Juni 29, 2007
Herr Rosberg sucht das Glück

Was soll das denn überhaupt "Falls wir uns nicht mehr sehen: Schönes Wochenende". Und was ist bitte, falls wir uns nochmal sehen? Muss ich mir den Scheiss dann etwa nochmal anhören? Soll ich dann kein schönes Wochenende haben?
"Der Herr E. ist gerade in einer wichtigen Besprechung, der ist gerade nicht zu sprechen". Hat jemand schonmal gehört, dass jemand in einer unwichtigen Besprechung ist und deswegen zu sprechen ist? So ein Schwachsinn. "Der Herr E. ist gerade in einer unwichtigen Besprechung. Moment, ich hole ihn da gerade raus". "Der Herr E. ist gerade in einer mittelwichtigen Besprechung. Wie wichtig sind Sie denn?"
Woher wissen die Sekretärinnen eigentlich, wie wichtig die Besprechungen sind? Haben die draussen an der Tür so ein Defcon Schild? "Oh, ich sehe gerade, Herr E. hat die Wichtigkeit der Besprechung von Mittel auf Unwichtig runtergesetzt. Er ist jetzt für sie zu sprechen".
Wenn man selbst aber etwas von wichtigen Besprechungen zu hören bekommt, dann heisst das ja auch, dass man selbst total unwichtig ist. Wenn man nämlich wichtig wäre, dann könnte man die Person auf dem Mobilfunktelefonapparat anrufen und wenn man dann noch wichtig genug wäre, dann würde derjenige sogar drangehen. Da man aber nichteinmal die Durchwahl bekommt, ist man leider total unwichtig. Das ist schon hart. Hart ist es auch für die Sekretärinnen Assistants, denn die sind ja nie in wichtigen Besprechungen. Sie müssen ja immer die Stellung halten, während die anderen ihre wichtigen Besprechungen durchführen. Ich habe mal eine Sekretärin gesehen, die das Telefon sogar mit aufs Klo genommen hat. Dann habe ich es klingeln hören. Ist ja auch irgendwo unschön für alle Beteiligten.

Posted by banana at 07:21 EM | Comments (2)
Juni 28, 2007
Lullikopp, Lullikopp, oh Lulli, Lulli, Lulli

So, lange war es ruhig, doch nun gibt es wieder Neuigkeiten aus der §§a href="http://www.spackonauten.org/adoe/">Allee der Ölsardinen§§/a>, nämlich zwei neue Dosen, geschickt von der lieben und für die doofe Jugend von Heute gar nicht repräsentative §§a href="http://www.myblog.de/de-muffin">de-muffin§§/a>. Ich halte meine Augen ja wirklich bei fast jedem Einkauf, aber die hatte ich noch nicht gesehen. Vielen Dank!
Und an alle anderen: Bitte weiterhin die Augen offenhalten und Dosenfotos schicken. Ölsardinen sind gesund und nahrhaft und haben ihr ganzes Leben lang kaum etwas anderes, als Omega3-Fettsäuren gegessen und sind deswegen total ungesättigt!
Gerade gestern sah ich die Seinfeld Folge "The Comback". Für diejenigen, die nicht auf Du und Du mit dieser Hervorragenden Serie sind, hier kurz eine Zusammenfassung des relevanten Handlungsstranges:
George sitzt in einer Besprechung und ist hauptsächelich damit beschäftigt, Garnelen zu essen. Da sagt ein Kollege zu ihm "George, the Ocean called. They're running out of shrimp."
George weiss nicht, was er erwidern soll und bleibt still. Später fuchst ihn seine fehlende Schlagfertigkeit und er denkt sich eine Replik nach der anderen aus. Das beste, auf dass er kommt, ist "The Jerk Store called. They're running out of you."
Jaja, darin war ich früher auch sehr gut: Nichts zu antworten zu wissen, sich dafür aber bin spät in die Nacht clevere Antworten auszudenken. Ich hab das dann irgendwann aufgegeben, weil es ziemlich sinnlos ist.
Heute hatte ich aber einen Rückfall.
Ich war in der Küche und erhitzte mir etwas Wasser für meinen total gesunden Banchatee, goss das Wasser in mein Teeglas und wollte gerade die Küche verlassen, als die anwesende Kollegin fragte "Kommt da noch was rein oder trinkst Du nur heisses Wasser?".
Ich antwortete "Da kommt noch Tee rein", lächelte und ging.
Miese Antwort. Das wusste ich. Ich dachte noch eine Weile nach und bin jetzt ziemlich sicher, dass ich entweder "Da kommt noch ein Tropfen Milch rein", oder "Nein, ich warte, bis es wieder abgekühlt ist" hätte sagen sollen. Antwort b wäre besser gewesen, falls sie Asterix bei den Briten nicht kennt.
Ich bin eben nur theoretisch lustig. Aber meine Nase ist nicht besonders groß.
A propos Nasen - gestern abend lief noch eine Dokumentation über Beschneidungen. Die hätte ich mir nicht ansehen sollen. Es waren sehr unschöne Bilder dabei. Immerhin habe ich gelernt, dass ein Penis, der im Erwachsenenalter beschnitten wird, zweifarbig wird. Im Englischen Original hieß das "two tone" und say angeblich sehr "fashionable". Ich weiss ja nicht, ich weiss ja nicht.
Diese Dokumentation lief relativ spät am Abend. Es hat sich allerdings die Unsitte im Deutschen TV eingebürgert, zu meiner besten Abendbrotzeit, nämlich so zwischen fünf und sechs, Tierarztsendungen zu zeigen. Und da bekommt man auch sehr unappettitiliche Dinge zu sehen. Ausgelaufene Augen, Ärzte, die bis zur Achsel im After einer Kuh hängen, Kühe, die Löcher in die Bauchdecke gebohrt bekommen, um Gase entweichen zu lassen, Klauenbeschnitt bei jeglichem Getiert, Tumore und, und, und.
Das ist sehr unangenehm, zumal meine Fernbedienung vom Esstisch aus nicht funktioniert. Ich bin dann meistens zu faul, um aufzustehen und den Sender zu wechseln und kaue dann etwas lustlos auf meiner Stulle, während auf dem Bildschirm den Erdenbewohnern sehr explizit geholfen wird.
Könnte man die Sendezeiten nicht etwas verändert und zwischen fünf und sechs irgendwas anderes zeigen? Das käme mir sehr entgegen.
A propos essen: Dieses Kimchi klang wirklich interessant. Wollte ich gerne mal probieren. Irgendwo habe ich gelesen, dass man das Zeug in Familienpackungsgröße in Asia-Märkten bekommt. Ich bin da also hin, aber es gab nur diese kleinen Dosen. So Thunfischdosengroß. Also habe ich eine gekauft und weil sie gleich daneben stand noch eine Dose mit eingelegten Gurken aus der gleichen Gegend.
Zu Hause habe ich die Dosen dann aufgemacht. Kimchi habe ich noch probiert, aber lecker fand ich das nicht. Ich bin aber gerne bereit, dem Zeug noch eine zweite Chance zu geben, dann aber in einem Koreanischen Restaurant. Die Dose mit den Gurken habe ich auch aufgemacht, mich dann aber nicht getraut, es zu probieren.
Wer hat da Weichei gesagt?

Posted by banana at 05:49 EM | Comments (12)
Juni 27, 2007
Leave the biker, break his heart

Oh hauerhauerha! Heute gab es in der Kantine als Beilage "Blumenkohl polnisch". Das ist aber in der heutigen Zeit arg bedenklich, wo die Polen doch unsere Bundeskanzlerin in derart defamierender Weise auf das Magazin gedruckt haben, bei dem ich mich immer frage, wie man es eigentlich ausspricht. Und jetzt soll ich das auch noch unterstützen, indem ich ihren Blumenkohl esse. Nein! Das muss umbenannt werden! Für die Freiheit und für die Fantasie!
Vielleicht "Kartoffelkohl" oder "Zwillingskohl". Nee. Das ist beides nicht so gut. Ich bin für "Dankbarkeitskohl". Ja, das passt. Ich nehme die Kartoffeln und den Dankbarkeitskohl mit Sauce Hollandaise. Die sind ja lieb, die Holländer. Noch! Ruck Zuck ist die Stippe aber umbenannt, wenn da gezickt wird. Dass das schonmal klar sein dürfte. Das geht bei mir so (sich jetzt ein schnippisches Schnippen mit der linken Hand vorstellen)!
Aber eigentlich verstehe ich die ganze Aufregung um das Titelbild nicht. Eigentlich kommt doch die Angela bei der Sache ganz gut weg. Die Zwillinge sind es doch, die verhöhnt werden. Oder verstehe ich da wieder was falsch? Und da werden der ersten Frau in Deutschland prachtvolle Hupen anmontiert und anstatt das als Kompliment zu sehen, wird sich empört. Achso geht nicht. Man ist zwar stolz, dass der Bundeskanzler eine Frau ist, aber wenn die dann als solche wahrgenommen und dargestellt wird, dann ist das auch nicht oké. Naja, Helmuts Johannes hätte ich mir auch nicht vorstellen wollen.
Heute musste ich wieder etwas leiden, so wie ich immer leide, wenn mir etwas nicht einfällt, von dem ich weiss, dass ich es weiss. Am Samstag abend wollte mir partout nicht einfallen, wer der zweite Fahrer im Red Bull Team neben David Coulthard ist. Und ich war fern jeglicher Zivilisation und ohne Handy-Empfang. Naja, spricht nicht gerade für Herrn Webber, dass es alle anderen Anwesenden auch nicht wussten. Heute wollte mir nicht einfallen, welches der erste Hit von DJ Ötzi war. Ich wusste, dass es nicht der Hey Baby would you be my girl Kram war, aber was es war, dass wusste ich nicht. Ich habe dann nachgeschaut und mir dann gewünscht, nicht nachgeschaut zu haben. Wenn ihr es also auch nicht wisst, dann akzeptiert das einfach. Man muss die Kraft haben, Dinge zu akzeptieren, die man nicht ändern kann.
Und in Barcelona kostet es übrigens 40 Euro, wenn man in der Metro ohne Fahrschein erwischt wird. Wenn man in der Metro beim Rauchen erwischt wird, dann kostet das 30,05€. In Worten: dreissig Euro und fünf Cent. Die Hotelrechnung belief sich übrigens auch 200,05€. In Worten zweihundert Euro und fünf Cent. Da habe ich bestimmt wieder irgendwas nicht mitbekommen.
Oh, gerade kommt eine Eilmeldung rein: Die Brühpolnische wird in "Beleidigte Leberwurst" umbenannt.
Wie? In der Wurst ist gar keine Leber drin. Egal (vgl. Leberkäse, Erdbeerjoghurt).So, jetzt setze ich mich in meinen Sessel und schreibe ein Lied, in dem die Zeile "Wir bauen Städte, um sie von oben zu betrachten" vorkommt. Den Rest weiss ich noch nicht, aber bekanntlich fängt auch die längeste Reise mit dem ersten Schritt an.

Posted by banana at 09:34 EM | Comments (10)
Juni 25, 2007
Oh my curasán

Weiss eigentlich jemand, wer diese Agnes ist, von der Simon und Garfunkel in dem Lied "Hello Agnes, my old fried" singen? Die lebt doch bestimmt noch und könnte zum Beispiel lustige Jugendfotos der beiden auftischen.
Am Wochenende war ich auf einer Hochzeit. Da war ganz schön. Ist ja schön, wenn sich zwei Menschen lieb haben. Ich war drei Stunden zu früh da, was einerseits etwas doof war, aber mir andererseits die Gelegenheit gab, großspurig im hoteleigenen Bademantel in meiner Suite auf und ab zu spazieren und Anweisungen für mein imaginäres Personal zu nuscheln. Der Bademantel war übrigens mit merkwürdig verknoteten Ärmeln im Badetrackt aufgehängt. Es sah ein bisschen nach Folteropfer aus, aber nachdem ich ihn gerettet und mit meinem Körper auf Temperatur gebracht hatte, war er viel entspannter.
Ich selbst werde ja auch bald heiraten, deswegen habe ich mir schonmal ein paar Gedanken für meine Hochzeit gemacht.
Moment - ich bin ja schon mit Jun Kazama verheiratet. Ich werde mich also erst scheiden lassen müssen, damit ich wieder heiraten kann. Oder ich werde Bigamist. Ist auch ein schönes Instrument, das Bigam. Andererseits können wir ja auch einfach unser Gelübte erneuern, ich und Jun.
Folgendes halte ich für meine Trauungsfeier fest:
1) Kein Vermischen der Gäste beim Essen via Sitzordnung, damit sie sich gegenseitig kennenlernen können. Niemand will doch tatsächlich irgendjemanden kennenlernen. Ausser geile Frauen natürlich. Da es aber meine eigene Hochzeit ist, kenne ich die geilste Frau ja schon.
2) Keine Spiele mit Publikumsbeteiligung und keine Spiele mit Bräutigampaarbeteiligung.
3) Keine Reden. Beziehungsweise nur super lustige und total fesselnde Reden. Die gibt's aber nur im Kino. Fällt also auch flach.
4) Kein Ausdruckstanz.
5) Keine krichliche Trauung.
6) Unbedingt ein Hotel aussuchen, dass den Gästen Bademäntel zur Verfügung stellt.
7) Tragen der Bademäntel ist obligatorischer Teil der Veranstaltung. Wenigstens zeitweise. Dazu dicke Zigarren reichen.
8) Gäste danach aussuchen, dass sie im Bademantel möglichst großspurig auf und ab spazieren können und dabei mit der glimmenden Zigarre akzentuiert Löcher in die Luft pieksen.
9) Wer sich umdreht oder lacht, kriegt die Nase blau gemacht.
Dann sollte es eine nette Feier werden.
Ein Anwesender erzählte, dass er von übermäßigem Genus von Bionade übermäßige Blähungen bekommt (vgl. Punkt 1). Eine Anwesende erzählte, sie wusste, dass sie am richtigen Fleck wohnt, als sie sich dabei erwischte, nachts auf dem Fahrrad durch die Stadt zu radeln und dabei "Bielefeld, ich liebe Dich!" zu singen (vgl. Punkt 4).
Ich wollte den Bräutigam fragen, ob ich den mit meinem Namen verzierten Stein, der mir anzeigte, wo ich sitzen sollte, mit nach Hause nehmen dürfe. Der Bräutigam beantwortete meine Frage allerdings schon positiv, bevor ich sie stellen konnte, indem er sich an die Allgemeinheit wandte.
Ich muss mir mehr Gedanken über meine Aussenwirkung machen.
Ausserdem hatte ich zwei Flecke auf dem Sacko. Deswegen zog ich es vor dem Bräutigam aus, was natürlich gegen die guten Sitten verstößt. Dafür hob ich aber meine Suppenschale nicht an, um an die letzte Pfütze zu kommen. Machten aber viele, was mich bezüglich des Ausziehens meiner Jacke etwas beruhigte.
Wer weiss, wofür es gut ist! Vielleicht kommt mir mein korrektes Suppenessen irgendwann zugute, wenn ich vor dem Schöpfer stehe. Man spricht ja auch von "den Löffel abgeben". Und womit isst man Suppe? Bingo! Das Thema Suppe scheint also nicht ganz irrelevant zu sein.
Letztendlich weiss jedoch niemand, anhand welcher Kriterien wir geprüft werden, wenn wir in den Himmel wollen. Deswegen sollte man sich stets um Redlichkeit bemühen, denn wer hat, der kann!

Posted by banana at 06:25 EM | Comments (6)
Juni 22, 2007

"Na, mein Sohn, hast Du Dich in Spanien auch schön gesund ernährt?"
§§a href="http://www.spackonauten.org/images/gemischter_salat.jpg">"Natürlich Mutter. Wir haben jeden Tag Salat gegessen. Einmal sogar schon zur Frühstück!"§§/a>

Posted by banana at 06:36 EM | Comments (12)
Juni 21, 2007
Amigos del Jamón

Ja, ich war in Barcelona! Da waren allerdings fast überall nur Baustellen. Alles war eingerüstet und verkrant, unterhöhlt und abgesperrt. Ausserdem konnte man wilde Männer in Gabelstaplern beobachten, die offensichtlich viel Spaß daran hatten, die Überreste der Stände für die Automobilausstellung kurz und klein zu gabeln. Da hätte ich auch gerne mitgemacht, das sah spaßig aus, aber ich habe keinen Gabelstaplerschein. Ich weiss nichtmal, was "kann ich mal mit Deinem Gabelstapler fahren?" heisst, es hätte mir also auch nichts gebracht, dass die Spanier das mit dem Staplerschein eventuell gar nicht so eng sehen. Irgendwas mit carretilla elevadora heisst das bestimmt. Mein Spanisch ist sehr schlecht. Deswegen konnte ich auch nicht fragen, wo denn bitteschön der Puff ist. Wenn Leute extra wegen dem Puff nach Barcelona fahren, dann muss da ja schon einiges geboten werden, olé! Konnte ich aber nicht überprüfen, mangels Puff, olé.
Wirklich auf Zack sind die Abschlepper in Barcelona. Kaum hatten wir Platz genommen, um ein Schinkenbrot mit Coca Cola zu verspeisen, da wurden wir auch schon Zeuge, wie ein kompetent agierendes Team einen Französischen Kleinwagen abschleppte. Innerhalb von handgestoppten drei Minuten war der Wagen weg. Wirklich beeindruckend! Hatte etwas von einem Boxenstop in der Formel eins, aber ohne Tanken. Der wird sich aber schön gewundert haben, der Franzose, als er in sein Gefährt steigen wollte und dann merke, dass es gar nicht mehr da war! Da hat er bestimmt "merde" gesagt, hihi. Das haben wir natürlich nicht mehr mitbekommen, denn da waren wir schon unterwegs.
Die Metro war auch super, in Barcelona. Voll geilo war das. Der Schinken war auch voll geilo und auch die kleinen gebratenen Würstchen. Auch das mit Tomaten eingeriebene Brot mit Wurst wusste zu gefallen. Das komische Spiegelei war nicht so lecker. Es war das mit Abstand fettigste Spiegelei, dass ich je gegessen habe. Ich glaube, beim Braten wurde eine komplizierte Falttechnik angewandt, die es ermöglicht, kleine Fettseen in das Eiweiss einzubacken. Auf diese Weise ist das Ei in der Lage, enorme Mengen an Fett zu speichern und im Mund des Essers freizulassen. Da ich nicht so ein Fett-Fan bin, fand ich das nicht so lecker. Ich bleibe also beim Tomatenpaprikawurstbrot und beim Cafe con Leche.
Komisch war, dass viele Frauen so einen sehr kurzen Pony hatten. Hoffentlich setzt sich das nicht auch bei uns durch. Ansonsten könnten sich Spanische Frauen gerne bei uns durchsetzen. Das meine ich jetzt gar nicht chauvinistisch oder sexisitisch, sondern voller Anerkennung einer Sache, die so hoch ist, wie das Dasein selbst. Einer Idee, die über den anderen Ideen steht. Einem Ideal, das durch die Verwirklichung in sich selbst alles idealtypische ablegt und dabei doch so unglaublich bleibt, dass man zu begreifen versucht, was man nicht begreifen kann. Die Hand fasst ins Leere, Fragen bleiben offen.
Was das mit der Seilbahn auf sich hat, die zu einem Turm im Hafen führt, weiss ich immer noch nicht. Es wird aber seinen Sinn haben, denke ich mal.

Posted by banana at 06:05 EM | Comments (8)
Juni 15, 2007
Ganz Eutin träumt von der Liebe

Wahrlich aber, ich sage Euch: Schinken, Brokkoli und Gorgonzola ergeben einen leckeren Pizzabelag! Gorgonzola mag ja nicht jeder. Optisch kein schöner Käse (vgl. Bündner Jungfrauenlaib), geschmecklich ein bißchen auf der chemischen Seite, gewährt er dem Genießer, der sich auf ihn einläßt den Eintritt in noch nie betretene Kammern des Geschmackes. Vor allem der Breitbandgorgonzola wäre hier hervorzuheben, wenn er auch mittlerweile aufgrund der strengen EU-weiten Lebensmittelvorschriften alles andere als leicht zu bekommen ist.
Dass mild geräucherter Schinken und Brokkoli gut miteinander können, dass ist nichts Neues. Dabei ist allerdings unbedingt zu beachten, dass der Brokkoli leuchtend grün und bissfest ist. Nur so erfreut er Gaumen und Auge gleichermaßen und geht mit dem Schinken Hand in Hand in Harmonie auf dem geschmacklichen Bouquet, dass der Gorgonzola mit festem Aroma streng umschließt. Fast meint man, der sonst so dominante Käse trete hier zurück und ließe den rot-grün Turtelnden den Vortritt, aber dem ist nicht so. Sobald die hinteren Geschmacksrosen stimuliert werden, bäumen sie sich auf und stellen innerhalb von Sekundenbruchteilen klar, wer hier der Herr auf dem Teig ist.
Mozzarella und Sugo sind das Bett, auf dem sich die drei Lustigen ordentlich austoben können.
Ein Genuss! Dazu gibt es leckere Apfelschorle!
Viele Leute kennen Gorgonzola gar nicht. Das ist immer wieder überraschend für mich. Dann essen sie ein Gericht mit dem Käse und machen dann schlagartig so einen Mund, als wollten sie "oh" sagen, aber mit geschlossenem Mund. Es ist der einfrorene Moment, zwischen dem Reflex, das Zeug wieder auszuspucken und der jahrelangen Erziehung, es nicht zu tun. Gedanken schließen durch ihren Kopf.
Muss das so schmecken? Habe ich da etwas Verdorbenes im Mund? Sagt jemand anderes, dass das nicht so schmecken muss? Muss ich das kauen? Muss ich das runterschlucken?
Wer es bis jenseits der Dreissig geschafft hat, ein gorgonzolafreies Leben zu führen, für den ist es nicht einfach, seinen kulinarischen Horizont in diese Richtung zu erweitern. Der Gorgonzola ist kein gefälliger Käse. Das will er auch nicht sein. Er hat Ecken und Kanten, ekelhaft anzuschauenden Schimmel, eine schmierige Haut und klebt derartig an den Fingern, dass man nach der Verarbeitung erstmal Schrubbelpause machen muss.
Ganz anders der Edamer. Mild, nussig und schnittfest kommt er daher. Allerdings auch sehr zurückhaltend im Geschmack. Wäre der Edamer ein Auto eine Frau ein Tanz etwas kräftiger im Geschmack, dann würde er sicherlich auch nicht auf solch breite Akzeptanz stoßen, wie er es tut.
Der Gorgonzola polarisiert! Man liebt ihn oder man hasst ihn, dazwischen gibt es nichts! Der Gorgonzola zieht sein Ding durch! Er gibt 110% Prozent. Immer! Entweder ganz oder gar nicht, das ist das Motto des Gorgonzola.
Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.
Man sollte also nie lauwarmen Gorgonzola essen. Naja. Leute, die so einen Driss, wie lauwarmen Salat essen, die essen eh keinen Gorgonzola. Die essen Rucola.

Posted by banana at 06:57 EM | Comments (24)
Juni 12, 2007
Says don't make plans, you're broke

Seid doch nicht alle so missgünstig gegenüber der Frau Hilton. Sie hat ein paar Tage im Gefängnis verbracht und dann durfte sie eben nach Hause gehen. Ist wohl nicht unüblich, bei kleineren Verbrechen.
Aber Hausarrest war nicht genug, da musste ein Exempel statuiert werden und jetzt ist die Schadenfreude groß, die Bilder der in Tränen aufgelösten jungen Dame, die im Fond eines Polizeitautos abgefahren wird, gehen um die Welt und die missgünstigen Neider ergötzen sich daran. Das finde ich nicht gut! Lasst die arme Frau doch zu Hause, von mir aus mit Fußfessel und gewohntem Lokus, gewohntem Essen, gewohntem Bett. Das kostet den Staat sogar weniger, als wenn er für Kost und Logis und Aufsich aufkommen muss.
Was mich allerdings gewundert hat, war, dass viele Paris Hilton Fans entsetzt waren, als bekannt wurde, dass sie weiter im Loch brummen muss.
Paris Hilton Fans? Welches Wort passt nicht in die Reihe? Beatles Fans sehe ich ja noch ein. Von mit aus auch Tokio Dingsda oder Yvonne Dingsda Fans. Aber Paris Hilton Fans? Das klingt mir etwas komisch. Naja, vielleicht wegen der Musik. Oder weil sie sonst schon so tolle Sachen gemacht hat. Ich habe auf jeden Fall beschlossen, Fan einer bestimmten Gehwegplatte vor meinem Haus zu werden, denn sie ist einfach super. Wenn die mal ins Gefängnis soll, dann werde ich auch Zeter und Mordio rufen. Vor allem Mordio!
Dann war da noch Bono, der Brillenträger von U2, der mit Herbert Grönemeyer zusammen auf der Bühne war und einen Teil von Herberts Lied "Mensch" sang. Auf Deutsch. Vom Telepromter abgelesen. Offensichtlich ohne vorher besonders viel Zeit mit Üben vertendelt zu haben. Wie er da so vor sich hin radebrechte und Unverständliches intonierte, machte er - mit Verlaub - einen etwas zurückgebliebenen Eindruck. Hätte er das doch lieber auf Englisch übersetzen lassen. Da hätte sich bestimmt jemand gefunden, der das gerne und kompetent für ihn übernommen hätte. Wobei - viele derer, die im Umfeld des G8-Gipfel übersetzt haben, schienen ja nicht allzu kompetent gewesen zu sein. Übrigens ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
So aber schaute der U2 Frontman auf den Prompter und stieß ab und zu einen Wortbrocken, der ziemlich, aber nicht komplett anders als Deutsch klang ins Mikrophon und grinste dabei auf eine Art, die wohl entschuldigend-selbstironisch sein sollte, die aber - in Verbindung mit der akkustischen Performance - ziemlich blöd wirkte. Herbert steuerte pflichtgemäß das prägnant-kehlige "Ohhhhh" bei, dass dafür verantwortlich ist, dass ich mir den Song gar nicht gerne anhöre. Mir ist der Titel auch zu allgemein und allumfassend. Ich mag auch keine Lieder, die "Zeit", "Schuld", "Glück" oder "Tier" heissen. Aber das nur am Rande.
Lieder, die "Komm mit mir ins Abendteuerland" heissen mag ich auch nicht, obwohl das schon ziemlich spezifisch ist. Dabei kommt da gar kein gekehlte "Ohhhh" vor.
Nun ist der Bono ja durchaus ein schlauer Mann. Man muss ihn, seine Aktionen und die Musik an der er beteiligt ist, nicht mögen, aber dass er schlau ist, das wird ihm wohl keiner absprechen. Trotzdem wirkte er einfach blöd (vgl "rüberkommen"). Wenn sich also jemand in einer Sprache ausdrückt, die er nicht gut beherrscht, dann ist ihm eine Weile ein bestimmter Sympathiebonus sicher, aber irgendwann nervt das, schlägt um, wirkt dumm. Sogar, wenn man dem Menschen eigentlich positiv gegenübersteht. Aber der eine entscheidet eher spontan und der andere aus dem Bauch heraus.
Achso - bitte auf die Liste der Formulierungen setzen, die nicht mehr benutzt werden sollen: "Ganz großes Tennis" . Das war jetzt zehn Mal dabei, bitte nicht wieder wählen!

Posted by banana at 08:52 EM | Comments (32)
Juni 10, 2007
Rock and Roll is never die

Der Flaschenbierverkauf gegenüber ist ein beliebter Treffpunkt. Schon am Vormittag versammelt man sich da, um Bier zu trinken, Bier zu trinken, so lange die Stütze hält und sich ab und zu zu etwas fortgeschrittener Stunde wegen unterschiedlicher Meinungen zum FC Bayern auf die Nase zu boxen. Wegen politischer Themen boxt man sich nicht auf die Nase, denn da ist man sich einig. Man wählt NPD und das gibt man auch offen zu. Ausländer mag man nämlich nicht, denn Deutschland gehört den Deutschen und ausserdem nehmen die uns nur die Arbeit weg.
Also, das Argument hätte ich da ja irgendwie nicht erwartet.

Posted by banana at 08:25 EM | Comments (14)
Juni 08, 2007
Die Runde ist im Eimer

Ui, das war schlimm, gestern Abend in der ARD. "Deutschland lacht" war angesagt und weil ich gelesen habe, dass die U-Bahn Kontrollöre in tiefgefrorenen Frauenkleidern zu sehen sein werden, habe ich mir die Sendung angeschaut.
Die Sendung: Deutschland wird kreativ in Regionen aufgeteilt (Norden, Osten, Südwesten, Bayern, Hessen, Saar undsoweiter). Aus jeder Region tritt ein lustiger Künstler oder eine Künstlergruppe auf und am Ende wird vom Publikum abgestimmt, welcher Beitrag am lustigsten war. Zu jeder Region gibt es noch einen prominenten Paten und ein paar Reihen Abstimmvolk. Natürlich darf keiner für seine eigene Region stimmen!
Ja, so sollte es sein. Und ich dachte mir, wenn die U-Bahn Konrollöre auftreten, dann kann es ja gar nicht so schlimm sein. In der Regel sind die unbekannteren Künstler ja eigentlich die besseren, weil der Massengeschmack bekanntlich mies ist. Zumindest, wenn man meinen Geschmack als Maßstab nimmt, wovon ich jedem nur abraten kann.
Es war dann aber doch schlimm, also die Sendung. Gut waren die U-Bahn Kontrollöre (gut, hab ich schon vorher gewusst) und Pigor, Eichhorn und Ulf. Ganz lustig war auch noch die A Capella Gruppe aus Köln. Der Rest war langweilig bis peinlich, machte den Eindruck, verpasst zu haben, dass Fasching für dieses Jahr schon vorbei ist oder verbrachte die meiste Zeit auf der Bühne mit Pausen, in denen auf Applaus gewartet wurde. Wie ist man nur jahrelang ohne den Begriff "Fremdschämen" ausgekommen?
Die Künstler wurden vor ihrem Auftritt über den grünen Klee gelobt, wie man es sonst nur von Rheumadecken kennt, wenn man am Arsch der Welt vier Stunden Welt eingesperrt wird und auf sein Neppgeschenk wartet. Das Neppgeschenk ist gewöhnlich wenigstens ein kleiner Quell der Heiterkeit, weil man hinterher die auf den bunten Werbezetteln gemachten Versprechungen mit den erhaltenen Geschenk abgleichen kann und feststellt, dass die Plastikugel tatsächlich als Waschmaschine bezeichnet werden kann.
Mit Quell der Heiterkeit war aber gestern irgendwie nix. Dafür dauerte die Sache aber auch nur 90 Minuten und man war nicht eingesperrt.
Ich war die meiste Zeit ziemlich fassungslos und paralysiert und fühlte mich ganz einsam, aber zum Glück wurden immer wieder Gesichter aus dem Publikum gezeigt, die auch ziemlich fassungslos und paralysiert aussahen. Ich weiss auch nicht, warum man das gemacht hat. Bestimmt nicht, damit ich mich nicht mehr so einsam fühlte.
Die U-Bahn Kontrollöre kamen natürlich als letztes an die Reihe. Das war der Grund, warum ich nicht schon frühzeitig weggeschaltet habe. Wenn ich schon so lange durchgehalten hatte, dann würde ich das auch ganz durchziehen, so dachte ich.
Gewonnen hat am Ende der Osten. Ich weiss auch nicht, warum. Hat aber bestimmt was mit dem Song Contest zu tun! Da gewinnt auch immer der Osten.

Posted by banana at 09:23 EM | Comments (8)
Juni 07, 2007
Cute Sexy Hip Hop Bling Diva

Hatten wir schon erwähnt, dass die Disco-Queen ins Rampenlicht zurückkehrt und mit "Trip the Light Fantastic" ein großartiges Album präsentiert? Wenn es auch mit einigen Fehlentscheidungen behaftet ist.

Hatten wir nicht? Ist mir ja auch eigentlich total egal, denn ich höre grundsätzlich keine Musik. Dazu ist mir meine Zeit zu schade. Wenn jemand mir von einer tollen neuen Musik erzählt, dann sage ich "Na, Du musst ja Zeit haben", wobei das "Du" deutlich kursiv ankommt. Und dann blicke ich so mit 30% Mitleid, 30% Leiden und und 50% Abschätzigkeit. Aber dabei bin ich immer 110% ich!
Ich bin froh, dass es mittlerweile technisch möglich ist, Audio-Material schneller abzuspielen, ohne die Tonhöhe zu verändern. So kann ich mir eine Schallplatte, die normalerweise eine Stunde meiner Zeit fressen würde in 20 Minuten anhören. Selbst das mache ich nur sehr selten, denn meine Zeit ist kostbar. Es ist mir ein Rätsel, wie Leute die Zeit finden, sich manche Aufnahmen auch noch rückwärts anzuhören. Wahrscheinlich sind sie dabei auf einer Mission von Gott.
Auch ist es mir ein Rätsel, warum Führungskräfte ab einer gewissen Ebene ihre Nachrichten immer in ein Word-Dokument schreiben, dass dann eingebettet in eine Mail verschickt wird. Das hat bestimmt etwas mit Voodoo zu tun. Oder das macht irgendwas billiger. Nein - falsche Formulierung. Da wird Einsparpotential konsequent ausgenutzt. Ja, so muss es heissen. So ist es richtig.
Übrigens, (ich habe gehört, hier in diesem Cute Sexy Glam Bling Blog lesen auch ein paar Männer mit) liebe Kerle (vgl. Mädels): Bei Frauen muss man §§a href="http://www.welt.de/fernsehen/article923019/Wie_Maenner_sein_muessen_um_Frauen_zu_gefallen.html">zuerst den Geist stimulieren§§/a>, bevor der Körper dran ist! Das ist ja mal was ganz Neues. Und gar nicht platt oder abgedroschen. Und das sagt die Lebensabschnittsgefährtin von Herr Pocher. Die muss es ja wissen. Immerhin wissen manche Männer gar nicht, dass Frauen eine Klitoris haben. Das sagt die andere und die Freundin von Herrn Pocher lacht (sie hat "Klitoris" gesagt, hihi).
Ich muss bei dem Wort "stimulieren" immer an unanständige Dinge denken, die aber sehr unsexy sind. "Oliver, bitte stimuliere jetzt meine Klitoris". "Manuell oder Oral?" "Ach, mach einfach, wie Du denkst."
Kliniksex ist auch so ein unangenehmes Wort. Und Ehehygiene.
Klitoris aber auch. Da würde mich interessieren, ob sie das Wort auf der ersten oder auf der zweiten Silbe betont hat. Klitoris ist übrigens ein Wort, dass man als Mann nie in den Mund nehmen sollte, dann man hat immer verloren, egal, wie man es betont. Betont man es nämlich auf der ersten Silbe so legt man damit nahe, dass man häufig Amerikanische Vollkontaktliebesfilme schaut. Da ist nämlich dauernd von "Clit" die Rede, ohne "oris". Betont man es auf der zweiten Silbe, steht man als Fußballdepp da. TOOOR!!!
Liebe Kerlz: Beherzigt den Rat und stimuliert geistig und dann gibt's auch Penetration in der letzten Ausbaustufe. Viele Männer sind ja so dummbratzig, dass sie gar nicht in der Lage sind, eine Frau geistig zu stimulieren. Die wissen gar nicht, wass das heisst, "stimulieren". Die kennen nur "simulieren" und das ist, wenn einer auf die Wiese fällt, ohne dass ihn jemand getreten hat. Klitooooris!!!
Jürgen Klinsmann sagte zum Beispiel schon 1998 in der Bild Zeitung "Solche Sprüche stimulieren uns nur noch mehr". Und damit hat er den geistigen Samen in die Rinne gegeben, der viele Männer zu dem Irrglauben hinreisst, man könne eine Frau geistig stimulieren, indem man auswendig gelernte Sprüche aufsagt. Das ist aber nicht so! Das ist nämlich voll der Abtörn. Man will als Frau ja schließlich keinen Clown. Das hat aber nicht die Freundin von Herr Pocher gesagt, sondern die andere. Die ist gut, die kenne ich noch von Giga.
Mich würde ja interessieren, ob sie "Klaun" oder "Klohn" gesagt hat. Ich tippe auch "Klaun", denn Portugiesisch ist ja eher eine miauende Sprache.
Bekräftigt wurde ich durch diesen interessanten Artikel übrigens in der Meinung, dass Massagen voll der erotische Bringer (vgl. Abtörn) sind. Damit macht man nämlich Frauen willig. Geilomant! Willige Frauen!!! Voll krassimov!!!!!111
Aber da Massagen eindeutig den Körper stimulieren muss man vorher erst den Geist stimuliert haben. Mistikack! Man kommt also nicht darum herum, sich darüber Gedanken zu machen, wie man Frauen geistig stimuliert. Vor allem wollen Frauen ja keine Pauschalstimulation, sondern eine sehr individuelle Behandlung genießen. Ja, das ist die harte Wahrheit! Da werden Eure Handflächen feucht, weil Ihr jetzt wisst, dass Ihr alle Eure teuren Ratgeberbücher dahin stecken könnt, wo die Sonne nicht scheint.
Ich kann das nicht, dieses geistige Stimulieren. Ich habe daran auch kein Interesse. Ich höre nicht nur keine Musik, ich rede auch nur sehr ungern und wenn, dann sehr leise, schnell und betont undeutlich, wobei ich munter zwischen den sechs Sprachen, die ich fließend beherrsche und der einen, die ich selbst erfunden habe und zu diesem Zeitpunkt weiter entwickele, umherspringe. Das macht mich zu einem miserabelen Gesprächsparter, zumindest für diejenigen Menschen, die auf einem geistigen Niveau herumkriechen, auf dem man noch annimmt, dass tatsächlich eine inhaltliche Interaktion zwischen Menschen möglich ist.
Ausserdem höre ich nie zu, weil ich ständig plexirhöven Gedanken nachhänge oder darüber nachdenke, welche schönen Geschichten ich in dieses Sexy Cute Hip Hop Gansta Bling Glam Grill Disco Motha Blog schreibe.
Ausserdem bin ich sehr aufbrausend wie ein Prianhaschwarm und nachtragend, wie ein Infusionsständer.
Aber das nur am Rande.

Posted by banana at 11:05 FM | Comments (6)
Juni 04, 2007
...und werden schmerzlos und hygienisch getötet.

Uff. Nach längerem Üben habe ich endlich "Hangar 18" bei Guitar Hero 2 auf Expert geschafft. Das war wirklich ein hartes Stück Arbeit. Als dann endlich "You Rock!" auf dem Bildschirm stand, da konnte ich es fast gar nicht glauben. Noch weniger konnte ich glauben, dass ich bei dem Titel weltweit irgendwo auf Rang 76.000 rangiere. Ihr seid doch alle bekloppt.
Daran kann man mal wieder sehen, wie es um die Welt steht! Statt sich in der freien Natur aufzuhalten, Sport zu treiben, um das andere Geschlecht zu werben, sich wohltätig und gemeinnützig und ehrenamtlich zu engagieren, statt sich darum zu kümmern, dass diese, unsere Welt, ein Bisschen, ja nur ein kleines Bisschen besser wird, hängt sich die Jugend von heute lieber alberne Plastikgitarren um den ungewaschenen Hals und drückt zu irgendwelchen Hartrockmelodien bunte Plastikknöpfe im Takt. Ich finde das echt das Letzte! Wenn die Jugend von heute nicht so degeneriert wäre, dann müsste ich mich nicht mit einem sechsundsiebzigtausendsten Platz zufrieden geben. Das ist echt das Hinterletzte, ist das! Ich furze in Eure Richtung, ihr verkackte Jugend.
Mir hat diese Erkenntnis auf jeden Fall ordentlich die Petersilie verhagelt. Diese blöden Pickelfressen. Meinen wunder, wie toll sie wären, dabei drücken sie nur bunte Knöpfe auf einer albernen Plastikgitarre. Vollidioten sind das doch in meinen Augen.
Obwohl es mir die Petersilie verhagelt hatte, gab es doch sehr leckeres Essen am Wochenende, das mein Chefkoch extra auf meinen Wunsch hin zubereitet hat, nämlich Hähnchenbrust mit Gurkengemüse.
Leute, die keine Eier mit Senfsoße mögen oder kein Gurkengemüse mögen, können mir schonmal gleich den Buckel runterrutschen, denn sie haben überhaupt keine Ahnung. Sie tragen ihre Inkompetenz wie eine leuchtende Fackel vor sich her. Sie hängen sich wahrscheinlich lieber eine alberne Plastikgitarre um den Hals, als sich in Ruhe hinzusetzen und sich mit Eiern in Senfsoße oder mit Gurkengemüse auseinanderzusetzen.
So wird es übrigens gemacht (das mit dem Gurkengemüse und der Hähnchenbrust):
man brät die Hähnchenbrust in etwas Butter bei mittlerer Hitze (ich schneide die dazu immer in zwei Hälften, dann ist sie schneller gar und wird nicht so trocken).
Während die H-Brust gaart, schält man eine Salatgurke und schneidet sie in zwei Hälften und zwar der Länge nach und nicht so, wie einen Regenwurm (ja, ich habe gestern Löwenzahn geschaut. Na und? Stört Dich das vielleicht? Hast Du damit vielleicht ein Problem? Sollen wir vor die Tür gehen?). Dann kratzt man mit einem Löffel die Kerne aus der Gurke. Die Gurke schneidet man dann in viele Scheiben (naja, eher so Halbmonde), jedes Ding etwa 3-4mm dick, nur so als Anhaltspunkt.
Mittlerweile dürfte das Fleisch fertig sein. Also aus der Pfanne nehmen, salzen, pfeffern und etwas Curry dazugeben.
Jetzt kommen die Gurkenhalbmonde in die Pfanne, in der eben noch das Geflügel war. Dazu kommt etwas Essig (1-2 Esslöffel), ordentlich Tabasco, 1 TL Zucker, Salz und Pfeffer. Jetzt die Gurken ein paar Minuten in der Pfanne lassen, bis sie heiss, aber noch bissfest sind.
Fertig ist die Laube!
Muss man mal Probiert haben, finde ich. Da soll man nicht sagen "Nein, das mag ich nicht". Man kann es ja probieren und dann immernoch sagen, dass es total beschissen schmeckt. Dann hat die Aussage wenigstens Fundament.
Aber wenn man das sagt, dann hat man aber leider überhaupt keine Ahnung. Dann entzieht man sich praktisch selbst jegliche Legitimation unter den Füßen weg davon. Mit den Eiern in Senfsoße ist das auch so. Da geht nämlich der Eiergeschmack mit dem Senf eine wunderbare Symbiose ein, sie komplementieren sich in perfekter Weise und bringen die Geschmacksknöpfe zum Blühen. Bei den Gurken ist es das Zusammenspiel der Säure des Essigs, der Süße des Zuckers, der Schärfe des Tabasco und der Gürke der Gurke, die dieses einfache und schnell zubereitete Gericht zu einem Erlebnis der Sonderklasse B3 macht. Es ist wie ein Spaziergang durch das Dorf, das man aus Kindertagen kennt und auf dem man plötzlich eine verträumte Ecke aus einem ganz neuen Blickwinkel zu sehen lernt. Ein Blickwinkel, der uns Begeisterung zeigt und uns Demut lernt. Ein Moment, der zum Verweilen einläd, der uns am Ärmel packt und sagt "Hey, Buddy! Es ist alles nicht so schlimm, wie es aussieht. Setzt Dich erstmal hin, nimm Dir einen Keks. Es wird alles nicht so heiss gegessen, wie es gekocht wird. Gönn' Dir mal eine Auszeit. Lass die Seele mal so richtig lang baumeln, Alter! Das sag ich Dir. Ich bin der Moment, der stets verweilt. Wie eine scheue Katze, die Dir ihre Anwesenheit nur so lange schenkt, wie sie es will, Dude".
A propos heiss gegessen und so weiter. Da muss man bei den Gurken wirklich aufpassen. Da kann man sich gehörig den Mund verbrennen, denn durch den hohen Wasseranteil speichern die die Hitze besonders lange!

Posted by banana at 06:50 EM | Comments (17)
Juni 01, 2007
She's a cage for every unclean spirit

Oh nein! Die schlimmen Botschaften hören nicht auf. Im Gegenteil! Sie häufen sich. Jetzt ist auch noch das §§a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,485870,00.html" target="_target">Eingeweidefett§§/a> erfunden worden!
Das ist wirklich hinterhältig, gemein und nicht fair! Es ist wirklich merkwürdig, immer wenn in Amerikanischen Filmen jemand sagt, dass etwas nicht fair sei, dann hat derjenige automatisch Recht. Das scheint so eine Art Zauberformel zu sein, der Nackenbiss für US-Bürger. Aber das nur am Rande.
Da gibt es also dieses Eingeweidefett, das Literweise in uns drin ist und gefährliche Hormone absondert und uns und unsere Existenz damit stark bedroht. Man kann jetzt also schon als dünner Mensch total verfettet sein. Man selbst und auch die Umwelt und auch der BMI kriegen davon gar nichts mit.
Das ist wirklich böse, dieses Eingeweidefett. Das fängt schon beim Namen an: "Eingeweidefett", das klingt fies, das kann man ganz hervorragend ganz angewidert aussprechen und dabei den Mund so verziehen und dabei kann man sich vorstellen, wie es so gelblich hart seine Fettfinger um unser kleines Herzelein schließt und sich dann langsam zusammenzieht, so wie ein gut durchwachsener Bauchlappen auf dem Holzkohlegrill. Keine schöne Vorstellung. Eingeweidefett - der Feind in meinem Bauch.
Das wäre ja schon fies genug, aber es kommt noch schlimmer, denn die Mengenangabe erfolgt in Litern! Druchschnittlich 5,4 Liter Eingeweidefett hätten die "äusserlich unauffälligen" Männer in ihrer Bauchhöhle gehabt. Ohgottogottogottogott! 5,4 Liter! Das ist so, als würde man sich fünfeinhalb Flaschen billiges Pflanzenöl hinter die Binde kippen, aber daneben. Also nicht in den Bauch, sondern in die Bauchhöhle. Falsch abgebogen sozusagen. Oder besser noch, fünfeinhalb von diesen gehärteten Palmfettriegeln laufwarm geschmolzen und dann ab die Luzie.
Gehobene Schichten können sich natürlich gerne auch feinstes, kaltgepresstes Ölivenöl vorstellen. Wenns hilft. Ändert aber auch nichts an dem Dilemma.
Und da unten gibt es keinen Ausgang. Da schwappt das Öl dann vor sich hin, mariniert die Eingeweide und weil das so langweilig ist, sondert es eben ein paar Fiesimone ab. Man weiss ja, was man für einen Mist bauen kann, wenn einem langweilig ist.
Und - wie gesagt - wir, unsere Umwelt und sogar der BMI bekommen davon nichts mit! Das Aussenfett (Hüftgold) sieht man ja wenigstens. Und auch die Umwelt. Und irgendwie auch der BMI.
Das mit dem BMI leuchtet mir irgendwie nicht so ganz ein. Natürlich ist der BMI nicht das Bundesministerium des Inneren, denn die würden das ja mitbekommen, die Sache mit dem Eingeweidefett, so, wie die sich im Moment anstellen. Die hätten das bestimmt schon seit Jahren gewusst, wenn die dafür zuständig wären. Sogar, wenn es nicht erlaubt gewesen wäre, dass die das wissen dürften. Der BMI ist natürlich der Body Mass Index, der sich bekanntlich auch dem Körpergewicht in Kilo geteilt durch die Größe in Metern zum Quadrat errechnet.
Und der BMI ist schon 130 Jahre alt.
Ja, klar, dass man in dem Alter nichts mehr mitbekommt. Nicht ganz klar ist mir, warum der BMI zwar das Aussenfett mitbekommet, nicht aber das Eingeweidefett. Vielleicht, weil das Eingeweidefett so eine neue Erfindung ist. Ich komme mit meinem Super Surround-Verstärker ja auch nicht klar. Wahrscheinlich sondert der auch schon jede Menge Fiesomone ab, weil ihm langweilig ist.
Ganz klar, was hier gefragt ist: Die Tomographie muss die Waage ersetzen! Die Waage ist zu primitiv, um unser wahres Gewicht zu ermitteln. Ausserdem gibt es genug Kernspinntomographen. Die müssen ja auch genutzt werden!

Posted by banana at 07:27 EM | Comments (11)
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