Mai 29, 2009
That's what blogs are for

Kurze Durchsage:
Kalli, schreib mir mal ne mail, bitte (banana@spackonauten.org).
*knarzgeräusch*
Kalli, please make a write of email to me, thanks.

Posted by banana at 11:13 FM | Comments (5)
Mai 27, 2009
The Senffrage

Nun habe ich aber mal eine Frage. Die Frage ist zu schwer für mich, ich stelle sie jetzt öffentlich.
Erst aber die Situationsbeschreibung.
Ich sitze zu dritt an einem Tisch in einer hessischen Apfelweinwirtschaft. Uns dreien liegt der Hunger schwer im Magen. Wir bestellen einmal Sauerkraut mit Brot und zwei mal Rippchen mit Kraut und Püree. Ein Rippchen explizit mit extra viel Senf.
Gebracht wird ein Teller Sauerkraut mit Brot, eine Schale voller Senf und zwei Teller mit Rippchen Kraut, Püree und viel Senf.
Alle essen.
Übrig bleibt eine schalte voller Senf.
Die Frage: Für wen war der Senf gedacht?
Ich bin der Meinung, dass der Senf der gewünschte "extra viel Senf" war. Die beiden anderen meinten, er hätte zu meinem Sauerkraut gehört.
Isst man denn Senf mit Sauerkraut? Das wäre mir neu. Ich bin der Meinung, dass der Senf, den man zum Rippchen mit Sauerkraut isst, zu dem Rippchen gehört und nicht zu dem Sauerkraut (vgl. Bratwurst mit Senf). Senf ist sozusagen eine Würzpaste für das Fleisch. Ich habe noch nie Sauerkraut mit Senf gegessen. Zumindest nicht, ohne eine Fleischbeilage.
Dann gerne! Also Rippchen mit Sauerkraut und Senf gerne! Gerne auch Rindwurst mit Sauerkraut und Senf. Aber Sauerkraut mit Senf? Nein, nein und nochmals nein (insgesamt kommen wir also auf drei nein, zwei davon müssen wir abziehen die waren doppelt).
Wie sieht das der Rest der Welt?

Posted by banana at 12:41 EM | Comments (19)
Mai 20, 2009
Billie und Tine finden, dass es mal wieder Zeit für einen Ausflug ist

Das Hinterrad von Tines Fahrrad blockierte und der Splitt spritze, so stark bremste sie vor dem Pferdehof. Billie stand vor dem Stall, die Hände in die Hüften gestemmt und erwartete ihre Freundin voller Ungeduld.
"Wo bleibst Du denn so lange?" fragte sie und schaute streng drein.
"Tut mir leid, ich bin so schnell gekommen, wie ich konnte, aber ich musste meiner Oma noch aus der Tageszeitung vorlesen. Sie musste doch ihre Brille verkaufen nach der Sache mit den Lehman-Zertifikaten." sagte Tine außer Atem.
"Aber jetzt komm schnell!" sagte Billie auffordernd.
"Was gibts denn so Eiliges, Billie?" fragte Tine neugierig.
"Die Schweine in der Schweinezuchtanlage haben heute Nacht Ferkel bekommen. Die wollen wir uns anschauen." sagte Billie stolz.
"Oh, wie süß!" sagte Tine begeistert.
"Und Blecky und Fleckchen könnten auch mal wieder einen kleinen Ausritt vertragen. Ich habe die beiden schon gesattelt. Sie sind auch ganz aufgeregt." sagte Billie.
"Au fein! Das wird groß!" Tine klatschte fröhlich in die Hände.
Kurze Zeit später saßen die beiden Mädchen auf den Ponys. Billie klopfte Fleckchen den Hals und sagte "Na, mein Kleiner, freust Du Dich auch so, dass wir mal wieder einen Ausflug machen?"
Fleckchen schnaubte.
Die beiden Mädchen lachten. "Und wie der sich freut!" sagte Tine.
Preschend gallopierten die zwei über Wiesen, die in saftigem Grün standen. Die Sonne lachte vom Himmel herunter und nicht ein einziges Wölkchen war zu sehen. Aber die Mädchen hatten kein Auge für die herrliche Natur. Ihre Gedanken waren sie schon bei den kleinen Schweinen.
"Wie viele Ferkelchen es wohl sein werden?" fragte Tine neugierig.
"Das weiss ich nicht" sagte Billie "Hans, der alte Arsch hat mir nur erzählt, dass es neue Ferkelchen gäbe."
"Ich kann kaum erwarten, sie zu streicheln und zu herzen" sagte Tine.
"Ich auch!" auch Billie war begeistert.
"Ach Billie! Du bist meine beste Freundin!" sagte Tine überschwänglich.
"Ich weiss" sagte Billie.
Nach ein paar kurzen Minuten, die den beiden Mädchen aber endlos vorgekommen waren, kamen sie an der Schweinezuchanlage an.
Sie banden die Ponys an und gingen sofort in den Schweinestall.
"Puh! Hier riecht es aber nicht gut." Tine hielt sich die Nase zu.
"Hihi!" lachte Billie "Aber unsere Pferde riechen auch nicht immer nach Veilchen"
Beide Mädchen schüttelten sich vor lachen.
Sie mussten nicht lange nach den Ferkelchen suchen. Die kleinen Schweinchen waren in der Schweinebox, in der am meisten los war.
"Schau mal, wie niedlich die sind! Und die kleinen Schwänzelein" juchzte Billie.
"Und sie sind ganz Rosa! Und die Nasen sehen aus wie kleine Steckdosen" wieder lachten die Mädchen.
Gerade, als Tine eines der Ferkelchen streicheln und herzen wollte, da erscholl eine Laute Stimme.
"Kinder! Macht, dass ihr hier wegkommt! Wir haben die Schweinegrippe auf dem Hof! Das ist sehr gefährlich!"
Es war der Schweinebauer gewesen, der die Mädchen warnen wollte.
"Aber die Schweinchen sehen doch ganz glücklich aus" sagte Tine traurig.
"Ja, aber sie müssen alle geschlachtet werden" sagte der Bauer. "Und ihr müsst jetzt gehen".
"Aber die armen Schweinchen." sagte Tine "Kann man die nicht gesund pflegen?".
"Nein, die werden alle geschlachtet. So will es das Gesetz!" sagte der Bauer.
"Lass uns schnell zu den Pferden laufen." sagte Billie streng. "Ich hatte heute auch noch nichts zu saufen und bin total am zittern."
"Wann machst Du denn endlich die Entziehungskur?" fragte Tine leicht genervt.
Als sie bei den Pferden ankamen, lag Fleckchen auf der Erde. Vor seinem Maul stand dichter weisser Schaum. Die Schweinegrippe hatte ihn voll erwischt.
"Oh nein!" rief Tine.
"Das hat uns grade noch gefehlt." sagte Billie.
"Voll krass!" meinte Tine "Aber wie komme ich denn jetzt nach Hause?"
"Ich hab's!" Billie hatte eine Idee "Wir reiten beide auf Blecky!"
"Genau. Aber jetzt nichts wie weg von hier. Ich find's hier irgendwie unheimlich."
Sie schwangen sich beide auf Bleckys Rücken und ritten los.
Als sie am Reiterhof ankamen, fragte Hans "Nanu! Wo ist den Fleckchen geblieben? Ihr ward doch nicht etwa bei der Schweinezuchtanlage und Fleckchen hat sich mit der tödlichen Schweinegrippe angesteckt und hat seinen Pferdelöffel abgegeben?"
"Nein. Der ist uns bei der alten Mühle durchgangen und nicht wieder zurückgekommen." log Billie.
"Naja, der war schon immer etwas eigensinnig. Dann bekommst Du halt ein neues Pony. Wir haben ja zum Glück genug." sagte Hans und lachte.
Manchmal war Hans doch schwer in Ordnung.

Weitere Geschichten mit Billie und Tine gibt es §§a href="http://www.spackonauten.org/aktuell/archiv/2004_08.html#001273">hier§§/a> und §§a href="http://www.spackonauten.org/aktuell/archiv/2004_08.html#001265">hier§§/a>.

Posted by banana at 04:07 EM | Comments (6)
Mai 19, 2009
Wenn der Rhythmus plötzlich schweigt

Sicher, der 20. Platz, den Deutschland beim Chanson de la Chanson Grand Prix ergattert hat, ist nicht das Gelbe. Letztes Jahr, mit dem Roger waren wir besser, da wurden wir 19. Das Jahr davor sogar 15. Da traten Texas Lightning dran. Davor waren dann die No Angels dran. Ok, die waren zwar nicht letzter, aber zumindest Punktgleich, soweit ich mich erinnere.
Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass Deutschland wirklich auch mal gut beim Chanson de la Chanson Grad Prix abgeschnitten hat. Und damit meine ich nicht ausschließlich Nicole mit "Ein bisschen Frieden". Ich rede von Sürpriz (3 Platz, 1999), MeKaDo (3 Platz 1995) oder auch von Wind (2 Platz 1987 und 1985). An die erinnert sich nur niemand (je nach persönlicher Stimmung kann man "leider" oder "zum Glück" in den letzten Satz einbauen).
Wenn man sich nämlich an gutes Abschneiden der Bundesrepublik beim Chanson de la Chanson Grad Prix erinnert, dann fallen immer nur die Namen Raab (5 Platz, 2000) und Horn (7 Platz, 1998). Aber da tut man den oben genannten Damen und Herren Unrecht.
Natürlich klebte auch ich an der Röhre, die die Welt bedeutet und ich fand die Veranstaltung sehr unterhaltsam. Für mich war der Star des Abends die Bühne. Wer es nicht gesehen hat: Es war eine große Bühne! Und sie war komplett eine Projektionsfläche. Die Regie konnte unter, über, hinter und neben die Vortragenden alles projiezieren, was sie wollte. Oder eher, was die Vortragen wollen oder deren für die Bühnenschau Verantwortliche.
Meiner Meinung hat auch Aserbaidschan seinen - sagen wir mal überraschenden - dritten Platz dieser Bühne zu verdanken. Die Musik kann es jedenfalls nicht gewesen sein. Vielleicht war es aber auch das Kleid der Sängerin, das vorne knapp über dem Bären aufhörte und hinten bis in die Kniekehlen hing. Ich hoffe das setzt sich nicht durch, so wie z.B. Legins. Denn so ein Kleid ist praktisch (wie Legins), sieht aber kacke aus. Auf jeden Fall kann man sich vorne nicht vollkleckern, was wirklich praktisch ist und deswegen habe ich doch etwas Angst, dass es sich durchsetzt.
Als die Aserbaidschaner auftraten, da verwandelte sich die Bühne in die Hölle. Alles war schwarz und rot und überall loderten Feuer. Das ist mir sehr bildhaft im Gedächtnis geblieben. Ich denke, diese Hölle war der Grund, warum so viele für Aserbaidschan angerufen haben. Und weil das Land so einen einprägsamen Namen hat.
Also Deutschland: Namen ändern und mehr Hölle verbreiten. Ich denke da an Wolfgang Petry.
Mach et, Wolle (Hölle, Hölle Hölle).
Gewonnen hat der Titel, der als einziger im Gedächtnis geblieben ist, der einzige, den ich auch heute noch etwas nachsingen kann. Der Rest ging so an mir vorrüber. Zumindest was die Musik anging. Eindrücklich war auch der griechische Sänger, dem das Hemd platze, die silberne Glitzerhose des Barden, der für Deutschland angetreten ist und natürlich Moldawien mit dem mitreissenden Lied, das meiner Meinung nach gewonnen hätte, wenn es Gerechtigkeit auf der Welt geben würde und die Welt nicht ein Ort wäre, an dem Gerechtigkeit ein Fremdwort ist. Dabei kann ich mich an das Lied eigentlich gar nicht erinnern, nur daran, dass ich es super fand.
Was also tun, liebes Deutschland.?
Ganz klar: Die Regeln müssen geändert werden. Es hat nicht geholfen, dass Deutschland nicht im Halbfinale ausscheiden kann. Es hat auch nicht geholfen, dass jetzt Juries dafür sorgen, dass die Leute nicht mehr ganz alleine bestimmen dürfen, wer das beste Lied von der Welt gemacht hat.
Die Regeln müssen also noch weiter geändert werden. Deutschland muss mindestens auf Platz fünf kommen oder sowas. Und alle dürfen in Zukunft auch für das eigene Land anrufen (ausser Russland). Dann hätten wir vielleicht eine faire Chance.

Achso - bevor ich es vergesse: Sürpriz (3 Platz, 1999) belegten beim deutschen Vorentscheid nur den zweiten Platz. Teilnehmen konnten sie beim Chanson de la Chanson Grand Prix in Jerusalem nur, weil die erstplazierte des Vorentscheides nachträglich disqualifiziert wurde. Das war übrigens Corinna May (21 Platz, 2002).

Posted by banana at 02:23 EM | Comments (6)
Mai 18, 2009
Zawischendurch: Ein Rätsel

Welches Theaterstück wird hier knapp zusammengefasst?

Person1: Du siehst aber schlecht aus.
Person2: *hust* Nein, ich sehe sehr gut aus.

Posted by banana at 02:49 EM | Comments (23)
Mai 14, 2009
Kleine Zwischenfrage

Hätten Sie gewusst, dass der Güiro zu der Gruppe der Schrapidiophone gehört?

Ich nicht!

Verbindlichst,
bna

Posted by banana at 02:48 EM | Comments (10)
Mai 13, 2009
New blood joins this earth

Es steht schlimm um mich. Habe heute statt "Magath" "Megadeath" gelesen. Wie kommt mein Gehirn auf sowas?

Aus: Gespräche mit banana. Heute: Kollegen.
Ein Kollege aus der it-Abteilung kommt in den Raum.
kaita: Ist der Kollege nicht hier? Ich habe an seinem Rechner gestern Abend ein Backup angestoßen.
bna: Nein, der ist gerade mal weg.
kaita: Hat der irgendwas gesagt?
bna: Er hat sich gewundert, was mit seinem Rechner los ist.
kaita: Und sonst nichts?
bna: Er wollte wissen, wie Du heisst.
kaita: Aha.
bna: Und wo Du wohnst.

Posted by banana at 04:00 EM | Comments (4)
Mai 12, 2009
Free me from your spell

Viele Menschen haben ein vollkommen falsches Verständnis von Trommeln.
Damit das mal geklärt ware: Trommeln werden bedient, wenn richtige Musiker Musik machen. Dann dienen die Trommeln dazu, die Musik zu unterstützen. Ansonsten soll das trommelnde Personal bitte die Extremitäten still halten. Von mir aus dürfen sie an sich rumspielen, Winken oder sich eine Zigarette drehen aber sie sollten nicht auf den Fellen rumpatschen. Ob mit Schläger oder ohne.
Liebe "Trommler": Es ist ja wirklich schön, dass ihr völlig in den Klängen Eurer Dejembe oder wie diese auf links gedrehten Tiere auch immer heissen mögen, versinken könnt, aber wenn Ihr mal kurz aus der Versenkung auftauchen und zuhören würdet, dann würde ich Euch kurz mal eine Wahrheit präsentieren: Ihr seid die einzigen.
Ok, da sind vielleicht noch ein paar Menschen, die ohnehin immer von jedem Schlag auf jedwedes Rhythmusinstrument überrascht sind, egal, ob er von Stu Copeland oder Mister Stockimarsch am Lagerfeuer kommt und deswegen alles für einen Rhythmus halten und schonmal prophylaktisch versinken, aber von denen reden wir nicht. Und dann wären natürlich auch noch die Menschen, die völlig in den Klänges eines kreischenden Kleinkindes versinken können, aber die sind auch eher selten.
Alle anderen können es nicht. Basta. Und ehrlich gesagt: Sie wollen es auch gar nicht.
Liebe "Trommler": Bevor Ihr andere Menschen mit der musikalischen Intertretation Eurer Herzrhythmusstörungen nervt, geht doch einfach ein paar Monate in einen tiefen Wald und haut mit einem dicken Ast in möglichst regelmäßigen Abständen gegen einen Baum.
Ja, die ganze Zeit und jeden Tag und immer wieder: Mit dem dicken Ast gegen einen Baum hauen. Wenn er kaputt geht, dann nehmt Euch einfach einen Neuen. Es sind ja genug da. Das kann man auch gut bei schlechter Witterung machen.
Wenn Ihr das so zwei drei Monate ohne Unterbrechung gemacht habt, dann dürft Ihr wieder raus aus dem Wald. Dann kann man Euch abnehmen, dass Ihr echtes Interesse am Trommeln habt und dann dürft Ihr auch mal am Lagerfeuer ein bisschen mit dem Fingern schnipsen oder an einer Coladose wackeln.
Sonst aber nicht.
Für alle anderen: Ihr nervt. Ihr habt den Rhythmus nicht, sondern Ihr habt allenfalls einen vagen Veracht, wo er sein könnte. Und in diese Ecke ballert ihr dann mit Euren Händen, wie ein besoffener Jäger mit der Schrotflinte. Ihr betreibt musikalische Ringfahndung und geht damit allen auf den Saque. Ihr seid nicht cool, Ihr seid der Cordhosenjunge in der Schule, der gleich abgezogen wird und es noch nicht weiss. Ihr seid das Arschloch in der U-Bahn, dass mit dem Händi laut Musik hört.
Also, lasst es einfach bleiben. Steckt Eure Nase lieber in ein gutes Buch. Oder macht die Waldsache.

Vielen Dank für Euer Verständnis,
Euer bna

Posted by banana at 05:17 EM | Comments (5)
Mai 08, 2009
Auf den Pott gesetzt

Jetzt mal ehrlich: Diese §§a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860">Petition§§/a> ist ja ganz niedlich und dass es mittlerweile über 50.000 Unterzeichner gibt und sich damit der Petitionsausschuss des Bundestages öffentlich damit auseinandersetzen muss, ist fein, aber wer glaubt, dass sich dadurch irgendwas an den Netzsperren ändern wird, der glaubt auch, dass er den Milchpreis beinflusst hat, weil er auf Soja umgestiegen ist.
Nehmen wir mal die nackten Zahlen.
In Deutschland gibt es ungefähr 60 Millionen Wahlberechtigte. Wenn davon 50.000 die Petition unterzeichnen, dann sind das großzügig aufgerechnet 0,1%.
Das ist nicht viel.
Die können einem schon mal ganz formlos am Arsch vorbeigehen, ohne dass man etwas davon mitbekommt, weil sie nämlich keine Wahl entscheiden. Die beeinflussen auch keine anderen Wähler, weil das schizoide Unterkrumenfraggles sind, die ihre Zeit damit füllen, ihren Namen unter Listen im Internet setzen aber ansonsten lieber ins Wasserglas pusten oder den Enterpriserolli überstülpen. Das ist ja auch, wie gesagt, ganz niedlich. Politisch haben die aber keinen Einfluss. Jetzt bitte den Fraggletanz, mit rotem Kopf und ganz doll mit den weichen Fäustchen auf die Tasten stampfen.
Nehmen wir dagegen zum Beispiel mal die Sportschützen. Deren Dachverband, der Deutsche Schützenbund hat 1,5 Millionen Mitglieder. Das klingt schon anders. Das ist ein ungefähr 2,5 prozentiger Anteil am Wahlvolk. 2,5%, das ist in diesen Zeiten, bei diesen Wahlbeteiligungen, bei dieser Angst schon eine ganze Menge. Die geht einem nicht am Arsch vorbei, die haut einem unter Umständen ganz böse in die Fresse. Was wird also gesperrt: Der Waffenschrank oder die Internetseite?
Die Lösung dieser Aufgabe wird dem Studierenden als leichte Übung überlassen.
So ein Schütze, der macht auch mehr her, als so ein Internetfraggle. Der geht auch mal raus. Der macht auch mal ein Schützenfest und hält da eine Rede. Der ist auch mal ein Meinungsführer. Der zerfällt auch nicht zu Staub, wenn er von einem Sonnenstrahl getroffen wird. Der ist auch mal länger, als zwei Tage auf eine Sache sauer.
Oder die Rentner. Das sind sogar noch mehr, als die Schützen. Ungefähr 20 Millionen gibt es davon angeblich. Also knapp ein Drittel des Stimmvolkes.
Wenn die Rentner sauer werden, dann müssen sich die Regierenden wirklich was überlegen, beziehungsweise dann müssen sie sich nichts mehr überlegen, weil sie dann nämlich nicht mehr die Regierenden sind. Deswegen werden die auch nicht sauer werden. Irgendwie werden die einfach nicht sauer werden. Ich weiss auch nicht, warum.
Aber 50.000 mit der Maus bewaffnete Spinner?
Ich bitte Euch.
Also freut Euch noch so lange über den Erfolg, so lange ihr noch könnt, haut so richtig auf den Elektroputz in Eurem stillen Kämmerlein, trommelt auf Eure Hühnerbrust, malt bunte Bildchen, baut sie in Eure Seiten ein, die ihr gegenseitig verlinkt. So lange ihr noch könnt.
Wer trotzdem auf symbolische Aktionen steht: Im September ist Wahl. Hoffentlich treten §§a href="http://www.piratenpartei.de/">die hier§§/a> an. Ach so, da kann man ja noch gar nicht elektronisch Abstimmen. Also vergesst es.

Posted by banana at 02:28 EM | Comments (7)
So ein Schrott

Fickende Hölle
Was ist das hier für ein Mist?
Fickende Hölle

Mit diesem preisgekrönten Haiku möchte ich mich beschweren.
Der RSS 1.0 Feed ist seit dem 6. Jänner im Saque und keine Sau sagt mir Bescheid. Ihr komischen Typen! Wartet mal, bis der Papa heim kommt!
Was anderes bleibt Euch auch nicht übrig! Ich weiss ohnehin nicht, wie ich es reparieren soll.
Ich sag nur: Never run a changing system.

Posted by banana at 10:28 FM | Comments (6)
Mai 06, 2009
His health is fading and he doesnt know why

Ich finde die Formulierung, dass eine Bank "frisches Kapital" braucht sehr interessant.
Ja, was machen die Banken denn mit dem vorhandenen Kapital, dass es nicht mehr frisch ist? Wird es schlecht? Welkt es? Riecht es? Putzen die sich damit den Hintern ab?
Das würde natürlich erklären, warum das alte Kapital nicht mehr zu gebrauchen ist. Eigentlich war doch genug davon da, von dem Kapital, wie ich meine. Hätten die es mal lieber zur passenden Zeit in Kapitalfrischhaltebeutel gesteckt, dann wäre das nicht passiert. Aber wahrscheinlich haben die Dinger keine 25% Rendite abgeworfen. Zumindest nicht kurzfristig.
Liegt es an der Welt oder an mir, dass ich zunehmend das Gefühl habe, von Idioten ungeben zu sein? Von Idioten, die untereinander blendend verstehen.
Schön wäre es ja eigentlich, wenn man altes Kapital wieder aufbereiten könnte. Wenn man aus muffigem Kapital, mit dem keiner mehr Spielen will also neues machen könnte. Ich stelle mir das so ungefähr, wie bei runderneuerten Autoreifen vor. Ich glaube aber, die machen einfach neues Kapital. So wie man auf dem Kreuzfahrtschiff das Abendbüffet wegschmeisst, wenn das 10 Uhr Büffet dran ist.
Aber vielleicht könnte man auch einfach Leute mit Auffrischspray durch die Geldspeicher schicken. Ich habe das unlängst bei Aberbrombie und Fitch in London gesehen. Da streifen gefühlte zwei Dutzend junge Menschen durch die Gänge und zerstäuben das hauseigene Parfüm über die feilgebotenen Textilien. Kann ja nicht so schwer sein, da jemanden dafür zu finden. Mit Geld haben ja alle gerne zu tun. Man muss nur noch einen griffigen Titel für die Geldauffrischer finden. Das findet sich aber bestimmt. Wahrscheinlich auch zu einem günstigen Preis. Aber schnell, sonst werden die Kohlen wieder schlecht.
Was übrigens wenige Leute wissen, ist, dass die Lisa von TLC mit einem Profi Footballspieler verlobt war. Was auch wenige Leute wissen, ist, dass sie ihm das Haus mal angezündet hat. Und was auch wenige Leute wissen, ist, dass das passiert ist, weil sie ein paar seiner Schuhe in der Badewanne angezündet hat. Angeblich hatte er sich selbst sieben Paar Schuhe gekauft und ihr keines mitgebracht. Vielleicht stimmt das aber auch alles nicht.

Posted by banana at 04:27 EM | Comments (3)
Mai 05, 2009
Kurze Werbeunterbrechung

Die Damen, die Herren,

§§a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860">Hier§§/a> wird die Möglichkeit geboten, eine sogenannte e-Petition zu Unterzeichnen. Die e-Petition richtet sich gegen Filterlisten für die Sperrung von Webseiten. Genau - das ist die Sache, wo Ihr einen falschen Link anklickt und Eure IP dann beim BKA landen kann.
Wenn mehr als 50000 Unterzeichner zustande kommen, dann muss sich der Petitionsausschuss des Bundestages mit der Petition beschäftigen.
Derzeit sind es rund 21000 Leute, die unterzeichnet haben.
Leider muss man sich zur Unterzeichnung registrieren und leider ist der Server entweder recht schwach auf der Brust oder sehr ausgelastet (vgl.: Beamtenwitz). Ich denke aber, es lohnt sich.

Vielen Dank und viele Grüße,
bna

Posted by banana at 04:16 EM | Comments (2)
Mai 04, 2009
Erste Zweifel an Gefährlichkeit der Schweinegrippe

Ich saß unlängst in einem Konzert von Herrn Grebe. Herr Grebe hatte eine winkende Katze auf den Flügel gestellt.
(Exkurs: Winkende Katzen.
Die winkenden Katzen heissen Maneki Neko und sind japanische Glücksbringer. Es gibt sie als Rechts-, Links- und Doppelwinker (Wohlstand, mehr Besucher, beides). Je höher sie ihre Pfote heben, desto mehr Wohlstand, beziehungsweise Besucher sollen sie bringen. Es handelt sich übrigens nicht um Katzen, die zum Abschied winken, sondern um Katzen, die etwas beziehungsweise jemanden herbeiwinken. Aufgrund kultureller Unterschiede interpretieren Menschen aus dem westlichen Kulturkreis die Geste als Abschiedswinken. So ist es aber nicht gemeint (vgl. Frage der Wahrnehmung))

Einer der Bühnenscheinwerfer warf einen Schein auf die Katze. Der Schein wurde vom Flügel, nicht aber von der Katze reflektiert und knallte gegen die Decke. Weil der Schein nicht von der Katze, wohl aber vom Flügel reflektiert wurde, entstand an der Decke ein Schatten der Katze, der aber doppelt war. Weil die Katze beständig winkte, bewegte sich auch der doppelte Schatten. Der Schatten sah aus, wie ein mit den gerupften Flügeln schlagendes Brathähnchen. Ich dachte an folgende Dinge: Höhlengleichnis, Schlaraffenland, Physikunterricht. Das irritierte mich sehr und lenkte mich von dem Konzert ab. Zum Glück lenkte es mich auch von der impertinenten Person hinter mir ab, die gehörig nach mittelaltem Schweiss stank. Dass diese Frau kurz bevor sie sich hinsetzte noch lautstark verkündet hatte, dass sie vergessen habe, "nochmal Pipi zu machen", machte sie mir auch nicht gerade sympathischer. Allerdings hätten die Chancen bei so viel offen zur Schau getragener Blödheit wahrscheinlich nicht schlecht gestanden, dass sie beim Pissen ersoffen wäre. Da sie aber nicht nochmal Pipi gemacht hat, ist sie auch nicht ertrunken. Aber was hätte alles passieren können?
Tja. Hätte, hätte, Herrentoilette.
Beziehungsweise Damentoilette. Spricht sich aber nicht so schön.
Wie eigentlich immer sind die Veranstaltungen von Herrn Grebe sehr zu empfehlen. Man sollte nur beim Kartenkauf darauf achten, dass man sich keinen Platz aussucht, in dessen Nähe eine stark nach Schweiss riechende Person sitzt. Aber oft hat man darauf keinen Einfluss, zum Beispiel, wenn man die Karte vor der Stinkesau kauft.
Aber wahrscheinlich tue ich dieser Person jetzt Unrecht und alles war ganz anders. Ist ja oft so. Sobald man die Hintergründe kennt, stellt sich alles in ganz anderen Farben dar. Da ist zum Beispiel dieses Bild mit der grünen Säule und den Schatten auf dem karierten Untergrund. Man soll die Farbe eines hellen Quadrates im Schatten mit der Farbe eines dunklen Quadrates im Licht vergleichen und man ist sich klar, wie Kloßbrühe, dass die unterschiedliche Farben haben und dann sagt einem aber einer, dass sie die gleiche Farbe haben und dann denkt man "Au Backe! Gut, dass wir verglichen haben".
Es ist - wie immer - alles eine Frage der Wahrnehmung. Das sollte man sich immer vor Augen führen, beziehungsweise nicht vor Augen führen, denn die Augen täuschen uns oft (siehe Beispiel oben). Aber dass man nur mit dem Herzen gut sieht, dass ist auch nicht wahr. Naja, vielleicht ist es doch wahr, aber ich will es nicht wahrhaben, weil es aus diesem schrecklichen Buch stammt. Naja, vielleicht ist das Buch auch gar nicht schrecklich, sondern nur die Leute, die es so toll finden.
Ich aber sage: Man sieht nur mit dem Gehirn gut.

Posted by banana at 04:00 EM | Comments (4)
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