Juli 31, 2013
一,二,三,四!

Ich kann ein neues Gericht kochen: Schlimmer Fisch a la Bordelaise. Schmeckt aber nicht.

Ich war ja in China zum Achterbahnfahren. Da bin ich auch mit diversen echt krassen Hupen gefahren. Mein lieber Herr Gesangsverein, da ging mir echt der Hut hoch. Zum Beispiel mit "Bullet Coaster" in Happy Valley Shenzhen.
Das ist eine Achterbahn von der Firma S&S. Mit Luftdruck wird der Wagen da auf 140 Sachen beschleunigt und zwar in einer Zeit, die einem sehr kurz vorkommt. Der Rest der Fahrt ist auch nicht gerade von Pappe. Es geht hoch, runter, links und rechts.
Wie die Chinesen Achterbahn fahren, hatte ich ja bereits erzählt: Sie halten sich vorne am Griff fest, beugen den Oberkörper nach vorne und nehmen den Kopf zwischen die Arme.
Das ist nicht gut für den Körper. Aber die Chinesen haben sich eine Lösung für das Problem einfallen lassen: Gymnastik.
Moment - ich muss noch was erzählen: Die Achterbahnabfertigung in China ist - das muss man leider so generell sagen - sehr langsam. Da dauert es schonmal eine Weile, bis ein Zug losfahren kann und nur sehr selten ist mehr als ein Zug im Einsatz. Deswegen gibt es immer einige Zeit in der Station, in der kein Zug da ist, nämlich wenn der gerade die Fahrt absolviert.
Und in dieser Zeit wird beim Bullet Coaster Gymnastik gemacht, um den Körper auf die Belastungen der Fahrt vorzubereiten. Die Dame vom Park hat vorgeturnt und alle zukünftigen Fahrgäste haben mitgeturnt. Ich auch. Aber ich fand die Fahrt mit Gymnastik nicht besser als ohne, weil sie ohne auch schon super war und ich ja nicht diesen Scheiss mit Kopf nach vorne mache.
Aber die Dame, die da den ganzen Tag vorturnt, die muss ganz schön trainiert sein, nach so einem Tag voller Gymnastik. Mein lieber Scholly.
Der Bullet Coaster war übrigens nicht die einzige Bahn bei der vor der Fahrt geturnt wurde. Da gab es noch ein paar andere. Und auch bei den anderen haben alle Fahrgäste immer brav mitgeturnt. Ich glaube, bei uns wäre das nicht so einfach möglich. Da hat man aber auch nicht so viel Zeit in der Station.

Posted by banana at 03:35 EM | Comments (10)
Juli 29, 2013
Wasserspaß in China

Eine Sache fällt mir bei meinen Reisen in die Vergnügungspark der Welt immer wieder auf: Die Wasserfahrgeschäfte sind in jedem Land ein bisschen anders. Mit Wasserfahrgeschäften meine ich jetzt diejenigen, bei denen man potentiell nass werden könnte, also die lustige Fahrt in einem Baumstamm durch einen Wasserkanal oder die lustige Fahrt in einem runden Boot durch einen Wasserkanal oder die lustige Fahrt in einem Boot, dass einfach nur hoch und dann wieder runter fährt und dabei eine monstermäßige Flutwelle erzeugt.
Bei den Amerikanern kann es zum Beispiel nicht nass genug sein. Wenn man in den USA in ein Wasserfahrgeschäft steigt, dann weiss man vorher, dass man ziemlich durchnässt wieder aussteigen wird. "Haha, schau mal da vorne der Wasserfall quer über die Fahrrinne! Der geht bestimmt aus, wenn wir da durchfahren!" sagt man dann. Aber Pustekuchen. Er geht nicht aus.
Bei den Temperaturen in den USA ist das auch eigentlich kein Problem. Nach ziemlich kurzer Zeit ist man wieder trocken. Wenn man nicht nass werden will, dann fährt man halt nicht mit.
In England ist es so ähnlich, wie in den USA: Man wird ziemlich nass. Das ist komisch, wenn in England ist es meistens ziemlich kalt. Das scheint die Engländer aber nicht abzuschrecken. Warum die sich bei 15° total durchnässen lassen, habe ich noch nicht verstanden, aber ich bewundere es irgendwie.
In Japan und Korea gibt es auch Wasserfahrgeschäfte, aber sie machen die Fahrgäste bestimmt nicht nass. Das Wasser ist hier nur Transportmittel. Auf einer lustigen Fahrt im runden Boot gab es sogar fest am Boot montierte Schürzen, unter die man sich kauern konnte, damit man nicht nass wurde.
Irgendwie nimmt das der Sache etwas den Spaß, aber die Leute da wollen das eben so. Ich glaube, die Japaner sind sehr auf ihr Äusseres bedacht. Nach Achterbahnfahrten werden stets erstmal die Haare zurechtgezupft und auf korrekten Sitz überprüft. Da kann man natürlich nicht nass durch den Park laufen.
In China ist es wieder anders: Da haben die Wasserattraktionen einen sehr hohen Nässegrad. Der Chinese setzt dabei auf Verteidigung. Bei allen Fahrgeschäften kann man Einwegponchos für 10 Yuan kaufen (das sind ca. 80 Cents). Man bekommt dafür ein schickes Mäntelchen und zwei Tüten für die Füße. Eigentlich jeder Mitfahrer kauft sich so ein Ding und wickelt sich dann sehr ausführlich und gründlich in die Folie ein, damit die Kleidung nicht nass wird.
Das sieht lustig aus und ist irgendwie auch merkwürdig, denn bei 40° Aussentemperatur fand ich es eigentlich ganz angenehm mal etwas nass zu werden. Nicht so die Chinesen. Wenn wir Westler völlig ungeschützt zu den verpackten Chinesen in die Boote stiegen, dann gab es schon mal Gelächter, dass natürlich noch lauter wurde, wenn wir so richtig nass wieder ausgestiegen sind.
Es sieht also so aus, als wollten die Chinesen nicht nass werden. Ich verstehe dabei nicht ganz, warum sie es dann nicht so machen, wie die Koreaner und Japaner. Also einfach die Bahnen trockener machen.
Stattdessen gibt es in China die mit Abstand fiesesten Geldspritzer, die ich je gesehen habe.
Bei den Geldspritzern wirft man etwas Geld ein und dann spritzen diese Geldspritzer die Fahrgäste nass. Und zwar voll in die Fresse und das ganze auch ungefähr 20 Sekunden lang. 20 Sekunden lang voll in die Fresse. 20 Sekunden lang voll in die umständlich in einen Plastikponcho eingepackte Fresse.
Ganz verstanden habe ich das nicht.
Die Parks freuen sich aber bestimmt. Die verdienen an den Ponchos und an den Geldspritzen. Und ich fands auch lustig.

Posted by banana at 12:34 EM | Comments (11)
Juli 23, 2013
Sauerei auf der Bounty

In China ist etwas wirklich blödes passiert. Ungefähr nach der Hälfte der Reise konnte meine Fotokameraapparata die SD Karte nicht mehr lesen. Und das war auch noch ausgerechnet an dem Tag, an dem wir auf den Canton Turm hochgefahren sind. Ich habe zwar sehr starke Höhenangst, aber mich faszinieren Türme auch. Und ich war tatsächlich oben auf der Aussichtsplattform und hatte große Angst. Und davon hätte ich gerne ein paar Bilder gemacht. Ging aber nicht, wegen der kaputten SD Karte.
Deswegen kann ich leider auch nicht besonders viele schöne Bilder zeigen. Das ist sehr traurig. Ich habe zwar einige Bilder retten können, aber die kann ich trotzdem nicht zeigen. Der Grund dafür ist leider komplett geheim.
Ich kann zum Beispiel keine Bilder von der Schiffsschaukel "Pirate Ship" zeigen, die sehr interessant dekoriert war. Es hat den Anschein, als hätte jemand im Internet nach "Pirates" gesucht und sich auf diese Weise Bilder besorgt, mit der die Schiffsschaukel dann dekoriert wurde. Auflösung und Seitenverhältnis war da nicht so wichtig, Hauptsache es sah echt piratig aus.
Da war dann natürlich der Herr Depp mit dabei, weil das ja der allerbekannteste Pirat der Welt ist. Es waren auch ein paar wenige bekannte Piratenschauspieler zu sehen. Naja, Schauspieler ist vielleicht nicht ganz das richtige Ort. Ich glaube, in dieser Branche sagt man eher Darsteller. Auf der Schiffsschaukel prangte Munter ein Bild des Covers der Pornoversion des Films zu sehen. Die heisst auch Pirates. Naja, kann man natürlich schon mal verwechseln, vor allem, wenn man die Schauspieler Darsteller nicht kennt.

Posted by banana at 06:52 EM | Comments (12)
Juli 17, 2013
Chinesen in der Achterbahn

So, da wäre ich dann mal wieder. Zurück aus China. Krank bin ich. Aua aua. Der Kopf schmerzt, die Nase läuft, die Bronchen röcheln und die Brust schmerzt. Ich leide.
Das Schlimmste ist das dauernde husten. Das Problem mit dem Husten wird noch verstärkt, weil ich mir die Rippen geprellt habe und mir jetzt bei jedem Husten der Rippenkasten weh tut. Eigentlich sich mir die Rippen geprellt worden. Und das kam so:
Die Chinesen, das muss man bei aller Zuneigung sagen, sind nicht die besten Achterbahnfahrer auf der Welt.
Woran das liegt vermag ich nicht zu sagen. Vielleicht ist es mangelnde Erfahrung. Angst in sich bewegenden Vehikeln kann es auf jeden Fall nicht sagen, denn wenn die Chinesen so Achterbahn fahren würden, wie sie Auto fahren, dann könnte ich heute schmerzfreier Abhusten. Vielleicht ist das Problem aber auch, dass Achterbahnen keine Hupen haben.
Um das mal zu illustrieren, beschreibe ich hier mal die chinesische Standardhaltung beim Achterbahnfahren: Mit beiden Händen hält man sich am Griff vor sich fest, beugt dann den Oberkörper nach vorne und drückt den Kopf auf die Brust. Das ist ungefähr die Haltung, die wir einnehmen sollen, wenn unser Flugzeug abstürzt.
Diese Haltung ist zum Achterbahnfahren herzlich ungeeignet, denn zum einen sieht man nicht, wohin die Bahn fährt und kann sich so nicht auf den den Fahrverlauf einstellen und zum anderen geht das ganze tierisch auf den Hals.
Vielleicht fahren die Chinesen deswegen auch nur einmal mit jeder Bahn.
Bei meiner ersten Fahrt auf der Bahn Dauling Dragon saß der chinesische Reiseleiter neben mir im Wagen. Vor der Fahrt wirkte er noch ganz entspannt und plauderte vor mich hin. Sobald wir aber den Gipfel der Aufzugskette erreicht haben, wich alle Lockerheit von ihm und auch er nahm die chinesische Achterbahnhaltung ein.
Nun gibt es zu der Bahn Dauling Dragon einie Dinge zu sagen. Zum einen wäre da der Name. Sie heisst wirklich so und der landläufigen Meinung geht der Name darauf zurück, dass jemand "Duelling" schreiben wollte, aber "Dauling" geschrieben hat. Und bevor es jemandem aufgefallen war, war das große Schild auch schon gemalt und aufgestellt.
Die Bahn ist gut. Sie ist aber bestimmt keine Bahn, die man mit dem Kopf zwischen den Schultern fahren sollte. Es geht ganz schön zur Sache und wenn man sich nicht in die Kurven legt, dann wird man ganz schön durch den Wagen geschleudert.
So ging es auch dem freundlichen Chinesen neben mir. Und während er da so durchgeschleudert wurde, wurde er leider gegen meine Rippen geschleudert und deswegen tut es jetzt böse weh, wenn ich huste.
Was ich damit sagen will: Passt bitte auf, wenn ihr in China aggressive Achterbahnen fahrt. Und setzt euch nicht dauernt total durchgeschwitzt in einen klimatisierten Bus.
Das Essen ist aber sehr lecker.

Posted by banana at 03:00 EM | Comments (2)
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