März 26, 2009
I want to know what's going on behind your door

Ich glaube, der Papst ist daran schuld, dass ich heute folgendes gelesen habe: "Kondomwarane sind gefährliche Raubtiere".
Dabei nehme ich doch an der Aktion "Das Sexfreie Jahrtausend" teil (läuft super!).
Überhaupt sind das immernoch sehr verwirrende Zeiten. Aber früher, da waren die Zeiten noch viel verwirrender. Aber anders.
Ich habe mir schon eine Weile vorgenommen, keine Nachrichten mehr zu lesen oder anzuschauen. Es klappt aber nicht. Leider. Nachrichten verwirren nur, zwingen das Gehirn dazu, andauernd mit den Synapsen zu knacken und das Wetter wird davon auch nicht besser.
Die Familienministerin hat keine Ahnung, das aber vehement und ohne Rücksicht auf Fachleute und alle machen mit, weil sie gerne gewählt werden wollen. Da bestätigt sich mal wieder: Viele Leute machen am liebsten das, was sie an wenigsten können. Wenn es schlimm kommt, wollen sie auch noch Tiere dabei schützen.
Interessant fand ich, dass sich die Demoskopie immer mehr auf Gruppen bei Social Networks (wie heissen die denn richtig, diese Dinger?) stützt. Die Stimmung in der Schweiz wird beispielsweise daran gemessen, wie viele Menschen der Gruppe "Ich könnte dem deutschen Aussenminister dauernd auf die Fresse hauen" (oder so ähnlich) beigetreten sind. Und in Kanada sind die Leute empört. Ein US-Komiker hat sich abfällig über deren Armee geäussert und schon treten sie reihenweise in die Gruppe "Greg Gutfeld kann in der Hölle verfaulen" ein und Journalisten nehmen das dann zum Anlass, die Stimmung im Land zu bewerten. Kann man nur hoffen, dass die Schweizer wieder aus der Gruppe austreten, wenn sie dem Minister nicht mehr auf die Fresse hauen wollen. Sonst könnte das dazu führen, dass falsche Schlüsse gezogen werden. Aber zum Glück kommt es ja nur sehr, sehr, sehr selten vor, dass falsche Schlüsse gezogen werden.
Dringend: Weniger Nachrichten lesen, mehr Kekse backen.

Posted by banana at 05:48 EM | Comments (10)
März 24, 2009
Das Pfeifflied aus Kill Bill

Kürzlich traf ich mich mit einem befreundeten Salaryman zum Abendessen. Wir steckten dünne Bambusstäbe in Brühe mit Nudeln und aßen, was daran kleben blieb.
Er erzählte mir, dass im vorletzten Jahr in dem Unternehmen, in dem er arbeitet, eine Mitarbeiterbefragung stattgefunden hätte. Bei der Auswertung wäre aufgefallen, dass die Mitarbeiter seines Teams mit der Kommunikation innerhalb des Teams nicht zurfrieden waren.
Das musste natürlich messbar verbessert werden und so wies der Leiter des Teams seine Mitarbeiter an, das jede Woche ein anderer ein viertelstündiges Referat über seine aktuelle Arbeit zu halten habe.
Im letzten Jahr gab es dann wieder eine Mitarbeiterbefragung. Dabei zeigte es sich, dass die Mitarbeiter mit der internen Kommunikation jetzt viel zufriedener gezeigt hatten.
Der befreundete Salaryman sagte mir dazu, dass er nicht wirklich der Meinung war, dass sich die Kommuniktation verbessert habe, dass er aber die Kommunikation sehr gut bewertet hatte, weil er hoffte, dass damit endlich die sinnlosen Referate ein Ende haben würden.
Es kam aber anders.
Die Geschäftsleitung wurde darauf aufmerksam, dass Mitarbeiterreferate die interne Kommunikation schlagartig steigern.
Deswegen wird demnächst firmenweit das Mitarbeiterreferat eingeführt.

Posted by banana at 09:38 EM | Comments (8)
März 20, 2009
Jetzt habe ich das Lied vergessen, wo ich die ganze Zeit gesungen habe

Ich glaube, ich weiss jetzt, warum ich in der Regel sehr ausgefallene Dinge mag. Oder warum ich Dinge nur eine kurze Zeit mag, nämlich ungefähr so lange, bis sie relativ bekannt sind, das heisst, bis es genügend andere Leute gibt, die sie auch mögen:
Es ist einfach sehr schwer, Dinge zu mögen, die andere Leute auch mögen.
Dabei kommt es mir gar nicht auf die Exklusivität an. Es ist eher so ein Selbstzweifel. Wenn ich mir nämlich die Leute anschaue, die ein Ding, das ich mag, auch mögen und die ihre Zuneigung auch noch laut in die Welt hinausrufen, dann denke ich mir leider sehr oft, dass ich da doch etwas grundsätzlich falsch verstanden haben muss. Das deprimiert mich dann sofort und ich überlasse die Sache, die ich eigentlich glaubte, ganz gut zu finden, den anderen. Sollen die das doch mögen. Ich habe es ja offensichtlich nicht verstanden.
Der Schöpfer dieses Dinges kann doch nicht gewollt haben, dass solche Menschen seine Sache gut finden. Das kann der doch nicht so gewollt haben, der alte Freak! Hat er aber wahrscheinlich doch, denke ich mir und ich untermauere meine Gedanken mit der Vehemenz, mit der die anderen Leute ihre Sympathie absondern.
Aber dabei ist es doch oft so, dass der Schöpfer die Art von Leuten, die das Ding dann voller Inbrunst lieben eigentlich komplett verarscht hat. Habe ich dann wohl auch falsch verstanden. Ist nicht schlimm. Es gibt ja auch genug Sachen andere Sachen. Sachen, die keiner leiden kann. Die muss ja auch jemand leiden können. Die armen Sachen.
Dieser Umstand ist übrigens aus meiner Sicht mal wieder ein super Argument dafür, die Fresse zu halten. Wäre ohnehin besser. Einfach die Fresse halten. Sollte eigentlich jeder machen: Die Fresse halten. Von mir aus kann man noch etwas singen, aber bitte in einer Sprache, die ich nicht verstehe. Und nicht in Französisch. Französisches Gesinge - das kann ich ja bekanntermaßen gar nicht leiden. Die sollen lieber kochen, die Franzosen. Oder Liebe machen. Aber dabei die Fresse halten. Stöhnen dürfen sie, aber dabei sollten sie nicht zu sehr französisch klingen, sonst nervt es irgendwie total.
Ich glaube, das ist ein ganz guter Lösungsansatz.
Warum ist das so? Warum kann ich etwas nicht mögen, das andere Leute mögen?
Bei mir persönlich ist das ein individuelles Problem, d.h. ich finde die Leute meist ìndividuell scheisse, wobei ich nicht ausschließen möchte, dass ich durchaus in der Lage bin, Menschen sofort anhand von zwei, drei Merkmalen zu kategorisieren und dann in eine Schublade zu stopfen, in der schon andere Leute stecken, die ich auch scheisse finde. Meistens kommen sie dann da auch nicht mehr raus, weil sie da drin sehr schnell eine Menge Kumpels gefunden haben, mit denen sie eine gute Zeit haben können, Party oder Stimmung machen können und zu irgendetwas stehen können (nur mal so als Beispiel).
Generell kann es aber auch daran liegen, dass der Massengeschmack einen sehr schlechten Ruf hat.
Man muss sich nur die Begriffe "Malorca" und "Deutschsprachige Popmusik" vor Augen führen, um diese These mit Leben zu füllen.
Bei diesen beiden Begriffen kommen einem automatisch Repliken in den Sinn, die beide mit "Es gibt auch" anfangen und in denen weiter hinten "schöne", bzw. "gute" vorkommt.
Und beide sind sehr beliebt. Also Malorca und Deutschsprachige Popmusik. Zumindest bei den Deutschen.
Oh, Mallorca schreibt man ja mit doppel-L. Wie peinlich.
Aber das weiss ich natürlich. Ich kokettierte nur ein wenig mit der falschen Schreibweise (genauso, wie hier übrigens alle falschen Schreibweisen nur Koketterie sind, so lange sie nicht eine aktive Verhohnepiepelung unserer zahlreichen Rechtschreibreformen darstellen beziehungsweise in dieser, meiner überlegenen Interpretation der deutschen Sprache begründet sind).
Weil der Massengeschmack so einen schlechten Ruf hat, ist es ja eigentlich schon peinlich, das, was die Masse gut findet, schlecht zu finden. Das ist peinlich, weil es wenig originell ist. Das ist ungefähr so, wie nach Berlin zu ziehen, sich nicht tätowieren zu lassen oder seine Meinung im Internetz zu äussern und begründet darzulegen. Bei letzterem bin ich natürlich ausgeschlossen, weil das hier natürlich nicht meine Meinung ist. Weiss aber jeder, klar. Wäre sonst ja auch unoriginell. Und peinlich. Und nur schwer zu ertragen. Manchmal auch sehr gut zu ertragen, weil: sehr unterhaltsam.
Begründet ist das hier ja auch nicht. Wo kommen wir denn da hin?
Der Massengeschmack ist trotzdem leider sehr schlecht. Vielleicht ist das auch ganz gut. Jetzt habe ich mir die Achseln feucht geredet und das Deo der Gesellschaft ist alle. So ein Mist aber auch, ihr Potzkoten.

Posted by banana at 06:51 EM | Comments (5)
März 15, 2009
Verbieten, verbieten. Alles verbieten!

Bis vor kurzem hätte ich nicht möglich gehalten, dass Komputer- oder Brettlspiele Menschen dazu bringen können, sich einschüchternde Kleidung anzuziehen und in die echte Welt zu treten und dort unsagbar dumme Dinge zu tun. Jetzt bin ich aber eines Besseren belehrt.
Meine Meinung: Verbieten, verbieten, verbieten. Alles verbieten!

§§a href="http://www.youtube.com/watch?v=j_ekugPKqFw" target="_blank">YouTube-Link: Killer Umbringung, die im Gewand eines lustigen Verkleidungsspieles daher kommt§§/a>.

Posted by banana at 01:58 EM | Comments (9)
März 13, 2009
Wichtige Durchfrage

Hallo Leute,

ich suche einen echt coolen Ton für meine SMS-Nachrichten (wie muss das eigentlich korrekt heissen, wenn SMS "Short Message Service" heisst?)
Ich finde aber keinen coolen Ton und die im Telefon eingebauten gefallen mir alle nicht.
Wer kann mir coole Tipps geben?

Vielen Dank,
Euer bna

Posted by banana at 07:49 FM | Comments (10)
März 12, 2009
Berlin entsetzt!

Täter sprach Schwäbisch.

Posted by banana at 08:41 FM | Comments (4)
März 10, 2009
Deine Frau macht den Tee und Gaby wartet im Park

Gestern spielte ich mal wieder Canasta. Ich spiele jetzt schon seit fast dreissig Jahren Canasta. Ich hatte allerdings einen Hiatus von ungefähr achtundzwanzig Jahren eingelegt, bevor ich gestern wieder zu den Karten griff.
Hiatus - das ist auch so eine schönes Bullshit-Wort. Es würde sich schön in das Deppendeutsch einschmiegen, das einige Leute am Hals haben. Wieder ein Wort mehr, für das es treffendere Deutsche Worte gibt (vgl.: Emotion, ultimativ), oder dass man falsch aussprechen kann (vgl.: Display, Tomb Raider). Sollte man wirklich mal dran arbeiten.
Hiatus sollte das schöne Bullshit-Wort "Orientierungsphase" (vgl.: Arbeitslos) verdrängen. Wobei - "Orientierungsphase" ist noch viel zu neu und nur an den wirklich atzigsten Ecken abgegriffen (größtenteil dort, wo sich BWLer rumorientieren). Also: Hiatus nochmal in die Lade und etwas abwarten. Kommt Zeit, kommt Hiatus. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, wer zu früh kommt, den bestraft der Markt.
Hiatus, Hiatus, Hiatus.
Mit dem Canastaspielen verhält es sich anders, als mit dem Fahrradfahren: Man verlernt es, beziehungsweise man vergisst die Regeln. So ging es auch mir und so setzte ich mich völlig naiv an den filzbezogenen Spieltisch und konnte alles sehr gut überblicken, weil ich mehrere tausend Euro in kleinen aber rechteckigen Scheinen in der Arschtasche stecken hatte.
Ich spielte unbetrübt drauf los. Ich zog Karten, stuckte sie auf meine Hand und schwenkte meine Augen kartenspiellustig über meine Mitspieler und Gegner. Ich wollte mir eine Karten vom Stapel der abgelegten Karten (vgl.: Haufen) nehmen (vgl.: Kaufen), doch ich durfte nicht. Es wurde mir verboten. Angeblich besagten die Regeln, dass man nur an abgelegte Karten komme, wenn man entweder mindestens zwei der gleichen Sorte auf der Hand habe oder bereits vor sich auf den Tisch gelegt hätte. Und man dürfe sich auch nicht nur eine Karte nehmen, sondern müssen gleich den ganzen Haufen kaufen (vgl.: eine Karte vom Stapel der abgelegten Karten nehmen). Aha. Ging nicht. Konnte ich nicht.
Meine Mutter war meine Spielpartnerin. Irgendwann breitete sie ein buntes Potpourri von Karten vor sich aus und keiner sagte etwas dagegen. Auch ich hielt meine Fresse, hatte ich doch keine Ahnung, was da eigentlich abging.
Auch die Frage, ob ich Zweien auf der Hand hätte, beantwortete ich nicht. Warum auch? Ich hatte ja auch keine Dreien.
Erst später wurde mir erzählt, dass Zweien sogennannte "Joker" seien und dass ich die roten Dreier, die ich stolz in meinen prächtigen Fächer sortiert hatte, schleunigst gegen andere Karten auszutauschen hatte.
Ich schmollte etwas, aber tat, wie mir gehießen.
So gestaltete sich die ganze Nacht. Sehr wichtige Regeln des Canasta-Spieles wurden mir nur häppchenweise zugänglich gemacht und auch erst dann, als es gar nicht mehr anders ging. Einmal zum Beispiel war ich gerade dabei, meine letzte Karte weltmännisch auf den Haufen zu dreschen, als ein Gegner mir Einhalt gebot. Ich könne, so klärte er mich auf, erst "Schluss" machen, wenn ich einen Canasta hätte.
Was war das denn schon wieder für eine Scheisse? Mir platzte der Kragen und mir riss auch noch die Hutschnur. Unter diesen Umständen hatte ich überhaupt keine Lust mehr, mein sauer verdientes Geld mit diesen Regeltropfern durchzubringen. Ich nahm meinen Gewinn, machte ein verächtliches Geräusch und fuhr nach Hause (mit dem Bus).
Zu Hause las ich dann sofort alles in meinem alten Kartenspielbuch nach und leider muss ich sagen: Sie hatten Recht. Das Spiel geht wirklich so. Kein Wunder, dass viele junge Leute lieber Space Invader spielen. Das hat man sehr schnell drauf und da gibt es auch nicht so viele Ausnahmen.

Posted by banana at 06:18 EM | Comments (7)
März 08, 2009
Vierzehn bis sechzehn

Gerade las ich in einem Magazin einen Artikel über einen Mann mit Asperger Syndrom. Er ist gerade dabei, innerhalb einer Woche Deutsch zu lernen. So sieben andere Sprachen berherrscht er schon. Hat er sich alle selbst beigebracht.
Er fängt damit an, in Kinderbüchern zu lesen. Ganz konzentriert ist er dabei und ganz ruhig. Nur um 13:00h wird er nervös. Da gibt es Mittagessen.
Ich hielt inne, lächelte und dachte "Ja, so sind sie, die Autisten."

Posted by banana at 09:37 EM | Comments (16)
März 05, 2009
Kann es denn sein, dass mir gar nichts mehr gelingt?

Ein paar Sachen kriege ich irgendwie nicht mit meinen Moralvorstellungen zur Übereinstimmung. Vielleicht bin ich da aber auch ein wenig zu sehr Old School und zu wenig Big Economy.
Wenn ich früher den Hintern versohlt bekommen habe, dann hieß das bei uns "Arschreise". Wenn ich auf Arschreise ging, dann kannte ich den Grund eigentlich immer und leider weiss ich nicht einen einzigen Ausflug, der unberechtigt war.
Ein Grundsatz war dabei, dass ich vor dem Handgemenge immer den vollen Umfang meiner Schandtaten zuzugeben hatte. Das wurde dann sozusagen in einem Aufwasch alles weggeklopft. Hab ich auch gemacht - ich habe dann immer erzählt, was ich alles angestellt hatte. War ja auch egal. Arschreise gab es ja ohnehin und Zugeben ist besser, als Arschreise 2.0. Fand ich schon damals.
Jetzt geht es aber Opel an den Kragen. Was machen die? "Wir müssen 3500" Leute entlassen, hieß es gestern. "Nein, Moment, wir entlassen 7000 Leute" heisst es heute. Mal sehen, wie viele es in ein paar Tagen sind. Bei den Banken ganz genauso. "Wir brauchen nichts". "Vielleicht brauchen wir doch 300 Millionen". "Ach, es sind jetzt doch fünf Milliarden". Da geht es zu, wie beim Murmelnschätzen auf der Weihnachtsfeier.
Bei meiner Mutter hätten die jetzt schon zwei mal den Arsch versohlt bekommen. Ich finde, die können froh sein, dass meine Mutter denen nichts zu sagen hat. Eigentlich finde das ja bedauerlich, denn ich finde, dass, wenn man was verbockt hat, man gleich alles zugeben sollte. Und nicht häppchenweise. Und ausserdem gehört denen mal der Arsch versohlt. Natürlich metaphorisch.
Kleinen Kindern würde ich die Salamitaktik ja noch zugestehen, aber bei Konzernverantwortlichen, da finde ich das ziemlich ärmlich. Scheint aber normal zu sein. Ich kenne mich da ja nicht so aus.
Ich habe mir mal ein Gespräch angehört, bei dem Konzernchefs gefragt wurden, warum sie denn so viel mehr Geld verdienen würden, als ihre Angestellten und ob das nicht ungerecht sei.
"Nein" sagten die Konzernchefs da. Das sei nicht ungerecht, schließlich trügen sie ja viel mehr Verantwortung, als ihre Angestellten.
Verantwortung ist also, dass man sehr viel Geld dafür bekommt, wenn es gut läuft und wenn es nicht so gut läuft, dann schmeisst man Leute raus und ruft nach dem Staat.
Das ist super. Ich will auch gerne ganz viel Verantwortung haben.

Posted by banana at 05:44 EM | Comments (8)
März 04, 2009
Man hilft ja nur aus Eigennutz

Aus: Gespräche mit banana. Heute: Die hübsche Kollegin.
bna: Siehst Du? Hier musst Du bei dem Attribut das Kürzel von dem Kunden eintragen. Dann tauchen auch alle anderen Eintragungen in der Liste vorne auf.
dhk: Ohje.
bna: Was denn?
dhk: Ich bin so ein Doofie und darum musst Du für mich nach Fehlern suchen.
bna: Das macht doch nichts.
dhk: Aber da hast Du jetzt eine halbe Stunde gesucht.
bna: Das macht doch Spaß.
dhk: Echt?
bna: Ja, das ist so, wie wenn man auf dem Sofa sitzt und dann entdeckt man auf dem Bein so ein Haar, das eingewachsen ist. Das wächst in so kleinen Kringeln unter der Haut, immer im Kreis. Da muss ich dann auch so lange dran rumkratzen, bis ich das frei habe und rausziehen kann. Das macht auch Spaß.
dhk: Auf dem Sofa?
bna: Äh. Ja. (ab)

Posted by banana at 06:03 EM | Comments (11)
März 02, 2009
Do the limbo dance

Neuer Rekord: Ich habe es heute geschafft, "preceding-sibling" fünf mal falsch zu schreiben.
Darauf einen Duschadeng!
Ansonsten habe ich mir eine sehr schnelle und ausdauernde Badehose gekauft. Ich denke, es handelt sich dabei um ein Modell, dass sonst nur von Weltumschwimmern und Geheimagenten im Dienste ihrer Majestät gekauft und getragen wird.
Geblendet von Selbstüberschätzung, einem stark beschlagenen Spiegel in der Kabine und einer lokalen Betäubung der Körpermitte habe ich zu einer sehr ambitionierten Größe gegriffen.
Wenn ich mir diesen knapp sitzenden Hauch von Nichts überzogen habe, dann kann ich noch gut atmen. Allerdings erst, nachdem ich Bauch- und Arschgewebe mit ausschweifenden, rudernden Bewegungen aus der Kunstfaser geschaufelt habe. Dabei röchele ich, wie Jochen der Rochen, kurz nachdem er gescheitert, Helmut Kohl bei einer Tretbootfahrt in Rimini ins Herz zu stechen und aufgespießt auf der Lanze von Franz Joseph Jung wieder zu Bewusstsein kam.
Wenn ich mit dem Schaufeln und Schnauben fertig bin, dann ist von der Hose nicht mehr viel zu sehen, denn meine Körperlappen verhängen dieses Ergebnis langjähriger Forschungen hochbezahlter Wissenschaftler und baumeln theatralisch aus.
Ich will mich gerade Drehen und mir der Tragödie Hinterteil ansehen, da falle ich auch schon zu Boden. Und zwar in zwei Hälften, denn die viel zu enge Badehose hat mich in der Mitte durchgeschnitten. Jetzt tut es mir leid! Hätte ich mir doch nur den Buntbedruckten Bremsfallschirm für Fehlsichtige gekauft. Wie weit werde ich es mit meinem Schlankheitswahn wohl noch treiben?
Die Hose liegt in der Ecke und erzählt sich selbst Triathletenwitze, die ich aber alle schon kenne. Ich habe die Hose ja mit Beratung gekauft und der Verkäufer hatte ein loses Mundwerk.
Nein, war gelogen. Ich habe die Hose natürlich ohne Beratung gekauft und wenn ich nicht dafür bezahlt hätte, dann müsste man sagen, ich hätte sie gestohlen. Sonst hätte ich sie ja gar nicht bekommen, weil man für diese Badehose bestimmt einen Führerschein braucht, weil sich sonst alle, die diese Hose zu recht tragen total verarscht vorkommen, wenn so ein Wuchtbrummer, wie ich, in dieser Büchse aufläuft. Weil dann die geilen Weiber sich mit Schrecken abwenden und gar keine Lust mehr haben, die Supersportler von der Pelle zu befreien.
Als ich mir die Badehose endlich vom Leib schneide, da sieht das ungefähr so aus, wie wenn man den Saitling einer heissen Fleischwurst aufschneidet: Das Innere drängt nach aussen, wirft die Pelle gleichsam von sich, wie ein griechischer Held, der seinen Umhang von sich wirft, bereit jeder beliebigen Hydra die Köpfe abzuschlagen. Rosa klafft das Brät atmet und dampft und dampft und atmet.
Noch nie ist es jemandem gelungen, eine gepellte heisse Fleischwurst wieder in den Darm zu befördern.
Ich tröste mich damit, dass ich mir einen Plan mache:
Ich werde das Badetuch wie eine Toga um meinen Körper wickeln und dann trippelnd-schlendernden Schrittes zum Becken laufen, das Badetuch in einer beläufigen Bewegung auf die Sitzhocke werfen und mich dann hektisch arschbombend in die Fluten stürzen. Dann bin ich erstmal aus dem Blickfeld und kann mich in der Dünung treiben lassen.
Die Leute mit ihren Schwimmbrillen, die sie nur zum Spannen aufhaben, machen mir keine Sorgen. Die wollen ja nur Weiberärsche gucken. Ich interessiere die ja gar nicht. Höchstens, weil ich ihnen die Sicht nehme.
Vielleicht weitet sich die Hose ja auch mit der Zeit. Es soll ja auch Pflanzen geben, die durch Alphalt gewachsen sind. Das wäre ja gelacht.
Die nächste kaufe ich dann gleich zwei Nummern größer.
Hier sollte jetzt noch ein witziger Satz stehen. Nur ist mir keiner eingefallen. Ich muss ja leider sehr viel arbeiten. Und wenn ich nicht arbeite, dann bin ich krank.

Posted by banana at 05:41 EM | Comments (18)
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