Mai 30, 2007
She's a Dwelling Place for Demons

Ich denke, Twitter ist eine sehr optimistische Seite. Sie verleiht der Hoffnung Ausdruck, dass die Leute anderswo interessanter seien, als die Bratznasen, mit denen man es die ganze Zeit vis-à-vis zu tun hat. Weil das alle überall zu glauben scheinen, kann das aber nicht stimmen.
Schlimmer noch. Man muss sich nicht nur das Geseier seiner unmittelbaren Mitmenschen anhören, sondern auch noch das Geseier der ganzen Welt. Das RL hat ja doch auch eine gewisse Schutzfunktion. Distanz kann sehr praktisch sein. Das Vorteil ist aber, dass diejenigen, die das Geseier der ganzen Welt lesen oder ihr Geseier in die Welt schicken, in dieser Zeit entweder auf ihrem Telefon rumtippen oder vorm Computer sitzen. Beides hält sie aber auf jeden Fall ab, im RL zu seiern. 2:0 für das RL würde ich sagen. Also geht alle raus und genießt die Natur. Das ist echt geilomant. Natur ist voll töfte, irgendwie so. Aber schmutzich! Aber schmutzich!
Ich finds übrigens ziemlich dämlich, wenn man in die Welt rausposaunt, was man gerade macht. Ist auch ne Art von Überwachung und zwar freiwillig.
So, was finde ich noch scheisse? Was kann ich den Leuten noch mies machen?
Hm. Sonst eigentlich nichts. Aber ich bin auch sehr beschäftigt. Zum einen habe ich gestern endlich das Super NammNamm in meinem Garten gefangen und umgebracht. Zum anderen habe ich bei Guitar Hero 2 endlich "Psychobilly Freakout" auf Expert geschafft. Jetzt hänge ich bei "Carry Me Home". Wie ich schon gesagt hab - wer das in dem Spiel mit fünf Sternen schafft, der kann auch gleich Gitarre spielen lernen. So eine Gitarre kann man auch nachts mit ans Lagerfeuer nehmen wenn man die Natur genießen will. Das macht auch viel Spaß. Aber immer auf Waldbrandgefahr achten!
Und zum dritten muss ich noch die dritte DVD von meiner "§§a href="http://www.dieludolfs.de/">Die Ludolfs§§/a>" DVD-Box fertig gucken. Man kommt wirklich zu nichts. Übrigens eine großartige Sendung. Manfreds Stressbewältigungstherapie, die darin besteht, dass er Gartenzwerge anstelle der echten Personen beschimpft und sich so abreagiert finde ich ganz hervorragend. Ich beschimpfe meistens Gemüse. Klappt auch ganz gut. Ich weiss aber nicht, ob sich das irgendwie negativ auf den Nährstoffgehalt auswirkt.
Ich denke immer, ich komme zu nichts. Aber doch! Gestern habe ich noch ein super Lied geschrieben. Aber nähere Einzelheiten werde ich dazu natürlich nicht ausplaudern. Und zwar ohne Angabe von Gründen.
Ich sage nur: Es ist sehr gut und rockt realativ stark. Etwa so stark, wie eine Spargelcremesuppe.

Posted by banana at 06:00 EM | Comments (8)
Mai 29, 2007
It's free, too

Nein, die Klapperschlange ist nicht mit dem Klapperstorch verwandt. Nur weil man den gleichen Vornamen hat, muss man ja nicht gleich verwandt sein (vgl. Gerhard Schröder und Gerhard Polt).
Warum sich Leute dauernd ins Essen setzen oder legen wollen, verstehe ich auch nicht. Ich finde das ziemlich kontraproduktiv und unhöflich gegenüber dem Gastgeber. Ausserdem sind die Klamotten hinterher versaut.
Japaner sind mir eigentlich ziemlich sympathisch. Sie machen ein paar merkwürdige Sachen, aber wer macht das nicht? Ich habe auch schon ein Lehrbuch für die Japanische Sprache. Da habe ich auch schon zwei Schriftzeichen gelernt und schon wieder ohne Rückstände vergessen. Ich habe auch so ein Japanisches Messer. Das Messer ist sehr scharf. Kurz nach dem Erwerb wollte ich es einer Freundin zeigt, packte es in eine Tüte und trug es zu ihrer Schwelle. Das Messer durchschnitt die Tüte und krachte klirrend auf die Wiese. Ich würde für einen Messermetzelmörder gehalten und verbrachte die nächsten Jahre hinter Schwedischen Gardinen.
Heute benutze ich das Messer fast gar nicht mehr. Wenn man es nämlich benutzt, dann wird es irgendwann stumpf und dann muss man es nachschärfen. Und das ist gar nicht so einfach! Das kann man nämlich nicht mit einem ordinären Abziehstahl schärfen. Da muss es schon ein Nassschleifstein sein über den das Messer fachgerecht im richtigen Winkel geführt wird. Nimmt man einen Abziehstahl oder führt das Messer im falschen Winkel über den Stein, dann ist das Messer leider komplett ruiniert. Da ist mir das Risiko zu groß.
Das haben sie fein hingekriegt, die Japaner! Für mich leider total unbrauchbar, da ich meine Lehre zum Sushikoch nach dem ersten Monat auf oben genannten Gründen abbrechen musste.
Ich habe mir einen Nassschleifstein besorgt und mal probehalber ein westliches Messer unfachgerecht darüber geführt. Offensichtlich sind westliche Messer genau so inkompatibel zu asiatischen Wassersteinen, wie asiatische Messer zu Abziehstählen. Das Messer wurde nämlich gar nicht so richtig Rasiermesserscharf. Das ist aber nicht schlimm, denn ich benutze es jetzt zum Stricklieseln. Das ist ja auch ein schönes Hobby.

Posted by banana at 08:14 EM | Comments (3)
Mai 25, 2007
Men were deceivers ever

Der arme Kollege! Der Billardverein hat sieben neue Spieltische gekauft und die müssen jetzt in die Vereinsräumlichkeiten befördert werden.
Der Untergrund der Spielfläche so eines Tisches besteht aus Schiefer. In der Regel sind das drei Schieferplatten, die je ungefähr 150kg wieden. Bei sieben Tischen sind das also 21 Platten, die da getragen werden müssen.
Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, im Büro den ganzen Tag Lieder zu singen, die von Schiefer handeln. Viele Leute wissen nicht, dass sich sehr viele berühmte Musiker mit dem metamorphischen Sedimentgesteint auseinandergesetzt haben. Da hätten wir Peter Maffay (Nie war ich Schiefer bei Dir), Peggy Lee (You give me Schiefer when you kiss me) oder Wolfgang Ambros (Schiefer ist das Leiwandste, was man sich nur vorstellen kann).
Der Kollege rechnete. Wenn man eine 150kg schwere Platte mit vier Leuten trägt, dann muss jeder grob etwa 40kg Last bewältigen. Wir suchten nach Vergleichsmöglichkeiten und kamen natürlich auf Bierkästen. Ja, wie viele Bierkästen wiegen denn 40 Kilo? Wir wussten es nicht. Es ist erschreckend, dass viele Leute sich bei Gewichten immer die Entsprechung in Bierkästen vorstellen wollen, aber keine Ahnung haben, wieviel so ein Bierkasten eigentlich wiegt.
Sigh no more! Ich habe mich schlau gemacht. Eine 0,5 Liter Flasche Bier enthält ersteinmal einen halben Liter Bier. Der wiegt 500g. Dann wäre da noch die Flasche. Eine leere 0,5l Bierflasche wiegt ungefährt 400g. Ja, so viel. Hätte ich auch nicht gedacht. Eine volle Bierflasche wiegt also 900g. Mal zwanzig sind das 18 Kilo. Der Kasten selbst wiegt ungefähr zwei Kilo. Ein voller Bierkasten mit 20 0,5l Flaschen wiegt also 20 Kilo. Ja, zwanzig Kilo!
Jeder der Billardspieler muss pro Platte ungefähr 2 Bierkästen tragen. Aber wer trägt schon zwei Bierkästen?

Posted by banana at 12:51 EM | Comments (5)
Mai 24, 2007
Seit wir Regular Expressions nehmen fühlt sich Dein Code viel kräftiger an

Unlängst prahlte ich vor den Kollegen, dass ich mich bei Guitar Hero ungefähr auf den Platz 80.000 vorgearbeitet habe. Ich hätte jetzt nur noch eine Kleinstadt vor mir, so sagte einer der Herren.
Dabei stellte sich mir die Frage, was denn eine Stadt ist, die zwischen einer Kleinstadt und einer Großstadt liegt, also so größenmäßig gesehen. Ist das dann einfach nur eine Stadt? Oder eine Mittelstadt? Halberstadt? Was ist denn zum Beispiel Darmstadt? Das ist doch keine Großstadt. Das ist aber auch bestimmt keine Kleinstadt. Da scheint es mir doch eine Definitionslücke zu geben.
Bei Lebensphasen ist da ja auch etwas durcheinander. Oder hat schonmal jemand etwas von einem Großkind gehört? Oder einem Mittelkind? Ein Kleinkind, ja, des kennt man (übrigens zwischen erstem und fünftem Geburtstag). Was ist das denn für ein Kind, wenn es kein Kleinkind mehr ist? Vielleicht ein Vollkind? Ein Mittelklassekind?
Und wie ist das mit den Halbstarken? Gibt es auch Viertelstarke, Ganzstarke oder Doppelstarke?
(Ok, ich habe mich schlau gemacht. Es heisst tatsächlich Mittelstadt. Und Darmstadt ist doch eine Großstadt.)
Am Wochenende habe ich viele Stunden Viva Pinata auf der XBox gespielt. Man besitzt einen Garten, den man pflegen muss und lockt mit dem Garten verschiedene Tiere, die Pinatas, an. Bevor die Tiere im Garten sesshaft werden, sind sie schwarz und weiss. Wenn sie sich dann dafür entscheiden, im Garten zu leben, dann werden sie bunt. Gestern sah ich eine Elster und dachte natürlich sofort, dass sie demnächst bestimmt auch bunt werden würde. Und bei Kühen erwarte ich bestimmt auch bald, dass sie lila werden. Man soll sich eben nicht immer über andere lustig machen und sie für dumm halten.
Gummi Gummi Gummi Gummi, Gummi Gummi Gummi Gummi, Gummi Gummi Gummi Gummi, Gummi Gummi Gummi Gummi, Gummi Gummi Gummi Gummi, Gummi Gummi Gummi Gummi, Gummi Gummi Gummi Gummi, Gummi Gummi Gummi Gummi, Gummi Gummi Gummi Gummi, Gummi Gummi Gummi Gummi, Gummi Gummi Gummi Gummi, Gummi Gummi Gummi Gummi, Gummi Gummi Gummi Gummi, Gummi Gummi Gummi Gummi, Gummi Gummi Gummi Gummi, Gummi Gummi Gummi Gummi, Gummi Gummi Gummi Gummi, Gummi Gummi Gummi Gummi!
Ja, ich gebe zu: Ich mag Brei. Na und? Ich mag Kartoffelbrei, Erbsenbrei, Kichererbsenbrei, Linsenbrei, Bohnenbrei. Alles sehr lecker. Ich esse das gerne. Wenn ich mal alt bin und mir alle Zähne ausgefallen sind, dann denke ich bestimmt "Hätte ich nur zu der Zeit, zu der ich noch konnte mehr Dinge gegessen, die ich kauen musste". Aber dann werde ich ohne Reue an die Zeiten denken, in denen ich Brei aß, obwohl ich sehr wohl auch eine Salzkartoffel hätte essen können.

Posted by banana at 08:13 EM | Comments (3)
Mai 23, 2007
SuperCollider? Petabyte? Wie bitte?

Auf der anderen Seite wären Schaufelfußkröten für mich sowas wie das ideale Haustier. Wenn ich Haustiere haben wollte. Als Schaufelfußkrötenbesitzer hat man ja eigentlich nur einen Eimer Sand im Wohnzimmer stehen. Einmal im Jahr kippt man dann Wasser drauf, die Kröte gräbt sich aus, will Bumsen, findet nichts, ist frustriert und gräbt sich wieder ein. Und dann hat man wieder ein Jahr Ruhe. Sehr praktisch, eigentlich. Erzählen Sie das mal ihrer Katze.
Macht halt nicht viel her, so eine Schaufelfußkröte, beziehungsweise so ein Eimer Sand. Ist kein Tier zum Kuscheln. Zum einen müsste man sie dazu nämlich erstmal ausgraben, zum anderen müsste man sie dann aus ihrem Dämmerzustand aufwecken. Das fände sie wahrscheinlich nicht so lustig. Ausserdem packt sie sich noch in so einen Schleimbeutel ein und mit Schleimbeuteln ist nicht gut Kuscheln. Ich habe zwar auch Schleimbeutel, aber die sind innen. Die sieht man ja nicht. Don't mention the Schleimbeutel. Das ist meine Devise. Damit bin ich immer gut gefahren.
Da könnte man sich ja auch gleich einen Eimer Sand ins Zimmer stellen und behaupten, da sei eine Schaufelfußkröte drin. Das wäre dann noch Pflegeleichter. Wäre wahrscheinlich für beide Parteien besser. Also sowohl für mich als auch für die Schaufelfußkröte. Dann müsste sie sich nicht immer Heavy Metal Musik anhören. Wahrscheinlich würde sie sich davon gestört fühlen. Aber so eine Schaufelfußkröte stellt ja offensichtlich keine großen Ansprüche an das Leben. Da wäre Heavy Metal Musik vielleicht sogar eine Bereicherung.
Natürlich weiss man nicht, ob die Kröte das Ausgraben und Bumsen als das Highlight des Krötenjahres empfindet. So, "die Schaufelfußkröte plant ihren Mai: Im Schleimbeutel hocken und abwarten." Vielleicht nervt sie das ja auch, weil sie viel lieber im Sand vergraben ist und nichts macht. Wenn das aber das Highlight wäre, also das Ausgraben, wenn die Kröte schon so Wartestriche in das Innere ihres Schleimbeutels kratzen würde, dann wäre es ja wirklich fies, wann man sie ganz allein in einem Eimer halten würde. Dann kommt sie raus, will bumsen und findet nichts. Das muss wirklich sehr, sehr, sehr frustrierend sein. Gerade, wenn man ein ganzes Jahr auf die Höckerung gewartet hat und dann nur mit Leitungswasser und Zinkblech Vorlieb nehmen muss. Aber - hey - wie frustriert kann man noch werden, wenn das Leben praktisch nur daraus besteht, in einem Schleimbeutel im Sand vergraben zu sein. Und zwar freiwillig.
Schaufelfußkröten haben sich als Haustier nicht durchgesetzt. Wahrscheinlich, weil Leute, wie ich keine Haustiere haben wollen. Ich kenne aber jemanden, der hat Frösche aus Haustiere. Hunderte. Die Brasilianer sind besonders laut.
Ich sage das nur, weil ich eine Avocadopflanze habe. Sie ist die schönste und klügste Avocadopflanze der Welt und ich liebe sie wirklich sehr! Trotzdem vergesse ich manchmal, sie zu gießen. Wenn ich Glück habe, dann hängen nur ihre schönen und klugen Blätter vorwurfsvoll schlapp herapp. Wenn ich Pech habe, dann sind die Blätter vertrocknet.
Ich mache das nicht aus Boshaftigkeit oder aus Absicht. Obwohl ich diese Avocadopflanze sehr liebe, vergesse ich manchmal, sie zu gießen. Auch aus diesem Grund möchte ich keine Haustiere haben. Nicht auszudenken, wenn mir ein Hund vertrocknen würde. Oder ein Hamster! Deswegen passe ich ja auch so ungern auf Westbam auf.
Die Avocadopflanze ist ein Teil meiner Altersversorgung. So werde ich im Alter immer frische Avocados haben, von denen ich mich ernähren kann. Die Avocado ist sehr fett- und nährstoffreich.
Deswegen bin ich auf die Idee mit der Schaufelfußkröte gekommen, also wegen der Pflegeleichtheit vom Frosch. Äh Kröte. Äh Schaufelfußkröte.
Man muss sich aber keine Sorgen um die Avocadopflanze machen, denn sie hat vor kurzem ihren ersten Ast bekommen. Ihr Name ist jetzt MechaBaumi 2.0.
Achso - fast hätte ich es vergessen. Das legendäre Alpentrio Tirol wird demnächst nur noch aus drei Musikern bestehen. Richard geht nämlich in Pension. Auf der §§a href="http://www.alpentrio.at/frames.html">Homepage§§/a> gibt es die heissen News!

Posted by banana at 05:55 EM | Comments (6)
Mai 22, 2007
Bring Grüße zu Mary!

Heute, in der Allee, dem Heim für angewandte Spackonastik (falls das jemand vergessen haben sollte oder junge Leser beziehungsweise Schüler (oder sollte ich sagen Suchende beziehungsweise Eleven (Komisch, dass das Wort Eleven Elf in Englisch bedeutet, das Englische Wort Elf aber Elf heisst (Naja, eigentlich nicht komisch und auch nicht bemerkenswert *streich*)) der Spackonastischen Lehre sich hier befinden): Nützliche Worte, bei denen man sich fragt, wie man bis jetzt ohne sie auskommen konnte.
Das heutige Wort ist "Überstrukturiert".
Beispiele: Ich finde, den Projektplan klar überstrukturiert. Die Dokumentation für unser neues Produkt ist eindeutig überstrukturiert. Du schreibst Dir sogar auf, was Du morgen anziehen willst? Ich finde, Dein Leben ist überstrukturiert.
Kategorie: Fight back!
Bitteschön. Ich teile mein Wissen gern mit anderen, mag Gesellschaftsspiele, guten Wein und gutes Essen.
Big Jim hieß in Europa übrigend ursprünglich "Mark Strong". Klingt für mich eher nach einem Darsteller in Liebesfilmen. Naja. Big Jim eigentlich auch.
Ich hatte ja nie so ein Ding. Deswegen weiss ich auch nicht, ob der Arm nach unten oder nach oben ging, wenn man hinten auf den Rücken drückte. Nach oben wäre etwas ungünstig. Ich weiss auch nicht mehr, ob der echte Big Jim eine weisse Plastikunterhose hatte oder ob es die Nachbauten waren. Ich hatte so einen Nachbau. Der hatte keinen Knopf im Rücken, auf den man drücken konnte und der Bizeps spannte sich auch nicht so cool an, wenn man den Arm anwinkelte. Der Bizeps war eigentlich das beste am ganzen Jim. Ich wollte immer so einen Bizeps haben. Habe ich aber nicht. Wird auch nichts mehr draus. Trotzdem würde ich meine Kindheit als glücklich beschreiben.
Es gab auch eine Big Jim Variante, die "David Steele" hieß. Haben sich die Liebesfilmdarsteller von Big Jim inspirieren lassen? War es anders herum? Ist das ein Zufall? Hänge ich wieder nur rommantischen Verschwörungstheorien nach? Wie viele Meere auf dieser Welt
sind Meere der Traurigkeit? Die Antwort, mein Freund, weiss ganz allein der Wind. Die Antwort weiss ganz allein der Wind. Und bestimmt auch David Hasselhoff.
Eine Frage muss ich hier nochmal stellen: Hat jemals eine glaubwürdige Person mitbekommen, wie ein Handy, dass von seinem Träger prominent und silhouettenerweiternd am Gürtel getragen wird, tatsächlich klingelt?
Ich würde erwarten, dass jemand, der in Kauf nimmt, sein Aussehen durch das Tragen des Telefons derartig stark zu verändern, praktisch ständig an der Strippe sein müsste. Sind sie aber nicht. Aber ich denke, das ist wie mit den Cowboys im Wilden Westen. Die waren ja auch nicht die ganze Zeit am Rumballern. Wenn (und ich betone: Wenn!) es aber einmal nötig war, dem anderen Blaue Bohnen Eintopf in die Bratze zu stopfen, dann waren sie schnell am Gerät.
Was folgern wir daraus: Leute, die das Handy am Gürtel tragen, bekommen sehr wenige, dafür aber wahnsinnig, wahnsinnig wichtige Anrufe. Qualitätsanrufe sozusagen.

Posted by banana at 06:01 EM | Comments (8)
Mai 21, 2007
Bring Milch mit!

Sie lagen zusammen in Bett. Er hatte seinen Arm um sie gelegt und drückte sie an sich.
"Es ist so wunderbar mit Dir" flüsterte er ihr ins Ohr. "Es ist für mich, als wenn Du berühmt bist, aber immer für mich da bist".
Sie schlug die Augen auf und dreht den Kopf zu ihm.
"Weisst Du, wie spät es ist? Ich muss morgen ein Konzert spielen. Wir fangen schon um acht Uhr an und vorher habe ich noch ein Interview".
Sie stand auf, ging in die Küche und trank Milch aus der Flasche.
Er hasste es, wenn sie das tat. Er weinte, weinte, weinte. Tausend Tränen tief stand er am Grund des Sees der Trauer und wusste, dass sie ihn nicht erreichen wollte.
Als sie sich wieder ins Bett legte, legte er wieder seinen Arm und sie und erzählte ihr von seinen Gefühlen. "Ich werde ein Lied darüber schreiben" sagte sie. Dann schaute sie auf die Uhr. "Gleich vier." Sie seufzte. "Gleich kommt Richter Alexander Hold".
"Diese Fälle sind total unrealistisch" sagte er. "Ich kann einfach nicht glauben, dass eine intelligente Frau wie Du sich so etwas anschaut".
Sie blitzte ihn an "Du weisst genau, dass ich es mir nicht ausgesucht habe ein Popstar zu werden. Eigentlich wollte ich Staatsanwältin werden und da ist es ja wohl mehr als verständlich, wenn mich so etwas interessiert!"
"Ich weiss" sagte er "bitte verzeih mir."
Er weinte, weinte, weinte. Tausend Tränen tief schwomm er im Ozean des Kummers und wusste, dass sie nicht schwimmen wollte. Er erzählte ihr von seinen Gefühle. "Prima" sagte sie "das werde ich auch in mein Lied einbauen. Manchmal ist es doch sehr praktisch, dass Du so nah am Wasser gebaut hast".
"Aber ich bin kein Bauarbeiter, sondern Staatsanwalt" sagte er und er dachte "Irgendwann wird das Wasser mein Haus einfach wegspülen. Es wird auf dem See des Trübsinns fahren und sie wird auf Tournee sein".
"Fühlst Du dich eigentlich körperlich zu den jungen Tänzern hingezogen?" fragte er sie leise.
"Aber ich bin auch jung." sagte sie, den Blick unscharf in die Ferne gerichtet.
"Ja. Jung und sehr schön und sehr talentiert. Aber das war keine Antwort auf meine Frage. Naja. Eigentlich war es doch eine Antwort auf meine Frage". Er räusperte sich verlegen.
Der Rest war Schweigen. Er weinte, weinte, weinte. Tausend Tränen tief stand er im Monsun der Freudlosigkeit und wusste, dass sie Regenschirme nicht ausstehen kann.
"Du weisst, ich kann Regenschirme nicht ausstehen. Aber erzähl mir bitte trotzdem von Deinen Gefühlen. Ich möchte ein Lied darüber schreiben. Oder ein Bild davon malen. Oder eine Keramik töpfern. Du bist irgendwie so authentisch."
Er verstand die Welt nicht mehr. Irgendwann würde er einfach aufhören. So wie ein Lied, dass in der Unendlichkeit verklingt. Wie ein Brief, der mit einer versiegenden Feder geschreiben wurde. Er verlor sich in ihr, wie ein Tropfen Blut in der Zisterne. Sie brannte ihn aus, wie ein Bursche seinen Mofaauspuff. Sie erschöpfte ihn. Sie war für ihn wie die Karotte für den Esel.
Er stand auf und ging in die Stadt, die Zuribamm heisst.
"Bring Milch mit, Manfred!" rief sie ihm hinterher. Aber er hörte sie nicht. Er hörte nur das Dröhnen der Stadt, dass in ihm widerhallte. Japan. Kanada. Australien. Vielleicht.

Posted by banana at 07:24 EM | Comments (20)
Mai 20, 2007
Geh mir fort mit der Evolution.

Was mich ja bei Äpfeln total nervt, ist dieses Gekräusel gegenüber vom Stengel.
Was mich ja bei Bananen so nervt, sind diese Fäden an der Frucht, die so ein stumpfes Gefühl im Mund machen.
Was mich ja bei Erdbeeren so nervt, ist, dass sie so eigentlich sofort schimmeln, nachdem man sie bezahlt hat.
Was mich ja bei Birnen so nervt, dass sind diese harten Körner im Fruchtfleisch.
Was mich ja bei Pfirsichen so nervt, das sind diese Haare auf der Schale.
Aprikosen: Dito.
Was mich ja bei Himbeeren so nervt, dass sind die Körner, die einem immer zwischen den Zähnen steckenbleiben.
Stachelbeeren: Dito.
Brombeeren: Dito.
Johannisbeeren: Dito.
Was mich ja bei Orangen so nervt, ist dass es so eine Mordsarbeit ist, sie zu schälen.
Was mich ja bei Ananas so nervt, sind diese braunen Löcher, die man hat, wenn man nicht genug Schale wegschneidet.
Was mich ja bei Nektarinen so nervt, ist dass der Kern so oft in zwei Hälften zerfällt.
Was mich ja bei Kisis so nervt, ist dass sie immer entweder zu hart oder zu weich sind.
Was mich ja bei Pflaumen total nervt, ist man sie nicht essen kann, ohne sich total die Finger zu versauen.
Was mich ja bei Weintrauben so nervt, ist dass die Kerne so scheisse schmecken.
Was mich bei Avocados so nervt, ist dass sie nur zehn Minuten den richtigen Reifegrad haben.
Was mich bei Mangos so nervt, ist dass der Kern so total bescheuert eingebaut ist.
Melonen: Dito.
Mirabellen und Kirschen sind ok.
Geht doch!

Posted by banana at 03:50 EM | Comments (17)
Mai 19, 2007
Chauffeur me, I will chauffeur you

Ich bin ein großer Freund der Zubereitungsmethode, die daraus besteht, dass man sämtliche Zutaten in Alufolie wickelt und im Backofen im eigenen Saft gart. Diese Methode hat viele Vorteile: Man hat nicht überall Fettspritzer, der Backofen wird nicht dreckig, man muss hinterher keine Pfannen, Formen oder Töpfe abspülen und die Gerichte sind Fettarm und Nährstoffreich.
Die Methode hat aber auch einen Nachteil: Ich habe noch kein Rezept gefunden, dass mir wirklich schmeckt. Es geht doch nichts über ein scharf gebratenes Stück Rundfleisch, dass innen noch ein bißchen Roh ist.
Heute habe ich etwas gemacht, was jedoch durchaus die Bezeichnung "Leckeres Essen" verdient hat. Man mariniert dazu kleingeschnittenes Geflügelfleisch in Zitronensaft, Olivenöl, Honig und Oregano, fügt gemischtes Gemüse hinzu (ich hatte so eine mediterane Gemüsepfanne aus der Gefriertruhe), packt ein paar Cocktailtomaten und etwa eine halbe Dose Kidneybohnen oben drauf. Dann kommt der Wickelteil mit der Alufolie und das schöne Paket dann für 35 Minuten bei 180° in den Backofen.
Interessant, gell?
Weil wir gerade beim Essen sind und hier sonst nie übers Essen geschrieben wird, muss ich beichten, dass ich gerade im Hummus-Fieber bin. Ja, das ist der Mus aus Kichererbsen. Ich bin praktisch rund um die Uhr damit beschäftigt, Kichererbsen einzulegen, zu kochen und kleinzumatschen. Was meine Sucht dabei maßgeblich gefördert hat, ist Tahin. Wer es noch nicht kennt, sollte jetzt aufhören zu lesen.
Tahin ist sowas, wie Erdnussbutter, aber aus Sesam. Ich bin froh, dass ich es erst jetzt im Rentenalter kennengelernt habe, dann hätte ich es schon in meiner Jugend kennengelernt, in der mein Geist noch weich und schwach war und ich beeinflussbar und experimentierfreudig war, dann wäre Tahin bestimmt mein Untergang gewesen. Heute aber sehe ich es als Bereicherung meines Lebens. So lerne ich Bescheidenheit und stärke meinen Charakter dadurch, dass ich mich dazu zwinge, nicht alle fünf Minuten zum Kühlschrank zu gehen und einen Löffel Tahin zu essen. Tahin ist also sowas, wie Nutella für Erwachsene. Auf 250g Kichererbsen kommen drei Esslöffel Tahin. Ich denke, dass ist als ein Mengenverhältnis, dass als Vorwand gut zu gebrauchen ist.

Posted by banana at 03:15 EM | Comments (2)
Mai 16, 2007
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Sapperlot! Die Bundeswehr hat Nachwuchsprobleme! Die jungen Männer sind einfach zu fett! Es heisst zwar "ohne Mampf kein Kampf", aber so war das ja auch nicht gemeint.
Ich weiss nicht, ob die Dicken nicht wehren dürfen, weil sie sich nicht so gut und ausdauernd bewegen können oder weil sie einfach zu leicht zu treffen sind, vermute aber ersteres.
Das heisst also, dass die dicken jungen Männer allesamt Wehrdienstverweigerer sind. Nein, nicht nur Wehrdienstverweigerer, sondern Totalverweigerer! Ich denke mal, Ersatzdienst kann man trotz einer gewissen Körperfülle durchaus leisten. Da wird ja nicht rumgerannt und geschossen, sondern nur die Eier geschaukelt und gelabert.
Wir haben damals noch auf Methoden, wie Schlafentzug, Koffeintabletten und Zigaretten gesetzt, um unsere Ausmusterung herbeizuführen. Meistens erfolglos. Die Jugend von heute ist da viel schlauer. Es gibt schließlich festgesetzte Gewichtshöchstgrenzen oberhalb derer man nicht mehr aktiv sein Vaterland verteidigen darf. Da kann man immer schön kontrollieren, ob man sein Ziel schon erreicht hat, sich also schön gemütlich an die Dienstunfähigkeit heranmümmeln, unter dem Motto "Schnucken statt Robben". Natürlich inklusive Risk-Uplift, um die Messungenauigkeiten der Waage auszugleichen.
Und man hat ganze 18 Jahre Zeit, um sein Ziel zu erreichen. Das nenne ich komfortabel.
Hinterher muss man natürlich wieder von dem Moppelgewicht runter, damit man die geilen Uschen klarsprechen kann. Das kann dann schonmal hart werden, vor allem, wenn einem die Freunde die ausgelassenen Hautlappen mit dem Stumpfen Butterflymesser von der Wampe säbeln, aber immerhin ist einem der Dienst erspart geblieben.
Ich sage aber: Wahrschau, Seemann! Die tragen das nämlich in Akten ein, die Ausmusterer. Und die sind geduldig (also, die Akten, nicht die Ausmusterer). Kann also sein, dass irgendwann mal die Versicherung bei den Ausmusterern nachfragt, wie das denn so um die Gesundheit des zu Versichernden steht und dann auch die entsprechenden Antworten bekommt. Dann tut's den Leuten wieder leid.
Ist ja auch nicht alles schlecht, bei der Bundeswehr. Ich kann mich zum Beispiel sehr gut daran erinnern, wie ich einmal auf der Schießbahn saß und eine gegrillte Haxe mit der Hand aß. Das hat Spaß gemacht. Der Rest nicht so.

Posted by banana at 06:39 EM | Comments (4)
Mai 13, 2007
Get up in the morning, slaving for bread, sir

Wenn Akademiker beschließen, sich sportlich zu betätigen, dann geschieht meistens Erstaunliches, Mittelbares. Dann ist das nicht so, wie bei Rocky. Rocky läuft einfach los, freut sich, wenn er es die Treppe hochgeschafft hat und prügelt zwischendurch auf dahergehangene Rinderhälften ein.
Akademiker machen das nicht so. Akademiker lesen sich erst etwas theoretischen Unterbau an. Es ist ja bekanntlich so, dass falsches Training oft schlechter ist, als gar kein Training. Da kann man so viel falsch machen! Das ist alles so kompliziert, ein nicht-Akademiker könnte sich das gar nicht alles merken, was man da falsch machen kann. Es ist überhaupt erstaunlich, wie viele nicht-Akademiker es in die Bundesliga geschafft haben, bei der hemdsärmeligen Herangehensweise. Naja, Fußball ist ja auch kein richtiger Sport. Richtiger Sport ist eigentlich nur Laufen. Laufen ist der Porsche für Arme.
Wenn ich mich richtig erinnere, dann hat Rocky sogar auf gefrorene Rinderhälften eingeschlagen. Das war sehr leichtsinnig. Das ist Gift für die Gelenke. Man sollte nur Zimmerwarme, gut abgehangene, durchwachsene Angus-Rinderhälften nehmen. Dann ist der Trainingseffekt am besten.
Akademiker lesen also erst, informieren sich dann über die beste Ausrüstung, informieren sich dann, wie sie die beste Ausrüstung am billigsten beschaffen können (Laufbandanalyse im Schuhgeschäft, Schuherwerb im Internet) und geben dann ein paar Hundert Euro für Pulsuhren mit USB-Anschluss, bunte Leibchen, Höschen und Schuhwerk aus. Das dauert ein paar Wochen. Nicht-Akademiker, die bereits fahrlässigerweise mit dem Training begonnen haben, haben bereits ihre Gesundheit durch falsches Training größtenteils zugrunde gerichtet.
Irgendwann geht es dann los mit dem Training. Nach einer Woche hat sich noch kein Veränderung im Gewicht eingestellt. Das ist aber nicht schlimm, so weiss der Akademiker, denn Mukelgewebe ist schwerer, als Fettgewebe und somit das nicht veränderte Gewicht kein Grund zur Beunruhigung. Nach zwei Wochen sieht der Akademiker dann immer noch nicht aus, wie Rocky, obwohl er doch alles richtig gemacht hat und Rocky alles falsch. Da verlässt ihn die Lust. Nein, natürlich verlässt ihn nicht die Lust. Er hat einfach zu viel zu tun.

Nachtrag:
Hatte ich ja ganz vergessen. Jetzt soll die Mehrwertsteuer auf Süßigkeiten angehoben werden, weil wir Deutschen so fett sind. Das ist eine saubere Sache. Schließlich sind es ausschließlich die Süßigkeiten daran schuld, dass wir so fett sind. Wenn der Schokoriegel zehn Cent mehr kostet, dann werden wir explosionsartig alle schlank, rank und schön. Ausserdem sollten noch die Süßigkeitenhersteller im Fernsehen auftreten und sagen, dass sie sich schämen und dass es ihnen leid tut. Und Thomas Gottschalk!
Ich finde, Steuererhöhungen sind eine echte Alternative zum Verbieten, denn sie bringen dem Staat auch noch mehr Geld. Wenn das nicht alles so traurig wäre, dann wäre das sehr unterhaltsam. Man sollte sich also eine Menge Popcorn kaufen und beim Zuschauen verzehen, aber schnell, bevor es teurer wird.

Posted by banana at 07:49 EM | Comments (20)
Mai 12, 2007
So kiss me and smile for me

Uff, bin ich fertig. Ich bin natürlich auch total im Eurovision Song Contest Fieber und habe den ganzen Tag Lordi-Walking gemacht. Jetzt habe ich Blasen an den Füßen, bin aber glücklich. Die Schuhe sind einfach verdammt schwer!
Tragisch, tragisch, dass DJ Bobo schon im Halbfinale ausgeschieden ist. DJ Bobo ist für mich irgendwie der Max Schautzer der Musik. Ich frage mich immer, wie der an den Job gekommen ist. Irgendwie so ein Sohn eines erfolgreichen Vaters. Aber halt ohne erfolgreichen Vater.
Vielleicht hat jemand in den Osteuropäischen Staaten ja gemerkt, dass Vampire gar nicht alive sind sondern eher so untot. Die kennen sich ja mit der Thematik aus.
Vielleicht aber auch nicht.
Immerhin habe ich aber heute festgestellt, dass Couscous ein Gericht ist, das aufgrund seiner Konsistens glücklich macht. Morgen gibt es Humus. Wahrscheinlich.
Gute Nacht!

Posted by banana at 09:54 EM | Comments (7)
Mai 11, 2007
Me so horned. Me hurt you long time.

Wahrscheinlich ist es total unrational, aber wenn ich den Innenminister im Fernsehen sehe, wie er erzählt, dass die Bedrohung aus der linken terroristischen Ecke gerade ganz schlimmschlimm ist, dann kann ich das irgendwie nicht glauben. Dann warte ich darauf, dass ein Zivi kommt und ihn aus dem Bild schiebt, damit wir anderen wieder lustige Lieder singen können.
Und ja, ich denke auch, dass etwas an der Theorie dran ist, dass der Innenminister bei dem Anschlag einen wegbekommen hat und jetzt etwas ängstlicher ist, als nötig.
Aber es gehen einem natürlich auch total blöde Gedanken durch den Kopf. So als Mensch ist man eben total bescheuert. Meistens merkt man das ja gar nicht.
"Nach dem ganzen Terror aus dem Nahen Osten wäre es doch mal ganz nett, auch mal was von Deutschen Terroristen zu hören. Die können doch auch was!" Also, wenn mich Woody Allen fragen würde, von welcher Gruppe ich lieber terrorisiert werden würde, von islamischen Terroristen oder von linksradikalen Terroristen, dann würde ich mich für die linken entscheiden. Das kann ja nicht so schlimm sein. Ausserdem ist ein bisschen Abwechslung ja immer ganz schön.
So weit ist man schon. Total bescheuert. Total durch den Wind ist man schon, totaler Zuschauer, der denkt, dass alles nur im Fernsehen passiert und man selbst sicher ist. Deswegen machen die Manager also die Survivalkurse. Damit sie mal sehen, wie sich das Leben so anfühlt. Mikrofaser finde ich ja, gerade als Bettwäsche sehr angenehm. Fühlt sich sehr angenehm an, also im Gegensatz zum Leben. Soll man aber ohne Weichspüler waschen, weil sich sonst angeblich alles schlimmschlimm ist und die guten Eigenschaften der Mikrofaster verlorengehen (Hausaufgabe: Zählen sie fünf gute Eigenschaften der Mikrofaster auf). Wie soll ich das denn aber bitte machen, als alleinstehender Hagestolz? Ich kann doch nicht eine Maschine nur mit Mikrofasterbettwäsche und ohne Weichspüler waschen! Da ist ja die halbe Maschine leer! Da ist doch die ganze Energieeffizienz beim Teufel, nur weil die Mikrofaser meint, sie vertrage keinen Weichspüler. Nein, ich will nicht ganz auf Weichspüler verzichten. Auch wenn da so Tensone drinne sind. Das ist ein freies Land. Naja. Sagt man halt so, mit dem "frei". Ich wasche eben mit Weichspüler, so lange ich noch kann. Auch die Mikrofaster, die olle Diva.
Achtung Sprachupdate: Wenn man etwas nicht essen mag, dann ist man "kein großer Fan" davon, z.B. "Also ich bin ja nicht so der große Fan von Fenchel". Wenn man aber etwas mag, dann ist man ein Freund von etwas, z.B. "Also, ich bin ja ein großer Freund von Kartoffelklößen". Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied. Bitte beachten!
Wie ist das eigentlich mit der Waschmaschine und den Optimisten. Sagt der Optimist auch, dass die Maschine halb voll ist? Ich glaube, hier ist es andersherum. Der Optimist sagt, die Maschine ist halb leer. Bunt ist das Dasein und Granatenstark.

Posted by banana at 06:39 EM | Comments (8)
Mai 08, 2007
Struntbuggy?!

Ihr glaubt ja wohl nicht im Ernst, dass Frau Hilton in den Knast geht, ihr naiven Hasen.
Heute ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass Tabellen auf Englisch "Tables" heissen und dass das ja auch Tisch bedeutet.
Das hat mich etwas aus den Socken gehauen. Vor allem, dass mir das vorher noch nie so aufgefallen ist. Naja. Tisch heisst auch Tafel. So kommt man der Sache etwas näher.
Für Teekesselchen gibt es kein Wort im Englischen. Wahrscheinlich, weil die so viel Tee trinken, dass die Teekannen da immer sehr groß sind. Es gibt auch keinen Namen für das Spiel, dass wir Teekesselchen nennen, was schade ist, denn mit "Table" hätte man ja schon einen guten Kandidaten für das Spiel.
Ich frage mich aber auch immer, warum das Spiel Teekesselchen heisst und habe dann immer latent das Gefühl, etwas nicht verstanden zu haben.
Am Wochenende war es witzig. Ein Vater saß am großen Esstisch und neben ihm saß seine kleine Tochter.
Vater (dreht an einem Champignon herum) "Siehst Du, hat der Pilz ausgesehen, als er im Wald gewachsen ist."
Ein Anderer: "Bis ein altes Kräuterweiblein kam.."
Wieder ein Anderer: "Und ihn plfückte, in ihren Korb legte..."
Wieder ein Anderer: "Ein kleiner Salamander sonnte sich auf einem Stein..."
Wieder ein Anderer: "Die Frau nahm den Pilz mit zu sich in ihr kleines Häusschen..."
Wieder ein Anderer: "Wenig später verkaufte sie ihn an einen großen Konzern..."
Wieder ein Anderer: "Und starb wegen Unterernährung."
Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob man den Kindern ihre Illusionen lassen soll, sie zerstören soll oder sie gar nicht erst aufbauen soll. Das muss ich erst noch abwägen. Wenn man einmal in einem Proberaum neben einer Pilzfabrik geprobt hat, dann kriegt man den Geruch nie wieder aus der Nase raus.
Wenn man neben einer Sauerkrautfabrik seinen Wehrdienst abgeleistet hat, auch nicht.

Posted by banana at 06:53 EM | Comments (8)
Mai 07, 2007
he moved a million hearts in mono

Ui. Der Verkehrsverbund §§a href="http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/lokalnachrichten/frankfurt/?em_cnt=1130106&sid=5b19112af7c3d6c1d22de1b9cf35311f" target="_blank">erhöht die Preise in den Stoßzeiten§§/a>. Damit nicht immer alle Leute zu den gleichen Zeiten fahren und die Busse und Bahnen den ganzen Tag über möglichst gleichmäßig ausgelastet sind.
Klar. Wo man als Pendler ja auch so flexibel ist. "Du, Chef? Ich komme dann demnächst erst so um 11, ja? Dann bleibe ich bis acht Uhr abends. Meine Frau geht mir ja eh schon länger auf den Saque."
Aber deswegen sind wahrscheinlich auch die Hotelpreise in den Schulferien höher, als zu den anderen Zeiten. Damit die ganzen Familien mit schulpflichtigen Kindern auch mal ausserhalb der Ferien in den Urlaub fahren. Jetzt leuchtet mir das ein!
"Sis Kebab kann total lecker sein. Wenn es original Türkisch gemacht ist und nicht so, wie an der Dönerbude um die Ecke".
Sowas hört man ja öfters. Oder "Ja, aber richtiges Chinesisches Essen. Nicht so einen eingedeutschten Kram, wie es das bei uns gibt".
Tja. Da hat sich ja eine Horde ausländischer Köche ganz überflüssiger Weise leckere "Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht" Rezepte für uns Deutsche ausgedacht und wir wollen das gar nicht! Wir wollen lieber die Originalsachen essen. Das ist nämlich viel authentischer! Ausserdem zeigt es, dass wir Männer und Frauen von Welt sind. Ja! Diesen pseudochinesischen Fraß, den kann von mir aus die Landbevölkerung fressen. Ich esse das nicht! Ich koche auch zu Hause nur authtentisch Chinesisch. Und Döner koche ich mir zu Hause auch nicht! Denn in der Türkei, da kennt man sowas gar nicht. Ich sage nur: Nasi Goreng! Ach nee. Ich wollte ja Chop Suey sagen. Und ich sage nur California Roll! Die kennt man nämlich in China auch nicht. Und wenn man Nudeln isst, dann nehme ich nicht etwa den Löffel. Nein! Das machen nämlich die Italiener auch nicht. Und die Nudeln Pasta wird im Topf mit der Soße dem Sugo vermischt. Das macht man nämlich so.
Aber rohe Tomaten mag ich nicht so. Korriander auch nicht. Und von dem Bambuszeug, da bin ich auch kein Fan von. Und Fenchel. Nee. Das schmeckt immer so gesund.
Oh, ich muss los. Gleich ist Sambagruppe.

Posted by banana at 06:52 EM | Comments (15)
Mai 04, 2007
Poor old Johnny Ray

Eins vorweg: Meine Laune war gestern nicht besonders gut. Normalerweise bin ich ein freundlicher und höflicher Mensch. Müsste man die Schwiegermütter und nicht die Töchter von sich überzeugen, dann säße ich schon wie die Made im Speck in einem großen Haus und würde Bedienstete beiklatschen (die mich trotz der herrenhaften Klatscherei natürlich auch alle ganz supi finden und Dinge, wie "Gute Herrschaften sind heutzutage ja so schwer zu finden" sagen würden).
So ein Typ bin ich! Normalerweise. Echt!
Am Mittwoch hatte ich aber schlechte Laune. Sei es, weil ich das Leben des kleinen Pandabären nicht hatte retten können oder weil ich beim Klippenspringen einen Bauchplatscher gemacht hatte. Ich weiss es nicht. Und just an diesem Abend schüttelt das Mobiltelefon und zeigt im Display eine mir unbekannte Rufnummer.
Ich hub ab und meldete mich mit meinem Namen. "Kevin?" schallte eine mir unbekannte Frauenstimme entgegen.
Ich sagte "Nein, hier ist nicht Kevin."
"Oh. Entschuldigen sie bitte" sagte die Frau und legte auf.
Als ich mir die Nummer der anrufenden nocheinmal anschaute, viel mir auf, dass es wohl dieselbe Nummer war, die schon am Montag versucht hatte, mich um sechs Uhr in der Frühe zu erreichen und von der aus dann nur Grunzgegeräusche auf der Mailbox hinterlassen wurden. Also keine obszönen Grunzgeräusche, sondern eher ungesunde Sechsuhrmorgensgrunzgeräusche.
Das Telefon schüttelte wieder. Die gleiche Nummer. Ich klappte es auf und drückte den Anruf weg.
Unter der Dusche überlegte ich mir dann, dass es doch eigentlich bescheuert ist, sich nach dem Abheben mit seinem Namen zu melden. Immerhin will doch der Anrufende was von mir und nicht andersrum. Sollte der mir doch zuerst seinen Namen sagen. Das würde doch die Verhältnisse zurechtrücken. Während ich mir das so überlegte, hörte ich das Telefon noch zwei mal seine Klingeltöne abspielen und konnte mich nach dem Abtrocknen davon überzeugen, dass es wieder die Frau war, die in irgendeiner Beziehung zu Kevin stand.
Nachdem ich noch ein paar Anrufe weggedrückt hatte, entstand eine Pause. Ich nahm, dass sie nun begriffen hatte, dass es nicht Kevins Nummer war, die sie da emsig anrief.
Später am Abend meldete sich das Telefon aber wieder. Diesmal wurde keine Nummer angezeigt. Ich nahm ab.
"Ja?"
"Kevin!" scholl es mir entgegen "Hoffentlich bist Du bald zu Hause!" sagte die Frau im Mutterschimpfeton.
"Hier ist nicht Kevin. Es ist auch kein Kevin in der Nähe. Ich kenne auch keinen Kevin. Weil das nicht Kevins Nummer ist, sondern meine. Und zwar schon eine ganze Weile. Und ich bin nicht Kevin." sagte ich übellaunisch.
Es entstand eine kurze Pause.
"Ich habe die Nummer aber eingespeichert." sagte die Frau.
"Interessante Argumentation." sagte ich.
Die Frau sagte nichts.
"Hören Sie bitte auf, mich zu belästigen." sagte ich.
"Wie heissen Sie denn?" wollte die Frau wissen.
"Das geht Sie einen Scheissdreck an." antwortete ich.
"Arschloch" sagte die Frau.
"Auf Wiedersehen" sagte ich unangebrachterweise und legte auf.
Was soll ich sagen? Das hat Spaß gemacht! Ich dachte an Fight Club. Vielleicht sollte man einen Club gründen, dessen Ziel darin besteht, Leute die man nicht kennt anzurufen und unfreundlich zu ihnen zu sein. Man könnte in dem Club die eigenen Nummern austauschen. Man könnte aber auch Nummern von Idioten und Bescheuerten austauschen, die man anrufen könnte. Eine hätte ich schon.
Denn bescheuert ist die Frau bestimmt. Wenn sie die Nummer eingespeichert hat, warum ruft sie sie erneut an, nachdem ich mich gemeldet habe? Vielleicht ist sie eine Angehörige der Generation Falsch Verbunden oder sie glaubt an magische Selbstheilungskräfte im Handynummernspeicher, Zahlendreher bei der Funkübertragung oder ähnliches. Offensichtlich kam ihr auch nicht der Gedanke, dass sie etwas falsch gemacht haben könnte, sondern war ernsthaft der Meinung, dass ich entweder ein Freund von Kevin war, der sie anlog oder dass ich durch irgendwelche magischen Manipulationstricks die Nummer von Kevin übernommen hatte. Telefonnummern scheinen in ihrer Welt ja ein durchaus turbulentes und launiges Leben zu führen.
Ein bisschen tat mir Kevin leid. Aber nur kurz. Schließlich gibt es wissenschaftliche Studien darüber, dass Arschlocheltern auch Arschlochkinder haben.

Posted by banana at 06:48 EM | Comments (8)
Mai 03, 2007
Die Beatles, die Beatles, die Beatles

Beste Frage heute: Wieso heissen fast alle Achterbahnen, die 2008 eröffnet werden "unknown"?
Auch schön: Der Pleasure Beach in Blackpool eröffnet in diesen Tagen eine neue Achterbahn. Sie heisst "Infusion". Und was erhält man als ersten Treffer, wenn man bei Google nach blackpool infusion sucht? Richtig! Die Homepage eines Swinger Clubs.
Auch schön: Es gibt jetzt auch den §§a href="http://www.spackonauten.org/namegenerator/index_male.html">Super Awesome Male Webname Maker 1.0§§/a>. Darauf hat die Welt wirklich gewartet, nicht wahr, SnOrTKiLaH?

Posted by banana at 06:59 EM | Comments (8)
Mai 02, 2007
// To make the application stabil nothing happen !

Es ist schon ein Kreuz mit mir. Ich bin und bleibe unverstanden. Auch als Rennfahrer.
Wenn man den Menschen erzählt, dass man mehr oder weniger regelmäßig mit ein paar Freunden und im eigens dafür angeschafften Blitzboliden über die Nordschleife zirkelt, dann blitzt dieses Unverständnis auf, dann dauert es ein paar Augenblicke und dann kommt die Standardfrage "Und wie schnell fahrt ihr da so?"
In Zukunft werde ich dann einfach reflexartig "so ungefähr 200" sagen. Das ist ausreichend exakt und täuscht über den Moment der Fassungslosigkeit hinweg, indem ich nachzuvollziehen versuche, wie man auf eine solche Frage kommen kann.
Naja, interessiert wahrscheinlich wieder keine Sau.
Bei Guitar Hero habe ich den Hard Level geschaft. Natürlich war ich stolz wie Oskar. Das ist ja schonmal klar und gleich checkte ich mit der grandiosen Online-Methode, auf welchem Platz ich mich denn so im weltweiten Guitar Hero einreihe. Das Ergebnis war ernüchternd. Eher so, wie, wie der Totale Durchblickstrudel. Ich befinde mich ungefähr auf Platz 111.000.
Das heisst, wenn z.B. in Hildesheim jeder Guitar Hero spielen würde, dann wären die alle besser als ich.
Das machte mich etwas traurig, hält mich aber nicht davon ab, die Sache im Extreme-Level anzugehen.

Posted by banana at 06:18 EM | Comments (9)
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