April 23, 2013
Mein neuer Computer

Ich habe neue Hardware im Büro bekommen. Es ist ein Notebook. Sieht schick aus, so auf den ersten Blick. Auf den zweiten muss ich etwas schmunzeln.
Irgendwie habe ich den Eindruck, als wollte man es den Herstellern der Obsthardware aus Kalifornien nachmachen, es durfte aber nichts kosten.
Das Gehäuse ist aus Metal. Aus Blech, genauer gesagt. Schön in Form gebogen rund um das Plastik herum. Unten drunter ist natürlich auch Plastik. Sieht man ja nicht. Um den Bildschirm herum ist auch Plastik. Sieht man ja auch nicht, wenn man das Ding nicht aufklappt.
Ausserdem hat man dem Gerät eine Tastaturbeleuchtung spendiert. Ich stehe ja total auf Tastaturbeleuchtung. Auf die dieses Gerätes aber nicht so sehr, denn die Beleuchtung besteht aus einer kleinen Lampe, die oben über dem Bildschirm angebracht ist. Mit einem kleinen Knopf kann man die Lampe ausklappen und damit einschalten. Um ehrlich zu sein ist es eigentlich keine Tastaturbeleuchtung, sondern eine Staub-auf-dem-Bildschirm-Beleuchtung. Aber sie scheint eindeutig in Richtung der Tastatur, also nehme ich an, dass eigentlich die Tastatur gemeint ist.
Zwei Sachen gehen mir richtig auf den Saque. Das erste sind diese komischen Aufkleber, die aus irgendeinem Grund auf alle Notebooks geklebt werden, Meine informieren mich darüber, dass auf dem Ding Windows 7 läuft und ein Intel Prozessor mit irgendeiner Zahlenbuchstabenbezeichnung die Rechnungen macht. Ich denke und hoffe, Microsoft und Intel bezahlen dem Hersteller dafür ordentlich Geld, damit wenigstens einer was davon hat. Ich finde die Dinger nämlich richtig hässlich.
Der zweite Nervpunkt ist, dass das Gerät über zwei Eingabedingsda verfügt: Ein Trackpad und so einen komischen Nippel in der Tastatur. Wieso muss man beides anbieten? Wieso kann man das nicht alternativ machen? Ich will den Nippel in der Tastatur nicht. Trotzdem habe ich ihn. Das führt, dazu, dass die B, H und G Tasten so doofe Aussparungen haben, die mich beim Tippen echt stören und dazu, dass das Trackpad sowohl darunter, als auch darüber zwei Tasten hat. Das Trackpad ist von Tasten umzingelt. Und zwei davon werde ich niemals benutzen.
Der Bildschirm ist auch funzelig, aber ich denke nicht, dass das eine bewusste Design-Entscheidung war.
Wenigstens ist aber eine SSD drin. Das finde ich richtig toll!

Posted by banana at 01:40 EM | Comments (13)
April 15, 2013
Kleidungsstile im Alter

Also ich denke ja, dass sich der persönliche Kleidungsstil im Laufe des Lebens nicht besonders verändert. Ein bisschen ja, vielleicht, vielleicht neigt man eher zu etwas gedeckteren Farben, wenn man alt ist, aber es gibt bestimmt keinen Zeitpunkt im Leben, an dem man denkt: So, jetzt bin ich alt, jetzt muss ich Klamotten für alte Leute anziehen.
Ich denke, wenn man eine Weile mal eine bestimmte Kleidung getragen hat, dann fühlt man sich darin wohl. Und man fühlt sich in abweichender Kleidung nicht wohl. Ich weiss zum Beispiel, dass Rucksäcke ziemlich uncool sind, wenn sie nicht von einer bestimmten Marke sind und noch bis über den Arsch runterhängen. Viel besser ist man da mit einer Umhängetasche angezogen. Die darf dann aber nicht zu lang runterhängen, sondern muss schön kurz getragen werden. Natürlich alles im Rahmen einer altersgerechten Anpassungstoleranz. Trotzdem laufe ich am liebsten mit Rucksäcken durch die Gegend. Mit so einer Umhängetasche fühle ich mich nicht so wohl. Und wenn mich jemand fragen würde, dann würde ich bestimmt sagen, wie praktisch doch so ein Rucksack ist.
Wenn das stimmt, dann bedeutet dass, das die heutigen Senioren (ok, Scheisswort, aber ein wenig Abwechslung muss sein) sich auch schon so gekleidet haben, als sie jünger waren und das heisst, dass deren Kleidung auch mal hip gewesen sein muss. Wir empfinden den Kleidungsstil der älteren Menschen also nur als Bekleidung für alte Leute. Sie selbst tun das wahrscheinlich nicht.
Das bedeutet aber auch noch etwas anderes, denn schließlich wird jeder mal alt. D.h. die Sachen, die ich so gerne trage, werden auch irgendwann mal Alte-Leute-Klamotten sein und ich werde das nicht so empfinden, wohl aber jüngere. Komisch, was. Heisst das aber auch, das irgendwann mal alte Knacker mit Baseball-Mützen und Hosen, die in den Kniekehlen hängen Rollatoren vor sich herschieben werden? Das würde ich gerne sehen, aber ich fürchte, so lange halte ich nicht durch.
Hm. Ich weiss nichtmal, wie man das nennt, wenn die Hosen so unter dem Arsch hängen. Sonst würde ich schreiben, dass der ARD Ratgeber Gesundheit dann über das Risiko der Kniehosen bei Senioren berichten würde.

Posted by banana at 10:34 FM | Comments (0)
April 09, 2013
Der Donald

Wussten Sie schon, dass Donald Duck in der Amerikanischen Originalversion auch Donald Duck heisst? Vermutlich schon. Aber wussten Sie auch, dass die drei Neffen Tick, Trick und Track in der Originalversion Huey, Dewey und Louie heissen? Vielleicht. Aber wussten Sie, dass Dagobert Duck dort Scrooge McDuck heisst? Ich denke mal: Nein.
Aber warum, warum, warum?
Ich vermute, das liegt daran, dass die Geschichten aus Entenhausen sehr gut übersetzt sind. Oder daran, dass sie überhaupt übersetzt sind. Oder daran, dass man die Namen teilweise auch übersetzt hat. Oder daran, dass man keinen Zugriff auf die Amerikanischen Originale hat.
Warum der Donald Duck aber Donald Duck heisst und nicht Donald Ente, das weiss ich nicht. Die Donaldisten sagen, man muss Duck Deutsch aussprechen, als Duck und nicht Dack.
In Spanien heissen Juanito, Jorgito und Jaimito, in Mexiko Hugo, Paco und Luis und in Argentinien Huguito, Dieguito und Luisito. In Frankreich nennt man sie Riri, Fifi et Loulou. Die Dänen kennen sie als Rip, Rap und Rup, die Norweger als Ole, Dole und Doffen, die Schweden als Knatte, Fnatte und Tjatte und die Finnen als Tupu, Hupu und Lupu. Die Holländer sagen Kwik, Kwek und Kwak.
In Japan heisst Donald Duck übrigens ドナルドダック (Donarudo Dakku). Donarudo Dakku. Super! Strike heisst da Situraiku oder so ähnlich.
Super!

Posted by banana at 10:58 EM | Comments (2)
Zum Ende kommen

Ich glaube, die viele Leute mögen Katzen, weil sie so niedlich sind so und verrückte Sachen machen, dabei aber total ernst bleiben. Zum Beispiel schlafen sie sehr viel oder essen Kekse mit Hühnergeschmack.
So, das hätten wir auch geklärt.
Schlimm finde ich es auch, wenn ich eine email unterschreiben soll. Da bin ich immer in so einer totalen Schnippsmühle. Moment. Nein. Klappsmühle. Moment, nein. Zwickmühle. Ja, dann bin ich immer in einer Zwickmühle.
Ja, ich bin so.
"MfG" fand ich schon immer nicht so toll. Wenn schon, dann kann man das auch ausschreiben, also Mit freundlichen Grüßen. Mag ich aber auch nicht so, ist mir zu förmlich. Deswegen habe ich lange Zeit immer "Viele Grüße" geschrieben. Das klingt nett und nicht so förmlich und ist auch noch kürzer. Eine gute Lösung. Das dachten sich auch viele andere und jetzt schreibt fast jeder "Viele Grüße".
Wir wissen aber auch alle, dass man nichts wirklich mögen kann, das andere Leute gut finden und das ist der Grund, warum sich die weitere Benutzung von "Viele Grüße" eigentlich für mich verbietet. Es müssen also Alternativen her. Allein: Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Woher cremen wenn nicht pfählen?
Jetzt muss ich jedes Mal, wenn ich eine email fertig geschrieben habe kurz innehalten und überlegen, was ich drunter schreiben soll.
Manchmal schreibe ich schlicht "Gruß". Das finde ich aber schon etwas unfreundlich. Ein anderes Mal schreibe ich dann "Beste Grüße". Dann aber aber schon als etwas zu salopp aufgefasst werden.
Schlimm.
Wenn ich ganz ehrlich bin, dann schreibe ich trotzdem manchmal noch "Viele Grüße" drunter. Da fühle ich mich dann wie ein rückfällig gewordener Nasensprayjunkie, der sich gerade eine schöne Prise Nasiwienpulver eini-g'zogen hat. Aber es ist eben einfach die beste Lösung.
Schlimmer wird es noch im internationalen Umfeld.
Was schreiben? Man versteht das ja alles gar nicht, was man da so selbst schreibt. "Regards"? "Best"? "Kind regards"? "Cheers"? "Yours truly"?
Es ist zum heulen. Ich will gar nicht wissen, was dieses Dilemma dir Wirtschaft jedes Jahr kostet.

Posted by banana at 12:31 EM | Comments (11)
April 02, 2013
Trinkgeld - eine Wutschrift

Das mit dem Trinkgeld muss auch aufhören. Überhaupt: All diese nationalen Gewohnheiten und Befindlichkeiten, diese ungeschriebenen Gesetze, das muss alles aufhören.
Das kann sich doch niemand merken. In Italien sollte man die Spaghetti nicht mit dem Löffel aufwickeln. Ja, warum denn nicht? Und was unterscheidet eigentlich so einen kulturellen faux-pas von einem neuen Trend? Wer zieht denn da die Damarkationslinie? Wer ist denn da bitteschön zuständig? Das würde ich gerne mal wissen. Dann würde ich da mal vorstellig werden und fordern, dass das alles mal aufhören muss.
Das ist doch total unmodern. Modern ist es, alles gleich zu machen. Überall alles gleich machen. Der neue Golf hat die Hinterachse vom neuen Opel Kadett Vauxhall und das spart, spart, spart. Wenn das mit dem Trinkgeld aufhört, dann spart man auch, nämlich das Trinkgeld.
Es kann doch nicht so schwer sein, wasweissichwieviel Prozent auf das Essen draufzuhauen und dass dann der Service-Kraft zuzuschachern. Das kann doch nicht so schwer sein.
Aber nein, nein, nein. Diese Aufgabe wird schön auf den Gast abgewälzt. Und der, beziehungsweise ich, muss sich dann merken, ob man gerade in einem Keintrinkgeldland, in einem Zehnprozenttrinkgeldland, in einem Aufdierechnungdraufhauland oder in einem Aufdemtischliegenlassland ist. Das kann uns doch nicht ernsthaft als Lösung für das Problem angeboten werden. Und wie lautet das Problem eigentlich? Das ist doch die Frage.
Das Problem ist nämlich, dass da ein Druck auf die Bedienung aufgebaut werden soll und dass der Gast, also ich, den dann quasi ablassen muss. Wenn da ein Widergarst mir meine Käsesahne bringt, dann gebe ich kein Trinkgeld. Mache ich aber trotzdem. Weil ich nämlich total eingeschüchtert bin.
Also mich stört das. Ich habe schon genug um die Ohren, da kann ich mich nicht auch noch um so einen Firlefanz kümmern.
Und mache Leute sagen dann, dass das doch den Charme des Reisens ausmachen würde. Ich entgegne dann, dass man Leute, die solche Sachen, wie Charme sagen sowieso weitestgehend ignorieren sollte, aber mir hört ja niemand zu. Auf mich hört ja niemand. Aber echauviert dreinblicken, wenn ich zwei Euro auf dem Tisch liegen lasse, weil ich mal wieder gegen irgendwelche ungeschriebenen Gesetze verstoßen habe.
Ich finde, in einer modernen, globalisierten Welt ist für solche Dinge, wie Trinkgeldbefindlichkeiten kein Platz mehr. Trinkgeld verpiss Dich, niemand vermisst Dich.

Posted by banana at 01:15 EM | Comments (9)
copyright by banana and tek/neoscientists