Januar 27, 2010
Underneath the mango tree

Gestern spielte ich Squash. Dabei war ich der einzige mit einem niegelnagelneuen Schläger, aber auch der einzige, dessen Schläger nicht in eine schicke Schkägerhülle verpackt war.
Jetzt will ich eine Schlägerhülle haben und wo schaut man da als ich natürlich nach? Richtig: Bei Amazon.
Dort fand ich auch eine Hülle, nämlich die hier:
§§a href="http://www.amazon.de/Unsquashable-Schl%C3%A4gerh%C3%BClle-3-4-schwarz/dp/B000JL0ERO/ref=pd_ts_sg_1?ie=UTF8&s=sports">Klickerklacker§§/a>.

Seit ich die Hülle fand, rätsele ich. Der Grund dafür ist die Rezension:
*schnipp*
Die Lieferung des Artikels verlief reibungslos und zügig.
Der Artikel ist leider nicht so wie in der Beschreibung angegeben.
DIe Fütterung aus Gürteltierfell habe ich leider vergeblich gesucht, die gesamte Hülle ist aus billigem Nylongewebe und ungefüttert.
Schade
*schnapp*

Was ist da los?
Wieso nur ein Stern?
Ist das ein Spaß?
Wer ist der Spaßbold?
Der Rezensent oder derjenige, der irgendwann mal in die Artikelbeschreibung geschrieben hat, der Schläger sei mit Gürteltierfell ausgekleidet?
Gürteltiere haben doch gar kein Fell?
Gibt es wirklich Schlägerhüllen, die mit Fell gefüttert sind?
Warum bin ich so verwirrt?

Posted by banana at 03:58 EM | Comments (13)
Januar 26, 2010
Dan_und_Vera.tmp

Ohhh! Ooooh! Ooooohhhhhh! Ooooooooohhhhhhhhhhh! OOOOOOOhhhhhhhhhhhhhhhhhhh! OOOOOOOOOOOOOOooooooooooooooohhhhhhhhHHHHHHHHHHH! Wie sehr hatte er diesen Abend herbeigesehnt. Dieses kleine Tête a Tête mit Vera, dieses heimliche Rendezvous nur zwischen ihnen beiden. Heiss pochte das Herz in seiner Brust, als er alleine am Tisch des kleinen gemütlichen Restaurants saß, den er exta für zwei Personen reserviert hatte. Diese beiden Personen waren sie: Er, Dan und sie, Vera.
Heute durfte nichts schief gehen. Heute musste alles klappen. Heute musste er sich zurückhalten. Ohhh! Oooooh!
Zwei Stunden hatte er auf dem Boden seiner Designer-Wohnung gesessen und meditiert. Vor seinem 50" Plasma-Flachbildfernseher hatte er gesessen. Mit geschlossenen Augen und festem Willen. Schweiss war ihm über die heisse Stirn gelaufen. Es war der Fleiss der Konzentration und auch der Fleiss des Willens.
Heute durfte er es nicht vermasseln. So heiss hatte er dieses Treffen herbeigesehnt. Zu bunt hatte er sich ausgemalt, was passieren könnte. Zu verlockend war ihm die gemeinsame Zukunft erschienen: Ein Essen, Ein Blick, eine Berührung, ein Kuss, eine Verlobung, eine Hochzeit, ein Mädchen (Mia), ein Junge (Jamie), ein Haus.
Diesmal würde es er nicht vermasseln. Er musste das Tier in sich zämen.
So saß er da. Er, Dan, war im Gedanken versunken, ganz Konzentration, ganz Hoffnung, ganz Spannung.
Plötzlich war es ihm als wäre die Sonne aufgegangen, als glitzerten 1000 heisse Tautropfen auf den kleinen Ecken des süßen Restaurants und da stand sie auch schon vor ihm: Vera. Süß, wie die Sünde und heiss, wie eine Apfeltasche. Vera! Ohhhh! OOoooohhh! Ihre Lippen waren Blutrot, ihre Füße steckten in zwei blutroten High Heels aus denen vorne die blutrot lackierten Nägel herauslugten. Der blutrote Stoff ihres Kleides flatterte im Wind und offenbarte so die wunderbar geschwungende Form ihres Körper, die es doch eigentlich verhüllen sollte. Ihr blutroter Mund öffnete sich und sie sagte "Hallo. Hier bin ich. Ich bin verspätet, weil ich aufgehalten wurde. Aber jetzt bin ich nur für Dich da, Dan".
"Wie sehr ich mich auf diesen Abend mit Dir gefreut habe, Vera" sagte Dan.
Vera lächelte und man konnte ihre Zähne sehen, die so weiss waren, wie weisse Blutkörperchen.
Dan spürte ein wildes brausen in sich und sein Mund tat weh. "Nein, diesmal nicht!" schrie er sich im Gedanken an "Diesmal musst Du die Kontrolle über Deine tierische Seite behalten".
"Was ist, Dan?" frage Vera.
"Ach nichts, Vera" sagt Dann und tupfte sich den Schweiss von der Stirn.
Vera erzählte von Ihrem Tag in der Agentur. Dan tat so, als ob er zuhören würde, aber sein Kopf brauste, wie tausend Wasserfälle und die Worte prallten an ihm ab. Dieser blutrote Mund.
Beide bestellten. Dan einen kleinen Beilagensalat mit O-Saft und Vera ein blutiges Steak mit Salat und Blutorangensaft.
"Lass es Dir schmecken" sagte Vera, als der Mâitre de das Essen brachte. Dan konnte nur nicken. Es ging ein Kampf vor sich. Einen Kampf den er nicht nur gegen sich selbst gewinnen musste, sondern auch noch ein Kampf, von dem Vera nichts erfahren durfte.
Als Vera ihr Steak anschnitt, lief etwas Fleischsaft auf den Teller. Dan wurde schwindelig.
Plötzlich rutsche Vera mit dem Steakmesser ab. Es rutschte über das Fleisch und über die Gabel und sägte sich in ihren Handrücken. Blut quill aus der Wunde.
Dan riss die Augen auf. "Verdammt!" zischte Vera, aber das konnte Dan schon nicht mehr hören. In seinem inneren riss ein Tau. Er konnte den Knall laut hören, wie er ihn schon so oft gehört hatte. Zu oft. Seine Nägel barsten, seine Gesichtsknochen traten hervor, sein Mund explodierte und innerhalb weniger Sekundenbruchteile, hatte er über den Tisch gesetzt und seine Vampirzähne in Veras Hals gehauen. Gierig trank er ihr Blut und als er fertig war, wischte er sich den Mund mit ihrer Serviette ab, lies ihre leere Hülle zu Boden fallen und flüchtete durch das geschlossene Fenster.
Zu Hause in seiner Designer-Wohnung saß er auf dem Tiefspüler und schlug seinen Kopf so lange gegen die Wand, bis er wieder klar denken konnte.
Was hatte er getan?
Was hatte er schon wieder getan?
Warum hatte er schon wieder verloren?
Er besah sich im Spiegel: War es das noch selbst? Wer war dieser Mann? Er war sich fremd. Sein Blick glitt an seinen feinen Gesichtszügen herum und er sah super geil aus. Wenn da nur nicht dieses Problem gewesen wäre. Jetzt war Vera tot. Vera! Oooohhh Oooohhhhh! OOOOOOOooooooooohhhhhhhhhhhhhh!
Wieso wurde es niemals einfacher? Wieso verlor er immer wieder? Wieso ging er nicht einfach in den Wald und lebte das Leben, dass ihm offenbar vorherbestimmt war?
Fragen, Fragen, Fragen.
Es half nichts. Er musste nach vorne sehen.
Er machte sein Notebook an und schlug seine IT-Vampirfinger in die Tastatur. Geschickt hackte er sich erstmal in den Computer des Restaurants. Durch die Überwachungskameras sah er, dass die Polizei schon vor Ort war und herumschnüffelte. Schnell löschte er alle Aufzeichnungen der Überwachungskameras mit einem geschickten Mausklick und löschte auch noch seine Reservierung und alle Daten, die in dem Lokal sonst noch auf seine Anwesenheit schließen ließen.
Dan seufzte. "Verdammt!" er ballte seine feingliedrige Faust und haute sie auf die Tischplatte.

Das war Teil eins von "Dan, der IT-Vampir". Nächster Teil: Demnächst.

Posted by banana at 03:39 EM | Comments (4)
Januar 25, 2010
Sweet as Candy

Dann war das also doch mal wieder alles ganz anders. Also das mit dem Sprengstoffalarm am Flughafen von München.
Ok, es stimmt, dass da Sprengstoffalarm ausgelöst wurde und es stimmt auch, dass der Mann dann einfach seinen Sprengstoffalarm Auslösenden Computer genommen hat und in den Sicherheitsbereich gegangen ist und so weiter und so fort.
Es ist aber so, dass so ein Sprengstoffalarm ganz oft am Tag ausgelöst wird. Und sogar meistens von Sachen, die gar kein Sprengstoff sind. Ich stelle mir das so vor, wie bei den Alarmanlagen in Autos. Wenn da eine losgeht, dann nervt das nur noch und man hofft, dass der Depp das Geplärre möglichst bald abstellt. Glaubt doch kein Mensch mehr, dass da gerade ein Auto geklaut wird. So ist das bestimmt auch am Flughafen mit dem Sprengstoffalarm. Ich denke mir, dass durch die ganzen Sprengstoffalarmauslösungen auch ein ganz schöner Verwaltungsaufwand generiert wird. Und wer muss das wieder bezahlen? Genau! Der, der immer alles bezahlen muss: Der kleine Mann auf der Straße!
Vielleicht könnte man am Flughafen ein Schild anbringen: "Bitte reagieren Sie bei Sprengstoffalarm nur, wenn Sie tatsächlich Sprengstoff mit sich führen."
Das würde die Sache erheblich vereinfachen, finde ich.
Das Hauptproblem bei der ganzen Geschichte war wohl, dass der Mann kein Deutsch verstand. Er wurde zwar aufgefordert, seinen Computer überprüfen zu lassen, hat das aber nicht verstanden und ist folgerichtig einfach weitergegangen. Ganz klar: Der Mann hatte keinen Respekt.
Auch hier müssen knallhart Konsequenzen gezogen werden: Vor Betreten eines Flughafens ist in Zukunft nachzuweisen, dass man des Deutschen mächtig ist. Zumindest, wenn man Fluggast ist. Angstellte sind ausdrücklich auszudingsen (Wort fällt mir gerade nicht ein). Man könnte dafür zum Beispiel die Spracherkennungs-Software benutzen, mit der die Bahn am Telefon ihre Tickets verkauft.

Posted by banana at 09:28 FM | Comments (7)
Januar 21, 2010
Rant Rant Rant Rant

Je nach Wochenform glaube ich mal mehr an Verschwörungstheorien und mal weniger. Und auch je nach meinem Zeitplan. Je mehr Zeit, desto mehr Verschwörung.
Da ich aber natürlich, wie alle modernen Menschen, die etwas auf sich halten, nur so wenig Zeit habe, dass ich sie mit der Lupe suchen lassen muss (ILupe auf dem IPhone natürlich), glaube ich generell wenig an Verschwörungstheorien.
Manchmal aber, da gibt es Zeiten, in denen es die Welt einem ganz schön schwer macht, nicht an Verschwörungen zu denken. Da kann man so wenig Zeit haben, wie man will.
Nein, ich meine da jetzt nicht die Nackt/Körper-Scanner (bei "Körper-Scanner muss ich immer an den Film "Die Körperfressen kommen" denken, aber das tut hier nichts zur Sache). Die Körper-Scanner wurden mal in die Diskussion geworfen, dann kochten die Wutkocher los und alles schäumte und spie und schwupps! waren die Körper-Scanner wieder weg. Abgeritten ins Körper-Scannerland, wo Volksverbrechen und Scham noch in gesundem Gleichgewicht zueinander stehen, bzw. hängen.
Dann versucht ein Mann, ein Flugzeug in die Luft zu sprengen, nachdem er fröhlich die Sicherheitsüberprüfungen passiert hat und auch nachdem sein Vater die Geheimdienste vor ihm gewarnt hat und Zack! Da sind die Körper-Scanner wieder. Und beim zweiten Auftauchen regt sich auch keiner mehr so richtig über die Dinger auf.
Ok, es regen sich noch Leute auf - und das ist auch gut so - aber bei der ersten Wiederholung (also beim zweiten Auftauchen) ist die Woge des Entsetzens nicht so groß, dass sie sofort wieder von der Bildfläche verschwunden werden.
"Wenn's der Sicherheit dient".
Das meine ich alles nicht, in Bezugnahme auf die Eingang erwähnten Verschwörungstheorien. Ich denke, das ist eher Taktik.
Weiss doch jeder, dass man so zum Ziel kommt, wenn man Zeit hat: Vorschlagen, Leute sich aufregen lassen, Vorschlag versacken lassen, günstige Gelegenheit abwarten, nochmal vorschlagen (ggf. wiederholen), triumpfieren.
Was ich meine, hat auch mir dem Fliegen zu tun. Und mit Hotels.
Ok, da bekommt eine Partei eine der größten Spenden in ihrer Geschichte, von einem Menschen, der unter anderem auch im Hotelgeschäft ist und zack! und hastenichtgesehen und aus Sicht der normalen Bürger völlig ohne Not, wird die Mehrwertsteuer für Hotels gesenkt (ok, das war jetzt sehr ungenau).
Und der Outside-Minister besinnt sich auf den Grundsatz, das Angriff die beste Verteidigung ist und bescheinigt der Oposition, dass sie ganz schön verzweifelt sein muss, wenn sie sich zu der Behauptung versteigt, es gäbe da einen Zusammenhang zwischen der Steuersenkung und der Spende.
Ich finde, dass Glaubhaftigkeit etwas anders aussieht, aber ich kenne mich auch nicht so gut aus. Ich wähl ja nur, weil ich immer so nette Leute im Wahllokal treffe und gerne Kreuze auf sehr große Zettel male. Ich glaube, das hat damit zu tun, dass ich als Kind nie auf die Tapete malen durfte. Und als ich es doch einmal gemacht hatte, bekam ich the Mecker of my Life. Aber das nur am Rande.
Denn während sich die Empörung und das Entsetzen und das Kopfschütteln gerade so aufbaut, passiert etwas:
Ein Mann will von München aus fliegen. Er hat ein Notebook dabei, lässt es durch den Scanner fahren und der Scanner ist der Meinung, dass da Sprengstoff drin ist. Der Mann flüchtet und wird nicht mehr gesehen. 30 Flüge fallen aus, 100 sind verspätet. Hatte ich schon gesagt, dass der Mann nicht mehr gesehen ward? Ja.
Moment. Es war etwas anders.
Der Mann flieht. In den Sicherheitsbereich und ward nicht mehr gefunden. 30 Flüge fallen aus. Und so weiter.
Moment. Es war etwas andres.
Der Mann flieht. In den Sicherheitsbereich. Mit seinem Notebook.
Moment. Es war etwas anders.
Der Mann geht ganz schön schnell in den Sicherheitsbereich. Mit seinem Notebook. Ja, das Ding, das den Alarm ausgelöst hat.
Was aber immer noch stimmt, ist das der Mann fliegt. Dass er auch fliegt kann nur angenommen aber nicht gehofft werden.
Waren da gerade Dreharbeiten von Detlef Buck oder was?
Um zu den Verschwörungstheorien zurück zu kommen: Ich denke, um etwas derart Unerhörtes, wie die Sache mit den Spenden aus dem kollektiven Sichtbereich zu rücken, muss man schon mit einem ganz schönen Hammer ankommen.
Und ich finde, das haben sie sehr gut hingekriegt.

Posted by banana at 12:23 EM | Comments (13)
Januar 19, 2010
I'm a sucker for zombie games

Hier ein kleiner Leitfaden zum Internet-Lachen, zum Beispiel beim Geplauder:

haha
Das schreibt man, wenn man etwas lustig findet (vgl. lol).

hehe
Ein fieses, leicht hinterhältiges Lachen.

höhö
Ein schadenfrohes Lachen, aber nur anzuwenden, wenn man nicht selbst Verursacher des Schadens ist. In diesem Fall bitte auf "hehe" zurückgreifen.

hihi
Das ist ein albernes Lachen, einzusetzen, für Sachen, die man nicht so lustig, wie "haha" findet, die aber auch kein hinterhältiges (vgl. hehe), bzw. schadenfrohes Lachen (vgl. höhö) benötigen.

huhu
Das ist kein Lachen, dass ist eine Grußformel. Die man nicht benutzen sollte.

hoho
Das ist auch eine Grußformel. Vom Weihnachtsmann.

Posted by banana at 07:41 EM | Comments (11)
Januar 18, 2010
That was a joke. Haha. Fat chance

Was fällt Leuten ein, denen nichts einfällt? Sie schreiben, was sie so gemacht haben.
Und bitte:
Ich habe am Wochenende meine erste Pomelo gegessen. Wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob es wirklich "die" Pomelo heisst, weil die Endung ja eher auf ein maskulines Wort hinweist. "Der Pomelo" klingt auch viel besser, finde ich. Aber was mache ich mir Gedanken über das Geschlecht des Obstes, wo ich mir ja nicht einmal sicher bin, wie man es korrekt ausspricht?
Da fällt mir ein, dass man auch mal eine Frucht machen könnte, die "Polemo" heisst. Was die dann macht, darf sich jeder selbst ausdenken. Denkt sich ja auch nicht von selbst aus, sowas.
Wer jetzt nicht weiss, was Polemos äh Pomelos sind: Das sind diese großen Früchte im Supermarkt, bei denen man denkt "was ist das denn" und sie dann nicht kauft.
Bei mir im Supimarkt waren die Dinger im Angebot und da dachte ich mir "was zum Fick!" und packte eine in meinen Einkaufskorb. Natürlichhabe ich mich vorher etwas über diese Frucht informert, denn ich will ja nicht die Katze im Sack kaufen und am Ende habe ich dann eine Stinkfrucht auf dem Gabentisch und alle sagen "Bu-u-hu-hu".
In der Tat handelt es sich bei den Pomelos um eine Kreuzung zwischen Grapefruit und Pampelmuse. Und jetzt sagt Ihr "Wie denn, wo denn, was denn? Eine Grapefruit ist doch eine Pampelmuse!" Stimmt aber nicht. Da gibt es einen Unterschied. Es ist wohl so, dass wir hierzulande nur Grapefruits zu fressen bekommen und wir die dann eben Pampelmuse nennen (das ist so ähnlich, wie mit der Demokratie. Haha. Aber eine richtig echte Pampelmuse will auch eigentlich keiner haben). In Echt sind Pampelmusen wohl ganz schöne Dickhoschies. Sogar noch dicker, als Polemos und die bringen locker ein ganzes Pfund auf die Waage.
Egal. Im Grunde ist eine Pomelo eine große Grapefruit. Die Schale kann man roh nicht essen, man kann aber angeblich Marmelade draus machen. Naja, ich sag mal so: Wers mag.
Die Häute um die einzelnen Segmente herum kann man auch nicht essen. Eben, wie bei der Grapefruit. Bis man an das Fruchtfleisch rankommt, hat man also ganz schön zu tun: Erst schnitzt man mit dem Messer die Schale weg, dann bricht man das ganze in zwei Hälten und dann popelt man das Fruchtfleisch aus den dicken Häuten raus. Komischerweise ist das keine so große Sauerei, wie man erwarten würde. Es spritzt fast nicht und man bleicht relativ trocken. Händewaschen muss man hinterher aber trotzdem. Auch, wenn man dazu gar keine Böcke hat.
Der Aufwand lohnt sich aber, weil die Polemos Pomelos (sackra!) köstlich schmecken. Vielleicht werden ja auch demnächst hier in Hessen Harzt IV Empfänger zum Pomelopopeln vergattert. Das war ein Witz, haha, böse Falle.
Pomelos schmecken so ähnlich, wie Grapefruit, aber weniger sauer und gar nicht bitter. Ok, bei den Grapefruit schmecken auch nur die Häute bitter. Das schönste beim Pomeloessen war für mich aber der Biss ins Fruchtfleisch. Es beisst sich sehr angenehm, aber ohne viel Widerstand und der Saft scheint in der Frucht etwas geliert zu sein, so dass er nicht gleich rausläuft, sondern erst beim Zerkauen freigesetzt wird.
Also, lauft im Supimarkt nicht mehr an den Pomelos vorbei und denkt Euch, "was ist das denn für eine Frucht", sondern kauft mal eine. Ihr bekommt einen schönen Biss und einen großen Teller voll leckeren Obstes.
Meine Pomelo war aus China. Das ist jetzt bestimmt sehr schlecht und ich komme in die Vorhölle. Oh nein!

Posted by banana at 12:34 EM | Comments (24)
Januar 13, 2010
Essen muss getestet werden

Es heisst Baden Würtemberg Württemberg, nicht Baden Würtenberg Württenberg. Es heisst Firmament und nicht Firnament. Es heisst Luxemburg und nicht Luxenburg. Es heisst Kokosnuss und nicht Kokusnuss. Bitte in Wort und Schrift beachten. Danke schön.

Wie ich bereits §§a href="http://hungerauf.wordpress.com/2009/12/18/zitronenhuhn/">hier§§/a> schrieb, hatte ich vor kurzer Zeit - und immer noch - Hunger auf Zitronenhuhn. Der Grund, warum ich auf Zitronenhuhn gekommen bin, ist trivial und etwas peinlich und wird deswegen hier nicht genannt werden.
Doe Großstadtneurotikerin Neuro hat mein Gelüste aufgegriffen und §§a href="http://runtimeerror.twoday.net/stories/6126991/">hier§§/a> ein einfaches Rezept für Zitronenhuhn aufgeschrieben. Ich griff wiederum dieses Rezept auf und wandelte es etwas ab. Die Abwandelung machte ich nicht wegen Verbesserung, weil: Wegen ist einfacher so.

Die Zutaten:
Zwei Hühnerschenkel
Drei Kartoffeln
Eine Zitrone
Ein Beutel Knorr Fix für Brathähnchen
Ein Schluck Weisswein
Pfeffer und Salz

Ich tat, wie geheissen, schälte die Kartoffeln und würfelte sie. Dann zog ich die Haut von den Hühnerschenken (alter Schwede, die waren wirklich ganz schön fettig, die Schenkel. Ich vermute, das liegt daran, weil gerade Weihnachten war). Dann schnitt ich die Schenkel noch mittendurch, als ich trennte den Oberschenkel vom Unterschenkel.
In einen Bratbeutel gab ich den Inhalt der Knorr Fix Tüte und anschließend die Kartoffelwürfel. Dann schüttelte ich (schütteln scheint wichtig für das Rezept zu sein). Nach dem Schütteln kamen die Hühnerbeinteile hinterher und wieder wurde geschüttelt, so dass alles schön mit dem Fixkram bepudert war. Danach rollte und knetete ich die Zitrone und stach von allen Seiten mit einer Gabel in sie hinein. Dann kam auch die gelbe Südfrucht in den Beutel, den ich daraufhin verschlaß äh verschloß. Man verzeihe mir die Worte "gelbe Südfrucht", bitte.
Der Beutel kam dann für 45 Minuten in den auf 180°C vorgeheizten Backofen. Während die Zeit so verging, wurde ich älter.
Gereift schnitt ich den Beutel auf, kippte den Schuck Weisswein auf das Gericht, schnitt die Zitrone in zwei Hälften und drückte mit der Gabel auf ihr herum, um den Saft rauszuholen. Anschließen salzte und pfefferte ich und schob das Gericht für weitere 10 Minuten in den Backofen. In der Zwischenzeit feilte ich an meinem neuen Hit "Die Kokosnuss".
Dann aß ich alles auf.
Es schmeckte gut. Der Zitronengeschmack war deutlich da und zwar sowohl im Huhn, als auch in den Kartoffelen. Die Kartoffeln waren gar und das Huhn auch und das Huhn war obendrein noch saftig und die Kartoffeln auch. Ich fand aber, dass es etwas zu viel Zitronengeschmack war. Vielleicht hätte ich weniger Zitrone nehmen sollen oder mehr Huhn oder nicht so stark auf beiden Zitronenhälften rumdrücken sollen sondern nur auf einer. Meine Idee mit dem Knorr Fix fand ich übrigens super. Und finde es auch immer noch.
Mir hat etwas die Süße gefehlt. Vielleicht kann man noch etwas Süßes hinzufügen, zum Beispiel Honig. Nur ein bisschen.
Ich hoffe, Euch hat dieser Test gefallen. Schaut doch einfach nochmal vorbei.

Achso, Fotos habe ich keine gemacht, weil meine Küche so unordentlich ist, dass ich mich da immer schämen muss.

Posted by banana at 10:41 FM | Comments (21)
Januar 08, 2010
Hauptsache Dax über 6000

Liebes Volk: Ihr seid ein undankbares Pack!
Da will man Euch die Steuern senken und Ihr wollt das gar nicht. Das ist nicht akzeptabel. Die Regierung zieht in Erwägung, sich ein anderes Volk zu suchen, allerdings erst nach der nächsten Wahl.
Nur, weil die letzte Steuersenkung nicht so gelaufen ist, wie Ihr Euch das vorgestellt habt, ist das noch lange kein Grund, hier die beleidigte Leberwurst zu spielen und Steuersenkungen generell abzulehnen. Das ist ja so, als würde ein Fisch sich weigern, den leckeren Wurm zu essen, den ihm ein lieber Angler ins Wasser hält. Wo kämen wir denn da hin?
Ihr solltet Euch lieber für die Hotelliers mitfreuen, die jetzt einige Euros mehr in der Tasche haben und dafür bestimmt die Wirtschaft ankurbeln oder mehr Arbeitsplätze schaffen oder sowas. Stattdessen streift Ihr Euch das alte Hemd Misstrauen über und schaut durch die schwarze Brille in die Zukunft. Da macht das Regieren wirklich keinen Spaß.
Liebes Volk: Der Spatz in der Hand ist besser, als die Taube auf dem Dach. Das scheint Ihr Euch zu sagen. Ihr scheint zu denken, dass die unkonreten Steuersenkungsversprechen sich wahrscheinlich gar nicht zu Euch durchschlagen werden. Aber das stimmt nicht. Ihr scheint auch zu glauben, dass das Geld, das man nicht über Steuern einnimmt, wieder über andere Steuern eingenommen werden muss. Oder über Schulden finanziert werden muss, die man wieder zurückzahlen muss, so als Staat.
Aber es ist doch so: Es sind Staatsschulden, nicht Eure Schulden, liebes Volk. Hat auch nur ein einziger von Euch jemals eine Aufforderung bekommen, Staatsschulden zurückzubezahlen? Nein. Hat er nicht. Eben. Die Staatsschulden können Euch am Arsch vorbei gehen.
Der Staat muss die Schulden zur Not nämlich gar nicht zurückzahlen. Und wenn doch, dann druckt er eben neues Geld und bezahlt die Schulden damit. Kann er doch, der Staat. Der darf das, Geldmachen.
Wo ist also das Problem, liebes Volk? Sei mal nicht so bockig. Sei lieber dankbar, dass Deine Lenker nicht so bockig sind, wie Du und gleich eingeschnappt sind, wenn es mal nicht so läuft, wie sie es versprochen haben. Denk da mal drüber nach, Du Volk, Du.

Posted by banana at 11:57 FM | Comments (12)
Januar 07, 2010
Dass Du das Größte für mich bist

Kann mir eigentlich mal jemand sagen, was ein Vertrauter beziehungsweise eine Vertraute eigentlich so ist?
Ich muss leider zugeben, dass mein Bild einer Vertrauten von Catweazles Kröte Kühlwalda geprägt ist. Catweazle hatte die immer dabei und hat wichtige Dinge mit ihr besprochen, wobei die Kommunikation eigentlich immer sehr einseitig war. Kühlwalda war einfach meine erste Begegnung mit Vertrauten. Dann kam lange nichts und dann kamen Politiker.
So gilt die Frau Steinbach zum Beispiel als Vertraute von der Frau Merkel (§§a href="http://www.tagesschau.de/inland/steinbach206.html">klacker§§/a>).
Leider ist aber fast nichts bis gar nichts herauszufinden, was Vertraute so miteinander machen.
Ich vermute, dass Vertraute so eine Art professionelle Freunde sind. Oder Freunde für Leute, die aus beruflichen Gründen keine Zeit für Freunde haben. Oder, weil sie vielleicht keiner so richtig leiden kann, weil sie vielleicht privat voll un-ok sind. Das ist dann so, wie in der Schule: Wenn jemand, der eigentlich ein Arsch war, tolle Videospiele hatte, dann ist man da hingegangen, obwohl derjenige ein Arsch war. Da gabs dann meistens auch leckeres Essen und Trinken, weil die Mütter froh waren, dass Ihr Kind auch mal Freunde zu Besuch hatte. Sie wähnte ihren Nachwuchs sozusagen sozialisiert. Dabei waren das nur Vertraute.
Ich schätze, einer der Hauptunterschiede zwischen Vertrauten und Freunden ist, dass man Vertraute einfach so in den Wind schießen, wenn man sich nicht mehr braucht. Oder wenn man Differenzen entwickelt hat oder sowas, da weiss ich jetzt nicht genau, wie man dann am besten nennt. Bei Freunden geht das ja nicht. Ausser bei Facebook. Aber das ist eine andere Geschichte.
"Vertraut" klingt mir auch nach Geheimnis. Vielleicht erzählen sich Vertraute immer Geheimnisse und dann legen sie so den Finger auf den Mund und zischen und das heisst dann für die Protokollanten, dass sie das nicht mitmeisseln dürfen und dann kichern sie so und schauen sich wissend an. Wobei das mit dem wissend... Naja, ich will nicht ungerecht werden. Schließlich ist mein Job auch sehr kompliziert, aber das ist ohne gewisse Vorkenntnisse nur sehr schwer zu vermitteln.
Vielleicht liege ich bei dieser ganzen Vertrautengeschichte auch total falsch. Vertrauten muss man ja wohl auch vertrauen und wenn man jemandem vertraut, dann riskiert man etwas. Das scheint aber etwas im Widerspruch zu meiner Annahme zu stehen, man könnte Vertraute einfach schassen.
Vielleicht sind Vertraute auch nur Freunde in der Arbeitszeit, die keine Kollegen sind.
Hä?
Ich bin ratlos.

Posted by banana at 09:30 FM | Comments (2)
Januar 06, 2010
Bescheuerte Überschrift

Hallo Fans,

wisst Ihr, was ich absolut nicht verstehen kann?
Chinesisch.

Und schon sind wir mittendrin im zweiten Teil des Witz-Workshops, in dem Ihr alle lernt, wie man lustig ist und damit viele interessante Leute kennenlernt und auch mit dem Freund ist, dann.
Sicherlich habt Ihr auf die Frage dort oben ("Wisst Ihr, was ich absolut nicht verstehen kann?") eine andere Antwort erwartet, zum Beispiel "Dass ich immer mehr Krankenkassenbeitrag bezahlen muss, aber dafür immer weniger Leitung bekomme" oder sowas in der Art. Doch das wäre nicht witzig gewesen.
Deswegen kam hier das Witzige Stilmittel der Umbiegung vor. Das heisst, dass man etwas total Unverhergesehenes macht. Es muss aber immer noch passen. Man darf also nicht sowas machen:

Wisst Ihr, was ich überhaupt nicht verstehen kann?
Morgen früh um 7.

Das wäre nicht so lustig, weil es ja nicht passt. Und das ist dann nicht lustig. Denn was hier lustig ist, dass bestimmt immer noch ich, meine lieben Freunde und Kupferstecher.
Manche Leute wollen ja unbedingt lustig sein und dann machen sie so Teufel komm raus. Aber wisst Ihr, was mir meistens überhaupt nicht passt?
Schuhgröße 38!

Haha! Schon seid Ihr wieder auf das witzige Stilmittel der Umbiegung reingefallen und musstet schon wieder lachen.
So, nun gehet hin und denkt Euch selbst ein paar kleine Witigkeiten aus, die das witzige Stilmittel der Umbiegung benutzen, damit Ihr in Zukunft viele Vorzüge daraus ziehen könnte.

Viel Spaß wünscht,
Euer bna

Posted by banana at 03:21 EM | Comments (1)
Januar 04, 2010
Schwach in der Präsenz von Schönheit

Hallo Fans,
hier sind meine guten Vorsätze für das Jahr 2010:

Ich möchte zunehmen.
Ich möchte mit dem Rauchen anfangen.
Ich möchte weniger Sport treiben.

Na, da musstet Ihr jetzt lachen, was? Na dann hallo und herzlich willkommen zum ersten Teil meines kleinen Witz-Workshops, hier in der Allee der Spackonauten, bei dem ich Euch beibringen werden, wie man so richtig witzig ist und somit schnell Freundschaften schließt, interessante Leute (vgl.:Frauen (bzw. Männer, wenn man eine Frau ist (oder wenn man als Mann auf Männer steht( bzw. Frauen, wenn man als Frau auf Frauen steht (einmal Frauen war doppelt, das müssen wir leider streichen))))) kennenlernt und bei allen weit und breit, alt und jung, nah und fern, superbeliebt ist.
Und da sind wir auch schon mittendrin in der ersten Folge und wir haben auch schon das erste Stilmittel der Witzigkeit kennengelernt: Die Umdrehung.
Warum sind die Vorsätze, die ich oben aufgelistet habe, so witzig? Das liegt an mehrerem. Zum einen ist das Thema saisonbezogen (weil wir am Anfang vom Jahr sind) und ausserdem kann mit dem Thema jeder etwas anfangen, weil jeder am Anfang des Jahres gute Vorsätze hat.
Das sind zwei gute Bedingungen, die erfüllt sind, weil jeder sich damit auskennt und somit auch jeder gleich mit beiden Beinen voll im Thema steht (vlg. "Die Leute abholen, wo sie stehen").
Aber gute Vorsätze sind von alleine nicht lustig. Dazu brauchen wir das witzige Stilmittel der Umdrehen. Wir nehmen einfach bekannte und beliebte Vorsätze und drehen sie einfach um. Passt mal auf:

"Ich möchte abnehmen" wird zu "Ich möchte zunehmen".
"Ich möchte mit dem Rauchen aufhören" wir zu "Ich möchte mit dem Rauchen anfangen".
"Ich möchte mehr Sport machen" wird zu "Ich möchte weniger Sport machen".

Habt Ihr das Muster erkannt? Habt Ihr gesehen, wie das witzige Stilmittel der Umdrehung hier meisterhaft zur Anwendung kommt? Schön! Dann könnt Ihr in Zukunft auch das witzige Stilmittel der Umdrehung anwenden und viele persönliche Vorteile daraus ziehen.

Viel Spaß wünscht
Euer bna

Posted by banana at 12:07 EM | Comments (6)
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