Januar 28, 2013
Schon wieder Kino

Letzte Wochen sah ich den aktuellen Film von Quenting Tarrantintintin an. Er ist gut. Hier die wichtigsten Spoiler im Überblick:
Ach nee, lieber doch nicht. Ich will das natürlich nicht erzählen, denn dann sagen viele Leute "Bu-uh-hu-hu" und finden das doof, weil sie gerne die Momente der Spannung auskosten wollen. Das respektiere ich.
Ich habe den Film auf Deutsch gesehen, aber ich will ihn dann nochmal auf Englisch sehen, denn. Nein, das erzähle ich jetzt auch nicht, denn dann sind wieder Leute so komisch und meckern wieder rum und das ist nicht gut für den Blutdruck, denn der Blutdruck ist der Killer Nummer Eins auf der Welt. Zumindest in unserer westlichen Welt. In der nördlichen Welt ist es die Zimtzecke, in der östlichen Welt ist es das Katana und in der Südlichen Welt der Drogenkrieg.
Im Werbungs- und Vorschauteil der Vorführung (der übrigens fast genau 30 Minuten dauerte) kamen zwei bemerkenswerte Vorschauen für Filme. Für was auch sonst, ich Arsch?
Der eine war Lincoln. Aus Gründen, die ich im Moment nicht mehr nachvollziehen kann, war ich davon überzeugt, dass Abraham Lincoln in dem Film als Vampirjäger dargestellt werden würde. Diese Annahme hat sich als falsch erwiesen. Auch glaube ich, dass es schon andere Filme gegeben hat, in denen historische Personen als Vampirjäger arbeiteten. Gut, es klingt abwägig, sich Abraham Lincoln als Vampirjäger vorzustellen, aber so falsch lag ich da gar nicht, was eine weitere Vorschau zeigte:
Hänsel und Gretel Hexenjäger. Gut, Hänsel und Gretel sind jetzt nicht wirklich historische Personen und offen gestanden haben die im Film dargestellten Geschwister auch nicht viel mit der Vorstellung gemein, die ich von den schicksalsgebeutelten Kindern hatte, aber es ging auf jeden Fall gut zur Sache. Schon in der Vorschau. Der Hexensaft spritzte, die Hexenbrut schrie und Gretel benahm sich nicht sehr damenhaft. Schaue ich mir aber trotzdem nicht an.
Ted habe ich mir angeschaut, weil ich die Vorschau ganz interessant fand. Den Film fand ich aber ganz schlecht. Eine echte Schmonzette von schonzettopalischer Qualität. Die einzige gute Szene sieht man in der Vorschau. Ich dachte, es gäbe mehr davon im Film. War aber nicht so. Ich weinte.

Posted by banana at 12:21 EM | Comments (47)
Januar 22, 2013
DVD-Vorspänne: Mal viel, mal wenig und man zahlt dafür

Vor ein paar Tagen landete eine DVD im Schacht meines DVD-Spielers, die ich in England bestellt hatte. Was für ein Scheissatz. Vor Kurzem sah ich mir eine DVD an.
Da kam dann der Vorspann. Vor einer Weile wurde einem da als legaler Käufer einer DVD gedroht, dass man ins Gefängnis komme, wenn man die DVD kopieren würde oder man wurde darauf hingewiesen, dass man ja wohl auch kein Auto klauen würde und dass man deswegen doch davon Abstand nehmen solle, die DVD zu kopieren. Das ist natürlich alles etwas doof, weil man die DVD, wenn sie im DVD-Spieler ist ja ansehen und nicht kopieren möchte. Und ausserdem hat man dafür ja bezahlt.
Jetzt lief aber ein neuer Vorfilm. Darin wurde eine legal erworbene DVD mit einer illegal hergestellten Kopie der DVD verglichen: Die Originale DVD hatte ein glasklares Bild, das Bild der kopierten DVD war voller Streifen (inklusive Einblendung, dass es sich bei den Streifen um einen Simulation handele). Die originale DVD hatte einen tollen Ton, die kopierte hatte gar keinen schönen Ton! Die Explosionen waren gar nicht voluminös und brallig. Der originalen DVD konnten die Zuschauer folgen. Der kopierten DVD nicht, denn sie war auf Russisch und zeigte nur Finnische Untertitel an.
Die Rahmenhandlung dieser Informationen bildeten zwei Männer, die jeweils Freunde zum DVD schauen eingeladen hatten. Bei dem Mann mit der originalen DVD ging voll die Party ab, alle amüsierten sich und wahrscheinlich gab es später Sex mit Schutz oder sowas. Aber bei dem Mann mit der kopierten DVD war gar keine Stimmung. Nach und nach verabschiedeten sich nämlich die Freunde und am Ende saß er ganz alleine da. Wahrscheinlich konnten sie kein Russisch oder sowas.
Der ganze Film lief natürlich in einem Vorspann, den man nicht wegdrücken konnte. Wobei wir bei den Nachteilen von gekauften DVDs sind. Es ist und bleibt etwas doof, dass man sich solche Sachen als legal zahlender Konsument anschauen muss. Die Leute mit den kopierten DVD müssen sich das nicht anschauen. Vielleicht wissen sie deswegen gar nicht, das ihre kopierten DVDs total schlecht sind?
Nach dem Vorfilm kam übrigens ncoh Werbung für Blu-Rays. Die Aussage war mehr oder weniger, dass DVDs ja eigentlich Mist sind und Blu-Ray der Held im Zelt ist.
Irgendwie alles etwas komisch.

Posted by banana at 12:32 EM | Comments (41)
Januar 17, 2013
Ein schöner Film

Gestern habe ich mir "Paradies: Liebe" von Ulrich Seidl angeschaut.
Ich mag die Filme von Herrn Seidl, kann aber gut verstehen, dass das nicht jedermanns Sache ist. Die behandelten Themen können schon als unengenehm empfunden werden und dann gibt es jede Menge Szenen und Kameraeinstellungen, in denen einfach länger draufgehalten wird, als man es gemeinhin gewohnt ist.
Ich finde das toll.
In Paradies: Liebe geht es - wenn ich das mal in meiner Unbedarftheit zusammenfassen darf - um eine nicht ganz dem Idealbild entsprechende, nicht mehr ganz junge Frau, die alleine nach Kenia in den Urlaub fährt. Dort macht sie Bekanntschaft mit den einheimischen Männern und mit deren Art, mit weissen Touristinnen umzugehen. Die Frau sehnt sich nach Liebe und hofft, sie dort zu finden.
Wie wird es ausgehen? Wer die Filme von Herrn Seidl kennt, kann sich vielleicht schon denken.
Ich fand den Film, wie schon erwähnt, toll.
Nun ist es wirklich nicht so ganz einfach, Leute zu finden, die solche Filme im Kino anschauen möchten und alleine gehen wollte ich dann auch nicht (weniger, weil mir das unangenehm ist, sondern weil ich dann zig Ausreden finde, nicht ins Kino zu gehen), aber ich hatte Glück: Zwei Freunde kamen mit und luden mich auch noch aufgrund meines heutigen, gestrigen und vorgestrigen Geburtstags ins Kino ein. Ist das toll? Ja, das ist toll.
Fast hätte es aber nicht geklappt.
Der Film lief in einem sehr schönen Programmkino in Frankfurt.
Ich war davon ausgegangen, dass das Interesse an dem Film nicht besonders groß sei. Ich dachte, wir würden alleine, vielleicht noch mit zwei, drei anderen im Kino sitzen und uns den Film anschauen. Deswegen machte ich auch keine Anstalten, Karten zu reservieren. Als wir aber eine viertel Stunde vor Filmbeginn ankamen, war der Vorraum voll und die Karten für die Vorstellung schon ausverkauft.
Zum Glück konnten wir uns aber auf eine Warteliste setzen lassen und bekamen dann auch noch unsere Karten. Beim Einlass standen wir allerdings ganz hinten in der Schlange und in der Kombination mit freier Platzwahl gab es dann nur noch Plätze in der ersten Reihe. Wenigstens aber drei nebeneinander.
Ich finde das trotzdem super. Die Kinobetreiberin sagte, dass der Film die letzten zwei Wochen über jeden Abend ausverkauft war. Das finde ich deswegen super, weil es offensichtlich ein Publikum gibt, dass sich solche Filme anschauen möchte. Und das heisst, dass es weiterhin schöne Programmkinos gibt, die solche Filme zeigen.
Jetzt muss ich nur noch jedesmal wieder Leute finden, die mitkommen.

Posted by banana at 11:06 FM | Comments (12)
Januar 09, 2013
Ich meckere mal wieder übers Fernsehen

Also Schlag den Raab habe ich mir noch nie angeschaut. Das dauert mir einfach zu lange und die kurzen Teile, die ich gesehen habe, fand ich auch langweilig. Ich spiele ja auch kein Briefschach oder schaue mir Cricket an.
Aus irgendeinem Grund habe ich so eine Angst vor längeren Shows und Filmen entwickelt. Und nein - ich das lag nicht an Hagen Rether, der nach zwei Stunden Programm sagte, noch keine Pause gemacht zu haben, eine Pause machte und dann nochmal 90 Minuten darbot. Mich schrecken lange Unterhaltungsangebote einfach ab. Ich muss da mal an mir arbeiten, ich Zappelphillip.
Am Samstag habe ich trotzdem die ARD eingeschaltet, weil alles andere noch doofer klang, als Klein gegen Groß, aber was dann kam, das war fand ich noch langweiliger, als die Schlag den Raab.
Für die, die diese Sendung nicht kennen, beschreibe ich kurz, um was es dabei geht:
In verschiedenen Kategorien treten Erwachsene ("Promis") gegen Kinder an. Die Kinder der letzten Sendung waren - wenn ich mich richtig erinnere - zwischen 7 und 12. Die Aufgabe wurde dabei von den Kindern vorgegeben.
Als Beispiel: Wer kann die Buchstaben auf einem Nummernschild schneller einem Ort oder Kreis zuordnen, wer findet Hauptstädte genauer auf einer Weltkarte ohne Beschriftung, wer kann mehr Klappmesser an der Turnleiter machen.
Vorher müssen die Promis Tipps abgeben, wer denn gewinnen wird, das Kind oder die Promis. Wenn die Promis dran sind, dann tippen sie automatisch für sich.
Bis ich ins Bett gegangen bin haben ausschließlich die Kinder gewonnen. Das ist ja auch eigentlich kein Wunder. Für die Kinder ist die Sendung das Erlebnis ihres Lebens und dementsprechend eifrig bereiten sie sich auch darauf vor. Und weil das Kinder sind haben sie entsprechenden Ehrgeiz und Zeit, wenig Ablenkung und Ausdauer. Sie können sich also für eine Spezialaufgabe sehr gut vorbereiten und haben das wahrscheinlich auch schon gemacht, bevor sie ihren Vorschlag eingereicht haben. Die Promis auf der anderen Seite können eigentlich nur verlieren.
Wenn sie die Aufgabe gegen die Kinder verlieren, dann haben sie gegen ein kleines Kind verloren und wenn sie gegen die Kinder gewinnen, dann sind sie fiese Erwachsenen, die den Kindern den Spaß nicht gönnen.
Ist also eigentlich klar, dass die Kinder immer gewinnen. Und, wer hat schon Bock, mal eben die über 300 verschiedenen Kennzeichen auswendig zu lernen, wenn einem das im Restleben eigentlich relativ wenig bringt?
Marcel Ngyuen musste gegen ein Mädchen Klappmesser am der Turnleiter machen: Wer schafft mehr in einer Minute. Nach Zählung war Herr Ngyuen nach der Minute vorne, dann wurde aber nochmal nachgezählt und dann war er dann wohl am Ende doch nicht mit den Füßen oben an der Stange und die Zeit war ja auch abgelaufen und Zack! hatte das Mädchen gewonnen.
Das war also kein Wettbewerb, sondern Kinderverhätschelung. Naja, sind halt Kinder, gell?
Das nächste Mal dann bitte umgekehrt. Die erwachsenen Spezialisten stellen Kindern Aufgaben: Ein Gebrauchtwagenhändler sucht im Internet gegen einen jungen Kartfahrer das günstigste Angebot für einen Wagen und handelt einen Preis aus. Ein Koch schält und hackt zwei Pfund Zwiebeln gegen einen kleinen Hobbykoch, eine Putzfrau putzt zehn Schülerklos gegen irgendwen.
Sowas. Das hätte ja auch noch ein praktischen Nutzen für das spätere Leben.
Wäre aber genau so langweilig.

Posted by banana at 12:44 EM | Comments (12)
Januar 04, 2013
Wetterbedingte Sprunghaftigkeit

Ach, wie fein. Im Moment ist es wohl gerade sehr angesagt, auf andere Bevölkerungsgruppen zu schimpfen. Ich beziehe mich da auf den Thierse und die Schwaben und dass man in Berlin keine Schrippe mehr bestellen kann, sondern irgendeine andere der dreihundert Bezeichnungen für Weck nehmen muss. Schlimm. Achso - Weck ist übrigens Hessisch für Brötchen (zumindest da, wo ich herkomme), als ich das schrieb hab ich nicht gewusst, dass die komischen Schwaben Weckle sagen.
Ich arbeite ja in Frankfurt am Main. Ja, da, wo dieser Tage leider der von mir hoch verehrte Elmar Gunsch gestorben ist.
Frankfurt hat ja einen Ruf: Die Leute sind unfreundlich und dumm, die Stadt ist hässlich, man kann nichts machen und so weiter. Aber Geld verdienen kann man hier ganz gut. Das führt dazu, dass in Frankfurt viele Pendler und Wochenendheimfahrer arbeiten. Ich könnte mich jetzt drüber aufregen, dass man dann neben Leuten sitzen muss, die denken, ein 5er Bembel würde fünf Liter groß sein oder die Handkäs mit Musik mit Messer und Gabel essen aber das ist mir eigentlich ganz egal. Aber dieses Trolleyvolk, das geht mir wirklich auf den Saque.
Wenn ich mal Freitags nach der Arbeit mit der S-Bahn in die Stadt fahre, dann hat bestimmt jeder zweite Anzugträger so ein Ding an den Hacken. Ich glaube, dass gar nicht mal alle mit dem Ding nach Hause fahren, sondern dass die das einfach nur so durch die Welt ziehen, damit keiner denkt, die würden das Wochenende in Frankfurt verbringen. Jetzt kann natürlich jeder durch die Gegend ziehen, was er möchte, wenn er dabei zumindest den Anschein erregt, Rücksicht nehmen zu wollen. Passiert aber nicht. Da werden abendteuerliche Turmkonstruktionen aus Rolltrolley und Laptoptasche (bei Damen zusätzlich Handtasche) mit der einen Hand balanciert, während mit der anderen telefoniert wird. Dabei wird dann noch in die U-Bahn eingestiegen und da kommt es dann an den Tag, dass man sich selbst und seine Koordinationsfähigkeiten leicht überschätzt hat. Wichtig ist es, dabei aber immer die Telefonverbindung zu halten. "Muss ja ein wichtiges Telefonat sein" denken ich dann. Aber nur so lange, bis ich den Leuten dann zuhören muss. Keine Zähne im Maul, aber La Paloma pfeiffen.
Naja, aber eigentlich ist das gar nicht so schlimm. So viele sind das eigentlich gar nicht. Es nervt trotzdem, aber mittlerweile bin ich im Ignorieren ganz gut geworden. Ich habe mir so eine Hals-, Nasen-, Ohrenhornhaut zugelegt. Das ist ganz angenehm.
Dumm-di-dumm. Schönes Wetter heute.
Aber ich finde Dubstep gut, glaube ich.

Posted by banana at 12:49 EM | Comments (16)
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