Februar 25, 2011
Graue B-Film Helden

Ich mache ja eigentlich jeden Scheiss mit. Ich habe auch mal eine Weile "Die Sims" gespielt. Aber nicht besonders lange. Dauernd musste man den Müll rausbringen und zur Arbeit gehen. Das mache ich im echten Leben schon nicht besonders gerne, warum sollte ich das denn dann auch noch im virtuellen Leben machen?
Jetzt gibt es aber eine neue Software, die noch interessanter ist, der §§a href="http://www.kehrmaschinen-simulator.de/">Kehrmaschinen Simulator§§/a>. Ich glaube, wenn man das oft genug und gerne genug spielt, dann ist es in diesem Bereich leichter, sein Hobby zum Beruf zu machen, als in anderen Bereichen. Zum Beispiel als Kunstmaler oder Musiker.
Ich würde mir aber noch einen anderen Simulator wünschen: Den Staubsaugsimulator. Mit vielen Staubsaugermodellen zur Auswahl (in 3d und mit Originalklang) und mit Level-Editor. Im Editor kann man dann seine Wohnung nachbauen und dann virtuell Staubsaugen. Auch von unterwegs! Das wäre der Knaller!

Posted by banana at 02:18 EM | Comments (11)
Februar 22, 2011
I'm a bad boy 'cause I don't even miss her

Ich finde ja, dass eine Universität kein rechtsfreier Raum sein sollte. Aber mich fragt ja keiner.
Manchmal muss ich auch sehr komplizierte Sachen machen. Und ich habe auch schon in der Vergangenheit komplizierte Sachen machen müssen und da habe ich so einige Erfahrungen gesammelt.
Oft sehen Sachen gar nicht so kompliziert aus, wie sie wirklich sind (vgl.: Armbanduhr, Kleinwagen, Atomkraftwerk), deswegen sollte man Sachen, bei denen auch nur der leiseste Verdacht besteht, sie könnten kompliziert sein, sofort so behandeln, als wären sie auf jeden Fall kompliziert. Dann hat man vielleicht mehr Arbeit, aber wenn es dann doch unübersichtlich wird, dann dankt man sich dann später, klopft sich auf die Schulter und sagt das Wort "Ja!".
Meine Lösung, um mit komplizierten Sachen umzugehen, besteht darin, mit sich selbst so umzugehen, als wäre man total doof.
Wenn ich zum Beispiel eine komplizierte Ausarbeitung schreibe, bei der ich die Arbeit anderer Menschen zitieren muss, dann markiere ich die Sachen, die nicht von mir sind, sofort so, dass man (und ich) sehen kann, von wem sie eigentlich sind, wo sie anfangen und wo sie aufhören. Wenn man das nämlich nicht macht und dann später versucht, in einem separaten Arbeitsgang, alle Zitate zu kennzeichnen, dann kann es schonmal sein, dass man den Überblick über seine Quellen verliert. Also: Am besten gleich eine Fußnote dran oder Anführungszeichen drumherum oder beides. Ja, am besten beides, man ist ja doof und vergesslich und hinterher hat man sich dann doch Ärger und Arbeit gespart.

Posted by banana at 12:19 EM | Comments (12)
Februar 17, 2011
All work an no play makes Jack a dull boy

Ich kann Jack Torrance zur Zeit wirklich ganz gut verstehen. Ich könnte meine Tage auch gut damit füllen, "Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen" in eine Schreibmaschine zu tippen und die vollgeschriebenen Blätter zu stapeln. Jack Torrance ist der Typ aus "Shining" (Deutscher Titel) Im Englischen heisst er "The Shining", was mal wieder einige Fragen aufwirft: Warum hat man das "The" im Deutschen weggelassen, das Wort selbst aber nicht übersetzt? Das Weglassen kann ich mir erklären: Man wollte den Film nicht "Die Shining", "Der Shining" oder "Das Shining" nennen, was auch nur mehr, als verständlich ist. Warum man "Shining" nicht übersetzt hat, verstehe ich aber nicht. Vermutlich hat man den Englischen Titel nicht verstanden. Tu ich ja auch nicht.
Ist aber schon komisch, oder? Der Jack ist den ganzen Tag am Tippen, also am Arbeiten, aber er strengt seinen Kopf nicht an, um sich etwas auszudenken. Na klar, denkt man, sich was auszudenken, ist ja auch Arbeit. Wahrscheinlich hat der es gar nicht drauf, sich einen Roman auszudenken. Er wäre zwar gerne ein großer Schriftsteller, aber er hat das Zeug nicht dazu. Immer das gleiche zu Tippen ist da einfach leichter, verkauft sich aber dann nicht so gut.
Beim Theo war das ja irgendwie dann doch anders. Da denken dann alle, er wäre faul gewesen, weil er manche Sätze kopiert hat. Man muss aber auch erstmal die Sachen kennen und finden, die man kopieren möchte. Das muss ja auch alles in den Kontext passen. Das ist auch gar nicht so einfach. Deswegen verstehe ich nicht, warum sich da alle jetzt so aufregen. Der soll einfach seinen Doktor zurückgeben und gut ist.
Warum ist eigentlich Bass so angesagt? Da fahren doch alle drauf ab. Alles muss viel Bass haben, im Auto muss das Nummerschild schnarren, wenn man die Lala aufdreht. Ach was, die Verkehrschilder müssen schnarren und das Rot der Ampeln verschwimmen. Aber warum gerade Bass? Weil man damit am besten seinen Mitmenschen auf den Sack gehen kann? Weil Tieftöner teurer sind, als Hochtöner? Weil Subwoofer so ein cooles Wort ist?
Ich meine, man hätte sich doch auch für die Höhen entscheiden können. Das wäre doch auch mal schön gewesen. Da rollten dann Plastikbeklebte Kompaktautos an einem Vorbei, in denen es Zitscht und Zirpt, dass die Hunde Reisaus nehmen. Die Superwoofer würden Treble in die Luft nähen, der sich nur ganz kurz unterhalb der Hörgrenze eingeschwungen hat. Aber nein, es muss ja Bass sein. Wahrscheinlich weil Bass nicht so weh tut.
Weicheier.

Posted by banana at 01:34 EM | Comments (16)
Februar 14, 2011
160kb

Gestern hörte ich eine Werbung im Fernsehen "Sei schlau, telefonier blau" hieß es da. Ich finde das gar nicht schlau und würde das auch nicht empfehlen. Ich selbst habe vor vielen Jahren schon Erfahrungen gemacht und es waren keine Guten. Manchmal kommt man abends nach Hause, vielleicht nach einem geselligen Abend mit Freunden und dann ist man der Meinung, es wäre eine gute Idee, eine Frau anzurufen, die man ganz toll findet. Man ist ganz begeistert von der Idee und man kann sich auch gar nicht mehr erklären, warum man sich die ganzen Tage davor nicht getraut hat, diese Frau anzurufen. Ok, es ist schon halb drei in der Frühe, aber es gibt keinen falschen Zeitpunkt, um gesagt zu bekommen, dass man geliebt wird.
Am nächsten Morgen weiss man dann aber, dass es dafür doch einen falschen Zeitpunkt gibt. Und dass es auch einen falschen Zustand gibt, um das zu sagen. Also, liebe Leute: Blau zu telefonieren ist nicht schlau!
Dann bekam ich heute noch eine e-Mail mit einer Einladung zu einer Besprechung. Die e-Mail hatte bestand aus etwas Text und ein bisschen Firmenlogo und umfasste 160kb. Die Nachricht hätte also nicht auf einem C64 angezeigt werden können, weil der nur über 64kb Hauptspeicher verfügt. Man hätte sie aber gerade so auf eine C64 Diskette speichern können, was aber etwas witzlos gewesen wäre, weil sie ja nicht komplett in den Speicher gepasst hätte.
Wenn es stimmt, dass die Mondfähre in etwa die Rechenleistung eines C64 hatte, dann hätten die Astronauten die e-Mail auch nicht mit auf den Mond nehmen können. Oder, wenn sie sie mitgenommen hätten, dann wäre kein Platz mehr für andere Daten gewesen. Das wäre dann bestimmt famos gelaufen. Und ich hätte nicht im Raumanzug desjenigen Stecken wollen, der sich dafür entschieden hat, lieber die e-Mail, als das Landeprogramm mitzunehmen. Naja, ist ja alles gut gegangen, damals. Da gab es ja noch keine e-Mails.

Posted by banana at 02:41 EM | Comments (25)
Februar 11, 2011
Hauptsache Gesund

Hier ein paar Sachen:
In Amerika wird es demnächst eine neue Ausgabe von "The Adventures of Huckleberry Finn" geben, in der das Wort "Nigger" nicht mehr vorkommt.
Stefan Mross hat eine Cover-Version von "Das macht doch nichts, das merkt doch keiner" von Hans Scheibner aufgenommen.
Der Film "Bernhard und Bianca, die Mäusepolizei" trägt im Original den Titel "The Rescuers".
Der Film "Aristocats" trägt im Original den Titel "Aristocats".
Was der Fick?
Wieso nennt man "The Rescuers" "Bernhard und Bianca, die Mäusepolizei" und nicht "Die Retter?" und wieso nennt man "Aristocats" "Aristocats". Ich erinnere mich, dass ich als Kind mit dem Wort "Aristocats" überhaupt nichts anfangen konnte. Es waren für mich halt "Aristo-Katzen". Was eine Aristo-Katze ist, war mir allerdings überhaupt nicht klar, aber auch nicht so interessant. Der Film deswegen für mich auch nicht. Da war offenbar jemand nicht daran interessiert, dass ich, ich kleines, armes, dünnes, deutschsprachiges Kind, ihn verstehe. Ich habe mir den Film dann auch nicht angeschaut. Naja, wir waren eben sehr arm.
Dafür habe ich mir aber aber Bernhard und Bianca andgeschaut, die Mäusepolizei, dabei waren die gar nicht von der Polizei. Nichtmal Geheimpolizei oder Miliz oder sowas. Bianca heisst im Original übrigens Bianca und Bernhard heisst im Original Bernhard.
Und "Mit Schirm, Charme und Melone" heisst im Original "Avengers".
Mein Schädel, mein Schädel.
Jaja, die Zeiten, in denen man in der Deutschen Übersetzung noch Extrawitze eingebaut hat. Wahrscheinlich war man da der Meinung, man hätte bei Ausgrabungen plötzlich den Deutschen Humor entdeckt. Das war aber eine komplette Fehlentwicklung (Vgl. Ro 80 und Deutscher Hip Hop). Es gibt übrigens auch Christlichen Hip Hop, um den Hip Hop mal aus seiner Umklammerung zu befreien. Kann man auch gut ohne leben. White Metal gibt es ja auch. Das ist Christlicher Metal. Kann man auch gut ohne leben. Christlicher Metal und Jesus haben wenigstens die langen Haare gemeinsam, aber Christlicher Hip Hop?. Was zum Fick.
Ich gebe das mal in eine beliebte Suchmaschine meiner Wahl ein.
Such such such such.
Naja. NdRw. Nicht der Rede wert. Gibt es eigentlich auch diabolischen Country. Oder Western? Wir können beides: Diabolischen Country und Western. Vielleicht könnte man damit was reissen. Zum Beispiel im Bible Belt. Die verbrennen ja gerne mal was. Macht man bei uns nicht mehr. Gott sei dank.
Nochmal zum christlichen Hip Hop da schreibt einer, er bräuchte niemanden, der die zehn Gebote rappt. Geht ja auch nicht. Damals war der Flow noch nicht erfunden. Ich glaube, der wurde erst in den Neunzigern von Eminem erfunden. Vielleicht bringt ja jemand bald mal die Zehn Gebote raus, in denen der Flow vorkommt. Das wäre mal was. Dann könnte man sich die auch besser merken. Vor allem die Nummern zu den Geboten, da komme ich jeden Tag durcheinander.
Ansonsten gibt es nicht viel zu erzählen. Aber wir leben in Zeiten, die Geschichte schreiben. Das sollte man sich immer vor Augen führen. Falls man später mal gefragt wird "Und, was hast Du gemacht, in diesen Zeiten, die Geschichte schrieben?" Dann sollte man eine knusperknackige Antwort parat haben, die auch hart ist und gegen Abrieb geschützt ist. Ich glaube, unsere gewählten Vertreter machen sich auch gerade ein paar Sorgen. Dabei ist es doch ganz einfach: Es ist irgendwie zum Beispiel irgendwie ärgerlich, dass geschrieben, dass der Strompreis viel zu hoch ist und man dann die Gewinne sieht, die die Konzerne machen und man dann hört, wie der Bundesirgendwas Minister sagt, dass bald die Strompreise steigen werden, weil man in die Stromnetze investieren muss, weil ja schon fünf vor dunkel haben. Da habe ich jetzt sogar das Atom noch aussen vorgelassen. Das finde ich auch alles sehr ärgerlich, weil es ungerecht ist und unehrlich. Ist ja so ähnlich, wie in Nordafrika. Die Leute finden es nicht so lustig, dass sie kein Geld und keine Chancen haben und dafür ein paar wenige Geld zum Schwimmen haben. Naja, mit den Chancen, das steht auf einem anderen Blatt. Was zum Fick.
Und ab.
Bis bald.

Update: Ich habe auch gerade herausgefunden, dass es im Cricket "Tea Breaks" und "Lunch Breaks" gibt. Aber nur bei den Five Day Matches.

Posted by banana at 11:16 FM | Comments (9)
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