Juli 31, 2007
Die Werbetrommel anrühren?

Überall kann man es lesen! Der Chinese, die gelbe Gefahr, trinkt uns die weisse Milch weg und deswegen müssen wir dafür jetzt mehr bezahlen. Gemein ist das! Macht Euch doch Eure eigene Milch, ihr Chinesentypen! Wir essen Euch ja auch nicht die Schlangen und die Hunde weg! Das gehört sich doch nicht.
Moment! Wie war das noch gleich mit der Laktoseintoleranz? Genau, Laktoseintoleranz bedeutet, dass manche Menschen nicht über das Enzym Laktase verfügen und dass sie deswegen den Milchzucker Laktose nicht spalten können. Das führt dazu, dass der Genuss von laktosehaltigen Lebensmitteln, wie etwa Milch, unter anderem zu Blähungen und Durchfall führt.
In Europa fehlt ca 10% der Menschen das Enzym. In Asien fehlt es bei 90%.
Moment.
China ist doch in Asien!
Jaja, uns großspurig die Milch wegsaufen und dann schnell auf den Abort rennen, um dort furzend und flitzkackend zu leiden. Das ist doch bescheuert! Das ist ja schon fast boshaft!
In der Wikipedia gibt es eine schöne Übersichtskarte dazu, in welchen Gegenden der Erde die Bevölkerung wie intolerant gegenüber Laktose ist. Als Quelle wird der Verein für Laktoseintoleranz angegeben.
Moment.
In einen Kegelverein gehe ich zum Kegeln. In den Skatverein gehe ich zum Skatspielen. Gehe ich in den Verein für Laktoseintoleranz, um intolerant gegenüber Laktose zu sein? "Nieder mit der Laktose!", "Laktose raus!", "Das Glas ist voll!" oder sowas. Ein Verein für Intoleranz. Sachen gibts.
Angeblich setzt sich in China immer mehr ein westlicher Lebensstil durch. Und dazu gehört eben auch das Milchtrinken. Ich denke, man muss ja nicht jeden Mist nachmachen.
Neben den milchdurstigen Chinesen beherrschte der Abbruch des Weltrekordversuches im Achterbahnfahren die Medien.
Zwei lustige Männer wollten sehr lange am Stück Achterbahnfahren und damit einen Weltrekord aufstellen. Wie das genau war, weiss ich auch nicht, denn das interessiert mich nicht besonders.
Es gab schon eine Menge Achterbahnrekorde und Achterbahnrekordversuche. Die zwei lustigen Männer setzten Sich in eine Achterbahn des Typs Boomerang des Niederländischen Herstellers Vekoma. Meiner Meinung nach ist das so ziemlich der letzte Achterbahntyp, den ich mir für einen Weltrekord im Dauerfahren aussuchen würde, denn der Fahrkomfort des gemeinen Boomerangs (es gibt davon jede Menge auf der Welt) lässt zu wünschen übrig. Nun sagt man der Bahn in Geiselwind, auf der der Versuch stattfindet, noch verhältnismässig gute Fahreigenschaften nach, aber das heiss nicht besonders viel.
In einem Boomerang wird der Zug, in dem man sitzt zunächst rückwärts ca. 40 Meter in die Höhe gezogen und dann ausgeklinkt. Es folgt eine Vorwärtsfahrt, bei der man dreimal auf den Kopf gestellt wird, bevor der Zug eine Steigung heraufrollt. Auf der Steigung kommt der Zug zu stehen, wird dann wieder hochgezogen, diesmal vorwärts, wieder ausgeklinkt und absolviert die gleiche Strecke nochmal rückwärts. Wieder drei mal über Kopf.
Wenn ich Boomerang fahre (was ich aus beruflichen Gründen manchmal tun muss), dann setze ich mich gerne in die Mitte, weil die Fahrt dort am wenigsten unangenehm ist. Die beiden Weltrekordanwärter sitzen beziehungsweise saßen im letzten Wagen. Dort kann man besonders bei der Rückwärtsfahrt die auftretenden G-Kräfte besonders gut genießen, wenn der Zug durch die Inversionselemente rappelt. Das ist ungefährt so, wie wenn Nashörner Origami machen und man selbst das Papier ist.
Nun musste einer der beiden Teilnehmer den Achterbahndauerfahrtenweltrekordversuch abbrechen, weil er einen Bandscheibenvorfall erlitten hat. Das ist natürlich nicht schön, weil mit der Bandscheibe bekanntlich nicht zu spaßen ist, entbehrt aber nicht einer gewissen Komik, da der Herr sich selbst als Fakir bezeichnet und in diversen Achterbahn-Fan-Foren auch schon auf seinen Weltrekordversuch hingewiesen hat. Er hat auch auf sein Lied "Rollercoaster - better than sex" hingewiesen (am besten fand ich die Textzeile, in der es heisst, dass er kein Mädel braucht, um auf der Achterbahn zum Höhepunkt zu kommen. Da geht es ihm, wie vielen, habe ich gedacht. Die meisten brauchen ausserdem auch keine Achterbahn dazu). Einen Fakir mit Bandscheibenvorfall hat man einfach nicht alle Tage. Wer hat da "orthopädisches Nagelbrett" gesagt?
In den Achterbahn-Fan-Foren war die Reaktion auf die Ankündigungen des Fakirs verhalten bis ablehnend. Aus dem gleichen Grund, warum mir der Weltrekordversuch auch egal ist. Weil es in etwa so ist, als lüde man einen Weinliebhaber zum Wettsaufen am Ballermann ein. Der wird auch nicht begeistert sein.
Ich wünsche dem Fakir auf jeden Fall gute Besserung!

Posted by banana at 06:12 EM | Comments (16)
Juli 30, 2007
Und als Mann sah sie die Sonne aufgehen

Wenn mich jemand nach meiner Meinung fragen würde, dann würde ich sagen, dass Punk in letzter Zeit ziemlich angepisst im Grab rumrotiert und dass ich ihn gut verstehen kann. Aber mich fragt ja keiner.
Ich würde auch sagen, dass man sich eigentlich doch keine Sorgen um seine Rente machen muss. Ich habe mir ja in der Vergangenheit wirklich starke Sorgen um meine Rente gemacht, weil ich das Rententzahlpotential der jungen Leute aufgrund von Stichproben als ziemlich gering eingeschätzt habe. Jetzt stellt sich aber immer mehr heraus, dass die meisten Nervkinder in Wahrheit verkannte Genies sind. Irgendwann ist ADS erfunden worden, aber beim Erfinden ist irgendwas schief gelaufen. Denn sehr viele Eltern von betroffenen Kindern finden heraus, dass ihre Sprößlinge eigentlich kein Problem mit der Aufmerksamkeit haben, sondern einfach die meiste Zeit komplett unterfordert sind. Weils sie hochbegabt sind. Also langweilen sie sich und dann bauen sie Mist. Ist ja auch nur zu gut verständlich. Langeweile ist nämlich ganz schön doof.
Das führt zu dem erstaunlichen Phänomen, dass viele Kinder bereits im Vorschulalter intelligenter sind als ihre Eltern. Und zwar als beide zusammen!
Es ist also unser Bildungssystem gefragt. Es müssen Strategien entwickelt werden, wie man mit den Massen an Hochbegabten umgeht und das ungeheure Potential zum Vorteil des Landes im Allgemeinen und zur Sicherung meiner Rente im Speziellen nutzen kann.
Kann ein normal begabter Lehrer überhaupt mit hochbegabten Kindern adäquat umgehen oder versaubeutelt er unter Umständen alles? Oder sie.
Als die Lehrer von heute noch die Lehrer von morgen waren, da war ADS ja noch nicht erfunden. Da hieß das noch Zappelphillip und war noch nicht so beliebt, wie heute. Auf persönliche Erfahrung können die Pädagogen also nicht zurückgreifen. Ausserdem geht es ja auch nicht um ADS, sondern um Hochbegabung. Die war damals schon erfunden und es wurde auch mit ihr umgegangen: Man machte in der Schule einen Intelligenztest, bei dem man irgendwelche Reihen fortsetzen musste. Danach war dann ziemlich klar, dass man nicht hochbegabt war.
Ich habe damals nicht gut abgeschnitten. Nein, ich bin nicht unintelligent. Ich bin einfach nicht gut darin, Reihen fortzusetzen!
Aber Fragen drängen sich auf: Sind die Lehrer mal wieder die Buhmänner der Nation, die die Fehler ausbaden müssen, für die sie gar nicht verantwortlich sind? Konnte man ahnen, dass wir auf einmal von einer ganzen Welle von High-Potentials überschwemmt werden? Sind die anderen Hochbegabten nicht schrecklich schlecht, für mein Hochbegabtes? Wo kann ich mich beschweren? Hilft es, wenn ich mein Kind Gaby nenne? Oder Gabriel? Hat es negative Auswirkungen auf den Test, wenn mein Kind Philipp heisst? Muss ich den Hochbegabtentest für mein Kind selbst bezahlen?
Fragen über Fragen.
Zumindest die Letzte kann ich beantworten: Ja, musst Du. Kostet etwa 300 Euro. 300 Euro, die sich lohnen! Für wen auch immer.
Wie? Nein, ich weiss nicht, ob man die Ergebnisse der Tests juristisch anfechten kann.

Posted by banana at 06:18 EM | Comments (9)
Juli 29, 2007
So stark wie Ninja!!!

Ich glaube, mein Neffe (7) wird demnächst diese Seite übernehmen. Er macht die besseren Witze, als ich. Ausserdem will er Computerspezialist werden. Das sind ja wohl die besten Voraussetzungen.
Als ich meine Nichte (9) frage, was sie denn werden will, sagt sie, sie möchte später irgendwas mit Tieren machen.
Mein Neffe sagte "Dann kannst Du ja Metzger werden."

Posted by banana at 06:55 EM | Comments (3)
Juli 27, 2007
Das Weg ist der Ziel

Ok, Onan ist uns ja allen aus der Bibel bekannt. Aber wo steht eigentlich was über Masturb, Kopul, Penet, Menstru oder Ejakul?
Heute: Dalai Lama Witze.
Vater: Dalai! Du solltest doch zu Hause sein, wenn es dunkel wird!
Dalai: Aber Vater, ich bin doch erleuchtet!
Was kann ich noch?
Was ist eigentlich aus den Sprichworten "Du bist wohl mit dem D-Zug durch die Kinderstube gefahren" oder "Eine alte Frau ist kein D-Zug" geworden? D-Züge gibt es doch gar nicht mehr. Sagt man jetzt "Eine alte Frau ist kein Regionalexpress?" Ich glaube kaum.
Das "D" in D-Zug steht übrigens für "Durchgangs", weil die Dinger nicht an allen Bahnhöfen gehalten haben.
Inter Cities gab es ja früher auch schon. Allerding wurden die früher noch "Inter Zitti" ausgesprochen. Ich hatte mal einen Verwandten, der hat Camping immer "Zamping" ausgesprochen. Und Soft Eis mit langem "o". "Sohft Eis hat Bakterien". Sagte der immer. Also gab es auch ein Sohft Eis. Ich war nicht traurig und kaute weiter auf meiner Karotte.
Ach so - Lichtraumprofil. Das Lichtraumprofil bei der Achterbahn sorgt dafür, dass ein gewisser Abstand um den Achterbahnwagen herum eingehalten wird, damit man sich während der Fahrt nicht den Kopf abrasiert oder sowas. In der Regel ist der Abstand so groß bemessen, dass man während der Fahrt überhaupt gar nichts berühren kann, selbst wenn man sich noch so sehr reckt und streckt. Deswegen kann man auch während der Fahrt ruhigen Gewissens die Arme in die Höhe recken und den Airtime Josef Jodler jodeln.
Dachte ich.
Es begab sich nämlich in Skandinavien, dass ein Britischer Achterbahnenthusiast vor mir, der sich eben noch froh jauchzend gereckt und gestreckt hatte, plötzlich die Arme einzog und konsterniert seine Finger betrachtete.
Da war er doch tatsächlich während der Fahrt mit dem Finger an einen Teil der Holzkonstruktion geraten. Er sah so aus, als sei das ziemlich schmerzhaft gewesen. So kanns gehen. Zum Glück bin ich nur 120 Zentimeter groß.
Mein - ebenfalls Britischer - Zugnachbar tappte dem ersten auf die Schulter, lachte und erklärte, dass ihm das auch schon passiert sei.
Fürchterlich, wenn sich Leute während der Fahrt unterhalten. Auch wenn nirgends ein Schild steht "Während der Fahrt nicht mit dem Fahrer sprechen". Machen Enthusiasten aber gerne, das während der Fahrt unterhalten. Blöd ist dass dann, wenn im gleichen Zug Familienväter sitzen, die ihre Kinder davon überzeugen wollen, was sie da gerade für ein wahnsinnig aufregendes Erlebnis erleben. Natürlich nur blöd für den Familienvater, die Enthusiasten unterhalten sich ja.
Im Schwedischen Liseberg durften wir übrigens Nägel in die Achterbahn hauen und unseren Namen daneben schreiben. Habe ich gerne gemacht. Und fotografiert habe ich es auch!
Hier siehr man meinen Elch und wenn man genau hinschaut auch den Nagel.

Und hier kann man sehen, dass der Elch wirklich auf der Achterbahn ist.

Dann habe ich noch ein paar sehr stimmungsvolle Nachaufnahmen von Balder gemacht. Eine sehr gute Bahn. Hatte ich aber flotter in Erinnerung. Stimmungsvoll, stimmungsvoll!


Posted by banana at 06:09 EM | Comments (3)
Juli 26, 2007
Vom Handkuss bis zum Schlüpfer

Aus: Gespräche mit bna. Heute: Der Anruf in der fremden Stadt.
bna: Guten Tag.
kau: Guten Tag.
bna: Hast Du einen Moment Zeit, ich habe ein paar Fragen.
kau: Ist gerade schlecht.
bna: Was macht Ihr denn?
kau: Der Chef ist unterwegs zu uns. Die einen türken noch die Projektpläne und die anderen ölen und rasieren sich die Eier, damit es beim Abschneiden nicht so eine Sauerei gibt.
bna: Ok. Tschau.

Zwei Seelen wohnen in meiner Brust. Ich nenne sie Seele A und Seele B.
Nein!
Moment mal! Was ist das denn? Ach Du Schreck! Es sind in Wahrheit drei Seelen! Die dritte nenne ich dann einfach Enti.
Sagt alle mal "Hallo Enti!"
Danke.
Ansonsten war ich ja in Spanien. Nee, ich war ja in Skandinavien. Spanien ist ja nicht in Skandinavien. Es klingt nur so ähnlich. In Spanien war ich natürlich auch - ihr wisst schon, das lustige Foto mit dem gemischten Salat - aber das ist schon etwas länger her. Heute soll es um meine Reise durch Skandinavien gehen.
Die Finnische Sprache ist übrigens sehr lustig. Ich glaube, sie schreiben ein Wort und wenn das Wort fertig ist, dann kommt die Liina, die kleine Wortfee und verteilt nach Gutdünken einfach ein paar zu kurz gekommene Buchstaben über das Wort. Das sind in der Regel Äs, Ks, Hs, Ys und Is. In Finnland weiss man schon seit Jahrhunderten, dass die Reihenfolge der Buchstaben in einem Wort keine Rolle spielt und dass man sich nur daran hält, um diejenigen zu Ärgern, die gerade schreiben lernen. Jaja, Kälte und Dunkelheit machen kautzig.
Überhaupt bin ich der Meinung, dass Finnland von zu kurz gekommenen Buchstaben gegründet worden ist. Man hat sich das Volk der Buchstaben etwa so, wie eine große Buchstabensuppe vorzustellen. Und weil der große Buchstabenschöpfer ein dufter und gerechter Typ ist, macht er von jedem Buchstaben die gleiche Menge. Soweit so gut. Der große Sprachausdenker, der sich am Anbeginn der Zeit alle Sprachen ausgedacht hat, war aber nicht ganz so dufte und gerecht, wie der große Buchstabenschöpfer und so kam es, dass in den allerallermeisten Sprachen gewisse Buchstaben bevorzugt werden. Wer schonmal Glücksrad geschaut hat, der weiss, dass das bei uns, also in diesem unserem Landem zum Beipiel das E, das R, das N, das S, das T und das L sind. Die werden besonders gern genommen.
Das bedeutet zum einen natürlich mehr Arbeit für die Genossen, aber zum anderen auch mehr Publicity. Klar, dass da da Ä, das H, das Y und das I irgendwann sauer wurden, weil sie so selten gebraucht wurden. Deswegen haben diese Buchstaben dann Finnland gegründet und dort leben sie jetzt in Saus und Braus und zeigen den Kollegen eine lange Nase.
Vor allem in Braus.

Als der große Sprachenausdenker sich Schwedisch ausgedacht hat, war er übrigens nicht besonders gut auf die Schweden zu sprechen, weil der Überlieferung nach eine gewisse Ilka aus Norsjö es verweigert haate "etwas nett zu ihm zu sein" und deswegen müssen die Deutschen sich bis heute angewidert abwenden, wenn sie nach einer deftigen Schwedenwanderung nach Apfelkuchen hüngert.
Da kann man mal sehen, wes Geistes kind der große Sprachausdenker ist! Der sollte sich was schämen. Ich sage immer "Pferde und den großen Sprachausdenker sollte man in einen Sack stecken und mit dem Knüppel draufhauen! Da würde man immer den Richtigen Treffen!"

Aber wir wissen auch: Durst ist schlimmer, als Heimweh und Hunger ist der beste Koch!
Auf jeden Fall besser, als Roland Koch.
Wenn man aber Deutsch nicht kennt, dann ist Schwedisch bestimmt nicht so lustig. In Finnland gibt es zwei Amtssprachen, nämlich Finnisch und Schwedisch. Das liegt daran, dass ungefähr die hälfte aller Finnischen Kinder, sobald sie in die Schule kommen und den Kram schreiben sollen, so tun, als könnten sie gar kein Finnisch, weil sie sich nicht in der Lage sehen, die Herausforderung anzunehmen. Sie gehen sogar so weit, dass sie heimlich in ihrer Freizeit Schwedisch lernen.
Finnische Bücher sind übrigens in der Regel doppelt so dick, wie Englische Bücher und das wohlgemerkt bei identischem Inhalt! Die Finnische Suchmaschine für das Internet ist doppelt so hoch und dreimal so breit, wie ihre ausländischen Kollegen! In Finnland ist das Spiel Skrabble verboten, weil die Herstellung bis zum Verbot große Teile der Finnischen Wälder vernichtete. Wenn man alle Ä-Punkte der Finnischen Verfassung auf einen Haufen werfen würde, dann würde es einen schwarzen Fleck ergeben, der etwa halb so große ist, wie Mecklenburg-Hinterpommern.
Eigentlich wollte ich ja etwas über Nägel und Eddings und die Schwedische Achterbahn Balder schreiben. Und eigentlich wollte ich auch etwas über die Skandinavische Auslegung des Lichtraumprofiles schreiben, aber ich glaube, das mache ich dann ein andermal. Weiss eh wieder keine Sau, was das Lichtraumprofil ist.

Posted by banana at 05:14 EM | Comments (2)
Juli 24, 2007
Los Paul! Du musst ihm voll in die Eier haun!

Erstmal vorneweg riesengroßen Dank an schwoini für sehr exklusive und rare Ölsardinenbilder aus China! Ja, aus China! Damit ist die §§a href="http://www.spackonauten.org/adoe">Allee der Ölsardinen§§/a> die einzige Ölsardinenseite, die Bilder von Chinesischen Ölsardinendosen zu bieten hat. Das ist wirklich eine Sensation! Danke, danke, danke pupanke. Ich schreibe auch nichts abfälliges mehr über junge Dinger und über Mannheim.
Obwohl.
Naja, vielleicht doch. Ein paar Mal.
Ich konnte zwar die Namen der meisten Dosen nicht entziffern, aber ich gehe davon aus, dass sie zum Wohl des Volkes sind.
Den Unteroffizier beim Bund, der sich selbst "Macho" genannt hat und bei jeder Gelegenheit zu dem gleichnamigen Lied von Rainhard Fendrich getanzt hat, den hatte ich ja schon fast vergessen. Ich habe mich schon damals gefragt, ob der sich auch nur einmal den Text angehört hat. Dabei ist das doch gar nicht so schwer. Ist ja auch Deutsch.
Mir ist auch klar geworden, warum Wolfgang Petry nie den großen Durchbruch in Asien feiern konnte. Das Konzept der Hölle ist dort nämlich völlig unbekannt.
Wo wir gerade beim Thema sind - darf man seine Kinder eigentlich Dalai nennen? Dalai Kevin oder sowas. Das wäre doch mal schick. Oder Dalai Brooklyn. Oder Dalai Jesus.
Oder Voda? Darf man seine Kinder Voda nennen? So wie Vodaphone.
Nein! Darf man nicht! Voda ist nämlich die Abkürzung von Voice Data. Hätten Sie's gewusst?
Dalei ist übrigens Mongolisch für Ozean. Man kann seine Kinder also bestimmt so nennen.
Komisch ist ja auch das mit den Wochentagen. Wieso heisst der Mittwoch den woch und nicht Tag? Montag, Dienstag, Mittag. Achso - Mittag gibt es ja schon. Da hätte man sich wirklich was anderes ausdenken können, statt "Mitt". Das wäre doch wirklich nicht so schwer gewesen. Mit den Sonnabend ist das ja auch so eine Sache. Sagt ja auch kaum jemand "Sonnabend". Stichtag für den großen Preis: Sonnabend in acht Tagen. Komisch. Wenn der Samstag Sonnabend heisst und der Samstag vor dem Sonntag kommt, dann kommt ja der Abend vor dem Tag. Müsste es dann nicht eigentlich Sonnmorgen heissen? Oder müsste nicht der Samstag Sonntag heissen und der Sonntag Sonnabend?
Das ist wirklich ziemlich bescheuert. Ich möchte mal wissen, wer sich das schon wieder ausgedacht hat.

Posted by banana at 05:46 EM | Comments (14)
Juli 23, 2007
Stay away from pear cider

Im Urlaub hat man mehr Zeit, als man normalerweise zur Verfügung hat. Das ist klasse, es ist ja auch Urlaub. Da fällt der ganze Alltagsstress von einem ab, man setzt sich in den Sonnenstuhl, sieht der Sonne beim Wandern und den Wolken beim sich-verwandeln zu und merkt nach etwa einer halben Stunde, dass man total verlernt hat, sich zu beschäftigen.
Deswegen geht man los. Wenn man jung ist und nicht weiss, was man mit sich anfangen soll, dann macht man gewöhnlich Dinge, die die Älteren als Dummheiten bezeichnen. Zum Beispiel bestellt man Taxis, obwohl man gar nicht mitfahren will oder man drückt auf die Klingeln von Leuten, obwohl man die gar nicht besuchen will oder man fährt mit dem Mofa zur Bushaltestelle und trinkt Bier aus Flaschen, obwohl man Bier eigentlich gar nicht mag.
Wenn man älter ist, macht man aber keine Dummheiten mehr. Naja, eigentlich macht man eine Menge Dummheiten, aber die sind nicht so lustig.
Im Urlaub zieht man los und sucht nach einer Postkarte, auf der das Hotel oder das Haus oder was auch immer es ist, in dem man wohnt, zu sehen ist.
Dann setzt man sich hin und versucht ganz genau herauszubekommen, wo man denn genau wohnt und stellt erstaunt fest, dass Kugelschreiber sich überhaupt nicht dazu eignen, um damit Pfeile auf Karten zu malen. Nach einigem Rubbeln klappt es dann aber meistens. Man hat einen Pfeil oder ein Kreuz auf die Karte, die anzeigt, wo genau man denn wohnt. Wenn man die Rubbelei auf der Karte noch nicht über hat, dann rubbelt man noch "da wohnen wir" danneben. Sonst schreibt man es auf die Rückseite der Karte.
Wieder hat man fünf Minuten des Urlaubes hinter sich gebracht. Hinterher wird man dann behaupten, dass man sich wunderbar erholt hat. Und weil alle das machen, stimmt es auch irgendwie. Das ist eine große Verschwörung. In Wahrheit sind die meisten Urlaube stinklangweilig und frustrierend, nur will es keiner zugeben, weil es so teuer war.
Die Pfeilpostkarten sind ein guter Beweis dafür. Wer sollte denn wirklich Interesse daran haben, in welchem Hotelzimmer genau die Herrschaften abgestiegen sind? Ob es jetzt der dritte Balkon von links in der vierten Etage war oder der achte von rechts in der fünften, dass stört doch nun wirklich keinen großen Geist. Ich bin da ja nicht. Ich bin ja zu Hause und fühle mich glänzend unter- und auf Trapp gehalten.
Ich will auch nicht mal eben spontan auf eine Tasse Kaffee nach Malorca fahren und die Urlauber überraschen. Die Karte kommt ohnehin erst an, wenn die wieder zu Hause sind.
Ich will auch nicht in das Hotel fahren um bei der Ankunft darauf bestehen, genau dass Hotelzimmer zu bekommen, in dem die Bekanntschaft schonmal gehaust hat. War ja sowieso irgendwas nicht in Ordnung (Fahrstuhl zu laut, Bar direkt darunter, Dusche hat getropft, Roststellen am Wasserhahn, geschmacklose Motive an der Wand und so weiter). Natürlich könnte man darauf bestehen, gerade dieses Zimmer nicht zu bekommen. Allerdings muss man dann schon ziemlich blöd oder ein schlechter Statistiker sein.
Wenn ich mich richtig erinnere, dann habe ich es auch noch nicht erlebt, dass die erste Frage an die Rückkehrer war, in welchem Hotelzimmer sie denn gewohnt haben. "Los, raus mit der Sprache! In welchem Zimmer habt ihr gewohnt?"
Die Postkarten dienen also einzig und allein dazu, sich selbst zu unterhalten. Sie zeigen den Daheimgebliebenen, dass es den Urlaubern so richtig langweilig war. Das muss ja nichts schlechtes sein. Langeweile ist die Quelle vieler guter Dinge. Langeweile und Faulheit haben uns die tollsten Erfindungen der Welt beschwert.
"Da wohnen wir" Postkarten sind also total super. Ich hoffe, es wird niemals soweit kommen (etwa durch Hilfe von der Computertechnik), dass im Hotelzimmer schon vorbedruckte Postkarten liegen, die einem mit einem Pfeil genau anzeigen, wo man denn wohnt. Das wäre nämlich schlimm und wäre das Ende eines Stückes Urlaubskultur. Ausserdem ist es ein schönes Gefühl, wenn man weiss, dass sich die Lieben im Urlaub richtig schön gelangweilt haben.

Posted by banana at 06:13 EM | Comments (10)
Juli 09, 2007
Knapp fünfzig Prozent Fleischanteil

Was ich noch nie ausstehen konnte: Gänsemarsch. Wenigstens zwingt mich heute keiner mehr dazu. Würde mich jemand dazu zwingen, dann müsste ich mir ernsthaft was anderes überlegen!
Ich bin schon sehr aufgeregt, denn am Mittwoch fahre ich in den Urlaub. Ja! Mal wieder Entspannung pur. Ich mache nämlich eine Pauschalreise mit dem Bus durch Skandinavien. Vielleicht kann ich die Mitfahrer dazu überreden, den einen oder anderen Fotostop in der Nähe einer Achterbahn zu machen. Und vielleicht ist auch die eine oder andere Runde drin. Es werden aber höchstens 60 Bahnen werden, glaube ich.
Mit dem Schiff fahre ich sogar auch!
Sonst weiss ich nichts. Es ist viel los zur Zeit, aber nichts interessantes. Oder nichts, was Euch etwas angehen würde, ihr komischen Typen.
Update:
Wer Fotos und Berichte vom Urlaub sehen will, der kann ab Donnerstag abend mal §§a href="http://www.coasterclub.org/trips/reports/2007/scandi">hier§§/a> nachschauen.

Posted by banana at 07:27 FM | Comments (19)
Juli 03, 2007
Its taken me a whiIe to learn

Aus: Gespräche mit banana. Heute: Bei der miesen Lage kann man sich nur Kalauer leisten.
bna: *gähnt*
mp: Du steckst micht ja an.
bna: Ich bin ja auch Gähntechniker.
mp: ?
bna: Und Du bist gähnmanipuliert.

Oh! Ich habe ja noch gar nichts über das JP Morgan Corporate Challenge Chase Wettrennen in Frankfurt geschrieben! Ich war nämlich einer der Teilnehmer dieses Wettlaufes. Ja, ich nehme an exklusiven Sportveranstaltungen teil, bei denen ausser mir nur noch weitere 67000 Läufer über den Straßen von Frankfurt wetzen.
Die zu absolvierende Distanz betrug 5,6 Kilometer und der Weg führte durch (mehr oder weniger) die Frankfurter Innenstadt. Bergauf und bergab.
Natürlich habe ich für den Lauf trainiert. Mein Ziel war es, die gesamte Strecke durchzulaufen, ohne einmal gehen zu müssen. Ich habe da nämlich schonmal mitgemacht und da musste ich zwei Gehpausen machen, wobei ich jedesmal von der von hinten bordenden Menschenwelle wenn schon nicht überspült, so doch ziemlich unfreundlich angemotzt wurde.
Ich suchte mir also eine Laufstrecke von ähnlicher Länge aus und lief die über einen Zeitraum von sechs fünf vier mehreren Wochen mehrmals ab. Am Anfang noch mit Laufpausen und unterbrechendem Auswurf, gegen Ende dann sogar ohne Tantalusschmerzen am nächsten Tag. Aber immer mit verbissenem Gesicht.
Wenn man so in der sicherheit seines Hauses sitzt, dann denkt man, dass 5,4 Kilometer eigentlich gar nicht so lang wären. Wenn man aber bei Kilometer 3 keuchend und schwitzen, fernab von jeder Zivilisation plötzlich starkes Heimweh hat, dann merkt man, dass der Begriff "Point of no return" mehr ist, als nur ein schöner Song von Nu Shooz. Und dass 5,4 Kilometer doch ziemlich lang sein können.
Der Tag des Wettkampfes kam immer näher und war auf einmal da. Auf eine Art, wie es Weihnachten nie ist. Ein bisschen aufgeregt war ich schon. Hatte ich genug trainiert? Würde ich gewinnen? Würde es wieder diese leckeren Bananen geben?`Würde ich diesmal die Kraft aufbringen und den Nordic-Walkern ihre bescheuerten Skistöcke aus den Händen treten?
Im Büro bekam ich meine Startnummer und mein Firmensportleibchen ausgehändigt. Da beruhigte ich mich auf eine wunderbare Weise, denn meine Startnummer war genau meine persönliche Glückszahl!

Da wusste ich, es konnte nichts mehr schiefgehen. Manchmal zwinkert Dir das Leben zu, so als wollte es sagen "Hey, Cowboy, ich steh auf Verschwendung!" Wie einmal, als ich den leergerasten Tank meines Autos komplett auffüllte und die Zapfpistole just in dem Moment abklickte, als der zu zahlende Betrag bei 50 Euro stand. Natürlich hat wiedermal kein Schwein hingeschaut.
Gegen Abend ging es dann mit den Kollegen zur Startaufstellung. Angeblich gab es einen Wettbewerb, welche Firma das beste T-Shirt entworfen hatte. Eins stand fest: Unsere Firma war es nicht, denn wir waren sehr unauffällig und druckkostensparend unterwegs. Mir wars recht, taten mir doch die Mitarbeiter einer bestimmten Telekommunkationsfirma sehr leid, die Hemden in einer Farbe trugen, deren Name nicht genannt werden darf, aber in der anwesenden Ausprägung stark an Schweinchenrose erinnerte.
Viele Firmen hatten auch heitere Sprüche auf die Oberteile ihrer Läuferinnen und Läufer drucken lassen, die meistens mit dem Begriff laufen Spielten. "Unsere Fonds laufen besser, als wir", "Mit uns läuft's" und so weiter. Kennt man einen, kennt man alle.
Gefehlt hat leider ein Klassiker: Eine Gruppe von Christen, mit "Mich kannst Du überholen, aber an Jesus Christus kommst Du nicht vorbei" Jutehemden. Vielleicht waren die auch einfach nur schneller, als ich.
Die Startzone ist in verschiedene Bereiche unterteilt. Jeder Bereich steht für eine erwartete Gesamtzeit: Wer denkt, dass er 25 Minuten brauchen würde, der stellt sich in die 25 Minuten Startzone und so weiter.
Als ich ankam waren alle Startzonen bis 40 Minuten schon komplett voll. Das war mir ganz recht, denn viel weniger als 40 Minuten würde ich sowieso nicht brauchen.
Ich stand im Pulk, las mir alle T-Shirts durch, die ich erhaschen konnte und wurde langsam von der lodernden Flamme erfüllt, die auch die Löwen in der Steppe erfüllt, wenn es an die Jagd geht.
Dann ertönte der Startschuss! Das Rennen hatte begommen!
Dann vergingen 20 Minuten. Dann lief auch ich über die Startlinie und los durch Frankfurt, die Finanzmetropole am Mainfluss.
Schon bald überholte ich Menschen, die sich überschätzt hatten und schon nach sehr kurzer Distanz nur noch gehen konnte. Haha! Die Luschen! Nichts auf der Kiste aber Angebersprüche auf dem Rücken! Haha! Ich lief eine Ewigkeit und langsam merkte ich, dass das Löwenfeuer mich wohl dazu angestachelt hatte, den Wettlauf etwas zu schnell anzugehen. Naja. Ich würde ohnehin bald im Ziel sein, da machte es auch nichts, dass meine Beine sich anfühlten, wie Pfeiffenputzer und meine Lunge pfiff, wie ein heiserer Uhu. Hätte ich nur nicht dieses Praktikum fürs Zigarettendrehen absolviert. Jetzt tat es mir leid!
Da sah ich das Schild: Noch 3,6 Kilometer. Da hatte ich mich wohl eklatant verschätzt.
Ich verlangsamte mein Tempo und schleppte mich weiter, immer mein Ziel vor Augen, keine Gehpausen zu machen. Immer mehr gaben das Laufen auf und gingen nur noch, ich überholte sie und überholte sogar einige von denen die noch liefen. Ich wurde auch nicht zu knapp überholt, hielt aber durch.
Irgendwann waren dann die T-Shirt nicht mehr lustig und den Idioten, die am Streckenrand standen und mit irgendwas Lärm machten, hätte ich auch am liebsten mal gezeigt, wie man mit ihnen Lärm machen konnte.
Ich kam zu dem Stand mit den Wasserbechern, schnappte mir einen, versuchte einen Schluck zu trinken, merkte dass es nicht klappte und kippte mir das ganze Ding über den Kopf.
Der letzte Kilometer war dann richtig hart. Aber ich lief trotzdem weiter. Kurz vor dem Ziel überlegte ich mir dann noch, ob ich die Sprecherkabine des Typen entern sollte, der uns dazu aufforderte, auch nach dem Ziel nicht stehenzubleiben, sondern weiterzulaufen, um Platz für die Nachfolgenden zu machen. Mir waren die Nachfolgenden sowas von scheissegal. Viel mehr war ich daran interessiert, diesen Affen aus seiner Kabine zu zerren und über die 5,4 Kilometer zu hetzten und ihn dann am Ende dazu aufzufordern, nicht stehenzubleiben.
Aber ich war zu schwach. Ich lief über das Ziel und ging dann so schnell weiter, wie es ging. Wegen den bescheuerten Nachfolgenden.
Ich hatte es aber geschafft: Keine Gehpause. Dafür 35 Minuten und 10 Sekunden. Nächstes Jahr werde ich es unter 35 schaffen!
Der beste hat 16 Minuten und 37 Sekunden gebraucht. Da habe ich ja noch viel Raum zur Verbesserung.
Ich schnappte mir eine leckere Banane und eine Apfelsaftschorle und ging zurück zum Main, wo meine Kollegen schon auf mich warteten.
Nächstes Jahr laufe ich wieder mit.

Posted by banana at 05:47 EM | Comments (7)
Juli 02, 2007
With the way you look I understand that you are not impressed

Vorneweg schon wieder mal recht herzlichen Dank! Diesmal an mc dem für drei sehr neue Dosen in der §§a href="http://www.spackonauten.org/adoe">Allee der Ölsardinen§§/a>! Er beweist damit einen guten Geschmack, denn es sind drei sehr gute Produkte aus dem Hochpreissegment. Recht herzlichen Dank dafür!
Dass das Leben so ungerecht ist, dass kann man zum Beispiel auch daran sehen, dass es Tage gibt, an denen gibt es gar nichts in der Kantine, was mir zusagt und dass es aber wiederum auch Tage gibt, in der ich am liebsten gleich zwei Gerichte essen möchte. So zum Beispiel am kommenden Mittwoch. Da gibt es Pizza mit Thunfisch, Kapern und Sardellen und es gibt Eier mit Senfsoße und Salzkartoffel.
"Oh nein! Nicht schon wieder der Mist mit den Eiern und der Senfsoße", höre ich jetzt eine bestimmte Person, die Hände über den Kopf zusammenschlagend, sagen. Ich bin aber einfach nunmal so und ich stehe auch dazu.
Als sehr ungerecht empfinde ich auch das Verhalten meiner Nagelschere. Schneide ich mir die Nägel der linken Hand (wobei ich die Nagelschere mit der rechten Hand führe), so erreiche ich ein durchweg befriedigenes Schnittergebnis. Schneide ich jedoch die Nägel meiner linken Hand, so führt das zu zerklüfteten Kanten, die ein Nachfeilen unerlässlich machen. Ja, sappalot! Wie kommt denn sowas? Ein und dieselbe Schere!
Liegt es daran, dass ich mit der linken Hand ungeschickter im Umgang mit der Schere bin, als mit der rechten? (Moment, jetzt sagen viele meiner treuen Fans "Moment! Der bna ist doch Linkshändler! Was erzählt der uns denn hier wieder für einen Plumpaquatsch, der alte Arsch?" Ich bin schon Linkshänder, aber nicht komplett. Manche Dinge mache ich lieber mit der rechten Hand, zum Beipiel das Schneiden mit der Schere). Vielleicht liegt es auch daran, dass das Überklaffen der Scherenklingen beim Schneiden an der linken Hand günstiger ist, als an der rechten. Mich verwundert das auf jeden Fall sehr und ich habe schon gar nicht mehr so richtig Lust, mir die Nägel rechts zu schneiden. Ich weiss es nicht und bin schon ganz traurig.
Bei den Füßen tritt dieses Phänmonen übrigens nicht auf. Sehr mistiös. Hat vielleicht noch jemand anderes diese Beobachtung gemacht?
Ausserdem ist es auch noch sehr ungerecht, dass es kein Verb für das Schneiden mit der Schere gibt. "Scheren" könnte man das doch nennen.

Posted by banana at 05:53 EM | Comments (30)
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