Januar 31, 2007
Für die Freiheit und für die Phantasie

Wir alle wissen es: Das Leben ist manchmal sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, ungerecht. Man gewöhnt sich aber dran und mit ein bisschen Erfahrung ist man auf der Seite, die profitiert. Das macht die Sache noch etwas ungerechter, aber niemandem kann ein Vorwurf gemacht werden, wenn man nach den Regeln spielt und ich habe mir die Regeln nunmal nicht ausgedacht. Sollen sie halt geändert werden, die Regeln.
Man möchte meistens das haben, was man nicht hat und auch nicht bekommen kann. Die jungen Menschen wollen moralisch integer sein und gerecht behandelt werden und die alten Menschen wollen Jugend. Mit der Gerechtigkeit und der Moral hat man es dann nicht mehr so. Zu anstrengend. Wenn man es doch noch damit hat, dann macht man sich die Welt eben so, widde-widde-wie sie einem gefällt. Darin wird man mit der Zeit immer besser. Irgendwann tritt die Fähigkeit in den Zustand der unbewussten Kompetenz ein und ab da ist eigentlich alles peachy. Dazu gibt es wissenschaftliche Studien. Ausserdem haben das Tests mit Hautärzten bewiesen.
Sehr schmunzeln musste ich gestern bei "Extreme Activity". Die eine nervige Frau von einem Musiksender musste den Begriff "Backbord" erklären und zwei andere nervige Frauen (eine von No Angels und eine, die wahrscheinlich mit der Nervigkeit ihr Geld verdient) mussten es erraten. Das ging dann so (sinngemäß):
"Da gibt es so Richtungen, speziell auf Schiffen und das eine ist hinten...."
"Backbord?"
"Richtig!"
Da sieht man mal wieder, wie es so oft im Leben ist: Wenn zwei die gleiche Menge von "Keine Ahnung" hat, dann verstehen sie sich in der Regel gut. Das ist eine schöne Definition der Vorstellung von "sich gut verstehen": Das gleiche Maß von "Keine Ahnung" haben.

Posted by banana at 06:30 EM | Comments (7)
Januar 24, 2007
Streik!

Die Allee streikt jetzt eine Woche lang. Ihr könnt Euch ja wohl sehr gut denken, warum das so ist! Jetzt tut nicht so scheinheilig, ihr komischen Typen. Es ist ja nicht so, dass sich das nicht schon lange angekündigt hat und jetzt tuts Euch leid! Da braucht ihr gar nicht so scheinheilig unter Euch zu schauen. Jetzt will es wieder keiner gewesen sein. Oder die anderen sind schuld! Genau! Die anderen sind immer schuld, das ist ja so schön praktisch. Die Kommentare habe ich auch ausgeschaltet, aber total stümperhaft, so dass man denkt, es ginge noch, aber dann geht es doch nicht. Jetzt würde ich hier gerne ein Bild von einem heulenden Baby reinballern, aber ich habe hier kein heulendes Baby, das ich fotografieren kann und wenn ich mir eins aus dem Internetz klaue, dann werde ich abgemahnt, dass ich nicht mehr in die Hose passe und das ist auch voll fucking. Und ausserdem fahre ich weg.

Posted by banana at 12:55 EM | Comments (3)
Januar 21, 2007
Die Welt ist doof und nicht zum lachen

Ich bin ein Kind und kann nichts machen.
Heute Mittag aß ich Zucchinipuffer. Ich schnitt 4 Zucchini mit dem Messer in feine Stifte und salzte sie ein. Nach einer Wartezeit von 15 Minuten goss ich die ausgetretene Flüssigkeit ab, füllte die Zucchinistifte in ein Baumwolltuch und drückte weitere Flüssigkeit aus ihnen heraus. Die ausgedrückten Zucchinistifte gab ich in eine Schüssel. Dort pfefferte ich sie und gab ein rohes Ei, sowie drei Esslöffel Mehl hinzu. Die entstandene Masse rührte ich mit einem Kochlöffel durch.
In einer Pfanne erhitzte ich einige Esslöffel Olivenöl, in das ich die Zucchini-Salz-Peffer-Ei-Mehl-Mischung gab und zu flachen Puffern formte. Nach kurzer Bratzeit wendete ich die Puffer und verzehrte sie dann zusammen mit etwas Kräuterquark, den ich fertig angemacht gekauft hatte.
Unter der Strich kann ich sagen, dass es sich um eine nahr- und schmackhafte Mahlzeit gehandelt hat.
Mit freundschaftlichem Gruß,
bna

Posted by banana at 10:28 EM | Comments (18)
Januar 18, 2007
Gas!!! Weg, Kinder!!!

Heute: Drei gute Gründe, wieder mehr Vertrauen in die Politik und ihre Macher zu haben: Killerspieldebatte, Stoiber, Gesundheitsreform. Habt Vertrauen! Es lohnt sich! Haben sie nur ein Vertrauen und bekommen sie zwei dafür zurück.
Beunruhigend ist auch, dass die brutalen Mörder von Tessin sich eventuell an dem Gewalt-Computerspiel Final Fantasy VII orientiert haben. Ausserdem wollten sie angeblich mit dem gestohlenen Kleinwagen §§a href="http://www.welt.de/data/2007/01/16/1179340.html">nach Asien flüchten§§/a>. Wahrscheinlich über die Seidenstraße. Ich hoffe, dass das Tankstellennetz dort dicht genug ist.
Ich selbst kenne Final Fantasy VII nicht gut genug, um mich über die Gewalttätigkeit des Spieles äussern zu können. Ich habe allerdings knallhart anhand des entsprechenden Wikipedia Artikels zum Spiel recherchiert, in dem ich ins Suchfeld meines Browsers das Wort "Gewalt" schrieb und den Artikel nach Gewalt absuchte. Das Ergebnis war zugegebenermaßen erschreckend. Das Wort Gewalt taucht total oft im Zusammenhang mit dem Gewalt-Computerspiel auf. Unter anderem ist dort die Rede von einem "gewaltigen Krater", einer "gewaltigen Aufgabe", einer "gewaltigen Metallplatte" und einer "gewaltigen Ansammlung an ätherischer Materie". Ich finde, der Artikel sollte dringend überarbeitet werden, weil so, wie er jetzt ist, ist er zu gewaltschwanger.
So vergingen meine Tage in Vorfreude auf die Voratsdatenspeicherung. Dann gibt es endlich wieder §§a href="http://de.theinquirer.net/2007/01/16/polizeipanne_daten_ins_web_gep.html">interessante Informationen im Internetz zu lesen.§§/a> Wird ja langsam schon alles langweilig.
Gestern Abend las ich auf Amazon eine Rezension eines LCD Fernsehers. Da stand geschrieben:
Auch bei schnellen Szenen (Action, Kampf, Sport, Sex) muss man Abstriche in Kauf nehmen. Und dabei lasse ich jetzt sogar den Witz mit den Abstrichen weg. So weit ist es schon gekommen!
Es geht natürlich um die Bildqualität. Ich glaube, ich schaue die falschen Sexfilme.
Was kann ich noch?
In der §§a href="http://www.netzeitung.de/medien/501767.html">Netzeitung§§/a> steht, dass der "Clara" Produzent bitter entäuscht von der Quote, die seine Sendung erreicht hat (ich wollte jetzt "eingefahren hat" schreiben, aber da bin ich nicht so stilsicher. Vielleicht sagt man das in Produzentenkreisen gar nicht mehr und dann stehe ich da, wie ein Seppo).
Wie? Ihr kennt Clara nicht? Ich auch nicht. Will ich nicht kennen. Interessiert mich nicht. Sonst scheint es auch niemanden zu interessieren, deswegen ist der Produzent ja so enttäuscht. Dabei liest sich die Beschreibung der Serie in der Netzeitung total oberhammerspannend:
*schnipp*
Die Serie handelt von der Journalistin Clara Stern, die in Berlin lebt. Sie teilt sich die Wohnung mit dem gut aussehenden Schwulen Paul. Beide arbeiten beim gleichen Gesellschaftsmagazin – Clara schreibt eine eigene Kolumne, Paul kümmert sich um die Finanzen. Den Kollegen geben sie vor, ein Paar zu sein: Clara, damit nicht jeder ahnt, dass sie Single ist. Paul, weil niemand wissen soll, dass er homosexuell ist. Inzwischen haben sie schon einige Routine mit diesem "Schauspiel", doch eigentlich sehnt sich jeder von ihnen nach dem perfekten Mann.
*schnapp*
Wie? Das klingt nicht interessant? Das gab es alles schonmal? Ihr seid undankbar! Die geben sich so viel Mühe, sich mal ein komplett neues Konzept auszudenken und ihr schaltet einfach nicht ein. Ihr solltet Euch schämen, ja, schämen solltet Ihr Euch.
Ich finde aber, man könnte den Seifenopertelenovelaschnickschnackdarstellerinnenunddarstellern mal so Namenschilder verpassen, damit man wenigstens weiss, mit wem man es grade zu tun hat. Man kommt ja ganz durcheinander bei den ganzen Claras, Janas, Laras, Lauras, Lisas und Lottas. Vielleicht sollte man auch mal ein paar Mash-Ups machen. Lotta vs. Laura oder sowas, so mit Schlamm und Haareziehen. Bei Alien vs. Predator oder Javson vs. Freddy hat das ja auch geklappt und sonst wird im Deutschen Fernsehen ja auch alles nachgemacht, was die Amis machen. Nur in schlecht. Angeblich will keiner Clara sehen, weil "schwule Themen gar nicht gingen". Verstehe ich nicht. Spongebob ist doch auch ein großer Erfolg.
Mehr Interesse zeigen die Briten an Big Brother. Dort wurde eine Inderin angeblich mit den Worten "§§a href="http://www.sueddeutsche.de/,immm3/panorama/artikel/517/98419/">Sie ist eine Hündin!§§/a>" beschimpft.
Na, das mit dem §§a href="http://dict.leo.org/ende?lp=ende&p=/gQPU.&search=bitch">Übersetzen§§/a>, das üben wir aber nochmal, ja? Schlimmer wäre es ja noch gewesen, wenn jemand behauptet hätte, sie wäre ein Mutterficker oder ein Bastard. Aber das sind ja eher Männer.

Posted by banana at 06:50 EM | Comments (6)
Januar 11, 2007
Don't you know that it's wrong to cheat a trying man

Gestern lief wohl die erste Sendung mit dem einen Mann von Modern Talking. Wo mehr oder weniger begabe Leute kommen und ihm und zwei Knallchargen was vorsingen dürfen.
Ich habe es nicht gesehen, weil es mich nicht interessiert und weil es irgendwie an mir vorbei gegangen ist, dass es überhaupt läuft. Es kann ja kein Mensch mehr den Überblick behalten, bei den ganzen Castingshows und die Zeit, die die Gewinner oberhalb der Publicity-Wasseroberfläche verbringen, rechtfertigt es auch nicht, dass sie sich jemals irgendwo ausserhalb eines Kurzzeitgedächtnisses aufhalten.
Die letzten Gewinnlerinnen ziehen sich demnächst irgendwo in einer Zeitung aus. Ich glaube, ich will die nicht mal nackt sehen.
Aber gestern ging mal wieder eine neue Staffel mit dem Modern Talking Typen los und wenn ich die Berichte darüber lese, die auf allen großen Nachrichten-Sites erschienen sind, dann muss es ziemlich schlecht gewesen sein. Nicht, dass mich das überraschen würde.
Ich verstehe sowieso nicht, warum es so viele von diesen Casting-Shows zum gleichen Thema gibt. Wenn man das gescheit gemacht hätte, dann hätte doch eigentlich eine einzige Staffel ausgereicht, oder? Die besten Bewerben sich, die Besten werden genommen, Klappe zu, Affe tot. Das Land ist abgegrast, Ruhe im Puff. So schnell wachsen die Talente ja nicht nach. Demnach wäre also alles, was nach der ersten Staffel irgendwelche Blumentöpfe gewinnt, sowieso höchstens zweite Wahl.
Wenn ich aber die Berichte so lese, dann wundere ich mich, warum noch niemand ein Verbot der Sendung gefordert hat.
Heute habe ich gelesen, dass über die Hälfte der Deutschen dafür ist, dass man Killerspiele verbietet. Naja, so ist eben die Demokratie. Wenn es die meisten wollen, dann muss man das eben so machen. Finde ich ja auch super, so Demokratie.
Führen aber Killerspiele dazu, dass man irgendwann den unbezwingbaren Drang verspürt, ein paar Leute umzubringen, weil man das, was man sieht, nachmachen möchte, dann führt die Castingshow eventuell auch dazu, dass man seine Mitmenschen respektlos behandelt. Und das kann nicht gut sein! Das führt zu Feindseligkeiten zwischen verschiedenen Menschen, das verhintert den Dialog und dann gibt es blutige Nasen und irgendwer weint dann am Ende wieder und dann muss der Wolle wieder für mehr innere Sicherheit sorgen, wo er es doch eh schon so schwer hat.
Vorbildliche Vorbilder beleidigen und beschimpfen zur besten Sendezeit andere Personen, bezeichnen sie als Eimer Scheisse ohne Eimer und so weiter.
Sehr gut gemacht! Da kann man stolz drauf sein. Morgen machen das dann alle nach, denn wer andere runterputzt, der ist ein toller Hecht.
So geht das doch nicht. Da wissen der Ede und der Günni doch gar nicht, was sie zuerst verbieten sollen. Naja, die haben im Moment andere Sorgen, zumindest der Ede.
Vielleicht wird das aber auch nur gemacht, damit der Nachschub für die Supernanny nicht ausgeht. Obwohl ich in dieser Hinsicht eigentlich noch nie ängstlich in die Zukunft gelickt habe, aber ich bin nur ein Zuschauer, der nicht hinter die Kulissen blicken kann.
Es ist nunmal leider so, dass die Menschenheit komplett bescheuert ist und mittlerweile bin ich fast geneigt, zu glauben, dass es für viele Menschen nahezu unmöglich ist, Unwirkliches von Wirklichem zu unterscheiden. Deswegen mache ich mir ja auch Sorgen, wenn es im Fernsehen als tolle Leistung dargestellt wird, wenn man andere runterputzt.
Angeblich haben sich schon zwei Menschen dabei entleibt, das Hinrichtungsvideo von Saddam H. nachzustellen. Das ist auch eine Art von Darwinismus.
Da frage ich mich - wo es doch so arg verwerflich ist, wenn das Saddam H. Hinrichtungsvideo für jeden im Seuchennet zugänglich ist - ob es noch verwerflicher wäre, wenn es für jeden zugängliche Videos von Menschen gäbe, die sich selbst beim Nachspielen der Hinrichtung das Lebenslicht auspusten. Vielleicht könnte das ein neuer Trend werden? Wäre auf jeden Fall besser, als dieses Amoklaufen. Running amok is soooo nineties.

Posted by banana at 07:31 EM | Comments (18)
Januar 10, 2007
Die größte technologische Innovation, auf die ein Urinstrahl treffen kann

Sehr schön finde ich, dass die Briten den Pullover Jumper nennen. Das wärmt mein Herz, weil ich dann immer von einer Welt träume, in der wir zu unseren Pullovern Hüpfer sagen. Von Hüpfer komme ich natürlich auf Schlüpfer und dann werde ich etwas melancholisch, weil eigentlich niemand mehr Schlüpfer sagt. Stattdessen sagt man Höschen, was zwar wegen der Verkleinerungsform durchaus einige erotische Saiten in mir anschlägt, andererseits bei mir aber die Frage aufwirft, wie groß etwas sein kann und trotzdem noch Höschen heissen heiss. Leider gibt es keine Vergrößerungsformen, die man einfach so hinten an ein Wort dranpacken kann. Gäbe es sie, dann hätten sie vielen Höschen verdient. So bleibt mir nur der plumpe Einfall Höschenator und dafür schäme ich mich ein bisschen.
Bleibt die Frage offen, warum der Pullunder eigentlich Pullunder heisst, wo man ihn doch genau so drüber zieht, wie den Pullover. Vielleicht hat man den Pullunder früher wirklich druntergezogen, so als dickes Unterhemd und irgendjemand kam dann auf die Idee, das Unterhemd über das Oberteil zu ziehen. Das hat sich ja mittlerweile auch mit T-Shirts eingebürgert.
Die Briten sagen zum Pullunder übrigens Slipover. Abgesehen davon ist der Name Pullover sowieso völlig bekloppt, sagt er doch eigentlich aus, dass man das Kleidungsstück unter ein anderes Kleidungsstück zieht, während man das betreits trägt. Vielleicht ist der Name Pullunder einfach am Reisbrett eines Modeschöpfers entstanden und hat dann in der Praxis versagt. Horden von Menschen versuchten, den Pullunder unter das Hemd zu ziehen, dass sie bereits trugen und scheiterten dabei kläglich. Fruststriert zogen sie den Pullunder dann über das Oberhemd. Ja, so muss es gewesen sein. Die Welt ist gar nicht so kompliziert, wenn man nur ein bisschen nachdenkt.

Posted by banana at 06:09 EM | Comments (12)
Januar 09, 2007
Er liebt es so, wenn er was notieren kann

Wir unterbrechen die laufende Funkstille für eine kurze Durchsage:
Vielen Dank an §§a href="http://www.mellina.de">Mell§§/a> für drei (3!) neue Sardinendosen für die §§a href="http://www.spackonauten.org/adoe">Allee der Ölsardinen§§/a>. Die Bildqualität ist nicht die beste (räusper), aber es ist ja der Gedanke, der zählt.
Es werden übrigens noch Dosen angenommen!

Posted by banana at 07:13 EM | Comments (17)
Januar 06, 2007
Mutter, der Mann mit dem Kokos ist da

Gestern habe ich mich in ein Fass gesetzt und mich einen Wasserfall hinunter gestürtzt. Das ist gut, denn es wirbelt die Gedanken durcheinander.
Dabei habe ich mich gefragt, wie die Menschen, die lange Listen von Filmirrtümern aufstellen, die Filmirrtümer eigentlich finden.
Da gibt es Irrtümer in der Art von "in der einen Szene trägt Herr Krassimov eine Armbanduhr am linken Arm, nach dem Schnitt ist sie weg, nach dem nächsten Schnitt ist sie wieder da." Das war jetzt nur ein Beispiel, dass ich mir selbst ausdacht habe, aber so in der Art sehen die Dinger aus.
Wer achtet denn auf sowas? Fällt das den Leuten wirklich auf? Fällt das den Leuten wirklich als störend auf? Schauen die Leute vielleicht den Film hunderte von Malen an, wobei sie einmal auf die Frisur achten, dann auf Schatten von Mikrophonen, dann auf Armbanduhren, dann auf zersprungene Fenster?
Das fragte ich mich und dann schoss es mir gleich durch den Kopf "Die müssen ja Zeit haben". Dann schämte ich mich sehr dolle, weil "Du musst ja Zeit haben" einer der blödesten Sprüche überhaupt ist. In letzter Zeit hört man auch immer häufiger "keine Zeit gibt es nicht, es gibt nur nicht wichtig genug", was eigentlich genau so bescheuert ist.
Kombiniert man diese beiden Sprüche nämlich miteinander, so sehen die Leute, denen solche Dinge auffallen wie die oben erwähnte Geschichte mit der Armbanduhr ziemlich schlecht aus. Sie haben nämlich offensichtlich jede Menge Zeit und nichts Wichtigeres zu tun, als einen Streifen so oft zu gucken, bis sie die Drehzeiten der verschiedenen Szenen anhand der Haarlänge der Darsteller chronologisch geordnet haben.
Aus "Du musst ja Zeit haben" spricht doch eigentlich der pure Neid, eingewickelt in eine dünne Hülle geräuchtertem Vorwurf. Es heisst nämlich "bevor ich so einen Scheiss machen würde, habe ich noch mindestens vierzig Jahre Dinge zu tun, die vernünftiger sind".
Sagen sollten sie aber "Ich wünschte, ich hätte auch mal Zeit, Dinge zu tun, die mir Spaß machen". Das können sie nämlich offensichtlich nicht und das machen sie anderen zum Vorwurf, die es können, obwohl die gar nicht daran schuld sind. Dann sollen sie sich wenigstens ein bisschen schlecht fühlen, wenn sie schon Dinge machen, die ihnen Spaß machen.
Dabei gibt es doch nichts Wichtigeres, als Dinge zu machen, die einem Spaß machen.
Demnach wäre der Spruch mit dem "keine Zeit gibt es nicht, nur nicht wichtig genug" ja schon wirklich ein großer Schritt in die richtige Richtung, wenn man ihn nämlich in der Richtung meinen würde, dass einem die schönen Dinge immer wichtig genug sind, so dass man auch Zeit dafür hat.
So ist er nur leider meistens nicht gemeint. Gemeint ist meistens "der Arsch hält es nicht für nötig auf unsere Party zu kommen, weil er keine Zeit hat. Keine Zeit gibt es nicht, es gibt nur nicht wichtig genug".
Und dabei haben die Leute dann oft sogar recht.

Posted by banana at 09:04 EM | Comments (15)
Januar 03, 2007
Das Stichwort ist das Sprichwort

Liebe Eltern, die es werden möchten,
wir alle sehen uns mit dem einen oder dem anderen Internet konfrontiert. Diese Internetze stellen uns vor einige Herausforderungen. Damit meine ich nicht nur die Wahl des Providers, die Wahl des Browsers, das Einloggen, Anklicken und Vorbeisurfen auf der richtigen Internetpage, sondern ich rede von Herausforderungen, die in der Zukunft liegen.
Es geht um die Zukunft ihres ungebohrenen Kindes.
Weltweit durchkrabbeln Datenspinnen die Internetze und schnüffeln nach Daten über sie und ihre Kinder, Daten, auf die sie oftmals keinen Einfluss haben. Haben die Datebspinnen die Daten gefunden, dann sammeln sie sie und tragen sie in den Datenspeichern riesiger Computer gespeichert. Es sind die Datenspeicher, der Suchmaschinen der Internetze!
Damit sind diese Daten weltweit für jeden zugänglich, der über einen Anschluss an die Internetze verfügt. Wird ihrem Kind also irgendwann einmal ein kleiner Ausrutscher passieren und wird jemand darüber in einem der Internetze berichten, dann wird diese Information auch irgendwann in die Suchmaschinen der Internetze gelangen und so für jeden, an jedem Ort und zu jeder Zeit verfügbar sein.
Ja, das ist schrecklich. Ja, das ist grausam.
Man muss sich dagegen schützen!
Wie kann man sich dagegen schützen, fragen Sie?
Das Stichwort ist das Sprichwort. Es ist das Sprichwort "ich sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht".
Seien sie froh, dass ihr Kind noch nicht geboren ist! Seien sie noch
froher, wenn sie noch nicht verheiratet sind.
Verabschiedenen sie sich zunächst von dem Gedanken, ihr Kind solle einen ausgefallenen Vornamen tragen. Das wäre viel zu auffällig. Orientieren sie sich stattdessen an der aktuellen Hitliste der Vornamen. Je weiter oben der Name steht, den ihr Kind einmal tragen wird, desto besser ist es.
Achten sie fürder bei der Wahl ihres Partners darauf, dass er einen möglichst häufig vorkommenden Nachnamen trägt. Schmidt, Müller, Meier oder Huber sind ideal, bei anderen Nachnamen sollte man bereits heute die Suchmaschinen der Internetze konsultieren. Manche Nachnamen sind häufiger als man denkt. Geben sie auch vermeindlichen Aussenseitern eine Chance! Bandeln sie mit dem Partner an und heiraten sie, wobei sie seinen Nachnamen annehmen.
Sie haben schon einen Partner mit einem ausgefallenen Namen? Trennen Sie sich doch einfach von ihrem Partner!
Sie meinen, das sei unangemessen? Dann sollten Sie vielleicht wissen, dass die Liebesheirat eine Erfindung des 19ten Jahrhunderts ist. Geschichtlich gesehen ist sie also eine sehr junge Sache und wenn man sich die heutigen Trennungsraten anschaut, dann merkt man, dass diesem Konzept keine große Zukunft beschieden ist.
Jetzt steht ihrem Glück und der Zukunft des Kindes nichts mehr im Wege. Vielleicht heisst ihr Kind bald Moritz Schmidt, Michael Huber oder Anna Müller. Das sind durchaus sehr schöne und wohlklingende Namen.
Wenn ein potentieller zukünftiger Arbeitgeber in ein paar Jahren den Namen ihres Kindes in eine Suchmaschine eingibt, um sich über das Leben ihre Kindes zu informieren, dann wird er von der Anzahl der Ergebnisse schier erschlagen werden! Er wird den Wald vor Leuter Bäumen nicht sehen können! Er wird sich nicht die Mühe machen, die Millionen von Treffern durchzuarbeiten.
Ihr Kind wird eine glückliche Jugend haben.
Alternativ können sie ihrem Kind auch den Namen einer berühmten Persönlichkeit geben. Das ist besonders dann ratsam, wenn sie keinen Partner mit einem häufig vorkommenden Nachnamen finden können. Allerdings sollten sie darauf achten, dass es kein aktueller "Promi" ist, denn deren Namen gehen schneller unter, als sie aufgegangen sind und verschwinden aus den Datenspeichern. Bleiben sie unbedingt bei den Klassikern!
Nutzen sie die Namenstarnung zur Sicherund der Zukunft ihres Kindes.

Posted by banana at 05:33 EM | Comments (42)
Januar 02, 2007
Wenns Baa hätt' täts hippe

Kürzlich sagte mir mein Bruder, er stelle sich vor, dass es irgendwo einen Planeten gäbe, auf dem Wesen leben, die wie Bionicles aussähen und die mit kleinen Figuren spielen würden, die wie Menschen aussähen.
Ich sagte, ich glaube, dass das nicht so sei, verzichtete aber darauf, meine Meinung zu begründen, da es schon sehr spät war und wir noch viele Geschenke verteilen mussten.
Damit war Weihnachten gelaufen.
Aus: Gespräche mit bna. Heute: Kleine Helfer
bna: Bei Aldi gibts wieder das Lohnsteuerprogramm. Ich gehe heute Abend hin. Soll ich Dir auch eins mitbringen.
jtk: Das, was wir auch letztes Jahr hatten.
bna: Ja.
jtk: Ja, mach mal, ich hatte damit keine Probleme.
bna: Ja, ich auch nicht. Lief einwandfrei.
jtk: Ob es lief, weiss ich nicht, aber ich hatte keine Probleme damit.
bna: Ich habe es einmal gestartet. Lief ohne Probleme.

Posted by banana at 06:37 EM | Comments (8)
Januar 01, 2007
And I don't know what to do

Das neue Jahr und ich, wir sind echt super Kumpels. Wir verstehen uns super. Das kam so: Ich fuhr im Auto in der Kleinstadt auf ein Stopschild zu, da bemerkte ich, dass jemand unter das Wort "Stop" die Worte "Hammer Time" geschrieben hat.
Super, oder? Ich lachte vor mich hin, mein kleiner Bauch wackelte munter auf und ab und ich brachte das irgendwie mit Silvester zusammen.
Da war der Tag auf jeden Fall gerettet und weil es der erste im Jahr ist, ist auch das Jahr auf jeden Fall gerettet, zumindest, bis die Schuld bewiesen ist.
Ansonsten habe ich gelernt, dass man Silvester mit "i" schreibt und nicht mit "y" ,und ich habe gelernt, dass es echtes Terrorspielzeug gibt. Das Terrorspielzeug ist so eine Babypuppe mit elektrischen Babyfunktionen. Für den Hersteller scheinen die Hauptfunktionen eines Babys darin zu bestehen, die Erwachsenen zu schonen, denn man hat bei dem Ding nur die Wahl zwischen Teufel und Belzebub.
Man kann der Babypuppe nämlich einen Schnuller in den Mund stecken. Dann ist das Baby wohl zufrieden, denn er ertönen laute Schmatzgeräusche. Das nervt. Zieht man dem Baby aber den Schnuller aus dem Mund heraus, dann ist das Baby unzufrieden und es ertönen laute Kindergeschreigeräusche. Das nervt. Steckt man den Schnuller wieder in den Mund, dann ertönen wieder die Schmatzgeräusche.
Jetzt sagt ihr "ja, aber die Babypuppe hat doch bestimmt einen Ausschalter?"
Ja, hat sie auch, aber wenn man den betätigt, dann ertönen wieder laute Kindergeschreigeräusche. Diesmal aber original vom echten Kleinkind.
War trotzdem eine schöne Feier und, wie gesagt, das neue Jahr und ich, wir sind echt so (bna macht so eine "wir zwei, wir sind echt so"-Geste, bna ab).

Posted by banana at 08:11 EM | Comments (13)
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