Dezember 31, 2013
Gehen sie über Los

Jetzt ist es aber wirklich mal Zeit, dass diese freien Tage mal vorbei sind. Nicht für mich, natürlich. Ich kann mit Freizeit hervorragend umgehen, aber die Nerven vieler anderer Menschen liegen brach.
Gestern war das ganz eindeutig spürbar.
Im Bureau war es ein ruhiger Tag, es war ja auch fast niemand da. Anwesend waren vorwiegend diejenigen Kollegen, die kleine Kinder zu Hause haben.
Weil es im Bureau so ruhig war, war ich dummerweise davon überzeugt, dass die ganze Welt ruhig sei und ich schrieb mir einen Einkaufszettel, um auf dem Heimweg noch schnell ein paar Dinge zu kaufen, damit ich am Silvester und Neujahr das Haus nicht verlassen muss.
Dass es nicht ruhig war, das merkte ich schon auf dem Parkpatz des Supermarktes. Es war voll, die Leute parkten alle scheisse und es war auch ein Unfall passiert: Ein Smart war entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung gefahren und war dann mit einem Opel Kadett zusammengestoßen, der in der korrekten Richtung unterwegs war. Der Kadett stand jetzt mitten auf der Fahrbahn und der Fahrer hatte ein Telefon am Ohr. Ich glaube, er war früher mal Hausmeister oder wäre gerne Polizist geworden oder sowas er brüllte nämlich rum, dass die ganzen Kappen nochmal den Führerschein machen sollten, wenn sie kein Einbahnstraßenschild lesen können und hatte einen ganz roten Kopf und einen dicken Bauch.
Ich persönlich denke nicht, dass es sinnvoll ist, solche Leute den Führerschein neu machen zu lassen, denn wenn man nach einem Führerschein das Einbahnstraßenschild nicht kennt, dann lernt man es beim zweiten bestimmt auch nicht mehr. Ich glaube eher an die emotionale Ausnahmesituation. Was ich mich fragte, ist, ob der Mann in seinem Kadett den Smart absichtlich gerammt hatte, damit er jemanden mal so richtig zusammenscheissen konnte. Das Auto ist ja sowieso schon alt und der Mann offensichtlich geladen. Ich vermute, die viele Zeit mit seiner Familie ohne Fluchtmöglichkeit und die übermäßige Aufnahme von Kohlenhydraten und Fetten haben den Mann mürbe gemacht. In Amerika hätte er wahrscheinlich jemanden erschossen.
Auch im Supermarkt war die Stimmung scheisse, da wurde aber wenigstens nicht gebrüllt.
Aus diesen Gründen denke ich, dass es gut ist, dass die freien Tage jetzt bald vorbei sind. Ob es so schlau ist, die Leute am Ende derartiger Perioden mit Explosivstoffen hantieren zu lassen, das sei mal dahingestellt.
Wie dem auch sei: ich wünsche allen ein töftes Jahr mit allem, was dazugehört und so weiter und geht Euch nicht so auf den Saque.

Posted by banana at 05:03 EM | Comments (3)
Dezember 04, 2013
Vegane Mode und Todessterne

Neulich las ich etwas auf einer Internetseite eines Versenders, der vegane Kleidung vertreibt. Da stand, dass es kein Leder gäbe, sondern Kunststoff, dass es keine Hornknöpfe gäbe, sondern solche aus Holz und dann stand da was von Reissverschlüssen. Da musste ich erstmal eine Weile nachdenken, wie man denn einen Verschluss aus Reis machen könne. Irgendwann war es dann aber auch mir klar, dann war der Groschen gefallen.
Was ich auch mal sagen will, ist, dass der Name "Todesstern" ja wohl total unrealistisch ist. So ein Ding würde doch eher "Freiheitsstern" heissen oder "Friedensstern". Naja. Ich wollte es ja nur gesagt haben.

Posted by banana at 03:42 EM | Comments (8)
Dezember 02, 2013
Endlich Tobidabo

Guten Tag.
Zunächst eine Liste von Dingen, die zu Recht in Vergessenheit geraten sind:

  • Pfahlsitzen
  • Sammeln von Figuren aus Überraschungseiern

Weiter bin ich noch nicht gekommen mit der Liste von Dingen, die zu Recht in Vergessenheit geraten sind. Vielleicht haben Sie ja Lust, selbst auch so eine Liste anzufertigen, aber lassen Sie mich bitte mit dem Scheiss in Frieden.
Am Wochenende war ich in Spanien, dem Land der Straßen, Bäume, Käse, Katzen und Ponyfrisuren.
Es war gut.
Obwohl ich schon mehrmals in Barcelona war, hatte ich es bis jetzt noch nie geschafft, nach Tibidabo zu kommen. Vielleicht sollte man auch sagen "auf" Tibidabo zu kommen, denn so heisst der Freizeitpark auf dem Berg über der Stadt (und der ganze Berg heisst auch so).
Der Park ist schon ziemlich alt und so hat er ein paar interessante Fahrgeschäfte zu bieten.
Da hätten wir zum Beispiel dieses hier:
tibidabo.JPG
Das Ding ist ein absoluter Klassiker aus dem Jahr 1928. Das Flugzeug hängt an einem drehbar gelagerten Ausleger. Im Flugzeug haben zehn Menschen Platz. Man sitzt dort auf kleinen Sesseln mit Lederbezug.
Angetrieben wird das Flugzeug nur durch den Propeller. Gebremst wird es übrigens auch nur durch den Propeller, der dann einfach andersrum gedreht wird. Zum Bremsen braucht das Ding ungefähr eine ganze Runde.
Ich habe mich angestellt und 40 Minuten späte saß ich im Flugzeug. Ich hatte den vierten Flieger bekommen. Das Ding ist nicht gerade das, was man als Freizeitpark-Fan "Kapazitätsmonster" nennt.
Spaß gemacht hat es aber auf jeden Fall.
Schön, dass es solche alten Fahrgeschäfte noch gibt.

Posted by banana at 12:55 EM | Comments (0)
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