Oktober 30, 2008
Heut haun wir auf die Rauke

Schlimm ist das! Jetzt kommt wieder diese Jahreszeit. Das Schlimmste an der Jahreszeit sind die komischen Typen, die einem dann die ganze Zeit vorjammern, dass es so kalt ist. Und noch schlimmer sind die komischen Typen, die gerade aus dem Urlaub kommen und dann so doof rumseufzen und so doof verklärt schauen und sagen "In [insertHolydayDestinationHere] war es um die Uhrzeit aber noch [insertInsanelyHighTemperatureHere] Grad warm".
Da möchte man auf den Boden des Stammtisches runterfallen und sagen "Ja, wenn's Euch hier nicht passt, dann geht doch nach [insertHolydayDestinationHere]!".
Das Problem ist nur: Die machen das auch! Und zwar so konsequent dumm, wie sie nunmal sind. Man kann sich das ja im Fernsehapparat anschauen. Wenn man die Doofheit der Leute sieht, dann scheint die Max-Planck-Medaille in greifbare Nähe zu rücken.
Da wird sich dann darüber gewunders, dass das Land ganz anders ist, als der Last Minute Club, den man mit dem Land verwechselt hat.
Die Leute sprechen ja gar kein Deutsch! Die sind ja auch alle gar nicht so freundlich! Die haben ja gar nicht auf mich gewartet! Ja, was ist denn hier los? (Wahlweise auch: Was geht denn hier ab? Oder: Bin ich jetzt im falschen Film oder wie?)
Aber das ist ja alles eigentlich gar nicht mein Problem.
Aus: Gespräche mit banana. Heute: Man muss Prinzipien haben.
ncs: Die Playstation 3 kaufe ich mir nicht.
bna: Nö. Ich auch nicht. Ich finde, es gibt keine guten Spiele dafür.
ncs: Metal Gear Solid.
bna: Stimmt.
ncs: Gran Turismo - wenns rauskommt.
bna: Stimmt.
ncs: Und Little Big Planet soll der Oberhammer sein.
bna: Da hast Du recht. Was kostet die nochmal?
ncs: So um die 400 Euro.
bna: Aber ich finde die auch so häßlich, die würde ich mir nicht kaufen, wenn sie 200 Euro kosten würde.
ncs: Naja, für 200 Euro schon.
bna: Stimmt.

Aus: Gespräche mit banana. Heute: Von Holz und Fleisch.
gadtm: Also ich kenne Beizen nur von Möbeln.
bna: Nö, kann man auch mit Fleisch machen. Oder mit Fisch. Gebeizter Wildlachs zum Beispiel.
gadtm: Aber bei Möbeln gibt es doch eigentlich nur abbeizen.
bna: Das gibt es auch bei Fleisch. Abgebeiztes Schnitzel. Wer hat von meinem Schnitzel abgebeizt? Das war bestimmt der dicke Koch.

Posted by banana at 06:32 EM | Comments (5)
Oktober 27, 2008
10.000 Metal Fans bangen um ihre Rente

Und wieder habe ich etwas gelernt: Man soll Dinge aufschreiben. Was man aufschreibt, was auf einem Zettel steht, dass muss man sich nicht merken, das muss man nicht im Kopf haben. Und was man sich nicht merken muss, dass verursacht keinen Stress, denn alles, was man im Kopf behalten muss, belastet. Listen sind also aus dem Kopf rausgemachter Stress, manifestiert auf diesem Stück Papier. Oder, wie man heute sagt: Der ultimative Stresskiller.
Man muss natürlich die Listen auch irgendwie organisieren. Das sollte man nicht unerwähnt lassen. Man sollte es nicht so machen, wie die Eichhörnchen. Die Deppen. Die sind so doof. Die vergraben überall die Nüsse und entstressen sich so, weil sie dann denken, dass sie, wenn sie im Winterschlaf aufwachen, weil der Magen knurrt, wie gestört, ja nur die eine oder die andere Nuss ausgraben müssen und die dann verputzen und dann ganz monchalant weiterpoofen können. Aber diese Kretins vergessen natürlich, wo sie die Nüsse vergraben haben. Tja. Schuster, bleib bei deinen Leisten, beziehungsweise Eichhörnchen, bleib bei deinen Nüssen. Ich sage nur: Eichhörnchen stehen noch auf der untersten Stufe: Der unbewussten Inkompetenz. Die haben noch einen weiten Weg vor sich, die Eichhörnchen.
Eigentlich sollte man dafür die Eichhörnchen zum zweitbescheuertsten Tier machen. Nach dem Wal.
Platz eins der bescheuertsten Tiere: Wal (Weil: Lebt im Wasser, aber muss Luft atmen). Platz zwei der bescheuertsten Tiere: Eichhörnchen (Weil: Vergräbt emsig Nüsschen und vergisst dann, wo). Platz drei der bescheuertsten Tiere: Pferd (Weil: Pferdeliebhaber regen sich dann immer so schön auf (und ausserdem: wer sowas, wie Dressurreiten mit sich machen lässt, der gehört gedisst.(ODER ETWA NICHT?!))).
Warum macht eigentlich RTL nicht mal eine Sendung, die "die 50 bescheuertsten Tiere der Welt" heisst?
Ich sage Euch warum: Weil das RTL Publikum aus potentiellen Tierliebhabern besteht. Wer doof ist, mag auch Tiere. So einfach ist das. Der Grund dafür ist: Jeder will etwas rummkommandieren und man kann nur denjenigen rummkommandieren, der doofer ist, als man selbst. Bei Doofen sind das aber nur die Tiere, weil die schon am unteren Ende der Doofheitsskala stehen. Deswegen mögen Doofe Tiere. Schlaue kommandieren Menschen rumm, das ist befriedigender. Vor allem, weil Schlaue eher zu psychischen Defekten neigen und da kommt so ne Menschenkommandiererei sehr zupass.
Jetzt könnte man im Gegenschluss meinen, dass deswegen viele Doofe Vegetarier sein müssten. Aber das stimmt nur bedingt. Die doofen Vegetarier sind meistens die Mädchen bis so 18 Jahre, wo das Gehirn noch nicht voll ausgewachsen ist. Schlaue Vegetarier machen das meistens nicht, weil denen "die Tiere so leid tun", sondern aus anderen Gründen, die ich hier wohl nicht zu erwähnen brauche, um nicht allzu stark ins Klischeehafte abzudriften.
Optisch finde ich Eichhörnchen übrigens total dufte. Oder, wie man heutzutage sagt: Optisch sehen Eichhörnchen irgendwie total gut aus. Ich selbst habe einen kleinen Eichhörnchenfreund, der vor meinem Fenster patroulliert und das eine oder das andere Nüsschen vergräbt. Ich merke mir dann immer, wo er die Nüsschen vergräbt und dann stehe ich manchmal nachts auf und grabe mir eine aus. Stört ja nicht. Weil: Der Depp kann sich eh nicht merken, wo er sie vergraben hat. A propos Nuss: Seit ich am Wocheende gesehen habe, wie viel Arbeit man mit diesen Cashew-Nüssen hat, denke ich mir: "Uff! Man hat ja ganz schön viel Arbeit mit diesen Cashew-Nüssen".
Eigentlich geht es den Eichhörnchen ja so, wie den Leuten, die sich Zertifikate als Altervorsorge gekauft haben. Sie denken, sie machen was Schlaues und sorgen vor und zack! Pustekuchen! Aber putzig sind sie schon, die Eichhörnchen, irgendwie.
Achso: Ich habe am Wochenende gesehen, dass die ARD schon auf den Vorwurf reagiert hat, dass ja nur Dreck im Fernsehen kommen würde. In der Vorankündigung einer Sendung, bei der Sonja Zitlow als Gast eingeladen ist, wurde ihr IQ von über 130 Punkten erwähnt. Sachen, bei denen so schlaue Leute vorkommen, können ja wohl kein Dreck sein! Gut gemacht, ARD!
Achso(2): Ich habe mich übrigens geirrt. Der Beste Name für Katzen ist eindeutig Britney. Beim besten Namen für Kater bin ich mir im Moment gar nicht sicher. "Bello" bleibt aber weiterhin ziemlich weit oben auf der Liste.
Achso(3): Seit mir gadtm gesagt hat, dass er bei der "die mit dem roten Stuhl" Werbung immer an die Kacke von Herrn Fischer denken muss, fällt es mir zunehmend schwer, mir bei dieser Werbung keine Sorgen über seinen Gesundheitszustand zu machen.

Posted by banana at 05:50 EM | Comments (11)
Oktober 21, 2008
Üblen Mundgeruch nicht länger tabuisieren

Musste leider abgesagt werden:
Das Rührstück Lukas - gefangen in der Hanna Laura Hölle.
Schado.

Wussten Sie schon, dass Spax eine Firma ist, die Schrauben herstellt?

Wussten Sie schon, dass Flex eine Firma ist, die Winkelschleifer herstellt?

Wussten Sie schon, dass Sarah rückwärts Haras heisst?

Wussten Sie schon, dass Rebel rückwärts Leber heisst?

Wussten Sie schon, dass man Harras mit zwei R und Rebell mit zwei L schreibt?

Und weil ich gerade so schön in Schwung bin: Hier mal wieder ein paar großartige Witztipps vom sehr erfolgreichen Amt zur Vereinheitlichung Deutschen Humors
(Bitte so oft, wie möglich anwenden.)

Jemand hat etwas gesagt, in dem Vögel (unsere gefiederten Freunde vorkommen)? Sagen Sie irgendwas mit "gut zu Vögeln".

Jemand spricht von seinen Haustieren? Sagen Sie, dass die Haustiere bestimmt gut schmecken.

Ihnen wird ein Teller präsentiert, der nur sehr spärlich gefüllt ist? Sagen Sie, dass die Speisen sehr übersichtlich präsentiert sind.

Ihnen fällt ein schwieriges Wort nicht ein und nur ein nicht so schwieriges. Sagen Sie vor dem nicht so schwierigen Wort einfach "auf Deutsch gesagt".

Sie schreiben etwas nicht lustiges in ein Diskussionsforum im Internet? Schreiben Sie einfach "Insider" dahinter.

Diese fünf einfachen Regeln wird wohl jeder beherrschen können!

Neulich lief Krieg der Sterne im Fernsehapparat. Da ist mir etwas aufgefallen: Ich habe mir ständig Sorgen darüber gemacht, dass die Akkus der Roboter bald leer sein könnten. Als Kind habe ich mir darüber nie Sorgen gemacht. Ich führe das darauf zurück, dass ich jetzt ein Mobiltelefon habe.
Andererseits habe ich mir als Kind immer Sorgen gemacht, dass der kleine Maulwurf seine Schaufel verlieren könnte. Heute geht mir die Schaufen auf Deutsch gesagt am Arsch vorbei.

Posted by banana at 07:20 EM | Comments (13)
Erotische Klassiker einer Jugend in den Achtzigern (3)

Tropft, wie ein Kieslaster

Posted by banana at 08:55 FM | Comments (15)
Oktober 20, 2008
Erotische Klassiker einer Jugend in den Achtzigern (2)

Bockfett

Posted by banana at 01:42 EM | Comments (5)
Oktober 18, 2008
Erotische Klassiker einer Jugend in den Achtzigern

Gefühle kriegen.

Posted by banana at 07:55 EM | Comments (8)
Oktober 17, 2008
Toll! Da habe ich ja mal wieder was zu bloggen

Der Saal der banana-Halle auf dem Festplatz am Ende der Allee der Spackonauten war bis zum letzten Platz gefüllt, als Peppino Beppo die Bühne betrat.
"Glücksparen - Der Weg zu einem zufriedenen Leben" war der Titel seines Vortrages.
Ich hatte Peppino Beppo eingeladen, weil er schon viele Vorträge gehalten hat. Unter anderem in der Peppino Beppo Halle in seiner Heimatstadt, aber auch zum Beispiel bei diversen Barcamps und auch bei der Volkshochschule Burgbracht. Überall erhielt er Applaus, als er fertig war.
Auch gestern erhielt er Applaus für seinen Vortrag, der sehr interessant war.
Wie funktioniert aber dieses Glücksparen? Ich fasse es für alle diejenigen zusammen, die sich den Eintritt für den zweistündigen Vortrag von Peppino Beppo nicht leisten können.
Beppo geht davon aus, dass Glück und Pech kosmische Gegenspieler sind. Es sind sehr eifersüchtige Gegenspieler (schön: Peppino Beppos pantomimische Darstellung von Glück und Pech) und sehr fleissige noch dazu. Gleichzeitig besetzen Glück und Pech dasjenige, das Beppo als "der große Abfluss" bezeichnet. Das Glück lässt nicht zu, dass das Pech die Oberhand im Leben eines Menschen erringt und genausowenig lässt das Pech zu, dass das Glück die Oberhand erringt. Und weil Glück und Pech vor "dem großen Abfluss" sitzen, erfährt der Mensch im Leben genau so viel Glück, wie Pech. Sonst kann er nicht sterben (schön: Peppino Beppos Lied über den Kampf von Glück und Pech, meisterlich begleitet von Tobé Ornotobe auf der Boogie-Down-Bassrutsche).
Jetzt stellte Peppino Beppo die entscheidende Frage: "Wie helfen mir Glück und Pech aber dabei, ein zufriedenes Leben zu führen, wenn ich sie nicht beeinflussen kann?"
Und da wunderte ich mich, denn das war genau die Frage, die ich mir auch gestellt hatte.
Zum Glück beantwortete Peppino Beppo diese Frage auch, denn sonst wäre diese Frage offen geblieben. Die Antwort ist genau so einfach, wie einleuchtend:
Wenn ein Mensch Pech hat, dann knabbert er sozusagen etwas von seinem Pechpotential ab, dass für sein Leben reserviert ist. Wenn man Pech hat, dann gewinnt das Pech die Oberhand und das Glück wird eifersüchtig. Das heisst aber nur, dass man in Zukunft noch viel mehr Glück haben wird!
Hat man also Pech, dann kann man sich freuen, denn das Haben des Peches ist eine Investition in zukünftiges Glück! Man wird also eine glücklichere Zukunft haben, wenn man Pech hat und deswegen ist es ein Grund zur Freude (schön: Peppino Beppos Torfmörtelplastik mit dem Titel "Freude!"), denn man wird in der Zukunft sehr glücklich sein.
Umgekehrt ist es aber kein Grund zur Trauer, wenn man Glück hat. Man könnte ja annehmen, dass man dann traurig sein müsste, weil es bedeutet, dass man in Zukunft Pech haben wird.
Das war auch in der Tat eine Frage aus dem Publikum: Muss ich traurig sein, wenn ich Glück habe?
Peppino Beppo dachte kurz nach, bevor er diese Frage beantwortete. Dann sagte er "Nein, dann muss man sich einfach einreden, dass man nicht an solche Theorien glaubt".
Damit war für mich auch der letzte Zweifel ausgeräumt. Beppo nennt das augenzwinkern "Trick 17 mit Selbstüberlistung" (schön: Peppino Beppos Ausdruckstanz mit dem Titel "Selbstüberlistung".
Danach endete der Vortrag leider frühzeitig, weil Beppo sich einen Nerv eingeklemmt hatte.
Bis dahin war der Vortrag aber sehr schön. Und ich wünsche Peppino Beppo alles Gute!
Wobei ich mir da nicht ganz sicher bin, ob man das machen sollte.

Wenden wir uns nun einem anderen Thema zu:
Lachen musste ich heute auch mal. Nämlich über einen Leserkommentar auf Focus online zu einem Artikel über den Bond Darsteller Schauspieler Daniel Craig. Im Artikel wird der Bond Film "Casino Royale" als der erfolgreichste Bond-Auftritt aller Zeiten bezeichnet. Dazu kommentiert ein Leser:

*schnipp*
eigentlich war ich von Casino Royal ziemlich enttäuscht. Und das als "erfolgreichsten Bond-Auftritt aller Zeiten" zu bezeichnen...absolut unangebracht!!
*schnapp*

Also wirklich! Immer diese Fakten, Fakten, Fakten! Absolut unangebracht!

Ich mach mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefällt.
(Pipi Langstrumpf)

Posted by banana at 06:47 EM | Comments (4)
Das musste auch mal gesagt werden.

Hello, hello, hello, hello, hello, hello, hello, hello, hello, hello, hello, hello, hello, hello, hello, hello.
(Kurt Cobain)

Posted by banana at 08:09 FM | Comments (7)
Oktober 13, 2008
Bei Kuchen und Tee

Macht es doch, wie die Katzen.
Die kümmern sich auch nicht um die Fellfarbe. "Ich bin eine weisse Katze, Peterle ist eine schwarze Katze: so what? Ich bin eine getigerte Katze, Morle ist eine weiss-rot-getigerte Katze: So what?"
So sollt ihr leben, ihr sollt so, wie die Katzen leben: Zufrieden mit eurer Körperbehaarung.
Hat man schon eine Katze gesehen, die sich Zacken in das Fell rasiert hat?
Nein!
Hat man schon eine Katze gesehen, die sich das Fell gefärbt hat?
Nein!
Hat man schonmal eine Katze gesehen, die sich die Beine rasiert hat?
Nein!
Die Katzen sind einfach so zufrieden, so wie sie sind. Sie rennen nicht irgendwelchen sogennanten Schönheitsidealen hinterher, die ihnen jemand einredet, der damit nur Geld verdienen will. Oder der daraus Profit schlagen will!
Einschub:
Beste Vornamen:
Junge: Hulk, Frieck.
Mädchen: Doove, Ninja.
Weiter im Programm:
Manchmal, in schwachen Stunden, da denken Katzen "Och. Ich bin weiss. Miau. Ok, muss ich wohl akepptieren. Ist etwas unpraktisch. Ein Pfütze und man sieht aus, wie Drecksau. Miau. Man sieht ja jeden Fleck auf dem weissen Fell. Und nachts, auf der Jagd, da ist es auch sehr unperaktis. Die Beute sieht mich ja schon zehn Meilen gegen den Wind. Aber ich bin halt weiss. So what? Kein Grund, mir das Fell einzufärben."
Oder andere Katzen denken "Och. Ich bin schwarz. Ok, muss ich wohl akepptieren. Miau. Ist auch ganz ok. Miau. Naja, mein Image ist nicht das Beste. Und im Sommer in der Sonne wird das echt unirträgerlich heiss in dem schwarzen Fell. Da schwitzt man, wie ein Schwein. Da läuft einem die Brühe die Kimme runter, so schnell kann man gar nicht bis drei zählen. Miau. Aber ich bin halt schwarz. So what? Kein Grund mir das Fell zu bleichen."
Oder andere Katzen denken "Och. Ich bin so komisch gefleckt. Miau! Miau! Miau! Ok, muss ich wohl akeppieren. Sieht ja etwas durcheinander aus. Wirkt etwas unruhig auf den Betrachter. Dabei bin ich (Miau!) eigentlich ein ganz ausgeglichener Typ. Kein Grund, mich zu verändern. Ich hau mir erstmal eine Portion Katzenmilch rein und dann sieht die Welt schon wieder ganz anders aus."
Andere Katzen denken "Wow! Dieses Vögelchen eben, die war echt total lecker! Miau".
Macht es also, wie die Katzen. Oder wie der Mops. Der lebt munter und froh im Haferstroh.
Oder manche Hunde denken "Menno! Diese langen Ohren! Wuff, wuff! Die sind total unpraktisch *schüffl*. Die hängen einem beim Schnabulieren immer ins Nassfutter und dann zieht man eine Suppenspur hinter sich her, als wäre man nicht ganz gescheit im kleinen Mister Oberstübchen. Aber: So what? That's life. Was soll man machen? Kann man nix machen! Niente possamente! Erstmal Gassi gehen mit Frauchen und wild rumpissen, dann sieht die Welt schon wieder ganz anders aus."
Beachtet Folgendes: Die Tiere denken nicht "Wenigstens bin ich nicht schwarz!" oder "Wenigstens bin ich kein asoziales Pitbullarsch".
Tiere bewerten nicht! Sie beobachten nur! Das ist ein ganz zentraler Punkt! So sollt ihr es auch machen. Und Neid kommt im Übrigen da ja wohl auch gar nicht vor. Nur Beobachtung und Fakten und Tatsachen und Observation.
Was nur Wenige wissen: Ca. 33% der Katzen geben als Berufswunsch "Privatdetektiv" an (Liebingsspiel: Cluedo, Lieblingsserie: Magnum). Bei Hunden: Hauptlieblingsberufswunsch: "Weiss nicht". Lieblingsspiel: Wirf das Stöckchen (gefolgt von Mayhem), Lieblingsserie: Weihnachten mit Willi Wuff.
Bei Wellensittichen steht übrigens "Das fliegende Klassenzimmer" total hoch im Kurs.
Bei Walen ist der Top-Berufswunsch "Havarist". Wobei mal wieder bewiesen wäre, dass Wale komplett bescheuert sind (vgl. "Wie kann man als Lebewesen mit Lungen nur im Wasser leben?")
75% der Kindergartenpilze wollen übrigens Bovist werden, enden meistens aber als zu einem großen Teil Schnappsleichen in irgendwelchen Einmachgläsern. Berufswunsch der meisten Erwachsenen Pilze: Champignon. Lieblingsband: Queen, dicht gefolgt von: The Beatles.
Womit auch bewiesen wäre, dass Pilze echte Hinterwäldler sind.
Was auch fast niemand weiss: Der Narwal hieß früher Nasshorn, ist aber aufgrund der Verwechslungsgefahr mit dem Nashorn umbenannt worden. Meiner Meinung nach war das nicht nötig. Geschadet hat es aber auch nichts.
Darüber hinaus glaube ich fest, dass man das mit den 1000 Islands nicht so genau nehmen muss. Es können auch ein paar mehr oder weniger gewesen sein.

Posted by banana at 08:00 EM | Comments (12)
Oktober 10, 2008
Das wird ja immer schlimmer!

Ich fand den Namen "The Beatles" immer schon ziemlich beschissen. Ich glaube auch, dass die heutzutage mit sowas gar nicht mehr durchkommen würden. Das wäre ja so, als würde sich heutzutage eine Band "Die Raptilien" nennen.

Dass die Bayern schon immer etwas rückständig waren, das ist ja nichts Neues, aber was da im Moment abgeht, das ist ja wohl sowas von Retro, das geht ja auch keine Gamshaut. Die haben wohl den Schuss nicht gehört und zwar den Schuss, als es in der Nacht vom 31.12.1999 ins neue Jahrtausend gerummst hat.
Da hätten wir zum einen Machtinhaber, die nach verheerenden Wahlniederlagen und - nennen wir die Weisswurst mal beim Namen - Mist, den sie gebaut haben, auch tatsächlich die Konsequenzen ziehen und zurücktreten und dann hätten wir jetzt zum anderen die Überlegung, das Rauchverbot zu lockern, weil das Volk das angeblich so will.
Nein, Moment, die Bevölkerung will das so, weil so rückständig, wie die Bayern, so sind ja hier in Hessen nicht.
Wo kommen wir denn da hin, wenn die Gewählten das machen, was die Wähler wollen? Oder sogar das, was sie den Wählern vor der Wahl versprochen haben? Das bringt doch das ganze unter viel Anstrengung aufgebaute Gefüge völlig durcheinander.
Normalerweise ist so eine Wahl doch mit dem Ansprechen einer Frau mit tollen Brüsten vergleichbar. Die Euphorie lößt sich dann irgendwann in einen Wonderbra auf und wenn man sich dann beschwert, ist man entweder naiv oder ein Arsch. Oder beides. Ein naives Arsch.
Andererseits ist es den Großen auch nicht recht, wenn man sich gleich für die Kleinen entscheidet.
Wo wir beim Durcheinandersein sind.
Am letzten Sonntag, da war ich auch sehr durcheinander. Aber erst, nachdem ich schlapp war. Ich war schlapp, weil ich viel erschlappendes geleistet hatte. Und nach der ganzen Schlapperei, war ich sogar zu schlapp, mir heisses Wasser für meinen heiss geliebten Malventee zu kochen.
Moment. "Heiss geliebt" ist hier etwas irreführend, denn ich trinke das Zeug immer kalt. Ich begann mich zu wundern.
Ich erhitze Wasser, hänge Teebeutel rein und warte dann, bis das Wasser wieder kalt ist.
Das ist doch widersinnig. Das ist doch Energieverschwendung. Den Beuteln ist es doch egal, ob man sie ins warme oder ins kalte Wasser hängt, weil die sind ja ohnehin nicht lebendig.
Ich füllte also meine Teekanne mit kaltem Wasser und wollte die Teebeutel in den Tee in spee hängen. Das ging aber gar nicht so gut! Ins warme Wasser tauchen die Beutel viel gefügiger ein. Es war ein richtiges Gemetzel, bis ich die Kameraden ertränkt hatte.
Ich wartete und wartete und wartete. Ich gab dem Tee eine meiner Meinung nach üppig bemessene Bedenkzeit von fast einer Stunde, bevor ich ihn probierte. Das Ergebnis war ernüchternd.
Von der Trinktemperatur her war das Ergebnis zufriedenstellend, aber Geschmacklich reicht die kalt-kalt Variante in keiner Weise an die heiss-kalt Variante heran. Farblich musste ich auch kleine Abstriche machen: Das Gebräu war enttäuschend blass.
Was ist denn da los? Das würde ich gerne mal wissen.
Ich glaube, es ist so: Im kochenden Wasser bewegen sich die Wasserteilchen viel schneller hin und her, als im kalten Wasser. Sie sausen praktisch total nervös wie die Derwische von einer Ecke der Kanne in die andere und wenn man dann einen Teebeutel reinhängt, dann durchsausen sie den Teebeutel viel schneller, als die drögen kalten Wasserteilchen.
Deswegen taucht der Beutel im heissen Wasser besser unter.
Und so geht es auch weiter: Die wilden Wasserteilchen durchsausen die Teebeutel und treffen im Beutel mit großer Wucht auch die Teegeschmacksteilchen und reissen sie aus den Teebeuteln raus und verteilen sie im Wasser. Dadurch werden die Teegeschmacksteilchen viel besser aus den Beuteln gelöst und verteilen sich in größerer Zahl in der Flüssigkeit.
Ja, das ist die Wissenschaftliche Erklärung.
Aber schön ist das nicht. Und ökologisch auch nicht.
Traurig schlürfte ich meinen schlappen Tee und sah den Schollen beim Schmelzen zu.

Und weil es so schön ist, wurde auch noch gekocht, nämlich Pan Bagnat, Spackonastische Art.

Zutaten:
Ein Chiabattabrot mit Nüssen zum Aufbacken.

Salat:
3 Kleine Tomaten
1 Rote Zwiebel
1 Dose Thunfisch in Öl
1 Grüne Paprika
4 EL grüne Oliven ohne Stein

Marinade:
4El Olivenöl
2El Zitronensaft
Etwas Zucker
Salz
Pfeffer
Zwei Teelöffel Dijon Senf

Zubereitung:
Das Brot im Backofen nach Anweisung fertigbacken. Abkühlen lassen, in untere und obere Hälfte schneiden und aushöhlen.

Aus den Zutaten für die Marinade eine Marinade rühren.

Die Tomaten in Scheiben schneiden und auf die untere Brothälfte legen.
Die restlichen Salatzutaten klein schneiden und mit der Marinade verrühren.
Den Salat auf dem Brot verteilen und die obere Hälfte auf das Brot klappen.
Das Brot ins Frischhaltefolie einwickeln und im Kühlschrank 1-2 Stunden durchziehen lassen.

Fertig.

Posted by banana at 06:51 EM | Comments (9)
Oktober 07, 2008
Das ist das tägliche Life vom Custombike

Vorweg zwei kleine Höhepunkte des Tages.
Aus: banana belauscht Gespräche.
Frau: Schatz, verbiete dem Lewin mal in dem Gang zu fahren!

Aus: banana nominiert die besten Titel von Amazon Rezensionen:
Null Sterne sind schon fünf zuviel

Und eine Frage hätte ich noch: Ist es in diesen Tagen, in diesen schlimmen Tagen, in denen der Turbo-Kapitalismus gegen die Wand gefahren ist, eigentlich noch sicher einen Turbo-Diesen zu fahren?
Man hört ja so viel.

Der Mensch an sich ist schon sehr komisch gebaut. So vom Gehirn her. Schauen wir uns mal an, was mit einem Menschen passiert, der sich für ein Hobby entscheidet.
Für ein bestimmtes Hobby entscheidet sich ein Mensch in der Regel, weil er entdeckt, dass ihn ein abgegrenzter Themenbereich besonders interessiert oder ihm besonders gefällt. Er merkt, dass er gerne Zeit, Geld und Energie aufwendet, um sich mit einem bestimmten Thema zu beschäftigen und genau dieses Thema wird dann sein Hobby.
Diejenigen, die sich für ein Hobby entscheiden, um andere Leute zu beeindrucken oder Frauen oder Männer zu höckern, die lassen wir mal aussen vor. Wir reden hier nur von Überzeugungstätern.
Wir reden hier also von Leuten, die zum Beispiel Musik, Autos, Achterbahnen oder Katzen so richtig klasse finden.
Doch sobald sich diese Menschen mit diesem Thema näher auseinandersetzen, geschieht etwas Merkwürdiges:
Plötzlich finden sie alles, was zu diesem Themenkomplex gehört komplett beschissen. Alles? Nein, nicht alles. Es gibt dann immer eine mehr oder weniger weit gefasste Ausnahme, die total vergötterungswürdig ist, aber der Rest ist und bleibt leider komplette Scheisse.
Das ist erstaunlich, wäre aber noch in Ordnung. Jeder kann bei sich zu Hause sitzen und German Rex züchten, bis die Pauke kracht und er an seiner Katzenhaarallergie verstirbt, aber leider bleibt es nie dabei, denn parallel entwickelt sich mit dieser - ich möchte es mal "Spezialisierung" nennen - auch ein starker Mitteilungsdrang, gepaart mit einer unbegründeten Arroganz.
Die Betroffenen teilen jedem, der ein gutes Haar an einer Katzenrasse lässt, die nicht German Rex heisst, mit, dass er leider überhaupt keine Ahung hat. Und dann lachen sie ihn aus. Und dann referieren sie zwei Stunden lang ungefragt über German Rex.
Das ist verwunderlich, weil man sich als Aussenstehender sofort fragen muss, wie abgrundtief ein Mensch Katzen hassen kann, der Katzen liebt.
Diese Anomalie ist zum Beispiel auch der Grund, warum sich Fußballfans so gerne gegenseitig auf die Omme klopfen.

Aber, wie gesagt, der Mensch ist komisch gemacht. Es gibt ja auch viele Leute bei uns, die ihren Nachbarn verklagen, weil er seinen Gartenschuppen zu nah an die Grundstücksgrenze gebaut hat, aber wenn es dann heisst, dass ein Deutscher bei einem Anschlag im Ausland ums Leben gekommen ist, dann ist man irgendwie total betroffen.
Aber das kann man doch nicht vergleichen!
Doch, man kann.
Bei Länderspielen haben sich ja auch alle Deutschen lieb und klopfen lieber Leuten auf die omme, die aus anderen Länder kommen.
In der heutigen Zeit muss man muss eben flexibel sein.

Posted by banana at 08:06 EM | Comments (8)
Fetakäse, frische Tomaten, frische Paprika, Pepperoniwurst

Aus: Gespräche mit banana.
Heute: Da soll man nicht so viel drüber nachdenken.
gadtm: Hm. Komisch. Wir sollen da Einkommenssteuer im Voraus bezahlen.
bna: Ruf die doch einfach mal an.
gadtm: Wir mussten noch nie Steuern im Voraus bezahlen.
bna: Die machen doch da jetzt diese Finanzkrise. Vielleicht brauchen die da Geld.

Posted by banana at 08:01 FM | Comments (2)
Oktober 04, 2008
Ghost riders in the sky

Was ich gestern gelernt habe:
Ich bin eines von diesen rücksichtslosen Fahrradfahrarschlöchern. Und das finde ich auch noch gut.

Was mir heute klar geworden ist:
Wenn man langeweile hat, dann macht man sich sein Leben so kompliziert, dass es nicht mehr langweilig ist.

Sonst weiss ich auch nix.

Posted by banana at 09:33 EM | Comments (8)
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