Dezember 29, 2007
Wo wohnt eigentlich dieser Timo Beil?

Die Serie "Das A-Team" finde ich sehr gut. Sie hat alles, was eine gute Serie braucht: Tempo, Spannung, Action und Schauspieler. Was ich aber nicht so gut finde, ist dass man manchmal den Eindruck bekommt, als könne man mit Gewalt Probleme lösen.

Posted by banana at 07:38 EM | Comments (7)
Dezember 27, 2007
Was wäre die Welt ohne Allradantrieb?

Ich glaube, der Erfinder der Frisur war eindeutig das Mammut. Schon sehr früh in der Geschichte trug das Mammut eine Frisur, die unter anderem, das Vorbil für die Frisur von Noel Gallagher war. Alle anderen Lebewesen hatten zu dieser Zeit noch gar nicht an Frisuren gedacht. Dinosaurier zum Beispiel hatten überhaupt keine Haare und Frisur ohne Haare? Das geht doch wirklich nicht!
Ist das wahr?
Was ist denn dann mit der Glatze? Ist das vielleicht keine Frisur?
Doch. Eine Glatze ist eine Frisur, aber ohne Haare kann es auch keine Glatze geben. Die Glatze füllt den leeren Raum aus, den die Haare erst geschaffen haben. Die Dinosaurier hatten also keine Glatze, weil die Glatze da noch nicht erfunden war. Ist doch logisch. Da musste erst das Mammut kommen und sie erfinden. Nie mehr war die Welt so, wie vorher. Ist doch auch logisch. Die meisten Menschen behaupten ja, das Pferd hätte den Pony erfunden, aber ich schreibe auch diese Erfindung dem Mammut zu. Jetzt sagen wieder die Leute "Woher will dieser komische Typ denn wissen, dass die Mammuts eine Frisur hatten und dass die Mammuts einen Pony hatten?". Tja. Ich weiss es eben. Zufälligerweise hat man ja auch ein komplett eingefrorenes Mammut im ewigen Eis gefunden. Und weil Eis eben durchsichtig ist, konnte man auch die Frisur/Pony sehen. FrisurSchrägstrichPony FrisurSläschPony.
Und nach diesem Vorbild schnitten sich dann auch die Steinzeitmenschen die Haare, weil sie fanden, dass so ein Mammut irgendwie cool und stylish rüberkommt.
Was ich aber nicht weiss, ist, womit die Steinzeitmenschen ihre Haare geschnitten haben. Scheren hatten die ja keine, die Steinzeitmenschen.

Posted by banana at 06:01 EM | Comments (6)
Dezember 23, 2007
Murph, Murph, Murph!

Zu Recht fast in Vergessenheit geratene Volksweisen: Jetzt gang I ans Brünnele (trink aber net).
Zu Unrecht immernoch laufende Fernsehwerbung: Die Vegetarierin und ihr Kater.
Ich fasse kurz zusammen: Eine Frau hat eine Katze. Die Frau ist Vegetarierin, die Katze ist ein Kater. Logisch. Muss ja ein Kater sein. Wenns eine Katze wäre, dann wäre die wahrscheinlich sowieso auch Vegetarierin.
Die Frau scheint dem Kater aber irgendwie übel zu nehmen, dass er gerne Fleisch isst. Sie muss ihm nämlich immer das Fleisch zurechtschnippeln und das ist natürlich für Vegetarier nicht so schön, weil die sich lieber von toten Tieren fernhalten. Ist ja auch völlig in Ordnung. Dann aber hat die Frau irgendwann dieses neue Katzenfutter entdeckt, dass irgendwie schon geschnitten ist und das kauft sie jetzt und muss nicht mehr selbst Kadaver schnetzeln. Das Futter, so sagt die Frau, habe ihre Beziehung gerettet.
Ich finde das aber auch wirklich rücksichtslos und total unsensibel von dem Kater, dass er nicht freiwillig auf vegetarische Kost umsteigt. Das wäre ja wohl das Mindeste gewesen! Dieses egoistische Vieh! Und von der Frau finde ich es irgendwie total gut, dass sie irgendwann ganz von selbst rausfindet, dass es nach so langer Zeit endlich Katzenfleischfutter gibt, dass man nicht mehr selbst zu Hause in kleine Stücke schneiden muss. Das ist ja mal wirklich was neues und mich wundert es ehrlich gesagt ein wenig, dass da nicht schon früher jemand drauf gekommen ist. Und von der Frau finde ich es auch irgendwie total super, dass sie sich auf eine Katze als Haustier einlässt, obwohl sie doch weiss, dass Katzen ja Fleischfresser sind. Beinahe hatte sie das Tier mit seinem Verhalten über den Rand ihrer persönlichen Toleranzschwelle hinausgetrieben, aber dieses neue Katzenfutter hat ja zum Glück das Kind nochmal geschaukelt. Wie man so schön sagt.

Posted by banana at 11:18 FM | Comments (5)
Dezember 21, 2007
Sulaika tanzte auf mich los

Gestern Abend irgendwann vergessen den Fernseher umzuschalten und dann einer Talkshow-Zusammenfassungssendung begewohnt. Thema waren wohl Menschen, deren Strategie zur Konfliktlösung darin besteht, den anderen erstmal auf die Fresse zu hauen. Und die das auch völlig ok finden.
Der Moderator fragte den einen, was denn zum Beispiel ein Grund sei, einem anderen ein paar auf die Omme zu klopfen. "Na, wenn der zum Beispiel meine Mutter beleidigt" war die Antwort. "Aber der kennt Deine Mutter doch gar nicht" hakte der Moderator nach. "Doch, wenn der zum Beispiel Hurensohn sagt".
Ok, ist auch eine Logik. Das war natürlich nicht der genaue Wortlaut. Ich weiss nicht, ob der "zum Beispiel" als Konzept kannte. Den Grund hat er sich bestimmt auch bei jemand ander abgeschaut.
Es ist ja wirklich erstaunlich, mit wieviel Toleranz dummen Menschen begegnet wird. Wegen den ganzen Dummen müssen die weniger dummen nämlich ganz schöne Einschnitte in Kauf nehmen, weil natürlich Gesetze so gemacht werden, dass auch der letzte Klappspaten vor sich selbst und die anderen vor ihm geschützt werden. Auch die Dummen. Das ist wie bei den Tempobeschränkungen. Sicher, bei Hagel, Nebelwänden und Schneegestöber über Eisglatter Fahrbahn mag es für unsere älteren Mitbürger, die vielleicht nicht mehr über Adleraugen und Leopardreflexe verfügen sicher sinnvoll sein, in dieser Kurve nicht schneller, als 60 zu fahren, aber im Hochsommer würde die unter Umständen auch 80 vertragen.
Schild ist aber Schild, Gesetz ist Gesetz und Depp ist Depp.
Gerecht ist das aber irgendwie nicht. Naja, ist halt Demokratie.
Oder nehmen wir mal die sogenannten "Killer Spiele". Ich finde die blindaktionistische Verbieterei ja wirklich völlig überzogen und halte die am lautesten schreienden Verbieter auch nicht wirklich für Kompetent. Aber neulich erzählt mir ein Freund, der Lehrer ist, dass seine zwölf- oder dreizehnjährigen Schüler auf dem Schulhof rumrennen und sich gegenseitig mit den Fingern aufgesetzte Kopfschüsse verteilen, "Ich knall Dich ab" rufen und so weiter, weil sie das nach eigener Aussage im Spiel so gespielt haben.
Tja. Und wegen solchen Deppen und ihren Geschwisterdeppen, die ihnen die Spiele geben, werden wir irgendwann sowas nicht mehr spielen können. Deswegen wundere ich mich ein bisschen, wieviel Toleranz den Dummen immer entgegengebracht wird.
Die Frage ist natürlich, was man gegen die ganzen Deppen unternehmen sollte. Einfach schlaumachen scheint ja irgendwie nicht zu funktioniern. Man könnte ihnen aber zum Beispiel einfach aufs Maul hauen. Womit wir wieder beim Thema wären.
Man muss sie nur irgendwie dazu bringen "Hurensohn" zu sagen.

Posted by banana at 06:24 EM | Comments (2)
Dezember 20, 2007
Das Wort Geschmacksträger kann ich auch nicht mehr hören

§§a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/231/148875/">Das hier§§/a> ist ja interessant. Das ist also eine Ohrfeige für einen Abmahn-Anwalt.
Wenn ich das richtig verstehe, dann ist folgendes passiert: Ein Anwalt beschuldigt einen Mann, illegal Musik-Files getauscht zu haben. Es wird ein Vergleich angeboten, der den Mann mehrere tausend Euro kostet. Gleichzeitig wird etwas gedroht, damit der Mann dem Vergleich eher zustimmt. Der Mann kann aber beweisen, dass er keine Files illegal getauscht hat, woraufhin die Anwälting des Mannes den Abmahn-Anwalt auffordert, alle Ansprüche fallen zu lassen. Das macht der aber nicht. Die Anwältin verklagt dann den Abmahn-Anwalt auf Schadensersatz und bekommt Recht.
Und das ist dann eine Ohrfeige für den Abmahn-Anwalt.
Aha.
Ich beschuldige also eine Person, etwas getan zu haben, was sie nicht getan hat. Gleichzeitig stelle ich völlig überzogene finanzielle Forderungen. Die Person kann beweisen, dass sie es nicht getan hat. Trotzdem trete ich nicht von meinen Forderungen zurück. Ich werde verklagt und die andere Seite bekommt Recht. Und das ist dann eine Ohrfeige.
Muss also aussergewöhnlich sein. Cool. So einfach kann man Geld verdienen.
"Ei Du! Du hast mir auf die Fresse gehauen. Gib mir tausend Euro, dann sind wir quit! Wenn Du mir das nicht gibts, dann hole ich meinen großen Bruder. Der ist Bundeswehr."
"Ich hab Dir nicht auf die Fresse gehauen."
"Egal. Gib mir trotzdem tausend Euro!"
Cool. Dann muss man dieses lästige Arbeiten nicht mehr machen.
Aber - wie gesagt - wahrscheinlich habe ich da wieder etwas grundsätzlich falsch verstanden.

Posted by banana at 06:18 EM | Comments (5)
Dezember 19, 2007
I'm your browser. I'm your browser, don't you know?

Ich habe gerade im Fernsehen erfahren, dass "Dinner Cancelling" ein neuer Trend ist.
Bei uns hieß das früher immer "Ohne Abendbrot ins Bett".
Ausserdem hat es jetzt auch das Haus erwischt, in dem ich arbeite: Im Foyer darf nicht mehr gerraucht werden. Jetzt weiss ich nicht genau, auf welcher rechtlichen Grundlage das ganze fußt, aber ich vermute, dass es als gastronomischer Betrieb eingestuft ist, weil dort auch Kaffee und Belegte Brötchen verkauft werden.
Seitdem das Rauchverbot in Kraft ist, ist an der Kaffeebar wesentlich weniger los. Da wird also etwas passieren können.
Wollte man einen Raucherbereich haben, so müsste der - wenn ich mich richtig erinnere - klener sein, als der Nichtraucherbereich sein und er müsste von diesem abgetrennt sein.
Das wird in der Lobby etwas schwierig, weil sie hinaufreicht bis in den vierzehnten Stock. Das sind so etwa 50 Meter.
Ich finde, die beste Lösung wäre es, einen großen Schornstein in das Foyer zu bauen, in den sich die Raucher stellen können. Den beliebten Kamineffekt kennen wir ja schon von den Gangtüren, denen der Luftzug speziell in den oberen Etagen gerne die Gläser aus dem Rahmen haut.
Wenn dann der Luftzug im 50 Meter Schlot so richtig gut zieht, dann verkürzt sich auch die Zigarettenlänge in den Sekundenbereich. Das würde bestimmt auch dem Arbeitgeber gefallen.
Vielleicht verlegt man den Kaffeeverkauf aber auch einfach ins freie. Das Foyer ist ohnehin derart zugig, dass es für die Angstellten keinen großen Unterschied machen sollte. Die sind Kummer gewöhnt.

Posted by banana at 07:34 EM | Comments (6)
Dezember 17, 2007
Dad's not a Punk

Aus: Gespräche mit banana. Heute: Nach dem Urlaub.
bna: Findet ihr eigentlich, dass es sehr weihnachtet?
dk1: Ja.
dk2: Ja. Vor allem da vorne, der Schornstein, der raucht so romantisch.
bna: Da neben dem einen Schornstein, neben dem fetten grauen Ding, da leuchtet so ein Drahtweihnachtsbaum.
dk2: Wo?
bna: Da.
dk2: Aha.
bna: Als ich das heute morgen gesehen habe, da habe ich mir auch gedacht "Bonjour Tristesse".
dk2: Aha.
dk1: Ist ja auch komisch, wenn man das so in der Zeitung liest. Die ganzen Leute. Kaum haben die sich getrennt, dann haben die schon wieder jemand Neues.
bna: Ja, wie der Oliver Geissen und die Tina Plate.
dk1: Sind die jetzt zusammen oder wie?
dk2: Ja klar!
bna: Liest Du keine Gala oder was?
dk1: Genau!
dk2: Nö.
bna: Dann lies mal die Gala, damit Du hier mitreden kannst, wenn sich erwachsene Männer unterhalten.

Lange Zeit habe ich in Fragebögen in das Feld, in das man seine Profession schreiben sollte, "Kosmonaut" geschrieben. Geht ja niemanden was an, dass ich in Wirklichkeit String-Metzger bin. Irgendwann fand ich das aber nicht mehr lustig und sattelte auf "Erfinder" um. In Zukunft werde ich aber einfach "Abenteurer" eintragen. Das hat so etwas Verwegenes.
Ja, ich weiss, dass als Zugehöriger des westlichen Kulturkreises eigentlich hätte "Astronaut" und nicht "Kosmonaut" schreiben sollen, aber das war mir zu abgeschmackt. Wie etwas weiter oben erwähnt geht es - und ging es schon immer - auch um Verwegenheit. "Astronaut", das klingt nach Funkkontakt, güldenen Sonnensegeln, persilweissen Raumanzügen und kalkulierbarem Restrisiko. "Kosmonaut" aber - das klingt nacht Alufolie, Staubsternen, Bleistiften und fassungslosen Gesichtern der Angehörigen.
Schon als Jugendlicher und Gitarrist im Kirchenchor war ich mir dieses terminoligischen Unterschiedes bewusst und deswegen schlug ich vor, die Textzeile zu ändern, die beschrieb, dass Gottes Liebe weiter als der Kosmos sei. Es müsse doch heissen, so argumentierte ich, dass Gottes Liebe weiter als der Astro sei, aber man ging nicht auf mich ein und konzentrierte sich stattdessen weiter darauf, die Pausen zwischen den Strophen so zu gestalten, dass der Anfang der nächsten Strophe für alle Mitwirkenden möglichst überraschend kam. Ein Umstand übrigens, dem ich einen nicht zu vernachlässigenden Anteil an meiner Spontaneität zuschreibe, aber das nur am Rande.
Jaja, die guten alten Zeiten. Damals war mein Lieblingsakkord noch H7. Heute stehe ich aber eher auf D-Moll. Das ist übrigens der Lieblingsakkord von vielen Musikern, aber man kann eben nicht immer so, wie man will. Man hat ja schließlich auch ein Publikum zu bedienen.

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Dezember 10, 2007
Here we am: Rocky and the Hurricane

Junge, Junge, Junge, Junge, Junge, Junge, Junge!

Posted by banana at 10:16 FM | Comments (20)
Dezember 06, 2007
Wie sind so Menschen im Kopf bitte getsrickt?

Aus: Gespräche mit banana. Heute: Missmanagement.
bna: War bei Euch in der Abteilung heute auch der Nikolaus?
gadtm: Ja.
bna: Also, bei uns war nicht wirklich der Nikolaus. Aber unser Chef hat den Nikolaus auf dem Weg zur Arbeit getroffen und da hat er ihm die Geschenke für uns mitgegeben.
gadtm: Das ist ja praktisch.
bna: Ja, das musste der Nikolaus nicht extra herkommen. Der hat ja viel zu tun, an so einem Tag, wie heute.
gadtm: Bei uns war der Nikolaus schon ganz früh. Eigentlich ist das ja doof.
bna: Stimmt. Der Nikolaus hätte auch Deinen Chef treffen müssen, dann hätte er nicht extra herkommen müssen, wo der doch so viel zu tun hat.
gadtm: Da hat er sich bestimmt ganz schön geärgert, der Nikolaus.
bna: Was man nicht im Kopf hat, muss man in den Beinen haben.

Wer viel Langeweile hat, zum Beispiel über die Feiertage, in der besinnlichen Zeit, in der Zeit zwischen den Jahren (zwischen 2007 und 2008, in der Twilight Zone), der kann sich mal ein paar Diskussionen über Vornamen durchlesen. Zum Beispiel gibt es §§a href="http://www.baby-vornamen.de/Jungen/K/Ke/Kevin/">hier§§/a> interessante Anmerkungen zum Namen Kevin. Da wird sich darüber geäussert, ob der Name eines Menschen Rückschlüsse über dessen sozialen Stand zulässt. Was immer der soziale Stand ist. Ich kenne nur den asozialen Stand und das ist der, den alle einnehmen, die bei einem Konzert vor mir sind.
Da wird auch behauptet, dass viele Personalabteilungen auf die Namen der Bewerber gucken würden. Aha! So ist das also. Da wissen wir jetzt ja endlich, wer am Fachkräftemangel schuld ist! Ja, genau der Fachkräftemangel, der jedes Jahr Hunderttausendbillionenmack kostet! Es sind die Personalabteilungen! Da gibt es Millionen qualifizierter Menschen, die das Land retten wollen, aber sie bekommen einfach keinen Job, weil sie Kevin heissen. Das ist tragisch. Sehr tragisch. Und traurig. Für unser Land. Oft müssen ja diejenigen die Suppe ausbaden, die sie sich gar nicht eingelassen haben. Das ist schade, aber es gibt eben keine Gerechtigkeit auf der Welt. Die Gerechtigkeit ist ein Eimer mit roter Farbe, auf den jemand "Blau" geschrieben hat. So sieht das nämlich aus.
Mal sehen, wann der Mensch übel beschimpft wird, weil er in seinem Garten Weihnachtsschmuck aufgebaut hat, der den halben Ausstoß eines Braunkohlekraftwerkes an Strom verbraucht. Ist ja sehr in Mode. Also das aufbauen von Weihnachtsschmuck im Garten. Und das Beschimpfen von CO2 Säuen. Braunkohlekraftwerke sind nicht so in Mode. Die haben ein schlechtes Image.
Ein gutes Image haben CO2-Berater. Die kommen in die Haushalte und sagen den Leuten, dass ihre Wäschetrockner zuviel CO2 produzieren. Die Leute sagen dann "Oh! Dann verkaufe ich mal lieber diesen Wäschetrockner". Aber der CO2-Berater sagt dann "Nein! Das ist ein böser Wäschetrockner! Wenn sie den verkaufen, dann produziert der bei seinem neuen Eigentümer ja munter weiter CO2! Sie müssen den Wäschetrockner verschrotten lassen und sich einen neuen Kaufen, mit besserer Energieeffizienzklasse". Die Leute sagen dann "Danke, lieber CO2-Berater! Das machen wir sofort!"
Das CO2-Beraten scheint ein lukratives Geschäft zu sein. Ich glaube, ich werde mich auch in diese Richtung umschulen lassen. Allerdings werde ich mich schon für den Nachfolger fit machen. Ich werde nämlich CO3 Berater.

Posted by banana at 06:29 EM | Comments (7)
Dezember 04, 2007
Geisterjäger Bernd Kubinsky Teil 6

Gerade als Geisterjäger Bernd Kubinsky sein Hausboot verlassen will, um bei der Firma Wenger mal so richtig mit der Tür ins Haus zu fallen und auf den Putz zu hauen, dass es spritzt, dass es eine Art hat, klingelt das Telefon auf die gewohnte Weise.
"Nanu?" denkt sich Geisterjäger Bernd Kubinsky und "Wer kann das denn nur sein?"
Kubinsky nimmt den Hörer in die Hand und sagt "Hallo?"
"Wer ist denn da?" kommt eine Stimme aus dem Hörer.
"Die gleiche Frage könnte ich ja wohl auch stellen." sagt Bernd Kubinsky in einem unfreundlichen, ruhigen aber zugleich festen Ton, der ausdrücken soll, dass mit ihm nicht gut Kuchen essen ist. Noch nichtmal, wenn man man sich noch gar nicht sicher ist, wer er eigentlich ist.
Bernd Kubinsky mag es, wenn die Karten auf dem Tisch liegen. Deswegen spielt er auch lieber Kanasta, als Quartett. Er ist auch ein Freund von klaren Verhältnissen. Deswegen mag er lieber Klosbrühe als Rumgedrugse. Rum gegenüber ist er allerdings nicht abgeneigt, obwohl Rum eigentlich nicht zu den klassischen Klaren zählt.
"Hier ist der Zirkus Conelli." sagt die Stimme.
Bernd Kubinsky verzichtet auf den ewig gleichen Diskurs, dass der Mann ja wohl kein Zirkus ist und tut nur einen Seufzer, der andeuten soll, dass noch nicht alles gesagt ist, er aber kein Interesse daran hat, zu sagen, was zu sagen ist.
"Wenn ich jetzt bitte erfahren dürfte, mit wem ich es zu tun habe." sagt die Stimme. Sie klingt ungeduldig.
"Kubinsky, Bernd, Geisterjäger, Germany."
"Gut! Naja, nicht gut, wir haben nämlich ein Problem mit einem von unseren Clowns."
"Aha" sagt Kubinsky. Er ist ganz Ohr, sein Geisterjägergehirn ist hundert Pro auf Empfang geschaltet. Ihm wird nichts entgehen von den Informationen, von denen der alte Geisterjäger annimmt, dass sie bald via Telefonleitung bei ihm ankommen würden.
"Ein geisterbezogenes Problem, wie ich annehme?" fragt er geschickt.
"Ja." kommt die Antwort.
"Sind Sie sicher?" insistiert er.
"Wie meinen Sie das?" fragt die Stimme. Im Hintergrund hört man die Knackgeräusche, die entstehen, wenn jemand an beim Fingernägelkauen mit den Zähnen aufeinanderbollert.
"Vielleicht sind sie nur so ein Spinner, der sich einbildet, ein geisterbezogenes Problem mit einem seiner Clowns zu haben. Oft werde ich von Spinnern angerufen und dann stellt sich heraus, dass es gar kein Problem gibt. Und ich bleibe dann auf den Fahrtkosten sitzen."
"Das ist ja unerhört!" sagt die Stimme in einem Ton, der Empörung ausdrücken soll und das auch ganz gut hinbekommt, wie Kubinsky meint.
"Ja, das finde ich auch." Im Gedanken fügt Kubinsky hinzu "Bei den Benzinpreisen heutzutage", aber er sagt es nicht, denn Bernd Kubinsky ist kein Mann vieler Worte er ist eher ein Mann vieler gejagter Geister, die seinen Weg säumen, wie ein Saum die Stoffkante.
"Kommen Sie jetzt vorbei, oder nicht?"
"Oder nicht." sagt Kubinsky. Er mag es, seine Bittsteller am Haken zappeln zu lassen, wie ein Fisch am Haken.
"Wollen Sie sich die Sache nicht wenigstens mal ansehen. Sie sind meine letzte Hoffnung." sagt der Mann. Sein Ton ist jetzt nicht mehr so empört und fordernd. Eher etwa so groß, wie eine Kidneybohne. Mit Hut. Die Knackgeräusche haben aufgehört, vermutlich, weil der Mann jetzt mit beiden Händen den Telefonhörer umklammert. "So klingt Verzweifeltheit" denkt Kubinsky. Kubinsky ist kein Mensch der korrekten Substantivierung von Adjektiven.
"Ich komme später vorbei. Aber noch vor der Geisterstunde. Ich habe nämlich auch noch andere Dinge zu tun, als ihre Clownerien."
Da ist der Mann aber erleichtert und er sagt auch nichts, wegen dem Seitenhieb von wegen Clownerien, den Kubinsky im letzten Satz noch so schnell mal eben aus der Lameng hinterhergewischt hat. Kubinsky notiert die Adresse des Zirkusses. Er will sich die Sache mal genauer anschauen, aber zuerst will er sich den Braten bei der Firma Wenger mal ansehen, denn er ist sich ziemlich sicher, dass man ihm nicht trauen kann. Zumindest riecht er so.
Bei der Firma Wenger angekommen, steht der Geisterjäger Bernd Kubinsky am Empfang. Aber der Empfang, der ihm hier bereitet wird, ist nicht warm, sondern eher kalt. Kubinsky ist das aber gewohnt, denn Geister sind Kaltblüter. Er lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.
"Ich möchte die Geschäftsleitung sprechen!"
"Tut mir leid, Herr Doktor Braten ist zur Zeit in einer sehr wichtigen Besprechung" sagt die blutjunge Empfangsdame.
"Momentchen mal!" denkt Kubinsky. "Seit wann weiss denn die Empfangsdame, was der Chef gerade macht? Und seit wann wird die Firma nicht mehr von Doktor Wenger persönlich geleitet?"
"Ich warte." sagt Kubinsky kalt, denn kalt, das kann Bernd Kubinsky auch. Er ist ein kalter, zäher Brocken und er hat sich in seinen sturen Schädel reingesetzt, dass er diese stahlharte Nuss bis zum Ende knacken wird.
Zum Glück hat er sich die neueste Ausgabe von "Die harte Nuss - Eine felsige Nuss in der Knackbrandung" mitgenommen. Er trägt in sich die Vermutung, dass die Wartezeit hier sehr lange werden wird.
"Walsitter - Die nussige Alternative für Käseesser" hat er zum Glück auch in nicht unerheblicher Menge mitgebracht.
Seinen Kuli von der GDG hat er aber vergessen. Die blutjunge Empfangsdame hilft ihm aber gerne aus. Mit einem eiskalten Lächeln um ihre stahlblauen Augen.

Hier sind die Links zu den anderen Teilen der spannenden Fortsetzungsgeschichte Geisterjäger Bernd Kubinsky.
§§a href="http://www.spackonauten.org/aktuell/archiv/2004_12.html#001334">Teil 1§§/a>
§§a href="http://www.spackonauten.org/aktuell/archiv/2006_02.html#001586">Teil 2§§/a>
§§a href="http://www.spackonauten.org/aktuell/archiv/2006_04.html#001617">Teil 3§§/a>
§§a href="http://www.spackonauten.org/aktuell/archiv/2006_05.html#001641">Teil 4§§/a>
§§a href="http://www.spackonauten.org/aktuell/archiv/2007_03.html#001801">Teil 5§§/a>

Posted by banana at 06:25 EM | Comments (8)
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