März 30, 2007
Ayurveden ist immer noch kein Land!

Kennt Ihr eigentlich schon Knut, den kleinen Bären aus dem Tierpark in Berlin? Der ist ja sowas voll goldig! Denn könnte ich den ganzen Tag nur knuddeln, so süß ist der! Und so tolpatschig! Prädikat: Obergoldig*knuddel*
Apfel sind aber auch verdammt lecker!
Aber ich hab so Bock auf Holz, ich könnte glatt ein Holzbock sein.
Der Wikipedia-Artikel über den gemeinen Holzbock enthält sehr gute Sätze. Er ist gut! Vor allem wegen der Sätze.
Hier einige Beispiele:
Das 2-3jährige Leben des gemeinen Holzbocks besteht zu 99% aus Warten und Lauern.
oder
Das Blutsaugen gehört zu den komplexeren Vorgängen im Leben des Holzbocks.
oder
Der Generationswechsel erfolgt immer nach einer Blutmahlzeit.
oder
Nachdem Blutsaugen lässt sich der Holzbock einfach fallen. In diesem Zeitraum ist er äußerst photonegativ und meidet direktes Sonnenlicht.
Davon träumen ja viele: sich einfach mal fallen lassen. Ist aber gar nicht so einfach. Nichtmal für einen Holzbock, der muss dafür nämlich erst eine Blutmahlzeit zu sich nehmen, nachdem er zu 99% gewartet und gelauert hat. Und er zahlt einen hohen Preis: Photonegativität!
Wenn der Holzbock jetzt noch seine Seele baumeln lassen könnte, dann wäre er ein echtes Vorbild. Aber das Image des Holzbocks ist schlecht. Früher dachte man beim Holzbock immer an Hunde, heute gleich an Hirnhautentzündung. Das ist der Lohn für ein Leben in Verharrung. Aber was ist Dank, wenn nicht klingende Münze im Klingelbeutel? Und ist nicht gerade die klingende Münze im Klingelbeutel eher die Manifestation der Angst, des schlechten Gewissens?
Ist das Dank?
Ist DAS Dank?
Wir fragen den Dankwart.
Dankwart sagt "Ja".
Also stimmt es.
Es IST Dank.
Und jetzt sagen wir alle fünf mal hintereinander "Spongebob rockt Bottrop".
Der Bertolt Brecht, der Bertolt Brecht, das war ein wahrlich strenger Hecht.
Was kann ich noch?
Ich eigne mich nicht zum fanatischen Fan. Wirklich nicht. Da hätten wir zum Beispiel Eishockey. Eishockey schaue ich mir ja wirklich gerne an. Es ist viel los auf dem Eis, das Eis sieht sauber aus und man denkt immer, dass die Spieler sich gar nicht weh tun würden, wenn die sich in die Fresse hauen. Haben ja einen Helm auf, die Spieler.
Besonders wichtig ist diese Annahme, wenn die Lions aus Frankfurt gegen die Adler aus Mannheim spielen, denn da gibt es immer viel auf die Fresse. Ich glaube, das nennt man "Lokalderby".
Fans von den Lions hassen die Adler aus Mannheim. Das ist sowas, wie Schalke und Dortmund oder Köln und Düsseldorf.
Mir sind die Adler eigentlich ziemlich egal. Ich bin ja auch kein Fan.
Mein Kollege zum Beispiel macht mir einen Vorwurf, weil ich nicht aufstehe, wenn alle "Steh' auf, wenn Du für Frankfurt bist" (oder so ähnlich) rufen und wirft mir vor, deswegen für die Adler zu sein.
Ich sehe das aber gar nicht ein und ich stehe auch dazu, nicht aufzustehen.
Ich stehe doch nicht auf, wenn mir irgendein dahergelaufener Kerl sagt, ich solle aufstehen! Da könnte da jeder kommen! Wo kommen wir denn da hin, wenn ich alles mache, was mir irgendwer sagt? Dazu bin ich doch viel zu stolz! Ich mache, was ich will!
Ich habe daraufhin dem Kollegen vorgeworfen, dass er ja eigentlich der wahre Mannheimer ist. Ich sagte ihm, er komme aus Mannheim und arbeite in der Lohnhodnerei Mannheim. Er hielt mir entgegen, dass er in Magdeburg gebohren sei. Daraufhin eröffnete ich ihm, dass seine aus Mannheim stammende Mutter zur Zeit der Niederkunft in Magdeburg zu Besuch war und er im Krankenhaus verwechselt worden sei.
Und so ist es auch. Da war er erstmal platt.
Wortlos verlies ich den Raum.
Habe ich schon erzählt, dass ich neulich Sülze hergestellt habe? Das geht so: Man kauft Schweinefleisch und kocht das gar. Dann schneidet man es in kleine Stücke. Dann kocht man Eier hart und schneidet sie in Scheiben. Dann kocht man Karotten und schneidet sie in Scheiben. Dann schneidet man noch Gewürzgurken in Scheiben. Die Eier, Karotten und Gurken legt man in eine Form und gibt das Fleisch daraus. Dann löst man Gelantine auf und gibt sie in die Brühe. In die Brühe gibt man dann noch Essig. Dann gießt man die Brühe in die Form mit dem Fleisch und dem Rest und stellt alles kalt. Nach einer Weile ist das Zeug dann fest.
Schmeckt aber nicht und ist viel zu viel. So ein Reinfall! So eine Pleite! So ein Pech! So eine Panne!

Posted by banana at 07:05 EM | Comments (13)
März 28, 2007
Realismus: off

Ayurveden ist kein Land!
Der Heilbutt ist offiziell, gemäss der Species Survival Commission der Weltnaturschutzunion (IUCN), weltweit vom Aussterben bedroht.
Das musste ja mal gesagt werden!
Lebertran wird übrigens nicht aus Walen gewonnen, sondern aus anderen Fischen. Ich hoffe, die sind nicht offiziell vom Aussterben bedroht. Zur Gewinnung von Lebertran muss man Lebern auspressen. Da würde ich mal gerne wissen, wer auf die Idee gekommen ist, eine Leber auszupressen. Schnitzel presst man ja auch nicht aus. Aber es stimmt schon: Alles, was gedacht werden kann, wird irgendwann auch gemacht.
Zum Beispiel Sülze. Ich habe selbst Sülze hergestellt. In großen Mengen. Schmeckt aber nicht so lecker, wie ich es erhofft habe. Das nennt man dann wohl Lehrgeld zahlen.
Ums Geld geht es im Moment ja allerorten. Zum Beispiel um die bösen Manager, die zu viel Geld verdienen. Der Chef der Deutschen Bank bekommt angeblick 13 Millionen Euro. Das schreibt man so: 13000000. Sieht doch gar nicht so viel aus, wenn man es mal ausschreibt. Viele Leute haben vor dem Begriff "Millionen" immer so viel Angst. Aber nur, weil sie es sich nicht vorstellen können. Gemeckert wurde ja, dass die Deutsche Bank 2005 ungefähr 5000 Leute entlassen hat. "Ja, ja" heisst es - Leute entlassen aber dem Chef 13 Mille zahlen. Das passt doch nicht! Dabei muss man auch mal ein bisschen rechnen. Geht man nämlich von einem Jahresgehalt von 30000 Euro pro Person aus, was meiner Meinung nach sehr konservativ angesetzt ist, dann würden nämlich 5000 Mitarbeiter 150000000 Euro pro Jahr kosten. Das kann jetzt wieder keiner lesen, wegen der mangelnden Erfahrung mit großen Zahlen. Dann verpunkten wir das mal: 150.000.000€. Aha. Einhunderfünfzig Millionen. Zehn mal so viel, wie der Chef bekommt. Würde man dem Chef also kein Gehalt geben, dann hätte man nur 500 Mitarbeiter behalten können und 4500 hätten trotzdem gehen müssen.
Nur, um dem ganzen mal eine Relation zu geben. Naja, die Leute regen sich eben gern auf. Das liegt in der menschlichen Natur. Ok, ich habe die Zahlen etwas gerundet, bin von Annahmen ausgegangen und habe den Betrag von 380000€ als Beitrag zur Altersvorsorge unterschlagen. Geschenkt. Dreizehn Millionen sind schnell ausgegeben und dann steht man da und fragt sich, ob man schon an die Altersvorsorge gedacht hat und dann ist man froh über jeden warmen Regen, der auf dem Konto herniedergeht.
Ist ja nur Neid. Dazu besteht aber eigentlich kein Grund, denn international gesehen ist der Chef der Deutschen Bank weit von den Spitzenverdienern entfernt! Da gibt es nämlich einen Herren, der bekamm 40 Millionen Euro allein an Bonuszahlungen. Das heisst, da ist die Altersvorsorge noch gar nicht drin!
Was man auch wissen muss: Der größte Teil des Geldes besteht aus erfolgsabhängigen Anteilen. Diese Erfolge sind in der Regel stark an den Gewinn und an den Aktienkurs gebunden. Die Bank hatte ein starkes
-- wir unterbrechen für die Werbung:
Gummi, Gummi, Gummi, Gummi!
Gummi, Gummi, Gummi, Gummu?
Mach's mit!
-- wir beenden die Werbeunterbrechung:
Jahr, das heisst viel Erfolg und deswegen gab es auch 10 Prozent mehr, als im Vorjahr. Ok, die 10 Prozent klingen jetzt auch wieder viel, aber da muss man auch wissen, dass der Vorsteuergewinn der Deutschen Bank um 30 Prozent gestiegen ist. Na, jetzt sieht das schon ganz andes aus, oder?
Wenn die Bank nicht so erfolgreich gewesen wäre, dann hätte der Chef nämlich mit dem Grundgehalt von 1.1 Millionen auskommen müssen (Mitarbeiterentsprechung: Nur 36!). Wie das dann mit der Altersvorsorge ausgesehen hätte, weiss ich allerdings nicht.
Zum Vergleich: Fernando Alonso verdient im Jahr 30 Millionen Euro. Michael Schumacher bekam angeblich sogar 52 Millionen. Fürs Autofahren!
Mariah Carey bekam übrigens mal 28 Millionen Dollar auf einen Streich. Und zwar dafür, aus einem Plattenvertrag auszusteigen. Das klingt viel, aber sie hat auch Großes vollbracht. Nennen sie mir zum Beispiel bitte drei Hits von Mariah Carey.

Posted by banana at 05:31 EM | Comments (14)
März 26, 2007
Dursti ist auch ein schöner Name

Ich habe endlich erkannt, welch wahnsinnig symbolische Bedeutung das Ei hat. Ich habe es mit etwas erfasst, was jenseits meines Versandes liegt. Leider bin ich mir noch nicht so ganz sicher, was das eigentlich ist, was da jenseits meines Verstandes liegt, aber sobald das geklärt ist, werde ich das Symbol des Eis viel öfter einsetzen. Denn es hat eine sehr symbolische Bedeutung, das Ei.
Und nicht nur, weil jetzt bald Ostern ist. Wie ich schon kürzlich etwähnt habe, lehne ich den Gregorianischen Kalender aus persönlichen Gründen ab. Also hat auch Ostern für mich keine Bedeutung. Zumindest nicht in zwei Wochen.
Dann muss ich noch das männliche Pendant zu den weiblichen Hormonen finden. Also etwas, auf das man die Schuld schieben kann, wenn man sich total beknackt benimmt.
Wenn man das verkaufen kann, dann kann man damit bestimmt viel Geld verdienen.
Und, nein, Bier meine ich nicht. Das ist ein alter Witz.
Kommen wir jetzt endlich zum Wal?
Ja, jetzt kommen wir endlich zu Wal!
Der Wal ist nämlich ein Tier, das zwar einfach aussieht, aber sehr viele Fragen aufwirft, wenn man sich mal die Zeit nimmt, etwas über unseren säugenden Schwimmfreund, den Wal nachzudenken.
Wie schlafen denn zum Beispiel Wale? Ja, da hat noch niemand drüber nachgedacht. Dabei ist es eine sehr naheliegende und nicht minder interessante Frage, denn jeder schläft ja beinahe täglich. Wenn sie nämlich unter Wasser schlafen, die Wale, dann würden sie ja irgendwann ersticken, weil die Tiere ja Luft atmen müssen. Ich persönlich finde es ja eine selten blöde Entscheidung, wenn man im Wasser lebt, Luft zu atmen. Ich schätze, bei der Entscheidung war die Bundesregierung beteiligt. So blöd muss man erstmal sein. Die Menschen atmen ja auch nicht im Wasser. Obwohl das sehr lustig wäre. Dann würden überall Wasserbehälter rumstehen und die Menschen würden mit aufgeblasenen Backen von Behälter zu Behälter eilen. Dann würden die Leute auch nicht mehr so viel Müll reden, weil sie die Mündern permanent voll hätten.
Eigentlich wäre das ziemlich cool!
Als Luftatmer im Wasser zu leben ist aber dennoch selten dämlich. Das heisst ja, dass man praktisch die ganze Zeit die Luft anhalten muss. Das ist doch fürchterlich! Lebenslanges Luftanhalten! Ein Graus! Ich hasse Luftanhalten ja, wie die Pest. Ich packe auch nichtmal eine Minute. So ein Wal kann länger. Muss er ja auch. Er ist ja darauf angewiesen. Ich ja nicht. Ich habe zum Beispiel schon eine ganze Weile nicht mehr die Luft angehalten, ohne irgendwas vermisst zu haben. Ich habe auch nicht vor, demnächst die Luft anzuhalten.
Delfine auch. Von wegen, "Define sind so intelligente Tiere". Jemand, der im Wasser lebt und Luft atmet, der scheint mir nicht besonders klug zu sein. Da fängt es doch schon an. Der Delfin ist doch eindeutig ein Blender!
Oder wie ist das denn, wenn sich ein Wal mal verschluckt. Hustet der dann oben aus dem Atemloch raus? Aus dem Mund kann er ja wohl nicht husten. Kann ein Wal eigentlich Pfeiffen? Wo sind die Stimmbänder? Rülpsen Wale?
Oder wenn ein Wal mal erkältet ist und niesen muss. Wie sieht das denn dann aus? Bricht er sich dann das Kreuz, wegen dem Rückstoß aus dem Atemloch? Gibt das unter Wasser so richtige Luftblasen? Haben Wale Mundgeruch?
Naja. Schlafen tun sie angeblich. Vielleicht nicht schlafen direkt, sondern eher so vor sich hindämmern. Beim Schlafen wechseln sich die Hirnhälften ab. Eine Hälfte hält also immer Wache, während die andere chillt. Dabei dümpeln sie an der Oberfläche und atmen auch. Da stellt sich mir doch wieder die Frage, wie die eine Hälfte die andere aufweckt, so ohne Gehirnerschütterung und sowas.
Was für ein Scheissleben! Dauernd die Luft anhalten und nie richtig schlafen können. Also - bei mir sind die unten durch, die Wale.
Ich kaufe mir keine Platte mehr von denen.

Posted by banana at 06:17 EM | Comments (8)
März 23, 2007
Geisterjäger Bernd Kubinsky Teil 5

Endlich ist es soweit! Die Fortsetzung der spannenden Serie "Geisterjäger Bernd Kubinsky". Erinnerst Du Dich noch an die letzte Folge, in der Kubinsky den gemeinen Geist Kondragor erledigt hat und dann etwas Merkwürdiges mit den Fallen der Firma Wenger passierte, die B.K. erst neu bekommen hatte...?
Ja?
Dann willst Du sicher wissen, wie es weitergeht. Und hier geht es auch schon weiter:
"Was hat das zu bedeuten?" ist die erste Frage, die sich Geisterjäger Bernd Kubinsky an diesem Morgen stellt. Gleich nach dem Aufwachen stellt er sich diese Frage. Und was war das für ein merkwürdiger Traum gewesen? War dieser merkwürdige Traum eine Botschaft aus einer anderen Welt? Vielleicht aus einer Welt, die besser ist, als unsere Welt auf der wir leben?
In dem Traum war Kubinsky nicht er selbst, sondern Walther Spahrbier, der Glückspostbote. Wim forderte ihn auf, dass Glücksrad für die Aktion Sorgenkind zu starten, aber er konnte es nicht starten. Er musste erst die Glückszahl eintippen. Aber die Glückszahl wusste er doch nicht! Die würde doch erst herauskommen, wenn das Glücksrad gelaufen war! Er steckte total bis über beide Ohren fest in der Zwickmühle! Es war ein inrevives Rekurätsel! Ein Aufgabe, die man nicht lösen konnte, wenn man ihr eigenes Ergebnis nicht kannte!
Wim schrie ihn an, er solle das verdammte Glücksrad endlich starten, aber er konnte doch nicht. Er tippe sinnlose Zahlen in die Glücksradtastatur ein, aber nichts wollte funktionieren. Wim hatte schon einen roten Kopf und so einen Hals. Wim war stinksauer, das konnte man daran sehen, dass ihm der Kamm total geschwollen war.
Plötzlich verwandelten sich Walthers Hände in zwei weisse Adler und flogen zur Studiodecke. Da stand auf einem kleinen Zettel die Zahl 100! Die Adler flogen zurück und wurden wieder zu Händen und er tippte die Zahl 100 ein. Da begann sich das Glücksrad zu drehen und als es fertig gedreht hatte, zeigte es die Zahl 100 an und alle Lampen blinkten.
Dann war er wach geworden und hatte sich gefragt, was das zu bedeuten hatte.
Dabei meint er aber nicht den sonderbaren Traum, sondern er meint, was die Anzeigen auf den Wengerfallen bedeuten und was es bedeutet, dass sie nicht gleich ausgegangen sind. Das ist schon eine merkwürdige Sache, da hat man jedes Recht zu fragen, was das denn zu bedeuten hat.
Er trinkt einen Kaffee, den er sich selbst gekocht hat. Er schmeckt auf einer Skala von 1 bis 18 etwa 12.
Kubinsky greift zum Telefonhörer und wählt die nummer 0800-W-E-N-G-E-R. Eine Stimme meldet sich mit dem Wort "Ja?".
"Wer spricht?" fragt Kubinsky.
"Hier ist die Firma Wenger, die weltweit führende Firma für Geisterfallen." ist die Antwort.
"Sie sind keine Firma. Sie sind eine junge hübsche Frau."
"Das sagt man aber so. Danke für das Kompliment. Wer sind sie denn?"
"Ich bin der Geisterjäger Bernd Kubinsky und ich habe eine Frage."
"Moment." Sagt die junge Frau. "Ich verbinde".
Im Telefon ist ein Knacken zu hören, dann ertönt der alte Hit Ich wünsch mir ne kleine Miezekatze von Wum.
"Moment!" Denkt Kubinsky. Wum ist doch der Zeichentrickhund aus Der große Preis, der Sendung, in der auch Wim und Walther Spahrbier mitgespielt haben! Kubinskys Verwunderung wächst rasend schnell und ist bei 75% angelangt, als es in der Leitung wieder knackt.
"Ja?" meldet sich eine Stimme mit dem Wort "ja".
"Wer spricht?" fragt Kubinsky.
"Ein Angestellter der Firma Wenger, der in der Frageabteilung arbeitet."
Offenbar war man bei Wenger auf zack.
"Hier spricht..." sagte Geisterjäger Bernd Kubinsky
"Bernd Kubinsky." ergänzt der Mann und sagt dann auch noch "Schießen sie los!"
Der Mann weiss nicht nur, dass er Bernd Kubinsky ist, sondern auch, dass er eine Frage hat.
"Was machen die neuen Fallen, kurz bevor sie sich ausschalten?" platzt Kubinsky mit der Tür ins Haus. Er stellt die Frage mit einer kalten Färbung in seiner Stimme, an der man hören kann, dass ihm nicht zum Spaßen zumute ist, dass er eine Antwort will, die ihn zufrieden macht und die über das Telefon überaus deutlich und klar verständlich ist.
Es entsteht eine Pause, wie sie zum Beispiel entsteht, wenn der Telefonpartner schnell nachdenkt.
"Ich warte!" sagt Kubinsky mit einer ungeduldigen Färbung in der Stimme, die sagen soll, dass er ungeduldig ist.
"Ich kann sie nicht verstehen, die Verbindung ist so schlecht." sagt der Mann am anderen Ende mit einer unsicheren Färbung in der Stimme, an der Kubinsky hören kann, dass er etwas unsicher ist. Dann kommt das Auflegesignal aus dem Hörer.
Er hat aufgelegt!
Kubinsky drückt die Wahlwiederholungstaste, aber sein Läuten wird nicht beantwortet.
"Da habe ich wohl einen neuralgischen Punkt getroffen!" denkt Kubinsky, ist aber darüber mitnichten erstaunt. Er weiss, dass er telefonisch nicht weiterkommen kann. Er muss dieses merkwürdige Rätsel auf eine andere Art lösen. Und damit ist nicht der Kugelschreiber gemeint und auch nicht Reverse Engineering.
Kubinsky denkt an gemischtes Eis mit Sahne, an die kleine Schicht gefrorener Sahne, die sich auf den Eiskugeln bildet und die im Mund erst hart und kalt und dann sahnig und weich ist.

Posted by banana at 06:26 EM | Comments (6)
März 21, 2007
Willst Du die Eintracht oben seh'n, musst Du die Tabelle dreh'n

Take back your inflatable rubber doll. I don't fuck a gift. (junges Finnisches Sprichwort).
Wir singen jetzt ein Lied. Es ist das Gummilied!
Gummi, Gummi, Gummi, Gummi!
Gummi, Gummi, Gummi, Gummi?
Lied aus!
Wir singen jetzt ein Lied. Es ist das Brockenlied!
Brocken, Brocken, Brocken, Brocken!
Brocken, Brocken, Brocken, Brocken?
Lied aus!
Wir singen jetzt ein Lied. Es ist das Augenlied!
Augen, Augen, Augen, Augen!
Augen, Augen, Augen, Augen?
Lied aus.
Heute hatte ich mein Zielvereinbarungsgespräch. Folgende Ziele haben wir vereinbart: Vernichten Sie die gelbe Armee und Erobern Sie drei Kontinente ihrer Wahl.
*grusel*!!! Wenn ich bei Google "knuddel" suche, dann bekomme ich anderhalb millionen Treffer! Alle Mann raus aus dem Internet! Das ist ein Notfall! Lassen sie mich durch, ich bin ein Lurch und wir sind umzingelt von Schwachköpppen!!!
Am Samstag ist ja der Tag mit dem Ausschalten der Computer und am Sonntag wird an der Uhr gedreht.
Zufall?
Wenn am Sonntag ein Pferd mit einem Bundesadler drauf vor Eurer Tür steht, dann holt es UM GOTTES WILLEN nicht in Euer Haus! Es ist ein Trick.
Ich kannte mal eine Frau, die hatte einen Schäferhund mit Stammbaum, der hieß "Phillip". Ziemlich blöder Name für einen Schäferhund, wenn ihr mich fragt, aber das nur am Rande. Phillip hatte ein Problem mit den Hoden. Ich glaube, der eine war irgendwie verklemmt oder sowas. "Hodenhochstand" ist übrigens auch ein schönes Wort, fast so schön, wie "Hornhauthobel". Aber egal - die Frau hörte sich um und erfuhr von einem Mann, der bei solchen Problemen helfen konnte, indem er Hand anlegte (Achtung! "Hand anlegen" ist eine extrem enervierende Formulierung, die tunlichst vermieden werden sollte und nur von professionellen Formulisten benutzt werden sollte. Und zwar spärlich! Das ist so ähnlich, wie Estragon, aber davon versteht ihr ja eh nix). Der Mann, der den Hunden half, war unter dem Namen "Eier-Lott" bekannt. (Vgl. Futt-Karl, Schnitzel-Willi und Kappe-Lui). Und Eier-Lott half Phillip!
Dann habe ich noch ein Körbchen exotischer Früchte gekauft. Es kostete nur einen Euro. Die Früchte heissen Physalis. Sie heissen, wie eine Krankheit, schmecken aber wie Stachelbeeren. Heissen ja auch Kapstachelbeeren. Und Andenkirsche. Aus den Anden stammen sie ursprünglich, aber bekannt wurden sie erst, nachdem sie im großen Stil in Südafrika angebaut wurden. Sie gehören zur Gattung der Blasenkirschen. Das ist aber nicht wichtig und niemand sollte es sich merken, da sie total überbewertet sind. Ich steh halt nicht so auf den crazy Taste von Stachelbeeren. Ich fahre eher auf Kirsche und Ananas ab! Kirsche und Ananas, das ist meine Welt. Oh yeah, baby! Dazu stehe ich auch. Hol Dir den starken Geschmack von Kirsche und Ananas!
Banane ist auch gut, aber Bananen sind ja bekanntlich Milchobst und gehören deswegen nicht hierher, denn das hier ist eine Wasserobstseite.
Wissenschaftler haben übrigens herausgefunden, dass das Lesen von gewalthaltigen Texten auch gewalttätig macht, insbesondere, wenn die Gewalt durch göttliche Instanzen gerechtfertig oder gefordert wird.
Ganz klar: Lesen verbieten. Religion verbieten. Zum Glück geht der Trend in der Bevölkerung ja sowieso schon seit langem in diese Richtung, dürfte also leichter durchzusetzen sein, als so unpopuläre Sachen, wie Rauchverbot oder Tempolimit.
Jetzt schreibe ich auch mal was Gewalthaltiges:
Dann haute er ihm voll mit dem Kantholz in die Maulfresse, dass es spritzte und Gott sagte "Recht so! Immer druff, mein Sohn!" Tocken splitterte das Nadelholz. Der Rest war Stille und Lechten.
Nadelholz? Was ist das denn für eine weibische Waffe? Der echte Mann nimmt einen Morgenstern. Beziehungsweise einen Streitflegel oder einen Streitkolben. Ja, auch Streiten will gelernt sein. Gerade in Beziehungen ist das sehr wichtig! Gut, dass ich jetzt endlich verheiratet bin, denn nun kann ich die Hände in den Schoß legen und brauche mich um nichts mehr zu kümmern. War aber auch eine schwere Geburt, die Heirat, denn ich heiratete Jun Kazama aus dem lustigen Videospiel Tekken. Klar, dass es da einige juristische Klippen zu umschiffen gab. Und es gab ausschließlich Wasserobst, weil wir beide nicht kochen können und Jun so gerne Melonen kaputtkloppt.

Posted by banana at 06:02 EM | Comments (0)
März 20, 2007
Das gibt es bei die Wikingers ab und zu

Heute ist schon der zwanzigste März. Es ist also nicht mehr lange, bis zum Ersten April. Zeit, sich einen lustigen Aprilscherz auszudenken, mit dem man Freunde, Bekannte, Kollegen und auch die Familie begeistern kann.
Nein, ich habe keine Vorschläge. Ich lehne Aprilscherze ab, weil ich den Gregorianischen Kalender aus persönlichen Gründen ablehne. Man hat einfach viel zu selten Geburtstag. Irgendwann werde ich eine Alternative vorstellen, aber ich habe leider überhaupt keine Zeit und weiss Gott Wichtigeres zu tun!
Wir unterbrechen diesen Beitrag für Brot.
Weissbrot.
Graubrot.
Schwarzbrot.
Wann wird endlich das Farbbrot erfunden?
Darüber hinaus freut es micht sehr, dass man dem §§a href="http://www.spackonauten.org/aktuell/archiv/2006_12.html#001737">von mir bereits im Dezember letzten Jahres geforderten§§/a> Verbot von Raserspielen endlich näher kommt. Wissenschaftliche Studien haben jetzt bewiesen, dass Menschen, die Raserspiele spielen auch in Echt eher rasen. Jetzt ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zu dem längst überfälligen Verbot dieser Machwerke!
Rasen hat auf öffentlichen Straßen nichts verloren! Da gehört Asphalt hin.
Sehr witzig.
Ausserdem sollten dringend auch alle Schleicherspiele verboten werden, die offensichtlich massiv von großen Teilen der Bevölkerung gespielt werden. Zu nennen wären da "Sunday Driver: The Mad Hatter", "Glued to the Left Lane", "80 is enuff", "What Do You Mean - Indicator?", "Wintertyres - My Ass!!!", "Slam Da Brake - Here Comes Doctor Drizzle" oder "You mean that funny silver thing that's hanging from the roof? I have always wondered what that was good for 2".
Hoffentlich stellt sich nicht irgendwann heraus, dass Flugkapitäne, die regelmäßig Flugsimulatoren benutzen auch in Wirklichkeit verstärkt mit brennenden Triebwerken unterwegs sind.
Und welches Spiel hat eigentlich der Fahrer von Roland Koch §§a href="http://www.landtag.hessen.de/Dokumente/Ausschusssitzungen/WVA-KB-35.pdf">gespielt§§/a>?
Ist auf der A66 nicht unlängst das Tempolimit aufgehoben worden? Nein, das kann nicht sein. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Posted by banana at 06:55 EM | Comments (23)
März 19, 2007
Sie trinkt in Nachtclubs immer Sekt

Gestern habe ich Germany's Next Topmodel gesehen, aber nur ungefähr eine Minute lang, dann musste ich umschalten. Es war mir ein Bedürfnis.
Frau Klumm: "Die haben den Mädels da voll das Traumhaus hingestellt". Mit Laufsteg. Ich so: "Voll das Traumhaus, mit Laufsteg!" Die Mädels waren auch nicht leichter zu ertragen. Es ist mir ein echtes Rätsel, wie man davon eine ganze Folge anschauen kann. So als Foto geht ein Model ja noch, da sagt es ja nichts. War bis jetzt eigentlich eine gute Teilung: Models schaut man auf Fotos an, muss sie aber nicht hören. Klappte eigentlich ganz gut. Keine Ahnung, warum man das aufgehoben hat.
Man sollte die Sendung eigentlich auch umbenennen. "Germay: 12 Points" hat man ja auch konsequenterweise umbenannt, weil da wohl der Wunsch der Vater des Gedankens war und aus der letzten Gewinnerin von Heidis Sendung ist irgendwie kein Topmodel geworden. Naja, eigentlich doch. Immerhin war sie ein paar Mal auf der TV-Spielfilm zu sehen und macht jetzt Schlagzeilen, weil sie mit einem Boygroupboy zusammen ist. Way to go!
"Alles muss, nichts kann" wäre ein schöner Titel für die Vorauswahl für den Dingsda Song Contest. Und nicht nur für den!
Aber ich bin ja nur neidisch. Nein, ich will keinen Boygroupboy. Ich will auch keinen Laufsteg im Haus. Oder haben die Catwalk gesagt? Abitur habe ich auch schon. 2.1 - super Preis-Leistungsverhältnis. Mein Gott, wieder alles durcheinander.
Ist die Blue Man Group eigentlich keine Boyband, sondern eine Mangroup? Die machen ja auch Musik.
Was ich auch nie verstanden habe, ist, wie es die Jedi Ritter hinbekommen haben, dass bei ihren Lichtschwertern das Licht einfach so am Ende des Schwertes aufhört. Das geht doch eigentlich gar nicht, wenn ich das zum Beispiel mal mit meiner Taschenlampe vergleiche. Aber wenn das Licht nicht aufhören würde, dann wäre das ganz schön unpraktisch beim Kämpfen, weil man dann immer den ganzen Raum und womöglich seine fellow Mitjedis um sich herum zerleuchten würde. Aber irgendwie haben die das hinbekommen. Das sind schon ein paar ausgefuchste Bürschchen, die Herren Jedi Ritter. Meine Fresse! Sein Lichtschwert baut sich ja jeder Jedi selbst, so als eine Art Meisterstück. Das ist so das zukünfte Equivalent des Stabes der Tippelbrüder. Wir sehen einer blendenden Zukunft entgegen!
Ansonsten habe ich gestern meinen Geburtstag gefeiert. Ich habe alle meine Freunde eingeladen und auch meine ganze Familie und alle, die ich zu meiner Hochzeit eingeladen hatte. Das war nicht immer ganz einfach, denn viele Menschen haben einen sehr beschränkten Horizont. Ich selbst habe ja bekanntlich einen Horizont, der so weit ist, wie der Horizont und verfüge über unendliche Geduld und unerschöpfliche Weisheit. Deswegen fällt es mir nicht schwer, über eventuelle Engstirnigkeiten hinwegzusehen, wobei ich jedoch stets darauf achte, durch den Einsatz von ultraschtickter Megaqueng Fragetechnik den Geist meines Gegenübers derart mit unbequemen Gedanken zu infizieren, dass er seine Ansichten nach einer Inkubatenzperiode von 35-37 Stunden in Frage stellen wird. Leider bin ich dann in der Regel nicht mehr Anwesend, da mir die Präsenz anderer Menschen schon nach kurzer Zeit sehr lästig wird. Das ist auch der Grund, warum ich heute nicht ans Telefon gehe, um die Fragen von Bekannten und Verwandten zu beantworten, die gerade ihre Ansichten in Frage stellen und nicht wissen, warum eigentlich.
Der Rücken ist der Schlüssel, das wussten schon die Alten.
Leider kann ich so nicht beratend zur Seite stehen und ihre Verwirrung in richtige und wichtige Bahnen kanalisieren, so dass viele von ihnen auf die Schroboebene 12 abgleiten werden. Das ist tragisch und tragisch und eine Schande, aber nicht zu vermeiden. "Wo Brot sich bräunt, da schwinden Blätter", so steht es geschrieben. Ich bin ja nicht die Weltfeuerwehr und habe die Verantwortung für verquengte Maschibrehnisten zu übernehmen. Ein altes Sprichwort sagt "Der Bries steckt nur in Deiner Schachtel"! Und so ist es auch. Ich kann nur Anregungen geben und Prellböcke für Gedankenspritzer in die Hirne pflocken. Was er daraus macht ist jedem selbst überlassen. "Jeder ist der Töpfer", so sagt es ein altes Sprichwort und das stimmt auch. Es stimmt übrigens nicht, dass Hersteller von Forensoftware Aldi dahingehend bedrängen, Brotbackautomaten auf den Markt zu bringen, damit sich ihr Absatz erhöht.
Es ist aber auch wirklich auffällig, dass ständig die Anleitungen für Brotbackautomaten verschwinden. Ich glaube, diese Anleitungen leben auf einem kleinen Planeten, wo sie gegen Legionen von Feuerzeugen, Heere von Socken und Armeen aus Alessi-Männchen um die Vorherrschaft kämpfen. Wie man diesen Konflikt lösen kann, weiss ich auch nicht, aber wenn ich mal ein Buch schreibe, dann wird darin ein Weltkonzert vorkommen, der damit groß geworden ist, Anleitungen von Brotbackautomaten nachzudrucken und zu verteiben. Dieser Weltkonzert wird eine sehr mächtige Rechtsabteilung haben, die aus jahrelangen Urheberrechtsfehden mit den Brotbackautomatenhersteller erwachsen ist und irgendwann so profitabel war, dass man gar keine Brotbackautomatenanleitungen mehr herstellen musste. So ist das ja oft in der Welt. Ich sage nur Wrigleys. Wobei man da ja nie so genau weiss, was eigentlich stimmt und was sich ein paar Maschibrehnisten einfach ausgedacht haben, weil sie nichts besseres zu tun haben.
"Heute klauen sie Ostereier von den Bäumen und morgen werfen sie Steine von Autobahnbrücken". So scheint eine typische Kriminellenkarriere zu verlaufen, wie ich gestern lernen musste. Erschließt sich mir irgendwie nicht so direkt, aber ich muss ja nicht alles verstehen. Das mit den Lichtschwertern zum Beispiel, das verstehe ich ja auch nicht.

Posted by banana at 06:28 EM | Comments (17)
März 16, 2007
Was sie schon immer über mobiles Telefonieren wissen wollten

Wow, geballte Kompetenz aller Orten. Die Netzeitung schreibt "§§a href="http://www.netzeitung.de/internet/584712.html" target="_blank">Handygespräche ins Ausland werden billiger§§/a>". Das stimmt auch. Sie werden sogar schon lange billiger, weil nämlich die Preise fürs Mobiltelefonieren schon seit längerem fallen. Wenn ich aber von meinem Mobiltelefon ein anderes Mobiltelefon anrufe, dessen Besitzer gerade im Ausland ist, dann bezahle ich als Anrufender genau das gleiche, als wenn es neben mir stehen würde. Die Gebühren für das Auslandstelefonat bezahlt immer der Angerufene. Naja, war ja eh klar.
Wie das allerdings ist, wenn ich von meinem Handy in Deutschland aus eine Festnetznummer im Ausland anrufe, dass weiss ich nicht. Aber davon steht auch nichts im Artikel.
Achtung: Wir lernen was! Heute: der Trombining Effect. Wenn ich mit meiner Frau nach Australien fahre und wir uns auf dem Bazar verlieren, dann rufe ich ihr Mobiltelefon an, um zu fragen, wo sie ist. Da ihr Telefon einem Deutschen Netz zugeordnet ist, bezahle ich die Kosten für ein Telefonat von Australien nach Deutschland. Meine Frau zahlt, da sie im Fremdnetz (VPMN - visited public mobile netzwork) unterwegs ist (roaming), ihr Heimatnetz (HPMN) jedoch in Deutschland ist, ebenfalls die Gebühren für ein eingehendes Auslandsgespräch aus Deutschland. Wird also teuer. Das ist der Tromboning Effekt. Interessant, gell?
Das ist übrigens so, weil ich als Anrufender ja nicht wissen kann, wo sich der Besitzer des Mobiltelefones, das ich anrufe, gerade befindet. Somit fallen für mich immer die Kosten an, die anfallen würden, wenn sich der Angerufene gerade in seinem Heimatnetz befinden würde.
Achso - richtiger wäre die Überschrift "Handygespräche im Ausland werden billiger".
Bitte, keine Ursache.

Posted by banana at 08:35 FM | Comments (7)
März 15, 2007
Alles liegt so weit, so weit

Jetzt war ich eine Zeitlang in einer Denkfalte gefangen, weil ich mich gefragt habe, ob es ein Gericht, wie "Dialog von Zander, Lachs und Brasse" überhaupt geben kann. Müsste das dann nicht eigentlich ein Trialog sein?
Ist dann ein gebackener Seelachs mit Kartoffelsalat und Dekorationszitronenscheibe ein Monolog von Seelachs? Oder ein Monolog des Seelachses? Gelten die Beilagen und die Dekoration nicht als vollwertige Gesprächspartner? Kommen also Vegetarier niemals in den Genuss, einen Mono-, Dia- oder Trialog zu essen? Oder vielleicht höchstens beim Dialog der Kücken in ihren Eierschalen? Wie nennt man einen Teller mit Shrimps, wo die doch in ihrer Anzahl pro Teller durchaus verschieden sein und somit auf der Speisekarte nicht entsprechend angekündigt werden kann?
Naja, das Problem mit den Shrimps besteht wahrscheinlich gar nicht, weil man ab einer gewissen Teilnehmerzahl wahrscheinlich ohnehin von einer Diskussion spricht. Serviert man eine Schüssel mit Krabben, aus der sich jeder Esser selbst bedienen kann, würde man das dann als Podiumsdiskussion bezeichnen?
Desweiteren treibt mich eine philosophische Frage um. Die Frage stammt aus der Kategorie "Ich esse kein Fleisch 500": Was ist für ein Tier besser - gar nicht geboren zu werden oder ein Leben unter mehr oder weniger miserablen Umständen zu führen, um letztendlich geschlachtet und gegessen zu werden?
Das sind doch letztendlich die Alternativen, die ich habe, wenn ich im Hausschweinspender im Himmel als Präferkel sitze und darauf warte, auf die Welt zu kommen.
Esse ich als Mensch nun kein Fleisch, weil mir die schlechten Lebensbedingungen der Tiere und das Schlachten derselben zuwider sind, führt das dann letztendlich nicht dazu, dass weniger Tiere auf die Welt kommen? Esse ich aber Fleisch und erzeuge damit eine Nachfrage an z.B. Schweinen, so bewirke ich damit doch, dass mehr Schweine geboren werden und ein schweineunwürdiges Leben führen müssen. Was ist besser? Kein Leben oder Drecksleben?
Es ist ja leider so, dass sich die Fleischindustrie ihre Zuchtbetriebe nicht zu Streichelzoos umbauen wird, wenn die Nachfrage sinkt.
Um der Beantwortung der Frage näher zu kommen, müsste man vielleicht mal Tiere fragen, ob sie sich wünschten, nie geboren worden zu sein. Das ist aber unrealistisch.
Ja, klar. Ich weiss - wir sollten darauf achten, dass das Fleisch, das wir kaufen aus Betrieben stammt, die verantwortlich und respektvoll mit der Kreatur umgehen und die dafür sorgen, dass die Tiere ihr kurzes Leben nicht damit verbringen müssen, bei künstlichem Licht auf vollgeschissenen Metallstäben zu stehen. Machen ja auch immer mehr Leute, ist ja auch gut so.
Trotzdem - was ist besser - gar nicht leben oder kurz leben und nur Leben, um geschlachtet und gegessen zu werden?
Wahrscheinlich gibt es keine Antwort darauf.
Auch keine Antwort habe ich auf die Frage, warum sich dauernd Leute in ihr Essen reinsetzen bzw. reinlegen wollen. Erstens hat man dann nichts davon, zweitens kann man es dann nicht mehr essen und drittens sind auch noch die Klamotten versaut. Wirklich blöd.

Posted by banana at 07:17 EM | Comments (6)
März 13, 2007
In der Tarte!

Das muntere Verbietenwollen geht weiter. "Flatrate" ist ja auch so ein neues Modewort. Vielleicht könnte man dazu auch Pauschalpreis sagen. Aber weil ein paar Kinder sich per "Flatrate" ins Koma saufen, wird jetzt ein Alkoholverbot für Jugendliche unter 18 Jahren gefordert.
Das finde ich sehr gut! Ausserdem sollte man noch ein Verbot von über 18jährigen Menschen fordern, die den unter 18jährigen Bier kaufen. Aber ich glaube, die sind schon verboten. Fürderhin wird ein Verbot von freiwilligen Feuerwehren, Musikgruppen (Rock, Pop sowie Roll), sowie Fußball und Handballvereinen und Lagerfeuern nötig. Wo ein Verbot nicht durchsetzbar ist, da muss besser überwacht werden. Die Mechanismen sollten sich die gleichen Leute ausdenken, die sich auf den "Bundestrojaner", bzw. die "Online-Hausdurchsuchung" ausgedacht haben. Die lassen sich von Fakten nicht so sehr ablenken. Vielleicht könnte man auch einfach große Warnhinweise auf die Behältnisse drucken. Das wird die Früchtchen schon davon abhalten, sich ins Koma zu Saufen!
Minderjährige, die doch besoffen sind, sollten zu Gefängnisstrafen verurteilt werden. Oder man sollte sie alle in einen Sack stecken und mit dem Knüppel draufhauen. Da würde man immer den Richtigen treffen!
Weiterhin wird ein Verbot von Standby-Schaltern gefordert. Der Besitz von Standby-Schaltern sollte auch mit Gefängnisstrafen geahndet werden, finde ich! Oder man sollte alle Standby-Schalter Besitzer in einen Sack stecken und mit dem Knüppel draufhauen.
Wenn ein Gerät im Standby-Modus Strom verbraucht, dann ist das schon ziemlich blöd. Letztendlich finde ich es aber trotzdem vorteilhaft, einen Standby-Schalter zu haben, denn nur so habe ich doch die Möglichkeit, das Gerät völlig auszuschalten. Eigentlich praktisch. Das Verbot von Standby-Schaltern würde zwei Atomkraftwerke überflüssig machen. Sie sind teuflisch, diese Standby-Schalter! Sie nehmen sich nur den Strom, der aus den Atomkraftwerken kommt! Könnte man dann nicht Geräte bauen, die sich nur den Strom nehmen, der aus erneuerbaren Energien erzeugt wird? Das wäre doch mal umweltfreundlich.
Desweiteren bedienen sich Terroristen jetzt Software, die Online-Tagebuchschreiber benutzen, um ihre Homepages zu programmieren. "Wordpress" heisst die! Ganz klar: Wordpress muss verboten werden, der Besitz und die Verbreitung von Wordpress muss mit Gefängnisstrafen bestraft werden. Oder mit dem Knüppelsack. Da würde man eh immer den Richtigen treffen, finde ich. Ich programmiere bis dahin weiter meine Homepage mit Movable Type.
Ich bin überzeugt davon, dass letztendlich kein Weg daran vorbeigehen wird, das Internet für Privatpersonen zu sperren und zu verbieten. Wer doch Internet macht, der kommt in den Sack! Die Bedrohungen sind einfach zu groß und sie werden immer größer. Das ist wie wenn man in einen Bienenstich reinsticht und dann wird man die Geister nicht mehr los. Ich habe zum Beispiel gelesen, dass man die Verschlüsselungssoftware, die die Terroristen benutzt haben, um ihre Spuren zu verwischen, überall zu bekommen sei. Ich habe jetzt schon diverse Web-Seiten angeklickt, aber nirgends war die Verschlüsselungs-Software zu bekommen. Das mit dem "überall" kann also nicht stimmen. Schon sehr verwirrend, dieses Internet.

Posted by banana at 07:07 EM | Comments (11)
März 12, 2007
Suturaiku!

Am Samstag bin ich extra lange wachgeblieben, damit ich mir den Boxkampf zwischen den beiden Männern anschauen konnte. Dann war aber nach fünf Minuten alles schon wieder vorbei! Der Wladimir hatte den anderen schon in der zweiten Runde so dolle umgeboxt, dass der nicht mehr rechzeitig aufstehen konnte!
Wer macht denn sowas? Das ist ja sowas von unprofessionell! Da hätten die sich doch beide etwas mehr zusammenreissen können. Der eine hätte nicht so feste boxen müssen und der andere hätte noch ein bisschen die Zähne zusammenbeissen können und nicht gleich umfallen. Sowas erwartet man doch von jemandem, der diesen Sport professionell austreibt! Wenigstens war ich nur aufgeblieben und hatte nicht mehrere hundert Euro für eine Eintrittskarte ausgegeben, nur damit ich zuschauen kann, wie der eine den anderen nach fünf Minuten umhaut. Also sowas!
Naja, so kam ich wenigstens dann doch früh ins Bett und schluf den Schlof des Gerechten. Wenn das Leben Dir eine Erdbeere gibt, dann mach Erdbeerjoghurt daraus.
Vielleicht hätte der Wladimir aber auch nicht so dolle nachboxen sollen. Er hat dem einmal mit dem linken Handschuh aufs Maul geboxt und dann nochein paarmal mit der gleichen Seite hinterhergeboxt. Aber nach dem ersten Hieb konnte man schon sehen, dass der andere zu Grunde gehen würde. Da hätte sich der Wladimir doch ein bisschen beherrschen können und ihn einfach ein bisschen in Würde auf die Bretter krachen lassen können. Dann wäre er vielleicht wieder aufgestanden und hätte noch ein paar Runden mitmachen können. Üben die denn sowas nicht? Die haben doch auch eine Verantwortung gegenüber dem kleinen Mann auf der Kommando-Couch!
Wenn ich gleich umfalle, wenn mir einer an die Kauleiste klopft, dann werde ich doch nicht Boxer! Dann werde ich doch Bürokaufmann oder Linienrichter oder sowas. Ich werde ja auch nicht Arzt, wenn ich kein Blut sehen kann. Sowas fällt doch auf, zum Beispiel im Training!
Aber der Wladimir, dass ist schon ein ganz schöner Heissporn! Wenn dem mal die Pferde durchgehen, dann schaltet der automatisch um auf Autopilot. Dann tackert der ruckzuck dem anderen eine Koleraturkadenz an die Lippe, dass es per Express Richtung Ringbodistan geht und zwar ohne Umweg über Los oder sowas, dafür aber mit einer Million Schmerzensgeld.
Hinterher hat es ihm vielleicht etwas Leid getan und er hat sich vielleicht gedacht "Vielleicht hätte ich ihm nicht so eine Koleraturkadenz auf die Lippe tackern sollen und ihn lieber noch ein paar Runden lang im Schongang windelweich kloppen sollen, bevor ich ihn niederstrecke". Am Ende will keiner mehr gegen den Wladimir boxen, wenn der immer alle so schnell umhaut und das wäre ja auch nicht gut. Das wäre so, als wenn ein Arzt keinen mehr findet, der von ihm operiert werden möchte. Dann hat er ein Problem!
Es ist ja auch für den Umgehauenen nicht gerade eine gute Werbung, wenn er schon in der zweiten Runde den Boxring verlassen werden muss. Dann sagen die Veranstalter "Ach, nö, lass mal. Der soll nicht bei uns boxen, der hat nicht genügend Stamina, da lohnt es sich ja gar nicht, die Halle zu heizen oder vorher ein Lied zu singen". Das ist eben der Nachteil von so Sportarten, die keine feste Zeit haben. Also, bis jetzt ist so ein Boxkampf ja frühzeitig vorbei, wenn einer nicht mehr kann. Beim Fussball ist das ja nicht so. Da ist es nach 90 Minuten vorbei und der Ball ist rund. Vielleicht sollte man beim Boxen da mal über eine Regeländerung nachdenken, damit der kleine Zuschauer daheim in Zukunft vor dererlei Enttäuschungen geschützt ist!
P.S.
Natürlich weiss ich auch, dass es im Fußball nicht immer nach 90 Minuten vorbei ist. Ich habe das nur zur Vereinfachung geschrieben, weil ich hier nicht auf alle Sonderfälle eingehen kann und will. Und kann!

Ach so - dann war heute noch etwas lustiges. Ich arbeite nämlich mit einem Programm, dass irgendwer oder irgendwas von Englischen ins Deutsche übersetzt hat. Da kommen dann komische Sachen raus.
Im Deutschen Menü steht zum Beispiel "Geben Sie Anmerkungen" und "Erhalten Begonnen". Darunter konnte ich mir nichts vorstellen. Ich schaltete das Ding dann auf Englisch um und bemerkte, dass "Release Notes" mit "Geben Sie Anmerkungen" übersetzt wurde und dass "Erhalten Begonnen" ursprünglich "Getting Started" hieß.
Etwas stutzig machte mich die Übersetzung von "Content Pipeline Programmer's Guide". Daraus wurde nämlich "Führer Der Zufriedenen Rohrleitungsprogrammierer". Hat was Kommunistisches und weckte in mir den Wunsch, auch Rohrleitungsprogrammierer zu werden. Wo die doch immer so zufrieden sind.
Offensichtlich wurde das Programm mit Google übersetzt, der spuckt nämlich die gleichen Ergebnisse aus.

Posted by banana at 05:47 EM | Comments (9)
März 07, 2007
Todd, wo ist Dein Stachel?

Neulich fuhr ich mit zwei Spinatwachteln ein Stück im Fahrstuhl. Sie balancierten jeweils einen Teller auf ihren Händen, den sie in der Kantine entführt hatten.
In unserem Stockwerk angekommen verließ unsere Gruppe den Aufzug. Niemand sagte etwas, nur ich nuschelte "'Wiedersehen".
Ich war noch nicht aus dem Aufzug raus, da zischte die eine schon "Sowas! So viele Leute und nur einer sagt was". Dann war ich aus dem Aufzug draussen. Ich hörte nur noch, wie die andere auch etwas sagte, verstand aber nicht mehr, was es war. Es war bestimmt was in der Jugend-von-Heute-Richtung, aber ohne Jugend, denn so jung sind wir nicht mehr und unsere Hosen sitzen sauber auf den Hüften!
Es muss sehr schlimm sein, wenn man irgendwann merkt, dass man total uninteressant geworden ist. Die armen Frauen, dabei wollten sie doch nur ein bisschen Aufmerksamkeit.
Interessant scheint hingegen die Frau in der Werbung zu sein, die in einem Restaurant mal eben ganz schnell ihre Freundin anruft um ihr irgendwas zu sagen. Was, das habe ich ganz vergessen, ich glaube, sowas, wie "das mit Samstag klappt" oder sowas. Als die Angerufene dann ins plaudern kommt und erwähnt, dass sie einen neuen Freund hat und irgenwas beim ersten Mal gemacht hat (ich vermute: Höckern), da verzieht die Frau an der Pulsstrahlenwumme schon ganz verstört das hübsche Gesicht. Bald darauf springt sie auf, schnapp sich ein Besteckerl und klopft gegen ein leeres Glaserl. Dann sagt sie "ich muss Schluß machen, hier will irgendwer eine Rede halten". Sagts und beendet das Gespräch. Und alle sind verwirrt. "Sie hat doch ein anderes Netz, das ist doch viel zu teuer" rechtfertigt sich die junge Frau ganz süß mit Kindchenschemagesichtsausdruck.
Das wundert mich und steht meinen Erfahrungen nahezu Diametral gegenüber. Vielleicht besuche ich aber auch nur die falschen Lokale.
In den Lokalen, in denen ich bis jetzt war, erntete niemand Unverständnis dafür, dass er ein Mobiltelefongespräch möglichst schnell beendete. Vor allem dann nicht, wenn er mit seiner Gurke quer durch den Raum stolziert ist und andere Gäste belästigt hat. Vielmehr löste das Beenden eines derartigen Gespräches mehr oder weniger unverholene Zustimmung aus. Bedauern löst allenfalls der Beginn eines solchen Gespräches aus. Das finde ich soweit eigentlich auch ziemlich ok und wäre traurig, wenn sich das ändern würde.
Das Kurioseste war einmal am Nachbartisch ein Mann und eine Frau saßen und aßen. Beide hatten das Handy am Ohr und beide telefonierten mit anderen Menschen. Nicht nur kurz und ganz ohne an-die-Gläser-Klopfen, sondern über etwas zehn Minuten hinweg. Wow! Ich vermute, sie haben mit ihren Scheidungsanwälten telefoniert.

Posted by banana at 06:14 EM | Comments (14)
März 05, 2007
NOP NOP NOP NOP NOP NOP

Uff, diese Abnehmerei ist echt lästig. Und langwierig. Ist ja nicht so, dass man mal einen Tag nichts isst und zack! sind fünf Kilo weg, so kaputtimplodiert. Das wäre schön! Dann könnte es auch ein bisschen weh tun.
So einfach ist es aber nicht. Vielmehr muss man sich daran gewöhnen, dass man nie so richtig wirklich satt ist. Das nervt und macht übellaunig. Man muss sich auch daran gewöhnen, dass man nicht das isst, was man eigentlich gerne essen würde, sondern dass, was einem der Verstand empfielt. Also Gemüse statt paniertem Schnitzel, Salat mit Thunfisch statt einer Tüte Chips. Das nervt immer weniger. Nervt aber auch.
Lustig sind dann aber die Momente, in denen man Erfolgserlebnisse hat. Wenn zum Beispiel die 31er Jeans wieder zu schließen ist, ohne dass oben ein weicher Fettrand über den Saum quillt, wie der Schaum über ein übervolles Bierglas.
Diese Momente des Triumpfes sind aber nur kurz und spärlich gesät. Die Momente des Genusses einer Tafel Schokolade aber auch. Somit gleicht sich das eigentlich alles wieder aus.
Man hat also wirklich schon genug mit sich selbst, seinem inneren Schweinehund und dem Gehirn zu kämpfen, dass den Genuss bestimmter Lebensmittel ins Ekstatische verklärt. Der fieseste Gegner sind aber die anderen. Wie immer. Es sind immer die anderen! Die Schweinesäue!
Die sagen nämlich Sachen, wie "ich finde das toll, wie konsequent Du das durchhälst", "mir ist Dein Doppelkinn auch schon unangenehm aufgefallen" oder "Du kannst gerne nur Gemüse essen, ich kann ja trotzdem meine Doppelkäsepizza geniessen" nicht.
Die sagen "da kriegt man ja Hunger, wenn man Dir beim Essen zusieht", "Du musst doch gar nicht abnehmen" und "Du mit Deiner Salatesserei verdirbst mir den ganzen Spaß am Essen".
Nein, ich habe sie nicht als fettleibige Masse, für deren ungesunden Lebensstil ich mit meinen Krankenkassenbeiträge mit aufkomme beschimpft. Ich habe auch nicht erst auf ihren Teller, dann auf ihren Bauch geschaut und dann eine Augenbraue hochgezogen. Ich habe auch keine Kalorienzahlen aufgesagt. Ich habe einfach nur Gemüse mit Reis gegessen. Das wird schon als Vorwurf, wenn nicht sogar als Angriff interpretiert. Das ist wie beim Rauchen. Da gibt es Passivrauchen und beim Abnehmen gibt es Passivabnehmen. Das ist nicht gut! Das beeinträchtigt das Behagen. Da reagiert man empfindlich.
Das ist wirklich fies. Die wissen gar nicht, wie nah ich vor dem Rückfall stehe!
Es wird offensichtlich als Vorwurf gewertet, wenn man weniger isst, auch wenn man es gar nicht so meint, man will ja nur ein paar Kilo weniger auf die Waage bringen.
Wahrscheinlich trifft man einfach einen wunden Punkt. Viele Leute würden auch gerne etwas abnehmen, aber ihre Bequemlichkeit ist zu groß und ihr Wille ist zu schwach, um das konsequent durchzuführen. Vielleicht ist es auch eine kleine Störung in der Eigenwahrnehmung, aber hey! Wer hat die nicht (In so einem ironischen-lässigen Hey, wer hat die nicht Ton gesagt).
Weil sie selbst nicht daran erinnert werden wollen, dass einiges im Argen liegt, treten sie die Flucht nach vorne an und versuchen, mich vom gerechten Wege des Dauerhungergefühls abzubringen. Manchmal kommen auch durchaus lustige Begründungen, Rechtfertigungen und viel Konjunktiv. Dabei interessiert mich das gar nicht. Ich will es auch gar nicht hören. Es ist mir nämlich scheissegal, wie dick oder dünn jemand ist, so lange ich keinen Sex mit ihnen haben will. Und das will ich nur mit den Allerwenigsten.
Also einfach Leben und Leben lassen und die Fresse halten. Das ist ohnehin in den allermeisten Lebenssituationen die beste Lösung. Es ist erstaunlich, wie wenig durchsetzungsfähig dieses schöne Konzept ist.
Ich esse aber trotzdem mein Gemüse mit Reis. Oder meinen Salat. Frech ist das! Vielleicht sollte man ein Kunstwerk schaffen, dass Gemüse mit Reis heisst. Das stellt man dann ganz provokant mitten in ein Schnellrestaurant und wartet, bis man entweder auf die Omme geklopft bekommt oder die Angestellten es hektisch entfernen.
Als Kind war ich übrigens immer zu dünn. Man drohte mir damit, mich zu einer Kur zu schicken, bei der man zunimmt. Angeblich musste man da den ganzen Tag nur essen und wenn man kotzte, dann musste man die Kotze aufessen. Da hätte mir nicht so gut gefallen, glaube ich. Vielleicht stimmte das aber auch gar nicht. Das weiss ich nicht, denn man hat mich nie zu so einer Kur geschickt.

Posted by banana at 06:29 EM | Comments (7)
März 04, 2007
No dogs are chasm in the classroom

In Kabel 1 "Welt der Wunder" lief gerade ein §§a href="http://www.weltderwunder.de/wdw/Technik/Games/Killerspiele/" target="_blank">Beitrag über "Killerspiele"§§/a>. Fazit: "Killerspiele" machen niemanden zum Amokläufer. Die Amokläufer von Erfurt und Emsdetten hatten massive Probleme und sahen keinen Ausweg mehr. Der Amoklauf in der Columbine Highschool war eine Ausnahme. Zu Wort kamen Spieler und Wissenschaftler. Am Ende wurde der Rat gegeben, dass Eltern sich informieren sollten, was ihre Kinder am Computer machen und dass man doch ruhig mal etwas zusammen spielen sollte.
Hm. Komisch. Das klingt irgendwie anders, als dass, was letzte Woche im ARD Brennpunkt gesagt worden ist. Ich weiss nicht, wer recht hat. Wahrscheinlich war der Beitrag im Privatfernsehen von irgendwem gekauft. Anders kann ich mir das nicht erklären. Politik, öffentlich-rechtlicher Rundfunk und Hersteller von Internet-Filtersoftware scheinen sich darin einig zu sein, dass "Killerspiele" sehr gefährlich sind.
Im übrigen ist es kein besonders guter Einfall, am frühen Samstag um neun einkaufen zu gehen. Dann ist nämlich Rentner-Time. Alles geht etwas langsamer und man braucht Geduld und gute Nerven. Ich zumindest.
Es ist ja allgemein bekannt, dass das Gehirn sein Leben lang neue Nervenbahnen aufbaut. Dadurch wird es immer verworrener und die Verbindungen von einem Gedankenzentrum zum anderen wird immer länger.
Deswegen können alte Menschen nur sehr langsam denken. Deswegen kommt es ihnen so vor, als ginge das Leben schnell vorbei. Um diesen Mangel zu kompensieren, bewegen sie sich auch entsprechend langsam, damit das Empfinden und das eigene Handeln wieder einigermaßen synchron abläuft. Da kann es schonmal sein, dass man zum Auswählen eines Stückes Butter fünf Minuten braucht. Zumal die Auswahl natürlich auch mit dem Partner abgesprochen werden muss. Und zu Butter hat jeder eine Meinung.
Nächste Woche schlafe ich wieder länger und gehe erst am Nachmittag einkaufen.

Posted by banana at 07:31 EM | Comments (12)
März 02, 2007
Ich will Competition machen

Der Konsum der Sendung, in der aufmüpfige böse gefährliche Jugendliche mit Integrationsproblemen in die Wüste geschickt werden, damit sie bessere Menschen werden, war dann doch nicht so befriedigend, wie ich es mir erhofft hatte.
Zur Sendung: Einige Jugendliche haben zu Hause in Deutschland Probleme mit der Gesellschaft und ihren Eltern und überhaupt. Der eine kifft, die andere Säuft, die andere kloppt sich dauernd, wieder einer säuft auch und baut Mist und der letzte verachtet seine Eltern und spielt gewaltdingsda Killerspiele oder sowas.
Diese Jugendlichen werden mit ihrem und dem Einverständis ihrer Eltern in die Wüste nach Amerika geschickt, wo sie unter Aufsicht und Leitung von Betreuern leiden darben über ihr Leben nachdenken und sich schließlich zum Guten hin verändern sollen.
In der ersten Stufe bekommen die jungen Menschen einen Steinkreis in der Wüste, ein Zelt, Schreibzeug, neue Kleidung, kaltes Essen und Regeln. Dafür müssen sie alle ihre Habseligkeiten, ihre Kleidung und ihren Schmuck abgeben.
Die Regeln beinhalten unter anderem, dass sie ihren Steinkreis nicht verlassen dürfen und dass sie nicht sprechen dürfen. Rauchen und saufen ist natürlich auch verboten.
Das Gezicke geht natürlich schon los, als die Früchtchen ihre Klamotten, die Kippen und das Alteisen abgeben sollen, dass sie sich überall hingesteckt haben. Das wollen sie nämlich nicht. Müssen sie aber. Die Betreuer sind da hart, da wird nicht diskutiert. Als ein Mädchen sagt, sie könne ihre Pierings nicht entfernen, weil sie sie nie herausbekomme, wird schonmal die Zange gezückt. Bei denjenigen Piercings, die ohne Gesundheitsgefährdung nicht entfernt werden können, wird auf die Krankenschwester verwiesen. Die kommt sogar manchmal in der Wüste vorbei.
Ein Mädchen will seinen Schmuck nicht ablegen. Auch gut. Dann bleibt der Schmuck eben dran beziehungsweise drin und sie länger in ihrem Zelt. Wird schon sehen, was sie davon hat. My Steinkreis is my Castle.
Nur wer sich glaubhaft an die Regeln hält, der kann das Zelt und seinen Steinkreis verlassen, in der Ranch wohnen und mit den Betreuern zusammen essen und darf sogar wieder sprechen. Sobald es aber Rückfälle gibt, ist wieder Camping angesagt.
Die erste Folge fand ich sehr amüsant. Natürlich sind die Jugendlichen sehr böse und ganz unnett zu ihren Eltern, was ja Sünde ist. Und natürlich sind sie auch alle ganz großkotzig und wollen die zwei Monate in den USA auf einer ihrer perforierten Arschbacken absitzen, denn die können ihnen ja sowieso nix, die Amerikaner und die Betreuer.
"Naja, das werden wir ja mal sehen" dachte ich. Und ich sah. Die Betreuer sind nämlich wirklich unnachgiebig. Es wird nicht diskutiert, es werden keine Kompromisse geschlossen. Es wird sich entweder an die Regeln gehalten oder es wird sich nicht an die Regeln gehalten und wer sich nicht an die Regeln hält, der hat keine Verbesserungen seiner Lebensumstände zu erwarten. So einfach ist das.
Das erste Grinsen hatte ich im Gesicht, als dagegen protestiert wurde, die eigene Kleidung abzugeben und als ein paar Sekunden später der junge Mann doch im blauen Kaputzenpullover dastand. Das Grinsen wiederholte sich, als ein Piercing irgendwo im Mund mit der Zange rausgedreht wurde, abermals grinste ich, als der Dicke, der zu Hause auf alle Regeln pfeifft und seiner Mutter auch schon eine Gaspistole an die Schläfe gehalten hat, sich auf einmal auf seine Rechte beruft. "Endlich begegnet denen mal jemand mit der nötigen Härte", dachte ich.
Als dann später die Punkerin in ihrem Zelt saß und sagte, dass sie nur bei ihrer Mutter anrufen müsse und die werde sie da schon rausholen, weil sie ihr das schließlich versprochen hatte, da dachte ich mir schon "So einfach ist das nicht, junges Fräulein". Prompt biss sie mit ihrem rührseligen Brief bei ihrer Mutter auf Granit und promt flippte sie total aus. In ihrem kleinen Zelt in ihrem kleinen Steinkreis, im Regen in der Wüste in Amerika. Und keinen interessierte es. Zumindest keinen der dort Anwesenden. Ich fand es, wie gesagt, amüsant.
Einer nach dem anderen hatte nämlich keine Lust mehr auf dieses tolle Abenteuer in Amerika. So hatten sie sich das nicht vorgestellt! So war es ihnen angeblich auch nicht vorgestellt worden. Da war aber nichts zu machen. Man lies sie nicht gehen.
Das heisst, vielleicht hätte man sie gehen lassen, aber die nächste Ortschaft wäre einen Viertagesmarsch entfernt. Also wollten sie irgendwie gar nicht mehr gehen.
In der Tat war es lustig, die Großmäuler klein zu sehen. Und wahrscheinlich habe ich mir das aus den gleichen Gründen angeschaut, warum ich mir auch die Supernanny eine Weile angeschaut habe: Ich wollte mir etwas abschauen, wie ich im Notfall am besten mit fiesen jungen Menschen umgehen kann.
Theoretisch weiss ich das jetzt auch. Ich packe sie einfach in ein Zelt mitten in der Wüste, nehme ihnen alles ab und verbiete ihnen alles, was sie davon abhält, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Wenn sie dann immer noch aufmucken, dann packe ich meinen palavernden Indianer aus.
Soweit so gut. Der Lösungsansatz ist nur leider etwas umfangreich, wenn mir in Frankfurt in der U-Bahn mal wieder jemand Schläge androht, weil ich ihn angeblich dumm angeschaut habe.
Was will ich damit sagen? Keine Ahnung, aber auf jeden Fall ist die Gesellschaft Schuld. Und das Privatfernsehen. Dazu gibt es wissenschaftliche Studien.

Posted by banana at 06:08 EM | Comments (4)
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