bei der es ein paar Jahre gedauert hat, bis sie geöffnet wurde und die dann 4 Tage lang gefahren ist.
Ich bin nicht damit gefahren.
Doof. Doof. Doof.
Angeblich wird der Ring Racer in einen anderen Park versetzt und dort wieder in Betrieb genommen, aber bis das soweit ist, bin ich bestimmt zu alt, um damit zu fahren.

Posted by banana at 09:16 FM | Comments (0)
März 20, 2014
Eine Tür wie ein Tresor

Jeder redet von dem vermissten Flugzeug. Ich habe auf meine eigene Weise reagiert und gestern Abend erstmal einen Flug nach Kanada gebucht. Ich fliege in einer Boeing 777, dem gleichen Flugzeug, dass jetzt vermisst ist. Ich bin eben ein tolldreister Draufgängertyp, der immer solche krassen Aktionen startet, um etwas Pepp in sein Leben zu bringen. Ich werde allerdings in einer 300ER fliegen, die vermisste Maschine ist eine 200ER. Aber was macht das schon für einen Unterschied. Im Prinzip ist das die gleiche Kiste. Banzai!
Gestern las ich eine einleuchtende Erklärung für die Vermissung von die Flugung (das Ding auf wired.com, das wahrscheinlich jeder gelesen hat). Ich fasse kurz zusammen:
Es gab wahrscheinlich ein Feuer an Border (z.B: hat sich der Reifen des Bugrades entzündet). Deswegen gab es Rauch in der Maschine. Die Piloten haben nach und nach die Elektrik abgeschaltet, um den Brand zu bekämpfen. Gleichzeitig haben sie Kurs auf den nächsten Flughafen mit ausreichend langer Landebahn genommen. Dann sind die Piloten entweder erstickt oder waren ohnmächtig, so dass die Maschine per Autopilot weitergeflogen ist, bis der Treibstoff verbraucht war.
Nehmen wir mal an, dass es so gewesen ist.
Dann sitzt man also als Passagier in einem Flugzeug, in dem sich vorne im Cockpit zwei ausgenockte Piloten befinden. Nehmen wir weiterhin an, dass es den Passagieren noch relativ gut geht. Kann man dann gar nichts machen? Die Cockpit-Tür ist ja entführungssicher. Da kann man nicht mal eben reinspazieren, "hallo Leute" sagen und Mund zu Mund machen.
Hat das Kabinenpersonal einen Schlüssel für die Tür? Wäre ja eigentlich blöd, denn wenn so ein Entführer dann auf das Flight Deck will, dann muss er einfach nur auf Herausgabe des Schlüssels pochen und dann wäre er vorne bei den Piloten.
Andererseits wäre es ziemlich blöd (wie in vorliegendem Fall), wenn die Piloten vorne gefreckt sind und es den Passagieren noch gut geht und die Maschine noch für ein paar Stunden Benzin hat. Das wäre dann so, wie lebendig begraben mit schöner Aussicht.
Sind denn keine Fachleute hier, die mich mal aufklären könnten? Ich fliege, wie gesagt, bald mit der gleichen Maschine und ich bin da ohnehin schon sehr ängstlich.
Es dankt herzlich:
bna

Posted by banana at 12:27 EM | Comments (25)
März 19, 2014
Fernsehen und Sport und Schmerzen

Heute gehts es mal wieder um das Fernsehen. Neulich sah ich fern. Nach der Tagesschau kam ein ARD Brennpunkt zu Uli Hoeneß. Ich stelle mir ja immer die Frage, wann die ARD einen Brennpunkt sendet und wann nicht. Zur Verurteilung eines Fußballspielers und -managers, der Steuern hinterzogen hat gibt es einen Brennpunkt, aber als es in der Ukraine so richtig losging, da gab es keinen. Muss man nicht verstehen. Tu ich auch nicht. Mein Lieblingsbrennpunkt war der, als es in Norddeutschland so schlechtes Wetter hatte. Ich vermute ja, da war der Film, den sie zeigen wollten noch nicht ganz zurückgespult oder sowas. Nach dem Hoeneß Brennpunkt kam eine Live-Sendung, vielleicht waren die da auch noch nicht so weit (Der Graf musste sich noch rasieren)
Ja, der Hoeneß was soll man da sagen. Eine Frau im TV hatte was zu sagen und sie war fassungslos: "Der hat so viel gemacht für den FC Bayern". Ja, ich finde auch, dass man dafür schonmal eine Ausnahme in rechtlichen Dingen machen sollte, wenn einer so viel gemacht hat für den FC Bayern. Oder für die Eintracht. Oder für den ADAC oder für die Volksmusik. Vielleicht sollte man den Leuten mal sagen, dass sie für das Geld, das die Leute hinterziehen, mehr an Steuern bezahlen müssen, aber vielleicht ist das auch alles zu kompliziert. Wenn man bedenkt - und wir runden hier mal großzügig ab - für 20 Millionen sind das bei 80 Millionen Leuten ja nur 0,25€. Das zahlt man doch gerne mal drauf, wenn einer so viel gemacht hat für den FC Bayern. Aber egal. Mir ist das alles egal. Ich sag ja nur. Das wird mal ja wohl noch sagen dürfen.
Ausserdem war neulich Schifahren im Fernsehen. Ich meine das Rennen, wo die Maria hingefallen ist. Da hing sie dann im Auffangzaun und schrie laut. Das hat mich etwas mitgenommen. Mit dem Schreien hat man das auch nur einmal gesehen. "Sie hat offenslichtlich große Schmerzen" hatte die Off-Stimme gesagt. Beim nächsten mal hörte man sie dann nicht mehr schreien, sondern nur noch in den Zaum rumsen. Das kann aber auch ein anderer Sender gewesen sein. Komisch, dass es mit Ton einen viel größeren Eindruck macht.
Ich habe mich gefragt, warum die Leute das eigentlich machen. Gestern sagte ein Sprecher der Paralympics, nachdem sie einige spektakuläre Stürze bei den Skifahrern gezeigt hatten, dass Stürze im modernen Skisport dazu gehörten und dass die meisten Fahrer das Krankenhaus schon innerhalb eines Tages wieder verlassen hätten.
Wahrscheinlich will der Zuschauer ja auch genau das sehen: Stürze. Wie beim Autorennen. Aber alles bitte ohne Rumschreien.
Also - ich fragte mich, warum die das eigentlich machen. Ist ja klar, dass man sich da ab und zu lang macht und dass das bei einem Tempo von hundert Kilometern auch schlimm ausgehen kann, das ist auch keine höhere Mathematik.
Dann dachte ich mir aber, dass das wahrscheinlich eine ganz besondere Art von Menschen sind. So ehrgeizige Sportler. Die wollen gewinnen, die blenden die Stürze aus. Und dann dachte ich mir auch, dass das wahrscheinlich gar keine Schmerzensschreie waren, sondern Schreie der Enttäuschung.
Ich kann mich aber auch irren. Aus Angst vor Stürzen fahre ich keinen Abfahrtsschi.

Posted by banana at 12:40 EM | Comments (6)
März 06, 2014
Der Arztbesuch

Heute schenke ich der Welt einen Sketch. Er heisst "Der Arztbesuch".
Er geht los.
Der Mann betritt den Arztraum. Es ist gerade Sprechstunde, der Arzt ist da.

Mann: "Guten Tag."
Arzt "Guten Tag."
Mann: (hustet)
Arzt: "Das klingt nicht gut."
Mann: "Ja, deswegen bin ich ja hier."
Arzt "Ach so."
Mann: "Ich fühle mich nicht wohl." (hustet erneut).
Arzt "Ich vermute, sie sind krank."
Mann: "Das hatte ich befürchtet."
Arzt: "Ja."
Mann: "Es ist so: Ich habe morgen im Bureau den ganzen Tag eine Besprechung und ich glaube, es wäre nicht gut, wenn ich da hingehe. Da muss ich den ganzen Tag reden."
Arzt: "Den ganzen Tag reden?"
Mann: "Ja."
Arzt "Verstehe."
Mann: "Den ganzen Tag."
Arzt "Das wäre nicht gut in ihrem Zustand. Sie sind ja krank."
Mann: "Ja."
Arzt: "Ich werde sie krank schreiben."
Mann: "Ja."
Arzt: "Reicht ihnen eine Woche? Ach was. Machen wir gleich zwei Wochen. Oder 10. Oder gleicht tausend!"
Mann: "Tausend Wochen?"
Arzt: "Ja. Ich schreibe sie tausend Wochen krank."
Mann "Das sind ja zwanzig Jahre."
Arzt: "Ganz schön lang."
Mann: "Ja. Finde ich etwas übertrieben."
Arzt: "Ja, da haben sie jetzt recht."
Mann: (hustet)
Arzt: "Dann sagen wir eine Woche."
Mann: "Das scheint mir angemessen."
Arzt: "Aber schön im Bett bleiben."
Mann: "Ja."
Arzt: "Auf wiedersehen."
Mann "Auf wiedersehen, Herr Doktor."

Mann geht.
Arzt: "Der nächste bitte."

Das war auch schon der Sketch. Er hat keinen Höhepunkt. Zumindest keinen richtigen.

Posted by banana at 12:01 EM | Comments (2)
März 03, 2014
Benutzt weiche Taschentücher

Liebe Freunde, bitte hört auf meinen Rat, denn er kommt von Herzen:
Wenn Ihr krank werdet, dann benutzt vom ersten Rotztropfen an hochwertige Papiertaschentücher. Benutzt bitte die extraweichen mit Weichheitskuschellotion (rein pflanzlich) und wenn irgendwo steht, dass es noch weichere gibt, dann benutzt diese. Schaut nicht aufs Geld. Fragt Freunde und bekannte nach den weichesten Taschentüchern, die es gibt und benutzt auch diese. Kauft mehrere Produkte und vergleicht diese. Wählt am Ende das weicheste Produkt aus. Hört auf Eure Nase!
Sicher, es scheint billig zu sein, einfach mal zur Rolle mit dem Asspapier zu greifen und sich damit die Nase abzuputzen. Aber macht das nicht, denn es ist ein Fehler. Das einmalige Abputzen fügt der Nase noch keinen Schaden zu, aber dabei bleibt es ja nicht. Hundertfach werdete Ihr Euch die Nase abputzen und ihr werdet betäubt sein, weil der Rotzschmodder in Euren Bundes-, Haupt- und Nebenhöhlen auf Euer Gehirn und Eure Nerven drückt und Ihr werdet nicht merken, wie ihr mit minderwertigen Papiertaschentüchern Lage um Lage der Haut Eurer armen, laufenden, kleinen Nase, Eures armen, kranken Nasikleins abhobelt, bis irgendwann die Nasenscheidewand in all ihrer Knorpelhaftigkeit freigelegt ist.
Wie jeder weiss, der die Grundschule erfolgreich abgeschlossen hat, ist die Nasenscheidewand nach dem großen Onkel und dem Pimmel (bei Männern) beziehungsweise der Scheide (bei Frauen) diejenige Region des Körpers, die den dichtesten Besatz mit Nerven aufweist. Und dann, nach einigen Tagen des Rotzens und Wischens und genau dann, wenn es Euch wieder besser geht, dann wir die wundgeschmirgelte Nasen weh tun, wie die Sau. Wenn die Kopfschmerzen, die Gliederschmerzen und das Aufwachen auf einem mit Glibber getränktem Kopfkissen fast vergessen sein wird, dann erinnert Euch Eure glühend schmerzende Nase daran, dass Ihr es noch nicht überstanden habt. Denn das Nasenfleisch muss komplett neu aufgebaut werden und das tut nunmal weh.
Wie wir alle wissen, sind die supersoften Taschentücher eine der wichtigsten Erfindungen der Menschheit. Also sollten wir sie nutzen und nicht wie die Neandertaler zu grobkörnigem, nicht saugfähigen Alternativen greifen. Wir sind es uns wert!
Eine andere, sehr wichtige Erfindung, die meiner Meinung nach nicht genug Aufmerksamkeit bekommt, ist übrigens der Klebstoff, der die Verpackungen von Käse und Wurst wiederverschließbar macht. Wer kennt es noch von früher? Man wollte am Abend ein Käsebrot essen, nur ein einziges Käsebrot und musste dafür die Packung mit dem gemischten Käseaufschnitt öffnen. Der Deckel dieser Packung war dann ein für allemal offen und schlabberte hin und her, wie die Lefzen einer fallschirmspringenden Dogge. Spätestens am nächsten Abend war der Käse dann vertrocknet und nur noch als Unterlegscheibe geeignet. Doch diese Zeiten sind vorbei. Durchgängig jede dieser Verpackungen lässt sich jetzt beliebig oft wiederverwenden (Ausnahme, man streicht mit Wurstfingern über den Kleberand). Das ist toll. Ich preise die Erfinder und Entwickler und die Massenproduktion, die dies ermöglicht hat. Das Leben ist dadurch wirklich besser geworden.
Aber auch - und damit komme ich auf meine Eingangsbitte zurück - die superweichen Papiertaschentücher haben das Leben besser gemacht. Also benutzt sie, wenn Ihr kränkelt. Es wird Euch helfen. Es ist ein einfacher Schritt, der eine integere Nase selbstverständlich macht. Also werdet nicht leichtsinnig und denkt, Eure Nase sei aus Titan. Sie ist es nicht. Sie ist sehr empfindlich.
Ich danke Euch!

Posted by banana at 11:13 FM | Comments (5)
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