Dezember 29, 2011
2011,5

Eigentlich gibt es wirklich keine Alternative dazu, als zwischen Weihnachten und Silvester Arbeiten zu gehen. Es hat - unterm Strich - nur Vorteile.
Zum einen sind die Straßen wunderbar leer. Keine Sau ist unterwegs. Das ist eine herrliche Abwechslung zum alltäglichen Wahnsinn, der hier im Rhein-Main Gebiet den Rest des Jahres über herrscht. Ich mache den Mist jetzt schon ewig mit und kann mich immer noch nicht daran gewöhnen.
Aber auch bei wenig Verkehr zeigt sich die Eigenart des Menschen, dass er vorhandene Ressourcen zum Letzten ausreizt. Wenn man schon nicht Schleichen muss, weil Autos vor einem fahren, dann schleicht man eben, ohne, dass Autos vor einem Fahren. Wir kann auch ohne Stau langsam fahren. Vielleicht vermissen sie den Stau ja auch oder sind einfach nicht so flexibel. Konservativ nennt man das wohl.
Ein weiterer Vorteil des Arbeitens "zwischen den Jahren" ist, dass es auch im Büro so richtig schön leer ist. Es ist ruhig, man wird nicht dauernd aus der Arbeit gerissen und die Leute, die meistens unnötig Stress machen, haben sich diese Tage schon Anfang des Jahres als Urlaub gesichert. Zufall?
Zu guter Letzt will in dieser Zeit doch eigentlich niemand zu Hause sein, oder? Es sei denn, man hat ein zeitaufwendiges Hobby, zum Beispiel Skyrim. Wenn man so als Durchschnittsmensch nichts mit sich anzufangen weiss, dann sind sind das doch Foltertage. Draussen ist es schmuddi, im Fernsehen kommt nur Rotze, aufs Essen hat man auch keine Lust mehr und Leute besuchen kann man auch nicht, weil man sich gerade erst frisch überworfen hat (vgl.: Weihnachten).
Gegen allgemeinen Menschenhass hilft das Arbeiten aber auch nicht, wie man sieht.

Was kann ich noch?
Haben Sie auch ein Geschenk von Ihrem Mann zu Weihnachten bekommen? Nach Weihnachten? Weil er es im Internet bestellt hatte und es auf einmal Probleme beim Versand gab oder weil der Versender Probleme hatte. Natürlich liegt das nicht am mangelnden Interessie ihres Mannes am Weihnachtsfeste oder gar an ihrer Person. Es war nicht seine Schuld.
Eine Woche später ist dann Silvester. Hat Ihr Mann schonmal Feuerwerk online bestellt oder im Laden gekauft? Kam das auch schonmal nach Silvester erst an? Nein? Das lag aber alles nicht an ihnen.
(Abgesehen davon, dass es natürlich streng reglementierte Verkaufszeiten für Feuerwerk gibt und man das Zeug nicht nach Silvester erst kaufen kann. Aber hat ihr Mann schonmal das Zeitfenster verpasst? Aber es liegt nicht an Ihnen!)

Posted by banana at 09:21 FM | Comments (16)
Dezember 27, 2011
Weihnachtsbaum in jedem Raum

Ich finde ja, dass man sich das mit dem Weihnachten nochmal überlegen sollte.
Von mir aus könnte man das ja ganz abschaffen, aber sentimentale Gefühle der Bürger (vor allem der Kinder) und wirtschaftliche Interessen der Industrie machen das wahrscheinlich unmöglich.
Man sollte es aber zumindest verlegen. Oder Aufteilen.
Schauen wir uns die größten Nachteile von Weihnachten an:
Es ist überall total überfüllt. Weil es überall so total überfüllt ist, bekommen die Leute schlechte Laune und sind ständig kurz davor, sich zum Fest der Liebe gegenseitig die Fressen zu polieren.
Ausserdem ist man am besinnlichen Weihnachtsfest total im Stress. Man muss es schaffen, in den drei Tagen, sämtliche Verwandten zu sehen, die innerhalb eines gewissen Radius leben (alles unterhalb dessen, was einer Flugreise bedürfen würde). Man nimmt viel zu viel ungesunde Nahrung zu sich, die man mangels Masse spätestens am Abend des ersten Feiertages nicht mehr schätzen kann. Später beschwert man sich dann noch ein paar Monate über zugenommenes Gewicht (vgl. gute Vorsätze fürs Neue Jahr).
Die Straßen sind total überfüllt und in der Regel auch in einem Zustand, der fürs Reisen nicht optimal ist (Weisse Weihnacht). Weihnachten findet zu einer Zeit statt, zu der vernünftige Lebewesen Winterschlaf halten. Wir Menschen aber fahren möglichst viel durch die Gegend, um Leute zu treffen, auf deren Anwesenheit man den Rest des Jahres gerne verzichten kann.
Man kauft Dinge für andere Leute, die diese nicht brauchen und gar nicht haben möchten. Dabei muss man dann noch darauf achten, dass der Wert des Tandes ungefähr dem Wert des Tandes entspricht, denn man von anderen Leuten geschenkt bekommt.

Das alles sind gute Gründe, Weihnachten abzuschaffen. Es ist ungesund (Ernährung, Stress), gefährlich (Jahreszeit, Zustand der Straßen) und für den einzelnen wirtschaftlich unsinnig (Geschenke).
Wie schon gesagt, ist es nicht realistisch, Weihnachten einfach Abzuschaffen. Vielleicht könnte man es aber reformieren: Man feiert nicht mehr 2,5 Tage am Stück, sondern stattdessen nur zwei Tage, die Zeitlich voneinander getrennt sind. Das entzerrt die Einkaufsituation im Einzelhandel wie im Supermarkt. Weiterhin verlegt man diese Tage in eine andere Jahreszeit, zum Beispiel in den frühen Sommer und den früher Herbst. Die Gefahr von Eis- und Schneeglätte ist zu diesen Zeiten sehr gering. Durch die zeitliche Entzerrung verhindert man auch , dass man das leckere Essen schon nach dem ersten Tag nicht mehr sehen kann. Folgeschäden am Körper der Menschen können leichter abgebaut werden.
Alternativ könnte man auch darüber nachdenken, ob man bei dem 2,5 Tagesmodell bleibt und das Fest stattdessen, zum Beispiel abhängig vom Familiennamen, über das Jahr verteilt. Die Meiers feiern im Juni, die Amsels im Jänner. Dieser Vorschlag hat den Vorteil, dass für irgendwen immer Weihnachtszeit wäre. Der Einzelhandel hat den Zusatzgewinn moderat über das Jahr verteilt, die Geschäfte werden nicht zu Stoßzeiten überrannt und es kann im Fernsehen keine Weihnachtssendungen geben (vielleicht gäbe es dann einen öffentlich-rechtlichen Weihnachtskanal, den man leicht vermeiden könnte).
Die Umsetzung dieses Vorschlages wird wahrscheinlich an Detailfragen scheitern (was macht Familie Meier-Dudenhöfer, bzw. was machen unverheiratete Paare).
Das Weihnachtsfest, wie wir es derzeit begehen ist kompletter Irrsinn und im Hinblick auf die voranschreitende Globalisierung in einer modernen Nation auch nicht mehr tragbar (vgl. "Holiday Season").
Ich fordere, das Weihnachtsfest entweder zu teilen und zu verlegen. Da hätten wir alle mehr davon. Mit dem Geburtstag geht das ja auch. Aber auf mich hört ja mal wieder keiner.

Posted by banana at 03:48 EM | Comments (24)
Dezember 24, 2011
Nur für mich

So, heute gekocht und gut gefunden. Jetzt schreibe ich das Rezept auf, damit ich mich das nächste Mal nicht wieder durchfragen muss.

Sauerfleisch
Zutaten:
~800g Schinkenbraten vom Schwein
1 L Brühe (eher zuviel als zuwenig gewürzt)
150ml Essig
2 mittelgroße Möhren
2 mittelgroße Zwiebeln
6 kleine Gewürzgurken
2 Pakete Pulvergelatine

Das Fleisch eine Stunde in der Brühe kochen (Fleisch ins kochende Wasser geben). Karotten schälen und in Scheiben schneiden und 20 Minuten vor Kochzeitende in die Brühe geben und mitkochen.
Brühe mit dem Fleisch über nacht kalt stellen. Am nächsten Morgen ist das Fett fest geworden und kann abgenommen werden (wer nicht so ein Fettphobiker ist, wie ich, dann das auch sein lassen, ich mache das aber immer so und finde das toll und der nächste, der sagt, dass Fett ein Geschmacksträger ist, der kriegt die Nase blau gemacht).
Das Fleisch aus der Brühe nehmen und nach Geschmack klein schneiden (ich mache so 1cm Würfel). Fleisch in eine ausreichen große Form geben. Die Brühe wieder erhitzen und wenn sie kocht, Herd abschalten.
Gewürzgurken in Scheiben schneiden und auch in die Form geben. Zwiebeln in feine Halbringe schneiden und in die heisse Brühe geben. Den Essig in die Brühe geben. Die Gelatine in die Brühe geben und alles gut umrühren. Die Brühe in die Form geben und alles durchrühren.
Alles erkalten lassen und dann im Kühlschrank hart werden lassen.
Fertig.
Ich esse das mit Bratkartoffeln oder auf Brot.

Frohsfässd!

Posted by banana at 02:50 EM | Comments (16)
Dezember 22, 2011
Et sa pulpe!

Komisch muss das für die jungen Leute von heute sein, denn sie haben Eltern, die nicht alt werden wollen. Schlimm muss das sein für die jungen Leute von heute. Da geht die Mama mit zum Justin Bieber Konzert und sagt Sachen, wie "meine Tochter ist meine beste Freundin". Das ist doch nicht schön? Wo bleibt denn da die Rebellion? Man will doch nicht gegen seine beste Freundin rebellieren. Und ohne wenigstens ein bisschen Rebellion geht es doch nicht vorwärts.
Meine Herren! Wie scheisse fand ich diese Punk Musik für lange Zeit, aber ich habe sie trotzdem gehört. Nicht zuletzt wegen der Rebellion und weil die Eltern sagten, dass das doch gar keine Musik ist. Ich habe den Kram so lange gehört, bis er mir tatsächlich auch gefallen hat. Aussehen, wie ein Punk wollte ich nicht, soweit ging die Rebellion nicht, aber ein bisschen musste schon sein. Und Punk ist so eine Sache, die ich heute noch ok finde. Um etwas total super zu finden, bin ich wohl schon zu alt.
Wenn aber jetzt die Eltern das alles auch toll gefunden hätten und sich auch Punk Musik angehört hätten und mit zu Konzerten gekommen wären, das hätte mir doch den ganzen Spaß an der Musik verhagelt. Da hätte ich mir doch so lange was anderes gesucht, bis die das so richtig beschissen gefunden hätten. Techno ist ja im Grunde nichts anderes. Da hängt ja auch noch eine ganze Jugendkultur mit dran. Aber wenn die Eltern da mitmachen, dann ist das doch keine Jugendkultur. Dann ist das doch eine Berufsjugendlichenkultur. Jugendkultur als Project. Und dann muss dafür natürlich noch ein Name her. Nein, Lifestyle können wir nicht nehmen, da gibt es bestimmt schon einen Opel, der so heisst. Oder einen Volkswagen.
Was sind das eigentlich für Leute, die mit ihren Eltern auf Konzerte gehen und sie als beste Freunde bezeichnen? Geht es da darum, das Eintrittsgeld zu sparen, keinen Ärger zu haben oder bequem zum Veranstaltungsort zu kommen? Oder finden die das tatsächlich gut?
Ich finde, es ist die Pflicht der Eltern, den Kindern peinlich zu sein, damit die auch mal bisschen vorwärts kommen. Damit sie was zum reiben haben, damit sie von zu Hause ausziehen wollen und damit sie mal etwas anderes kennenlernen, als das, was die Eltern ihnen vorsetzen.
Was ist das denn für eine faule, dickfellige Generation, die ihre Eltern als beste Freunde hat? Und wer ist schuld? Die opportunistischen Kinder oder die feigen Eltern, die sich nicht trauen, peinlich zu sein?
Ich weiss es nicht und eigentlich wollte ich was ganz anders schreiben, aber dafür ist es jetzt zu spät, Jan Luka.

Posted by banana at 12:43 EM | Comments (22)
Dezember 20, 2011
Ein Jazzer sagte mal, das ist mir zu banal

Meine Beziehung mit dem Trash-Fernsehen war kurz und eher leidenschaftslos. Man hält es einfach nicht aus.
Zum einen finde ich es verstörend, dass ein Großteil der Protagonisten untertitelt werden, obwohl sie deutsch sprechen. Und das ist kein Service für Gehörlose.
Dann ist es nervtötend, dass eine Off-Stimme immer genau das wiederholt, was gerade passiert ist. Ich weiss nicht genau, was der Grund dafür ist. Bei Willy will's wissen haben die das auch immer gemacht. Ich glaube, da sollte es dazu dienen, dass sich die kindlichen Zuschauer die vielen wichtigen Fakten besser merken konnten. Beim Trash-Fernsehen scheint das eher dazu zu dienen, Sendezeit zu erzeugen.
Aber das Allerschlimmste und für mich nicht zu ertragende ist, dass dauernd irgendwelche Umarmungs, Knutschungs und Freuungsszenen in Zeitlupe gezeigt werden und dazu Musik gespielt wird, die auch der Grund dafür ist, gewisse Radiosender zu meiden. Mich stört nicht, dass sich Leute abknutschen, die nicht dem Schönheitsideal entsprechen, aber diese Musik ist unerträglich. Ich würde Beispiele nennen, aber der Teil meines Hirns, der sich die Lieder merken sollte befindet sich im selbstschützenden Schockzustand. Er sitzt, die Arme um sich gewickelt in der Ecke und schaukelt vor und zurück. Es ist schlimm.
Ich bin mir trotzdem sicher, dass es zu den Sendungen einen Soundtrack auf CD zu kaufen gibt und dass, wenn ich das nächste mal im Mediamarkt bin, vor mir jemand in der Schlange sein wird, der genau diese CD kauft. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen. Die Lmeisten Leute haben keinen Musikgeschmack sondern eine Intolleranz gegenüber Stille. Es ist zum traurigwerden.
Trash-Fernsehen ist also für mich auch durch. Die Luft wird eng. Ich werde doch nicht auf meine alten Tage mit dem Lesen anfangen müssen?

Posted by banana at 09:39 FM | Comments (56)
Dezember 15, 2011
Du, du allein kannst mich verstehn

Im Moment bin ich leider sehr anfällig für Trash-TV-Formate. "Die Strengsten Eltern der Welt" habe ich über, aber dafür bin ich jetzt auf "Schwer Verliebt" und "Raus aus dem Messie-Chaos". Ich mache dafür meine derzeitigen Lebensumstände verantwortlich. Das war schon so in meiner Home-Shopping-TV-Phase und jetzt ist es dann eben auch so. Im Moment finde ich es sehr unterhaltsam, habe aber ein latent schlechtes Gewissen, wegen: Mehreres.
Werden die armen Leute da nicht schlimm, schlimm vorgeführt? Kann ich als hochqualifiundsoweiter Mensch sowas überhaupt anschauen? Unterstütze ich damit das schlimme Privatfernsehen? Ist das am Ende alles Schauspielerei und bin ich am Ende der Vorgeführte?
Letzter Punk kam mir bei der letzten Sendung von "Raus aus dem Messie Chaos". Da ging es um eine Frau, die nichts wegschmeissen wollte, wegen Verlustangst. Man hatte ihr wohl mal den Sohn weggenommen und seit dem ist sie da eigen.
Diese Frau war gar nicht so doof, wie es mir schien, aber beim Skripting hatten die das dann eventuell doch ein wenig übertrieben, denn sie trug dauernd so eine Art Kopftuch in den Deutschlandfarben, dass hinter dem Kopf zusammengebunden war und auf dem vorne "Germany" stand. Das fand ich dann doch etwas übertrieben. Ausserdem brauchte sie zum abregen, wenn sie sich sehr aufgeregt hatte, zum Beispiel, weil jemand den Müll raustragen wollte, ein bestimmtes Lied: "Du" von David Hasselhoff. (Für den Text bitte "du lyrics david hasselhoff" suchen (im internet).
Das war mir dann doch etwas zu viel. Ich sah die Sendung bis zum Schluss und tat dann meiner Dinge.
Ich fand die Deutschlandfarben ja immer schon etwas doof. Schwarz, Rot und Gelb ist einfach zu bunt. Sieht zusammen nicht gut aus. Und ausserdem ist das Gelb ja eigentlich Gold. Und eine Nation, die sich "Gold" als eine Farbe in der Fahne aussucht, da weiss ich ja jetzt gar nicht, was ich davon halten soll. Ich finde es ein wenig protzig.

Posted by banana at 02:07 EM | Comments (22)
Dezember 12, 2011
Funny how I blind myself

Eine Sache, die man lernt, wann man sich eine Weile mit dem Internet beschäftigt, ist, dass es im Internet gewisse Tabus gibt.
Das war jetzt doof formuliert, weil ja alle Politiker wissen, dass es im Internet keine Tabus und kein Recht gibt. Ich meine, dass man bestimmt Sachen niemals machen sollte.
Ein Beispiel ist, dass man niemals den Namen einer Krankheit, die man zu haben glaubt, mit einer Suchmaschine suchen sollte.
Man ist dann nämlich nach spätestens zehn Minuten damit beschäftigt, entweder sein Testament zu schreiben oder Gegenstände zu verbrennen, die unter keinen Umständen gefunden werden sollen, wenn man tot ist.
Je nach Veranlagung und Ordnung.
Natürlich berücksichtige ich das. Manchmal sucht man aber nicht nach Krankheiten, sondern sie kommen ganz von selbst auf einen zu.
Heute las ich, dass ein Springpferd bei einem Turnier gestorben ist. Die Todesursache war ein Aortaabriss.
Das hat mich nachdenklich gemacht. Ich meine, wenn einem die Aorta abreisst, dann hat man doch wirklich keine Chance mehr. Und warum reisst eine Aorta so einfach ab? Gibt es da einen grundlegenden Designpfehler bei Pferden oder kann mir das auch passieren, wenn ich mich zum Beispiel morgens nach dem Aufstehen zu sehr recke und strecke?
Was für eine Sauerei! Für die Leute ist das doch auch nicht schön. So ein Körper ist ja relativ dicht. Aber wenn die dann rausfinden wollen, warum man gestorben ist und dann schneiden die einen auf und dann suppen da 5 Liter Blut aus einem raus. das ist ja wirklich nicht schön.
Und warum muss es denn gleich ein Abriss sein? Wahrscheinlich wäre schon ein Aortaanriss tödlich, aber es ist ja ein Abriss.
Ich bin jetzt wirklich verunsichert und kurz davor mal zu recherchieren, wie es denn zu so einem Aortaabriss kommen kann. Ich traue mich aber nicht und denke lieber an andere unangenehme Dinge.

Posted by banana at 01:44 EM | Comments (13)
Dezember 09, 2011
Es geht mal wieder ums Essen

Mein Lieblingsessen im Moment ist Omelette. Allein: Ich kann das nicht besonders gut. Und weil alle Leute, die solche Seiten, wie diese hier lesen, furchtbare Alleswisser sind, denke ich mir, dass mich mal zwei oder drei Leute darüber aufklären können, wie denn der einzige zur Glückseeligkeit führende Weg des Omelettemachens aussieht. Hier in der Region sagt man gerne, man backe sich ein Omelette, aber ich will gerne bundeskompatibel sein.
Ich nehme drei Eier, schlage die in eine kleine Schüssel, füge etwas Salz und Pfeffer und manchmal etwas Milch und manchmal etwas Wasser und manchmal gar nichts hinzu.
Dann zerwirbele ich die Eier so richtig hart mit einer Gabel. Ich rühre sehr stark in der Eiermasse herum, bis ich nicht mehr Eiklar von Eiunklar unterscheiden kann.
In der Zwischenzeit habe ich eine Pfanne auf ungefähr mittlere Hitze erhitzt (Elektroherd 6 von 9) und etwas Öl oder Butter darin erhitzt.
In die heisse Pfanne kippe ich die Eiermasse und mache erstmal gar nichts.
Doch, ich mache doch etwas! Ich zerpflücke eine Scheibe Käse in so kleine fitzi-bitzi-Minilappen und verteile die auf der Eimasse. Inzwischen ist die Masse unten schon gestockt, oben aber noch flüssig.
Ich nehme einen Spatel und klappe zwei Seiten des Omelettes in spe zur Mitte, so dass sich so eine Art plattgehauene Frühlingsrolle ohne Füllung und nicht aus Teig sondern aus Ei bildet. Dabei läuft der Schmodder dann in alle Richtungen in der Pfanne rum. Unschöne Szenen, ich werde etwas traurig. Das Konglomerat wende ich dann noch einmal, warte etwas und dann esse ich das.
Schmeckt lecker, aber irgendwie kann es das doch nicht sein, oder?
Mit dem Zusammenklappen, dass habe ich bei dem einen Fernsehkoch gesehen. Ein anderer Fernsehkoch hat die Eiermasse in die Pfanne gekippt und den Schmodder dann immer in eine Pfannenecke geschoben. Also, da kann ich auch Rührei machen. Die einen sagen, man soll Milch reintun, die anderen sagen, man soll Wasser reintun, die dritten sagen, man soll gar nichts reintun, weil das alles Voodoo ist. Ja, wie hätten Sie es denn gerne?
So lange, wie ich auf diese Fragen keine eindeutige Antwort bekommen, werde ich es so weiter machen, wie bisher. Das kann ich lange durchhalten!

Posted by banana at 02:09 EM | Comments (9)
Dezember 05, 2011
Aus gehabtem Schaden nichts gelernt

Wie schon oft bemerkt, ist das Leben sehr ungerecht.
Vor zwei Jahren stand ich zum Beispiel im Winter am Fenster des gut geheizten Büros, in dem ich arbeiten darf und sah Männern dabei zu, wie sie in der Kälte das Nachbarhaus abrissen.
Ganz schön ungerecht ist das, oder? Der eine hat es warm und sitzt im rückengerechten Drehstuhl nach Din Iso 8352 und die anderen schuften in der Kälte und machen sich den Rücken kaputt. Als Ausgleich bekommen sie dafür aber auch weniger Geld.
Ich glaube, diese grundlegende Ungerechtigkeit hat auch die Putzkraft verstanden, die für meinen Schreibtisch zuständig ist. Vielleicht hat die Kraft das auch nicht begriffen und man ist inzwischen auch bei der Gebäudeinnenreinigung auf Laubbläser umgestiegen. Vielleicht geht der Kraft auch meine Unordnung auf den Saque. Auf jeden Fall wird mein Schreibtisch regelmäßig umarrangiert. Am meisten müssen die Maus und das Computerkeyboard leiden. Die werden immer über das Laminat gepeitscht. Ich hoffe, dass macht Spaß und verschafft Linderung.
Ich selbst beschränke mich dann darauf die liebgewonnene Unordung zu rekonstruieren und mir Gedanken über die Ungerechtigkeit der Welt zu machen.
So haben wir alle was davon.

Achso, wo ich gerade die Überschrift zu diesem Scheiseintrag schreibe: Ich habe im Lied "60 Jahre und kein bisschen weise" immer "aus der harten Schale nichts gelernt" verstanden und mich schon immer gefragt, was das eigentlich bedeuten soll.
Wieder was gelernt. Ist das nicht toll?

Posted by banana at 12:35 EM | Comments (20)
Dezember 01, 2011
Mehrfachverkauf durch Geldscheinannahme

Hallo Fans! Ich grüße alle meine Fans!
Kann mir jemand erklären, was gestern auf den Straßen los war? Es hat nicht geregnet, es war nicht mehr nebelig und glatt war es auch nicht. Daran kann es eigentlich nicht gelegen haben. Es sei denn, die Rhein-Main-Verkehrsteilnehmer können in einen Unwettermodus verfallen, ohne, dass es Unwetter gibt. Ein physikalisches Phenomen!
Ich fuhr aus der Tiefgarage und stand schon im Stau. Der ging dann so zwei Kilometer weiter, bis es auf die Autobahn ging. Der Grund war, dass es da jemand mit den leuchtenden Scheiben auf der Ampel nicht so genau genommen hatte und ein anderer das promt zum Anlass genommen hat, ihm seitlich in die Kiste zu fahren.
Auf der Autobahn ging es dann weiter, weil es noch mehr Spätentschlossene gab, als sonst, denen im letzten Moment einfällt, dass sie doch von der linkesten der vier A5 Spuren auf die rechteste der zwei A3 Spuren wechseln müssen. Kommt ja immer überraschend, so ein Autobahnkreuz.
Das Ende bildete dann der übliche Stau auf der Autobahnausfahrt. Dabei wollte dann auch noch ein Laster den vor mir Fahrenden in den Leitplanke drücken, weil schnell abbiegen und schauen, wer neben einem ist, irgendwie nicht gleichzeitig geht.
So viel Verkehrsscheiss erlebe ich normalerweile in einer Woche. Gestern kam das alles an einem Tag. Also: Was war los? War es der Mond, der Mond, das himmlische Gond? War es der Druck, der Druck, der himmlische Muck? Oder war es nur Zufall.
Bitte schildert ähnliche Erlebnisse, meine geliebten Freunde (ich lese gerade "Das Labyrinth der träumenden Bücher" und kann das Ende nicht abwarten, weil ich dieses Buch dann endlich weglegen kann. Aber ich GEBE NICHT AUFFFGF!).
Ich grüße alle meine Fans.

Posted by banana at 11:58 FM | Comments (9)
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