Oktober 31, 2007
Le vieux rock au mambo bidon

Manche Worte will man gar nicht kennen, zum Beispiel das Wort "Schmierinfektion". Das ist so schön anschaulich.
Andere beliebte Infektionsarten sind die Tröpfcheninfektion, sowie die direkte und indirekte Kontaktinfektion.
Bunt ist das Dasein und granatenstark, Hoschi!
Und gestern hat also der Herr Bublath die Fernsehsendung von Frau Maischberger verlassen. Die anderen Gäste waren ihm wohl zu durchgeknallt. Kann ich irgendwie verstehen. Leider habe ich die Sendung nicht gesehen. Das finde ich jetzt ein bisschen schade. Warum konnte man das denn nicht vorher ankündigen, so wie kürzlich bei Frau Eva Prinzip? Das war sehr praktisch. Da gab es vorher zu lesen "Achtung, der Kerner schmeisst Frau Prinzip aus der Sendung" und da habe ich mir das auch angeschaut. Dabei hätte ich mir die Maischberger-Sendung viel lieber angeschaut, wenn ich es vorher gewusst hätte, aber da gab es keine Vorwarnung. Wirklich schade.
Da ist mir natürlich gleich der Maffay Peter eingefallen, der hat ja auch mal eine Sendung demonstrativ verlassen. Sofort keimte in mir die Idee, eine Zusammenstellung berühmter Sendungsverlassmomente zu verfassen. Das muss ich aber gar nicht machen, denn das gibt es schon, nämlich §§a href="http://www.fernsehlexikon.de/blog/da-gehen-sie-hin/">hier§§/a>. Im Text fehlt der Herr Maffay, aber in den Kommentaren wird er nachgereicht. Angeblich hat er die Sendung verlassen, weil Diether Thomas wissen wollte, ob es sich um den im Maffay-Lied besungenen "Hund des Krieges" um einen Pudel handele. Dabei ist das doch eine legitime Frage, wie ich finde, schließlich gibt es ja ganz schön viele verschiedene Hunde. Und Mischungen!
A propos Mischungen.
Man kann tatsächlich Löwen mit Tigern kreuzen. Was dabei rauskommt, heisst dann Liger oder Tigon, je nachdem, welcher Rasse die Eltern angehörten. Also, wenn der Papa Tiger war und die Mama Löwin, dann heisst das Kind Liger. Andersrum heisst es Tigon.
Ich finde die Namen etwas uninspiriert. Ich weiss auch nicht, wer auf die Idee kommt, Tiger mit Löwen zu kreuzen. Also wirklich, nein, das weiss ich nicht.
Und ja, man kann auch Tiger mit Jaguaren kreuzen. Und ratet mal, wie die dann heissen! Genau, Tiguar oder Jager. Wirklich nicht sehr einfallsreich, diese Leute. Die sollten ihre Nase lieber mal wieder in ein gutes Buch stecken!

Posted by banana at 06:29 EM | Comments (5)
Oktober 30, 2007
Lucky Love belongs in Teenage Heaven

Für mich ist Schmorkohl nicht nur ein wohlschmeckendes Gericht, sondern auch ein astreiner Name für einen fiesen König in einer Fantasy-Geschichte.
Naja, so toll ist der Name dann vielleicht doch nicht.
Ich weiss sowieso nicht, wie das die Leute immer schaffen, sich coole Namen für ihre Länder, Völker, Landschaften, Orte und Personen auszudenken. Das kriege ich einfach nicht hin. Wenn ich einen Fantasy-Roman schreiben würde, dann käme da dann eben König Schmorkohl vor. Aber Fantasy mag ich ohnehin nicht besonders gern. Das ist mir zu unrealistisch. Ich mag lieber Science Fiction, weil es da um Science (=Wissenschaft) geht. Ich stehe lieber mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen.
König Schmorkohl wäre ziemlich uncool, irgendwie, so namensmäßig. Kennt jemand von Euch das Buch "Der Herr der Ringe"? Die Handlung ist ziemlich blöd, aber die Namen sind cool, das hat sich der Autor schon sehr schön ausgedacht. Das ist also ein Beispiel für gute Namensauswahl, der Herr der Ringe. Schlechte Namensauswahl finden wir zum Beispiel bei Kampfstern Galaktika. Also Apollo, Athena und Adama - das sind keine Namen, die mich überzeugen! Ein Mann, der Adama heisst. Also, ich bitte Euch. Star Wars hat auch eine gute Namensauswahl: Luke Skywalker, Darth Vader oder Han Solo. Ok, Boba Fett und Django Fett sind Ausrutscher. Wer will schon "Fett" heissen? Aber es gibt auch Leute, die heissen "Depp" und wissen nichteinmal, wie komisch das in unseren Ohren klingt. Vielleicht heisst ja auch "Schmidt" in irgendeiner Sprache "Blödi". Naja, das ist eher unwahrscheinlich, aber in der Phantasie geht eben einfach alles.
"Oh nein, ich will nicht nach Randsbrach reisen! Das ist das Land, das von König Schmorkohl regiert wird!" So läse sich eine Fantasy-Geschichte, die von mir geschrieben worden wäre. Nein, nein, nein! Das wäre nicht so gut.
Gibt es eigentlich einen Service für Schriftsteller, der sich Namen für etwas ausdenkt? Das wäre doch mal ganz gut. Ich finde, man sollte den Schriftstellern ruhig mal etwas Arbeit abnehmen. Die müssen sich schon die Handlung ausdenken, die Leute ausdenken und dann müssen sie sich auch noch Namen für die Leute ausdenken. Ich finde, das schreit nach Arbeitsteilung. Nach Outsourcing schreit das.
Übrigens: Der C3PO ist gar nicht komplett von Anakin gebaut worden, sondern der Anakin hat nur an einem bestehenden Standard-Protokoll-Roboter rumgeschraubt und Kleinigkeiten verändert und repariert. Das erklärt den komischen Namen, denn ein Kind würde einen selbstgebauten Roboter nicht C3PO nennen, sondern "Robbi" und ausserdem erklärt das auch, warum er noch mehr Roboter gibt, die so aussehen, wie C3PO.
Das waren nämlich Fragen, die ich mir gestellt hatte:

  • Wenn Anakin C3PO gebaut hat, warum heisst er dann C3PO und nicht Robbi=
  • Wenn Anakin C3PO gebaut hat, warum gibt es dann noch andere Roboter, die genau so aussen?

Hat sich ja aber geklärt, wie oben beschrieben.
Wäre das also auch geklärt. Also, es war jetzt nicht so, dass mir das den Schlaf geraubt hätte oder so, aber ich hatte mich schon etwas darüber gewundert.

Posted by banana at 08:44 EM | Comments (2)
Oktober 29, 2007
Friday Night is Bath Night

Kinder beschimpfen sich ab und zu ja mal. Ich weiss nicht genau, was Kinder sich aktuell so gegenseitig an den Kopf werfen, vielleicht "Blöder Hund" oder "Mieser Verräter" oder sowas. Das geht dann üblicherweise eine Weile hin und her, bis einem der Streithähne die Schimpfworte ausgehen und dann sagt er (oder sie) "Was man sagt, das ist man selber". (Wir haben dann früher gerne darauf geantwortet "Sagen alle dummen Kälber", aber das steht auf einem anderen Blatt, weil das jetzt hier zu weit ins Philosophische abgleiten würde).
Bei dem Spruch "Was man sagt, das ist man selber" tut mal wieder Kindermund Wahrheit kund. Wenn man ein bisschen auf seine Mitmenschen achtet, dann merkt man, wie sehr der Spruch zutrifft.
Das meine ich jetzt nicht bezogen auf Schimpfworte, denn derer bedient man sich als erwachsener Mensch ziemlich selten, sondern in Bezug auf die Themen, die man anschneidet und die Macken, die man an anderen kritisiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass man mit Dingen, die einem an anderen auffallen, selbst ein Problem hat, ist nämlich ziemlich hoch.
Peter beschwert sich dauernd darüber, dass Bernd so geizig ist?
Wie steht es denn mit Peters Spendierfreudigkeit?
Bernd weist dauernd darauf hin, dass Peter seinen Mitmenschen ständig zu nah auf die Pelle rückt? Kann es sein, dass Bernd selbst die Privatsphäre seiner Mitmenschen nicht genügend respektiert?
Timo spricht spricht hinter Kevins Rücken über dessen Essgewohnheiten? Wie ernährt sich Timo denn selbst?
Das sind nur drei kleine Beispiele, aber sie öffnen die Tür zu einer Welt, in der sie bald noch besser über den Geisteszustand Ihrer Mitmenschen Bescheid wissen. Nutzen Sie vielleicht die Heimfahrt nach der Arbeit dazu, um über das, was die Kollegen gesagt haben, nachzudenken. Ordnen Sie das Gesagte in Kategorien ein, fertigen Sie vielleicht eine Strichliste an (bei Notebook-Nutzer: Stichwort: Excel), die Sie täglich aktualisieren. Sie werden sehen, bald wird es Ihnen eine liebgewonnene Angewohnheit sein, ihre Mitmenschen zu beobachten und Ihre kleinen Schwächen und Unzulänglichkeiten aufzudecken. Schrecken Sie nicht davor zurück, Ihre Mitmenschen auf Ihre Beobachtungen hin anzusprechen. Die anderen werden dankbar dafür sein, Rat von kompetenter Seite zu erhalten.
Und Sie müssen nicht bei Ihren Mitmenschen aufhören! Achten Sie auch bei sich selbst darauf, was Sie sagen, was Ihre bevorzugten Themen sind, was Ihnen vielleicht an anderen Menschen auffällt. Sie werden auf diesem Weg auch etwas über sich selbst lernen. Machen Sie den ersten Schritt hin zu einem aufmerksameren, erleuchteteren und bunterem Leben!

Posted by banana at 07:03 EM | Comments (6)
Oktober 25, 2007
And sweet Marie who waits for me

Alles hatte mit einem simplen Telefonklingeln angefangen. Oft fragte sich der ehemalige Präsident der Verinigten Staaten von Amerika, ob vielleicht alles anders gekommen wäre, wenn er das Telefon einfach nicht abgenommen hätte. Wenn er es hätte klingeln lassen. Wenn er so getan hätte, als wäre er einfach nicht da. Er war ja öfters mal unterwegs.
Er hatte den Hörer aber abgenommen. Warum auch nicht? Das Telefon hatte ja ganz normal geklingelt, nicht irgendwie anders als sonst. Nein, ganz normal. Auch die Stimme, die sich am Telefon meldete, hatte ganz normal geklungen. Obwohl - gewundert hatte er sich schon, weil er den Mann am anderen Ende der Leitung nicht kannte, denn normalerweise war er mit allen bekannt, die diese Nummer kannten. Die Nummer des Telefons im Oval Office.
"Wahrscheinlich war es nichteinmal ein Mann", dachte der ehemalige Präsiden der Verinigten Staaten von Amerika und seufzte.
Jetzt war er nicht mehr der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gab es nicht mehr. Weil es die Vereinigten Staaten von Amerika nicht mehr gab. Weil sie einfach pleite gegangen waren. Weil das Telefon eines Tages ganz normal geklingelt hatte.
Der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika war sich allerdings ziemlich sicher, dass es auch alles so gekommen wäre, wenn er nicht ans Telefon nicht abgenommen wäre.
Die ehemaligen Vereinigten Staaten von Amerika gehörten jetzt einer fremden Macht, die alles mitnahm, was ihr nützlich erschien, die alle Einnahmen abzog und das Land verfallen lies.
Es war nicht seine Schuld. Er konnte nichts dafür, dass es so gekommen war. Aber dennoch fragte er sich oft, ob er, wenn er damals, als der Grundstein allen Übels gelegt wurde, schon Präsident gewesen wäre, weitsichtiger gehandelt hätte, als seine Vorgänger. Ob er die Weichen in die richtige Richtung gestellt hätte. Er war sich allerdings auch hier ziemlich sicher, dass er es genau so gemacht hätte, wie sie es gemacht haben.
Erst hatte der Präsident gar nicht glauben wollen, was der Mann am Telefon ihm erzählt hatte. Er hatte es für einen schlechten Scherz gehalten, vielleicht von einer dieser vielen Fernseh-Shows, bei denen Prominente aufs Glatteis geführt wurden und hinterher wie Idioten dastanden. Er war unfreundlich geworden und hatte gesagt, dass man sich mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika keine Scherze erlaubt und dass es dem Anrufer noch leid tun würde. Der Anrufer aber war ruhig geblieben und versicherte dem Präsidenten, dass es sich nicht um einen Scherz handele und dass er leider auf der Einforderung der Summe bestehen müsste. Wenn der Präsident irgendwelche Fragen oder irgendwelche Zweifel hätte, könnte er sich gerne an die zuständige Behörde auf Zaufukla wenden.
Als der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika darauf sagte, er wüsste nicht, wo dieses Zaufudingsda sei und es sei ihm auch herzlich egal, wurde der Ton des Anrufers herablassend und genervt. Er sagte, dass sei nicht sein Problem. Es gäbe nunmal Galaxienweite Regelungen, an die sich jeder zu halten habe, ja, an die sich jeder halten muß, der sich nicht ausdrücklich von diesen Regelungen distanziert hätte und dass ihm bekannt sei, dass die Erde nicht von den Regelungen distanziert hatte. Es folgte eine längere Diskussion darüber, wer wann was hätte machen sollen und wer wann was nicht hätte machen können und wie die intragalaktische Rechtsprechung in dem Fall aussehe und irgendwann hatte der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika einfach aufgelegt und das Telefon so lange böse angestarrt, bis es erneut geklingelt hatte.
Wieder nahm der Präsident ab.
"Sie können kooperieren oder nicht. Unser Geld bekommen wir so oder so. Sie können es sich leicht machen oder sie können es sich schwer machen." hatte der Mann gesagt. Dann hatte er aufgelegt.
Der Präsident fühlte sich schlecht. Die Sache gefiel ihm nicht und so sehr er sich auch davon überzeugen wollte, dass es sich nur um einen schlechten Scherz handeln könnte, weil die Fakten einfach derart lächerlich waren, so sehr spürte er in seinem Magen, dass da irgendwas in eine Richtung lief, in die er nicht wollte.
Gerade, als der Präsident anfangen wollte, mit dem Kopf zu schütteln, erhielt er eine e-Mail mit dem Betreff "Zahlungsmodalitäten". Den merkwürdig fremdartig klingenden Namen des Absenders kannte er nicht.
Der Präsident öffnete die Mail nicht. Er lies sich einfach nach Hause fahren.
Das war damals der Anfang vom Ende gewesen. Und nun saß der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika im Schaukelstuhl vor seinem Haus und sah dem Land - seinem Land - beim Verfallen zu.
"Uns gehört der Mond" hatte der Mann gesagt, nachdem er sich vorgestellt hatte. "Und sie sind der rechtmäßige Eigentümer der drei Fahrzeuge, die auf dem Mond geparkt sind. Die seit einer ganzen Zeit auf dem Mond geparkt sind. Ich gebe zu, es war nicht ganz einfach, das herauszufinden. Sie haben sicherlich Verständnis dafür, dass wir die Kosten für das Eigentumsfeststellungsverfahren an sie weiterleiten müssen und dass wir die zuständige Behörde darauf hingewiesen haben, dass ihre Fahrzeuge sich im interstellaren Raum bewegen, aber nicht den Galaxienweiten Kennzeichnungsbestimmungen entsprechen."
Der Präsident hatte irgendetwas gesagt, aber es war völlig irrelevant, was er gesagt hatte, denn der Mann fuhr unbeeindruck fort.
"Die Fahrzeuge sind seit dem 7. August 1971 ihrer Zeitrechnung respektive dem 21 April 1972 ihrer Zeitrechnung respektive dem 11 Dezember 1972 ihrer Zeitrechnung auf unserem Planeten geparkt. Abzüglich der üblichen Kulanzen macht das eine Parkdauer von 38000 Tagen. Der Tagessatz liegt bei 13284 ihrer US-Dolars."
Der Präsident unterbrach den Mann. In seiner Erinnerung nennt der Präsident diesen Zeitpunkt des Gespräches "Mein erstes Waterloo"
"13284 Dollar Parkgebühr für einen Tag? Das ist ja lächerlich!"
Es folgte eine Pause, in der der Präsident förmlich spüren konnte, wie sein gegenüber blasiert die Augenbrauen hob.
Wenn es denn so etwas, wie Augenbrauen hatte.
"Das sind marktübliche Preise." sagte der Mann gelangweilt "Für die wirtschaftliche Situation auf ihrem Planeten sind sie selbst verantwortlich."
Wieder folgte eine kleine Pause, in der der Präsident sich darüber wunderte, wie anstrengend sich Spachlosigkeit anfühlt.
"Alles in allem belaufen sich ihre Verbindlichkeiten gegenüber uns auf etwa 14.000 Milliarden ihrer US Dolars."
"Das ist ja lächerlich!" polterte der Präsident und erwischte sich dabei, wie er auf seinem Taschenrechner herumtippte. Was dann folgte, nennt der Präsident in seiner Erinnerung heute "Mein zweites Waterloo".
"Wenn ich das hier nachrechne, dann komme ich gerade mal auf 500 Millionen!"
Diesmal entstand keine Pause, der Mann schnitt dem Präsidenten beinahe das Wort ab.
"Ist ihnen das Konzept der Verzinsung bekannt?" fragte der Mann, noch gelangweilter.
"Und überhaupt!" polterte der Präsident weiter "Sie sagen, Ihnen gehört der Mond! Das entbehrt jeder Grundlage!"
Der Präsident stutzte "Hören sie mal - ist das vielleicht einer dieser Scherze aus dem Fernsehen? Mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika macht man keine Scherze! Das wird ihnen noch leid tun!"
"Scherze aus dem Fernsehen? Nein. Ich versichere Ihnen, dass das kein Scherz aus dem Fernsehen ist. Im Gegenteil, es ist mir sehr ernst und ich muss leider auf die Einforderung der Summe bestehen. Wenn Sie irgendwelche Fragen oder irgendwelche Zweifel haben, können sie sich gerne an die zuständige Behörde auf Zaufukla wenden."

Posted by banana at 06:28 EM | Comments (11)
Oktober 24, 2007
Call of Dudi

Jaja, echt total süß, das Fruchtalarm Kind aus der Werbung. Schauen wir uns dochmal die Fakten an: Das Kind hat den Joghurt "entdeckt". Was immer das heissen mag, es heisst sicher nicht, dass seine Mutter ihm den Joghurt gegeben hat. Wahrscheinlich hat es sein kleines Näßchen in Dinge gesteckt, die es nichts angehen und hat sich dann den Joghurt unrechtmäßig angeeignet. Diese Annahme wird dadurch gestützt, dass die Mutter kurz darauf ihren Joghurt sucht, denn sie fragt ihre Tochter, ob sie über den Verbleib des Joghurts Bescheid wüsste. Und was macht das Kind? Es sagt nicht "Ja, Mama, den habe ich entdeckt und gedacht, ich darf ihn mir nehmen", sondern es verneint. Jaja, echt total süß, dass Fruchalarm Kind. Erst stibitzt es ihrer Mutter das Essen und dann lügt es sie auch noch an.
Also, für mich ist dieses Kind kein Vorbild!

Posted by banana at 06:28 EM | Comments (13)
Oktober 23, 2007
Absolute Horror

An manche Dinge glaube ich ganz fest. Hier ein paar Beispiele:
Stevie Wonder hat "I just called to say I love you" zu Hause an seiner Heimorgel aufgenommen.
Diese neuartigen Ausgießer auf den Tetrapacks sind ein Rückschritt.
Der Satz "[Zahl] [Mensch|Produkt] [Kunden|Fans] können sich nicht irren" ist unwahr.
Wenn das Walkie Talkie in Deuschtland erfunden worden wäre, hätte man es nicht Laufi Sprechi genannt.
Ich denke immer noch, dass die Demokratie die beste Staatsform ist, aber der Vorsprung vor den anderen war größer, als ich kleiner war.
Messer und Gabel sind unter gewissen Umständen doch für kleine Kinder.
Die Musik in den 80ern war nicht besser als heute.
Haribo wird sich nach dem Umzug ins Bonner Umland nicht Hariboum nennen.
Wer keine Phobien hat, ist nicht ausreichend informiert.
Es besteht ein Unterschied zwischen "Salat" und "kaltem Essen".
Die Individualität, die sich viele Menschen wünschen, wünschen sie sich nur, weil sie noch nie wirklich individuell waren.
Die besten Gitarren sind von Fender.
Wer nasse Schallplatten abspielt, ist mir suspekt.
Wer Musik rückwärts abspielt, auch.
Wer einen Zauberwürfel in 25 Sekunden einhändig richtig drehen kann nicht.
Wenn man denkt, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo jemand her und geht mir noch mehr auf den Saque.
Leute, die sich umfassend im Steuerrecht auskennen, können sich nicht langweilen.
Die Welt existiert gar nicht. Es ist lediglich eine Testumgebung, die irgendein grausames Ding gebaut hat, um mich zu beobachten.

In den Kommentaren bitte nur "Wo darf ich unterschreiben?" schreiben.

Posted by banana at 06:59 EM | Comments (18)
Oktober 21, 2007
Blogs? Schmogs!

Vorweg: Kommentieren geht im Moment nicht. Da ist was am/im Saque. Keine Ahnung, was. Schreiben Sie Ihre Kommentare bitte im gleichen Wortlaut auf andere Seiten. Vielen Dank!

Geht wieder.

Heute ist mir was komisches passiert. Ich sagte zu einer jungen Frau "Schönes Wetter heute" und sie sagte zu mir "Halt Dein blödes Maul, Du Arrschhundschweindeppsauarrschpupspillermannschwein". Dabei wollte ich doch einfach nur freundlich sein!
Ich rief "Polizei!". Die kam dann auch und fragte "Ei was ist denn das?". Die Frau stritt natürlich alles ab. Da stand Aussage gegen Aussage. Die Polizei war dann auch total sauer, weil sie den Fall nicht lösen konnte, ich war total sauer, weil ich die groben Beleidigungen nicht beweisen konnte und die Frau war total sauer, weil ich sie einer Sache bezichtigte, die sie gar nicht gemacht hat.
Die Polizei ist dann wieder weggegangen und da hat die Frau gesagt "Haha! So hast Du Dir das nicht gedacht, Du Sauarrschlochpimmelwurstdreckshundschweinpupseierloch", aber da hatte sie sich den Falschen ausgesucht. Ich hatte das nämlich mit meinem Walkman aufgenommen. Ich rief "Polizei!". Die kam dann auch und interessierte sich sehr für meine Aufnahme. Die Polizei führte die Frau dann ab. Sie rief noch "die Aufnahme hat vor Gericht keinen Bestand, denn sie wurde ohne mein Wissen und meine Zustimmung gemacht, Du Blödisauarschhundschweinepupspimmelkackahund". Das hätte sie besser nicht gesagt, weil die Polizei das ja auch gehört hat. Ihre Aussage wird vor Gericht bestand haben und die Frau wird schön brummen müssen. Es ist immer schön, wenn am Ende die Gerechtigkeit siegt, finde ich. Auf jeden Fall besser, als wenn am Ende die Ungerechtigkeit siegt. Ausser, wenn es mir zum Vorteil gereicht.
Man sollte aber nicht zu sehr an die Gerechtigkeit glauben, wie zum Beispiel unser Aussenminister. In den Nachrichten wurde nämlich gestern erzählt, dass der will, dass die Deutschen (also wir) mehr Geld in der Tasche hätten. Da habe ich mich schon gefreut, denn ich finde Geld echt geil, vor allem, wenn es in meiner Tasche ist. Der Minister hat sich auch einen super Plan ausgedacht, wie die Deutschen mehr Geld in der Tasche haben werden: Er fordert einfach die Arbeitgeber auf, die Löhne zu erhöhen! Jetzt wird alles gut werden. Ich fände es gut, wenn wir noch mehr so lustige Minister hätten. Der Schäuble zum Beispiel, der könnte von mir aus auch viel lustiger sein. Er könnte zum Beispiel einfach die Terroristen auffordern, nicht mehr so viel Terror zu machen. Stattdessen macht er so einen Scheiss. Man muss doch nur miteinander reden!
Aber jetzt mal etwas anderes. Douglas Adams kann ich die meiste Zeit sehr gut verstehen. Besonders gut kann ich verstehen, warum er den Totalen Durchblicksstrudel erfunden hat: Es gibt einfach zu viele Leute, die man da gerne mal reinstecken würde. Das schönste dabei wäre, hinterher mal mit ihnen zu sprechen. Aber dann ist ja schon das Gehirn kaputt.

Posted by banana at 03:28 EM | Comments (9)
Oktober 17, 2007
She's the hunter, you're the fox

Unlängst schenkte mir eine Kollegin ein tolles Buch über Ace of Base. Das war sehr lustig, denn ich hatte am Vortrag über Ace of Base gesprochen und ich glaube, es gibt nicht besonders viele Bücher über Ace of Base auf der Erde.

In dem Buch stehen auch interessante Dinge drin. Zum Beispiel über den obligatorischen Vergleich mit ABBA. Dort wird nämlich Jenny, eine der Sängerinnen mit den Worten ziziert "Wir haben nicht diesen äusserst harmonischen Sound, und sehr viele Songs von uns besitzen einen Reggae-Beat. Das ist nun überhaupt nicht, wie bei ABBA. Außerdem wage ich zu behaupten, daß unsere Lieder einfach mehr Substanz haben, ohne ABBA jetzt niedermachen zu wollen."
Also, ich finde Ace of Base wirklich super. Nur die eine Sängerin finde ich doof. Hier nochmal ein Foto von ihr aus dem Buch:

Posted by banana at 06:43 EM | Comments (19)
Oktober 15, 2007
So pure in thought and word and deed

Wie schön! Die Serie "Trio mit vier Fäusten" wird neu aufgelegt. Allerdings soll die Serie kampfbetonter werden. Sie wird deshalb "Dezett mit sechzehn Fäusten heissen". Man sucht bereits nach SchauspielerInnen.
Ich persönlich wundere mich ob dieser Entscheidung. Wundern tue ich mich auch über die Werbung, in der zwei junge Frauen in einem Zugabteil sitzen und irgendwelche niedlichen Fotos (vgl. Babyfotos) (vgl. süüüßßß!) anschauen, als ein Mann (vgl. Vollproll) die Abteiltür öffnet, eine frauenfeindliche Anrede benutzt und dann fragt, ob er etwas zum Trinken besorgen soll.
Gleich einem Chinesischen Ping Pong Spiel bombardieren die jungen Frauen den völlig überforderten Rüpel dann mit ihren dezidierten Wünschen, so dass dieser nur noch verwirrt "Watt?" stammeln kann und total perplex rückwärts aus dem Abteil fällt.
Ja, dem haben sie es aber gegeben mit ihrer Süße aus Früchten! Haha! Der wird nicht mehr durch den Zug laufen und junge Frauen belästigen. Dazu ist der jetzt viel zu fertig.
Sie haben ihn mit ihrem Intellekt geschlagen! So läuft das nämlich auf der Welt. Die Schlauen machen immer die Blöden total fertig. Mit ihrem Gehirn.

Posted by banana at 10:15 EM | Comments (6)
Oktober 14, 2007
Driften ist in erstern Linie Gefühlssache

Nein, ich kann Wochenendmotorradfahrer nicht leiden. Konnte ich noch nie. Wahrscheinlich, weil ich schon mit 18 Jahren samstags eine Strecke in den Vogelsberg fahren musste, die bei Wochenendmotorradfahrern sehr beliebt war. Das waren allerdings in den meisten Fällen solche, die scheinbar gerade vor irgendetwas flüchteten, jedenfall scheint mir das die einzige Erklärung dafür zu sein, warum sie ständig Kopf und Kragen riskierten.
Heute begegne ich eher solchen, die ziemlich unsicher, dafür aber in offensichtlich Fabrikneuer Komplettlederausstattung ziemlich unsicher auf ihren Maschinen kauern. Ich finde, da sollte die Polizei mal hinterherfahren und Videoaufnahmen machen, den sie den Bikern dann vorspielen. Dann würden sie mal sehen, wie uncool sie aussehen.
Den bunten Presswürsten ohne Schutzbleche würde das auch mal ganz gut tun.

Posted by banana at 05:15 EM | Comments (15)
Oktober 12, 2007
Da weiss man, was man hat. Guten Abend.

Sie wissen, dass Sie in einer modernen Firma arbeiten, wenn die Gesamtversammlung, bei der die neuen Eigentümer sich vorstellen live ins Internet geströmt wird.
Sie wissen, dass Sie in einer Firma voller Nerds arbeiten, wenn die Geschäftsleitung kurz vor Beginn der Veranstaltung eine Rundmail verschickt, in der sie die Angestellten darum bittet, doch aus Höflichkeitsgründen persönlich zu erscheinen, statt sich die Veranstaltung vom Büro aus am PC anzuschauen.
Naja, hätte sowieso nicht geklappt, weil ich mir den RealPlayer nicht installieren durfte. *grml*
Auch sehr interessant ist das Wort Pellets. Es ist eines von den Worten, die mir gefehlt haben. Es gibt da ja jetzt diesen eingefrorenen Kartoffelbrei. In der Packung sind dann so kleine..., ja so kleine... Pellets eben. Ja, genau, Pellets. Das ist das Wort, das ich dafür benutze. Früher gab es das Wort noch nicht. Da gab es aber schon gefrorenen Spinat in so kleinen Dingern und da wusste ich nicht, wie ich dazu sagen sollte. Jetzt sage ich dazu Pellets und Zack! Die Sache ist geritzt. (Iglo selbst spricht übrigens von "portionierbaren Stücken". Höhö! Pellets sind das! Pellets!!!
Achso: Es sind übrigens die gleichen Leute, die sich beschweren, dass auf der Website die Umlaute nicht richtig dargestellt werden, die einem Mails weiterleiten, in denen steht, dass Englische Wissenschaftler herausgefunden haben, dass die Reihenfolge der Buchstaben in einem Wort völlig Wurscht ist. Ich finde das sehr inkonsequent.
Darüber hinaus mache ich mir irgendwie Sorgen um die Zukunft. Ich weiss nicht so recht, wie es weitergehen soll, denn wir befinden uns in einer Zeit, in der der coolste Buchstabe im Alphabet schon total überstrapaziert ist: Das X. Zum X gibt es einfach keine Steigerung mehr. Die anderen Buchstaben sind ja bekannt und von denen ist keiner so cool, wie das X. Das Y wäre vielleicht noch ein Kandidat oder das Q aber wenn man ehrlich ist, dann kommen sie nicht ganz an das X ran. Meiner Meinung nach hat man sich da zu schnell das X vorgenommen. Man hätte erst die anderen, weniger coolen Buchstaben ausbeuten sollen.
Wie geht das nur weiter? Ich hoffe, da wird jemandem etwas einfallen. Aber ganz überzeugt bin ich davon noch nicht, denn auch zu zwei anderen wichtigen Dingen ist noch niemandem etwas eingefallen:
- Zu der Zeit, in der wir gerade Leben. Es sind nicht die 80er, nicht die 90er aber auch nicht die 00er.
- Eine akzeptable Verballhornung des Euro. "Euronen" ist wirklich sehr schwach.
Da muss bald mal was passieren!

Posted by banana at 06:59 EM | Comments (7)
Oktober 11, 2007
Aufstehen beim Telefonieren, wippen oder gehen

Achja, eine schwierige Frage ist das mit den Zeiteinheiten in Science Fiction Geschichten. Sollte man sich eine eigene ausdenken oder sollte man es einfach bei Jahren, Monaten, Tagen, Stunden und so weiter belassen?
Wir erinnern uns: Ein Jahr ist die Zeit, die die Erde braucht, um einmal um die Sonne zu kreisen. Grob einen Montag braucht es, bis der Mond einmal die Erde umkreist hat und unsere liebe Erde nimmt sich ziemlich genau einen Tag Zeit, um sich einmal um die eigene Achse zu drehen. Wie man auf 24 Stunden und 60 Minuten gekommen ist, dass weiss ich jetzt nicht so genau, aber das wird schon alles seinen Sinn haben. Wie zum Beispiel der Blinddarm.
Wenn nun aber die Science Fiction Geschichte auf einem anderen Planeten spielt, auf dem die Bewohner vielleicht schon ein paar Generationen wohnen, dann macht das da mit den Tagen und Monaten natürlich keinen Sinn, weil die ganzen Kreiseleien da wahrscheinlich andere Zeitspannen benötigen.
Will man aber genau sein und denkt sich einen Planeten aus, komplett mit Masse und Abstand zu seinem Stern und Pipapo und rechnet und kommt darauf, dass ein Tag dort 30 Stunden und ein Jahr 534 Tage und ein Monat ob des fehlenden Trabanten gar keinen Sinn machen würde, was macht man denn dann?
Die Bewohner werden ja nicht so blöd sein und auf am Erdentag festhalten, weil das so praktisch ist. Sie werden sich ihre eigenen Tage schaffen und ihr eigenes Jahr, weil es nunmal praktisch ist, dass die Bäume immer zur selben Jahreszeit ihre Blätter abwerfen und nicht einmal dann und einmal dann.
Für die Bewohner würde das sicherlich großen Sinn machen. Nicht aber für die Leser, denn die Leser sind numal an einen Erdentag gewöhnt und haben bestimmt keine Lust, sich jedesmal die Längen der verschiedenen Tage auf den verschiedenen Planeten ins Gedächtnis zu rufen, weil sie die eigentlich Handlung viel mehr interessiert als ein paar astronomisch-mathematische Kinkerlitzchen. Es sei denn, sie schreiben bei "Lieblingsbuch" immer "Herr der Ringe", aber dann ist ihnen ohnehin nur sehr langwierig zu helfen.
Ein Beispiel: Beim Kampfstern Galaktika gab es lustige Zeiteinheiten, zum Beispiel Mikronen, Zentronen und so weiter. "Ja, was soll das denn?" habe ich mich als Kind immer gefragt und "Da weiss doch keine Sau, was gemeint ist!". Ich fand das immer sehr verwirrend, aber Kampfstern Galaktika kann man sowieso vergessen. Wer Kampfstern Galaktika mag, der macht auch Sudoku.
Anderes Beispiel: Wie ich heute morgen las, erlaubt eine Amerikanische Stadt ihren Bewohnern das Rauchen nur noch, wenn sie einen Abstand von 6,6 Metern zu den nichtrauchenden Bürgern einhalten. "Ja, was soll das denn?" habe ich micht gefragt "Da weiss doch keine Sau, wie weit 6,6 Meter sind!". An diesem Beispiel kann man viel über die Menschen lernen. Zum einen, dass sie wenig gesunden Menschenverstand an den Tag legen, wenn sie sich an Fakten klammern können und zum anderen, dass sie sich nie ändern.
Natürlich - und das hat jeder schon begriffen - geht es da nicht um 6,6 Meter, sondern um 20 Fuß. Die Amerikaner sind numal mit Fuß aufgewachsen und sie können sich unter 20 Fuß genau so gut etwas vorstellen, wie wir unter fünf Metern. Der Übersetzer hätte also auch schreiben können, dass die Raucher fünf Meter Abstand halten müssen. Das hätte uns eine genau so gute Vorstellung verschafft und ausserdem ist es eigentlich völlig unerheblich, ob das nun 6,6 Meter oder fünf Meter sind.
Ja, eigentlich. Denn dann wäre bestimmt jemand angekommen und hätte darauf hingewiesen, dass es nicht 5 Meter sein können, weil das in Fuß ausgedrück ja eine völlig krumme Zahl ergeben würde. Ja, auch so sind die Menschen. Sie stellen gern den Glanz des eigenen Wissens über dessen praktischen Nutzen. Dabei haben sie dann nichtmal Unrecht, sind aber unendlich öde.
Und genau daraus könnte man sich einen Spaß machen. Man könnte sich Zeiteinheiten oder Längeneinheiten für die Planeten ausdenken und diese dann zentimetergenau auf unsere irdischen Maße umrechnen. Zum Beispiel könnte man dann Sätze schreiben, wie "16,53 Tage später kam Bruce auf Alagon 5 an". Oder "Haydy war nur noch 1,42 Meter von Schurquon entfernt. Ihr Puls war bei 137,4".
Aber das würde wieder keiner verstehen.
Ich schließe daraus: Am besten ganz auf Zeit und Entfernungsangaben verzichten. Naja. Schön, dass wir darüber gesprochen haben.

Posted by banana at 07:05 EM | Comments (14)
Oktober 10, 2007
Höhö: Willy Bilder! Das ist ein schöner Name!

Ich stand im Foyer des Hochhauses und trank einen Schwarztee mit Kies in kleinen Schlucken und plötzlich spielte die Musikanlage "You give love a bad name" von Bon Jovi. Da musste ich lachen. Einfach so.
Diese Musik ist wirklich zum Lachen! Total lustig ist die! Ich wunderte mich, dass mir das vorher noch nie so aufgefallen war und freute mich im gleichen Moment, dass ich in Zukunft nur eine Bon Jovi CD einzulegen hatte, um mal wieder zu lachen. Um so schöner ist die Situation, weil die CD "Slippery When Wet" mittlerweile zu Preisen unter 10 Euro angeboten wird. Und 10 Euro sollte einem ein guter Lacher schon wert sein. Insbesondere dann, wenn er durch einen einfach Knopfdruck wiederholbar ist.
Das Lied ist so lustig! Eigentlich nur der Anfang, wo die jungen Männer "Shot through the heart and you're to blame! (Darling) You give love a bad name!" ganz ohne Begleitung singen und dann die ganze Band volle Bratze einsetzt und der Richie die Gitarrenmelodie drüberspielt. Das ist so lustig, so naiv, so ehrlich gemeint und so unpassend. Die jungen Männer klingen nämlich echt sauer. Wegen irgendwas sind die echt sauer, die jungen Männer und das merkt man sofort daran, wie sie singen. Ich wette, da hatten sie einen ganz schön sauren Gesichtsausdruck drauf. Und dann, als sie fertig damit sind, der Welt klar zu machen, dass sie echt sauer sind, da kommt dann die Band und die Gitarre. Das klingt aber gar nicht mehr sauer und dann frage ich mich, wie sauer die jungen Männer denn wirklich waren, wenn alles, was sie bei aller Sauerkeit aufbringen die süßliche Melodie am Anfang von "You give love a bad name" ist. "So und jetzt kommt die Jaqueline und spielt das Lied 'Warum hast du mir in mein Milky Way zerstört (Du Sau!)' auf ihrer Blockflöte, dass sie sich selbst ausgedacht hat."
Da kann man doch mal lachen!
Die Zeiten waren damals wohl so, da hat man das wohl so gemacht, in den Achtzigern. Man braucht sich ja nur mal das Video von "Final Countdown" von Europe anzuschauen. Da war das eben so und komischerweise gesellschaftlich voll akzeptiert, aber im heutigen Kontext betrachtet, da kann man da drüber ja schonmal lachen. Und wie selbstverständlich die das machen und mit welcher Überzeugung! Klasse ist das! Einfach spitze!
Ich habe dem Richie ja nie verziehen, dass er Heather Locklear geheiratet hat. Er hat sie mir sozusagen vor der Nase weggeschnappt. Auch wenn zwischen meiner Nase und Heather immer mindestens eine Atlantikbreite gelegen hat, aber es ist ja der Gedanke, der zählt. Andererseits muss man auch realistisch sein: Das mit Heather und mir wäre wohl sowieso nichts geworden. Die Sprachbarriere, man kennt das. Ausserdem will ich keine Frau heiraten, die einen Mann heiratet, der Richie heisst. Das würde immer zwischen uns stehen, irgendwie. Das wäre immer da. Auch wenn man sagt "Es ist nichts", dann wäre es trotzdem da. Wie ein dunkler Schatten im Hintergrund, wie die TÜV-Plakette hinten auf dem Kennzeichen, wie der Biologielehrer beim Joe Cocker Konzert. Nein, das wäre nichts gewesen. Aber die Sache mit Heather hat nichts damit zu tun, dass ich über "You give love a bad name" lachen muss. Ich glaube, das habe ich hier ausreichend dargelegt.
Damit ist das Thema für mich erledigt.

Posted by banana at 08:20 EM | Comments (8)
Oktober 08, 2007
It was a warm spring night at the old town hall

Aus: Gespräche mit banana. Heute: Gregor Sommer fährt nach Ägypten.
bna: Und? Urlaub schon gebucht, Greg?
gs: Ja.
bna: Und?
gs: Ägypten.
bna: Mal was anderes.
gs: Ja, da war ich ja erst zwanzig mal.
bna: Gibt das da eigentlich ne riesen Party auf dem Flughafen? Wenn Du da landest? Auf dem Gregor Sommer Airport?
gs: Nein.
bna: Und, wenn Du so über das rote Meer fliegst, bilden die Fische dann schon so Worte im Meer. So "Hallo Greg, altes Haus!" oder sowas?
gs: Nein.
bna: Und, wenn Du dann das erste Mal an den Strand kommst, schäumt dann das Wasser so, weil die Fische sich so freuen?
gs: Nein.
bna: "Das rätselhafte Schäumen von Sharm El Sheikh. Einmal im Jahr scheint das Meer zu kochen". Wenn die wüssten, dass das nur der alte Gregor Sommer ist!
gs: ...
bna: Und wann ist der Fototermin?
gs: Welcher Fototermin?
bna: Na, für die Briefmarken und die Geldscheine?
gs: Sehr witzig.

Posted by banana at 07:20 EM | Comments (5)
Oktober 07, 2007
Lawdy mama, light my fuse

Diese Turnschuhe sind wirklich mein Waterloo. Nicht nur, dass sie nach mittlerweile vier Monaten immer noch so aussehen, wie am ersten Tag - sie werden einfach nicht schmutzig und Gebrauchsspuren, wie Knicke sind auch nicht zu sehen und dabei trage ich sie regelmäßig - nein, jetzt habe ich auch noch stechende Fußschmerzen nach dem Spaziergang. Ich bin mir sicher, dass ich mir da eine prächtige Blasenfarm zurechtgelaufen habe. Ich traue mich aber im Moment noch nicht, die Sache in Augenschein zu nehmen. Ich werde mich erstmal an den Gedanken gewöhnen und dann vorsichtig durch die Socken tasten und dann später - besser morgen früh - mir die Sache mal ganz in Ruhe ansehen. Man soll solche Sachen ja nicht überstürzen.
Ansonsten habe ich Suppe aus zwei Rinderbeinscheiben gekocht. Das war zwar ganz lecker, aber auch ganz schön eklig. Das nächste Mal mache ich das irgendwie anders. Vielleicht wieder mit Markknochen und Tafelspitz. Oder mal wieder Schnitzel!

Posted by banana at 07:59 EM | Comments (10)
Oktober 05, 2007
RE: nightly build kaputt - ich wars, es ist aber jetzt repariert

aus: Gespräche mit banana. Heute: Im Inneren unseres Körpers
wab: Wie sieht das denn eigentlich in uns aus?
gadtm: Da ist Luft drin.
wab: Und warum fallen die Organe dann nicht so im Körper rum?
bna: Die sind da so festgemacht.
gadtm: Ja, die Niere zum Beispiel mit dem Nierengurt.
bna: Und die Leber mit dem Leberhaken.

Posted by banana at 09:00 EM | Comments (3)
Oktober 04, 2007
So, jetzt mal Handy aufs Herz.

Ich weiss auch nicht, warum das so ist, aber wenn ich eine große Ansammlung von Trommeln sehe, die ausgelegt wurden, damit eine Menge Leute auf ihnen herumhauen, die normalerweise eher Sachen bearbeiten, Projekte Leiten, Offices Managen oder Büros kaufen, dann ist es für mich höchste Eisenbahn, das Weite zu suchen. Dann gebe ich Fersengeld, denn es finden sich immer innerhalb kürzester Zeit tatsächlich einige Leute, die auf den Trommeln rumhauen und das ist für mich schlichtweg unerträglich.
Nun habe ich nichts gegen das Trommeln an sich. Wenn es gut gemacht ist! Besuche ich ein Konzert, dann schöpfe ich die größte Freude daraus, den Mann oder die Frau hinter dem Schlagzeug oder an der Perkussion zu beobachten, wie er oder sie da auf seine Instrumente eindrischt. Die wissen nämlich, was sie tun. Sie treffen die Stellen, die getroffen werden sollen und die wählen die Abstände zwischen ihren Schlägen so, dass es fein klingt und auch beim Dosieren der Schlagstärke steckt auch durchaus System dahinter. Was man von den Amateuren nicht behaupten kann. Dafür sind sie mit Inbrunst dabei und beweisen damit eindrücklich, dass gut gemeint leider wirklich oft das Gegenteil von gut gemacht ist.
Trommeln ist scheinbar cool, irgendwie. Und Gesund für die Seele, irgendwie. Und eine Tätigkeit, bei der Selbstreflexion und Lärmempfinden ausgeschaltet werden. Irgendwie.
Das Schlimme ist eigentlich gar nicht mal der Lärm. Das Schlimme ist das Bild, das die Menschen abliefern. Da möchte man sich die DNA rausreissen und an fahrende Händler verschachern.
Sie nehmen den Rhythmus in sich auf, werden Teil des Ganzen, schwingen mit dem Beat und werden selbst so sexy und easy, wie die Leute, von denen sie annehmen, dass sie das Trommeln einfach im Blut haben. Ist doch ganz einfach! Einfach den Rhythmus fühlen, Bruder Beat reinlassen, darin aufgehen und rauslassen, mit dem kleinen persönlichen Stempel, den man ihm aufgedrückt hat. Teil des Ganzen werden, dazu beitragen, sich im Fluss auflösen.
So ungefähr stellen sich das die Leute vor und so sieht es dann auch aus. Und dann schauen sie ganz stolz, ungefähr so, wie Zonen Gabi im Glück und merken dabei nicht, wie affig sie aussehen.
Aber lasst Euch mal was von einem Musiker gesagt sein: Musik machen macht keinen Spaß. Musik machen ist in erster Linie mal harte Arbeit. Musik zu machen bedeutet eine Menge zu üben, wobei ein nicht unerheblicher Teil der Zeit dafür drauf geht, das ganze so aussehen zu lassen, als mache es Spaß. Als Nichtmusiker kann man sich erstmal gar nicht vorstellen, wie kompliziert das Musizieren eigentlich ist, auf wieviele Dinge man achten muss, was man sich alles merken muss, wie schmerzhaft es sein kann und wie langweilig.
Und als Nichtmusiker will man sich das offensichtlich gar nicht vorstellen.
Wir Musiker tun so, als ob das Musizieren Spaß macht, damit uns die ganzen Nichtmusiker beneiden, damit sie denken man bekomme das Geld, die Drogen und den Sex für ein bisschen Spaß am Abend. Dann sind wir nämlich ihre Vorbilder, weil ihnen das, was sie machen, gar keinen Spaß macht. Vom Geld, dem Sex und den Drogen ganz zu schweigen. Das ist aber alles nur Verarsche von den Musikern. Wir sind eben so.
Es ist, wie mit dem Tanzen. Ja, tanzen macht auf Amateurniveau natürlich auch Spaß und so sieht es dann auch aus.
Profitänzer wollen uns auch vormachen, dass sie Spaß hätten. Musiker beherrschen das Vortäuschen der Freude aber einfach besser, als Tänzer. Man braucht sich nur das festbetonierte Grinsen auf den überschminkten Gesichtern der Damen, die da durch die Luft gequirrlt werden einmal anzuschauen. Buster Keaton ist ein Wunder der Varianz dagegen. Tänzer brauchen ihrem Publikum allerdings auch nicht so sehr vorzumachen, als hätten sie Spaß, denn Zusehen beim Tanzen ist für Langweiler. Für die ist Spaß kein Grund etwas zu tun. Eher schon ein Grund, etwas nicht zu tun.
Man sollte Leute immer beim Tanzern filmen und beim Trommeln aufnehmen und ihnen das Ergebnis vorspielen, wenn sie mal von starken Selbstzweifeln geplagt werden. Vielleicht würde sie das davon abhalten, ihre Mitmenschen beim nächsten mal mit ihrem Gebärden zu belästigen. Man sollte auch Leuten, die den Flohwalzer oder Für Elise auf dem Piano spielen immer derartig den Klavierdeckel auf ihre Onanierzangen kloppen, dass sie zum Popeln in Zukunft die Türklinke benutzen.
Moment. Solche Leute werden eigentlich nie von starken Selbstzweifeln geplagt.
Wieso machen uns eigentlich Steuerberater nicht vor, dass das, was sie tun wahnsinnig spaßig wäre? Vielleicht sollten die das mal tun, dann könnte man in Zukunft einfach Einkommenssteuerformulare statt Trommeln auslegen. Die machen nicht so viel Lärm.

Posted by banana at 07:23 EM | Comments (8)
Oktober 02, 2007
The prophet stared at his crystal ball

Wenn Pferde sprechen könnten, was würden sie uns dann wohl sagen? Sie würden sagen "Ich bin kein Pferd, ich bin ein Nullhorn".
Ansonsten habe ich wirklich nicht viel zu erzählen, denn ich arbeite gerade ein einer Menge Geheimprojekten, über die ich natürlich nichts verraten kann, weil sie ja geheim sind. Sie betreffen Euch auch gar nicht, ausser vielleicht ein Geheimprojekt. Naja, eher sind es zwei. Aber ich kann nichts über die Geheimprojekte sagen, weil ich noch nicht weiss, ob ich sie fertigstellen werden und dann heisst es wieder "Jaja, der bna, der alte Typ! Der erzählt immer von Sachen, die er machen will und dann wird es nie fertig. Dem glauben wir nichts mehr!" und das will ich natürlich nicht.
Heute habe ich mir so gedacht "Wäre doch gut, wenn man mal was erfinden würde, was jeder braucht. Dann könnte man einfach so die Welt bereisen und Vorträge halten und dafür gut bezahlt werden. Ich habe dann auch schonmal angegefangen und hatte die Idee, dass man für das Büro so Hüte baut, auf denen Hilfen zu bestimmten Themen draufstehen. Diese Hüte setzt man dann auf und dann können die Kollegen immer ablesen, was sie gerade brauchen, ohne erst umständlich nachschlagen zu müssen. Ich fände das total praktisch, aber ich glaube, diese Idee wird sich nicht durchsetzen. Wenn ich davon überzeugt wäre, dass sich diese Idee durchsetzen würde, dann wäre ich ja bestimmt nicht so blöd, sie hier zu veröffentlichen. Ein paar Gründe, warum sich die Hilfehüte nicht durchsetzen werden:
Die Texte müssten ziemlich groß geschrieben sein, um sie aus größerer Entfernung noch lesen zu können. Deswegen müssten die Hüte sehr hoch werden, was sie sehr unbequem machen würde.
Frauen würden wahrscheinlich nicht mitmachen. Sie würden sagen "Ich bin doch nicht bescheuert! Ich habe gerade 80 Euro für den Friseur ausgegeben und jetzt soll ich mir so einen doffen Hut aufsetzen."
Mit den Hilfehüten, das wird also wohl nichts. Aber ich bleibe am Ball.
Im Büro ist beim Computer übrigens kaputt. Ich kann nichts machen. So langweilig muss es in den ganzen Software-Firmen gewesen sein, bevor der Computer erfunden wurde. Behelfsmäßig sitze ich jetzt an einem Ersatz-PC. Das ist nicht besonders schön. Denn die Tastatur ist mit kleinen Aufklebern mit Arabischen Schriftzeichen versehen, weil man den Rechner auch auf Arabisch nutzen kann. Die Aufkleber sind genau so groß, wie die Tasten und durchsichtig. Jemand hat sie nachträglich auf die Tastatur geklebt. Das weiss ich, weil sich unter den Aufklebern noch Tastaturschmodder befindet. Das ist nicht sehr angenehm.
Desweiteren frage ich mich, wie man die äussere Anwendung von der Inneren Anwendung abgrenzt. Auf der Verpackung eines Salbeitees steht:
Innerliche Anwendung bei: Verdauungsbeschwerden mit leichten Krämpfen im Magen-Darm-Bereich, Völlegefühl, Blähungen; vermehrter Schweißsekretion.
Äußerliche Anwendung bei: Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut.

Also, bei mir wäre die Mund- und Rachenschleimhaut irgendwie auch innerlich. Merkwürdig.

Posted by banana at 05:13 EM | Comments (13)
copyright by banana and tek/neoscientists