Februar 26, 2014
Vom Wasser und jungen Menschen

Weil gerade Fasching ist:
Ich sage meinem Neffen schon seit Jahren, dass er mehr Gitarre üben soll. Die Zeit läuft ihm davon und wenn er der nächste große Protestsänger werden will, dann muss er mit spätestens 16 in der Lage sein, ein astrein aggressives Protestlied fehlerfrei auf der Gitarre darbieten zu können. Die Leute werden ja immer jünger. Also, sie werden nicht wirklich immer jünger, aber was ich sagen will ist folgendes: Wenn man heutzutage erst mit 18 auf dem Berg Everest steht oder mit 18 erst die Welt umsegelt und dann auch noch ein Junge ist, dann interessiert das doch keine Sau mehr. Da kann man sein Leben nicht so vertrödeln! Da muss man ein Ziel vor Augen haben und das konsequent verfolgen und zwar so lange, bis man es erreicht hat und das schnell. Morgen werde ich in eine Kita gehen und ein paar Zielvereinbarungsgespräche führen. Später wird es den kleinen Rackern dann mal leid tun, wenn sie mit 24 sehen, dass sie ihr ganzes Leben verschenkt haben und das muss natürlich verhindert werden.
Am Sonntag lief ich einmal um den Maschsee. Das war sehr schön. Die Sonne schien, ein Wind wehte und dauern hörte ich das tap tap tap tap von den Joggern, die mich überholten. Das war sehr komtemplativ. Am Abend war ich dann total erkältet und mein Hals tat stark weh, aber bei dem Spaziergang war es noch super.
Ich will auch in einer Stadt wohnen, in der so ein See ist, um den man rumlaufen kann. Nein, eigentlich will ich gar nicht in einer Stadt wohnen, denn Städte haben einen großen Nachteil: Überall ist jemand. Total überfüllt ist das. Das gefällt mir nicht. Vorteil von Städten: Man kann am Bahnhof sonntag Mettbrötchen mit Zwiebeln kaufen.
Und da waren vielleicht viele Jogger. Meine Fresse waren da viele Jogger. Die ganze Stadt ist voller Getriebener. Bei manchan sah es so aus, als würde es ihnen Spaß machen, aber bei anderen konnte man sehen, dass der ganze Körperbau nicht fürs Laufen geeignet war. Eher so fürs Liegen oder sowas. Sie liefen aber trotzdem. Ich weiss nicht, wie ich das finden soll, aber es war wirklich sehr angenehm. Tap tap tap tap tap.
Vielleicht sollte ich irgendwo ans Meer ziehen. Da kann man auch am Wasser entlang laufen, nur eben nicht drumherum.

Posted by banana at 12:31 EM | Comments (2)
Februar 21, 2014
Heute: Sport. Wie lange noch?

Die Sportveranstaltung in Russland neigt sich ihrem Ende zu. Ich finde das schade, denn ich bin ja ein sehr sportorientierer Typ. Ich bin geradezu vernarrt in Sport. Wenn ich keinen Sport treibe, dann habe ich übele Laune, eine negative Sicht auf die Zukunft und male die Gegenwart in dunklen Farben.
Vielleicht sollte ich doch tatsächlich mal Sport treiben und schauen, ob sich dann etwas ändert. Aber es ist sehr anstregend! Sport kann sehr anstrengend sein, vor allem, wenn viel Bewegung dabei ist und/oder Berge und weite Entfernungen. Aber auch schwere Sachen, zum Beispiel Hanteln oder wenn man sich gegenseitig haut oder tritt. Angeln und Schach gelten ja auch als Sportarten, obwohl dann immer viele sagen "Nein! Das ist doch kein Sport". Aber es heisst schließlich Sportangeln und Sportschach. Da beisst die Maus keinen Faden ab, ob uns das schmeckt oder nicht.
Gestern habe ich mir zum kurz den Eiskunstlaufwettbewerb angeschaut. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Läuferinnen zwar alle den Lutz und den Axel springen, sich aber keine an den Günther herantraut. Ein Sprung, den ich selbst schon 1980 zeigte, aber leider nie stehen konnte. Er ist aber auch wirklich sehr, sehr, sehr, sehr schwierig und ich hatte eine dicke Schramme am Schienbein von BMX.
Mein Liebingssport bei den Winterspielen bleibt das Curling. Leider ist Curling mittlerweile sehr in den FoKus der Öffentlichkeit gerückt und mainstreamig geworden, so dass ich mir wohl für die nächsten Spiele eine neue Lieblingssprtart aussuchen muss. Shorttrack gefällt mir auch sehr gut, vor allem, wenn die Läufer goldene Kufen an ihren Schuhen zur Schau bieten, aber ich denke, das ist auch zu gefällig und nicht schrullig genug.
Die Geschichte vieler Sportarten finde ich auch sehr interessant. Zum Beispiel Biathlon. Dieser Sport entwickelte sich daraus, dass früher die Jäger in Finnland mit den Skiern rumgefahren sind und dann Rentiere erschossen haben, die sie dann zusammen mit der Verwandtschaft aufgegessen haben. Interessant ist dabei, dass sich keine Sportart daraus entwickelt hat, wie andere Nationen gewildert haben. Zum Beispiel die Österreicher (Klettern und Schießen), die Holländer (Radfahren und Schießen, bzw. im Winter Schlittschuhlaufen und schießen), die Amerikaner (Laufen und alles erschießen, was sich bewegt) oder die Deutschen (Auf Hochsitzen sitzen und Schießen).
Aus dem Rumsitzen auf Hochsitzen hat sich dafür ein anderer Sport entwickelt, der inzwischen völlig zu Recht total in Vergessenheit geraten ist: Das Pfahlsitzen.
Dieser Sport war nie olympisch, was höchstwahrscheinlich daran liegt, dass Pfahlsitzen zu lange dauert (der aktuelle Weltrekord liegt bei 196 Tagen), er total langweilig ist und deswegen nicht publikumswirksam vermarktet werden kann und die Teilnehmer fast ausschlißelich gigantöse Unsympathen sind.
Wie wir sehen, lohnt es sich also durchaus, sich auch mit der Geschichte der verschiedenen Sportarten zu beschäftigen. Das nächste Mal schauen wir uns Curling an, das entstanden ist, als eine Putzkolonne wegen Blitzeis mal nicht zur Arbeit fahren konnte.

Posted by banana at 11:05 FM | Comments (2)
Februar 19, 2014
Achtung, Verkehrsstörung

Mein Auto finde ich wirklich toll. Es hat viele tolle Dinge, die ich zunächst für total überflüssig gehalten habe, aber inzwischen ausnahmlos angenommen und liebgewonnen habe.
Die Leuchten unter den Rückspiegeln, den Berganfahrassistenten, das Gepiepse, wenn ich zu nah an etwas ranfahre, die Sitzheizunh, das Aussenspiegelanklappen, das Aussenspiegelheizen, dass automatische Wischen des Heckscheibenwischers, wenn es regnet und ich den Rückwärtsgang einlege und so weiter und so weiter und so weiter.
Eine Sache geht mir aber total auf den Saque: Irgendwie bekommt dieses Werkzeug des Teufels mit, wenn es irgendwo Staus gibt. Ich habe das Radio im Verdacht und diese Sender mit ihren Verkehrsmeldungen. Wenn nämlich das Auto denkt, dass ich gerade verkehrsmäßig in der Bredouille stecken würde, dann sagt die Frau aus dem Navigationssystem "Achtung, Verkehrsstörung".
Bis jetzt hat mir das in noch keiner Situation irgendwie geholfen. Heute morgen zum Beispiel, da stand ich mal wieder eine halbe Stunde im Stau auf der A5 und alle 5 Minuten sagte die Frau aus dem Navigationssystem "Achtung, Verkehrsstörung". Das war sehr hilfreicht. Ich hatte es nämlich schon fast vergessen, dass da ein Stau war. Ich wurde deswegen auch sehr ungehalten und pflaumte die Frau an, dass sie doch bitte ihre Fresse halten sollte. Es brachte aber nichts. "Achtung Verkehrsstörung".
Ich kann mir auch keine Situation vorstellen, in der mir dieser "Achtung Verkehrsstörung" Hinweis irgendwas bringen würde. Ausser vielleicht, wenn man eine Verkehrrstörung im Begriff ist, vor mir auf die Straße zu fallen und mir eine Vollbremsung das Leben retten würde. Totaler Schwachsinn ist das. Ausschalten konnte ich es auch noch nicht.
Sonst, wie gesagt, finde ich aber alles super. Vor allem, wenn kein Stau ist.

Posted by banana at 12:02 EM | Comments (2)
Februar 18, 2014
Schaffe Dir einen Notvorrat

Da niemand wissen kann, wie lange es uns noch so gut gehen wird wie jetzt (für beispielhafte Katastrophenszenarios schauen Sie bitte in die Medien), möchte ich beizeiten auf diesen Link hier hinweisen:
Der Vorratskalkulator des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.
Dort kann der geneigte Schwarzseher feststellen, welche Lebensmittel er bevorraten sollte, wenn er mit einer bestimmten Menge an Mitmenschen einen bestimmten Zeitpunkt überleben möchte.
Bitte beachten und befolgen. Nicht, dass es dann hinterher wieder heisst, man hätte nichts gewusst. Wenn der Staat uns diese Wertkzeuge zur Verfügung stellt, dann sollen wir die auch nutzen. Und nicht bei den Hackfrüchten sparen, liebe, gute Leute.
Ich finde allerdings den anzugebenden Zeitraum etwas unglücklich. Er geht los bei einem Tag und reicht bis zu 28 Tagen.
Was soll das denn bitteschön für eine Krise sein, die nur einen Tag dauert? Da brauche ich doch keine Vorräte! Ich finde, so eine ordentliche Krise dauert mindestens drei Monate. Man denke nur mal an einen thermonuklearen Erstschlag oder sowas. Der ist doch nicht nach einem Tag vorbei und dann kann man seine Hackfrüchte wieder bei Tegut kaufen.
Aber das sind Details. Ich lobe die Idee im Grundsatz und rufe "yeah!".
Aber was ich wirklich nicht verstehe: Warum werden denn alle Zutaten einzeln aufgeführt? Man könnte doch auch 28 Dosen Fertigsuppe in Dosen einlagern und dann hat man doch auch was zum Fressen. Was ist der Grund? Beschäftigung? "Dann weiss man, was drin ist"? Verbot von Werbung? Ich weiss es nicht

Posted by banana at 12:16 EM | Comments (4)
Februar 17, 2014
Damit habt ihr nicht gerechnet

Vor ein paar Jahren bin ich von Portugal in eine spanische Stadt gefahren. Mit dem Bus. Erraten Sie jetzt den Namen der Stadt und erhalten Sie ES WAR SEVILLA!!! Jetzt ist es raus.
Das war sehr eindrucksvoll. Eine Fahrt voller Eindrücke. Wir fuhren zum Beispiel an vielen Orangenbäumen vorbei und die Reiseleitung sprach davon, dass hier der Onkel Dittmeyer seinen Orangensaft wachsen lässt. Da hatte ich den Onkel Dittmeyer schon fast vergessen. Was macht der eigentlich heutzut ER IST TOT. Gestorben im Mai 2009. Da war der also schon tot, als er dort angeblich seinen Orangensaft hatte wachsen lassen.
Noch eindrücklicher als die vielen Orangenbäume war aber das Sonnenkraftwerk. Beziehungsweise das Solarwärmekraftwerk PS10. Sony ist erst bei der PS4 und die sind schon bei PS10. Na, die trauen sich was!
Aber nun will ich in meiner Erzählung zurück zum Sonnenwärmekraftwerk PS10 kommen.
Es war noch ziemlich früh am morgen und die Luft war dunstig. Die Sonne schien aber schon schön auf PS10 und die vielen abermilliarden von Spiegeln reflektionierten das Sonnenstrahlensemble auf den kleinen Punkt im Turm. Man sah die Strahlen, weil sie von den Dunstpartikeln in der Luft abgebremst wurden und dadurch Sichtwärme erzeugten. Es sah aus, wie der Todesstern einen gewissen Herr Darth Vader. Beziehungsweise wie der Todesstrahl vom Todesstern. Es war sehr schön aber auch etwas tödlich und ich glaube, ich kann für die ganze Busbesatzung sprechen, wenn ich sagt, dass wir froh waren, dass der Todesstrahl nicht auf unsere Herzen gerichtet war. Man sah dem Todesstrahl seine Kraft an. Es war ein kraftvoller Strahl!
So ein Kraftwerk haben die ja jetzt auch in den USA gebaut. Nur eben größer. Und da haben die jetzt das Problem, dass sich da viele kleine Vögikleins versengen, wenn sie ihre Patrullje fiiegen. Die fliegen dann über die heissen Strahlen und dann stürzen sie ab. Naja, eigentlich haben das Problem eher die Vogikleins, weil rein faktisch gesehen ist es den Menschen ja egal, wenn die Vögel abstürzen, aber es ist schlecht für das Image, denn niemand will, dass kleinen Vogikleins ein Leid zugefügt wird! Die Vogikleins können ja auch nicht lesen beziehungsweise sind zu schnell unterwegs zum fliegen und deswegen bringt auch eine Schilderlösung keine Besserung.
Was tun? Ich weiss es nicht. Ich habe lange überlegt, aber es ist mir keine Lösung eingefallen. Ich habe auch lange überlegt, warum die norwegischen Langläufer bei den olympischen Spielen heuer so schlecht abschneiden, aber da ist mir auch keine Antwort eingefallen.
Ratlos stehe ich da und schwenke mein Haupt.
Ich hoffe, dass es bald eine Lösung gibt für das Problem mit unseren gefiederten Freunden, denn es tut mir sehr leid, wenn die dort volley Gegrillt werden. Das finde ich nicht gut.
Dabei war die Idee ja gut gemeint mit der Sonnenenergie, aber daran haben die nicht gedacht.
Und warum haben die Spanier das Problem nicht? Oder wird es dort einfach kleingeschwiegen? Das ist doch hier mal die Frage!
A propos Patrullje beziehungsweise Patrouille: Ich war in Schweden, die machen das ganz pragmatisch: Da heisst es "Restaurang".
Die Vögel sollen leben!!

Posted by banana at 01:27 EM | Comments (2)
Februar 14, 2014
Das Lichtmysterium

In der kleinen Straße in der ich wohne gehen merkwürdige Dinge vor sich. Von vielen dieser Dinge bekomme ich nichts mit. Von manchen allerdings schon. Da ist zum Beispiel die Geschichte mit dem Licht.
Auf der einen Seite der Straße steht ein Wohnhaus. Es ist eines von diesen dreistöckigen Wohnhäusern mit mehreren Treppenhäusern in denen in jedem Stock eine Wohnung links und eine rechts abgeht. Die Eingänge sind auf der Rückseite. Auf der Vorderseite sieht man nur Fenster.
Aus einem dieser Fenster strahlt jeden Abend Licht heraus. Es sieht so aus, als käme das Licht von einem Baustrahler. Es ist richtig helles, weisses Licht und es erleuchtet die ganze Straße. Jeden Abend vom Zeitpunkt des Dunkelwerdens bis spät in die Nacht leuchtet es da. Wenn ich da gegenüber wohnen würde, dann würde mir das gehörig auf den Saque gehen, denn das blendet ganz schön.
Aus Interesse habe ich mich mal auf die Straße gestellt und in dieses Fenster im ersten Stock geschaut. Ich habe nur Licht gesehen, bin aber der Meinung, dass das Licht von einer silbernen Folie reflektiert wurde, die das Licht direkt aus dem Fenster lenkte.
Das sind die Fakten. Der Rest ist Fragen und Spekulation.

Frage: Warum machen die das?
Spekulation: Sie drehen einen Film oder mehrere.
Frage: Ist das nicht wahnsinnig teuer? So ein Baustrahler hat 1000Watt oder mehr.
Spekulation: Ja.

Und so weiter.
Es könnte natürlich auch sein, dass da irgendwelche sehr sonnenhungrige Tiere gehalten werden. Oder Ausseridische von einem sehr sonnennahmen Planeten. Vielleicht wird das auch zum Heizen benutzt. Ist ja immerhin Winter. Oder die Erzeugen damit ihren eigenen Strom und speisen den dann ins Stadtnetz ein, wobei sie einen Gewinn erzeugen, weil sie den Strom nicht selbst bezahlen müssen. Photovoltaisches Flaschensammeln oder sowas.
Ich weiss es nicht. Aber interessieren würde es micht schon.

Nachtrag:
So sieht das aus:
das_lichtmysterium.JPG

Posted by banana at 12:53 EM | Comments (7)
Februar 13, 2014
Ich kann das nicht essen

Ich glaube, ich muss mir mal andere Essgewohnheiten angewöhnen. Also gesünder essen, das ist klar, das ist ja der Dauerbrenner. Aber ich denke, ich bin da einfach zu unkompliziert und damit langweilig.
Dabei bin ich eigentlich gar nicht so unkompliziert. Ich esse keine Innereien (Ausnahme: Leberwurst), keine Meeresfrüchte und kein Fleisch ausser Rind, Schwein und Geflügel (und da auch nur Hühner und Puten und wenn's sein muss Gans). Blutwurst und alles anderes mit signifikantem Blutanteil esse ich auch nicht.
Das ist doch eigentlich schon ganz schön kompliziert, aber die meiste Zeit kann ich alles essen, was angeboten ist oder ich finde zumindest etwas, was ich essen will und was mir wahrscheinlich schmeckt.
Ich denke, so Unverträglichkeiten sind zur Zeit schwer angesagt. Wer sowas nicht hat, der ist ja quasi total unmodern. Total nullerjahrsmäßig.
Neulich in der Kantine war zum Beispiel eine Frau, die sagte, sie könne keine Karotten essen. "Ich kann keine Karotten essen" hat sie gesagt. Ich gehe davon aus, dass sie kein Problem mit der reinen Tätigkeit des Essens von Karotten hat (das unterscheidet sich ja zum Beispiel nicht wesentlich vom Essen von Salzstangen, Würstchen und so einem Zeug), sondern dass sie Karotten nicht verträgt.
(Das ist jetzt natürlich eine böse Unterstellung, vielleicht hat sie ja auch eine fiese Karottenallergie und fällt tot um, wenn sie eine isst, vielleicht hatte sie aber auch keinen Bock auf den vorgemixten Salat zum Backcamembert und wollte sich lieber ihren Salat selbst an der Salattheke zusammenstellen)
So eine Unverträglichkeit muss also her, denn das macht interessant.
Aber ich denke, ich bin einfach zu tumb für Unverträglichkeiten. Wenn ich irgendwas esse und dann furzen oder rülpsen muss oder Sodbrennen kriege, dann bringe ich das nicht mit dem Essen in Verbindung. Wenn ich kotzen muss schon, aber das passiert zum Glück selten. Ich denke, um eine Unverträglichkeit aufzudecken, müsste ich etwas essen, mir die Bestandteile merken und dann in mich hineinhorchen, ob ich blähe, Bauchweh habe oder sonst welche Anzeichen von Unverträglichkeit spüre (da kenne ich mich nicht so richtig aus). Beim nächsten Essen müsste ich dann einzelne Komponenten aus dem Essen, dass mir Unbehagen bereitet hat, isolieren, um den Übeltäter zu finden.
Aber sowas mache ich nicht. Ich bringe sowas dann nicht mit dem Essen in Verbingung. Ich bin da leider - wie gesagt - zu tumb.
Es gibt ja Menschen, die optimieren ihr Essen auf Bläh- (keine rohen Eier), Rülps- (keine Getränke mit Kohlensäure), Geruchs- (keine rohen Zwiebeln) und weitere Aspekte hin, aber sowas mache ich nicht. Dafür esse ich die Sachen auch zu gerne (oder trinke). Unverträglichkeiten sind also nichts für mich.
Oder ich denke mir einfach eine aus. Genau. Muscheln vertrage ich einfach nicht. Und Blutwurst vertrage ich auch nicht. Und Schweinehirn. Das vertrage ich schon gleich gar nicht.
War ja eigentlich doch gar nicht so schwer.

Posted by banana at 12:25 EM | Comments (6)
Februar 11, 2014
Marius ist tot

Giraffen finde ich ja super. Die Form, die Farbe, die Bewegungen und besonders die Augen. Die schauen immer so, dass man sagen möchte "Hallo, mein Freund. Hier hast Du einen Ast". Angeblich stinken die, aber so nah kommt man ja normal nicht an Giraffen ran.
Und jetzt? Jetzt ist da der arme Marius im Zoo in Koppenhagen und er hat die falschen Gene und da setzen sie ihm das Bolzenschussgerät auf die Giraffenstirn und zeng! Tot!
Das reicht aber nicht aus. Zu allem Überfluss zerlegen die das Tier dann in aller Öffentlichkeit und werfen es den Raubkatzen zum Fraß vor.
Da musste ich ja erstmal schlucken. Das ist schon ein bemerkenswerter Vorgang. Der Zoo sagt übrigens, dass sie mit dem Zerlegen den Leuten etwas über die Giraffenanatomie beibringen wollten. Und Löwen in freier Wildbahn essen auch ganz gerne mal Giraffe.
Klar, dass es da Proteste gibt. Mich erinnert die ganze Aktion ja etwas an meine Kindheit, da wurden in den Dörfern die Schweine geschlachtet und alle Kinder standen drum rum. Wenn man nicht schnell genug weg war, dann musste man das Blut umrühren. Keine schöne Arbeit. Das hat so einen eigenen Geruch. Achso - Blutwurst esse ich auch nicht, aber dazu schreibe ich ja morgen erst was.
Ich persönlich glaube dem Zoo, dass die den Marius nicht aus Spaß an der Freude umgebracht haben und dass es einfach keine andere Möglichkeit gab. Viele Leute glauben das aber nicht und wer da jetzt Recht hat und ob es wirklich nötig war und ob man wirklich alles versucht hat, das ist schwer rauszufinden.
Manche der Leute auf Facebook finden die ganze Sache sehr schlimm, unethisch und schrecklich. Vor allem das Zerteilen und Verfüttern.
Einer dieser Leute hat sich den Tag über über die Sache mit Marius aufgeregt und dann aber abends einen lustigen Link verteilt. Da konnte man dann solche lustigen Förmchen kaufen, aus denen man aus Speck kleine Schälchen backen kann, die man zum Beispiel mit noch mehr Speck füllen kann.
Ich werde bei Leuten, die glauben, die Moral für sich gepachtet zu haben ja immer etwas fuchsig. Und deswegen frage ich mich auch, ob da nicht mit zweierlei Maß gemessen wird. Auf der einen Seite ist da die niedliche Giraffe, die umgebracht wird. Auf der anderen Seite ist da aber der Speck. Der wird ja hergestellt, indem man Schweine umbringt und dann in feine Streifen schneidet. Da müssen also auch Tiere sterben. Und ich denke mal, dass der Marius bestimmt ein angenehmeres Leben gehabt hat, als die Schweine. Für den kam der Bolzen im Gehirn bestimmt sehr überraschend, während die Schweinekollegen wohl schon merken, was ihnen blüht, wenn sie ins Schlachthaus gefahren werden. Vom Fahrkomfort ganz zu schweigen.
Da hat der Marius wohl einfach den Bonus, dass er schöne Augen hat und bei uns recht selten ist.

Posted by banana at 01:01 EM | Comments (4)
Februar 10, 2014
The Papierhandtüchers

Ok, ich soll mal wieder was bloggen. Ich versuche es. Blogg, blogg, blogg, blogg, blogg, blogg.
Ich berichtete vor einiger Zeit von der Arbeit. Die Reinigungskraft legt die Papierhandtücher falschherum in den Papierhandtuchspender, was dazu führt, dass man sie nicht gut aus dem Papierhandtuchspender herausziehen kann, weil man sie nicht zu fassen bekommt.
Als ich das beschrieb, kam ich mir sehr kleinlich und spießig vor, aber hört, was dann geschah:
Eines Tages hatte ich mich in einer kleinen Kabine in der Toilette eingeschlossen. Da hörte ich, wie ein anderer Mann den Raum betrat (also die Toilette, nicht meine Kabine, denn die war ja von innen abgeschlossen). Es dauerte etwas. In diesem Zeitraum fanden Dinge statt, die sich meiner Kenntnis entziehen. Daraufhin wusch sich der Mann seine Hände. Er stellte das Wasser ab. Dann konnte ich hören, wie er sich am Papiertaschentuchspender zu schaffen machte. Natürlich schaffte er es nicht, sich Papiertaschentücher rauszuziehen, denn die waren ja falschrum eingelegt. Der Mann fluchte laut. An den genauen Wortlaut kann ich mich nicht erinnern, aber die Worte waren derb und grob und laut und rauh und man konnte eindeutig erkennen, dass er sich an den falsch herum eingelegten Papiertaschentücher störte. Er stürmte aus der Toilette.
Ich schloss meine Kabine auf, wusch meine Hände, pfriemelte Papiertaschentücher aus dem Spender und verließ den Ort.
Als ich später zurückkehrte, waren die Papiertaschentücher richtig herum eingelegt.
Was war geschehen?
Ich weiss es nicht. Inzwischen liegen die Dinger aber wieder falsch herum drin.
Ich glaube mittlerweile fest daran, dass die Reinigungskraft ihren Beruf aus ganzem Herzen hasst. Wahrscheinlich ist es auch gar nicht der Beruf dieses Menschen. Wahrscheinlich ist der Mensch ein Musiker, Schauspieler, Schmuckdesigner, Schriftsteller oder was auch immer und macht gerade eine schlechte Phase durch.
Meinen Monitor hat der Mensch zum Beispiel auch schön zerkratzt. Nicht nur einen Kratzer hat er dem Ding verpasst, sondern gleich mehrere. Wahrscheinlich hat niemand der Person gesagt, dass man Monitore nicht mit der Drahtbürste reinigt. Ich weiss es nicht. Ich wünsche diesem Menschen aber viel Glück für die Zukunft.

Posted by banana at 11:10 FM | Comments (2)
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