Dezember 30, 2008
Dorky, dorky, dorky, dorky.

Oh, es hat aufgehört zu schneien. Dann kann man ja auch wieder vor die Tür gehen.

Posted by banana at 01:16 EM | Comments (5)
Dezember 23, 2008
I forgot my mittens Ein schlimmer Moment 2008 war für mich auch, als die hübsche Frau von dem Präsidenten aus Frankreich, der so lustig aussieht, aber in Wirklichkeit gar nicht lustig ist, bei Wetten Dass?!?!?!?! ein Lied von sich gesungen hat. Es gibt gute Musik und schlechte Musik und tote Musik, also Musik ohne Seele und das, was das Präsidentenfrauenmodell da gemacht hat, das gehörte für mich in die letzte Kategorie. Wenn ich solche Musik höre, dann fühle ich mich immer unwohl und wenn dann hinterher alle Leute klatschen, dann schwindet die Hoffnung in mir. Was das ganze noch schlimmer machte, war, dass der Vortrag in diesem Singfranzösisch abgefasst war, das mir im Besonderen zentnerschwer auf den Saque geht. Dieses Gesinge, wo sie an jedes Satzende einen Laut dranhängen, der ziemlich genau in der Mitte zwischen "schä" und "jö" liegt. An jeden Satz hängen sie das dran, ganz unabhängig davon, mit welchem Wort der Satz endet. Besonders bemerkenswert finde ich das, weil die Frau ja überhaupt keine Französin ist. Aber der Erich hat sich ja auch einen sächsischen Akzent antrainiert. Ich glaube, die Franzosen hören diesen Standardsuffix gar nicht mehr. Da hat sich im Ohr schon Hornhaut gebildet, vom vielen "schä" und "jö", die kriegen das gar nicht mehr mit. Wenn es fehlt, dann wundern sie sich kurz, aber sie wissen nicht, warum sie sich wundern. Die denken einfach, das müsste so sein. Mir fällt das aber auf und mir geht das extrem auf den Saque. Wem gönne ich seinen Erfolg sonst noch nicht? Ich glaube, allen. Aber auf der Habenseite haben wir immerhin, dass die Tage wieder länger werden. Sehr schade finde ich, dass das Radfahren mit Licht offensichtlich bei den Jugendlichen total aus der Mode gekommen ist. Dafür aber dunkle Kleidung. Ich habe wirklich keinen Bock, einen dieser Kevins umzufahren. Und es ist mir - obwohl ich es wirklich versucht habe - noch nicht gelungen, alkoholfreien Apfelwein aufzutreiben. Das wird schwieriger, als gedacht.
Posted by banana at 07:09 EM | Comments (29)
Dezember 21, 2008
Heaven is a place on earth

Endlich kann ich auch richtig leckeres Sauerkraut kochen. Danke nochmal an alle für die Tips.
Und so habe ich es gemacht:
Etwas Butterschmalz in einem Topf geben. Zwei Lorbeerblätter und eine kleingehackte Zwiebel hineingeben und die Zwiebel braten, bis sie braun wird. Dann einen Teelöffel Zucker dazu geben und warten, bis der aufgelöst ist.
500g Sauerkraut reingeben, 250ml Brühe dazugeben, etwas kleingehackten Speck dazugeben. Das ganze etwa eine Stunde bei kleiner Hitze kochen lassen.
Fertig und lecker!

Ich hätte noch Piment und Wacholderbeeren dazugegeben, die habe ich aber nicht mehr gefunden.

Posted by banana at 02:25 EM | Comments (19)
Dezember 19, 2008
I wanna be lots of friends in the world!!

Eines der größten Mysterien unserer Zeit ist doch, dass es saure Gurken nicht in Rollmopswasser eingelegt zu kaufen gibt. Gestern ging ich dem Verlangen nach Rollmöpsen nach, gegen dass ich schon mehrere Tage lang angekämpft hatte und kaufte ein Glas Rollmöpse.
Daheim bestrich ich dann eine Scheibe Brot mit Fett, nahm einen Rollmops aus dem Glas, entfernte die Holzpflöcke und rollte den Hering auf dem Brot aus. Zum Vorschein kam ein Stück saure Gurke, das ich gleich aß.
Ei, wie lecker war das! Ei, wie schmeckte es saurer Gurke mit einem Hauch Fischaroma. Erfrischend schmeckte das! Es schmeckte so erfrischend, dass ich sofort Erfrischung spürte und erfrischt war. Ich wollte mehr von diesem gurkigen Genuss, diesem festen, kühlen, wenngleich auch weichem und scharfen Happen, konnte Befriedigung aber nur erlangen, wenn ich bereit war, diese mit dem hohen Preis des Verzehrs eines weiteren Rollmopses zu erkaufen. Ich fiel auf die Knie und fragte "Warum gibt es keine Firschgurken im Glas?".
Ich weiss es bis heute nicht. Es gibt doch sonst jeden Scheiss. Einer machts vor und alle machens nach. Es gibt ja auch keine Werbung für saure Gurken im Fernsehen. Wie gerne würde ich Werbung für Fischgurken im Fernsehen sehen. Junge, schöne, attraktive, moderne, selbstständige, emanzipierte, charmante, smarte Frauen essen auf einer Party für junge, schöne, attraktive, moderne, selbstständige, emanzipierte, charmante, smarte Frauen Fischgurken. Dabei lachen sie dann ein bisschen albern, weil sie sich selbst nicht ernster nehmen, als das ihnen ihre Umwelt vorschreibt. Leute eben, die so sind, wie der Ottonormalfischgurkenesser.
Aber das gibt es nicht. Warum nur, warum?
Ja, ich weiss, dass man Rollmöpse eigentlich nicht auf Brot essen darf, sondern im Ganzen und zwar gefälligst aufgerollt genießen muss. Aber: So what, who cares? Ich bin aber nunmal etwas verrückt und mache gerne mal verrückte Sachen. Erst gestern bin ich einen Umweg gelaufen, obwohl das gar nicht nötig war. Dann habe ich vor kurzem mal morgens noch eine zweite Tassee Kaffee getrunken und hab mir gar nichts dabei gedacht. Und dann habe ich auch mal einfach noch eine weitere Folge Seinfeld von der DVD runtergeschaut, obwohl ich eigentlich ins Bett gehört hätte. But why? Because I can! I am a little crazy, you know? A crazy fella. Und in Weihnachtsstimmung bin ich auch. Es wird immer mehr Weihnachtsstimmung! Dazu trägt auch nicht unentscheidend das Radio bei, dem ich bei meiner Fahrt zur Arbeit ganz mäusig lausche. Gestern kam zum Beispiel ein tolles Weihnachtslied von Bryan Adams. Da hieß es

There's something about Christmas time
something about Christmas time
that makes you wish it was Christmas every year

Dann war noch von harmony und joy in children's eyes und sowas macht me go a big, rubbery one.
Es gibt ja nichts schöneres als die Freude in den Kinderaugen zu Weihnachten. Und die Harmonie. Und -natürlich- der Schnee. Denn nichts ist so schön wie Weisse Weihnachten. Gar nichts! Auch keine Gurken in Fischwasser.

Oft werde ich nach meinen Vorsätzen für das nächste Jahr gefragt. Gerne nehme ich dazu Stellung.
Eigentlich habe ich keine Vorsätze. Doch, einen: Ich will ein Filmgenre gründen, dass nach Kleidungsstücken benannt ist. Also, ein Nachfolger der Sandalenfilme oder der Mantel und Degenfilme (wie schreibt man das denn?). Vielleicht was mit Bommelmützen oder Cargohosen. Da bin ich mir noch nicht sicher.

Posted by banana at 06:20 EM | Comments (3)
Dezember 18, 2008
We can build a meadow in the snowman

Wie wohl jeder vernünftige Mensch, bin ich total im Weihnachtsfieber. Alles muss dekoriert sein, alle Kekse müssen in den Herd und überall muss es nach Weihnachten duften und auch aussehen.
Deswegen habe ich auch mal die Allee der Spackonauten mit einem romantischen Schneefall überzogen. Das hebt die Stimmung und lässt sie fast in Unmessbare platzen. Nichts sagt Weihnachtsromantik so, wie weisse Weihnachten. Nichts wünschen wir uns mehr, als weisse Weihnachten und deswegen schneits jetzt hier. Vielleicht nutzts ja was.
Ich habe heute auch schon Weihnachtskarten geschrieben und verschickt. Dabei kam ich noch mehr in Weihnachtsstimmung. Das war auch nötig, denn gestern hatte ich mich etwas geirrt und da war meine Weihnachtsstimmung (auf einer Skala von 23 bis 42) von 35 auf 29 runtergekrachert.
Ich bin zum Zwecke des Weihnachtskartenkaufes extra in das Geschäft gefahren, in dem ich sonst immer meine Weihnachtskarten (oder Sterbekarten oder Geburtstagskarten) kaufe. Denn dort gibt es meiner Meinung nach geschmackvolle Karten.
Leider ist das Geschäft aber renoviert worden, war geschlossen und ist jetzt wiedereröffnet und offenbar haben sie mit alten Einrichtungsgegenständen auch die geschmackvollen Karten weggeschmissen.
Da ich aber absolut null Böcke hatte, noch anderswo Karten zu kaufen, habe ich mir nix, dir nix fünfe zugekniffen und habe zugegriffen. Das waren dann so Karten mit Chique aus dem Nagelstudio, komplett mit goldenen Umschlägen. Mir wars schon beim Schreiben peinlich und ich werde die einwerfen, wenn es sehr dunkel ist und wenn mich niemand dabei beobachtet.
Naja, habe ich halt ein paar Bekannte weniger. Wer braucht bekannte, wenn er so schönen rommantischen Schnee programmieren kann?
Eben.

Posted by banana at 06:29 EM | Comments (33)
Dezember 17, 2008
Quietscheentchen so ein Spaß,wenn ich drücke,sagst du was

Wussten Sie schon?
In keinem anderen Land gibt es so viele Menschen, die keine Rosinen mögen, wie in Deutschland.
In Italien hat man bei Polizisten ziemlich schlechte Karten, wenn man als Ehemann bei der Heirat den Nachnamen der Frau angenommen hat und der Führerschein nicht auf dem aktuellen Namensstand ist.
Wenn ein Deutscher eine Französin heiraten will, dann verlangen die Deutschen Behörden einen Einkunftsnachweis, die Französischen eine Gesundheitsbescheinigung.

Posted by banana at 07:51 EM | Comments (0)
Dezember 16, 2008
Weihnachtsbaum in jedem Raum

Ich hatte jetzt ehrlich ein paar Minuten lang geglaubt, "freiwillige Selbstverpflichtung" könnte "Finanzkrise" noch auf der Zielgerade beim Wort des Jahres überholen, aber ich habe mir Bedauern feststellen müssen, dass die Würfel da schon gefallen sind.
Da wollten die jetzt also freiwillige Selbstverpflichtungen von der Wirtschaft einzufordern, keine Arbeitsplätze abzubauen. Das ist sehr putzig, da haben die Politiker wirklichen einen Sinn für Komik bewiesen, den man ihnen gar nicht zugetraut hat. Ist ja auch nötig, in diesen schweren Zeiten, denn wenn man lacht, dann wird das alles etwas erträglicher.
Freiwillige Selbverpflichtungen für Arbeitsplätze von der Wirtschaft einzufordern, dass ist ungefähr so, wie von seinem Rottweiler zu verlangen, sich das Futter während seiner dreiwöchigen Abwesenheit selbst einzuteilen. Nur, dass der Rottweiler dann nicht nach einer Woche mit Steuergeldern gerettet wird und man später feststellt, dass er auch noch alle teuren Perserteppiche vollgepisst hat.
Auch der Chef des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung will bei der Lustigkeit nicht hinten anstehen. Man solle nicht ständig neue schlechte Prognosen und negative Zahlen zur Wirtschaftsentwicklung veröffentlichen, weil das die Menschen nur verwirren würde. Und, ja, da war auch von Selbstverpflichtung die Rede.
Endlich hat man von den Kindern gelernt. Die haben auch keine Ahnung von Geld und denken, wenn sie uns nicht sehen, dann können wir sie auch nicht sehen.
Ich glaube, irgendwer hat da heimlich still und leise eine Selbstverpflichtung abgegeben, den Endspurt für die Karnevalssaison schon etwas früher beginnen zu lassen. Oder da sind noch viel Wahnsinnigere Sachen in Vorbereitung und wir sollen und schonmal langsam an das Niveau gewöhnen. Guido, fahr schonmal das Mobil vor (btw. mach's gut, Horst und danke Horst). In Hessen ist ja jetzt Wahlkrampf. RoKo gegen TSG. Ja, das ist wirklich wahr.
A propos Kinder: Kindern sollte man auch mehr Selbstverpflichtungen abnehmen, dann hätten wir auch für die Zukunft vorgesorgt, weil die Kinder ja irgendwann auch mal groß werden und dann sozusagen erwachsen sind und keine Kinder mehr. Zum Beispiel die Selbstverpflichtung, immer schön die Hausaufgaben zu machen oder nicht den ganzen Tag vor dem Fernseher zu sitzen und Spice zu essen.
Ich glaube, wenn unser Geschäftführer, der Herr Koch wieder unser Präsident ist, dann wird er die Bildungspolitik in diese Richtung steuern. Selbstverpflichtungen sind der neue Trend und bis jetzt hat man mit Selbstverpflichtungen auch noch keine schlechten Erfahrungen gemacht.
Die Bildungsmisere wäre gelöst. Die Selbstverpflichtung kommt bei den Bürgern an.
Weitere wichtige Themen für freiwillige Selbstverpflichtungen:
- Jugendliche sollen nicht mehr anderen in der U-Bahn auf die Fresse hauen!
- Datendiebe sollen keine Daten mehr klauen!
- Die Leute sollen besser mit dem Fleisch umgehen (kein Gammel, kein Dioxin mehr)!
- Hoffenheim soll die anderen (vgl. Traditionsvereine) auch mal gewinnen lassen!
- Das Verfassungsgericht soll nicht immer motzen, wenn sich die Leute Gesetze ausdenken (sollen sie doch erstmal besser machen)!
- Die Schreiberlinge sollen nicht immer über jede kleine Milliarden berichten, wo sich die Banker verzockt haben!
- Weisse Weihnachten!
Der letzte Punkt ist jetzt etwas schwammig formuliert, denn ich weiss nicht genau, wer für weisse Weihnachten verantwortlich ist. Vielleicht der Herr Kachelmann? Macht der überhaupt noch das Wetter? Ich weiss es nicht.
Gestern bin ich in der Kantine gefragt worden, ob ich die Currywurstschlange bin. Und ich habe auch noch ja gesagt.
Ich bin also die Currywurstschlange. Dabei hatte ich doch eine freiwillige Selbstverpflichtung abgegeben, nicht mehr so fettige Sachen zu essen. Mistikack! Hat nicht geklappt. Immerhin kann ich berichten, dass die Currywurstschlange eines der wenigen Tiere ist, die nicht vom Aussterben bedroht sind.

Posted by banana at 06:07 EM | Comments (26)
Dezember 15, 2008
Muss es wirklich Nordmann sein?

Heute bin ich mal wieder daran erinnert worden, dass es sehr sinnvoll ist, gleich am Anfang eines Kontaktes Fragen auf "Und Sie sind sicher, dass noch Benzin im Tank ist?" Niveau zu stellen. Da hätte ich glatt eine halbe Stunde Zeit sparen können.
Ansonsten gibt es nur hervorragende Neuigkeiten. Zum Beispiel meine Rückzahlung von meinem Stromhändler. Ich kann zwar nicht behaupten, dass ich meine Heizlüftersucht überwunden habe, aber ich habe sie zumindest im Griff.

Aus: Gespräche mit banana. Heute: Geschäftsmodelle in Krisenzeiten.
bna: Ich krieg Geld von den Stadtwerken! Stromrückzahlung.
rth: Echt?
bna: Ja.
jtk: Hast Du die Heizlüfter abgeschafft?
bna: Nicht abgeschafft, aber stark eingeschränkt. Und weniger XBox gespielt. Daran muss es liegen.
rth: Da werden die Stadtwerke aber traurig sein.
bna: Ja. Die haben mir schon einen neuen Tarif angeboten. Den Blow und Play Tarif.
jtk: Und?
bna: Die Kosten bleiben gleich und man bekommt eine Hochleistungsgrafikkarte für den PC und den 4000 Watt Heizlüfter "Chamsin Desert Storm" geschenkt.

Bei mir um die Ecke gibt es übrigens eine Fabrik, auf der groß "Lohnverpackung" draufsteht. Jedesmal, wenn ich an der Fabrik vorbeilaufe, dann werde ich etwas traurig. Ich stelle mir dann nämlich die Schicksale der Arbeiter, all dieser fleissigen und redlichen Lohnverpacker vor. Wahrscheinlich werden sie bald alle arbeitslos sein und ganz dünne Bäuche bekommen. Jeder weiss doch, dass in Krisenzeiten als erstes bei der Verpackung des Lohnes gespart wird. Ich zum Beispiel arbeite in einem sehr modernen Unternehmen und bekomme meinen Lohn schon seit Jahren gänzlich unverpackt auf mein Konto überwiesen. Das ist zwar nicht schlecht, aber in einer angemessenen Verpackung wäre es einfach etwas persönlicher.

Posted by banana at 06:32 EM | Comments (9)
Dezember 13, 2008
Ein Fernsehabend

Das war ein sehr schöner Moment bei Wetten dass...?!
Zwei Modellflieger präsentieren ihre Wette. Bevor Lewis Hamilton sagen möchte, ob sie es schaffen oder nicht, hat er noch eine Frage: "Ist das ihr Beruf?"
Gottschalk antwortet "Kein Mensch kann vom Modellfliegen leben".
Komisch. Hamilton kann doch auch vom Autofahren leben. Und das gar nicht mal so schlecht.
Der Moment vor dem Klitschko Boxkampf war auch sehr schön, als ein alter Mann Schauspieler im Ring stand und über das Boxen erzählte. Da war die Rede davon, dass sich Klitschko irgendwas antun würde und zwar "drei mal am Tag" und "sechs Tage die Woche".
Der Arme.
Danach kamen irgendwelche Tenöre. Das machte es auch nicht erträglicher. Ich sage es nicht gerne, aber da lobe ich mir einen Boxkampf bei den Öffentlich-Rechtlichen.
Und dann gab es eine Werbeunterbrechung, in der mir eine Creme mit Niveau zeigte, wie Schlipsträger auch nach einer "langen Nacht" Nacht nach Verwendung ihres Produktes so ausehen können, als hätten sie eine normale Nacht hinter sich. Danke, liebe Firma, das lässt mich bei der Finanzkrise noch ein kleines bisschen mehr durchblicken.

Posted by banana at 11:50 EM | Comments (5)
Dezember 12, 2008
Wetter war noch kein Klima

In welchem Land liegt eigentlich Schlumpfhausen? Egal wo, es wird diese Nation bei der Pisa-Studie ordentlich runtergezogen haben (vgl.: "Habt Ihr auch Schulen in Schlumpfhausen? Ja, da gibt es nur noch Pausen"). Es ist also schonmal nicht Finnland, obwohl die Schlumpffarben das eigentlich nahe legen. Dann vielleicht Frankreich.

Aus: Gespräche mit banana. Heute: Technikwahn.
wmj: Ich finde das sowieso bescheuert. Früher war ein Gerät halt einfach kaputt. Heute muss man es aus- und wieder einschalten.
bna: Wär früher kein Mensch drauf gekommen.
wmj: Überall sind CPUs drin. Das muss doch nicht sein.
bna: Mein DVD Rekorder braucht auch eine Minute zum booten.
wmj: Warum muss ein Toaster 64 Kilobyte Speicher haben?
bna: Damit er die individuellen Toast-Präverenzen der 128 Familienmitglieder speichern kann.
wmj: Du weisst genau, was ich meine.
bna: Und wenn die verschiedenen Nutzer sogar noch verschiedene Bilder auf ihr Weissbrot gebrannt haben wollen, dann braucht er sogar noch mehr Speicher.
wmj: Sehr witzig.
bna: Zum Beispiel Darth Vader. Oder die Jungfrau Maria. Ich hab neulich meine Videokamera aus der Schublade geholt, um zu schauen, ob sie noch funktioniert. Da war ein Memory Stick drin. Mit 4MB Speicherkapazität.
wmj: Süß.

Posted by banana at 10:27 EM | Comments (1)
Dezember 11, 2008
Das darf verboten werden.

Zwei Tage war der 'Nana krank, jetzt 'nant er wieder, Gott sei Dank.

Heute wird es wieder sehr körperlich.

Das ist bei Erkältungen ja immer sehr merkwürdig. Irgenwann schläft man dann doch ein und dann, nur einen Augenblick später, ist es schon viel zu spät am nächsten Morgen. Man wundert sich "Oh! Wohin sind die Ströme von Rotz verebbt, die gestern nach noch munter mein Kissen benetzten? Sie sind versiegt. Hosianna, Davids Sohn!". Dann wähnt man sich gesund und springt etwas auf dem Bett auf und ab und verrichtet andere morgentliche Routinetätigkeiten und dann kocht der Übermut in einem über und man popelt ein bisschen in der Nase.
Hätte man das nur nicht getan, denn sofort strömt einem wieder der Rotz aus der Nase, verfängt sich im Oberlippenbart und mach das Atmen zu einer blubbernden Angelegenheit.
Wie kann das kommen?
Stellen wir uns einen Schokonikolaus vor. Der Schokonikolausmacher erwärmt die Kuvertüre, bis sie gerade so eben flüssig ist und dann gießt er etwas davon in die Schokonikolausform. Danach dreht er die Schokonikolausform, damit von der Kuvertüre auch überallhin etwas gelänge. Unter weiterem Drehen erkaltet die Kuvertüre und wird fest.
Genau so ist das auch mit dem Rotz in der Nase. Die Nase ist die Schokonikolausform, der Rotz ist die Kuvertüre und das krankheitsbedingte Hin- und Herwälzen ist das Drehen. Mutter Natur hat also dafür gesorgt, dass wir uns in Erkältungsnächten ein fein austarierten und fragilen Rotznikolaus in der Nase heranzüchten und Mutter Natur hat bestimmt nicht gewollt, dass wir dieses darwineske Wunder am nächsten Morgen einfach so übermütig webpopeln!
Also: Sein lassen, liebe Kinder.

Aber so ganz gesund bin ich dann doch noch nicht. Ich habe heute statt "der künftige US-Präsident" "der knuffige US-Präsident" gelesen und mich natürlich sofort stark gewundert.

Aus: Gespräche mit banana. Heute: Das Wundermittel.
bna: Ich hab da letztes Mal mit so einem Mittel mit Efeu sehr gute Erfahrungen gemacht. Sehr beeindruckend, was da alles rauskommt. Man hätte wichtige Textstellen damit hervorheben können.
mef: Ja, das Zeug ist gut. Wie hieß das noch?
bna: Ich komm gerade nicht drauf.
mef: Irgendwas mit E.
bna: Ich habs: Prospan!
mef: Genau!

Posted by banana at 06:47 EM | Comments (4)
Dezember 09, 2008
There are no lockers in New York City

Ich habe einige Superfähigkeiten. Hier zwei Beispiele:
Wenn ich in einem Auto anfange zu singen, schaltet jemand das Radio ein.
Wenn ich Englisch mit Amerikanern rede, antworten sie mir auf Deutsch, auch wenn mein Englisch besser ist, als ihr Deutsch. Wenn ich dann auch auf Deutsch umschalte, verfallen sie wieder ins Englische.

Hausaufgabe: Schreibe Deine Superfährigkeiten auf. Verteile die Zettel an fünfhundert Deiner Freunde.

Manche Menschen möchten gerne wissen, was in Selbstmordattentätern vorgeht, dabei gibt es doch noch ganz andere Dinge herauszufinden.
Das Amt, für das meine Mutter arbeitete, war sehr überschaubar. Jeder kannte jeden und die Besucher, die das Amt an einem normalen Tag aufsuchten, waren an einer Hand abzuzählen. So dauerte es auch nicht lange, bis der Mann auffiel, den seine Geschäfte täglich in das Amt führten. Allerdings waren es keine Amtgeschäfte, sondern andere Geschäfte und zwar große.
Der Mann nutzte die eigentlich für die Mitarbeiter bestimmte Toilette des Amtes, um jeden Tag so gegen elf einen Haufen zu machen. Offenbar war er mit einer sehr regelmäßigen Verdauung gesegnet.
Darüber hinaus hatte er in dem Amt nichts zu erledigen. Nach seiner Verrichtung verlies er das Amt ebenso wortlos, wie erleichtert.
Das ging wohl so drei, vier Wochen lang, zum wachsenden Erstaunen der Mitarbeiter.
Auch am letzten Tag seiner Besuche trug sich das gleiche zu, was sich an den Tagen davor zugetragen hatte. Der Mann betrat das Amt, steuerte auf die Toilette zu, betrat die Kabine, schloß ab und setzte an, als es einem der Mitarbeiter zu bunt wurde. Er riss die Toilettentür auf und schrie in den gekachelten Raum, dass der Mann das, was er da gerade machte doch gefälligst in seinen eigenen vier Wändern machen solle, wobei der an solchen Orten auftretende Hall seinen Worten Nachdruck verlieh.
Die Kabine schwieg und ich denke, dass deren Insasse einige sehr lange Sekunden erlebte. Jedenfalls war der Mann fortan nicht mehr gesehen. Vielleicht hat er sich ein anderes Amt ausgesucht.
Für mich gilt: Bevor ich Selbstmordattentäter verstehen will, möchte ich lieber erstmal solche Leute verstehen.

Posted by banana at 05:47 EM | Comments (8)
Dezember 03, 2008
Es muss an der Jacke liegen

Ich weiss auch nicht, was da bei Spiegel Online los ist. Entweder können sie Frau Deforth nicht leiden oder Sie sind einfach nur sehr sorgfältig.

Posted by banana at 05:22 EM | Comments (7)
Dezember 02, 2008
In Benin ist Voodoo Staatsreligion

Am 27. Oktober 2005 schrieb ich dieses Gedicht:

Wenn es aber Sonntag wäre,
Rauhreif malt die Fenster bunt
Oma schält die Streuselbeere
Opa schert den Krummen Hund

Mutti strickt ne Schinkenstulle
Vater locht das Essbesteck
Schwester leert die dritte Pulle
Bruder steckt das Messer weg

Ich und ich und ich und Kalle
liegen vor dem Radio
Kalle lutscht die Gürtelschnalle
Und ich sing "Mein Herz sei froh"

Aber heute ist es Montag
Sonne scheint und Wolken ziehn

Auf den ersten Blick scheint das nichts Besonderes zu sein. Aber da ist dieser Satz: Vater locht das Essbesteck, der mich heute aufhorchen ließ. Damals schrieb ich diesen Satz aus einem Impuls heraus. Er schien mir sinnlos zu sein, aber es war eine Eingebung, ein kleiner Gruß aus der Zukunft, denn tatsächlich gibt es Leute, die das Essbesteck lochen. Naja, nicht das ganze Besteck, aber zumindest Teile davon.
Warum sollte jemand das Essbesteck lochen?
Das möchte ich von Euch wissen. Warum wird das Essbesteck gelocht?
Mitmachen darf jeder, ausser mc dem, weil der die Antwort kennt. Und es gibt keine Preise, pipa!

Posted by banana at 06:48 EM | Comments (18)
Dezember 01, 2008
Ich habe keinen Adventskalender!

Ich frage mich, ob Carmen Neben die deutsche Antwort auf Kirsten Dunst ist. Wahrscheinlich nicht, insbesondere, weil Kirsten Dunst keine Frage ist.
Ich glaube, ich bin ein schlechter Mensch. So ein richtig schlechter Mensch. So einer von denen, die sich für total gut halten, in Wahrheit aber total schlecht sind. Ja, ich glaube, so einer bin ich.
Wenn ich etwas nicht ausstehen kann, dann ist das Lärm. Ich hoffe zum Beispiel, dass der Nachbarsjunge, der sogar im Winter bei völliger Finsternis und Eiseskälte bis Abends um neun mit dem Basketball doppert, einmal ein wirklich sehr bekannter Basketball-Star wird. Mindestens so berühmt, wie Dirk Nowitzki. Oder lieber eher so, wie Michael Jordan.
Das hoffe ich übrigens für ihn, denn wenn er das bis in zehn Jahren nicht geschafft hat, dann mache ich ihn ausfindig und ziehe ihm die Möbel gerade, weil er jahrelang mein Leben zur Hölle gemacht hat. Bis dahin betrachte ich meine gelassene Toleranz als Investition.
Wenn er es schafft, dann werde ich in Reportagen über den Mann auftreten und sagen "Jeden Tag musste ich mir sein Gedoppere bis spät in die Nacht anhören. Aber ich habe es gerne gemacht. Und es hat sich ja auch gelohnt, wie man sieht."
Weiss ja keiner, dass ich ihn superasozial finde.
Am Samstag saß ich in einem Zug und fuhr in Richtung Süden. Ich hatte einen typischen Bahnfahreranfängerfehler gemacht und mich in einen leeren Teil des Wagens gesetzt, weil es da so schön ruhig war. Das ist deswegen ein Fehler, weil sich auf die freien Plätze natürlich im Laufe der Fahrt jede Menge Leute setzen können, die Lärm machen können. Profis suchen sich einen ruhigen, bereits ziemlich vollen Zugteil aus. Das weiss man, was man hat.
Werde ich nächstes Mal auch machen. Habe ich aber nicht gemacht und so war es in Darmstadt, dass sich auf die Sitze neben mir drei Männer und ein Junge setzten, die weiss-blaue T-Shirts trugen, auf deren oberem Rücken "Arminia Bielefeld" stand.
Aha. Fußballfans mit Schönes-Wochenende-Ticket. Ich habe ja eigentlich nichts gegen Fußball. Ich weiss zwar nicht, warum an Tagen, an denen die Frankfurter Eintracht spielt der halbe Frankfurter Stadtforst abgesperrt sein muss, so dass ich nicht da hinradeln kann, wo ich will, aber sonst sind mir Fußballfans ziemlich egal.
Es sei denn, sie setzen sich im Zug neben mich, haben sehr laute Stimmen und einen ausgeprägten Dialekt und beklagen sich eine Stunde lang darüber, dass Hoffenheim die Bundesliga und vor allem die Traditionsvereine (wie zum Beispiel Arminia Bielefeld) runterzieht und fordern ungefähr alle fünf Minuten, dass der Herr Hopp oder wie der heisst doch endlich zugeben soll, dass er jede Menge Geld in den Verein steckt. Ich wollte nämlich eigentlich lesen. In solchen Momenten mag ich Fußballfans gar nicht.
Abgesehen von dem Lärm waren sie aber ganz in Ordnung, zumindest haben sie nicht rumhooliganisiert. Ich mochte sie trotzdem nicht. Wegen des Lärmes.
Immerhin muss man ihnen eine gewisse Leidenschaft und Zähigkeit zugestehen, denn mit dem Schönes-Wochenende-Ticket, also ohne Benutzung von IC und ICE von Bielefeld nach Mannheim zu fahren, das dauert. Da ist man eine Weile unterwegs, als Unterstützer eines Traditionsvereines.
Abernd habe ich dann die Fußballergebnisse im Fernsehen gesehen. Und da habe ich dann gewusst, warum ich ein schlechter Mensch bin: Weil ich mich insgeheim gefreut habe, dass Arminia Bielefeld gegen Hoffenheim mit 3:0 verloren hat.

Posted by banana at 07:02 EM | Comments (2)
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