September 30, 2007
Between Marx and Marzipan

Heute: Rennfahrerdeutsch für Änfänger.
1)
Ein Auto verbraucht kein Benzin, sondern es nimmt Liter.
Beispiel: Was? 240PS in einem Corsa A? Wieviel Liter nimmt der denn?
2)
Ein Auto hat keine Bremse, sondern eine Zange unter der Haube, die zupackt.
Beispiel: Der CRX vom Harro, der hat eine Riesenzange unter der Haube, die packt ordentlich zu!
3)
Ein Auto hat keinen Turbolader, sondern einen Fön.
Beispiel: Der Golf hat nen Riesenfön drin. Im Keller kommt nix, aber dann gibts richtig Schub.
4)
Ein Auto fährt nicht mit einer bestimmten Geschwindigkeit, sondern es hat sie auf der Uhr.
Beispiel: In der Fuchsröhre? Och, da hab ich immer so zwozwanzig auf der Uhr.

Das nächste Mal lernen wir dann Motorradfahrerdeutsch. Wenn sie zum Beispiel zum Ausdruck bringen wollen, dass ihr Motorrad im Vergleich zu einem Motorrad italienischer Bauart bei höheren Geschwindigkeiten etwas unruhig wird, dann sagen sie: Bei 240 im Kesselchen, da bin ich schon Passagier. Die Ducatis fahren da noch Eisenbahn.

Bis zum nächsten Mal!

Posted by banana at 08:45 EM | Comments (5)
September 28, 2007
Aber wehe, wehe, wenn ich auf die Hände sehe

In der Entwicklung der Nassrasierer geht es stetig voran. Erst gab es Nassrasierer mit einer Klinge, dann lange Zeit solche mit zwei Klingen. Dann welche mit Dreien, dann überschlugen sich die Ereignisse. Mittlerweile gibt es Rasierer mit fünf Klingen. Ich glaube, wir sind nicht mehr weit entfernt von sechs Klingen. So ist der Mensch eben. Er kennt kein Maß.
Bei den Tabs für den Geschirrspüler kann man eine Ähnliches beobachten. Erst gab es drei in eins, dann vier ins eins, mittlerweile sind wir bei mindestens fünf in eins. Und bald werden Eure Geschirrspülertabs Abitur haben.
Warum gibt es dann seit Jahren drei Wetter Taft?
Es ist ja nicht so, als ob es nur drei Wetter gäbe. Ich wüsste spontan zum Beispiel Sonnenschein, Regen, Gewitter, Schnee, bedeckter Himmel, Hagel. Das sind schonmal sechs. Nein, fünf.
Man sollte mal die Eskimos fragen. Wegen dem Schnee. Nun weiss ich nicht, ob die Eskimos 100 Schnee Taft haben, aber ich denke, eher nicht, denn die haben ja immer Eskimomützen auf dem Kopf, da braucht man ja kein Haarspray. Höchstens vielleicht drei Mützen Taft.
Trotzdem erscheint es mir etwas rückständig, dass Taft nur drei Wettern Herr wird. Ich befürchte, die Entwicklung stagniert da ein wenig.
Achso - nein, es stimmt nicht, dass Vista in Sisyph OS umbenannt werden soll.
Und ja, ich finde auch weiterhin, dass es ein wichtiger Schritt zum Erwachsenwerden eines jungen Mannes ist, wenn er im Stehen nicht mehr mit der Hose in den Kniekehlen pinkelt.

Posted by banana at 05:47 EM | Comments (4)
September 26, 2007
Wer sagt heute eigentlich noch "Hyper hyper"?

Sehr super finde ich die Idee, dass man Flugzeuge abschießt. Aber nur, wenn nur Terroristen drin sind. Wie hat man sich das denn dann vorzustellen? Wenn der Deutsche Terroristenverband einen Ausflug macht, dann darf man die abballern? Oder funkt man die dann an, so in etwa "Hallo, nicht identifiziertes Flugzeug mit Kurs auf den Maintower: Können Sie mir bitte mitteilen, ob sich ausschließlich Terroristen an Bord befinden? Wieso? Ach, nur mal so, interessehalber. Ja? (fröhlich) Prima. Sie hören dann von uns!"
In diesem, unserem Lande bedeutet das natürlich auch, dass man ganz klar definieren muss, was eigentlich ein Terrorist ist. Geht ja nicht, dass man dann einen Flieger abballert und am Ende waren das nur Praktikanten oder Terroristen auf Probe oder Hochstapler. Dann braucht man aber auch einen Verhaltenskodex für Terroristen, der mindestens besagt, dass sich nur diejenigen als Terroristen bezeichnen dürfen, die tatsächlich auch der Terroristendefinition entsprechen. Aber ich glaube, es wird ziemlich schwer sein, die Terroristen dazu zu bringen, sich an den Verhaltenskodex zu halten. Man weiss ja, wie die sind, die Terroristen!
Die wären ja auch schön blod, wenn sie auf die Frage, ob sich nur Terroristen an Bord befänden mit "Ja" antworten würden, denn sie wüssten ja, dass sie dann vom Himmel geholt werden würden und dann können sie nicht zu Ende terrorisieren. Ansonsten nehmen sie sich halt eine Geisel mit in die Lüfte. Also eine unterroristische Geisel für innen und vielleicht einen großen Aufkleber mit "Hostage inside" für aussen. Damit - falls sich ein entsprechender Jetpilot findet - der auch Bescheid weiss, dass er sie nicht abschießen darf.
Vielleicht auch so einen Aufkleber mit "Geisel an Bord", so wie "Kevin an Bord" oder "Lena Marie Chantal an Bord", wie man es gerne hinten auf Autos draufklebt. Nur halt größer. Dann könnte man alle Aufkleberhersteller dazu anhalten, sich sofort zu melden, wenn jemand bei ihnen einen "Hostage inside" Aufkleber in Auftrag gibt und dann könnte man die Terroristen sofort dingfest machen. Vielleicht ist das die Idee dahinter. Oft sind ja Zusammenhänge viel komplizierter, als sie auf den ersten Blick scheinen. Ich sage immer: Aus einem Kilometer Entfernung sieht so eine Autofabrik doch eingentlich total simpel aus. Wenn man sich dann aber nähert, dann sieht man so langsam, dass das eine ganz schön komplizierte Sache ist.

Posted by banana at 06:07 EM | Comments (22)
September 24, 2007
Er sagt mir nach Schlafzimmerart: Komm Honig, jetzt wird sich gepaart

Was mir nicht gefällt:
Die aktuelle Hosenmode für Frauen. Diese Röhrenhosen sehen im besten Fall unvorteilhaft aus.
Was mich ärgert:
Nach dem Waschen ziehe ich das Bettlaken immer zuerst um 90° verdreht auf das Bett. Immer! Von wegen 50 50! Da lach ich doch!
Was ich nicht verstehen kann:
Chinesisch.
Schon oft schrieb ich etwas über den Zwang, dem viele Menschen unterliegen und der sich darin äussert, scheinbar wahllos Anführungszeichen zu setzen. Vor der Tiefgarage steht das Schild, auf dem 'Parken "Nur für Mieter"' steht. Gestern sah ich ähnliches Schild, auf dem Stand 'Parken nur für Bewohner des Hauses "Bahnhostraße 73"'.
Ich sprach meine Begleitung darauf an, denn alle anderen Gesprächsthemen waren im Laufe unseres dreitägigen Spazierganges bereits bis zur Erschöpfung besprochen worden und als Antwort erhielt ich Erhellendes.
Bei Beschriftungen auf Grabsteinen, so wurde mir mitgeteilt, würde pro Buchstabe bezahlt, d.h. wenn der Steinmetz einen Buchstaben mehr metzt, dann kostet das - sagen wir mal - zwei Euro. Man sollte sich also nicht wundern, wenn man bald so etwas, wie '"Hier" "ruht" "in Frieden" "Karl Müller".' Das wären immerhin 8 Euro extra, 16 Mack, wobei das mit der Umrechnung 1:2 natürlich im Steinmetzgewebe nicht gültig ist, weil die sich angeblich die Umrechnung gespart haben und einfach das Währungssymbol ausgetauscht haben. Damit haben sie einen Trend gesetzt. Aber die sollen ja auch nicht rechnen, die sollen metzen!
Und weil wir schon so schön auf Scheisshauparolenniveau sind, motze ich gleich mal weiter rum. Ich habe nämlich im Katalog der Volkhochschule geblättert und da unter anderem einen Kurs gefunden, der "Computerschreiben" heisst. Der ist als Fortsetzungskurs zum Kurs "Computerschreiben in vier Stunden" angelegt. Also, wer nach vier Stunden noch nicht Computer schreiben kann, der wird da dann geholfen.
Auch gab es einen Kurs "Hip Hop und Rap Lyrik für Teens und Twens". Da wurde unter anderem beschrieben, dass die jungen Menschen ihre inneren Quellen entdecken und hervorholen sollen. Also, wenn mir jemand etwas über Lyrik beibringen will und dann davon schreibt, Quellen hervorzuholen, dann kann ich mir auch einen Bock als Gärtner engagieren, damit der für mich ein paar verborgene Schätze zum Sprudeln bringt.
Die Liste der Sachen, die die angehenden Rapper mitbringen sollten war auch interessant, neben den obligatorischen Socken war nämlich auch die lieblings Lyriker-CD dabei. Oh nein! Ich fühlte mich unwürdig. Da bin ich schon dem Teen- und sogar dem Twen-Alter entwachsen und habe immer noch keine lieblings Lyriker-CD. Asche auf mein Banausenhaupt.
Moment! Stimmt gar nicht. Ich finde "Kinski sprich Villon" sehr töffte, weiss aber nicht, ob ich die unbedingt zu so einem Kurs mitbringen würde und ob das geeignet ist, um meine Quellen hervorzuholen. Obwohl - eigentlich doch. Ist durchaus inspirierend. Wers lang hat, lässts lang hängen.
Vermisst habe ich die Kurse "Schnitzel und Wetterau - Ein bunter Themenstrauss für einen satten Samstag", sowie "Die elementarsten Regeln der Rechtschreibung - Reinziehen für Vorbeierzogene. Legaststar: bna" und "Vorbild für Milliarden: Das Pferd, hoffnungslos doof und trotzdem noch nicht ausgestorben".

Posted by banana at 06:35 EM | Comments (12)
September 20, 2007
Fool for Love and Geseiher

Hotels müssen bekanntermaßen gewisse Kriterien erfüllen, um mit einer Anzahl von Sternen ausgezeichnet zu werden. Wenn ich mich recht erinnere, dann benötigt ein Hotel in Spanien, dass mindestens vier Sterne neben den Eingang kleben will, ein Telefon auf dem Bad.
In dem Hotel in Saragossa gab es auch tatsächlich ein Telefon im Bad, neben der Toilette in Griffhöhe an der Wand.
Nun ist es sicherlich nicht einfach, sich in einem größeren Kreis von Menschen, die unterschiedliche Interessen vertreten, auf Kriterien zu einigen, anhand derer man Hotels bewertet. Jeder kennt das. Menschen haben immer Meinungen zu allem und nur selten kann man man diese verstehen oder auch nur nachvollziehen.
Warum in aller Welt, so fragte ich mich, hat man sich dann darauf einigen können, dass Hotels einer bestimmten Kartegorie über Telefone auf dem Klo verfügen müssen?
Jeder, der schonmal im Bad telefoniert hat, weiss, dass das sofort rauskommt. Es hallt einfach so sehr, dass der Gesprächspartner sofort mitbekommt, was Sache ist. Gute Freunde fragen nach, nicht so gute Freunde werden keine guten Freunde mehr. Wer möchte schon gerne mit jemandem Telefonieren, der auf der Toilette gerade was-weiss-ich-denn macht? Also ich nicht.
Es muss sich also schon um eine Ausnahmesituation handeln, in der man auf dem Klo zum Hörer greift. Die einzige Situation, die mir plausibel erscheint ist, wenn man nach dem Stuhlgang feststellt, dass kein Klopapier mehr vorhanden ist und man sozusagen auf dem Thron festgenagelt ist. Vielleicht könnte man dann auf die Idee kommen, die Rezeption oder den Zimmerservice oder einen guten Freund anzurufen und ein paar Rollen anzufordern. Das wäre zwar auch ungenehm, aber das Unangenehme würde durch die Frucht der nahen Rettung mehr als wettgemacht. Wenn man die Sache denn konsequent zuende denken würde.
Denn irgendwie muss der Überbringer der Rettungsrolle ja auch in das Hotelzimmer gelangen und dazu ist es nötig, ihm die Tür zu öffnen, was unmöglich ist, ohne das Klo zu verlassen, denn über einen Türsummer, der von der Toilette aus zu bedienen ist, verfügen diese Hotels meines Wissens nach nicht. Da hilft auch das beste Telefon nichts. Ich vermute stark, dass die Türsummer auch als Viersternkriterium im Gespräch waren, aber mit knapper Mehrheit abgelehnt wurden.
In meinen Augen würde es nicht gerade für das Hotel sprechen, wenn die Zimmerjungen und Zimmermädchen nicht jeden Morgen dafür sorgen würden, dass noch so viel Restpapier auf der Rolle ist, um einen nicht pathologisch kotenden Menschen ausreichend sauber durch den Tag zu bringen. "Wir stecken keine Mark in das Papier, sondern jede Mark in das Telefon", oder so ähnlich.
Das Telefon auf dem Klo wird mir ein ewiges Rätsel bleiben, fürchte ich und so lange die Hotels ihre Telefone nicht auf schnurlose Gesprächsübertragung umstellen müssen, werde ich mir wohl auch weiter komische Fragen stellen, wenn ich in Spanien in Hotels der besseren Kategorie absteige.

Posted by banana at 06:42 EM | Comments (10)
September 19, 2007
Ich liebe den salzigen Geschmack von Salz! Und den wässrigen Geschmack von Wasser.

Heute, während meiner wahrlich spärlich bemessenen und deshalb wahnsinnig kostbaren Freizeit, las ich zur Zerstreuung einen Ratgeber darüber, wie man einfach zu einer Frau kommt. Also nicht so eine Wegbeschreibung, so wi "Fahren sie an dieser Kreuzung rechts, dann links" und so weiter, sondern im Sinne von "wie man zu Geld kommt". Ich denke, wir verstehen uns.
Natürlich las ich dort viele wertvolle Tipps, die ich bei nächster Gelegenheit natürlich sofort ausprobieren werde. Ich will jetzt hier an dieser Stelle keine dieser wertvollen Tipps verraten, denn sonst schnappen mir wieder alle die Frauen weg, die es nicht so verdammt nötig haben, wie ich, aber - jetzt fällt mir kein aber ein. So ein verdammter Mist!
Ich las dort etwas, was mich aufhorchen lies. Es war kein Tipp, sondern eher die Erklärung für weibliches Verhalten, was uns Männer angeblich wundern lässt. Dort hieß es nämlich, dass man nicht gleich die Flinte ins Korn werfen soll, wenn man mit der Auserwählten einen Termin für ein nächstes Treffen ausmacht und die Dame dann sagt, dass sie an dem vorgeschlagenen Tag keine Zeit hat, weil sie schon etwas anderes vorhabe.
Die Frauen, so hieß es in der Trickliste, haben an dem bestimmten Tag eventuell gar nichts vor, sondern behaupten dies oft nur, um sich dadurch interessant zu machen. Sie wollten nämlich nicht als jemand dastehen, der zu jeder beliebigen Zeit verfügbar ist, weil sie zum Beispiel keine Freunde hat, total langweilig ist, ein gesuchter Schwerverbrecher ist und so weiter.
Ich fing an, die Frauen zu verstehen und sie richtig lieb zu haben. Dann aber, so hieß es weiter in der Trickliste, sollte man sich nichts dabei denken und einfach versuchen, einen anderer Termin für ein zwischengeschlechtliches Treffen zu vereinbaren.
"Hm". Machte ich. Ich machte wirklich "hm", so wie ich oft "hm" mache. Das "h" in "hm" wird dabei durch einen Ausstoß von Luft durch die Nasenlöcher erzeugt, der Mund ist geschlossen, der "m"-Laut wird durch zittriges Vibrieren in Hintermund erzeugt. Knifflig, ich weiss, kommt aber von Herzen und ist deswegen gut und rein.
Das "hm" deutete an, dass etwas zwischen meiner Innenwelt und der Aussenwelt, so wie ich sie wahrnehme, im Unreinen war.
Ich konnte es nämlich sehr gut nachvollziehen, dass jemand einen ausgedachten Termin vorgaukelt, um einen anderen Termin nicht wahrnehmen zu müssen, denn das ist eine Ninja-Gehimtaktik, die ich auch gerne und häufig einsetze, ich konnte es allerdings nicht nachvollziehen, dass man danach einen weiteren Terminvorschlag erwarten würde.
Wenn mich (durchschnittlicher Mann) zum Beispiel fragt "Hast Du nicht Lust, am Montag mit mir in den Film 'Rosen der Sehnsucht' zu gehen" und ich erwidere dann "Nein, am Montag habe ich schon meinen Grillkurs", dann heisst das nicht "Siehst Du, ich bin gar nicht so eine soziophobe Assel ohne Freunde und der Geruch kommt auch nicht von mir, schlage mir doch einfach einen neuen Termin vor, dann werde ich schon leuchtenden Auges darauf anspringen", sondern "Nein. Diese Antwort ist universell und nicht nur auf Montag beschränkt und ohne Unterschrift gültig". Es sei denn, ich frage explizit nach einem Ausweichtermin, dann ist das natürlich ganz was anders.
Ist doch ganz einfach, oder? Das letzte, was ich nämlich will, ist dass jemand dann einen Alternativtermin vorschlägt, weil ich mir dann einen neuen Vorwand ausdenken muss und dass naturgemäß immer schwieriger und unglaubwürdiger wird.
Demnzufolge reagiere ich natürlich auch entpsrechend, wenn von mir willkürlich vorgeschlagene Termine nicht mit einem mittleren Luftsprung sofort rückhaltlos akzeptiert werden. Dann nehme ich nämlich - von mir ausgehend - an, dass mein Gegenüber keinen Bock hat und schlage keine weiteren Termine vor. Ist doch logisch und sehr praktisch.
Das ist also der Hauptgrund, warum sich Mann und Frau nicht verstehen. Endlich habe ich das mal erkannt. Ich danke mir selbst sehr dafür.
Alle anderen Tricks fand ich sehr gut nachvollziehbar und auch relativ einfach umsetzbar. Nur nicht, dass man frierenden Frauen seine Jacke umlegen soll. Wie sagt man so schön: Es gibt keine schlechten Dates, es gibt nur schlechte Kleidung.
Die eigentliche Frage, die sich jedoch stellt ist jene, ob es derart dümmliche Tricklisten auch für Frauen gibt. Da würden dann Tipps drinstehen, wie etwa "Reden sie bei der ersten Verabredung auf keinen Fall von Hormonen, Blut, Haaren oder Kindern. Reden Sie überhaupt nie von Hormonen, Blut, Haaren oder Kindern. Vermeiden Sie Futur I und II. Zicken Sie nicht rum. Loben Sie die Sauberkeit seines Autos und die Pracht seines Piephahns. Nehmen Sie das Angebot, sich die Grillplatte Mykonos (mind. zwei Pers.) mit einem Lächeln an. Ignorieren Sie seine Unterwäsche. Versuchen Sie nicht herauszubekommen, wo er den Schaumwein gekauft hat. Versuchen Sie stattdessen, sich nach dem Rendezvous in einen Videorekorder zu versetzen, der gerade eine Kassette löscht. Acht Uhr heisst auch acht Uhr. Handy aus." und so weiter. Die Fortführung des Ratgebers ist dem Studenten als leichte Übungsaufgabe überlassen.
Nein, solche Tricklisten gibt es für Frauen natürlich nicht. Was sagt uns das? Dass es da ein gewisses Ungleichgewicht gibt? Dass Männer nicht zur Empathie fähig sind? Dass Männer dauernd nur ans Höckern denken? Dass Männer bereit sind, sich ein Leben lang zu verstellen? Dass Frauen sich darauf einstellen müssen, dass sich ihr Traumprinz demnächst in einen stinkrülpsenden Wurstknödel zurückverwandelt? Dass Männer doch ab und zu mal ein Buch lesen, wenn es sich lohnt (vgl. Höckern)?
Ja, das alles heisst es. Und noch viel mehr (wenn ich König von Deutschland wär).

Posted by banana at 05:27 EM | Comments (11)
September 17, 2007
I could be violet sky

Im Einschmieren mit Sonnencreme bin ich nicht besonders geübt. Dabei bin ich eigentlich sogar ein kleiner Fachmann für Sonnencreme. Ich weiss, dass es grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Sonnencreme gibt und wie sie wirken und ich weiss auch, welche Cremes bei mir besonders gut einziehen.
Ich habe nur einfach sehr wenig Übung darin, mich am ganzen Körper mit Sonnencreme einzuschmieren, weil ich es eigentlich vermeide, mich der Sonne auszusetzen.
Somit war mir natürlich beim Baden auch nicht mehr geläufig, dass man auch die Oberseiten der Füße eincremen sollte, weil diese als nahezu horizontale Flächen nunmal ganz besonders gerne von der Sonne geküsst werden. Was folgte war natürlich Sonnenbrand auf den Füßen.
Das sieht nicht besonders vorteilhaft aus. Der ganze Kerl ist weiss, nur die Fußdeckel leuchten so rot, wie es die Nase von Rudolph nicht macht.
Das unvorteilhafte Bild, das ich darbot wurde noch durch ein kleines Missgeschick vervollständigt, dass mir am Tag zuvor im Bad passiert war.
Nach dem Duschen nämlich tänzelte ich gewohnt leichtfüßig mit einem Lied auf den Lippen durch das Badezimmer und dachte an nichts Schlimmes, als ich meinen rechten Fuß in eine von mir vorher dort angelegte Wasserpfütze setzte. Nachdem ich mein Körpergewicht alsdann auf ebendiesen Fuß verlagerte, kam es zum Aquaplaning, ich riss die Hände in die Höhe, stieß einen Schrei der Verwunderung aus und der Fuß glitschte weg und wurde erst durch den Porzellanfuß des Bidets gestoppt.
Der Einschlag betraf nicht meinen ganzen Fuß, sondern nur meinen Mittelzeh. Zuerst wusste ich das auch nicht so genau, denn der Schmerz war zehenübergreifend. Am nächsten Morgen allerdings präsentierte sich mein Mittelzeh genau ab der Hälfte in einem kräftigen Violett. Da war ich aber froh, dass das geklärt war.
Also humpelte ich auf weiss-roten Füßen durch das Schwimmbad und weil das noch nicht bescheuert genug aussah, leuchtete auch noch mein rechter Mittelzeh ab der Mitte in durchaus starkem Kontrast zum Restfuß. Er sah ungefähr so aus, wie ein Himbi-Spezial in Miniaturformat.
Da war ich aber froh, denn so lenkte ich von meiner nicht mehr ganz dem Zeitgeist entsprechenden Badehose ab. Ich kann aber trotzdem niemanden empfehlen, mit voller Wucht gegen sein Bidet zu treten, weil man zu geizig ist, um sich topmodische Bademode anzuschaffen, denn gesund ist das nicht.
Ich wollte erst ein Foto von meinen Füßen zu ihren Glanzzeiten machen, habe dann aber darauf verzichtet. Es sah mir zu photoshoppig aus. Inzwischen ist der Zeh wieder zu seinem originalen Werksfarbton zurückgekehrt und die Haut löst sich unter unangenehmem Jucken vom Fußrücken.
Es ist also alles wieder in bester Ordnung!

Posted by banana at 05:29 EM | Comments (5)
September 06, 2007
My apartment looks upside down from there

Aahh! Es geht doch nichts über ein schönes Glas kaltes Spezi! Erfrischt haue ich in die Tasten.
Moment, ich genehmige mir noch ein Glas.
Nein - halt! Lieber nicht, sonst kann ich nachher wieder nicht schlafen. Ist ja Cola drin in dem Zeug.
Ja, was soll ich sagen. Morgen fliege ich schon wieder auf Dienstreise. Für eine ganze Woche. Ich bin aber miserabel vorbereiter. Ich weiss nichteinmal, wie viele Achterbahnen überhaupt auf unserem Weg liegen. Aber ich werde es schon herausfinden.
Im Büro ist auch alles soweit in Ordnung. Ich habe sogar an Mechabaumi, die schönste und klügste Avokadopflanze der Welt, gedacht.
Wenn Mechabaumi nicht regelmäßig gegossen wird, dann lässt er die Blätter hängen, macht die Blätter am äusseren Rand trocken und braun und erweckt damit mein Mitleid und zwar jenes Mitleid, dass bei mir ganz unten, tief im Süden meines Herzens, sitzt.
Nun bin ich nächste Woche aber nicht da und ich teile mir mit Menschen das Büro, denen es gar nicht auffällt, wenn Mechabaumi anklagend die Blätter hängenlässt. Denen fällt es erst auf, wenn ich dann wieder zurück bin und den ganzen Tag schmolle.
Naja, wenn ich schmolle, dann fällt denen das auch nicht auf, also lasse ich mich dazu hinreissen, Mechabaumi zu fragen, warum er denn so anklagend die Blätter hängen lässt.
Ja, dann fällt es ihnen auch auf und es tut ihnen leid, aber dann ist es zu spät!
Kurzer Rede kurzer Sinn: Ich habe jetzt für nächste Woche über das Mail-System drei Einladungen zu Besprechungen an die Kolleginnen verschickt, die zum Thema haben, Mechabaumi zu gießen.
Das mache ich immer so. Klappt super! Kann ich jedem empfehlen, der mit Leuten zu tun hat, die "was mit Computern" machen.
Bis bald, meine lieben Freunde!
Euer
bna

Posted by banana at 07:44 EM | Comments (10)
September 05, 2007
Meaner than a junkyard dog

Einer der Effekte des Älterwerdens besteht darin, dass man nicht mehr darauf achtet, was wer sagt, sondern wer was sagt. D.h. Argumente zählen eigentlich nicht mehr so. Aber Argumente sind eigentlich sowieso für den Arsch. Wir alle sind die Jünger der großen Scheisse. Wir sind die Jünger der Scheisse Gahl.
Was auch schön ist, wenn man nicht mehr 22 ist, ist, dass man zum Beispiel herausfindet, wie der - sagen wir mal - durchschnittliche Besucher einer Veranstaltung mit potientiell lustigem Inhalt diesen Inhalt wahrnimmt. In meinem Fall war es eine alte Frau Dame mittleren Alters. Da machte der Mann auf der Bühne eine lustige Bemerkung. In dem Fall sprach der den Namen des Ortes, in dem die Veranstaltung stattfand, falsch aus. Er sagte nämlich "Bad Wilbel", statt "Bad Vilbel" (mit Vogel V). Man spricht ja gerne mal Ortsnamen falsch aus, wenn man "nicht von hier" ist. Da wird dann aus Wiesbaden Wiesbaden oder gerne mal aus Langenselbold Langenselbold. Das ist dann lustig.
Nein, wirklich!
Also sagte der Mann auf der Bühne etwas von "Bad Wilbel" und die Frau neben mir wartete fünf Sekunden, machte dann "Höhö", sagte dann "Wilbel" und wartete auf den nächsten Witz. Das wiederholte sich über den Abend verteilt ein paar Mal. Natürlich nicht nur mit Ortswitzen. Auch mit anderen Witzen, die mir jetzt aber entfallen sind. Leider.
Ich stelle aber hier mal kurz den Ablauf vor:

Zuhören.
Abwägen: ist das lustig oder nicht?
Wenn ja: Kurz nach Belieben lachen, danach den lustigen Teil des Witzes wiederholen (nach Möglichkeit messerspitz nur ein Wort).

Manchmal kommt es vor, dass man einen Witz verpasst hat. Das merkt man daran, dass alle anderen lachen, man selbst aber nicht. Das ist natürlich ärgerlich! In diesem Fall fragt man seine Begleitung ("Was?!") und lässt sich das nochmal wiederholen. Dann bitte aus Höflichkeit lachen, auch wenn man es dann immer noch nicht verstanden hat.
Aber natürlich nur, wenn die Begleitung selbst den Witz auch mitbekommen hat. Hat sie das im Laufe des Abends mehrfach nicht getan, dann einfach mitlachen, wenn alle lachen. Das ist auf jeden Fall richtig.
Ist doch gar nicht so schwer, einen lustigen Abend zu verbringen!

Posted by banana at 06:03 EM | Comments (4)
September 03, 2007
Under the Blockwart

Die ganze Politik und Gesetzgeberei ist ja wahnsinnig kompliziert. Da gibt es so viele Hintergründe und Zusammenhänge, die man als normaler Mensch gar nicht kennen und verstehen kann (was wieder die Frage danach aufwirft, was man denn unter einem "normalen Menschen" zu verstehen hat, aber das ist ein anderes Thema).
Und weil ich weiss, dass es viele Zusammenhänge und Hintergründe gibt, die ich nicht kennen und verstehen kann, weiss ich auch, dass es nicht kompletter Schwachsinn oder Sich-Beugen vor Lobbyisten ist, dass der Innenminister die Altersgrenze für den Erwerb von großkalibrigen Waffen wieder von 21 auf 18 Jahre senken wollte. Das wäre nämlich auf jeden Fall zu einfach. Es gibt da - wie gesagt - unbekannte Hintergründe und Zusammenhänge.
Als Grund lese ich, dass die Senkung der Altergrenze keinen Sicherheitsgewinn gebracht hätte und deswegen rückgänig gemacht werden sollte.
Ich glaube mich daran zu erinnern, dass die Altersgrenze damals nach dem Amoklauf in Erfurt gesenkt worden ist. 2002 muss das gewesen sein. Der Läufer war 19 Jahre alt.
Ich glaube mich auch daran zu erinnern, dass der letzte Amoklauf 2006 in Emsdetten passierte. Der Täter war 18.
Wir lesen jetzt nochmal, dass die Senkung der Altersgrenze nach dem Amoklauf in Erfurt keinen Sicherheitsgewinn gebracht hat und versuchen ganz feste, uns keine zynischen und sarkastischen Gedanken zu machen.
Die Frage ist natürlich: Was hätte den passieren müssen, bzw. nicht passieren müssen, damit die Änderung einen Sicherheitsgewinn gebracht hätte?
Nein, danke da hinten, das war eine rhetorische Frage. Nehmen wir einfach an, der Innenminister habe einen großten Sicherheitsmesser. Nein, nicht ein Sicherheitsmesser, sondern einen Sicherheitsmesser. Das ist ein Gerät, mit dem er die Sicherheit messen kann. Ganz objektiv und absolut.
Eine andere Frage ist natürlich auch: Werden in Zukunft alle Gesetzesänderung zurückgenommen, die zu keiner Besserung geführt haben?
Geil!
Moment - doch ungeil. War-Nur-Spaß Gesetzgebung ist nicht gerade vertrauensfördernd. Und das Problem ist ja immernoch, wer denn eigentlich entscheidet, was besser und was schlechter ist und warum.
Aber wahrscheinlich wäre diese Änderung sehr sinnvoll gewesen. Ich persönlich kenne keine 18, 19 und 20 jährigen Sportschützen, aber wahrscheinlich sind es viele, sogar sehr viele. Und wahrscheinlich haben sie auch so ganz unangenehme Stimmen und rufen dauernd mit dem Handy ausgewählte wichtige Leute an. Und wahrscheinlich sind sie auch eine für die Republik sehr wertvolle und wichtige Gruppe.
Nur noch jeder siebte Jugendliche muss Wehrdienst absolvieren und selbst wenn er es muss, dann dauert das Ganze nur 9 Monate. Das ist doch lächerlich! Da ist doch der Dienst schon vorbei, bevor man "Motherfucker" sagen kann!
Wenn er jetzt kommt, der Iraner oder der Chinese oder der Inder, wie stehen wir den dann da? Wer schützt uns denn dann? Eine phatte Phalanx von Kevins mit Gel-Iro, die die Tarnhosen in der Kniekehle hängen haben und ins Magazin ihrer Knifte schauen, wie das Schwein ins Uhrwerk? Dann tuts uns leid!
Da gibt es bestimmt so eine Geheimreserve von 18, 19 und 20 jährigen Sportschützen, die uns dann raushauen sollten, wenn es mal so weit ist. Aber dazu müssen sie natürlich üben, üben, üben! Am Großkaliber! Rund um die Uhr! Auch daheim!
Das alles sind nur Spekulationen, denn wie gesagt kenne ich die ganzen komplizierten Hintergründe und Zusammenhänge nicht und deshalb muss es eine vernünftige Erklärung für die Gesetzesänderung geben. Daran glaube ich fest! Naja. Ist ja ohnehin müßig. Kommt ja nicht, die Gesetzesänderung.
Achso - das muss auch noch erwähnt werden: Spezi (1:1 Mischgetränk aus Cola und gelber Limonade) steht ganz kurz vor dem riesengroßen Comeback. Auch international! Denkt an meine Worte.

Posted by banana at 06:45 EM | Comments (13)
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