Juni 30, 2009
Stein, Holz, Stein, Holz, Stein

Natürlich geht die Sterbung von Michael Jackson auch an mir nicht spurlos vorbei. Ich habe ein Gedicht geschrieben:

Stein, Holz, Stein, Holz, Stein.
Das muss ein Big Mäc aus Stein und Holz sein.

Das Gedicht hätte ich aber auch geschrieben, wenn Michael Jackson nicht gestorben wäre. Es sterben ja auch viele andere Menschen (noch) nicht und ich habe das Gedicht trotzdem geschrieben. Ich bin ein großer Freund der Gerechtigkeit, der Gleichberechtigung und des gleichen Rechtes für alle. Und von rechts vor links. Und pro Kreisverkehr!
Ich mag ja Leute, die Deutsch lernen. Man kann sie dann so schön ratlos anschauen, wenn sie etwas auf Deutsch sagen und von dem sie nicht sicher sind, das es richtig war. Obwohl man es eigentlich verstanden hat.
Ich mache das wirklich sehr gerne. Nur mal so als Tip.
Wie kommt es eigentlich, dass sich die meisten Leute, die mit der alten Rechtschreibung aufgewachsen sind, dagegen sträuben, "Tip" mit zwei "p" zu schreiben. Und Stop mit zwei p zu schreiben. Liegt es an dem Buchstaben P, an seiner geheimen Kraft und seiner hämogloböhnen Ausstrahlung? Fragen über Fragen. Und werden sich die Leute nicht wundern, dass das Stopschild im Straßenverkehr mit einem P und das Kinderporno Stopschild im Internetz mit zwei P geschrieben wird? Sollte man nicht eigentlich alle Straßenschilder einsammeln und mit einem zweiten P versehen? Könnte man doch jetzt schön machen, wo eh jeder Geld in den Arsch geblasen bekommt.
Stop(p)! Hämatom.
Zurück zu denen, die so lustig Deutsch reden. Mit einem britischen Kollegen gehe ich zum Squash spielen. Er fragt mich, ob ich auch eine Rakete habe. Ist das nicht drollig? Gemeint hat er natürlich den Schläger, der heisst ja Racket auf Englisch. Wie jeder von Euch Lampen natürlich weiss. Ich habe ihn erst ratlos angeschaut, als er von der Rakete erzählt hat und dann habe ich ihn belehrt, dass es "Schläger" heisst. Er könne aber auch ruhig "Racket" sagen, habe ich gesagt. Wir coolen Leute sagen nämlich "Racket".
Ach ja, diese Neudeutschen sind wirklich sehr unterhaltsam. Schön fand ich auch den Ausdruck "Eierlegende Vollmilchsau" oder die "Hugo Notten Halle". Das war schon ein dufter Typ, dieser Hugo Notten, der ist weit rumgekommen. Muss ein Bekannter von Timo Beil gewesen sein.

Was kann ich noch?
Achso: Ich zitiere aus der Wikipedie und zwar aus dem Artikel über Hannah Montana:
*schnipp*
Über dieses Doppelleben sind nur ihr Vater, ihr Bruder, ihre Großmutter, ihre Patentante Dolly, ihr Onkel Earl, ihre Cousine Louan, ihr Bodyguard Roxy, ihr ehemaliger Freund Jake Ryan, ihre zwei besten Freunde Oliver und Lilly, deren Mutter und ein ehemaliger Designer informiert.
*schnapp*

(Hervorhebung von mir)
Nur?! Wenn ich ein Doppelleben führen würde über das derart viele Menschen informiert sind, dann würde ich bestimmt ernsthafte Panikattacken bekommen.

Posted by banana at 08:12 EM | Comments (7)
Juni 29, 2009
Entenbrust und Polenta

Lustige Bilder Wochen in der Allee der Spackonauten. Hier, wo die Ohren Wände haben. Hier, wo alles muss und nichts kann. Hier, wo die Seerosen den jungen Tag begrüßen, als wollten sie sagen "Guten Morgen, liebe Sorgen, seid ihr auch schon alle da, habt ihr auch so gut geschlafen na dann ist ja alles klar".
Das Schild da oben habe ich bei der Achterbahn "El Toro" im Forellenhof Plohn fotografiert und aus einem Mangel an Platz und einem Übermaß an Blödheit nicht komplett auf das Bild bekommen. (El Toro ist übrigens eine sehr schöne Holzachterbahn und der Forellenhof Plohn ist ein sehr netter Park).
Auf dem Schild steht, dass Kinder von 6 bis 8 Jahren nur in Bekleidung eines neben ihnen sitzenden Erwachsenen mitfahren dürfen.
Mmh. Das wirft mal wieder einige Fragen auf.
Muss der Erwachsene dann nackt mitfahren, weil er dem Kind seine Bekleidung überlassen muss? An dieser Stelle wurde schon oft versucht, der Frage auf den Grund zu gehen, warum viele Leute gerne gewisse Dinge nackt machen und wir sind noch nicht zu einer zufriedenstellenden Antwort gelangt. Es gibt durchaus auch Leute, die gerne nackt in der Achterbahn fahren, aus welchen Gründen auch immer, und zwar vor allem in England. Dennoch finde ich, man sollte nicht dazu gezwungen werden, schon gar nicht, wenn man neben einem Kind fährt, das man eventuell gar nicht so gut kennt. Es kommt ja immer wieder mal vor, dass sich so ein Kind neben einen setzt und das wäre dann doch sehr unangenehm. Vor allem wäre man der Gefahr ausgesetzt, dass irgendeine Familienministerin dahergelaufen kommt und einen hinter einem Stopp-Schild versteckt.
Für diese Interpretation des Schildes (also der Schildes auf dem Foto, nicht des Stopp-Schildes) spricht allerdings, dass dann der Eigentumsnachweis der Bekleidung relativ einfach zu erbringen wäre. Man (Erwachsener und Kind) begibt sich gemeinsam bekleidet in die Station, der Erwachsene zieht sich vor den Augen des Personals aus und übergibt dem Kind seine Bekleidung, die dieses sodann anlegt. Somit wäre eindeutig geklärt, dass es sich tatsächlich um die Bekleidung des neben ihm fahrenden Erwachsenen handelt. Ansonsten könnte ja jeder Erwachsene die Bekleidung eines x-beliebigen Menschen mitbringen, in der das Kind dann fahren würde. Das wäre natürlich laut Beschilderung nicht zulässig, steht doch eindeutig dort, dass es sich um die Bekleidung des neben ihm sitzenden Erwachsenen handeln muss.
Um den Regeln gerecht zu werden könnte der Erwachsene vielleicht ein Foto zeigen, dass ihn in der Bekleidung zeigt. Das würde auf jeden Fall Zeit gegenüber dem Kleidertausch in der Station sparen und so die Wartezeiten verkürzen und den Durchsatz erhöhen, was sicherlich im Sinne der anderen Fahrgäste wäre.
Ich bin also eindeutig für die zweite Variante: Mitgebrachte Kleidung gilt auch.
Schon allein, weil ich nicht gerne auf Achterbahnsitzen fahre, auf denen vorher jemand mit seinem nackten Popo gesessen hat.

Posted by banana at 05:33 EM | Comments (0)
Juni 26, 2009
Bitte großzügig steichen

Ich glaube, sowas nennt man im Moment "URL FAIL".

Posted by banana at 06:48 EM | Comments (12)
If I can make it there I'll make it anywhere

Hat eingentlich schon jemand wissenschaftlich untersucht, warum die eigene Muttersprache leidet, wenn man mit einem Menschen spricht, dessen Muttersprache eine andere ist?
Ich kann es wirklich niemandem übel nehmen, der nicht besonders gut Deutsch sprechen kann. Zumindest nicht, wenn er erst ein, zwei Jahre in diesem, unserem Lamnde lebt.
Wenn man zum Beispiel englischer Mutterspracher ist, warum, the fuck, sollte man dann Deutsch lernen? Spricht doch eh fast jeder Englisch, hier. Und viele Deutsche geben den Englischsprechern auch überhaupt keine Chance, Deutsch zu lernen, weil sie freiwillig in vorauseilendem Gehorsam drauflos radebrechen what the stuff holds.
Ich bin da natürlich anders, denn ich bin super. Ich spreche mit den English Natives auf Deutsch, obwohl ich natürlich perfekt Englisch spreche und zwar von a bis z, von Nord bis Süd und von Oxford bis Seattle, denn ich will den armen Käuzen ja nicht die Chance nehmen, noch etwas dazuzulernen.
Ich lasse sie aussprechen und verbessere die Lernwilligen auch ausführlich, nachdem sie ihr Kauderwelsch fertiggestammelt haben. Ich bin ja nicht so. Dann dürfen sie es nochmal sagen und wenn es wieder falsch ist, dann wird Pitsch-Patsch gemacht. Aber markig!
Was ich aber leider bemerken musste und was mein kleines Herz mit einer dicken Bohnensuppe aus Traurigkeit mit in heisser Leidenschaft angebratenem Zwiespalt füllt, ist, dass meine eigene Muttersprache leidet, wenn ich mit diesen Leuten rede.
Ich fange dann nämlich an, auf mein Gehirn auf Englisch umzuschalten und da die Worte nur der fahrige Vorhang vor der säulenschweren Syntax ist, denke ich in Englischen Satzstrukturen, Idiomen, Bildern und sowas und dann fange ich an, diese Gebilde ins Deutsche zu übersetzen und das, was dann aus meinem Mund kommt, hört sich ungefähr so Deutsch an, was diese Möchtegernedeutschsprecher mir als solches verkaufen möchten. Wie sollen die denn dann noch etwas von mir lernen.
Ich führe dies auf meine tiefe Demut, meine pantheistischen Grundeinstellung und auf meine weiche Birne zurück. Ich frage mich aber stets: Muss das sein? Habe ich überhaupt einen freien Willen? Wer wollte, dass ich gerade jetzt hier bin? Was ist Zeit?
Und auf die Dauer hilft wirklich nur Power.

Posted by banana at 07:38 FM | Comments (5)
Juni 19, 2009
Ich sage superoft super

§§a href="http://www.hatmeinabgeordneterfuernetzsperrengestimmt.de/">http://www.hatmeinabgeordneterfuernetzsperrengestimmt.de/§§/a>

Posted by banana at 10:12 FM | Comments (13)
Juni 16, 2009
Er hat Dich, ich hab Ibiza

Ein Großteil des Wochenendes war ich damit beschäftigt, das unsägliche Lied "Wir trinken das schäumende Bier und scheissen dem Wirt auf die Theke" ins Französische zu übersetzen. Und zwar ohne Internet und nennenswerte Französischkenntnisse.
Meine Lösung lautete "Nous bibons la bierre mousseuse et merdons au théc du garcon".
Ich war mit dieser Lösung recht zufrieden, vor allem, weil sie sich auch schön auf die Originalmelodie singen lässt, wusste aber auch gleichzeitig, dass diese, meine Lösung, keineswegs korrekt sein konnte, weil ich nunmal Stringmetzger und reglärer Expressionist bin und kein Französischmeister.
Sofort nach meiner Rückkehr steckte ich das Internetkabel ins Datendöschen und konsultierte eine Übersetzungsmaschine, die Deutsch in Französisch umbauen kann.
Die Lösung, die mir die Maschine für den ersten Teil der Strophe präsentierte war meiner Lösung nicht ganz unähnlich: "nous buvons de la bière mousseuse".
Ok, dass ich das falsche Wort für "trinken" hatte, hatte ich mir schon gedacht, aber dass "schäumendes Bier" tatsächlich als "bière mousseuse" übersetzt wurde, das lies mich schmunzeln.
Die Übersetzung, die mir der Automat für die zweite Zeile der Strophe präsentierte ("et chier à le patron sur la comptoir") war für mich total inakzeptabel. Ich finde es eine Unverschämtheit und eine Frechheit, dass mir derlei Schund als Lösung präsentiert wird. Wer soll das denn singen?
Scheiss Internet! Kaputtbiegen und verrosten lassen, das sage ich.

Posted by banana at 04:41 EM | Comments (3)
Juni 09, 2009
Sie rasen durch die Straßen und die Gassen, sie sind menschenleer

In der ganzen Zeit, während der diese kleine, bescheidene Seite im Internetz bestand, drehte sich die ganze Spindel hier doch nur immer um ein einziges Thema: Um den Menschen an sich. All die jahrelange Forschungsarbeit, als das Zweifeln, Kreisen und Einzingeln hat uns zwar noch nicht zum erhofften Ziel gebracht, nämlich das Wesen des Menschen zu erkennen und in Fischer Technik nachzubauen, aber immerhin haben wir ein paar Schritte gemacht.
Niemand kann sagen, ob es die Schritte in die richtige Richtung waren, ob wir nicht bald hin und bald her gesprungen sind, ob wir nicht gar mit einem Fuß am Boden geblieben sind, aber ich kann sagen: Wir haben uns bewegt! Und darauf kommt es doch an. Gerade, wenn man, wie ich, ein riesiges, im Backteig frittiertes Stück Emmentaler zum Mittag gegessen hat.
Der derzeitige Stand der Forschung ist übrigens: Der Mensch ist ganz anderst, wie alle anderen.
Und in diesem Satz steckt so viel Wahrheit, dass man erstmal mit Grillzange holen muss, um sie ihm aus der Nase zu ziehen. Und doch ist sie da.
Ich habe mir übrigens neulich ein sehr langes Haar aus der Nase gezogen. Es muss ein Kopfhaar gewesen sein, denn es war sehr dünn und flexibel. Es war von Rotzkruste umhüllt und farblos. Ich vermute deswegen, dass ich entweder das Haar eines Menschen (oder Tieres) mit farblosen Haaren eingesogen habe oder dass es eines meiner eigenen, feuerroten Haare war, das über die Jahre seinen Farbstoff an das umgebende Schleimgewebe abgegeben hat.
Nun stimmten mich der Fund und die Bergung durchaus fröhlich, denn ich vermutete, bei dem gezogenen Haar handelte es sich um den Verursacher eines ständigen Kribbelgefühls in der Nase, das mich seit Monaten quält und dazu veranlasst, mir zu passender oder unpassender Zeit die Nase zu reiben.
Ich reibe mir die Nase noch immer, weiss allerdings nicht, ob ich das tue, um ein tatsächlich vorhandenes Kribbeln zu mindern oder nur, weil ich es mir angewöhnt habe, mir dauernd die Nase zu reiben.
Wie auch immer es sich darstellt: Die Sachlage ist so, dass ich immer noch ein subjektives Kribbeln in der Nase verspüre. Und so ist es auch mit dem Menschen: Irgendwie kommt er sich immer benachteiligt vor und so ist nicht - wie von vielen anderen großen Wissenschaftlern angenommen - der Neid die große Antriebsfeder des Handelns, sondern dass dumpfe Gefühl, dass jemand anders mehr davon bekommen könnte, was mir auch zusteht.
So einfach ist das. Zumindest, was den derzeitigen Stand der Forschung angeht.

Guten Abend.

Posted by banana at 04:12 EM | Comments (6)
Juni 07, 2009
Los, wählen gehen

Ich habe am Freitag gelesen, dass sie jetzt tatsächlich kurz davor sind, die von ihnen so genannten "Killerspiele" zu verbieten. Die haben nichtmal ein Interesse daran, die Jüngeren zu verstehen. Also, losgehen und Piratenpartei wählen, damit mal etwas zeitgenössisce Kompetenz unterstützt wird.
Ja, das mit der Wahl, das ist heute.

Bis später,
bna

Posted by banana at 12:13 EM | Comments (9)
Juni 04, 2009
Loving the shield, the heididei

Interessiert stand ich im Möbelgeschäft vor einer Anrichte mit "dekorativen Gebrauchsspuren".
Das wird mit zugute kommen, wenn ich mein Auto verkaufe.

Posted by banana at 06:46 EM | Comments (8)
Juni 02, 2009
This is radio orchid

Als ich ein Kind war, hatte ich einen Freund. Er war immer der Bandenchef. Er konnte sich am besten kloppen, konnte am besten die Holzhütten auf dem Spielplatz auseinandernehmen und in eigene umbauen, fuhr mit dem Schlitten am schnellsten unbekannte Pisten runter und stieg auf die höchsten Bäume.
Ich wollte immer wie er sein, schaffte es aber nur zum zweiten Bandenchef.
Eines Tages fanden wir eine Plstikflasche auf dem Sperrmüll und wir wussten nicht, was drin war. Der Inhalt war bernsteinfarben und roch scharz.
Der Freund setzte die Flasche an und nahm einen tiefen Schluck. Sofort fing er an zu röcheln und zu husten und verschwand im Haus. An diesem Nachmittag kam er nicht mehr raus. Am nächsten aber schon.
Wir sprachen nicht mehr über die Flasche. Dann haben wir uns aus den Augen verloren.

Posted by banana at 05:55 EM | Comments (15)
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