Mai 31, 2010
Orbit ohne Zucker

Ringlein, Ringlein, Du musst wandern, von dem einen Ort zum andern.
Und wer ihr dann am Ende hat, der ist der Gearschte.

Und wer hat den Salat jetzt? Wir! Wir, der Papst, wir, die Lena. Tolle Wurst. Will doch keiner gewinnen, den Eurovision Chanson del la Grand Prix. Ausser uns. Kostet doch nur Geld, der Kram. Und wer hat es jetzt am der Backe? Wir. Wir, der Papst, wir, die Lena und wir, die Zahlmeister und ihre Söhne.
Toll.
Langsam wird es wirklich eng. Der Koch hat das schon ganz richtig erkannt und galant den Rückzieher gemacht. Die Köche verlassen den sinkenden Brei. Sagt man ja auch. Und das stimmt.
Den Griechen bezahlen wir ihr Finanzmoussaka, den Spaniern ihre Siesta, den Portugiesen ihr Gegreine und sprudelnde Quellen munkeln, dass die Juristen von BP bereits an einer Strategie klöppeln, wie man den deutschen Steuerzahlen für das Ölloch gerade stehen lassen kann. Die Verluste müssen ja irgendwie kompensiert werden. Das ganze Öl, das da ausgeflossen ist, ist ja total nass geworden und kann nicht mehr verfahren werden. Muss ja auch jemand bezahlen. Kann ja nicht mehr verkauft werden, die Schmiere. Das sind harte Verluste und die müssen kompensiert werden. Geht ja immer um Arbeitsplätze bei sowas.
Das ist ja nichts anderes, wie die Einkommensausfälle der Fluggesellschaften wegen dem Vulkanstaubaschescheiss. Die wollen ja auch einen Ausgleich von der Regierung. Und das wird bestimmt auch klappen.
Und dann kommt dieser Song Contest de la Eurovision Chansons und alle ausser uns sind natürlich schlau und liefern blöde Lieder ab. Tarnlieder, die man schon nach dem ersten Mal Hören vergessen hat. Immer schon die Bälle flach halten.
Und was machen wir in diesen Zeiten? Zack! Den Wettbewerb gewinnen. Und was heisst das? Wir müssen den nächstes Jahr veranstalten. In Deutschland. Und wir müssen den auch bezahlen. Bezahlt sich ja auch nicht von allein, so eine Sause. Wir, die wir bereits jetzt schon dramatisch über unsere Verhältnisse leben. Und wer muss das bezahlen? Richtig! Du und ich, der kleine Mann auf dem Sofa. Entweder mit Steuergeldern oder mit der Rundfunkgebühr.
Jetzt könnte man natürlich sagen "Ok, streichen wir dafür den Musikantenstrudel oder andere Nichtsteuerzahlerbespaßungen oder den Fernsehgarten, den die Andrea für Gebührengehalt wieder moderiert, als sei nichts gewesen oder streichen wir die Sendungen mit dem Trompeter, der gerne mal seinen Siebener besoffen in Häuser lenkt", aber sowas passiert natürlich nicht. Das mögen ja die Renter. Und die will man nicht verärgern. Sonst wählen die am Ende noch die Linken oder sowas.
Also: Lena, Lena, olé. Vielen Dank auch. Wobei wir wieder bei den Spaniern wären, denen wir ihre Stierkämpfe demnächst bezahlen dürfen.
Und die Leute freuen sich auch noch.
Ist doch alles ein abgekartetes Spiel: Die Regierung braucht mal wieder etwas Volksfreudentaumel, damit sie ein paar Böcke loslassen kann, die man unter normalen Umständen nicht loslassen kann. Deswegen haben sie sich den Sieg beim Chanson Del la Grand Prix gekauft. Es gibt ja inzwischen wieder Jurys, die man kaufen kann. Und warum müssen sie den Grand Prix kaufen? Weil wir keine Chance haben, etwas bei der Weltmeisterschaft im Fussi zu reissen. Ist doch klar.
Geht schon los, mit den Böcken: Die FDP überdenkt die Mehrwertsteuerentlastung für die Hotels. Und der Schäuble will am die Sozialausgaben ran. Und an Hartz IV.
A propos Weltmeisterschaft - der, der den Ballack getreten hat, soll ja auch verklagt werden. Womit wir wieder bei BP wären.
Zwei Sachen sind sicher: Die, die wenig haben, werden noch weniger haben und die die, viel haben werden hinterher noch mehr haben.
Aber das ist ja alles eigentlich nichts Neues.

Posted by banana at 10:14 FM | Comments (42)
Mai 21, 2010
ABC, die Katze lief im Schnee

Im Büro müssen wir jetzt allen einen Online-Sicherheitstest durchführen. Für die Seite braucht man den Flash-Player und den Acrobat-Reader. Wenn es nach mir ginge, würde man den Test bestehen, wenn man unter diesen Umständen den Test gar nicht macht. Ich wollte aber das schicke "Diploma" zum ausdrucken haben und deswegen habe ich es trotzdem gemacht.

Posted by banana at 01:17 EM | Comments (13)
Mai 17, 2010
Der Abend senkt sich auf die Dächer der Vorstadt

Erst spuckt der Vulkan den ganzen Himmel voll, dann fällt der Euro in ein Tief nach dem anderen und jetzt kann der Ballack nicht bei der Fußbi-WM spielen.
Warum haben wir immer so viel Pech? Und das Wetter ist auch noch total schlecht. Wann hat das alles endlich mal ein Ende? Wann wird es mal wieder richtig Sommer? Ein Sommer, wie er früher einmal war. Mit Sonnenschein von Juni bis September.
Neulich war ich in Portugal. Dort war es sehr schön. Das Wetter war auch besser, als hier. Portugiesischer Fußballmeister ist dieses Jahr Benefica Lissabon geworden. Ich weiss das, weil eine Fan-Bar des Clubs direkt vor dem Hotel war, in dem ich wohnte und ich so hautnah die Freude der Anhänger des Clubs genießen konnte. Nachdem ich tagsüber 60 Kilometer mit dem Rad bei Gegenwind die Berge und Täler Portugals genossen habe.
Ich kann Euch eines sagen: Genießt die Ruhe, so lange Ihr noch könnt. Wenn die besoffenen Fußballfreunde hier auch ihre Vuvuzelas auspacken, dann ist es nämlich mit der Stille vorbei. Dann ist hier nämlich Achterbahn. Ja, Vuvuzelas sind diese Plastiktröten, die unglaublich billig und unglaublich laut sind. Und wenn die hier zum Einsatz kommen - und glaubt mir, sie werden zum Einsatz kommen - dann werdet Ihr Euch die Deutschlandfahnen an den Autos zurückwünschen. Es wird schlimm.
Aber Scheisse setzt sich nunmal immer durch. Darauf kann man sich wenigstens noch verlassen.

Posted by banana at 02:50 EM | Comments (8)
Mai 14, 2010
Guten Tag

Die Damen, die Herren,

ich begrüße alle mit einem herzlichen "Guten Tag".
Ich habe ein neues Lied geschrieben. Es ging sehr schnell. Es heisst "Die Gedanken sind frei (Arbeitstitel)".
Hier ist der Text:

Arschloch, Arschloch, Arschloch, Arsch-loch
Arschloch, Arschloch, Arsch-loch.
Arschloch, Arschloch, Arschloch, Arsch-loch
Arschloch, Arschloch, Arschloch.
Arschloch, Arschloch, Arschloch, Arsch-loch
Arschloch, Arschloch, Arsch-loch.
Arschloch, Arschloch, Arschloch, Arsch-loch
Arschloch, Arschloch, Arschloch.
Ich bin Reiseleiter von Beruf.

Das war jetzt sehr anstrengend, obwohl das Lied sehr kurz war.
Deswegen lege ich mich erstmal auf die faulen Wunden und lecke meine Haut.

Posted by banana at 10:09 FM | Comments (4)
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