September 29, 2011
Once you pop you never stop

Ein Mann gräbt sich durch das kalte Erdreich. Schon eine ganze Zeit gräbt er. Er schaut zurück, unter sich in den Tunnel, den er gegraben hat. Hinter sich hört er seinen Verfolger schnaubend näherkommen. Der Mann weiss, wenn der Verfolger ihm zu nahe kommt, dann wird er ihn mit seinem freurigen Atem bei lebendigem Leib verbrennen. Er spürt eine leichte Panik in sich aufkommen. Immer schneller stößt er seine Schaufel in der Erdreich über ihm. Noch kann er seinen Fein auf Distanz halten, er weiss aber nicht, wie lange lange noch.
Plötzlich trifft seine Schaufel auf etwas Hartes. Über ihm befindet sich ein Stein, mindestens zu groß, wie er selbst. Unter ihm immer noch das Schnauben. Der Mann hat eine Idee. Mit seiner Schaufel lockert er den Stein. Schließlich ist der Stein lose und wird nur noch von dem Mann gehalten. Endlose Sekunden verharrt er so. Endlich sieht er seinen Verfolger unter sich. Schnell drückt sich der Man zu Seite, der Stein fällt im Schacht nach unten und begräbt den Drachen unter sich. Er ist tot. Grausam zerquetscht von dem Stein.
Der Manm keucht schwer, aber er kann sich keine Pause gönnen. Schon fühlt er, wie sich der nächste Feind durch die Erde arbeitet, direkt auf ihn zu.
Im Tunnel unter ihm rieselt die Erde, es entsteht ein Loch, das immer großer wird. Schließlich schiebt ein Monster seinen dicken, roten Körper duch das Loch und glotzt den Mann durch eine Schwimmbrille an.
Der Mann zückt seine Luftpumpe und rammt dem roten Etwas das Ventil in den Leib. Dann beginnt er zu pumpen. Das Monster bläht sich auf, wird immer dicker, doch der Mann pumpt und pumpt und pumpt. Das Monster ächzt, füllt den ganzen Tunnel aus, die Schwimmbrille springt vom Körper. Unerbittlich pumpt der Mann weiter. Schließlich platzt das Monster auf. Es stibt einen grausamen Tod, genau, wie der Drache vor ihm.
Der Mann heisst Taizo Hori. Er ist der Protagonist des Killerspiels "Dig Dug", das im Jahr 1982 auf den Markt kam. Heute kann man über dererlei "Spiele" nur den Kopf schütteln.
Dennoch kommen bei relativ wenigen Amokläufen und U-Bahn Überfällen Menschen durch fallende Steine oder Aufpumpen ums Leben. Zum Glück. Wahrscheinlich waren die Täter damals einfach noch zu jung.

Posted by banana at 01:39 EM | Comments (13)
September 28, 2011
ContentHandler, Zeile 670

Gestern habe ich etwas Interessantes machen dürfen: Olivenöl verkosten.
Ich dachte eine lange Zeit, ich sei schon der große Fluschter, weil ich im Supermarkt nicht mehr die Plastikflasche mit dem Blumenöl für 50 Cent, sondern die Glasflasche mit dem Olivensaft für drei fünfzig in den Wagen gelegt habe, aber da habe ich mich wohl etwas geirrt.
Mit dem Öl ist das wohl so, wie mit dem Wein, auch wenn da kein expliziter Vergleich gezogen wurde. Ich vermute, das geschah nicht, weil man nicht als Nachmacher dastehen wollte.
Bei dem Öl gibt es verschiedene Anbaugebiete, es gibt Reinsortenöle, es gibt Cuvées, es gibt Sorten, die mit und solche, die ohne die Kerne gepresst werden und wenn ich gestern gefragt hätte, was wohl von Olivenölen zu halten ist, die nicht aus der ersten Pressung stammen, dann wäre ich wahrscheinlich angeschaut worden, wie ein Hobo, der im Weinladen nach dem Tetrapack fragt. Habe ich mich dann auch nicht getraut, das mit dem Fragen.
Das merkwüdige an solchen Veranstaltungen ist für mich immer, dass alle anderen die Situation normal finden: Man hat mehrere Schälchen mit mal grünlicher, mal gelblicher Flüssigkeit vor sich und stippt Brot hinein, gibt es in den Mund, kauf langsam, schaut nach oben links und dann nach oben rechts und versucht ganz Gaumen zu sein. Ich tue zumindest auch so und finde die verschiedenen Sorten auch wirklich lecker, aber insgesamt sehr ähnlich. Neben mir erzählt man sich von den Olivenölproduzenten aus Italien, bei denen man im Urlaub die eine oder andere Sorte gekauft hat und davon, für welche Verwendung sich jene und diese eignen und ich schaue immer noch nach oben links und oben rechts und schlucke das Brot und denke daran, dass ich Hunger habe.
Gelernt habe ich auch, dass es professionelle Olivenölverkoster gibt und dass denen nach einer professionellen Olivenölverkostungssitzung ordentlich schlecht ist, wegen dem ganzen Öl im Bauch. Man kann ja nicht alles ausspucken.
Trotzdem: Es war sehr lecker, sehr interessant. Ich bleibe aber trotzdem bei den Supermarktsorten, überlege aber, vielleicht eine Preisstufe nach oben zu gehen. Denn: Je besser und teurer das Öl, desto kürzer ist es in der gewünschten Qualität haltbar.

Posted by banana at 10:13 FM | Comments (19)
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