August 26, 2010
Grunge tried to kill the metal

Schon länger glimmt in mir der Wunsch, wie Teil einer Band zu sein. Ich möchte auf der Bühne sitzen und mit Anlauf in die Saiten hauen, dass sie nur so schwingen, während vorne der Frontalmann eine Schau abzieht, dass sämtlichen Zuhörern warm um Herz wird vom Rasen ihrer Herzschrittmacher.
Leider befinden sich alle existierenden Musikstile in einer Sackgasse. Beim Schlager drehen sich sämtliche Texte nur um Höckern. Beim Christlichen Hip Hop ist zu viel Christlichkeit drin. Negerpunk existiert gar nicht erst und House. Naja, da weiss ich gar nicht, was das eigentlich ist.
Deswegen ist es Zeit, ein neues Musikgenre zu schaffen. Es muss eine Symbiose sein aus zwei Stilen, die in der Vergangenheit bewiesen haben, dass sie unsterblich sind, zeitlos (abgesehen von den Frisuren) und mit einem deutlichen Fokus darauf, dass sich die jeweiligen Teilnehmer technisch so richtig endkrass austoben können und trotzdem immernoch sämtliche Stunden des Tages für Üben verwenden können.
Lange Zeit saß ich unter einem Baum und dachte nach. Plötzlich kam ein Gewitter auf und Blitze durchblitzten den Himmel. Nur ein Tier trotzdem dem Gewitter und schlug mit seinem Kopf gegen einen Stamm: Ein Specht.
Das war ein Zeichen.
Ich wusste, dass die beiden Genres, die es zu vereinen galt Metal und Stepptanz waren. Und ich wusste auch den Namen für diese neue Musik: Sie sollte Metap heissen. Metal and Tapdance.
Auch meine Band wird Metap heissen. Das erste Album wird Olism heissen und das zweite wird So(u)les of Steel heissen.
Ich weiss nur noch nicht, ob der Sänger auch Steptanzen muss oder ob es einen Spezialisten dafür gibt. Auf jeden Fall müssen alle lange Haare haben. Das hält die Belegschaft jung.
Für manchen mag es jetzt so scheinen, als würden Metal und Stepptanz nicht zusammenpassen, aber diese zweifler werden mit Eisenharten Schlägen zerschmettert werden, während die Stahlsohlen des Grim Tappers dazu höhnisch klicken werden. Es wird sein, wie die Hochzeit von Steffi Graf und Andrew Agassi. Hinterher wird es allen klar sein und alle werden weinen, weil sie es nicht vorher sehen konnten.
Bis dahin denke ich noch etwas über die Sache nach.

Posted by banana at 12:21 EM | Comments (9)
August 23, 2010
She's five feet tall and sick of me

Aus: Gespräche mit banana. Heute: Nachgefragt.
bna: Ok, I got 165 gamer points on xbox live yesterday. But now I have - how do you say "Mein Pulver verschossen?"
soa: You can say "I've blown my load".
bna: Is that a sexual reference?
soa: Well, yes.
bna: But you can blow your load ten times.
soa: I am not going to discuss that with you now.

Ich muss übrigens Gesundheitsbedingt gerade meine Nase täglich mit einer Nasendusche durchduschen. Das ist sehr lustig. Wenn man Wasser in der Nase mag. Ich versuche es immer so hinzudrücken, dass mir noch möglichst viel Wasser in der Nase bleibt, nachdem ich mit dem Duschen fertig bin. Dann sitze ich auf meinem Stuhl und drehe und wende den Kopf und lasse Wasser aus der Nase auf die Tastatur laufen. Manchmal kommt das Wasser auch erst aus der Nase raus, wenn ich zu Bette liege. Das ist dann nicht so schön, weil das Kissen nass wird und ich die Zugehfrau schon nach Hause geschickt habe. Ansonsten kann ich das Nasenduschen aber einschränkungslos empfehlen. Vor allem wegen dem Wasser im Kopf. Geholfen hat es noch nichts, aber ich bin wahrscheinlich einfach zu ungeduldig. Mang mang mang.

Geduldig scheinen aber die Verantwortlichen der englischsprachigen Wikipädie zu sein. Und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass §§a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Indira_Weis">dieser Artikel hier§§/a> von einem Deutschen Fan der lieben Indira von Bro'Sis geschrieben worden ist. Wer sollte sich auch sonst für sie interessieren? Das meine ich jetzt gar nicht böse, ehrlich. Ich glaube, in der Deutschen Wikidingi wäre der Artikel schon längst gelöscht worden, wegen fehldender Relevanz oder wie das heisst.
Aber auf §§a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Indira_Weis">Deutsch§§/a> gibt es den Artikel auch. Wobei - der Englische ist ja irgendwie auch auf Deutsch.

Am Samstag war ich in Köln auf der Spielemesse.
Es ist bei Paaren beliebt, ein Schloss an der Hohenzollernbrücke zu befestigen und den Schlüssel in den Fluss zu werfen. So sieht das aus, also die Schlösser, nicht das mit den Schlüsseln.

schloesser.jpg

Bin ich der einzige, der das für eine nicht besonders gelungene Metapher für eine Beziehung hält? Ein Vorhängeschloss? Wie wäre es mit einer Kugelfessel als Alternative? Der Schlüssel muss natürlich trotzdem weggeworden werden.

In Köln war ich übrigens mit der Bahn. Meine Zuggebundene Rückfahrkarte von Frankfurt nach Köln hatte 68 Euro gekostet. So ungefähr um drei war ich mit der Messe durch, aber meine Fahrkarte war für einen Zug um 19:30 gültig. Ich ging also zum Reisezentrum (oder wird das Reisecentrum geschrieben? Ist ja alles Englischsprachig, bei der Bahn, bis auf die Zugbegleiter) und frage, was es kosten würde, die Karte so umzuschreiben, dass ich einen früheren Zug nehmen könnte. Und jetzt dürfen alle mal raten, was es gekostet hätte.
Nein, es gibt nichts zu gewinnen.

Posted by banana at 10:21 FM | Comments (16)
August 20, 2010
Raise your fist up in the air

Viele Ehepartner reden einfach nicht genug miteinander. Während Vati versucht, das Online-Formular für die Streetview-Vermatschpixelung auszufüllen, reicht Mutti gerade im Supermarkt die Payback Karte rüber.
Ist ja auch alles mal wieder sehr, sehr kompliziert. Das ganze Leben ist total kompliziert. Da bleibt es schwierig, das Oberwasser zu behalten.
Das Zeitungsfoto von dem Rentnertrupp, der vor ihren Reihenhäusern posiert, weil sie ihr Haus bei Streetview verpixeln lassen wollen, hat ja auch schon die Runde gemacht. Aber die Einbrecher aus Polen, die lesen die lokale Presse ja wohl nicht, dafür nutzen sie verstärkt das Internet, wie man hört. Besteht also keine Gefahr, wenn man ein Foto des eigenen Hauses in der Zeitung hat. Ganz im Gegenteil zum Internet.
Ich denke, Google sollte da was von Payback lernen. Die sollten einfach mehr Anreize schaffen. Kleine bunte Märkchen verteilen, die man auf das Haus kleben kann oder sowas. Oder wenn sich zwanzig Leute das Haus angeschaut haben, dann bekommt man eine Suche bei Google kostenlos oder sowas. Oder der Nachbar bekommt einfach mehr. Von was ist mehr oder weniger egal.
Dann würden die Leute sich auch für Streetview fotografieren lassen. Die sind nämlich gar nicht so. Die wollen nur das Gefühl haben, dass sie nicht über den Tisch gezogen werden, oder sie wollen einfach das Gefühl haben, dass sie mehr bekommen, als die anderen.
Oder die wollen einfach verstehen, was eigentlich passiert. Bei Payback reichen sie die Karte rüber und bekommen irgendwann ein Handtuch dafür. Bei Streetview machen sie gar nichts und dafür bricht irgendwann ein Ausländer bei ihnen ein. Ist doch klar, dass das Preis-Leitungsverhältnis da nicht stimmt.
Genau: Google: Verteilt einfach Handtücher an die Leute. Am besten aus Polen.

Posted by banana at 09:12 FM | Comments (11)
August 16, 2010
Klein holt Gold vom Turm

Was ich immer sehr interessant finde, ist, dass Menschen, die mit konstant hundert auf der Mittelspur der Autobahn vor sich hinfahren und die man unter bösem Gucken überholt, einen dann in der nächsten Baustelle zurücküberholen. Auch mit hundert. Manche Leute schätzen Veränderungen einfach nicht besonders.

Posted by banana at 12:12 EM | Comments (14)
August 12, 2010
Wichtige Frage

Hallo Piepels! Kann das mal jemand checken und confirmen? Wenn man jemandem in Outlook eine Einladung schickt, in die man ungefähr 10 Megabyte Text reingepastet hat, dann crasht das Outlook von dem Empfänger. Kann das please mal jemand confirmen, bitte?

Thx,
bna

Posted by banana at 10:32 FM | Comments (4)
August 10, 2010
This time for Australia

Als die Schweinepest sich anschickte, uns alle auszurotten, da stellten sie auf dem Büroklo ein Desinfektionsmittel neben das Waschenbecken und hängten eine laminierte Anleitung darüber. Sie ist mit "Händehygiene mit Handreiniger und Wasser" überschrieben.
Ich finde es toll. Ich stelle mir dann vor, wie ehrwürdige und gebildete Herrschaften in einem Ausschuss sitzen und über die korrekte Formulierung solcher Schautafeln beraten.
Es gibt da bestimmt ein festes Regelwerk, dem die Beschriftung zu folgen hat, da bin ich mir sicher und ich bin mir auch sicher, dass man lernen und lesen muss, bis einem die Lefzen weich werden, bis man dieses Regelwerk verinnerlicht hat.
Warum heisst es denn gerade "Handhygiene mit Händereiniger" und nicht "Händehygiene mit Händereiniger" oder "Händehygiene mit Handreiniger"? Man reinigt doch eigentlich immer mehrere Hände (so man hat), wieso heisst es dann "Handhygiene"? Naja, wenn man die Füße reinigen würde, dann würde es eben "Fußhygiene" heissen und nicht "Füßehygiene". Das ist aber keine besonders logische Erklärung, sondern nur eine Stilsache.
Beim Reiniger kommt dann aber auf einmal der Plural: Händereiniger. Dabei ist der doch für die Handreinigung gedacht. Könnte doch also auch Handreiniger heissen. Andererseits heisst es ja Autowaschanlage und nicht Autoswaschanlage.
Ist schonmal jemandem aufgefallen, dass auf den Verbandskästen immer "Verbandkasten" steht? Sagt aber auch keiner.
Ich hoffe, auf jeden Fall, dass es den Mitgliedern des Gremiums zur Beschriftung von Schautafeln sehr gut geht und dass sie ihre wertvolle Arbeit noch sehr lange leisten können. Und dass sie keine Nachwuchssorgen haben.
Echt.

Posted by banana at 10:59 FM | Comments (9)
August 02, 2010
A boy went back to Napoli

Manche Dinge machen mich einfach sprachlos.
Zum Beispiel, wenn ich bei Tempo 250 den Kopf aus dem Seitenfenster meines Autos raushalte. Etwas zu sagen ist dann schlicht unmöglich.
Leider kann man nicht allen Menschen ständig die Köppe aus den Seitenfenstern bei Tempo 250 raushalten lassen, damit sie endlich mal die Fresse halten, aber auf der anderen Seite wäre das auch gar nicht so gut für die Umwelt. "Essig, wie ein Bettler, Öl wie ein König" sagte BP und lies das Zeug in den Gold suppen. Und wo BP das Öl so großzügig in den Gold von Mexiko laufen lässt, da können wir in den Golf von uns nicht mehr so viel reinlaufen lassen. Oder eben teurer.
Aber das Loch ist jetzt ja dicht. Das Loch im Gold von Mexiko. Wurde auch Zeit.
Was man nicht machen sollte, ist am Wochenende abends in Sachsenhausen durch die Apfelweinkneipen ziehen. Zumindest sollte man es nicht machen, wenn man nicht tierisch auf Jungesellenabschiede steht. Man kann nämlich sicher sein, dass dort und dann ein gutes Dutzend Jungesellenabschiede gefeiert werden. Und Jungesellenabschiede nerven, vor allem, wenn die Junggesellen Frauen sind, also Jungesellinnen sozusagen. Von mir aus auch mit großem I, wenn es gewünscht ist: JungesellInnen.
Zum einen nervt es, weil ostentativ lustige Leute immer nerven. Und wenn so etwas Lustiges, wie ein JungesellInnenabschied gefeiert wird, dann ist man ganz besonders lustig. Ich vermute, weil man ahnt, dass man dann zum letzten Mal im Leben lustig sein kann. Warum heiraten die denn dann eigentlich? Da kann man wohl schon den Braten in der Röhre riechen.
Zum anderen nervt es, weil es einfach so viele machen. Alle machen das nach, ohne darüber nachzudenken (vgl. Tatoos, Abi-Aufkleber, FDP wählen). Zum richtigen Heiraten gehört heute einfach ein lustiger JungesellInnenabschied.
Und dann geht man nach Sachsenhausen. Am Wochenende. Und trifft dort zehn andere Gruppen, die das gleiche machen. Das ist doch doof. Da muss man doch traurig werden, so als JungesellInnen. Man freut sich auf den schönsten Tag im Leben, der ja etwas ganz Besonderes sein soll und was organisieren die FreundInnen? Einen JungesellInnenabschied in Sachsenhausen. Sehr originell ist das. Und auch sehr individuell. Da braucht man doch keine Feinde bei solchen FreundInnen.
Wobei - es geht ja auch noch schlimmer. Man könnte jemandem noch einen Gutschein für einen JungesellInnenabschied in Sachsenhausen schenken.

Posted by banana at 01:50 EM | Comments (12)
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