Mai 30, 2012
Wer macht die Deutschen Filmtitel?

Was ist denn eigentlich der Grund dafür, dass die Deutschen Filmtitel immer noch zum großen Teil blödsinnige Zusätze geben?
Da gibt es zum Beispiel den Film, der im Original "Clerks" heisst. In Deutschland (soll ich jetzt "in der Deutschen Version" oder "in der Deutschen Übersetzung" schreiben?) heisst der Film "Clerks - Die Ladenhüter". Der Film "My Sassy Girl" heisst hier "My Sassy Girl - Unverschämt liebenswert". "Two and a Half Men" heisst hier mit vollem Titel "Two and a Half Man - Mein cooler Onkel Charly". "The Ides of March" heisst komplett "The Ides of March - Tage des Verrats". "Avatar" heisst "Avatar - Aufbruch nach Pandora".
Das waren jetzt nur Beispiele, die ich in zwei Minuten gefunden habe.
Warum ist das denn so? Wer denkt sich denn sowas aus?
Soll das irgendwie pfiffig sein? Möchte man den Leuten irgendwie helfen, wenn man im Titel schon einen Teil der Handlung vorweg nimmt?
Will man den Leuten die Möglichkeit geben, das in der Regel Englische Original anhand des Deutschen Titels zu finden? Damit sich die Leute schneller die illegalen Originalversionen aus dem Internet runterzerren können?
Für mich klingt das alles nach dem geschwätzigen Geplapper von Leuten, die ihren Mund nicht halten können und die immer das letzte Wort haben müssen, aber ich bin mir sicher, dass es dafür andere, gute und ehrliche Gründe gibt.
Dann gibt es da ja auch noch die Titel, die in Deutschland komplett verändert werden (und da meine ich nicht James Bond - Ein Quantum Trost, der eigentlich "Ein Quäntchen Trost" heissen müsste, wie bereits festgestellt). Ich meine zum Beispiel den Film "In Bruges", der bei uns "Brügge sehen ... und sterben?" heisst und damit leider schon einen nicht ganz unwichtigen Teil der späten Filmhandlung vorwegnimmt (wieso hat man den nicht einfach "In Brügge" genannt?
Dass "Bernhard und Bianca - Die Mäusepolizei" auf Englisch "The Rescuers" heisst, hatte ich glaube ich schon erwähnt.
Ich glaube, es ist die Lust am Spoilern. Da sind ganz dunkle Mächte am Werk, die den Leuten die Spannung beim Betrachten des Filmes verderben wollen.
Man könnte das aber noch konsequenter machen. Man hätte zum Beispiel "Das Boot" "Das Boot - Nur Gröni überlebt" nennen können. Oder man könnte bei sämtlichen Tatort folgen gleich den Namen des Mörders in den Titel aufnehmen, zum Beispiel "Tatort - Es war der Typ im Rollstuhl". "Herr der Ringe - Frodo hält durch", "The Sixth Sense - Willis ist tot" wären noch ein paar weitere Beispiele.
Aber so konsequent ist man dann leider doch nicht und so bleibt ein lauer Nachgeschmack.

Posted by banana at 12:04 EM | Comments (26)
Mai 25, 2012
Zweites Standbein

Endlich habe ich eine gute Geschäftsidee. Ich steige ins Backgeschäft ein.
Ich werde die saftig warme Weichheit von Pizzazungen mit der fast grenzenlosen Vielfalt von belegten Brötchen kombinieren. Einen Namen für das Produkt habe ich schon: Belegte Zungen.
Das muss aber noch etwas warten, denn es gibt viel zu tun.

Weil sonst nicht viel passiert ist, folgt ein Bild.

galetti.png

Nachtrag:
§§a href="http://www.liqui-glide.com/demo-videos/">Das hier§§/a> finde ich ja grandios (Auch wenn das bei der Plastic jelly Bottle ein bissi nach Kaka machen aussieht). Wir wohl aber nicht kommen, weil: teuer oder die Hersteller wollen nicht, dass man die Flaschen ganz leer bekommt.
Dann dachte ich mir "Ah, dann kaufe ich mir so eine Flasche und fülle mein Ketchup da immer um in die Flasche rein", aber dann muss das Ketchup ja trotzdem erstmal aus der Flasche raus.

Posted by banana at 11:06 FM | Comments (8)
Mai 24, 2012
Pogo und Diablo

Den Tanzstil namens "Pogo" dürften die meisten kennen: Zu Schrabbeldabbelmusik springt man dabei auf und ab und rempelt umstehende Personen an, die auch auf und ab springen.
Benannt ist der Tanzstil nach dem Sprungstab, der eigentlich "Pogo Stick" heisst.
Ich glaube, bei uns kennt man die Dinger nur aus Funk, Fernsehen und Comic-Strips. Jeder weiss was das ist, aber zu Gesicht hat die Dinger noch keiner bekommen. Das könnte daran liegen, dass sie ziemlich sinnlos sind und hierzulande alles auf Effizienz hin ausgerichtet ist.
Moment.
Könnte auch an irgendetwas anderem liegen. Egal.
Der Pogo Stick selbst geht auf ein Patent zweier Deutscher, nämlich Max Pohlig und Ernst Gottschall aus dem Jahr 1920 zurück. Man nimmt nun an, dass der Name "Pogo" aus den Anfangsbuchstaben der Herren Pohlig und Gottschall zusammengesetzt ist.
So geht das manchmal im Leben. Da treten Dinge in zusammenhänge, die man so gar nicht erwartet hätte. Und beim Pogo wird manchmal auch getreten. Deswegen mache ich immer nur Breakdance.
Vielleicht war das aber auch alles ganz anderster.

Heute las ich darüber hinaus in der Beschreibung zu einem Spiel folgenden Satz:

Leistungsstarke Special-Effects-Systeme und Havok-unterstützte Physik-Engines erlauben es dem Spieler, auf spektakuläre Art und Weise Tod und Verderben über die infernalischen Günstlinge zu bringen.

Das ist ganz mein Style. Ich glaube, dieses Spiel werde ich kaufen.

Posted by banana at 12:40 EM | Comments (10)
Mai 23, 2012
Blätterteigtaschen mit Spinat, Tomaten und Käse

Am Sonntag kochte ich. Es schmeckte gut. Ich nannte es Blätterteigtaschen mit Spinat-Käse-Tomatenfüllung.
Ich schrieb es auf, falls ich es mal wieder kochen möchte.
Und hier ist es, wie man es macht (oder zumindst ich).

Zutaten
1 Packung Blätterteig (Kühlregal, Rolle, 20cm x 40cm)
1 Packung Spinat mit Gorgonzola (TK, von der Marke mit dem Seefahrer, 400g)
200g Feta
4 getrocknete Tomaten (in Öl eingelegt)
1 Eigelb
1 Knoblauchzehe (groß)
1 kleine Zwiebel
Salz und Pfeffer und Muskatnuss

Zubereitung
Den Spinat im Kühlschrank auftauen und etwas abtropfen lassen.
Zwiebel fein würfeln, Knoblauch klein hacken und in etwas Öl glasig dünsten.
Spinat dazugeben und erhitzen
Feta in kleine Würfel schneiden und zum Spinat geben.
Getrocknete Tomaten in schmale Streifen schneiden und zum Spinat geben
Alles etwas kochen lassen, damit die Masse etwas trockener wird.
Die Masse mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
Blätterteig in drei gleichgroße Streifen schneiden (je ca. 13cm)
Backofen auf 200° vorheizen
Den Blätterteig aufrollen und mit einer Gabel darauf einstechen.
Die Spinatkäsetomatenmasse auf die drei Blätterteigstreifen verteilen.
Die Ränder der Blätterteigstreifen mit Eigelb einstreichen und zuklappen, die Ränder mit einer Gabel bedrücken, damit die Taschen schön dicht sind.
Die Oberseiten der Taschen mit Eigelb einstreichen
20 Minuten im Backofen backen
Vor dem Essen etwas warten, damit die Dinger abkühlen, weil die Füllung so fiesiheiss ist.

Das Gericht ist sehr käsig und weniger spinatig, als ich es eigentlich haben wollte, aber es schmeckte trotzdem gut.
Das nächste Mal werde ich vielleicht Blattspinat ohne Käse drin nehmen und noch geröstete Pinienkerne mit in die Füllung geben.
Vielleicht aber auch nicht, denn wer weiss schon, was die Zukunft bringt.
Als ich in Hannover wohnte, kaufte ich mir bei so einem Griechischen Schnellimbis in einer Seitenstraße neben dem Bahnhof öfter Spinat-Käse-Blätterteigtaschen. In meiner Erinnerung schmeckten die total lecker und seitdem versuche ich, die Taschen nachzubacken. Nur, es will mir nicht gelingen. Der Teig ist falsch, der Käse ist falsch und der Spinat ist schon gleich dreimal falsch. Ich werde es aber weiterhin versuchen.
Neulich war ich mal wieder in Hannover, in der Nähe des Bahnhofes. Den Griechischen Schnellimbiss gibt es noch. Ich habe mir aber keine Spinat-Käse-Teigtasche gekauft. Ich will die Erinnerungen ja nicht kaputtmachen.

teigspinatkaese.jpg

Posted by banana at 12:16 EM | Comments (4)
Mai 21, 2012
Nervige Lieder

Guten Tag,

ich habe mal eine Liste derjenigen Lieder aufgestellt, die mir am meisten auf die Nerven gehen, wenn ich sie hören muss. Zum Glück muss ich sie nicht so oft hören, denn Musik kann ich generell nicht leiden.
Ich danke für die Aufmerksamkeit.

  1. My heart will go on (Celine Dion)
  2. Unbreak my heart (Toni Braxton)
  3. I believe I can fly (R. Kelly)
  4. An Angel (The Kelly Family)
  5. I will always love you (Whitney Houston)
  6. Whenever wherever (Shakira)
  7. Last Christmas (Wham!)
  8. Lemon Tree (Fool’s Garden)
  9. To be with you (Mister Big)
  10. Another day in paradise (Phil Colins)

Ferner liefen:
Final Countdown (Europe)
Tears in heaven (Eric Clapton)
Underneath your clothes (Shakira)
Teardrops (Womack & Womack)
Butterfly (Crazytown)
(Everything I do) I do it for you (Bryan Adams)
All I want to do is make love to you (Heart)

Posted by banana at 02:50 EM | Comments (18)
Mai 18, 2012
Nicht schon wieder Laubgebläse

Ich denke ja, dass es schon lange nicht mehr die Erfinder sind, die bewundernswert sind, sondern dass es eigentlich die Leute sind, die das an den Mann/die Frau bringen.
Habe ich jetzt gerade Werbung und Marketing gelobt. Sieht so aus.
Erfunden wird ja eigentlich kaum was. Meistens gibt es eine Marktanalyse und dann wird das ganze in einem Gremium diskutiert und dann beschlossen und dann in kleine einzelne Aufgaben zerteilt und die werden dann projektverwaltet. Da wird alles gemacht, damit man sich nicht sexy und glamourös fühlen kann.
Dennoch muss mal jemand gedacht haben "Dass Zusammenrechen von Laub ist eigentlich auch ganz gut, aber irgendwie so low-tech. Kann man das nicht anders machen und damit mehr Geld verdienen?" und dann ist irgendwer auf die Idee gekommen, benzinmotorgetriebene Laubgebläse zu bauen. So doof, wie die sind, war das bestimmt auch wieder ein Gremium und der Sohn vom Vorsitzenden ist bei einem Ölkonzern angestellt. Vielleicht saßen aber auch in dem Gremium viele von den Leuten, die mit runtergedrehten Fenstern und hochgedrehter Deppenmusik endlos durch die Stadt fahren, weil sie nicht wissen, wie man ein Buch bedient oder weil sie generell einfach gerne Leuten auf den Saque gehen.
Ich habe noch nie verstanden, was denn eigentlich gegen so einen Rechen einzuwenden ist.
Jetzt muss ich aber eingestehen, dass ich vom Laubrechen sehr wenig Ahnung habe. Als Kind musste ich oft die Straße kehren und ich muss auch oft den Rasenabschnitt zusammenrechen. Ob das jetzt zählt, weiss ich nicht, aber mit dem Straßenbesen war ich immer ganz zufrieden und für den Rasenabschnitt habe ich mir immer einen Beutel gewünscht, der direkt am Mäher hängt und keinen Benzinfön, der die Grasschnipsel durch die Gegend wirbelt.
Vielleicht gilt für die Laubgebläse aber auch das, was sie über iPads sagen: Wenn man noch keines besessen hat, dann weiss man nicht, was einem fehlt.
Muss so sein. Für mich als Laien haben die Dinger eigentlich nur Nachteile. Und sie gehen mir auf die Nerven.
Trotzdem haben sie sich im Laubbeseitigungssegment eindeutig durchgesetzt. Und ich weiss jetzt auch, warum mein Schreibtisch jeden Morgen so zerwühlt und dennoch staubig aussieht: Der gleiche geniale Kopf, der die Laubgebläse den Straßenreinigern angedreht hat, hat sie jetzt auch den Gebäudereinigern angedreht. Zum Glück bin ich aber schon zu Hause, wenn die hier loslegen.

Posted by banana at 12:34 EM | Comments (4)
Mai 16, 2012
Alles total verwahrlost

Ich habe mir sagen lassen, dass sich Fußballfans nur deswegen über den Abstieg ihrer Mannschaft in die zweite Liga ärgern, weil die Spielzeiten der zweiten Liga so doof zum Biertrinken sind.
Mich interessiert Fußball ja nicht so. Musik interessiert mich auch nicht. Trotzdem schaue ich mir die EM und den International Chanson del la Song Grand Prix an.
Verrückte Welt!
Auch anschauen tue ich mir ein paar andere Webseiten und Weblogs und dann wundere ich mich immer etwas und schäme mich, weil hier auf dieser Seite alles so verwahrlost ist.
Die Software ist uralt und Updates habe ich auch schon lange nicht mehr eingespielt (ok, ich hab mal angefangen meine eigene Blog-Software zu machen und das will ich auch noch fertig machen) und das Design ist auch scheisse und auch schon uralt und solche Sachen wie "Like this on Facebook, 0 of your Friends also like this" oder Flatter oder Flicker oder Yahoo oder Google Plus oder Twitter oder sowas ist hier auch alles nicht erhältlich.
Naja, gut, jetzt könnte man sagen, dass man diesen Scheiss nicht braucht und man hätte damit auch gar nicht unrecht, aber trotzdem ist das hier alles schon ziemlich runtergekommen.
Wenn man die Seite www.spackonauten.org aufruft, dann kommt da so ein komisches Bild mit ein paar komischen Links und einem komischen Lied, das alles auch schon seit ewigen Seiten nicht mehr angefasst wurde und dann muss man erst auf aktuelles aus der allee der spackonauten klicken, damit man hier herkommt. Hier, auf die einzige lebendige Seite. Schlimm.
Aber, liebe Leute: Das geht mir alles ziemlich am Arsch vorbei, ehrlich gesagt. Ich habe keine Lust da etwas zu ändern und eigentlich ist das ja auch alles gar nicht nötig. Geht ja auch so.
Die Seite ist also sehr konservativ. Weil es geht und weil ich nichts vermisse.
Ich habe ja auch andere Sachen, die ich machen muss. Zum Beispiel von der Kommandocouch aus das Fernsehprogramm mental zu dominieren. Oder Schmetterlinge gucken, kochen, essen und andere wichtige Dinge, die leider sehr, sehr, sehr geheim sind.
Also: Neue Software: Ja, eventuell. Sonst irgendwas neues: Eventuell.
Priorität: Normal.
Danke.

Posted by banana at 12:20 EM | Comments (23)
Mai 15, 2012
Werbung im Internet

Manchmal surfe ich auf so Seiten rum. Und dabei ist dann auch so eine Seite mit Akkorden zu Liedern, damit man die auf der Gitarre spielen kann (nur, damit keiner "Bocken!" ruft) (Und ich weiss jetzt auch gar nicht, wie legal diese Seite ist, weil vor ein paar Jahren eine ganze Anzahl von diesen Gitarrenakkordseiten aus rechtlichen Gründen geschlossen worden ist)
Die Seite zeigt mir dann ein Bild von einem traurigen Menschen und sagt mir, dass sich dir Seite über Werbeeinnahmen finanzieren würde und ich ja einen Werbeblocker angeschaltet hätte und ich damit mehr oder weniger die Nägel in den Sarg der Seite einschlagen würde und dass ich den Blocker doch bitteschön ausschalten sollte.
Ich kriege dann ein schlechtes Gewissen und schalte das Ding für die Seite aus. Aber nicht lange.
In einem anderen Fall muss ich auch Gründen, die nicht in meinem Entscheidungsbereich (ha!) liegen, einen Brauser benutzen, für den ich keinen Werbeblocker installiert habe und mit dem bin ich dann mal auf ein paar Seiten mit Werbung rumgesurft und ich frage mich ernsthaft, ob die Leute sich wirklich wundern, dass so viele Leute Werbeblocker einschalten.
Es gibt da wirklich Werbung, die macht zum Beispiel eine Nachrichtenseite komplett unlesbar. Erstmal finde ich es ziemlich frech, dass da Geräusche abgespielt werden, um die ich nicht gebeten habe und dann finde ich es auch ziemlich blöd, wenn gleich neben dem Text, den ich lesen will dauernd ein Film wiederholt wird, der mich dermaßen ablenkt, dass ich dem Artikel nicht folgen kann. Vom der Bandbreite und der CPU-Last will ich gar nicht anfangen, das Filmabspielen reicht schon, um mich komplett zu nerven und auch kein schlechtes Gewissen wegen Werbeblockereien zu haben.
Man könnte doch auch einfach ein Bild anzeigen. Gerne auch in bunt. Da hätte ich nichts dagegen. Aber mich mit dem Gezappel derartig abzulenken, das finde ich dann doch irgendwie kontraproduktiv. Ich gönne den Internetseiten ihre Werbeeinnahmen, aber bitte nicht so.
Ich habe dann das Brauserfenster so verkleinert, dass der Text noch lesbar, die Werbung aber überdeckt war. Und die blöden Schokoriegel werde ich auf keinen Fall mehr kaufen.
So!

Posted by banana at 11:23 FM | Comments (7)
Mai 11, 2012
Zuckerwatte, Schauspieler, Wasser (2) und Rülpsen

Gestern gelernt: Zuckerwatte heisst auf Französisch "barbe à papa". Genau, so wie die Zeichentrickserie. Da war ich vielleicht erstaunt, als ich das gelernt habe. Sooo habe ich da geschaut. Mit sooo großen Erstaunungsaugen. Und mit soooo einem offenen Erstaunungsmund. Meine anderen Gesichtsteile waren nicht zur Erstaunung fähig, weil ich die nicht so gut unter Kontrolle habe.
Jetzt aber mal ein anderes Thema.
Was war da eigentlich früher los, dass in den Tschechischen Kinderfilmen immer die gleichen Schauspieler mitgemacht haben? Gab es da nur eine handvoll Schauspieler oder waren diese Schauspieler auf Kinderfilmrollen spezialisiert? Zum Beispiel Vladimír Menšík hat doch in jedem Film mitgespielt. (Der ist übrigens 1988 gestorben und ich habe das nicht mitbekommen. Schlimm.)
Ich fände es ja gut, wenn es in Deutschland auch nur so ungefähr 20 Schauspieler gäbe (so, wie in Hollywood). Das würde dann nämlich dazu führen, dass der Zuschauer mehr sich abstrahieren tut von der Person weg hin zum Stoff und ausserdem könnte man dann so richtig coole Typen und geile Weiber aussuchen und dann würden in jedem Film nur richtig coole Typen und geile Weiber mitspielen. Hat doch viele Vorteile, findet ihr nicht? Ich finde das schon, möchte aber nicht darüber reden.
Gestern war ich im Europa Park, um mit der neuen Holzachterbahn zu fahren. Danach wurden meine müden Füße schwer und eine Bank lud zu harter Ruh. Die Bank stand vor Atlantica Supersplash. Das ist eine Attraktion, die Folgendes macht: Ein Boot/Ein Wagen fährt einen Berg rauf und wieder runter in einen See hinein. Dabei spritzt es ganz gehörig und die Mitfahrer werden nass. Nass werden auch Leute, die sich an die Stellen stellen, an denen das Spritzwasser landet. Und das machen erstaunlich viele Leute. So saß ich da und betrachtete das bunte treiben. Eine Frau wollte schlau sein. Sie stand in der nassen Zone, aber duckte sich schon ein paar Sekunden bevor das Wasser kam hinter einen Stein. Leider hatte sie da irgendwas mit der Erdanziehungskraft und der Wasserflugbahn nicht richtig bedacht und eine große Menge Wassers landete von oben direkt auf ihr drauf. Da konnte ich mein Lachen nicht zurückhalten und es tat sprudeln aber nur kurz, dann war ich wieder ernst, wegen dem Unrecht in der Welt.
Es machten sich aber auch viele Leute freiwillig nass. So richtig nass meine ich, nicht nur so angenässt.
Das war schon meine kleine Geschichte.
Ansonsten übe ich gerade etwas: Ich rülpse und sage dabei "Mama". Das habe ich neulich bei jemandem aufgeschnappt, der das richtig gut kann und das fand ich sehr erfrischend. Am besten geht es mit Saurem Sprudel, aber ich komme nur bis "Ma". Da hilft nur: Üben, üben, üben.
Auf Wiedersehen.

Posted by banana at 12:42 EM | Comments (14)
Mai 09, 2012
New York Subway

Ich glaube, mein New York Bild war ziemlich von den Siebzigern und Achtzigern geprägt.
Das ist eine doofe Situation, weil ich damals noch sehr jung und synapsenlos war und die Siebziger und die Achtziger für New York wohl eine richtige Scheisszeit waren.
Fragt man mich also, dann sage ich folgendes: In den Central Park kann man also nur gehen, wenn die Sonne scheint, mit der U Bahn sollte man lieber nicht fahren, wenn man sein Geld und eine intakte Aussenhülle behalten will und in der Bronx herrscht Bürgerkrieg.
Aufgrund dessen hatte ich ja ehrlich gesagt etwas Angst, dort hinzufahren, weil überfallen und ausgeraubt, vergewaltigt und erschossen zu werden ein paar Sachen sind, die ich gerne aufschiebe.
Die Realität sieht mittlerweile anders aus. Ok, ich war weder nachts im Central Park noch war ich in der Bronx, aber mit der U-Bahn bin ich ziemlich ausgiebig gefahren.
Aus irgendeinem Grund finde ich ja öffentliche Verkehrsmittel ziemlich interessant und lasse mich gerne in der Meinung bestätigen, dass sie überall besser anders sind, als in Frankfurt.
New York ist schonmal eigentlich U-Bahnmäßig ganz töfte. Man kauft sich zum Beispiel einmal eine Metrocard mit unlimited rides für 7 Tage und bezahlt dafür $30. Dafür kann man dann wirklich eine Woche mit der U-Bahn fahren und mit den Bussen fahren, ohne sich Gedanken über irgendwelche Zonen oder sowas machen zu müssen. Man darf sogar mit der Roosevelt Island Tram und mit ein paar Fähren fahren. Beim Betreten einer Station zieht man seine Metrocard durch einen Kartenleser, dann steht da "Go" und man ist drinnen. Sehr praktisch.
Was noch schön ist: Man wird nicht blöd angeschaut und die Bahnen fahren echt oft. Es gibt die Richtungen Uptown (also nach Norden) und Downtown (also nach Süden) und dann gibt's noch Queens und Brookland. Ganz einfach.
Es gibt aber auch blöde Sachen: Ich fand die U-Bahnstationen sehr schwer zu finden. Irgendwann weiss man, dass man die meisten an so grün-weissen Lampen erkennen kann. Aber manche haben das auch nicht und besonder groß sind die Lampen auch nicht. Ich vermute, das liegt daran, dass die New Yorker ja eh wissen, wo die Stationen sind und die anderen brauchen das nicht zu wissen. Wie in Frankfurt.

nyc_subway_station.png

Dann gibt es von manchen Zügen auch noch die "Local" und die "Express" Version. Die Express Version hält nicht überall. Das lernt man, indem man ein paar mal an seinem Wunschbahnhof vorbeifährt und sich dann wundert.
Und eines ist noch doof: Die U-Bahnwagen haben überall da Haltegriffe, wo man sich nicht festhalten kann.
Die ersten Tage in der New Yorker U-Bahn hatte ich mich ürbigens gewundert, dass es überhaupt keine Bettler und Musikanten gibt, die gerne etwas Geld haben möchten. Aber da bin ich wahrscheinlich nur zu falschen Zeit gefahren oder die falschen Strecken.
In einem Zug war ein Mann, der sehr laut sagte, dass wir doch bestimmt alle von der Beerdigung in der Zeitung gelesen hätten. Von dem vierjährigen Kind, dass erschossen wurde. Das Kind sei seine Nichte und jetzt sammelten sie Geld für die Beerdigung, weil das Kind sonst keine schöne Beerdigung hätte. Wir hätten das doch bestimmt in der Zeitung gelesen. Ausserdem hätte er noch einen Gehirntumor und würde bald sterben.
Einer der Fahrgäste sagte dem Mann, dass er ihn schon letzte Woche in einem anderen Zug mit der gleichen Geschichte gesehen hätte. Da wurde der Mann böse und sagte "Suck my dick".
Ich finde ja, sowas sollte man nicht machen.

Posted by banana at 03:00 EM | Comments (0)
Mai 04, 2012
Gute Fotos, schlechte Fotos

Also, ich bin ja wirklich unglaublich scheisse im Fotografieren. Ich laufe so durch die Welt und schaue mich um und wundere mich, stelle mir fragen, pfeiffe tonlos vor mich hin und dann fällt mir ein, dass ich ja auch noch einen Fotoapparat dabei habe.
Den halte ich dann genervt in mehrere Richtungen und löse lustlos aus.
Manchmal will ich sogar auch bestimmt Dinge fotografieren. Wirklich. Daheim frage ich mich dann, warum ich diese Laterne, diesen Baum oder dieses Pizza-Schild fotografiert habe:

pizza_erdung.png

Und dann fällt mir wieder ein, dass ich nicht das Pizzaschild, sondern das Chrysler-Building knipsen wollte. Ich glaube, man sagt dazu "nicht das Auge haben". Bei mir ist es darüber hinaus auch noch ein bisschen "nicht die Nerven haben", "nicht die Zeit haben" und "nicht die Lust haben, näher ranzugehen".
Immerhin habe ich das erkannt und dadurch setzte ein gewisser Lerneffekt ein: Obwohl die Versuchung schon groß war, habe ich noch keine Unmengen an Geld für einen teuren Fotoapparillo ausgegeben. Ich weiss nämlich, dass ich entweder zu faul sein werde, das Riesending mitzuschleppen oder mir zu blöd vorkommen würde, so ein Riesending vor Ort auszupacken oder am Ende doch nur Pixelschrott rauskommen würde.
Und deswegen benutze ich entweder den tollsten Fotoapparat, den es auf der Welt gibt: MEIN GEHIRN!!! oder aber eben so eine Knipse, die in die Hosentasche passt und die nicht viel kostet, weil sie garantiert das eine oder andere Mal einer Überportion Airtime ausgesetzt sein wird. Ich mache nämlich nicht nur schlechte Fotos, ich schaue sie mir auch nicht nochmal an.
So enstand eine Win-Win-Win-Win-Win Situation, bei der nur die Hersteller teurer Fotoapparate und Optiken weinen müssen.
Wenn ich so auf Reisen bin, dann schaue ich mich natürlich auch nach der Ausrüstung der anderen Leute um, denn - wie bereits am Rande erwähnt - das Interesse ist da, aber das Fleisch ist stark, und dann wundere ich mich, wie viel Geld die anderen Leute für die Fotoausrüstung ausgegeben haben.
Man kann nämlich oft schon beim schlampigen Hinschauen erkennen, dass das Bild, das sie da gerade in die Speicherkarte ihrer DSLR schmelzen in der Güte sogar noch unter der meiner Bilder angesiedelt sein wird.
Ausserdem fotografieren sie nur Schrott, der schon viel zu oft fotografiert worden ist. Wer will denn noch ein weiteres Bild von der Freiheitsstatue? Oder von der Brookland Bridge oder vom Chrysler Building oder vom Empeier State Building oder von den blöden Rohteiggesichtern? Richtig: Keine Sau.
Alleine in New York fallen täglich 2 Terrabyte and touristischem Bildmaterial an, von denen lediglich 5% dem Anspruch der Zeitschrift "Die Linse" genügen würden.
Ok, das habe ich mir ausgedacht, spiegelt aber meine Meinung wieder.
Eigentlich bin ich nur neidisch auf die Rohre, die die Leute haben. Und die Kameras auch.
Die Leute fahren sowieso alle komplett falsch in den Urlaub, aber das ist ein anderes Thema.

Soll ich noch ein paar Bilder aus New York hochladen? Sind aber scheisse und zeigen größtenteils doofe Motive (Empeier Building, Brookland Bridge, Eichhörner, Verkehrsschilder).
Euer banananito

Posted by banana at 01:09 EM | Comments (13)
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