August 14, 2013
Und jetzt zum Sport

Natürlich bin auch ich ein großer Bewunderer von Yelena Isinbaeva. Und mal ehrlich - wie kann man nicht ein großer Bewunderer von Yelena Isinbaeva sein? Das geht gar nicht.
Gestern wurde sie mal wieder Weltmeisterin darin, sich mit einer flexibelen Stange hochzuschleudern und über eine andere flexibele Stange zu fallen, ohne dass diese runterfällt. Ein großartiger Sport ist das, so schön indirekt.
Das kann sie gut, die Frau Isinbaeva. Ich bewundere sie sehr. Ich will nicht so weit gehen, zu behaupten, dass ich das mit dem Stabhochsprung (so die offizielle Bezeichnung der Sportart) auch gerne können würde, aber ich schaue mir das doch schon sehr gerne an.
Gestern sprang sie über die Stange, die sich in fast fünf Metern Höhe befand. Das ist ganz schön hoch, mein lieber Herr Schwansverein. Und obwohl es zweifelsfrei der schwierigere Teil des Sprunges ist, erstmal so hoch zu kommen, finde ich doch den zweiten Teil des Sprunges auch sehr interessant, nämlich der, bei dem man runterfällt. Fünf Meter muss man erstmal runterfallen. Das ist ganz schön hoch. Wer sich jemals getraut hat, im Schwimmbad vom Fünfer zu springen, der hat eine ungefähre Vorstellung davo, wie hoch das ist. Und da fallen die dann runter und zwar nicht in weiches Wasser, sondern auf eine harte Sportmatte. Das flößt mir doch gehörigen Respekt ein. Auch wenn ich es aus optischen Gründen gar nicht so schlecht finden würde, wenn die ins Wasser plumpsen würden. Man könnte das dann auch kombinieren: Stabhochsprung mit Arschbombe oder so. Wer spritzt am höchstens. "Und obwohl Yelena Isinbaeva die 4,85m locker übersprungen hat, war ihre Arschbombe leider nur sehr schwach. Das reicht höchstens zu Bronze". Oder so.
Eines finde ich bei Yelena Isinbaeva aber nicht so gut: Vor dem Sprung schmiert sie ihre Hände mit so schwarzem Klebezeug ein. Wahrscheinlich damit sie nicht am Stock runterrutscht wie so eine Stangentänzerin. Dann sehen die Hände ganz verschmiert aus. Und mit diesen verschmierten Händen ist sie dann gestern rumgelaufen und hat alle umarmt, die ihr gratuliert haben. Das fand ich nicht so gut. Aber sonst: Alles top!

Posted by banana at 01:20 EM | Comments (7)
August 13, 2013
Sonst ändert sich nix

Diesen Schokokeksriegel, der jetzt Twix heisst, den hat ja früher eigentlich niemand richtig ausgesprochen. "Reider" haben alle gesagt. Dabei wäre, korrekt ausgesprochen, ja eigentlich eher die englische Aussprache richtig gewesen. Da fällt mir jetzt nicht ein, wie man das aufschreiben sollte.
Sogar in der Werbung haben sie es falsch ausgesprochen. "Reider heisst jetzt Twix" und so weiter. Auch komplett falsch. So war das damals. Die Deutschen und das Englisch. "Treets" müsste ja eigentlich auch "Triehts" ausgesprochen werden. Hat ja auch keiner gemacht. Kennt ja auch keiner mehr.
Die Schue hiessen früher auch "Naik" und nicht "Neikieh", so wie heute (obwohl man sich da wohl streiten kann, was richtig ist). Und auch der Film mit Lara Croft heisst bei uns landläufig "Tomp Reider". Naja, wir verstehen uns ja. Und das reicht ja auch. Nur Leute, die wirklich Englisch können, die haben ein Problem, wenn sie mal zu uns kommen und dann jemand von Handys und Beamern redet.
Ich fand den Namen Twix ja schon immer doof, aber Raider auf Englisch ausegsprochen, das will ich auch nicht zurück haben.

Posted by banana at 01:33 EM | Comments (6)
August 12, 2013
Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht

Ich reg mich auf, ich reg mich auf. Über Kleinigkeiten. Natürlich. Über was denn sonst? Über Großigkeiten kann man sich ja nicht aufregen. Oder über Mitterigkeiten. Sowas gibt es ja gar nicht. Warum eigentlich nicht? Es ist mir zu schwer, jetzt darüber nachzudenken, bei dieser Hitze.
Ich rege mich auf, weil im Büroklo seit Wochen die Papierhandtücher falschrum in den Spender eingefüllt werden. Ja, da gibt es ein richtig und ein falsch. Richtig ist es nämlich so, dass die gefalteten Teile unten sind. Dann hängen die Ränder unten aus dem Spender raus, man kann sie greifen und ein Handtuch daran aus dem Spender ziehen. Falsch ist es, wenn man die Handtücher mit den gefalteten Rändern nach oben in den Spender legt, denn dann hängt nichts unten aus dem Spender, das man greifen könnte und man muss die Handtücher umständlich aus dem Spender prummeln. Dabei erwischt man dann nicht ein Handtuch sondern mindestens zwei. Und das muss ja nicht sein. Wegen der Umwelt. Natürlich wegen der Umwelt. Wir haben schließlich nur eine Erde im Kofferraum und die ist auch nur geborgt von unseren Kindern. Selbst, wenn man keine Kinder hat. Dann bekommt man ein Kind zugeteilt von einer Familie, die mehr als ein Kind hat und von der hat man die Erde dann geborgt. Das ist ein sehr kompliziertes System, das zu erläutern den Rahmen dieser kleinen Postille hier total kaputtsprengen würde.
Auf jeden Fall liegen die doofen Handtücher seit Wochen da falschherum drin. Und sie werden immer falschherum aufgefüllt.
Wenigstens ist es konsistent.
Also entweder will uns die auffüllende Person alle ärgern und verarschen oder aber sie hat noch nie einen Handtuchspender benutzt. Oder mal über ihre Arbeit nachgedacht. Vielleicht ist das auch alles nur gut gemeint, denn es sieht ja viel ordentlicher aus, wenn da unten nix raushängt. Wer will denn schon, dass da unten was raushängt?
Ich will das auch nur bei Handtuchspendern und ich glaube an das Gute im Menschen und deswegen glaube ich auch, dass das alles nur gut gemeint ist.
So, jetzt ist es raus.

Posted by banana at 01:46 EM | Comments (2)
August 09, 2013
Wal und Hai: Froh und frei

Über die Existenz von Walen komme ich nicht weg (Weil es mir so unpraktisch erscheint, als Meeresbewohner über die Lunge zu atmen).
Nun wollte ich wissen, was passiert, wenn sich so ein Wal mal verschluckt. Also verschlucken können die sich ja eigentlich nicht, ich meine wenn so ein Wal taucht und er das Atemloch nicht zumacht oder wenn der gerade so voll am einatmen ist und dann kommt eine große Welle als auf jeden Fall, wenn Wasser in die Lunge kommt. Was passiert denn dann? Sowas sit doch interessant! Das ist doch eine Frage, die man sich stellt, wenn man Interesse an Walen zeigt. Ich konnte aber nichts in Erfahrung bringen. Ich stelle mir vor, dass der Wal dann hustet und dabei gibt es sehr viel Gespritze und Gischt und Wellen undsoweiter und dann kollabiert das ganze Tier. So stelle ich mir das vor. Man erfährt in Funk, Fernsehen und Presse nur leider sehr wenig darüber. Und auch Internet.
Was ich aber erfahren habe, ist, dass, wenn ein Wal auftaucht und erstmal ausatmet und dann ist so ein Nebel über dem Atemloch, dass das keine Gespritze ist sondern Dampf, weil sich die Atemluft so schnell ausdehnt. Und ich habe auch erfahren, dass Wale an Land nicht überleben können, weil ihnen entweder die Lunge zusammengedrückt wird und die Rippen brechen oder weil sie einen Hitzeschlag bekommen.
Das sind beides auch sehr interessante Sachen, aber keine Antwort auf meine Frage. Egal.
Wo wir gerade über Meeresbewohner reden. Gestern (oder so) wurde ein Hai in der U-Bahn gefunden. Nun weiss man auch, warum der Hai in der U-Bahn war. Leute hatten den am Strand gefunden und mitgenommen und dann in der U-Bahn liegen lassen. Tja, Leute, man muss sie einfach lieb haben. Wahrscheinlich hat er ihnen dann doch zu Streng gerochen, der Gammelhai. Hätte denen auch früher auffallen können.
Was ich eigentlich sagen wollte: In dem Aufklärungsartikel steht ein sehr schöner Satz: Auf einem Foto wurde der Fisch mit einer Zigarette, einer Getränkedose und einem gelben U-Bahnpass in Szene gesetzt.
Ich finde, das ist ein toller Satz. In Szene gesetzt - hervorragend.

Posted by banana at 01:40 EM | Comments (2)
August 07, 2013
No Batteriestrom in my Karosserie-Home

Manchmal ist es etwas schwer mit der Hoffnung auf die Zukunft. Da haben wir einen hammerharten Überwachungsskandal zu dem die Verantwortlichen schweigen, wir haben gerade gehört, dass deutsche Sportler jahrelang ordentlich auf Anweisung hin gedopt haben und die Leute regen sich auf, weil die Grünen einen vegetarischen Tag in Kantinen einführen wollen.
Ok, den Leuten etwas vorzuschreiben finde ich auch keine gute Idee, aber man sollte doch schon mal die Verhältnismäßigkeiten wahren.
Als die deutsche Frauenfußballmannschaft auf dem Römer ihren Europameistertitel feierte, da waren da mehr Leute als bei der Anti-PRISM Demonstration. Schön für den Frauenfußball.
Neulich kam ich aus dem Urlaub und wollte tags drauf zur Arbeit fahren. Aber das Auto machte nichst. Es lies sich nicht öffnen. Öffnen kann man das ja sowieso nur mit dem Fernbedienungsschlüssel. Da war ich ratlos. Das Auto stand zwei Wochen rum und die Batterie war tot. Das geht doch nicht!
Jetzt weiss ich, dass man das Auto auch mit dem Schlüssel öffnen kann, man muss dafür aber erstmal etwas abmachen. Man lernt nie aus.
Das habe ich mir auch gedacht, als ich den Grund für die leere Batterie erfahren habe: Das Autoradio hatte sich aufgehangen und konnte deswegen nicht beendet werden. Es hing da also die ganze Zeit so rum und zog weiter Strom aus der Batterie bis keiner mehr da war.
Jetzt hat mein Radio eine Software-Aktualisierung bekommen und die Batterie wurde mal ordentlich durchgeladen und jetzt ist alles wieder rubbel-di-dubb und schnipp-di-schnapp.
Also: Das Radio immer ordentlich runterfahren oder notfalls den Prozess im Task Manager beenden.

Posted by banana at 09:55 FM | Comments (2)
August 04, 2013
Magnetic Levitation

Shanghai. Stimmt. Da war doch was. Magnetschwebebahn. Genau.
In Shanghai fährt ja die einzige Magnetschwebebahn der Welt im öffentklichen Betrieb. Sie fährt vom Magnetschwebebahnbahnhof zum Flughafen und zurück. So als Shuttle.
Auf der Strecke gibt es keine Haltstationen und auch keine Weichen oder sowas. Man steigt ein, dann geht es los und dann ist man am Flughafen. Das ganze dauert sieben Minuten (ich weiss nicht mehr genau, ob es sechs oder acht waren, deswegen habe ich die Mitte genommen).
Die höchste Geschwindigkeit, die erreicht wird, beträgt 431km/h. Die wird aber auch nur zu bestimmten Tageszeiten erreicht. Die meiste Zeit fährt die Bahn mit ca. 300km/h Höchstgeschwindigkeit. Ich bin zum Glück in der schnellen Zeit gefahren. Stoßzeit will ich nicht sagen, dann ich glaube, ausser unserer Gruppe war niemand an Bord. Naja, schnell war es trotzdem.
Wie war es sonst?
Ich würde sagen unspektakulär.
Von aussen sieht der Zug ganz cool aus. Kennt man ja aus Funk und Fernsehen.

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Von innen sieht er allerdings - ich will nicht sagen hässlich - unspektakulär aus. Da hätte man wirklich etwas mehr Aufwand treiben können. Allerdings muss ich auch sagen, dass es noch einen besseren VIP Bereich im Zug gibt, da kostet die Fahrt aber mehr.

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Das schönste aber ist das Cockpit. Hier trifft High-tech auf Pragmatismus.
Ja, das ist das Cockpit der Magnetschwebebahn.

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Und die Fahrt an sich, wie war die so?
Schnell und unspektakulär. Es fühlt sich ungefähr genau so an, wie wenn man mit dem ICE fährt. Die Beschleunigung ist die gleiche, die Vibrationen sind die gleichen, die Geräusche sind die gleichen. Nur es ist eben nochmal eine ganze Ecke schneller. Besonders merkt man dann, wenn sich die beiden Züge in der Mitte der Strecke begegnen. Da macht es dann "wuppwupp" und der Zug ist vorbei. So schnell kann man gar nicht gucken.

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Schön war es aber trotzdem.

Nachtrag.
Hier Hier gibt es ein Video von unserer Fahrt. Bei 3:09 begegnen sich die Züge. Knick, knack.

Posted by banana at 02:19 EM | Comments (4)
August 03, 2013
Hitzeschutz im Straßenverkehr.

Dieses Bild habe ich in China gemacht.

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Ja, so saust man da durch den Straßenverkehr. Komplett ist man nur mit einer Ausrüstung, die die große Hitze abhält. Helme muss man nicht unbedingt aufsetzen, also tut es auch ein Hitzeschutzschild vor der Birne. Dann noch die Hitzeschutzhandschuhe und dann ist man bereit zum Wiedereintritt in the Athmosphäre.
Vielleicht waren das aber auch nur ein paar Taikonautinnen auf dem Weg zur Maloche. Woher soll ich das wissen? Steht ja nicht drauf. Und selbst wenn es draufgestanden hätte, dann hätte ich es nicht lesen können, Ihr Iddis.

Posted by banana at 03:33 EM | Comments (2)
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