September 25, 2013
Demnächst Neuwahlen?

Jetzt mal was anderes: Kann mir mal jemand erklären, warum die CDU nicht geradewegs auf Neuwahlen zusteuert? Und warum die anderen Parteien da nicht auch drauf zusteuern.
Ok, mir ist schon klar, dass die nicht so einfach sagen können "Ok, das Ergebnis gefällt mir nicht, das machen wir jetzt nochmal", aber: Vielleicht könnte man die Koalitionsgespräche ein wenig in eine Richtung leiten, die eine Einigung unmöglich macht und dann zack! Zurück an die Urne.
Wahrscheinlich denken sich viele Leute, dass sie das ja auch wieder nicht gewollt haben, das mit der FDP, weil eigentlich war ja auch nicht alles schlecht, was sie gemacht haben und die neue Brille von Guido, die sieht ja auch ganz gut aus. Und wahrscheinlich würde die CDU sich bei neuen Wahlen auch so ein bisschen dazu hinreissen lassen, ein paar ihrer Wähler den Tipp zu geben, das Kreuz doch vielleicht mal bei der FDP zu machen.
Das wäre doch für die Frau Kanzlerin eine gute Lösung. Bei Neuwahlen wäre die FDP garantiert drin, dann hätte man einen bequemen Koalitionspartner und alles wäre rubbel-di-dubb und schnipp-di-schnapp und nicht so doof und kompliziert, wie es im Moment ist.
Ich glaube ja eigentlich, dass genau das schon geplant wird. Bei der FDP haben sich schon ein paar Leute verabschiedet, die werden dann, ganz wie beim Revolvergebiss der Haie, mit Leuten aus der zweiten Reihe ersetzt, die noch keine Chance hatten, es im großen Stil zu verbocken und dann geht alles wieder von vorne los. Neues Spiel, neues Glück.

Posted by banana at 08:23 FM | Comments (8)
September 22, 2013
Fernsehen und Pizza

Mit dem modernen Privatfernsehen scheint es sich so zu verhalten, wie mit der zeitgenössischen Kunst: Ohne einen gewissen Unterbau hat man keine Chance, zu verstehen, was einem da gerade vorgeführt ist. Da frage ich mich, was das denn für Vollidioten sind, die da durch den Garten rennen und einen Imkometenzbeweis nach dem anderen abliefern, dabei weiss ich nur nicht, dass die das schon seit Jahren so machen. Auch vor dem Promi Big Brother sitze ich und fühle mich nicht unterhalten. Wobei - dort erkenne ich wenigstens einige Bekannte Elemente, die ich aus den beliebten Sendungen "Tätowierte schreien sich an" kenne: Man hat das ganze offensichtlich auf eine neue Ebene gehoben und sendet nun "Operierte schreien sich an". Aber ich kenne ausser fast niemanden von den Figuren, die da vor der Kamera rumschimmeln. Weil mir die Vorbildung fehlt. Ich habe die Sendungen, in denen man die Möglichkeit gehabt hätte, diese Menschen kennen zu lernen nicht gesehen. Mir fehlt die Vorbildung. Ein Teufelskreis.
Ein bisschen ist das Privatfernsehen aber auch wie ein Konzern. Man plant von Quartal zu Quartal. Wenn die Zahlen für das Quartal stimmen, dann ist es ok. Was danach kommt sehen wir später. Hauptsache Geld sparen. Ob das nachhaltig ist, ist egal.
Moment. So ein Fernsehsender ist ja ein Konzern. Also nehme ich das wegen Obiosizizät zurück.
Auch das mit dem scharf Essen habe ich nie so richtig verstanden. Warum sollte ich das machen? Schmeckt nicht besser, tut weh, macht keinen Spaß. Meine Erklärung ist, dass das so ein Männer-Wettkampfding ist. "Arrr! Ich habe drei Chilischoten gegessen! Arr! Und sie waren die ganz scharfen Teufelsgnadendoppelbrennholsteiner. Nicht so, wie Deine laschen Dinger, die Du da gegessen hast. Arr!". Fragen sie mal ihren Lieblingsdepp, was "Scoville" sind. Er wird es ihnen Beantworten können (vgl.: Skeuomorphismus).
Jetzt habe ich aber doch mal was scharfes probiert, obwohl das nicht so meine Sache ist. Bei dem einen Discounter, der mit L. anfängt, gibt es im Moment eine Pizza, die "Inferno" heisst.
So sieht das ganze aus:

inferno.jpg

Ein Freund wies mich auf das Produkt hin und irgendwann kam ich dann nicht mehr aus der Nummer raus.
"Achtung, extrem scharf, nicht für Kinder geeignet" steht da drauf.
Ich hatte Angst, weil das Ding angeblich drei Mal so scharf sein soll, wie "Salami Jalapeno" vom Doktor aus Bielefeld und die hatte mir schon ordentlich die Fresse verbrannt.
Aber ich war tapfer und buk den Fladen im Ofen auf.
So, jetzt mache ich es kurz, denn ich habe wenig Zeit: Es war scharf, aber nicht so schlimm, wie ich gedacht hatte. Die Pizza vom Doktor aus Bielefeld ist genau so scharf, aber leckerer. Kindern würde ich das ganze aber nicht vorsetzen. Mein Mund brannte, aber er hat schon schlimmer gebrannt. Been there, done that.
Ein Freund der Scharfesserei werde ich aber trotzdem nicht werden. Da esse ich lieber Sachen, die gut schmecken.
So. Jetzt alle wählen gehen. Habe ich auch gemacht.

Posted by banana at 11:56 FM | Comments (10)
September 16, 2013
Crashwear

Im Moment findet im schönen Frankfurt die Internationale Automobilausstellung statt. Das hat einige Auwirkungen. Zum einen wuchte ich mich extra früh aus dem Bett, denn das Interesse an Automobilen scheint im ungekehrten Verhältnis zum Beherrschen der Fahrzeuge zu stehen. Vielleicht ist auch einfach ein verhältnismäßig großer Anteil an rücksichtslosen Deppen unter den Besuchern, vielleicht sind es auch einfach nur sehr viele Besucher. Auf jeden Fall macht es dieser Tage noch weniger Spaß, über das Frankfurter Kreuz zu fahren. Auf der anderen Seite kriegen die Taxifahrer jetzt auch mal ganz unkonventionell gezeigt, was eine Harke ist.
Ein anderer Effekt ist, dass man im Fernsehen viel über Autos sieht.
In einem Bericht wurde gezeigt, wann sich manche Fahrzeughersteller Gedanken über passive Sicherheit gemacht haben. Da wurde dann gesagt, dass die bei Mertze schon sehr früh die Knautschzone erfunden haben, das Antiblockiersystem sowieso und auch den Airbag. Und da fiel mir etwas auf: Die Crash Test Dummies in den Filmen aus den Siebzigern trugen alle Adidas Trainingsanzüge!
Das sah sehr cool aus. Ich fragte mich, was das denn für einen Sinn habe, wenn die Puppen vor den Unfällen teuer eingekleidet wurden und ob es denn Not tat, dass sie einen besonders sportlichen Dress trügen. Ich fand keine Antwort, aber ich fragte mich, ob die Messgeräte in Menschenform heute immer noch in Trainingsanzügen ihre Arbeit taten.
Ich fände, das hätte Stil.
Noch besser: Es wäre bestimmt ein gutes Geschäftsfeld. Man könnte die benutzten und verschlissenen, verunfalten, zerrissenen und beschmutzten Trainingsanzüge doch bestimmt zu horrenden Preisen weiterverkaufen. Die relativ geringe Auflage würde einen guten Preis sichern und die Nachfrage wäre sicherlich da. Natürlich müsste man sofort auf den ersten Blick erkennen können, dass es sich um einen Anzug handelt, der von einem Crash Test Dummy getragen wurde. Man könnte da zum Beispiel diese schwarz-gelben Kreise draufnähen oder sowas. Ich bin mir sicher, dass sich da Abnehmer finden würden.
Vielleicht wäre das ganze aber dann doch zu makaber. Oder es gibt irgendwelche Vorschriften dagegen.
Hat wieder keine Antworten: bna

Posted by banana at 10:25 FM | Comments (9)
September 12, 2013
Race Fans!

Die Tage in Las Vegas waren bis zum Boden gefüllt mir harter Arbeit. Die Nächte in Las Vegas waren auch gefüllt mit stahlharter Arbeit und zwar auch bis zum Boden, denn Las Vegas, das ist die Stadt, die niemals schläft. Sie ist sogar die Stadt, die niemals gähnt oder auch nur Augenringe hätte oder sonstwie irgendwie müde aussieht. Denn: Das kann man sich da nicht leisten. Es gibt viel zu viel Arbeit.
Die Arbeit bestand darin, sich Dinge anzuschauen.
Unter anderem wurden wir auch zu "Raceing Fans". Zumindest wurden wir im Laufe des Abends mindestens zweihundert Mal so genannt, denn wir begaben und an den Las Vegas Motor Speedway.
Die Eintrittskarten hatten wir von Deutschland aus gekauft, mussten sie aber noch abholen. Wir wussten nicht genau, für welche Art von Veranstaltung wir die Karten gekauft hatten und wir hatten auch leider überhaupt null komma nix Zeit, das herauszufinden und so fanden wir uns vor Ort zwei Stunden vor Veranstaltungsbeginn da ein, wo man unserer Meinung nach die Tickets abholen konnte.
Keine Sau war da, nur die Verkäuferin im Fan Shop. Es war fünf vor fünf und um fünf sollte der Laden schließen. Wir hätten Karten bestellt und wollten die nun abholen sagten wir in perfektionistischem Amerikanisch. Die Dame sagte "ok." und zeigte auf die Kartenabholstelle. Auch sie sprach ein sehr gutes Amerikanisch.
Es gab eine mittlere Verwirrung, so dass es bis viertel nach fünf dauerte, bis wir endlich die Karten hatten. In der Zeit hatte kein anderer Karten geholt und der Sicherheitsmann war schon ganz ungeduldig, weil er eigentlich um fünf Feierabend gehabt hätte und die Hütte abschließen wollte.
Wir fanden heraus, dass unser Rennen gar nicht auf dem großen Speedway stattfinden würde, sondern auf dem Bullring. Der ist kleiner aber dafür sehr schön übersichtlich. Was soll man auch für sieben Dollar an heisser Renn-Action schon erwarten?
Kurz vor sieben konnten wir dann rein. Da waren dann sogar auch noch andere Race Fans da, wenn auch nicht besonders viele.
Es gab Bier ("I would like a large Busch" gilt da als Bierbestellung") und Hot Dogs für einen Dollar. Und es gab heisse Renn-Action. Und zwar ohne Pause.
Dauernd fuhren verschieden große Autos verschieden Schnell im Kreise herum. Es gab Überholungen, Drehungen, Geradeausfahrten, Kurvenfahrten, Jubel und Lärm. Am laufenden Band. Das war wirklich aufregend!
Vorher hatte ich ja gedacht, dass das alles bestimmt sehr langweilig sein würde, aber es war nicht langweilig. Ganz im Gegenteil: Es war kurzweilig!
Dadurch, dass der Kurs ein Oval ist, kann man den ganzen Kurs überblicken. Man hat also als Race Fan die komplette Renn-Action immer im Blick und kann die Positionskämpfe die ganze Zeit verfolgen. Die lahmen Emmas, die hinterherfahren, die kann man einfach ignorieren, aber die heissen Blitze, die das Feld hinter sich hertreiben, die kann man verfolgen. Die Rennen und die Qualifikationen waren alle sehr kurz, deswegen war es auch nicht schlimm, wenn man zwischendurch mal Lullu musste oder sich einen neuen Hotdog kaufen musste. Es war toll!
Leider konnten wir nicht bis zum Ende der Veranstaltung bleiben, denn wir mussten weg.
Ich habe das ein wenig bedauert, aber das Leben ist zu kurz, um alles zu haben.

Posted by banana at 04:24 EM | Comments (0)
September 10, 2013
Frauen für die Männer, Töchter für die Mütter

Am Vorabend des Sonntags schaute ich RTL-Fernsehen. Da lief so eine Sendung, bei der Partnerinnen für Männer gesucht werden, die noch keine abbekommen hatten. Vermutlich wegen der Mütter, denn die waren da auch stark am Auswahlprozess beteiligt, was nicht so schwer war, denn die Herren lebten noch mit den Müttern zusammen.
Ich habe nicht umgeschaltet, sondern mir das mal angeschaut und ich muss sagen, dass es ein sehr merkwürdiges Format ist, bei dem ich nicht weiss, wer hier eigentlich wen veräppeln will.
Da hätten wir schonmal die ganzen Alliterationen. Einer der Kandidaten war zum Beispiel ein "schöner Sachse". Den Rest habe ich vergessen, ausser, dass ein anderes im "namhaften Niedersachsen" wohnt. Vielleicht habe ich das aber auch falsch verstanden, denn was an Niedersachsen jetzt so namhaft sein soll, das weiss ich nicht so richtig. Es gibt doch auch noch viele andere Worte mit N. Vermutlich gibt es da bei den Textern so einen Wettbewerb. So einen Alliterationswettbewerb. Es muss immer der gleiche Buchstabe sein, aber er das Wort darf noch nie in einer anderen Sendung benutzt worden sein. Und so kommt dann eben sowas, wie das namhafte Niedersachsen raus. Ich glaube, das mit den Alliterationen ist auch so eine Genre-Merkmal. Das kommt in allen Sendungen dieses Formats vor. Vielleicht sind das aber auch alle die gleichen Texter. Ich denke, die machen das, damit sie bei dem Material nicht völlig wahnsinnig werden. Am Anfang suchen die sich die Wortkombinationen raus und dann lachen sie alle etwas und dann schreiben sie den schnöden Rest. Und die Sprecherin, die muss das dann alles so vorlesen, als sei das ganz normal. Profis eben.
Was mich aber auch stutzig machte, war das Essen, das die Leute sich da gegenseitig anboten. Da kommt eine Frau ins Haus, die der Mann natürlich von sich überzeugen will und was kommt auf den Tisch? Currywurst. Und zwar nicht so lecker, lecker, sondern die in der Schale aus dem Kühlregal. Der Inhalt der Schale kommt auf einen Teller und der wird dann in der Mikrowelle warm gemacht. Erst der Teller für den Gast, dann für die Mutti und dann für den Herrn. "Das ist eine gute Mikrowelle" hat er noch gesagt. Besser wäre natürlich irgendwas mit gleichen Buchstaben gewesen "mächtige Mikrowelle" oder sowas, aber wahrscheinlich war das Improvisiert. Beilage gabs übrigens nicht zu der Currywurst. Traurig.
Bei einem anderen Kandidaten wurde auch gekocht. Da lief ein heisser Kampf um den Mann ab, denn er hatte zwei Frauen eingeladen. Die eine hatte ihn erst ganz für sich, das passte der anderen nicht und sie lockte den man weg. Sie sollten etwas zusammen kochen. Es gab Ravioli aus der Dose. Und zwar nicht die aus der gelben Dose, sondern die aus einer weissen Dose. Ich frage mich: Ist das alles gestellt oder fressen die wirklich so ein Zeug, wenn sie jemanden beeindrucken wollen?
Ich weiss es nicht, denn ich esse ja auch nichts, weil mir nichts schmeckt. Deswegen führe ich meine amourösen Bekanntschaften immer in schicke und sehr teure Gaststätten aus. Dort können die sich dann aussuchen, was sie wollen. Ist ja schließlich Ihr Geld.

Posted by banana at 10:45 FM | Comments (9)
September 06, 2013
Lieblingslied

Damals, vor langer Zeit, als ich noch ein sehr kleiner, schrecklich dünner und furchtbar blonder Bananitoklein war, da hatten die Eltern einer Freundin von mir ein großes Haus. Das Haus hatte alles, was man damals haben musste, wenn man etwas auf sich hielt: Einen großen Garten, eine große Garage und einen Partykeller. Der Partykeller enthielt eine Bar, Tischplatten, die auf Fässer geschraubt waren und eine Jukebox. Die Jukebox fand ich super. Man konnte sich kostenlos Musik wünschen, dann zusehen, wie die Schallplatten ausgesucht und aufgelegt wurden und dann die Musik hören. Diese Jukebox enthielt ein Lied, das sich sofort in mein Herz schlic und über viele Jahre mein Lieblingslied bleiben sollte: Sie Hieß "Mary Ann" von Freddy Quinn. Das Lied hatte einfach alles: Schiffe, Liebe, Schmerz und Tod. Perfekt.
Irgendwann später fand ich heraus, dass es Sie Hieß Mary Ann die Deutsche Cover Version von 16 Tons war. Erst wollte ich es nicht glauben aber irgendwann akzeptierte ich die Tatsache. Da war aber schon ein anderes Lied mein Lieblingslied. Wahrscheinlich irgendwas von Dire Straits.
Lange Zeit war ich auf der Suche nach einer Aufnahme des Lieder, wurde aber nicht fündig und so war meine Freude groß, als ich sah, dass das Stück bei Amazon als mp3 erhältlich ist. Ich griff und hörte natürlich zu und ich finde das Lied immer noch großartig.
Ich stelle mir allerdings eine Frage: Der Text begint mit folgenden Worten:

Mit 14 Jahren fing er als Schiffsjunge an
Er war zwar der Jüngste, aber er war schon ein Mann

"Er war schon ein Mann". Was heisst das denn? Auf Schlagerdeutsch heisst "Ein Mann sein", dass man schon einmal Geschlechtsverkehr gehabt hat (vgl. "Es war Sommer" von Peter Maffay": "Und als Mann sah er die Sonne aufgehen"). Das gleiche scheint übrigens auch bei Frauen zu gelten (vgl: "Santa Maria" von Roland Kaiser: "Den Schritt zu wagen vom Mädchen bis zur Frau"). Hat also der Namenlose Held in unserem Lied mit 14 Jahren auch schon Sex gehabt? Das kann natürlich sein, auch wenn es ganz schön früh erscheint. Aber muss man damit wirklich das Lied beginnen lassen? Und ist das wichtig?
Ich persönlich glaube auf jeden Fall, dass den kleinen Kerl ein anderes Ritual zum Mann gemacht hat. Vielleicht ein Glas Naps.

Posted by banana at 12:55 EM | Comments (3)
September 03, 2013
Las Vegas, Nevada, USA

Las Vegas, Las Vegas, Las Vegas... Wie fange ich an? Es ist tatsächlich so, wie man sagt: Es ist die Stadt, die niemals schläft. Las Vegas heisst auf Deutsch "Die Wies'n" und es stimmt: Es ist tatsächlich, wie das Oktoberfest, aber anders. Die Leute tragen keine Dirndel, sondern Cowboy-Hüte und Cowboy-Schuhe und Cowboy-Hemden und Cowboy-Unterhosen. Die Damen tragen wenig bis nichts. Es gibt auch kein Literbier im Ausschank, sondern erheblich kleinere Gebinde. Das ist aber nicht so schlimm, denn weil die Stadt niemals schläft kann man sich ja ständig ein neues Bier kaufen. Glückspiel wird groß geschrieben in Las Vegas. Sei es Roulette, Black Jack, Einarmiger Bandit (heute: Mit Knöpfen statt Armen) und natürlich Craps. Craps ist ein Würfelspiel mit zwei Würfeln. Ich kenne die Regeln nicht, aber es sieht verdammt cool aus. Wirklich coole Typen haben im Hobbykeller keinen Billardtisch, sondern einen Craps-Tisch. Hat man sowas, dann ist man eine wirklich coole Sau und man kann alle seine Freunde über den Tisch ziehen. Wörtlich und im übertragenen Sinne. Billard wird in Las Vegas klein geschrieben, denn es handelt sich dabei nicht um ein Glücksspiel sondern um ein Sportspiel, bei dem einen etwas Übung weit nach vorne bringen kann, wenn man ein wenig räumliches Vorstellungsvermögen hat und keinen Silberblick oder sowas.
Ich war sehr überrascht darüber, dass man in Las Vegas in den Casinos rauchen darf. Versteh' einer die Amerikaner. Die sind doch sonst so gesundheitsbewusst, die Amerikaner. Aber man darf im Casino rauchen. Da brat mir doch einer mal einen Storch!
Das Essen war auch sehr lecker, in Las Vegas. Storch gab es da aber nicht, denn der Storch ist kein Speisevogel und ausserdem auch noch geschützt. Zu recht, wie ich finde! Bratstorch gehört auf keine Speisekarte.
Auch bei einer Show von David Copperfield war ich und es war gut. Ich habe über einen Tag gebraucht, um alle Tricks zu durchschauen. Das ist sehr lang, aber die Tricks waren auch nicht von schlechten Eltern.
So, jetzt wisst Ihr alles über Las Vegas, die Stadt, die niemals schläft. Die Lichterstadt, die Stadt der Helden, die ewige Stadt!
Las Vegas, Nevada, USA!

Posted by banana at 03:10 EM | Comments (4)
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