Januar 30, 2012
No Pushing

Unten, in dem Haus, in dem ich arbeite, da gibt es so einen Bereich. Die einen nennen ihn Lobby, die anderen nennen ihn Foyer. Ich glaube, ich nenne ihn auch Foyer. Der Raum ist sehr hoch. Genau so hoch, wie 14 Stockwerke hoch sind. An beiden Enden gibt es Drehtüren. Früher gab es mal am einen Ende Klapptüren. Das war vielleicht ein Spaß, aber das ist eine andere Geschichte. Jetzt sind es Drehtüren, aber es zieht trotzdem ständig, gerade jetzt, wo es so kalt ist. Trotzdem müssen da unten immer Leute sitzen. Ich nenne sie mal RezeptionistInnen. Man könnte auch Empfangsdamen sagen, aber das wäre dann wahrscheinlich wieder sexistisch, beziehungsweise diskriminierend.
Das ist aber auch kompliziert. Wenn man Empfangsdamen sagt, dann ist das nicht richtg, aber man kann zu den Damen ja auch nicht Empfangsherren sagen. Rezeptionistinnen wäre wohl auch ok, aber manchmal sitzt eben auch ein Herr da. Schwierig.
Auf jeden Fall zieht es da immer und ich würde da nicht arbeiten wollen. Die Damen werden auch erstaunlich oft schwanger. Also nicht die gleiche immer wieder, sondern eine nach der anderes. Das liegt aber nicht daran, dass die Zugluft den Samen der unterbumsten Angestellten in der Luft verteilt, sondern vielmehr daran, dass die Damen ihren Kinderwunsch ausleben. Sind ja keine Pflanzen, aber dafür im besten Alter.
In diesem Haus ist man nichts ohne seine Identitätskarte. Man bekommt nichts zu fressen, man kommt nicht zu den Aufzügen, man kommt nicht in die Aufzüge und wenn man es dann doch mal geschafft hätte, in einen Aufzug zu kommen, dann kommt man nicht zu den Büros. Wenn man die Karte dann doch mal eines Tages vergessen hat, dann muss man wirklich leiden.
Die Karten öffnen zum Beispiel die Türen zu den Aufzügen. Das sind drehbar gelagerte Glassscheiben. Ich halte die Karte auf den Kartenleser und der Tür schwingt auf und zwar immer von mir weg, abhängig davon, ob ich rein oder raus will.
Auf einer dieser Türen klebt seit längerem ein Schild. Das ist ja auch so eine Sache. Die Architekten denken sich schön aussehende Sachen aus, zum Beispiel eine Tür, die nur aus Glas besteht und dann kommt die Realität und dann kommen die Gründe und dann pappt einer ein handgeschriebenes Schild drauf. Und dann ist die ganze Ästhetik beim Teufel. Aber wer ist da jetzt schuld, dass die beim Teufel ist? Denken sie da mal drüber nach, ich will es nämlich nicht machen.
Auf dem Schild steht "Die Tür nur mit der Karte öffnen". Da wissen auch nur Eingeweihte, was das eigentlich soll. Das "Bitte" haben sie auch weggelassen, meine Vermutung ist, dass die Tür sofort im Saque ist, wenn man sie ohne die Karte öffnet. Da haben wir es wieder mit der Ästhetik.
Natürlich stellte sich mir sofort die Frage, wie man die Tür wohl ohne Karte öffnen könne, ist ja keine Klinge dran. Ist ja nur eine Glassscheibe.
Ich sollte es lernen. Vor ein paar Tagen war da ein Paar im Hause, dass sich auch schon seinen Kinderwunsch erfüllt hatte und die Wunscherfüllung lief im Foyer rum und zwar hinter der Tür. Das Kind ging dann auf die Tür zu und drückte so fest dagegen, wie es nur konnte und siehe da - die Tür schwang auf. Das ist so ähnlich, wie mit den CD DVD BluRay-Laufwerken, nur andersrum: Man drückt dagegen und sie gehen zu.
Na klar, das Kind konnte nicht lesen, deswegen ist ihm kein Vorwurf zu machen. Wohl aber der Vater, der hinter dem Kind stand. Der grinste nämlich nur, wahrscheinlich können andere Kinder in dem Alter das noch nicht oder was auch immer.
Ich kann ja immer nur von mir persönlich ausgehen und ich habe ja auch keine Kinder, aber ich denke, wenn es meines gewesen wäre, dann hätte ich es davon abgehalten, die Tür ohne Karte zu öffnen. Vielleicht dachte der Vater aber auch, dass Schilder nur für die Leute gelten, die lesen können. Ich weiss es nicht.
Andererseits sind Schilder aber auch ganz schön doof, manchmal. Vor allem, wenn es zu viele sind.
In dem Haus, in dem ich wohne ist eine Zahnarztpraxis. Davor sind Parkplätze und hinter den Parkplätzen ist ein Geländer mit einem Schild "Hier keine Fahrräder anschließen, Fahrräder bitte um die Ecke anschließen" und da habe ich auch schon oft Leute gesehen, die ihre Fahrräder genau unter dem Schild anschließen. Ich denke, dass ist alles eine Form des Protestes. Oder die können nicht lesen, dann gilt das Schild ja nicht.
Und wieder etwas Spießiger geworden. Der Amerikaner sagt dann "Result!".

Posted by banana at 01:09 EM | Comments (23)
Januar 25, 2012
The value of ist attribute

I think, in ten years from now, the world's three most important languages will be Spanish, Chinese and Autocorrect.

Manchmal muss es ja schnell gehen, weil was fertig werden muss, weil jemand auf was wartet, weil, weil, weil. Gründe sind die Hölle.
So ging mir das gestern auch. Da musste ich was in eine Tabellenkalkulationsdatei eintragen, die unbedingt an irgendwen geschickt werden musste und so weiter. Tabellenkalkulationen benutze ich nicht so oft. Überhaupt benutze ich diese Bürosoftware nicht so oft. Ich kenne mich da also nicht aus. Ausserdem wurde die ganze Software auf diese Ribbon-Menüs umgebaut und seit das so ist, finde ich schonmal gleich dreimal nichts mehr. Wird ja auch tendenziell nicht weniger kompliziert, die Software. Verloren in Konfigistan.
Auf jeden Fall war die Software aus irgendeinem Grund wohl der Meinung, dass ich auf Deutsch schreiben wollte, obwohl die ganze Firma da eigentlich auf Englisch schreiben soll und ich wollte schreiben "the value of its attribute". Durfte ich aber nicht. Ich wurde korrigiert und zwar zu "the value of ist attribute". Ich schrieb "its", die Software machte ungefragt "ist" draus. Ich lösche "ist" und schrieb wieder "its". Die Software machte wieder "ist" draus. So ging das dann hin und her und mittelfristig war da keine Lösungabzusehen.
Ich überlegte. Da war wohl die Autokorrektur am handeln. Die habe ich schon in anderen Büro-Software-Komponenten ausgeschaltet, das war aber ein ganz schön langer Kampf. Dafür hatte ich jetzt keine Zeit. Deswegen beschloss ich, da einfach "ist" stehen zu lassen und mich neuen Aufgaben zuzuwenden.
Ich denke, so wird es vielen Menschen gehen: Sie lassen lieber die falschen Text stehen, statt sich in den Nahkampf mit der Software zu stürzen. Der Aufwand, die intelligente Software wieder dumm zu machen ist einfach zu groß und irgendwann hat man auch einfach keine Lust mehr. Wahrscheinlich gewöhnen wir uns irgendwann an die automatisch korrigierte Version der Sprache. So wird es irgendwann eine Autocorrect-Version von jeder Sprache geben und es wird allen ganz normal ercheinen. Das ist so ähnlich, wie die Lautverschiebung, nur elektrisch.

Posted by banana at 12:46 EM | Comments (18)
Januar 23, 2012
Doofe Tassen

Heute las ich von einem Delfin, der einen Volleyball gegessen hat.
So, und jetzt erzählt mir nochmal jemand, was für wahnsinnig intelligente Tiere die Delfine sind. Also, ich finde das ziemlich doof, einen Volleyball zu essen, da beisst die Maus keinen Faden ab.
Was ich noch ziemlich doof finde, sind Gläser und Tassen, auf die ein Name eines Getränkes gedruckt ist.
Ich trinke heute zum Beispiel Filterkaffee aus einer Tasse, auf der Cappucchino steht. Warum auch nicht? Das ist doch schon der 1000% Beweis dafür, warum das Unsinn ist, sowas draufzuschreiben, weil nämlich jeder einfach da reinkippen könnte, was er wollte. Zum Beispiel auch Tee oder Wasser oder Giftsuppe. Dann wäre das sogar gefährlich! Wenn dann nämlich Giftsuppe in der Tasse drin wäre, dann stünde da aber immernoch Cappucchino drauf und dann würde jemand kommen und sagen "Ah! Cappucchino! Mein Leib- und Magengetränk!!!!" und würde das runterexen und dann wäre er tot und dann tut es allen leid und dann würde nämlich von den Hinterbliebenen bestimmt der Tassenbedrucker verklagt wegen Vortäuschung falscher Tatsachen. Zumindest in Amerika. Ich weiss jetzt nicht auswendig, ob es in Amerika Tassen gibt, wo sowas draufgedruckt wird. Ich weiss nur, dass es beim Fastfoot-Verkäufer immer so Dinger in den Getränkedeckeln gibt , die man mit dem Daumennagel reindrücken kann, wo dann DIET steht oder DECAF und ich weiss auch, dass das noch niemals von irgendwem benutzt worden ist, wenn ich da was gekauft habe. Ich mache das lediglich dann selbst, wenn man sich die Softdrinks selber zapfen kann.
Was ist aber, wenn ich mich umentscheide? Gut, dann kann man den Deckel abmachen und mit dem Daumen so rumdrücken, das geht ja schon, das ist ja auch besser, als wenn man dann mit dem Filzstift was auf den Becher draufschreiben würde, aber das wird ja teilweise auch gemacht. Das ist nicht ganz so schlimm, wie wenn man es draufdruckt auf eine Tasse, weil das ja meistens dann so Einwegbecher sind und dann wirft man das weg.
Aber das Draufdrucken auf Tassen und Gläser, das ist doch total bescheuert. Ich glaube, das machen die Tassendesigner nur, wenn ihnen absolut nichts einfällt. Das ist so, wie wenn man in der Werbung sowas macht, wie "Gut, besser, [Firmenname]". Oder vielleicht für alte Leute mit krankhaft schlechtem Gedächtnis. Aber die trinken dann keinen Cappucchino. Und eine Tasse, auf die Filterkaffee gedruckt ist, habe ich jetzt persönlich noch nicht gesehen.

Posted by banana at 03:29 EM | Comments (33)
Januar 20, 2012
Zu warm für die Jahreszeit

Time to lighten up, wie es hier des öfteren sehr schön heisst.
Es gibt ja auch noch das Dschungelcamp, was im Fernsehen drin ist.
Ich finde das im Momeent noch super und interessant. Das wird sich bestimmt noch ändern, ist aber im Moment so.
Super finde ich, dass diese eine komische Frau es geschafft hat, mir mit ihrem Nacktsein und dem Reden über Sex auf den Saque zu gehen. Wie funktioniert das denn?! Wie kann einem Mann eine nackte Frau auf den Saque gehen? Es geht. Und wie. Und es ist doch trotzdem irgendwie lustig.
Ich glaube, ich nehme ihr das einfach nicht ab. Das ist so, als wenn die Christen in der B-Ebene auf einmal Highway to Hell singen würden. Das wäre nicht so richtig von Herzen und nicht authentisch und darum gehts ja eigentlich im Dschungelcamp: Um Authentizität. My ass.
Am besten finde ich den Vincent. Ich hoffe, der gewinnt.
Wie schon Körschgen sagte: So lange man lebt soll man rauchen.
Aber mal so unter uns: Die gute Nackige scheint ja ganz schön verstochen zu sein und auch an stellen, wo das bestimmt unangenehm ist.

Posted by banana at 11:07 FM | Comments (34)
Januar 19, 2012
Warum issn das alles so dunkel hier?

Loide, Loide,

dieser SOPAPIPAPO Protest in den USA ist ja schön und richtig. Naja, das klingt jetzt etwas blöd. Ich finde es gut, dass der die Webseiten abgeschaltet wurden und dass da auch viele Leute mitgemacht haben. Aber wieso in aller Welt machen denn da Deutsche Seiten mit? Das ist ein Amerikanisches Gesetz. Ok, das Internet macht nicht an der Grenze halt und wenn eine Amerikanische Seite gesperrt ist, dann ist die auch von hier aus nicht erreichbar, aber wir hatten hier ja schon unsere eigene Version von dem Gesetz, als die Ursel das Stopschild vor die Kinderpornoseiten setzen wollte. Im Prinzip war es das gleiche in grün. Ein nicht öffentliches Gremium sollte in einem nicht öffentlichen Prozess und nach nicht öffentlichen Kriterien entscheiden, welche Seite nicht mehr erreichbar sein sollten. Surfte man dann auf so eine Seite, dann sollte die eigene IP geloggt werden und jemandem übermittelt werden. Gab es da so einen konzertierten und weitreichenden Protest? Hm. Könnte mich nicht erinnern. Wenn aber die Amerikaner sowas machen, dann klappt das, dann berichten die Medien und dann stößt das auf Resonanz. Und dann gibt es auch genug Deutsche Webseiten, die mitmachen. Und das wundert mich.
Wieso ist das denn so? Wieso war der Widerstand gegen das Urselgesetz denn so zaghaft?
Vielleicht war die Ursel einfach schlauer, als die Amis. Die Amis sagen es ja einfach, wie es ist: Es soll der fiesen, wirtschaftsvernichtenden, existenzbedrohenden Raubkopierei Einhalt geboten werden. Ist auf der einen Seite ja auch irgendwie ganz cool, dass die das so offen zugeben. Bei uns ging es ja gegen Kinderschänder und Kinderpornographie. Viele waren der Meinung, dass der Kampf gegen die Kinderpornos nur vorgeschoben war und das es tatsächlich darum ging, andere Dinge zu bekämpfen oder mundtot zu machen. Dadurch, dass es aber offiziell gegen die Kinderpornos ging, war es möglich, jeden, der gegen das Urselgesetz war automatisch in die Kinderpornoecke zu stellen. Und jedem, der sagte, dass das mit den Kinderpornos nur vorgeschoben war, dem konnte man vorwerfen, dass so eine Sache, wie Kinderpornographie so ernst und schlimm und wichtig ist, dass man es doch nie als Vorwand gebrauchen würde, um andere Interessen von wem auch immer durchzusetzen. Die Tatsache, dass die Ursel eine Frau ist, verlieh diesem Argument zusätzliches Gewicht.
Wie gesagt, viele Leute denken, dass das mit den Pornos nur vorgeschoben war.
Am Ende ist nichts daraus geworden, das lag allerdings nicht am Protest der Deutschen Netzgemeinde.
Die Amerikaner sagen glatt heraus, dass es um Raubkopiereien geht.
Jetzt funktioniert die Gesellschaft bei den Amerikanern etwas anders, als bei uns. Da ist man als Mensch nicht so wirtschaftsskeptisch und -feindlich, wie wir als Deutsche Menschen. Wenn irgendwas da schlecht für die Wirtschaft ist, dann ist das ganz schlecht und ich glaube, das ist der Grund, warum die da etwas franker mit der Wahrheit rausrücken.
Auf der anderen Seite ist einfacher, gegen die Wahrung der Uhrheberrechte zu protestieren, als gegen die Verhinderung von Kinderpornographie. Ist weniger schmuddelig und unangenehm.
Es ist klar, muss aber wahrscheinlich nochmal eindeutig gesagt werden, dass Kinderpornographie schlimm ist, verhindert werden muss und dass alles getan werden muss, um der Sache Einhalt zu gebieten. Und es ist auch klar, dass die bestehenden Urhebergesetze nicht mehr zeitgemäß sind und an die heutigen Zeiten, Möglichkeiten und Verhaltensweisen angepasst werden müssen. Vielleicht glaube ich zu sehr an das Gute im Menschen, aber ich denke, niemand fordert eine Welt, in der die Kreativen nicht mehr für ihre Kreative Arbeit entlohnt werden. Es wird vielmehr eine Welt gefordert, in der es nicht so einfach ist, sich mit ein paar Klicks richtig großen und teuren Ärger einzufangen und in der es nicht viel billiger und einfacher ist, sich illegale Inhalte zu beschaffen, als legale.
So, jetzt hab ich mal wieder sauber am Thema vorbei geschrieben, was ich eigentlich zum Ausdruck bringen wollte, war meine Verwunderung, warum sich Deutsche Webseiten an dem Protest beteiligen und warum der Protest gegen das Urselgesetz damals nicht so schön organisiert war und geklappt hat. Ist wahrscheinlich eine Mentalitätsfrage.

Posted by banana at 10:40 FM | Comments (8)
Januar 16, 2012
Getrennt oder mit dem Mofa

Ich haben neuen Fotoapparillo. Ich weiss aber gar nicht, was der alles so kann. Ich schätze mal, meine mangelnde fotografische Kompetenz weiss der auch nicht wegzurechnen. Das ist schade. Sehr schade.
Ich schaue mir ja wirklich gerne gute Fotos an. Zum Beispiel von Achterbahnen. Man sieht sofort, welche Fotos von so einer billigen Miniknipsbrötchen wie meinem gemacht wurden und welche mit einer hochwertigen Kamera mit guter Optik und gutem Sensor gemacht wurden. Leider sieht man aber auch den Fotografen sofort an, dass sie eventuell gute Fotos machen könnten, weil die guten Kameras einfach wahnsinnig groß sind. Von den Objektiven ganz zu schweigen.
Wobei - wahnsinnig groß ist natürlich relativ. Sie sind nichteinmal entfert so groß, wie früher, wo man so eine Stunde still stehen musste, damit man auf dem Foto überhaupt zu sehen war und wo der Fotomann dann so eine Schüssel mit langsam aber hell abbrennenden Chemikalien in die Höh' hielt und "gleich kommt das Vögelchen" sagte. Mit solchen Kameras war es ja total unmöglich, Achterbahnen zu fotografieren und das lag nicht ausschließlich daran, dass es noch keine Achterbahnen gab.
Ich muss mir mal anschauen, was meine Kamera so alles kann. Ich glaube, sie kann Auslösen, wenn man grinst, nicht auslösen, wenn man blinzelt und so weiter. Nicht auslösen, wenn man blinzelt konnte meine alte Kamera auch schon, allerdings konnte sie nicht auslösen bei allem auch ganz gut. Deswegen musste ja auch eine Neue her.
Ich wollte eine Kamera, die schön klein ist, damit man sie schön mit sich rumtragen kann, mit der ich viele schnelle Fotos machen kann, die ich dann daheim auf meinen Computer kopiere und nie wieder anschaue.
Ich denke, dafür ist die Kamera ganz gut geeignet.

Posted by banana at 12:20 EM | Comments (14)
Januar 12, 2012
Hold a chicken in the air

Ich will gerne mal nach Dublin. Guinness Brauerei und so. Ja, ich weiss, es soll nicht besonders schön sein und mit dem Verkehr und mit der Luft und mit allem möglichen und so weiter, aber ich will trotzdem gerne mal hin.
Laufen kann man nicht, Auto ist auch doof, also muss es das Flugzeug sein. Nachdem ich die Angebote und vor allem die Flugzeiten auf diversen Netzseiten überprüft hatte und nicht sehr begeistert war, fiel mir ein, dass es da ja eine ganz besondere Airline gibt, die in Dublin daheim ist.
Ja, ich weiss, so wie jeder habe ich meine Prinzipien. Mit denen wollte ich eigentlich nicht mehr fliegen. Wenn ich mit denen fliege, dann muss ich erst raus nach Frankfurt Hahn und das sind zwei Stunden Fahrzeit. Das heisst zwar Frankfurt Hahn, aber wenn das Frankfurt Hahn heisst, dann dürfte sich Würzburg auch Frankfurt nennen. Das ist aber besser zu erreichen.
Die Lage des Flughafens ist also erstmal nicht so besonders gut. Vor allem, wenn man sich vor Augen führt, dass ich von zu Hause mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nur eine dreiviertel Stunde bis zum Frankfurter Flughafen brauche.
Aber egal. Ich habe meine Prinzipien und trotzdem wollte ich mich mal bei dieser Fluggesellschaft informieren. Vielleicht wäre das Angebot ja so super gewesen, dass ich meine Prinzipien ignoriert hätte.
Also losgesurft, voll auf die Site drauf.
Als erstes wollte ich nach Flügen suchen. Geht aber nicht. Man kann zwar irgendwo Abflugort und Zielort und Wunschdatum eingeben, aber dann gibt es kein "Search" Knopfi, sondern nur einen "Book cheap flights" Knopfi. Moment. Buchen wollte ich nichts, ich wollte mich nur mal unverbindlich informieren. Naja. Ich habe trotzdem draufgeklickt. Weil, die wissen ja gar nicht, wer ich bin, gell.
Ich also so "klacker" und die so "Moment, unbekannter Mann, erstmal unsere Geschäftsbedingungen akzeptieren". Und ich also so "Nö" und voll wieder weggesurft.
Die haben ja irgendwie nicht den allerbesten Ruf. Wenn man nicht online eincheckt, kostet es extra, Gepäck kostet auch extra, nicht angemeldetes Gepäck kostet extra extra und so weiter. Vor zwei Jahren bin ich mit denen nach Spanien geflogen und da hatte ich die ganze Zeit ein ungutes Gefühl, weil ich dachte, ich könnte etwas machen, was extra kostet, von dem ich aber nicht wusste, dass es extra kostet.
Und dann diese Website. Ich weiss ja nicht, ob das dem Geschäft so zuträglich ist. Was ich auch nicht weiss, sind die Flugzeiten und Preise nach Dublin.

Posted by banana at 12:40 EM | Comments (10)
Januar 09, 2012
There's a party in the house and we'll be rocking tonight

Ich glaube, ich habe mich da schonmal drüber aufgeregt, aber aufregen kann man sich ja eigentlich nie genug. Oder vielleicht doch, je nachdem, wie ernst man das mit der Aufregung meint. Da kommen dann ja manchmal auch so körperliche Folgen dazu: Schwellkopf, Pochaorta (nein, ich fange nicht wieder mit dem schlimmen Aortakram an, aber es ist das einzige Gefäß, dass ich beim Namen kenne), Gesichtsrötung, in-die-Luft-gehen (vgl. HB-Männchen (der heisst angeblich Bruno und ist privat voll ok).
Wenn man sich aber aufregen kann, ohne die körperlichen Reaktionen dazu zu zeigen, dann kann man das ruhig öfter machen. Eigentlich ist das ja auch kein Aufregen, sondern eher so ein Echauffieren, aber da wusste ich bis eben nicht, wie man das schreibt.
Man kann nämlich tatsächlich Möbel mit "dekorativen Gebrauchsspuren" kaufen. Ist das nicht toll? Man sagt einfach "das gehört so" und dann kann man für kaputte Sachen gleich noch mehr Geld verlangen. Als ob man als normaler Verbraucher nicht in der Lage wäre, dem Möbel selbst dekorative Gebrauchsspuren zu verpassen, wenn man das wollte. Als ob es dazu einen Spezialisten bräuchte. Ich kenne sogar Kinder, die haben schon Möbeln derartige Gebrauchsspuren zugefügt, dass es gespritzt hat. Ok, ob die jetzt dekorativ waren oder nicht, darüber kann man streiten, aber das ist ja sowieso Geschmackssache.
Wie stelle ich mir das denn vor? Da baut ein Schreiner oder wer oder eine Maschine so ein Möbel, so komplett hübsch und schön und perfekt und dann kommt jemand und kratzt auf dem Ding rum? Oder kippen die da Rotwein drauf? Lassen die da Zigarettenkippen drauf ausgehen? Kratzen die da mit irgendwas drauf rum? Vielleicht treten die das Ding auch nur durch die Werkstatt?
Andererseits sind die dekorativen Gebrauchsspuren in anderen Bereichen ja durchaus akzeptiert. Bei Hosen zum Beispiel. Bei Jeanshosen. Da ist das auch von mir durchaus akzeptiert und sogar geschätzt. Aber eine nagelneue Jeanshose sieht auch einfach etwas dorkig aus. Da muss man erstmal ran. So gebraucht, wie die Jeanshosen aussehen, wenn man die kauft, so kriegt man das als Laie gar nicht hin. Und so Jeanshosen mit vom Endverbraucher zugefügten Gebrauchsspuren, die sehen auch nie so aus, wie solche mit professionellen Gebrauchsspuren. Vielleicht sollte man einfach Stoffhosen kaufen. Oder Khakis. Ich weiss es nicht. Warum muss das immer alles so schwierig sein?
Wo sich die dekorativen Gebrauchsspuren nicht durchsetzten werden, ist im Automobilbau. Naja, vielleicht in Frankreich.

Posted by banana at 12:20 EM | Comments (19)
Januar 04, 2012
Kinder, Namen und Flügel

Super finde ich ja, dass es in der Deutschen Sprache noch das Wort "Kotflügel" gibt. Das muss man sich mal vorstellen. Dabei ist das Problem der rumliegenden Exkremente heutzutage eigentlich vernachlässigbar und wie ein Flügel sehen die Dinger auch nicht mehr aus. Trotzdem: Kotflügel. Super. Ich hoffe, dass sich dieses Wort noch lange halten wird und nicht durch irgendwelche anderen Sachen verdrängt wird. Im Fernseher hört man öfters mal das Wort Fender. Das will ich aber nicht hören, ausser, wenn es im Gitarren geht. Die Dinger heissen bitteschön Kotflügel.
Ansonste - was soll man sagen, zum Beispiel zum Herr Bundespräsident? Ich weiss es nicht. Ich weiss es nicht. Ich denke aber, dass wenn man sich so zum Wächter und Bewahrer der Moral aufschwingt, dann steht man auf einem ganz dünnen Brett und dann sollte man auch nix in den Taschen haben, was das Brett zum Brechen bringt. Andern Leuten vorzuschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben, das ist immer sehr problematisch. Ansonsten verweise ich auf das Lied von Herr Grebe.
Galama.
Wulf ist ja auch ein Vorname. Da könnte der Herr Bundespräsident ein Kind haben und das Wulf nennen. Wulf Wulff. Das würde Humor beweisen. Und vielleicht noch als Zweitnamen Wolfgang oder Walther oder Willi. Dann hieße das Kind Wulf W. Wulff. Oder kurz gesagt WWW. Vielleicht wäre dann auch da noch ein bisschen Geld zu machen, indem man das World Wide Web verklagt. Geht ja heute bestimmt auch schon, sowas.
Wulf W. Wulff sollte dann möglichst schnell auch noch einen Sohn bekommen und den dann Wulf W. Wulff Jr. nennen, dann wäre das rund, finde ich.
Ist ja immer schwierig, wenn man ein Kind von jemandem Berühmten ist. Wenn das dann noch ein Künstler ist, der einen Künstlernamen hat und also und überhaupt in echt ganz anders heisst und dann das Kind sich aber auch so nennt, wie der Künstlername des Elternteils, dann ist das doch wirklich etwas komisch, oder? Aber vielleicht haben das auch die berühmten Eltern so befohlen. Die haben dann gesagt "Du musst dich auch mit Nachnamen (sagen wir mal) Sommer nennen, sonst kommt ja raus, dass ich in Wahrheit Schrabbokowski heisse". Obwohl - sowas kommt immer raus. Ausser bei dem Atzetypen da. Aber wenn jetzt ein Kindo ein Künstler ist und sich einen Künstlernamen sucht und sich dann aber genau den gleichen Künstlernamen nimmt, wie die Eltern, dann klingt für mich schon so, als würden sie es sich nicht zutrauen, selbst erfolgreich zu werden. Ja, so klingt das für mich.
Bei manchen Künstlern wäre das ja aber auch gar nicht möglich. Wie sollte sich denn das Kindo von Prince nennen? Oder von Seal? Oder von Sting? Oder von The Edge? Das geht ja dann nicht. Gibt es bei uns ja nicht, dass sich einer Stachel nennt oder Seehund.
Naja, gibt es doch, aber die sind dann nicht so erfolgreich. Wir haben eher so Andy Borg und Heinz Schenk.
Wer hat den Witz verstanden? Borg und Schenk. Borgen und Schenken. Ha ha ha. Ich bin wie immer super drauf!

Posted by banana at 12:36 EM | Comments (42)
Januar 02, 2012
Wieso haben die eine Büroleiter bestellt?

Uff. 2011 wäre geschafft. Und 2012 kriegen wir auch noch rum.
Meine guten Vorsätze für 2012:
Mehr Sport machen.
Weniger arbeiten.
Weniger essen.
Gewicht reduzieren.
Weniger rauchen.
Weniger trinken.
Mehr Gemüse essen.
Mehr lesen.
Mehr radfahren.
Mehr schwimmen.
Mehr reiten.
Mehr anderen Menschen helfen.
Mehr spenden.
Mehr ehrenamtliche Arbeit.
Gesünder leben.
Öfter mal die Wohnung aufräumen.

Ich wollte das mit dem Schwimmen ja auch eigentlich recht bald umsetzen, aber dann erinnerte ich mich an die anderen Jahre, in denen ich das recht bald umgesetzt hatte. Da war das voll scheisse.
Da waren nämlich noch haufenweise anderer Leute, die das auch recht bald umsetzen wollten und dann war Menschensuppe im Hallenbad. Da war kein Durchschwimmen. Also warte ich vielleicht so bis Mitte Februar mit dem Umsetzen der guten Vorsätze und dann ist das ja auch alles wieder egal.

Posted by banana at 11:54 FM | Comments (32)
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