Januar 31, 2008
Don't be afraid to take me to the hottest spot in town

Jetzt kann ich es ja zugeben: Mein Lieblingslied war mal "Woodpeckers from Space". Über Jahre!

Nachtrag: Wer am §§a href="http://www.kurshaus.de/events.html">23.2.§§/a> dabei sein will sollte einen Platz reservieren, denn die Plätze werden schon knapp (am besten §§a href="http://www.erdgeschossrechts.de/?p=447">hier§§/a> per Kommentar oder gerne auch hier in der Allee per Kommentar). Für Herren, die in Nylons erscheinen, besteht die Gewinnchance auf eine Flasche Deutschen Sekt, für alle anderen gibt es gute Unterhaltung.

Posted by banana at 07:10 EM | Comments (6)
Januar 30, 2008
Barbawum (rot, stark und sportlich)

Da gab es mal einen Mann, der sagte, wenn er von der Stadt in New Orleans in Louisiana sprach immer "Neff Ohrleanz" und nicht "Nuh Ohrliehns". Man sehe mir die knoffhoffige Schreibweise bitte nach. Wenn man dann sagte, dass es doch "Nuh Ohrliehns" hieße, dann fragte er im Gegenzug, wie die Hauptstadt von Frankreich heisse. Perplex sagte man dann "Paris". "Siehste" sagte er dann "und die Franzosen sagen dazu Parieh".
Dahinter steckt eine gewisse nachvollziehbare Logik. Die fällt aber auch ziemlich schnell auf die Schnautze, weil New Orleans ja eigentlich das Neu-Orléans ist und das sprechen auch die Deutschen wie die Franzosen aus. Beziehungsweise bemühen sie sich es zu zun. Dann sind doch eigentlich die Amerikaner im Unrecht, weil sie New Orleans ziemlich unfranzösisch aussprechen und sich dabei wahrscheinlich keiner Schuld bewusst sind. Da gibt es ja auch keine Schuld, jeder, der sich etwas ausdenkt, kann ja auch bestimmen, wie das heissen soll und wie man das ausspricht.
Da hätten wir zum Beispiel die junge Frau Hilton. Wenn von der Rede ist, dann spricht man von "Perriss Hilton", nicht von "Paris Hilton" oder von "Parieh Hilton". Weil die Hilton-Eltern bestimmt bestimmt haben, dass die Tochter halt Perriss heissen soll und nicht Parieh, weil die ja auch denken, dass Paris beziehungsweise Parieh Perriss heisst. Es gibt ja auch Leute, die nennen ihre Kinder Jason und bestimmen dann, das das Kind Jason heissen soll und nicht Tschaisn. Kann man machen, muss man aber nicht machen.
Womit wir dann endlich bei §§a href="http://orangecow.org/pythonet/sketches/raymond.htm">Raymond Luxury Yacht§§/a> wären.

Oho! Bald hat §§a href="http://spackdad.myminicity.com/">Spackdad§§/a> 100 Einwohner! *megafroi*

Nachtrag: §§a href="http://spackdad.myminicity.com/">Spackdad§§/a>, die kleine Stadt am Rande der Stadt hat nun über 100 Einwohner. Das ist toll! Und wenn die EBA nicht gerade gesperrt würde, würde da bestimmt eine relativ große Party steigen. A propos EBA (derzeit wegen Baumfällarbeiten gesperrt). Wenn ihr das Transportwesen in Spackdad verbessern wollt, dann solltet ihr §§a href="http://spackdad.myminicity.com/tra">her klicken§§/a>. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Posted by banana at 06:00 EM | Comments (2)
Januar 28, 2008
Prinz Charles: Wird er jemals König werden?

Kuschel, kuschel, kuschel, kuschel! Schnuffel, schnuffel, schnuffel, schuffel! Weil ich so gern mit Dir schnuffel! Schnuffel, kuschel, schnuffel, knuffel. Ja, Du bist mein süßer Schnuffel, kuschel, schnuffel, schnuffel, schnuffel. Schnuffel, schnuffel, schnuffel, schuffel! Kuschel, kuschel, kuschel, kuschel!

Bei der Groß- und Kleinschreibung bin ich mir aber noch nicht so ganz sicher. Überhaupt wird es jetzt wirklich mal Zeit, sich die elementarsten Regeln der Rechtschreibung reinzuziehen. Schnuffel, schnuffel, schnuffel, schnuffel! Bist mein kleiner, süßer Schnuffel. Weil ich so gern mit Dir Kuschel! Schnuffel, schnuffel, schnuffel, schnuffel.

I may be small, I may be sweet, but baby, I know how to move my feet. Hit it!

Oft ist es ja so, dass man sich selbst im Weg steht. Meistens ist es dann der eigene Stolz, der einem im Weg steht. Viel öfter kommt es allerdings vor, dass einem andere im Weg stehen. Mir geht das jedenfalls so. Zum Beispiel in der Kantine.
Hier ein paar Regeln, um den Besuch in der Kantine für sich und für andere zu einem noch schöneren Erlebnis zu machen:

Endlich Mittagspause! Die Zeit in der Warteschlange kann man prima mit Telefonieren verbringen.

Sie wussten es schon immer: Der Speiseplan wird nur ausgehängt, damit die Aushilfe beschäftigt ist und nicht schon wieder die Supper versalzt. Es zählt nur, wie die Gerichte auf dem Teller aussehen. Nehmen sie deswegen als erstes sämtliche Ausgaben in Augenschein. Gehen sie ruhig richtig nah ran ans Futter.

Gibt es etwas langweiligeres, als vorhersehbare Menschen? Ändern sie möglichst oft die Richtung. Auch spontanes Rückwärtsgehen lockert die Stimmung. Natürlich schauen sie stets in eine andere Richtung. Sie wissen ja schon bald, wie es da aussieht, wo sie hingehen. Viel interessanter ist es doch, zu wissen, wie es aussieht, wo man nicht hingeht. Lassen Sie sich einfach treiben. Lassen sie los!

A propos Loslassen: Die Hand ist ein von der Natur in Jahrtausenden optimiertes und perfektioniertes Greifwerkzeug. Deswegen ist eine davon völlig ausreichend, um damit ein volles Tablett zu tragen. Die andere hat man dann frei und kann sich damit zum Beispiel ein Telefon ans Ohr halten.

Merken Sie sich: Benutzt ihre Kantine ein auf aufladbaren Karten basierendes Zahlungssystem, dann enthält ihre Karte immer genug Guthaben, um ihr Essen zu bezahlen. Es ist völlig überflüssig, das Guthaben vor dem Gang zur Kasse zu kontrollieren. Wenn ihre Karte nicht genügend Guthaben enthält, dann ist sie defekt beziehungsweise undicht. Machen sie das der Fachkraft an der Kasse lautstark klar. Diskutieren sie, schimpfen sie. Schließlich war es das persönliche Versagen der Kassenfachkraft, die zu dieser Situation geführt hat.

Die angebotenen Menüs sind für Konformisten. Jeder Mensch ist individuell. Das Leben ist bunt! Überraschen sie deswegen die Mitarbeiter an der Essensausgabe und an der Kasse mit kleinen, für sie aber sehr wichtigen Sonderwünschen.

Natürlich sind die Abstellflächen vor den Salaten in der Salatbar dazu da, um dort sein Tablett abzustellen. Stellen sie das Tablett dort hin, schnappen Sie sich eine Salatschüssel und gehen sie auf Wanderschaft. Das schöne am Salat ist ja, dass er nicht kalt werden kann.

Menschen, die mit vielen anderen Menschen zu tun haben, haben ein extrem schlechtes Gedächtnis. Belustigen sie deswegen die junge Dame an der Kasse mit dem erstbesten Witz, der Ihnen einfällt. Sie wird es Ihnen danken!

Endlich geschafft! Sie haben Ihr Essen und Sie haben einen Sitzplatz. Aber Sie vermissen die Kollegen? Machen Sie deswegen durch Winken und lautes Rufen auf sich aufmerksam.

Ah - eins noch:
Veranstaltungshinweis
Am 23.2. werden der nur sehr schwer zu vergleichende §§a href="http://www.erdgeschossrechts.de/">Erdge Schoss§§/a> und ich ein paar unserer Texte im §§a href="http://www.kurshaus.de/">kurshaus ginsheim§§/a> vorlesen. Jedenfalls werde ich das machen. Ich kann ja nur für mich sprechen, aber ich denke mal, dass meine Vermutung da richtig ist.
Kommt also alle vorbei und seht begeistert aus. Das würde mich echt motivieren, irgendwie.

Posted by banana at 05:51 EM | Comments (9)
Wichtige Duchsage.

Achtung, Achtung, aus gegebenem Anlass weise ich darauf hin, dass die Eberhard Bauner Allee in §§a href="http://spackdad.myminicity.com/">Spackdad§§/a> voraussichtlich die ganze Woche wegen Baunfällarbeiten gesperrt sein wird.
Vielen Dank für Euer Verständnis.

Ausserdem ist mein Zauberstab, Pürierstab Stabmixer gestern kaputt gegangen, als ich mir gerade eine leckere Paprikasuppe zubereitete. Kann jemand Produktempfehlungen abgeben? Ich lege vor allem auf ein gutes Mixergebenis wert.

Nachdrag:
§§a href="http://spackdad.myminicity.com">Spackdad§§/a> hat jetzt 50 Einwohner! Jetzt ist es an der Zeit, Industrie auf zubauen. Bitte §§a href="http://spackdad.myminicity.com/ind">hier klicker-klackern§§/a>, um das zu machen. Danke.

Posted by banana at 09:51 FM | Comments (5)
Januar 26, 2008
Wer lugt da aus dem Moor hervor?

Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Angebot der unprofessionellen Zahnreiniung wird mit sofortiger Wirkung mangels Nachfrage eingestellt. Ihr komischen Typen, ihr! Dann putzt Eure Zähne doch alleine.

Dafür habe ich eine kleine Stadt gemacht. Sie heisst §§a href="http://spackdad.myminicity.com/">Spackdad§§/a>. Wie auch sonst?
Komm und besuch mal Spackdad, die kleine Stadt am Rande der Stadt.
Da wo das Leben noch lebenswert ist. Die kleine Stadt am Rande der Stadt.
Wo ich gerade dabei bin: Interessant ist auch der Text des Liedes "Die kleine Kneipe", das von Peter Alexander gesungen wurde und bestimmt auch noch gesungen wird.
Das Lied stammt von 1976 und im Text heisst es "dort, wo das Leben noch lebenswert ist". Das bedeutet ja im Umkehrschluss, dass das Leben ausserhalb der kleinen Kneipe nicht mehr lebenswert war, aber irgendwann schonmal lebenswert gewesen sein muss. Wir lernen also: Die gute alte Zeit war irgendwann vor 1976.
Im Text heisst es auch:

Das Stimmengewirr, die Musik aus der Jukebox,
All das ist ein Stückchen daheim.
Du wirfst eine Mark in den Münzautomat,
Schaust andern beim Kartenspiel zu.

Was ist das denn für ein Automat? Bekommt man auch etwas für seine Mark oder ist das eigentlich so eine Art Sparschwein? Das habe ich mich schon immer gefragt und nie darauf eine Antwort gefunden. Es ist nicht die Jukebox, denn die Jukebox wird im Stück eindeutig Jukebox genannt. Der Zigarettenautomat kann es auch nicht sein, denn schon damals kostete eine Schachtel Zigaretten mehr als eine Mark.
Ich bin ratlos?
Wahrscheinlich ist das doch einfach so eine Spardose. Das gab es ja oft in Kneipen. Da hatte jeder seine kleine Spardose so an der Wand. Ja, so muss es damals gewesen sein, kurz nach der lebenswerten Zeit.
Früher wollte ich mal eine Firma gründen, die "Manch Andere" heisst. Ich wollte beliebige Produkte herstellen und dann andere Firmen verklagen, die in ihrer Werbung behaupten, ihr Produkt sei besser, als "Manch Andere" Produkte. Habe ich aber nicht gemacht.
Vielleicht sollte man auch eine Kondomfirma gründe, die Libha heisst? In der Werbung könnte man dann ein Pärchen zeigen, das gerne höckern will, aber keine Verhüterli dabei hat. Dann würde natürlich das Maskottchen der Firma Libha vorbeikommen und ihnen aushelfen. Das Maskottchen wäre dann der Libha-Bär.
Ach, ich habe so viele Ideen. Irgendwann setze ich mal eine um, ich schätze, wenn mal eine Gute dabei ist.
Neulich habe ich doch von meinem Neffen erzählt, dem ich nicht verraten wollte, was "Harlot" heisst. Das Wort, dass im Titel meines Lieblingsliedes im Spiel Guitar Hero 2 vorkommt.
Mein Neffe sagte mir jetzt, dass er nun wüsste, was "The Beast and the Harlot" heissen würde.
Da war ich aber mal gespannt.
"The Beast and the Harlot" heisst also "Das Biest in der Hölle".
Na, da würde ich aber wirklich gerne wissen, wie er zu der Erkenntnis gekommen ist.

Posted by banana at 07:57 EM | Comments (4)
Januar 25, 2008
Squaredance rap?!

Styla!
Styla!
Oh yeah!
Styla!
Got the base, bro.
V.I.P. 5.0 real low, fellas.
Polo, dawg (stunner)!
Pump it; drop it.
Styla, baby (yeah!).
Uh, huh, uh. Big thrills.
Like that!
Just like that (langes uhh)
Rock da shit, down low.
Hey, hey, Superstar, uh oh (UH OH (tutti)!)
Right there (yo my man!)
Iron number 3 (no scrubs).
Oooh! (huh!)
Break it down (no quitters).
All the way (yeah)
Down low with me, sista.
Take you out, baby (huh!).
On da floor (superfly).
Drop it, dawg, real low (low!).
Push da dawg like a ho.
Report to me now, baby.
Step on up, ma lady.
Pump it down low (in da face!)
Superstar on da scene (uh sexy; uh).
Run with it, dawg (sexy lady).
Yeah (aha) huh (got da skillz)
Faster (dawg), aha. Yeah.
No sweat (kawaii)!
New York, West L.A. (West Coast!)
Break it down.
Dawg!
Ende.

Aber eins weiss ich genau: Mit den Hosen und mit der Brille würde MC Hammer heute im Biz kein Bein mehr auf den Boden kriegen.

Achso, um das hier mal abzurunden, gesten habe ich vor einem Bauernhof wieder ein schönes Schild mit dem hessischen Plural gesehen.

Kartoffel
Zwiebel

Ich habe es aber nicht fotografiert, da ich die Fotografiererei für albern halte.
Darf man heute eigentlich noch Bauernhof sagen?
Früher hatte ich mal einen guten Freund, der hieß Franz Sich. Um die Ecke gab es eine Eckkneipe, die hieß Zum Reinen. Immer, wenn Leute anriefen und fragten "Wo ist denn der banana?", dann sagte meine Frau "der ist mit Sich im Reinen". Dann wussten alle Bescheid. Goldene Zeiten waren dass. Das war noch vor der Währungsreform. Da war die Mark noch fünfzig Pfennig wert!

Und was ich ja gar nicht leiden kann, ist, wenn mir irgendwelche Werbung im Browser den halben Rechner lahmlegt, weil sie offensichtlich ziemlich blöd programmiert ist. Das kostet doch alles mein CO2!!!
Also habe ich mir so einen Werbungsblocker installiert. Ich weiss, dass Werbung andere Sachen finanziert, aber in dem Fall haben die Hirnis dann einfach mal vergeigt.

Posted by banana at 07:55 FM | Comments (3)
Januar 23, 2008
I can't remember it, but I'll never forget it!

Bedenkt heute stets Folgendes: Das Leben ist kein Heavy Metal Konzert, denn während man im Leben oft gute Miene zum bösen Spiel macht, macht man bei einem Heavy Metal Konzert oft böse Miene zum guten Spiel.

Aus: Gespräche mit banana. Heute: Gedanken eines Arbeiters beim Betrachten des Task Managers.
bna: Das ist ja auch einer meiner großen Träume.
jtk: Was?
bna: Derjenige zu sein, der im neuen Windows den System Idle Prozess programmiert.
jtk: Aha.
bna: Das muss total cool sein. Dann ist man Autor des am meisten benutzten Prozesses der Welt.
jtk: (Schaut auch auf seinen Task Manager) Wobei- 16 Kilobyte fürs Nichtstun, das ist ganz schön happig. Das ist ein Viertel C64.
bna: Naja. Aber wenn Du mal guckst: Er ist der Sparsamste von allen! Und ausserdem, was sind heute schon 16 Kilobytes? Wenn Du der Leading System Idle Prozess Programmer bist und Du kommst dann zu Bill Gates und sagst "Herr Gates, nach jahrelangen Optimierungen ist es mir gelungen, den System Idle Prozess von 16 auf 8 Kilobyte zu drücken", dann wird der bestimmt nicht sagen "Toll gemacht, lieber Leading System Idle Prozess Programmer, hier hast Du einen schönen Batzen Bares".
jtk: Stimmt auch wieder.
bna: Bei Apple heisst der übrigens System Eitel Prozess.
jtk: Ich dachte immer, bei Apple heisst der iDle.

Posted by banana at 06:48 EM | Comments (1)
Januar 22, 2008
Börse bangt - IG Heavy Metal atmet auf

Ich muss ehrlich sagen, dass ich diese Campingsendung im Urwald mit Promis im Privatfernsehen wirklich sehr unterhaltsam finde. Ich verstehe aber nicht, warum die in den Urwald gefahren sind und nicht auf einen normalen Campingplatz. Ist doch viel angenehmer. Alleine schon die sanitären Anlagen. Und die Plätze sind doch um diese Jahreszeit total leer. Da sind doch nur Dauercamper. Wahrscheinlich ist es wegen der Dauercamper. Die sind auch nur sehr schwer zu ertragen, das misstrauische Pack. Wahrscheinlich, weil sie ständig von töltender Verlustangst verfolgt werden. Dauercampen ist ja auch ungefähr so, als wenn sich jemand ein Wochenendhaus aus Chinaböllern ins Waldbrandgebiet baut.
Ist ja auch nicht leicht, sich ständig auf neue Nachbarn einlassen zu müssen. Ich weiss, wie das ist, denn unter mir wohnt jetzt schon die vierte Mietpartei.
Den ersten Mann habe ich rausgeklagt, weil er eines Sonntagmorgens zu den Klängen von irgendeiner Popdiva und eines dicken Tenors laut eine Frau fickend meine mir heilige Morgenruhe gestört hat. Ich habe nichts gegen enthusiastisch zum Ausdruck gebrachte Vollkontaktzuneigung, aber diese Musik ging einfach zu weit. Ich glaube, es war Mariah Carrey. Also die, die gesungen hat.
Zack! raus mit dem Bruder!
Die andern drei Mieter sind irgendwie von selbst ausgezogen.
Ich noch nicht.
Irgendwie schweife ich immer ab. Ich kann hier nie beim Thema bleiben. Schlimm ist das! Wie soll man sich denn dann als Leser auf mich einlassen? Amerikanische Wissenschaftler haben jetzt festgestellt, dass das an zwei Faktoren liegt. Zum einen sind meine Gehirnzellen wahnsinnig unökonomisch miteinander verbunden. Die Abstände der thematisch verwandten Zellen ist unglaublich (incedibly) groß. Das liegt daran, weil mein Gehirn auf Zuwachs angelegt ist. Ich denke immer, da kommt noch was, zum Beispiel eine lustige Pointe, eine Wendung oder Erklärung, nach der alles Sinn ergeben würde, ein Schild, auf dem Ist nur Verarsche steht oder sowas. Da kommt aber nichts. Deswegen wird der Platz zwischen den Hirnzellen nie ausgefüllt. Mein Gehirn ist also ungefähr so, wie Alaska. Nur etwas kleiner. Und wärmer. Und statt der Leute meine ich natürlich Gehirnzellen. Und statt dem weiten Land meine ich natürlich den Leerraum zwischen den Gehirnzellen. Und mit Schnee habe ich auch nicht im Kopf.
Hm. War vielleicht doch kein so guter Vergleich, der mit Alaska.
Die Hauptstadt heisst übrigens Juneau. Jetzt weiss ich nichtmal, wie das ausgesprochen wird. Jaja, die Google-Generation: Findet alles, kann aber nix damit anfangen.
Der zweite Faktor, der meine Abschweifungstendenz bestärkt, besteht darin, dass meine Gedanken eine rechts-links-Schwäche haben und einfach unterwegs falsch abbiegen. Das hört sich schlimmer an, als es ist, denn man kommt auch so ganz gut durchs Leben.
Naja, ganz gut - das ist so schnell dahergesagt. Ich sag mal so: Das ist, ob als wenn jemand mit einer glühenden Nadel...
Jaja. Ihr wisst schon. Man wird ja auch nicht jünger.
Eher im Gegenteil!
Meine Abschweiftendenz äussert sich auch darin, dass ich manchmal "a propos" sage und das Folgende dann nur sehr entfernt etwas mit dem Vorhergegangenen zu tun hat.
A propos! Ich finde ja, dass die Floskel "ich muss ganz ehrlich sagen" viel zu oft benutzt wird. Die Leute leiten die Sätze mit "ich muss ganz ehrlich sagen" ein und dann kommt irgendwas total Unspektakuläres. Sehr enttäuschend finde ich das! Ich bin sehr enttäuscht Die sagen zum Beispiel "Ich muss ehrlich sagen: Das Püree hat mir nicht so gut ganz so gut geschmeckt".
Da werden doch Hoffnungen auf Enthüllungen in den Boden gestampft, bevor sie sich richtig entfalten konnten. Man sollte sowas sagen: "Ich muss ehrlich sagen: Ich war früher ein Mann und habe mir die Operation mit Briefmarken finanziert, die ich eigenhändig von Brief an den Weihnachtsmann abgelöst habe. Zu diesem Zweck habe ich drei Jahre in einem Briefkasten gewohnt. Die Briefe sind übrigens nie angekommen".
Das wäre adäquat.
Wo war ich stehengeblieben? Ach ja, die Campingsendung. Ich hatte auch schon viele sehr interessante Erlebnisse auf Campingplätzen. Aber ich muss ehrlich sagen: Dies hier ist nicht der Ort, um sie mitzuteilen.

Posted by banana at 06:01 EM | Comments (11)
Januar 21, 2008
Wer will nicht mit Gammlern verwechselt werden?

Neulich passierte mir ein Missgeschick beim Kochen und davon werde ich jetzt berichten. Wen das nicht interessiert, der muss es ja nicht lesen. Es ist ja nicht so, als ob hier Lesezwang bestünde. Der Stoff hier wird ja auch nicht im mündlichen Abitur abgefragt. Ich sage das, weil ich bei meinem mündlichen Abitur in Deutsch nämlich Mut zur Lücke bewies und damit voll auf die Fresse gefallen bin. Es war eine 50 zu 50 Chance und ich hatte auf die falschen fünfzig gesetzt. Ich hatte Homo Faber gelesen und Das Leben des Galilei nicht. Tja, kann ich ja nicht wissen, was drankommt, gell, ich bin halt nunmal kein Mentalist, gell. Ich bin einer mit nur 6 Punkten im mündlichen Abitur. Dafür hatte ich schriftlich Englisch 14.
Glaube ich.
Vielleicht irre ich mich auch. Mein Hirn lässt nämlich nach. Es leuchtet nur noch schwach. Bald werde ich ein Telefon mit extra großen Tasten brauchen. Und zwei beidhändige Griffe für den Schabelbecher. Die nun folgende Kochgeschichte untermauert meine Befürchtungen.
Ich hatte drei Kochplatten in Betrieb. Auf der einen brieten die in Erdnussflips panierten Hühnerschnitzel, auf der Nächsten passierte etwas, was mir aus unerklärlichen Gründen entfallen ist und meine Befürchtungen weiter füttert, dass es mit meinem Kopf zuende geht und auf der Dritten dünstete Rosenkohl vor sich hin.
Der Rosenkohl lag in einem Dünstkorb in einem Topf, den ich unten mit etwas gekörnter Brühe gefüllt hatte.
Ich drehte an den Drehdingern, die vorne am Herd dran sind und brachte sie in eine Stellung, von der ich annahm, dass sie dazu führen würde, dass der Rosenkohl sanft dünstete, während die onminöse zweite Platte ihrem Topf mit Temperaturen einheizen würde, die sonst nur im Inneren von Vulkanen oder auf der Oberfläche der Sonne höchstpersönlich vorherrschen.
(Verfluchter Mist! Ich kann mich wirklich nicht erinnern, was in dem Topf war! Aber Glück für mich, dass das nichts zu Sache tut.)
Was aber in Wirklichkeit geschah, war dass der zweite Topf sanft gewärmt wurde, während das Sonnendings dem Rosenkohl zuteil wurde.
Mir fiel das nicht auf, weil ich in der Zwischenzeit dabei war, meinem Ferienjob als Volumenbrenner für die Vorratsdatenspeicherei nachzugehen. So geschah es also, dass die Flüssigkeit unter dem Rosenkohl in affenartiger Geschwindigkeit verdampfte und die nun in ihren trockenen Ausgangszustand zurückgeführte gekörnte Brühe langsam vor sich hin schmorte.
Meine Töpfe sind mit Glasdeckeln ausgestattet und so lernte ich bei meinem nächsten Kontrollblick, dass vor sich hin schmorende gekörnte Brühe Qualm erzeugt, der eine ölige Konsistenz und eine satte orange Färbung aufweist. Der Gestank, der dabei entsteht ist mit nichts zu vergleichen, was orange ist, irgendwann schonmal orange war oder irgendwann einmal orange sein wird.
Der Geruch ist sehr überraschend. Aber nicht so, wie ein Überraschungsei. Eher wie ein Tanklaster, dessen Fahrer in der Fahrschule gefehlt hat an dem Abend mit dem Thema "Rechts vor Links".
Den Rosenkohl konnte ich wegschmeissen, was schade war. Ich war jedoch mal wieder schlauer: Ich weiss jetzt, warum sich "Rosenkohl in gekörnter Brühe geräuchert" nicht durchsetzen konnte. Und der Topf war auch nach nur einer halben Stunde Akkopadrasur wieder in einem Zustand, in dem ich volltrunken wieder Lebensmittel in ihn legen würde.
Ich stelle also fest: Ich bin offensichtlich unfähig, mehr als zwei Herdplatten gleichzeitig in Betrieb zu nehmen. Man wird mich also nicht beim perfekten Dinner sehen. Wohl auch bei keiner anderen Kochsendung. Überhaupt scheine ich nicht für das Fernsehen geeignet zu sein. Ich glaube, von dem Casting zu der Quiz-Show, an dem ich teilnehmen durfte, habe ich auch noch nichts geschrieben.
Vielleicht ein anderes Mal.

Posted by banana at 05:37 EM | Comments (10)
Januar 18, 2008
Mein Herz funkt S.O.S. komm bitte per Express

Heute: lustige Mashups:
Einmal um die ganze Welt und die Taschen voller Geld
So siehst Du in meinen schönsten Träumen aus.

Was kann ich noch?

Ich finde, wer nach Ablauf seiner Mindestvertragslaufzeit schonmal seinen Mobiltelefonvertrag gekündigt hat und zu einem billigeren Anbieter gewechselt hat, der ist ein ganz, ganz, ganz unloyaler Typ und sollte sich nicht über Nokia aufregen. Überhaupt wird es immer schwieriger, mit Weltverbesserern umzugehen. Ich finde ja das neue Testament gar nicht schlecht, aber natürlich nur ohne Vertragsbindung. Also, ich meine die Sache mit der Schuld und den Steinen. Am besten sollte man permanent die Fresse halten. Das ist immer gutta!
Der Kollege hat eine kleine Tochter. Die Tochter hat einen kleinen Hasen. Der Hase hat einen Namen. Der Hase heisst Klopfer. Eigentlich ein angemessener Name für einen Hasen.
Gestern spielte die Tochter mit dem Hasen. Sie saß auf dem Boden und der Hase hoppelte um sie herum. Dann hoppelte er zu ihrem Arm und schnupperte daran. Da musste die Tochter sehr lachen, denn das Schnuppern kitzelte sehr.
Sie lief zu meinem Kollegen und sagte, dass sie den Hasen umbenennen wolle. Wie solle der Hase denn heissen, fragte mein Kollege. "Kitzler" war die Antwort.
Mein Kollege sagte, man könne den Hasen nicht so einfach umbenennen. Wer einmal einen Namen hat, der behält ihn auch. Er nenne sie ja auch nicht an jetzt einfach Lilli.
Dann schloss er sich im Bad ein und lachte sich erstmal aus.

Posted by banana at 04:43 EM | Comments (20)
Januar 17, 2008
Ihre Liebe war stark wie der Tobak

Ich bin gerade dabei, meinen digitalen Lebensstil etwas zu entstauben und aufzupolieren. Irgendwann werde ich mal das Design dieser schönen Seite etwas entstauben und aufpolieren, denn das Design ist - nennen wir das Kind beim Namen - scheisse. Keine Schatten, keine Luftspiegelungen, keine Metallspiegelungen, keine Epoxidharzspiegelungen, ja eigentlich überhaupt keine Spiegelungen jeglicher Couleur, wenn man ehrlich ist. Das ist ja peinlich! Wieso sagt mir das eigentlich niemand?
Unter der Haube aber ist diese Seite topfit! So fit, wie eine Gazelle, die auf der Lichtung äst. Im Hintergrund: Ein Tierpfleger mit Pferdeschwanz. Und Glatze. Hahahaha! Na, mir wird das Lachen schon noch bald mal vergehen!
Ich habe mir auf jeden Fall schonmal einen Account bei Twitter eingerichtet, auf dem man jetzt sehen kann, was ich so den lieben langen Tag mache. Nun fühle ich mich sehr modern und den modernen, digitalen Livestyle lebend. Ich bin total gespannt, was jetzt passieren wird. §§a href="http://twitter.com/bananatek">Hier bitte klickern für den Ansicht von die meine Account Twitter und neueste Nachricht von Begehenheit und Vorkommnis.§§/a> Vielen Dank!
Jetzt habe ich mein Pulver leider schon verschossen. Also, mein Digitales Livestyle Pulver. Jetzt habe ich nur noch etwas Tornadopulver aus dem Käptn Tornado Sonderheft. Aber das bringt mir ja nichts. Obwohl ich schon wüsste, wie ich diese stahlharte Nuss zu knacken hätte und das sogar ohne Lösung.
An dieser Stelle viele Grüße an Zero Sniper, der es geschafft hat, das coole Game §§a href="http://www.spackonauten.org/dst">"Der schönste Tag"§§/a> zu lösen. Dafür ein dreifaches Hut ab!
Missmutig trommele ich mit den Fingern auf der Tastatur meines Digitalnotebooks rum. Ein Gedanke blubbert in mir auf und manifestiert sich zur Gewissheit: Internet macht schlechte Laune. Internet ist auch nicht anders, als das Raucherlehrerzimmer in der Sekundarstufe 2. Aber es gibt weniger karrierte Sakkos. Als ob Sakkos einen Unterschied machen würden. Pah! Digitalpah! 50 61 68 21! sage ich da. Von den meisten Leuten im Internet will man ja gar nicht wissen, in welcher Klamotte sie vor ihrem digitalen Lifestyle-Maschinen sitzen ,während sie zombiesk mit dicken Ringen unter den Augen und um die Hüften durch das Internet mäandern. Wahrscheinlich sitzen sie da in einer ausgeleierten Büchse, die dringend mal wieder eine Waschmaschine von innen sehen müsste und dabei mampfen sie Stulle und trinken Kaffee aus dem Halbautomaten, in dem ein Löffel steht, der auch schon mal ein Lied von besseren Zeiten gesungen hat. Hinten, im Hamsterkäfig liegt ein mumifizierter Kleinnager und mahnt stumm vor sich hin. Er mahnt gegen das Vergessen und für menschliche Wärme. Wärme, die leider nicht durch das Kabel übertragen werden kann.
Und dann meinen sie wunder, was sie da tun würden. Diese Digitalmaden! Diese verschnetzten Rechtwinkler. Einmal am Tag ziehen sie sich dann was an und schalten die Videokamera ein. Aber nur so vorne ziehen die sich was an. Die Kleidung ist nur Fassade. Die scheinbar ach so ordentliche Kleidung hört in der Mitte auf. Hinten sieht man nichts von der Kleidung und unterhalb des Bauchnabels auch nicht. Weil das ist nämlich die Mentalität dieser frontalverschalten Scheinzivilisierten!
Dann gehen sie in den Chat und chatten mal eine Runde mit den Leuten, die sie für ihre Freunde halten, die erotischen Möglichkeiten, die der digitale Lifestyle verspricht immer im Augenwinkel, der ein Zwinkern vortäuscht, dass ihnen aber im Grunde im Halse stecken bleibt, wenn man sich das ganze Elend mal mit den beiden eigenen Augen auf scharf gestellt anschaut.
Da werden die virtuel angeschwollenen, zuckenden, aufgepumpten Cyber-Hoffnungen aber rucki zucki in den realen Boden zurückschrumpfen, wenn man es noch mitbekommt! Wenn man noch nicht der blendenden Sucht des digitalen Lebens anheim gefallen ist, wenn man noch nicht die fette Beute des Wahnsinns geworden ist, der mit dem Begriff "Internet" nur bis zur Oberkante Unterkiefer beschrieben ist (Allerhöchstens). Sie meinen, sie säßen auf den hohen Rössern, die auf den Schultern von Riesen gepatcht sind, aber in Wahrheit sie nur ein Häufchen Elend im Chefsessel aus Kunstleder vom Aldi und ihr analoger Horizont reicht nicht weiter als dessen Schwenkbereich! Die Binärbimbos, die auch noch denken, sie wären total auf der Höhe der Zeit, dabei können sie noch nichtmal von zwölf bis Mittag denken oder von 0 bis 1 um mal im Rahmen zu bleiben, in dem sich die innere Welt im Computergehirn so abspielt. Null und eins ist nämlich alles, was es gibt. Schwarz und weiss! Dazwischen gibt es nichts und das wollen uns diese Digitaldiktatoren dann auch noch als Fortschritt verkaufen.
Sie fühlen sich umzingelt von Freunden und gepampert von nutzvoller Information, aber geben sie dann die Zeile ein, die heisst "dück mich, hab mich lieb.", kommt dann etwa Hilfe? Nein, dann kommt keine Hilfe. Dann kommt allerhöchstens ein virtuell lustiger Spruch, den man auch schon drei mal auf german-bash.org gelesen hat, weil man nämlich nichts Besseres zu tun hat. Das ist ja dann schöne Hilfe! Vielen Dank auch! Firma dankt!
Denn für Hilfe muss man F1 drücken! Aber nur in der digitalen Pamperswelt. Internet ist, wie in die Hose kacken: Zuerst ist es schön warm.
Wenn man die grundlegenden Regeln nicht weiss, wie die Welt tickt und funktioniert und ich rede von der echten Welt, nicht von der Warcraft, Second Life und Sims-Welt, dann muss man sich auch nicht wundern, wenn man in ihr untergeht, wenn man auf dem Rücken zappelt, wie ein Käfer auf dem Trockenen. Wenn man den lieben langen Tag in siffiger Klamotte im Internet rumschlurft, dann muss man sich ja nicht wundern, wenn man nicht weiss, wie der Hase beim Brötchenkauf eingentlich läuft. Das hat namlich auch seine ganz eigenen Regeln! Und das ist nur der Anfang des Eisberges!! Da ist nicht mit lol und roflt und imho und ^^ und *duckundwegrenn*. Wenn man da nämlich *duckundwegrenn* macht, beim Bäcker nach dem Brötchenkauf, dann hat einen Ruckzuck der Schutzmann am Schaffitchen und dann kann man nur "hätte, hätte, hätte" sagen und muss unter Umständen tief in die eigene Tasche greifen, um an die eigene Nase dranzukommen. Da hat man dann nämlich mit Konsequenzen zu rechnen, wenn man eins und zwei zusammenzählen kann und nicht immer nur null und eins!
Ich bin stets korrekt gekleidet, wenn ich ins Internet gehe, denn das Internet und mein zu Hause, das sind immer noch zwei Paar Schuhe!! Das Internet ist mein Boulevard, auf dem ich mich als mondäner Weltmann präsentiere, der die Nase auf der Höhe der Zeit trägt.
Ich gehe ja auch nicht in der Joggingtüte zum Shoppingcenter. Ich trage meistens Jeans unten und oben Pulli und Überzieher um den Pulli drum herum. Unter den Jeans trage ich fest geschnürte Schuhe an den Füßen, die in geruchsneutralen Socken stecken.
Das sind doch wohl mal die mindersten sozialen Standards, auf die man sich in einer Welt, die sich zivilisiert nennt, einigen sollte. Und einigen kann, wenn man nur ein kleines Quentchen guten Willen in die Waagschale des Tages legt. Es geht doch! Schaut mich an. Hier stehe ich und sage "Es ist gar nicht so schwer!".
Scheiss Internet! Ehrenamtliche Tätigkeiten, das bringts! Positives Denken: Das bringts! Mitmachen: Das brings! Hoffnung leben: Das bringts. Zwischentöne senden und empfangen: Das bringts. Und Schuhspenden nur paarweise zusammengebunden abgeben!

Posted by banana at 06:17 EM | Comments (16)
Januar 16, 2008
Nicht aber in Spanien

Heute sind mir bis jetzt nur sehr böse Witze eingefallen. Böse und total geschmacklos.
Es ging um den Tot!
Ich werde die Witze hier natürlich nicht aufschreiben, obwohl ich weiss, dass ich mich in der Zukunft ärgern werde. Ich lese nämlich regelmäßig alle meine Beträge durch und dann denke ich mir "Sapperlot! Was war das denn wieder für ein böser Witz?". Aber das ist nunmal der Preis, den man zahlen muss, in diesem Spiel, das Leben heisst.
Ich sage mal so: Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten? Sie fliegen vorbei, wie nächtliche Schatten. Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen, mit Pulver und Blei. Die Gedanken sind frei. Und sperrt man sie ein, in finstere Kerker. Das alles sind rein vergebliche Werke, denn meine Gedanken zerreissen die Schranken und Mauern entzwei. Die Gedanken sind frei.
Gerade die zweite Strophe, die in echt die dritte ist finde ich hervorragend, weil sie den zeitlichen Ablauf so schon aufzeigt. Erst zerreissen die Gedanken die Mauern und die Schranke entzwei und dann sind sie frei. Vorher waren sie ja gefangen. Von Schranken. Und Mauern. Jetzt sind sie wieder frei. Weil sie die Schranken und die Mauern entzwei gerissen haben.
Merkwürdig in diesem Lied ist die Textstelle "Drum will ich auf immer den Sorgen entsagen und will mich auch nimmer mit Grillen mehr plagen".
Komisch. Die meisten Leute grillen doch ganz gerne. Vielleicht war der Urheber ein Euro Kraft beim Bullettenbrater.
Ok. War jetzt nicht so witzig.
Wo wir gerade bei merkwürdigen Texten sind: Der Text von "Ich bin verliebt in die Liebe" kommt auch nie so richtig ins fliegen, finde ich.
"Ich bin verliebt in die Liebe, sie ist ok-he für mich".
Das geht ja noch an, aber dann
"Ich bin verliebt in die Liebe, sie ist olé-he für mich".
Was soll das denn bitteschön heissen? Wie kann etwas olé sein? Beim Metzger zum Beispiel:

(Fragend): Ein Pfund Hackepeter bitte.
(Wiegend): Darfs etwas mehr sein?
(betrugwitternd): Ja, das wäre olé.

Ja, wir sind doch hier nicht in Spanien!
Und nicht in Mexiko, wo die Fiesta Mexicana stattfand. Nicht zu verwechseln mit dem Festival der Liebe, von dem nicht überliefert ist, wo das war. Dort wird nur vage von der "Straße ins Glück" gesungen. Und da findet sich auch diese hervorragende Textzeile: "Ja Du kamst zu mir und kaum warst Du hier, begann mit einem Mal unser Festival".
Ja, wer den Wal hat, hat die Qual, kann man da nur sagen.

Posted by banana at 05:52 EM | Comments (4)
Januar 15, 2008
Arschlochkuchen

Ach Du heilige Neune! Es gibt ein §§a href="http://www.thelordoftheringsmusical.com/home.php">Herr der Ringe Musical§§/a>. Nach dem Punk und dem Rock and Roll rotiert jetzt bestimmt auch noch der Herr Tolkien im Grab. Herr der Ringe finde ich eigentlich scheisse, aber es hat die interessantesten Fans. Ungefähr so, wie Apple Fans in unhip. Vielleicht so, wie Star Trek Fans, aber ohne Techniktunnelblick. Aber eigentlich so, wie Christen in schlau.
Ich glaube, Herr der Ringe ist das einzige Ding, bei dem der meistverkaufte Merchandising-Artikel ein Brustbeutel ist. Auf Platz zwei ist eine sehr warme Wollmütze, die auch Hals und Ohren mitwärmt. Platz drei belegt der Zauberstock von Gandalf.
Wann gibt es denn eigentlich endlich ein Star Wars Musical? So mit einer gefühlvollen Balade, vorgetragen von Chewbacca? Und mit einem zornig erregten Darth Vader, der in seiner komischen Mupfel zumzürrnt? Oder ein Ein Herz und eine Seele Musical? Mit einem sehr kleinen und sehr gemeinen Alfred?
Naja. Bei der Originalität der Deutschen würde das wohl eher auf ein Dinner for One Musical hinauslaufen.
Der Winter ist ja wirklich eine harte Zeit und es bedarf eiserner Selbstdisziplin, viel Bewegung und Krankenhausmengen an Vitamin C, um sich davon abzuhalten, sich selbst am nächsten Pfosten aufzuknüpfen.
Es ist dunkel, es ist kalt, erst kommt die Weihnachtszeit, dann kommt die Zeit zwischen den Jahren, mit all dem, was die deutsche Commedy-Szene vor dreissig Jahren hervorgebracht hat, dann kommt Dinner for One wenn man denkt, man hat den Aufmarsch an deprimierenden Faktoren überlebt, dann geht der Fasching los. Wenn man das hinter sich gebracht hat, gibt es nicht mehr viel, was einen erschüttern kann.
Ich stelle aber schon fest, dass es von Jahr zu Jahr schwerer wird.
Oft beneide ich dann die Menschen, die bei einer Karnevalsveranstaltung im Publikum sitzen und sich vor Lachen schütteln, wenn zum Beispiel eine Männergruppe im Tutu ungelenk über die Bühne stapft. Diese Menschen müssen sehr glücklich sein. Sie kennen keine Langeweile. Sich zu Unterhalten ist für sie keine Herausforderung. Wenn denen langweilig ist, dann stellen die sich einfach einen Topf Wasser auf. Wenn es ganz schlimm ist, dann holen sie Die besten Schülersprüche vom Bücherbord. Oder dieses Buch von Mario Barth.
Aber ich denke, denen ist eigentlich nie langweilig, weil irgendwie alles immer ein Problem ist und Probleme sind sehr unterhaltsam.
In der Hölle ist man übrigens angekommen, wenn die Probleme keine Probleme mehr sind, sondern Herausforderungen.
Oh, das war jetzt aber alles wieder sehr durcheinander. Hoffentlich wird mir davon nicht wieder schlecht.
Meine Mutter konnte übrigens nie kotzen. Über sechzig und hat noch nie gekotzt. Jetzt hat sie ein Narkosemittel nicht vertragen und nach einer Operation gleich zwei Tage durchgekotzt. Sie sagt, das sei eine Erfahrung, auf die sie hätte verzichten können.
Denkt da mal drüber nach, ihr komischen Typen.
Aber das nur am Rande.

Posted by banana at 06:42 EM | Comments (14)
Januar 13, 2008
Then I'll use that voice that you find annoyin'

Neulich hatte ich kurz vor der Mittagspause so richtig Lust auf Fleisch mit Erdnussgeschmack. Es war mein Glückstag, denn es gab tatsächlich Sate-Spieße mit Erdnusstunke.
Die Kombination Erdnuss und Fleisch ist eigentlich nur aus der asiatischen Küche bekannt. Das ist schade, denn die Kombination ist gut.
Am gleichen Tag gab es in der Kantine Hühnerbrust in der Corn-Flakes Kruste. Das drängte mir eine Frage auf: Kann man Fleisch nicht auch mit Erdnuss-Flips panieren und damit den erdnussigen Geschmack von Erdnüssen mit dem fleischigen Geschmack von Fleisch auf typisch westliche Art kombinieren? Was mit Corn Flakes geht, muss mit Erdnuss-Flips doch erst recht gehen.
Heute habe ich das dann mal ausprobiert.
Die Flips habe ich dazu in einem Gefrierbeutel zu feinen Krümeln zerdrückt und damit Hühnerbrustscheiben paniert. Das Panieren klappt sehr gut, ungefähr genau so gut, wie mit Paniermehl. Dann habe ich die Schnitzel in viel Butterschmalz gebraten. Das Braten klappt auch gut, kein Unterschied zu normaler Panade.
Ich freute mich schon auf den fleischig-erdnussigen Geschmack meiner Hühnerbrust in der Erdnussflipspanade und biss ordentlich zu.
Geschmacklich ist das ganze allerdings eine echte Enttäuschung. Es schmeckt leider überhaupt nicht nach Erdnüssen. Entweder bleibt der Erdnussgeschmack im Gefrierbeutel hängen und er geht beim Braten flöten. Die Flips sind ja eigentlich aus Mais und nur oberflächlich mit Erdnussmatsche aromatisiert.
Die Panade schmeckt ok, ist angenehm knusprig, aber sie schmeckt gar nicht nach Erdnüssen. Und das wollte ich doch, dass es nach Erdnüssen schmeckt!
Enttäuscht sägte ich meinen Esstisch in zwei Teile und brüllte meinen Nachbar an, er solle diesen Krach, den er Musik nennt, leiser machen, die alte Schatulle.
Hier noch ein Foto von zwei der drei Schnitzel:

Kann man machen, muss man aber nicht: Hühnerbrust in der Erdnussflipskruste.

P.S.
Morgen habe ich übrigens Geburtstag. Ich erwarte nette Glückwünsche und viele tolleeure Geschenke.

Posted by banana at 05:02 EM | Comments (29)
Januar 11, 2008
Weihnachtskrippe aus Holz mit 8 Figuren

Heute: Nicht so lustige Trash Commedy.
Türklingel: DingDong.
Eine alte Frau öffnet die Tür. Davor steht ein Mann.
Mann: Guten Tag, junge Frau.
Frau: (Hihi). Guten Tag. Aber ich bin ja nicht mehr die Jüngste.
Mann: Ach, Sie stehen doch noch gut da.
Frau: Sie sind ja ein Schmeichler.
Mann: Im Alter wird es ja auch nicht einfacher.
Frau: Das stimmt.
Mann: Vielleicht lassen die Augen nach, man kann nicht mehr alles so gut sehen.
Frau: Zum Rätselraten hat mir meine Tochter jetzt so eine Lupe geschenkt.
Mann: Sehen sie!
Frau: Und so ein Telefon mit extra großen Tasten. Und einer Notruftaste. Naja, wenn ich mal sterben muss, dann muss ich eben sterben. Dann drücke ich doch nicht auf die Notruftaste.
Mann: Ach, bis dahin haben wir ja noch ein bisschen Zeit, Frau (schaut auf das Klingelschild) Maier.
Frau: Manchmal gehts auch ganz schnell.
Mann: Frau Maier. Die Lupe und das Telefon, das haben sie ja eben schon angesprochen, das sind sogenannte Seniorenprodukte, die älteren Menschen das Leben etwas leichter machen sollen.
Frau: Also, das Telefon ist schon praktisch. Wenn ich früher die Emmy angerufen habe, dann waren da manchmal andere Leute dran.
Mann: (lacht). Jaja, wir waren alle schon mal falsch verbunden. Aber, Frau Maier, wie ist das denn im Supermarkt? Haben sie da an der Kasse manchmal Probleme, das Geld zu finden?
Frau: Ja, manchmal schon. Und mit dem Euro, da kenne ich mich ja auch nicht aus. Ist ja alles viel teurer geworden und ich bekomme nur noch die halbe Rente.
Mann: Lacht.
Frau: Meistens gebe ich dann der Frau an der Kasse mein Portemonnaie und die macht das dann für mich.
Mann: Na, da haben sie ja ganz schönes Vertrauen in ihre Mitmenschen, was?
Frau: Was soll ich denn sonst machen?
Mann: Frau Maier, damit ist jetzt schluss! Wir haben heute ein einmaliges Angebot für sie. Ein Angebot, das extra für Senioren, wie sie entwickelt worden ist.
Frau: Was ist das denn jetzt schon wieder.
Mann: Hier! Das ist unser neu entwickeltes Seniorengeld! Die Scheine sind größer, als die normalen Scheine. So kann man die Zahlen besser erkennen und sie können an der Kasse von nun an völlig selbstständig bezahlen.
Frau: Das klingt gut.
Mann: Das klingt nicht nur gut, das ist auch gut. Wir haben viele zufriedene Kunden.
Frau: Und das ist echtes Geld?
Mann: Natürlich ist das echtes Geld. Oder sehe ich vielleicht aus, wie ein Betrüger?
Frau: Nein.
Mann: Als Einführungsangebot bieten wir Ihnen hier und heute an, ihr herkömmliches Geld eins zu eins in unser praktisches Seniorengeld umzutauschen.
Frau: Kann ich mir das nochmal überlegen? Ich würde da gerne meine Tochter fragen.
Mann: Natürlich können sie sich das überlegen, aber dieses Angebot gilt nur hier und jetzt. Wenn sie zu einem späteren Zeitpunkt umtauschen wollen - und ich bin sicher, das wollen sie - dann wird es natürlich teurer. Wir haben schließlich auch unsere kosten.
Frau: Na gut. Ich sehe mal, was ich im Haus hab. (Frau ab)
Mann: (Grins fieses Betrügergrinsen).

Liebe ältere Mitbürger! Fallen sie nicht auf betrügerische Geschäfte an der Haustür herein. Es gibt kein Seniorengeld! Es handelt sich dabei nur um wertlose Farbkopien von richtigem Geld. Wenn sie mit gefälschtem Geld erwischt werden, müssen sie alle ins Gefängis! Und dahin liefert Essen auf Rädern garantiert nicht!

Posted by banana at 06:06 EM | Comments (5)
Januar 09, 2008
And the sharks swim in your eyes

§§a href="http://www.hessen.de/irj/hessen_Internet?rid=HStK_15/hessen_Internet/nav/dea/dea5072f-a961-6401-e76c-d1505eb31b65,33b500ad-820b-3711-aeb6-df144e9169fc,,,11111111-2222-3333-4444-100000005004%26_ic_uCon_zentral=33b500ad-820b-3711-aeb6-df144e9169fc%26overview=true.htm&uid=dea5072f-a961-6401-e76c-d1505eb31b65">Uiuiui.§§/a> Ich will gar nicht wissen, was passieren würde, wenn ich in Dietzenbach im Supermarkt einem älteren Mitbürger anbieten würde, ihm seine Tasche zu tragen. Wahrscheinlich würde der dann einen mit seiner betragsmäßig geringen aber schwerwiegenden Kleingeldrente gefüllten Socken aus der Jacke befördern und ihn mir links und rechts und links und rechts durch Antlitz ziehen.
Aber es ist ja der gute Wille der zählt und für seinen Krankenkassenbeitrag will man ja auch was geboten bekommen. Es ist ja schier unglaublich, was medizinisch heute alles möglich ist: Dritte Zähne, zweites Gesicht und so weiter.
Ausserdem finde ich, dass hier - und gerade hier - und ich sage das mit voller Überzeugung hier und heute - auch die Supermärkte gefragt sind.
Liebe Supermärkte: Geben sie den jungen Menschen in diesem unserem Land die Chance, das Miteinander der Generationen, der Kulturen, ja der Menschen zu verbessern: Bauen sie endlich wieder Türen in ihre Supermärkte, die man aufhalten kann. Nur so kann die Jugend ihren guten Willen, ihre Bereitschaft zum Dialog und auch ihre Dankbarkeit gegenüber den älteren Generationen zum Ausdruck bringen. Ich sage weg mit den Elektrotüren, die schon annonym und sensorgesteuert mit den Flügeln winken, wenn man sich nur in die Nähe des Einkaufswagenparkplatzeskommt. Weg mit den Drehtüren, die in stoischer Gleichmut von früh bis spät rotieren, unabhängig davon, ob ein klapprig Männlein Einlass begehrt oder nicht. Hin zu soliden, von ordentlichen Türschließern geschlossen gehaltenen Türen, die sagen "Halt mich auf, junger Mann! Damit die beiden passieren können!" (Die alte Frau und der junge Mann, der der alten Frau ordentlich grüßend die Einkäufe trägt).
Wir, die schweigende Mehrheit der Freundlichen, wollen den Kampf des Miteinanders nicht weiter gegen die Flügel der Drehtüren führen, so wie einst Don Quichotte gegen Windmühlenflügel kämpfte. Wir wollen wieder Türen öffnen können und Türen aufhalten können. Mit unserer Muskeln Kraft und mit unserer Herzen Freude.
Täglich hört man von jungen Menschen, die beim Versuch, Supermarkttüren aufzuhalten von diesen beinahe in die Ohnmacht geprügelt wurden. Ich selbst beobachtete unlängt ein Kleinkind, dass völlig überfordert seine endlosen Runden in einer maschinengetriebenen Drehtüre machte, weil es gar nicht wusste, wo es anfangen sollte mit dem Aufhalten.
Mir scheint hier ein Spalt zu klaffen zwischen Wunsch und Wikrlichkeit. Dabei sollte der Spalt doch zwischen Tür und Angel klaffen. Aufgehalten von uns, der Mehrheit der Freundlichen.
Bleibt nur noch zu fragen, wann und wo derjenige das letzte Mal tatsächlich eingekauft hat, der von den Menschen fordert, dass sie fremden Leuten Taschen tragen und Türen aufhalten sollen. Mal zwei Wochen selbst einkaufen, selbst ÖPNV fahren, statt mit überhöhter Geschwindigkeit über die Autobahn zu brausen, das wäre mal ganz sinnvoll, finde ich. Ehrlich.

Posted by banana at 05:41 EM | Comments (17)
Januar 07, 2008
The girl's a super freak

Wann haben eigentlich alle damit angefangen, nervige Mittelaltermusik zu machen, wo doch alle, die nervige Mittelaltermusik machen damit angefangen haben, bevor alle damit angefangen haben?
Des will mir nett in de Kopp!
Und darüber hinaus:
Was ist das denn eigentlich?
Das Läuft auf MTV (wohlgemerkt, das ist die Abkürzung für Music Television) eine Sendung, bei der es um folgendes geht:
Die Eltern sind unzufrieden mit dem Freund ihrer Tochter. Daraufhin wird ein Reigen von jungen Männern bei ihnen vorstellig, aus dem sich Mutter und Vater jeweils denjenigen Partner heraussuchen, den sie für ihre Tochter am geeignetsten halten. Diese beiden jungen Männer dürfen dann ein Date (sic!) mit der Tochter haben, das die Eltern zusammen mit dem aktuellen Freund der Tochter am Fernsehapparat verfolgen. Nach den beiden Terminen muss sich die Tochter dann für einen der drei jungen Männer entscheiden. Der soll dan ihr Herzblatt sein.
Ach Du heilige Neune! Nach dem Punk rotiert jetzt auch noch der Rock and Roll im Grad, dass ich mir ernsthaft Sorgen um die Erderwärmung machen muss. Der arme Rock and Roll! Jetzt suchen auf seinem eigenen Sender schon die Eltern die aktuellen Freunde für ihre Töchter aus und die machen das auch noch mit, die Töchter.
Ach Du dicker Bimbam! Wahrscheinlich habe ich da mal wieder etwas komplett falsch verstanden, aber in meinem - zugegebenermaßen nicht auf dem neuesten Stand reitenden - Gehirn war MTV immer sowas, wie der Sender für Leute, die sich für cool halten. Und dann sowas. Mutti und Vati als Torwächter vor den sieben Silikonbergen.
Wahrscheinlich habe ich sogar gar nicht mal so Unrecht und es ist wirklich cool, sich den aktuellen Freund von den Eltern aussuchen zu lassen und zwar nach Zukunftschancen.
Ach Du grünes Ei!
Da kann es natürlich nicht überraschen, dass die von den Eltern ausgesuchten Typen zwei totale Oberlullies waren. Und da kann es auch nicht überraschen, dass sich die Tochter am Ende für den Latin Lover entschieden hat. Da ist dann wenigstens zu Hause erstmal alles in Ordnung. Ja, das war einer von denen, den die Eltern ausgesucht haben und nicht der ehemals-aktuelle Freund.
Der ehemals aktuelle Freund sagte dann aber, dass er jetzt glücklich sei, weil er endlich mehr Zeit für die Dinge habe, die ihm Spaß machen. Dabei leerte er eine Flasche Bier.
Ich habe also noch etwas Hoffnung, dass das ganze nur gestellt war. Naja, aber es gibt genügend Leute, die das trotzdem für voll nehmen. Man muss sich ja nur Wrestling anschauen. Oder Wahlkampf.
Es fällt mir ja nicht leicht, dass zu sagen, aber ich glaube, da ist Britney wirklich noch etwas mehr Rock and Roll.
Wobei. Nein. Nicht wirklich.

Posted by banana at 05:40 EM | Comments (7)
Januar 02, 2008
Barbara, komm mit mir nach Afrika

Jetzt habe ich schon fast zwei Wochen am Stück schlechte Laune, unterbrochen nur von einem lustigen Kegelabend, der allerdings die Laune an den zwei darauf folgenden Tagen zu neuen Tiefstständen prügelte, die sich an den folgenden Tagen nur widerwillig wieder in gewöhnliche schlechte Laune verwandelten. Nein, das ist kein Rekord, sondern bestenfalls obere Mittelklasse, ihr Anfänger.
Aber wie ich da in meiner Jurte zum Miesen Peter saß, las ich gestern die vielversprechende Überschrift eines Artikels, die mir Beistand darin versprach, wie ich meine guten Vorsätze für das neue Jahr am besten einhalten und umsetzen könne.
Guter Vorsätze, dass ist die Nebellampe des Vorausfahrenden, der uns schon irgendwie aus der Suppe herausbefördern wird.
Ja, natürlich habe ich gute Vorsätze für das neue Jahr. Ich habe mich da an den Klassikern orientiert. Nichts Aussergewöhnliches, keine Experimente und nichts besonders Originelles. Macht nur Arbeit, die Originalität.
Selbstverständlich bin auch ich willfähriges Opfer der menschlichen Eigenschaft, große Belohnungen in der Zukunft (vgl. Adonis) gerne gegen kleinere Belohnungen in der Gegenwart (vgl. Erdnussflips) einzutauschen, bin aber von aussen kommender Hilfe gegenüber nicht abgeneigt. Zumindest von der Idee her. Ich überzeuge mich darüber hinaus gerne immer wieder davon, dass alle ausser mir keine Ahnung haben.
Mit entsprechender Erwartungshaltung und noch immer schlechter Laune begann ich, den Artikel zu lesen.
Ich erfuhr, dass man in den Vereinigten Staaten gute Erfahrungen damit gemacht habe, Schülern, die zu unregelmäßigen Schulbesuchen neigen, dadurch zur Unterrichtsteilnahme zu bewegen, indem man ihnen finanzielle Anreize bietet. Wenn das Früchtchen also beispielsweise nur 25% des Unterrichts schwänzt, dann bekommt es dafür 50 Dollar. Also nicht für das 25 prozentige Schwänzen, sondern für die 75 prozentige Teilnahme.
Ja, das leuchtet ein. Geld ist geil. Geld ist praktisch. Es nimmt nicht viel Platz weg, es wird nicht schlecht und man kann es in praktisch alles andere eintauschen. Finanzielle Anreize sind also ein erfolgreiches Mittel, um längerfristige Ziele einfacher zu erreichen.
Jetzt muss ich mir nur noch jemanden suchen, der mich dafür bezahlt, dass ich Sport treibe.
Ich glaube, ich habe den Haken an der Sache gefunden.
Was ich nicht gefunden habe, ist der Sinn hinter der Frage, ob man gut rübergekommen sei. Ich persönlich hatte bis jetzt beim Übergang von einem Jahr zum anderen noch nie Probleme. Natürlich hatte ich schon Probleme in der Silvesternacht und vor allem auch am Neujahrstag, aber die hingen nur mittelbar mit dem Übergang von einem Jahr ins nächste zusammen und fanden ihre Ursache meistens darin, dass ich der Meinung war, dass es eine wahnsinnig gute Idee wäre, mit den ganzen total netten Leuten noch ein weiteres Bier zu trinken.
Den Augenblick selbst, also den Augenblick, wenn alle Zeiger ganz oben auf der Uhr ganz genau übereinander stehen, empfand ich nie als problematisch oder fordernd. Irgendwie stand dann auf einmal einer der Zeiger, meistens der längste, nicht mehr über den anderen und ab da war man dann rübergekommen.
Null Problemo.
Es hob zwar sehr oft Geschrei an, aber fast ausschließlich war das Freundenjubel. So etwas, wie "Oh mein Gott! Garry hat es nicht geschafft!" habe ich noch nie gehört. Es spielten sich auch keine Szenen vom Schlage des "Bruce! Ich schaffe es nicht, ihr müsst ohne mich weiter" ab.
Nachrichten am Neujahrsmorgen, die ungefähr so lauten, sind auch selten: "Berlin. Wieder haben es zahlreiche Menschen nicht ins neue Jahr geschafft. Das Innenministerium schätzt die Zahl auf 20.000. Genaue Zahlen werden erst im Laufe der Woche erwartet."
Obwohl - wenn ich so drüber nachdenken, dann wäre das für das persönliche Wohlergehen und auch für die Rentenkasse nicht immer von Nachteil gewesen. Hat eben alles zwei Seiten.
Ach - bevor ich es vergesse - mit den Leuten, die einem einen "Guten Rutsch" wünschen, habe ich meinen Frieden gemacht. Es ist einfach sehr praktisch und geht schön schnell. Jetzt muss ich nur noch meine Abneigung gegen diejenigen ablegen, die sich schon ab Anfang Dezember mit den Worten "Und - falls wir uns nicht mehr sehen sollten: Schöne Weihnachten und guten Rutsch" verabschieden. Und das wird ein hartes Stück Arbeit. Vielleicht suche ich mir schonmal einen Sponsor.

Posted by banana at 06:12 EM | Comments (26)
Januar 01, 2008
Die Sonne steht am Horizont und Du stehst neben mir

Hoopie! Hoopie! Endlich ist sie verbei, diese doofe WeihnachtenZwischenDenJahrenSylvesterZeit. Kann ich nicht ausstehen. Wird jedes Jahr schlimmer. Das Jahr ist schon abgehakt, ich kann mich nicht motivieren irgendwas zu machen, mein Antrieb geht gegen null und ich hänge die ganze Zeit vor dem Fernseher.
Das macht die Misere aber nicht besser. Eher schlimmer. Während Weihnachten sehr Lindgren-lastig ist, dominiert zwischen den Jahren merkwürdigerweise Abba, die dann zu Silvester an Loriot übergeben. Dinner for one ignoriere ich mal, weil es mich an den Rand der Selbstverletzung treibt. Silvester im TV ist so derartig penetrant lustig, dass es mein Jahresendvegetieren zur Agonie steigert. Nun ist es aber vorbei, die Tage werden länger und es geht aufwärts. Das hat auch die Frau Merkel gesagt.
Zum Jahresende gibt es im Fernsehen ausserdem immer die unvermeidlichen Jahresrückblicke und Bestenlisten-Shows. Ich habe mir die Show der beliebtesten Party-Lieder angeschaut. Bis kurz vor Schluss verlief das Programm ohne Überraschungen. Dann aber, kurz vor oder kurz hinter der Grenze zu den Top Ten sorgte ein bei mir ein beliebtes Party-Lied allerdings für Verwunderung. Es handelte sich um ein Lied von Andrea Berg, dass den schönen Titel "Die Gefühle haben Schweigepflicht" trägt. Das Lied kannte ich noch gar nicht! Dabei ist es doch eines der beliebtesten Party-Lieder überhaupt. Ich kann mir die Parties, auf denen "Die Gefühle haben Schwiegepflicht" läuft jedoch sehr gut vorstellen. Will ich aber nicht.
Bemerkenswert finde ich, dass ein Lied, in dem das relativ sperrige Wort "Schweigepflicht" vorkommt zu derartiger Beliebtheit gelangen kann, vor allem, weil das Wortungetüm sogar im Titel vorkommt (vgl. Luftaufsichtsbaracke).
Ich habe mir dann mal den Text des Liedes durchgelesen, weil ich herausbekommen wollte, warum die Gefühle Schweigepflicht haben, aber meiner Meinung nach findet sich in dem Text kein Hinweis auf den Grund.
Na, das neue Jahr fängt ja toll an. Lauter neue Sachen, deren Sinn mir niemand plausibel Erläutern kann: Online-Durchsuchung, Vorratsdatenspeicherung und Schweigepflicht für Gefühle.

Posted by banana at 04:21 EM | Comments (5)
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