April 29, 2010
Macht sich ja auch nicht von allein

Wie sagt man?
"Wer billig kauft, kauft zweimal"?
Oder
"Billig muss man sich leisten können?"
Das stimmt! Gestern griff ich in der vertrauten Gummizeugabteilung des Supermarktes meines Vertrauens mal nicht zum Markenprodukt, sondern zur Discountware.
Und was musste ich feststellen: Die Gummiflaschen sind nur halb gefüllt.
Ich finde das eine Unverschämtheit und eine Frechheit und eine Heitheit sondermaßengleichen. Ich bin so dermaßen sauer, dass ich mir glatt das Brausepulver um die Flasche sparen kann.

flascheleer.jpg

Aber eigentlich bin ich nur sehr traurig. Traurig und sehr sehr müde. Ausserdem muss ich noch ein Lied schreiben. Es soll davon handeln, dass es einem Leid tut, dass derjenige, dem man ein Bild in einer email geschickt hat, von dem Bild sehr schockiert war. Ich kam gestern in diese Situation und hätte zur Linderung gerne ein passendes Lied gesungen. Es gibt aber keins. Zwei Stunden Recherche für den Arsch. Scheiss Internet.

Positiv war ich andererseits von einer recht teuren Mischung edelster Nüsse, die auch noch sehr kompetent geröstet und geschickt gesalzen sind, die ich gestern Abend erwarb. Das war sehr lecker und meiner überaus angemessen. Hier ein Auszug aus dem nussigen Angebot (ich liebe den nussigen Geschmack von Nüssen, aber auch den röstigen Geschmack von Geröstetem, sowie den salzigen Geschmack von Salz).
Hier ein Auszug aus der Nussliste:
- Cashew

Das Produkt heisst übrigens "Recht Teure Mischung Edelster Nüsse, die auch noch sehr kompetent geröstet und geschickt gesalzen sind".
Lecker! Unbedingt kaufen, wenn man auf den nussigen Geschmack von Nüssen steht.

Posted by banana at 12:00 EM | Comments (11)
April 28, 2010
Die Menschenmenge machte sich darauf aus dem Staub

Naum, naum, naum! Wie sehr hatte ich mich heute zum Mittagessen auf die "Bratwurstschnecke mit Sauerkraut und Kartoffelpürée" gefreut. Ich habe mich sogar - ganz gegen meine Gewohnheit - in die lange schlange angestellt und brav gewartet, obwohl der Moschusochse hinter mir dauernd sein Tablett gegen meines gerammt hat. Und was hatte ich davon: Ich war disappoint, son. Sehr disappoint sogar.
Die Bratwurst war irgendwie fad. Der Kartoffelschnee war irgendwie fad und wässerig, sie Soße war irgendwie fad und wässrig und zu flüssig. Dafür war das Sauerkraut so sauer, wie ein Kerl, der im DSDS Finale verliert. Und zwar knapp verliert.
Da sieht man mal wieder: Aberglauben lohnt sich. Man sollte sich einfach nicht zu sehr auf etwas freuen, weil man dann generell enttäuscht wird. An alle unter 16: Dieses Thema bitte nachts mit Freund/Freundin diskutieren, bis die Schwarte kracht und dann fummeln, bis der Sender rauscht (vgl.: First Base).
Ich versuche ja, mich generell nicht über das Kantinenessen zu beschweren. Ich finde es gut, das Essen. Man muss nur wissen, was men nehmen muss, beziehungsweise was man nicht nehmen sollte. Dann ist alles schnaftomatic.
Wenn ich irgendwann mal ein Blog mache, dann mache ich ein Kantinenwinkerblog. Dann fotografiere ich die Leute, die ihre Kollegen/Bekannten/Geschäftspartnern auf sich aufmerksam machen wollen, indem sie ihnen zuwinken. Das sieht gar zu drollig aus.
Mache ich aber nicht, denn dann würden sie mich erkennen und mir derartig eins in die Fresse hauen, dass das ganze Geld, dass ich für die professionelle Zahnreinigung ausgegeben habe, glatt aus dem Fenster geschmissen wäre. Und das kann ja keiner wollen.
Also ich zumindest nicht.
Was wollte ich eigentlich sagen. Wie üblich: Nichts, das aber durchaus wortreich.
Achso ja. Genau. So war es. Andere Leute beschweren sich dagegen oft über das Essen. Eigentlich beschweren sie sich beim Essen ausschließlich übers Essen und bestimmen so das Tischgespräch. Natürlich beschweren sie sich nicht bei denen über das Essen, die daran etwas ändern könnten, nämlich bei den Kantinenbetreibern, sondern bei denen, die mit ihnen am Tisch essen. Das ist etwas doof, aber menschlich.
Dienstags gibt es immer Schnitzel. Das Schnitzel ist meistens nicht so der Bringer.
Frage an die Studierenden: Was lernt man daraus?
Antwort (achtung, Spoiler!): Man isst halt kein Schnitzel.
Finde ich irgendwie naheliegend. Die Nörgler finden das aber nicht. Entweder sind sie sehr optimistisch und hoffen, dass sich die Schnitzelqualität nach drei Jahren auf einmal sprunghaft verbessert oder sie wollen aus Qualitätsicherungsgründen sicher sein, dass es immernoch genau so schlecht ist, wie die letzten drei Jahre. Es könnte ja auch sein, dass endlich, still und leise der wissenschaftliche Durchbruch in der Schweinezucht gelungen ist: Es braucht kein Licht, isst nur Scheisse, liebt Hormone, schlachtet und zerteilt sich selbst und ist dabei auch noch schmackhaft und zart.
Zu teuer ist es nämlich generell auch immer, das ist ja klar. So teuer, dass es schon eine Frechheit ist. Fast sechs Euro für ein Schnitzel mit Soße und Pommes Frites. Ja, das ist in der Tat eine Frechheit.
Dann bin ich etwas neidisch auf diese Leute. Sie müssen in einer schönen Welt leben. In einer billigen Welt, in der es Schnitzel für drei Euro gibt, die lecker schmecken, die nicht zäh sind, die fett- und sehnenfrei sind, deren Panade genau die richtige Dicke hat, die nicht zu klein sind, die genau die richtige Farbe haben. Sowas bekommen sie nämlich offensichtlich zu Hause immer vorgesetzt. Da spielen sich nicht derartige kulinarische Frechheiten ab.
In einer solchen Welt möchte ich auch leben. Ich möchte aber nicht in deren Welt zu besuch sein.

Posted by banana at 12:37 EM | Comments (5)
April 23, 2010
Enterprise aus Wurst

wusrship_geklaut.jpg

Jaja, das Internet. Man muss es einfach lieb haben.
Heute bin ich berühmt, weil nämlich mein §§a href="http://www.spackonauten.org/aktuell/archiv/2006_11.html#001717">lustiges Bild§§/a> vom §§a href="http://www.spackonauten.org/aktuell/archiv/2008_02.html#001968">Raumschiff Enterprise§§/a> aus Wurst §§a href="http://kotaku.com/5522010/kotaku-off+topic-meat-the-final-frontier">hier§§/a> zu sehen ist. Es sagt nur niemand, dass es von mir ist. Weil die sagen, dass es von §§a href="http://djmascotboy.tumblr.com/post/498271773">dem§§/a> ist. Und weil ich sage, dass man das Internet einfach lieb haben muss und weil die einfach so sind, rege nich mich auch nicht auf.

Posted by banana at 09:58 FM | Comments (12)
April 21, 2010
Heute: Jedes zweite Anführungszeichen für die Hälfte

Viele Leute in der Arbeitswelt beschweren sich gerne mal. Und oft beschweren sie sich dann, weil immer die anderen es sind, die die "interessanten Projekte" bekommen.
Das machen sie aber nur, weil sie noch keine "interessanten Projekte" bekommen haben.
Deren etwas naive Vorstellung von interessanten Projekten sieht nämlich so aus: Macht ganz viel Spaß und am Ende finden das alle toll. Leider trifft diese Vorstellung die Realität nicht ganz.
Was sie nämlich machen würden, wenn sie mal ein "interessantes Projekt" bekommen würden, wäre folgendes: Die Hufe strecken.
Interessante Projekte sehen nämlich eher so aus: Keine Sau kann Dir helfen, obwohl alle schon mal etwas "so ähnliches" gemacht haben, alles ist unklar ausser dem Endtermin, niemand ist zuständig, aber alle reden mit und alle sind am Anfang überhaupt nicht und gegen Ende übermäßig interessiert und wenn es vorbei ist, sind alle neidisch und hätten es besser gemacht.
Und etwas haben alle interessanten Projekte gemeinsam: Man bekommt Ratschläge. Vorzugsweise per Mail. Das sieht dann - abstrahiert - so aus:
Man hat die Aufgabe, ein Atomkraftwerk zu bauen. Ein Kollege meldet sich ungefragt per e-Mail: "Ich habe schonmal so etwas ähnliches gemacht: Ich würde vorschlagen, Du machst den Not-Aus-Schalter rot. Bei Fragen: Einfach anrufen!"

Vgl.: Individualität: Leute wollen nur individuell sein, weil sie noch nie wirklich individuell waren.

Posted by banana at 10:29 FM | Comments (9)
April 20, 2010
Flugverbot: Mal gut, mal schlecht.

Hallo, liebe Leute,

wenn Ihr plant, eine Autobiographie zu schreiben, dann achtet doch bitte auf Folgendes: Behaltet im Auge, warum Euch die Menschen so gerne mögen. Wenn Ihr Musiker seid, dann beschreibt doch bitte sehr ausführlich, wie Ihr es geschafft habt, so virtuos mit Eurem Instrument umzugehen. Schreibt über die jahrelangen Längen des Übens. Schreibt darüber, welche Übungen Ihr so gemacht habt. Schreibt darüber, welche Gedanken in Euren Klöpfen rumklockern, wenn Ihr ein Lied schreibt. Schreibt darüber, wie Ihr Eure großen Hits erdacht habt. Wie Ihr auf die Melodien gekommen seid, wie Euch der Text eingefallen ist. Wenn Ihr Schauspieler oder Schriftsteller seid, dann passt meine Tips von oben bitte entsprechend an. Ich habe nun wirklich nicht die Zeit, das auch noch für Euch zu machen. Und ausserdem bin ich auch nicht der Himbeertoni, der jeden Scheiss für Gott und die Welt machen muss. Ich meine: Wer bin ich denn? Und vor allem, wer seid Ihr denn? Es ist genau diese Konsumentenmentalität, die mich dazu bringt, ständig kotzen zu müssen, so dass ich vor lauter Kotzen noch weniger Zeit habe, die Sachen zu erledigen, die wirklich wichtig sind. Das ist ja wohl nicht zu viel verlangt, mit Verlaub, etc. pp.
Ich habe es nämlich wirklich langsam satt, Biographien zu lesen, die mir überhaupt nichts bringen. Ich mache das doch nicht zum Spaß. Ich mache das, weil ich genau so werden möchte, wie die Leute, deren Biographien ich lese. Ich möchte etwas lernen, aber diese Leute, diese selbsternannten "SUPERSTARS", die geben mir nichtmal die Chance dazu.
Da lese ich eine Biographie eines Rockbassisten und was erfahre ich? Ich erfahre, welche Drogen er wann und mit wem genommen hat. Ich erfahre, welche Hotelzimmer kurz und klein gekloppt wurden und wer aus welchen Gründen zu welcher Zeit in der Band war und wieder rausgeflogen ist. Ja, meine Herren und Freunde der Gewitterkunst: Das geht mir doch am Arsch vorbei!
Ich will wissen, wie er Songs schreibt und wie der Basspielen gelernt hat. Den Rest weiss ich doch selbst!
So. Bitte ändern und dadurch die Weltli ein kleines Stückchen besser machen. Danke. Geht doch. Man meint, diese Rockstars hätten noch nie eine Biographie gelesen. Haben sie wahrscheinlich auch nicht, weil sie dauernd Drogen nehmen und Leute aus der Band schmeissen müssen.
Es ist doch immer das gleiche!

Posted by banana at 09:32 EM | Comments (1)
April 19, 2010
Wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen

So, liebe Isländer: Nach dem, was Ihr Euch da geleistet habt, ist ja wohl klar, dass Ihr das mit der EU vergessen könnt, Ihr Dreckspatzen. Wir würden Euch ja alle gerne in die Steinzeit zurückbomben, aber das geht im Moment leider nicht, wegen technischer Probleme. Nächste Woche ist der Ärger dann verpufft, wie die Staubwolke eines Vulkans.
Das wirklich Interessante an dem Aschekram ist doch aber, wie amerikanische Nachrichtensprecher den Namen des Vulkans aussprechen. Wahrscheinlich gar nicht. Kommt wahrscheinlich nicht in den Nachrichten, weil: Irrelevant. Ist das in der Wikipedia eigentlich schon gelöscht?
Die Leute hier im Rhein Main Gebiet sind ja überwiegend ganz häppy, dass der Flughafen gesperrt ist. Es lebt sich einfach viel ruhiger, so ohne Fluglärm und Japaner. Ich glaube ja, dass diese Freude nicht von Dauer ist. Wenn sie erst rausfinden, was es bedeutet, ohne Blumen aus Afrika und Steakfleisch aus Argentinien zu leben, dann wird ihnen ganz schnell ein Lichtelein aufgehen und sie werden bangen, wie ein Crustie auf einem Deathmetal-Konzert.
Aber im Moment schmiedet man noch Pläne, wie man am besten am Status Quo festhalten kann: Die einen verlangen eine Wiedereröffnung des Vogelsberges, die anderen wollen Helgoland erobern und dort ein sehr großes Feuer anzünden. Ich beschränke mich darauf, täglich zum Flughafen zu fahren und spitze Bemerkungen zu machen. Ist auch gut für die Fitness.

Achso - das einzige, was ich über das Flugverbot weiss, ist, dass es am Ende zu Steuererhöhungen führen wird. Aber das gilt ja eigentlich für alles.

Posted by banana at 11:49 FM | Comments (7)
April 09, 2010
/\*([^*]|[\r\n]|(\*+([^*/]|[\r\n])))*\*+/|//(.)*?[\n\r]

Meine erste Vertretungsstunde auf dem Gymnasium war nicht so schön. Also als Schüler. Bisher habe ich die Erfahrung der Vertretungsstunde auf Gymnasien ausschließlich als Schüler gemacht und das wird auch so bleiben, weil: Bin kein Lehrer.
Vertretungsstunden und der Grundschule fand ich immer fürstlich: Man machte einfach, was Spaß machte, zum Beispiel malen. Hauptsache die Zeit ging rum. Irgendwann war aber die Zeit der Grundschule vorbei, denn ich wuchs und wuchs und die Zahl, die mein Alter war, entfernte sich auf dem Zahlenstrahl immer weiter von der Null, was zufällig mein Alter war, als ich geboren wurde. Als ich dann zehn Jahre war, da durfte ich nicht mehr zur Grundschule, sondern ich durfte dann auf das Gymnasium gehen. Das fand ich auf der einen Seite ganz ok, auf der anderen Seite nicht so toll, denn ich kannte ja keinen da.
Ein paar Leute kannte ich dann aber doch, aber zum Beispiel nicht meinen Klassenlehrer, denn der glänzte am Anfang erstmal durch Abwesenheit, weshalb ich auch in den Genuss meiner ersten Vertretungsstunde kam.
Die Vertretungsstunde auf dem Gymnasium unterschied sich dahingehend von den mir bekannten und geliebten Vertretungsstunden in der Grundschule, als dass von uns etwas verlangt wurde. Wir sollten nämlich dichten und zwar mit unserem Nachnahmen.
Der Lehrer gab ein Beispiel mit seinem Namen:

Meissig heisst ich und zwitschere wie ein Zeisig.

Nun fand ich das nicht besonders beeindruckend oder erstrebenswert, aber als kleiner, scheuer und sicherlich auch sehr bemittleidenswürdig süß eingeschüchterter Fratzenbatzi, wollte ich die mir gestellte Aufgabe natürlich erfüllen, aber das war gar nicht so einfach. Auf meinen Nachnamen reimt sich nämlich nichts. Und ich bin mir sicher, dass es nur wenige glückliche Menschen gibt, auf deren Nachname sich etwas reimt und die in dieser gymnasialen Vertretungsstunde hätten glänzen können. Ich gehöre auf jeden Fall nicht dazu.
Positive Beispiele:

Müller:
Hinten heiss ich Müller und dichte, wie ein Knüller.

Meier:
Beim Bund ruft man mich Meier, an Ostern such ich Eier.

Schmidt:
Hallo, ich hör auf Schmidt und heute dicht' ich mit.

Negative Beispiele:
Scharping:
???

Leutheusser-Schnarrenberger:
???

Kowalsky:
???

Heute denke ich, dass das mit dem Reimen keine gute Idee von dem Lehrer war.

Posted by banana at 12:18 EM | Comments (19)
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