Mai 31, 2011
Galama Mofette Gelee

Die meisten Besucher dieser Seite kommen auf diese Seite, weil sie in der Google Bildersuche nach "Wurst" gesucht haben. Das ist eine sehr unbekannte Tatsache. Vielleicht deswegen, weil sie sehr uninteressant ist.
Eine Sache, die ich schon lange Zeit in meinem Inneren drin verfolge, ist, wie das eigentlich mit dem Schilderaufhängen ist. Manche Leute lieben das ja. Schilder im Büro aufhängen, das ist für die wahnsinnig toll. Vielleicht ist es für sie aber auch nicht toll und nur wahnsinnig notwendig.
Vorzugsweise passiert das in Klo oder in der Küche. Da scheint am meisten Regulierungsbedarf zu herrschen.
Ich glaube, mit den Leuten, die Schilder aufhängen ist das so ähnlich, wie mit den Hunden, die ihr Revier markieren. Das ist einfach so drin in denen.
Da gibt es so Prophylaktiker. Wenn die in ein neues Bürogebäude ziehen, dann suchen die erstmal irgendwo nach der lustigsten Anleitung zur Benutzung einer Klobürste in der schlechtesten verfügbaren Qualität und kleben das erstmal in jedes Klo im ganzen Gebäude, noch bevor der erste gestuhlt hat. Da wird dann erstmal klar gemacht, dass in den neuen Räumen Ordnung herrscht. Vielleicht ist das aber auch die Klobürstenlobby. Da bin ich nicht so sicher.
Das ist immer das Allerwichtigste, dass in jedem Klo ein Schild darauf hinweist, dass man die Klobürste benutzen soll.
Manche Leute formulieren diese Schilder auch selbst. In diesem Fall ist es wichtig, dass einmal das Wort "Bremsstreifen" in Anführungszeichen vorkommt (vgl. die Pflichtworte "Corazón" in spanischen, "Canzone" in italienischen und "Jour" in französischen Liedern).
Neu war mir aber - und das ist der Teil, wo die Hunde ins Spiel kommen - dass Leute, die gerne Schilder aufhängen auch gerne auf Schildern von anderen rummalen, lustige Kommentare oder Verbesserungen abliefern, ganz so, wie die Hunde, die auch gerne ihren eigenen Geruch über den Geruch eines Kontrahenten laufen lassen.
Meine Theorie ist folgende: Das machen die Leute nur, weil für sie diese Schilder wahnsinnig wichtig sind. Sie beschäftigen sich damit. Alle anderen ignorieren diese Dinger einfach. Nur nicht die Schilderaufhänger, die können das nicht. Die müssen dann was machen. Die sind dann vom Zwang getrieben. Vom Schilderbemalzwang.
Ich selbst hänge auch gerne Schilder auf. Ich habe eine recht ansehnliche Sammlung von Anleitungen zur Benutzung von Klobürsten. Manche habe ich sogar selbst mit Buntstiften ausgemalt und akurat mit der Schere auf Größe geschnitten.

Posted by banana at 01:04 EM | Comments (39)
Mai 29, 2011
Can't remember

Ich finde immernoch, dass diese Männerfrisur, bei der man oben auf dem Kopf in der Mitte keine Haare hat, total doof aussieht. Scheint sich aber in der Business-Welt durchaus verbreiteter Beliebtheit zu erfreuen.
Sieht trotzdem scheisse aus.

glatzos.png

Posted by banana at 04:41 EM | Comments (30)
Mai 23, 2011
Zona Infantil

Das Schöne an Ostern ist ja, dass dann keine Weihnachtslieder im Radio gespielt werden.
Musste mal gesagt werden.
Osterlieder scheint es zum Glück nicht zu geben. Zumindest keine von Popstars, die damit ihr Konto andicken wollen.
Aber Hasenlieder gibt es. Die kommen aber eigentlich auch nicht im Radio. Als Kindo habe ich das Lied "Ein Hase saß im tiefen Tal" nicht gerne gesungen, weil ich am Ende immer weinen musste. Aus Mitleid mit dem Hasen, weil er am Ende bei trocken Brot und Gänsewein eingesperrt wird.
Heute rührt mich das Schicksal des Hasens nicht mehr. Ich denke, er wird nicht lange im Kittchen blieben, nur weil er mit seinem Fallschirm im Parkverbot gelandet ist. Das ist eine unhaltbare Anklage und meiner Meinung nach reine Willkür. Wobei - man weiss ja nicht, wo sich das "tiefe Tal" befindet. Vielleicht in einem faschistischen Schurkenstaat. In diesen Ländern sollen Leute schon für weniger in den Knast gewandert sein. Und die wären froh, wenn sie Brot und Wasser bekommen würden.
Ich glaube, das Lied ist nichts mehr für mich. Ich werde es ab jetzt nicht mehr singen, wenn ich nicht ausdrücklich darum gebeten werde.
Als ich noch um den Hasen weinte, wusste ich noch nicht, dass Hasen zwei verschiedene Kackas produzieren und eine davon nach dem kacka sofort auffressen. Seit ich von dieser Praktik weiss, habe ich kein Mitleid mehr mit dem Hasen. Und ich denke auch, dass der Hase spätestens dann, wenn er mit diesem Verhalten im Gefängnis anfängt, ganz schnell wieder auf freiem Lauf sein wird.
Oder wie heissen die Füße beim Hasen. Kann sich ja kein Mensch merken, diese ganze Jägersprache. Dabei handelt es sich nicht - und ich betone nicht - um Jägerlatein. Das ist eine ganz andere Sache.
Hm. Ist ja alles etwas uninspiriert hier, heute. Ich glaube nicht, dass sich das noch ändern wird und verbleibe mit freundlicher Empfehlung.

Aber wo wir gerade bei dem Hasenlied waren: Es steckt voller Ungereimtheiten und das kann ich nicht unkommentiert lassen.
Wenn der Hase Segelflug übt, warum sitzt er dann im tiefen Tal? Das macht man doch besser von Bergen aus (vgl. Wasserkuppe).
Und wenn der Hase Segelflug übt, warum ratternt, knattert, pufft dann der Motor?
Oder handelt es sich bei dem Apparat gar um einen Motorsegler? Das würde auch die Sache mit dem Tal erklären.
Ach und weh und weh und ach.

Posted by banana at 11:20 FM | Comments (26)
Mai 22, 2011
Give this song another listen

So, für mich, damit ich beim nächsten Mal nicht wieder ewig suchen muss.
Beim nächsten Mal: Weniger machen (die Hälfte reicht auch), evtl. mehr Karotten, evtl. mehr Gelantine (eigentllich soll das mit Schmodderfleisch gemacht werden, was wohl für mehr Festigkeit sorgt), evtl mehr Essig.

Sauerfleisch/Sülze
500g Fleisch (z.B. Schweineschinkenbraten)
1l Brühe, stark gewürzt
1 Zwiebel, gespickt mit 2 Lorbeerblättern und 4 Nelken
Gelantineblätter für 1l Flüssigkeit
150ml Essig
4 Gewürzgurken

2 große Karotten
2 Zwiebeln

Karotten schälen und in dünne Scheiben schneiden
Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Halbringe schneiden

Das Fleisch in der Brühe 1/2h kochen
die Karottenscheiben hinzugeben
Beides weiter 1/2h kochen

Das Fleisch aus der Brühe nehmen, die Zwiebelscheiben in die Brühe geben und die Brühe wieder kurz aufkochen lassen.
Dann die Brühe durch ein Sieb ein den Sülzebehälter abgiessen, dabei die Karotten und Zwiebeln auffangen.
Die Gelantine in kaltem Wasser einweichen.
Den Essig in die Brühe geben (es muss saurer schmecken, als man möchte, die Säure wird beim Eindicken abgemildert)
Die Brühe mit Salz und Pfeffer nach Geschmack abschmecken
Das Fleisch in ca 1cm große Würfel schneiden
Die Gelantine ausdrücken und in die Brühe geben. Verrühren, bis sie sich aufgelöst hat.
Die Fleischwürfel in die Brühe geben.
Die Karotten und Zwiebeln aus dem Sieb in die Brühe geben.
Die Gewürzgurken in Scheiben schneiden und in die Brühe geben.
Alles durchrühren.
Abkühlen lassen.
Über Nacht kalt stellen.

Fertig.

Posted by banana at 05:57 EM | Comments (25)
Mai 20, 2011
Was ist den Aromaöl?

Veranstaltungshinweis: Demnächst ist hier in der Kläranlage Tag der offenen Tür. Nix wie hin.

Gestern sah ich den Film "Senna" im Kino. Die Handlung war fand etwas langweilig und teilweise für normale Leute auch etwas kompliziert. Ich weiss auch nicht, warum man den Text der Schauspieler nicht übersetzt hat, die Bildqualität war schlecht. Trotzdem muss ich sagen, die Schauspieler gut gespielt haben. Die Rennautos waren auch nicht auf der Höhe der Zeit (z.B. Knüppelschaltung statt Schaltwippe, kein Boxenfunk, Zigarettowerbung draufgemalt). Achtung, Spoiler: Der Hauptdarsteller stibt am Ende des Films. Ende vom Spoiler Alert.
Kann man sich aber trotzdem anschauen. Immer noch spannender, als Fernsehprogramme, die nicht gut sind.

Dann war ich noch einkaufen. Dabei ist mir aufgefallen, dass zwischen der Bundesrepublik und der Vollbeschäftigung vor allem eines steht: Die Kompliziertheit der meisten Berufe. Die Kassiererin war zum Beispiel etwas überfordert. Sie zog meinen Artikel über den Scanner, aber der Scanner machte kein helles "Alles ok-Piep", sondern ein dunkles "Kann ich nix mit anfangen-Mööp" und da war die Frau etwas aus dem Konzept gebracht. "Sie mit ihrem blöden Saft" sagte sie. Ich überlegte kurz, ob ich etwas schnippisches erwidern sollte oder sie darauf hinweisen sollte, dass es strenggenommen kein Saft, sondern ein isotonisches Erfrischungsgetränk sei, beschloss dann aber, dass sich beides nicht lohnen würde und grinste nur dämlich aber fest entschlossen, den Discounter nicht ohne den Saft zu verlassen.
Die Frau schnaubte ein paarmal und machte ratlose Gesten. Ich machte nichts. Dann zog sie das Paket nochmal über den Scanner und der "Alles ok-Piep" ertönte.
Da hatte sie wohl den falschen Barcode erwischt. Ich gab ihr das Geld, sie gab den Betrag des überreichten Geldes ein, die Kasse zeigte an, was sie rauszugeben hatte, sie gab es mir raus. Ich ging raus und da kam mir der Gedanke, dass zwischen der Gesellschaft und der Vollbeschäftigung einfach die Kompliziertheit der Berufe steht.
Wie kann man auch zwei verschiedene Barcodes auf ein Produkt drucken? Man kann doch nicht erwarten, dass ein Mensch alle Barcodes der Welt kennen kann und im hektischen Kassenaltag sozusagen in Echtzeit entscheiden soll, welcher zu benutzen ist. Das geht doch nicht!

In Spanien protestieren wohl gerade sehr viele Leute gegen die Wirtschaftskrise. Das klingt jetzt erstmal so, als würden die Leute gegen schlechtes Wetter demonstrieren oder gegen eingewachsene Fußnägel. Ist aber nicht ganz so. Es ist ja auch schwer einzusehen, das mit der Arbeitslosigkeit und mit dem Geld im Arsch der Banken und überhaupt.
Unsere Meinung als Deutsche: Ihr faules Pack! Macht mal weniger Urlaub und arbeitet mal länger. Dabei machen Arbeitslose ja sowieso nur Urlaub, das faule Pack!
Naja, jetzt haben die denen wohl das Protestieren verboten, weil die Proteste die Wahlen behindern. Finde ich auch super. Achso - die Protestanten haben dazu aufgerufen, nicht die großen Parteien zu wählen. Aber das ist bestimmt wieder alles ganz anders, als es aussieht. Kann ja auch nicht so wichtig sein, wenn kein deutsches Medium über die Proteste berichtet.

Und wieder gilt (wie immer): Alles viel zu kompliziert. Weg mit der Kompiziertheit (weil sie alles so kompliziert macht).

Posted by banana at 09:14 FM | Comments (22)
Mai 13, 2011
Jubel, Trubel, Heiserkeit

Ich finde ja, dass das Wort "flittern" wahnsinnig anstrengend klingt. "Willi Und Katie flittern an einem geheimen Ort" habe ich heute gelesen. Die Armen. So eine Flitterung kann sich ja gerne mal über zwei Wochen hinziehen. Da werde ich schon beim lesen müde. Das klingt, als würden die die ganze Zeit durchvöckern. Das ist doch nicht schön, sowas. Auch mit Knieschützern. Ich habe heute auch noch gelesen "Rechte Hoden machen Jagd auf Ausländer". Aber da habe ich mich nur verlesen. Ist ja nicht auszudenken, was es für ein Geschäume gebe, wenn nur der rechte Hoden Jagd machen will und der linke nicht. Zum Beispiel, weil er gerade lange zwei Wochen durchgeflittert hat.
Gestern saß setzte ich mich hin, um ein Cowboylied zu schreiben. Ich habe dann auch gleich sehr schwungvoll eine erste Zeile abgeliefert, die sich gewaschen hatte. Und auch eine zweite und eine dritte, die ebensfalls nicht unsauber waren, aber dann kam mir der Fluss ins stocken, weil mir kein Reim auf "Prärie" einfiel. Ich spielte etwas mit "Geometrie", "Galaxy" und "Ironie" herum, verlor dann aber schnell das Interesse und wandte mich Telespielen zu. Daran sieht man: Man sollte erst zu Reimlexika greifen, wenn man sehr verzweifelt und zu allem entschlossen ist und: Telespiele killen den Kreativen Output. Und: Output sollte man nicht benutzen. Ausstoß ist doch viel schöner. Bei Bin Laden haben sie ja angeblich auch Killerspiele auf dem PC gefunden.
Am Wochenende geht es mal wieder rund: Der Europäische Liederkranz gibt sich ein Stelldichein und die Eintracht aus Frankfurt spielt gegen den BVB. Sie haben noch eine Chance auf den Klassenerhalt. Sie müssen gewinnen und alle anderen müssen verlieren oder so ähnlich. Aber mathematisch geht es noch, deswegen soll man die Hoffnung nicht aufgeben.
Obwohl - in der Vereinshymne heisst es "Schwarz-weiss, wie Schnee, das ist die SGE". Seit wann ist denn Schnee bitteschön schwarz? Schnee ist so schwarz, wie eine Haselnuss schwarz-braun ist, nämlich gar nicht. Wer derartige Farbschwächen derart ostentativ vor sich herträgt, der ist in der zweiten Liga ganz gut aufgehoben, wie ich finde. Vielleicht wird dann auch nicht mehr der ganze Wald gesperrt, wenn die mal spielen. Dann kann ich auch wieder mit dem Fahrrad hinfahren, wo ich will.
Achso - wo wir bei Fanhymnen für die Eintracht sind. Eine andere geht so "Adler auf der Brust. Nie mehr zweite Liga". Hm. Hm. Man hätte es ja nicht beschreien sollen.
Das blöde ist aber, dass die Eintracht aus Braunschweig aufgestiegen ist und dass es jetzt zum Spiel Eintracht gegen Eintracht kommen wird und ich gesagt habe, dass ich, fände diese Begegnung statt, sie mir anschauen würde. Und das muss ich jetzt wohl. Dabei ist das doch total langweilig.
Das war so, wie damals, als ich sagte, ich gehe erst in "Der Herr der Ringe", wenn sie alle drei Teile am Stück zeigen.
Man hätte es ja nicht beschreien sollen.

Posted by banana at 10:40 FM | Comments (28)
Mai 07, 2011
how could a person like you bring me joy

"Jaja", so höre ich viele sagen "endlich gibt es wieder Tomaten, die diesen Namen auch verdienen". Ich glaube ja nicht, dass die holländischen Tomaten ihren schlechten Ruf noch einmal los werden. Die stehen da jetzt in der geschmacklosen Ecke und werden die ganze Zeit nur gedisst. Da könnten die Holländer die besten und schmackhaftesten Tomaten der Galaxie machen, viele Leute würden immer noch behaupten, sie wären der vierte Aggregatszustand von Wasser. Und dann würden sie auch noch denken, sie wären total lustig, obwohl der Witz schon zwanzig Jahre alt ist und ihn sogar schon der letzte Oppa aus Radevormwald gehört hat. Und sogar aus Radehintermwald.
Das spanische Zeug hat den schlechten Ruf nicht. Komisch. Dabei ist es da eigentlich noch extremer, als in Holland. Ich war neulich da und konnte mich selbst davon überzeugen. Die dortige Anbauung von Atzung ist im ganz großen Stil aufgezogen. Ich habe sie gesehen, die Plantagen für Orangen für einen berühmten Onkel. Sie wachsen dort unten, Baum an Baum. Orangen kann man ja nur einmal in Jahr ernten. Im Gegensatz zu Zitronen (dauernd) oder Grapefruit. Deswegen gibt es die Orangen ja auch nur um die Weihnachtszeit. Dafür gibt es aber das ganze Jahr über Orangensaft. Wie passt das denn zusammen? Wie passt das denn bitteschön zusammen?! Macht Euch da mal Gedanken drüber, schreibt sie auf und legt sie in einen Kasten, den ihr dann vergrabt.
Ach, geh mir doch weg mit dem scheiss Geocaching. Die Geocacher sollte man alle in einen Sack stecken und mit dem Knüppel draufhauen, da würde man immer den richtigen treffen.
Obwohl - wer geocacht, der macht in der Zeit nichts schlimmes, wie z.B. industrieller Gemüseanbau.
Wie gesagt, die spanischen Sachen haben nicht so ein schlechtes Image, wie die Sachen aus Holland. Komisch. Vielleicht, weil es da wärmer ist und es nicht so viele Leute mit Wohnwagen gibt, die die Autobahn voll machen. Wenn man eine Tomate kauft, auf der steht "Spanien", dann denkt man "lecker! Von der Sonne verwöhnt! Olé". Aber dabei weiss man gar nichts über die Umstände, unter denen diese Tomate entstanden ist.
Ich finde, die besten Tomaten kommen aus Italien, dem Land, in dem die Tomaten noch blühen.
Das musste alles mal unbedingt gesagt werden.

Posted by banana at 02:24 EM | Comments (29)
Mai 03, 2011
Laber, laber, laber

Was viele Leute nicht wissen: Keiner weiss so richtig, wofür das "G" in "G-String" (also die Unterbüchse) eigentlich steht.
Manche sagen, es stünde für "Groin", aber da ist man sich, wie gesagt, überhaupt nicht sicher.
Für die Form steht es schonmal nicht. Also, zum Beispiel, wie beim T-Shirt oder beim T-Bone Steak.
Das ist doch wirklich erstaunlich.

Zwei meiner Lieblingsmomente während des Urlaubes in Taiwan:
Wir fahren in einem mit bunten Vorhängen behangenen Bus von Taichung nach Habeichvergessen. Im Bus sitzen fast Ausschließlich ältere Taiwanesinnen, die ernste Mienen tragen. Der Fahrer, der selbst um die 60 Jahre alt gewesen sein wird, trägt eine Baseballmütze und hat sichtlich Spaß an der Musik, die er laut aufgedreht hat. Aus den Lautsprechern kommt "Promiscuous Girl".

Wir steigen aus einem Vorortzug aus. Der Ort heisst Fengfu und ist ziemlich klein. Dort, wo normalerweise Fahrtkarten verkauft werden, klafft nur ein Loch in der Wand des Bahnhofsgebäudes. Die Vereinzler, in die man normalerweise seine Fahrkarte steckt, um den Bahnhof verlassen können, sind nur Betonstümpfe. Wir treten auf die Straße. Der Ort besteht aus zehn Häusern. Kein Taxi ist zu sehen, ein Mensch auch nicht.
Natürlich wollen wir nicht in Fengfu bleiben, sondern wollen zur nächsten Achterbahn, die ungefähr 10 Kilometer entfernt ist.
Wir gehen in eines der beiden Geschäfte der Stadt. Bei uns würde man es Tante Emma Laden nennen, ich weiss aber nicht, welche Vornamen alte Taiwanesinen normerweise haben.
Der Besitzer schaut uns mit freundlichem Interesse an. "Taxi" sagen wir. Der Besitzer geht mit uns vor die Tür des Ladens und zeigt auf das andere Geschäft der Stadt. "Taxi!" sagt er und zeigt auf den Laden.
Als wir den Laden betreten und "Taxi" sagen, sagt der Besitzer "I am Taxi", lacht, zieht eine Jacke an, macht seinen Laden zu und fährt mit uns in seinem Privatauto zur nächsten Achterbahn.

Posted by banana at 04:16 EM | Comments (19)
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