November 30, 2006
Weihnachtsmann vs. Santa Claus

Hallo Leute!
Ich habe heute meinen Urlaub dazu genutzt, um mich mal etwas im Internet umzuschauen. Hier sind ein paar gute Seiten, die ich Euch nicht vorenthalten will:
§§a href="http://www.spiegel.de">Aktuelle Nachrichten§§/a> (Mehrmals täglich aktualisiert)
§§a href="http://de.wikipedia.org">Umfassendes Lexikon§§/a> (Man kann sogar selber Sachen ändern (Anmeldung erforderlich)
§§a href="http://www.amazon.de">Geschäft für (fast) alles§§/a>
§§a href="http://www.ebay.de">Auktionen von Privat§§/a>
§§a href="http://www.youtube.com">Viele Videos§§/a>
Das waren erstmal die wichtigsten Sachen.
Auf der letzten Seite habe ich mir ein paar Videos angeschaut von einem Sender, bei dem Zuschauer anrufen können und etwas gewinnen können. Dort darf man erst ab 18 Jahren anrufen. Natürlich rufen aber auch immer wieder Kinder an. Ich musste lachen, denn eines der Kinder versuchte, seine Stimme tiefer zu machen. Natürlich flog das ganze gleich nach dem "Hallo" auf. Aber das Hallo fand ich sehr lustig. Den Rest des Videos nicht. Kinder sind so witzig. Die glauben, man würde das nicht merken.
Komisch sind aber auch die Erwachsenen. Sie haben Spaß daran, Dinge zweckzuentfremden (zu zweckentfremden?). Dann finden sie es toll, dass sie Fisch in der Spülmaschine gekocht haben oder Marmelade im Brotbackautomaten gemacht habe. Ich weiss nicht, woher das kommt. Das muss der Schnäppcheninstinkt sein oder der zwanghafte Wunsch nach Individualität. Ich mache auf jeden Fall ab jetzt immer meine Frikadellen in der Muffin-Form. Die schmecken total super!

Posted by banana at 08:42 EM | Comments (6)
November 29, 2006
Well if you're looking for trouble, I'm the man to see

Das einzige, was Pflastertechnisch wirklich rockt, das ist diese Meterware, bei der man seine gewünschte Pflastergrößte von dem großen Band abschneidet. Der Rest ist Schrott. Der Rest ist vielleicht für Kinder, die Pflaster höchstens aus psychologischen Gründen brauchen, als so eine Art Plazebo, denn wenn sie die Schramme nicht mehr sehen, dann ist sie auch nicht mehr da.
Die Meterware ist die einzige, die hält, wenn es darauf ankommt. Der Rest geht immer wieder ab. Wahrscheinlich geht der Rest deswegen ab, weil es wirklich Kinderpflaster sind. Wenn sie nicht fast von selbst abfallen würden, dann wäre das Geheule beim Entfernen der Pflaster ja größer, als bei der Verletzung. Die Meterware hält, sie schützt, lässt Luft an die Wunde und ist das wahre Zeichen des Erwachsenseins.
Einige Dinge habe ich noch nicht ganz verstanden:
Warum werden in Comics Pflaster immer so kreuzweise übereinandergeklebt? Ich habe das im realen Leben noch nie gesehen.
Gibt es in Afrika braune Pflaster? Warum gibt es die eigentlich bei uns nicht. Also, wenn ich eine dunkle Hautfarbe hätte, dann würde ich mich aber mal gehörig diskriminiert fühlen. Ich fände es auch mal eine schöne Geste, wenn Pflasterhersteller mal eine Weile lang nur braune Pflaster herstellen würden.
Nein, ich habe mich nicht ernsthaft verletzt. Ich habe nur beim Rocken etwas falsch in die Saiten gehauen und mir ein Stück von der Nagelhaut eingerissen. Das blutet unschön fängt immer wieder an. Deswegen habe ich da jetzt Meterwarepflaster drauf.
Meterwarepflaster sind auch sehr praktisch, wenn man längere Wunden hat, zum Beispiel einen Meter lange Wunden. Deswegen sollte man immer eine zweite Packung im Haus haben.

Posted by banana at 01:58 EM | Comments (8)
November 27, 2006
Aua, aua, aua, aua - Ich nagel Latten an die Watten

...und ich hau mir dabei immer auf die Hand.
Nein, es stimmt nicht, dass sich die Münchner Handelskammer in "Die Imbussi Gesellschaft" umbenennen will.
Keine Ahung, wie Ihr darauf kommt.
Schönen Tag noch.

Posted by banana at 01:22 EM | Comments (4)
November 24, 2006
Nicht schon wieder ein Rätsel

Uff! Ich habe einen Rückfall! Das Rätselfieber hat mich wieder erwischt.
Diesmal ist es aber pipi-einfach.

Nachtrag:
Aber jetzt krieg ich Euch, Ihr krummen Hunde! Esst dies:

oh.. ein T fehlt...

Posted by banana at 02:22 EM | Comments (17)
November 23, 2006
Wo war Seppl Thura?

Die Tatsache, dass es eine Bahlsen Probierstube gab, aber keine Bahlsen Studierstube ist noch lange kein Beweis, dass die Redewendung "Probieren geht über Studieren" wahr ist. Genau so kompetent scheint mir aber die Forderung einiger Politiker danach, so genannte "Killerspiele" nach dem Amoklauf von Emsdetten zu verbieten. Wenn man sich auf die Ebene der Argumentation hinunterbegeben würde, dann könnte man anführen, dass sowohl der Amoklauf von Erfurt, als auch der von Emsdetten nach dem Vorbild des Amoklaufes von Littleton durchgeführt wurden. Der fand am 20.04.1999 statt. Counter Strike erschien aber erst am 19.06.1999. Wie haben die das dann ganz ohne Counter Strike geschafft? Hatten die eine Vorabversion? Wie hat es Andrew Kehoe geschafft, der bereits 1927 45 Schüler und Lehrer tötete und weitere 58 Menschen verletzte? Damals gab es ja noch nicht einmal gewaltverherrlichende Videos. Hatte er eine Zeitmaschine?
Aber so einfach ist es natürlich nicht. Es fällt aber gar nicht so leicht, hier nicht zu polemisieren.
Ich bin der Meinung, dass Computerspiele Jugendliche nicht dazu animieren, andere Menschen umzubringen. Es gibt aber durchaus Spiele, die sehr geschmacklos sind. Ich spiele keine Spiele, die ich geschmacklos finde.
Schon die Bezeichnung "Killerspiele" ist etwas ungünstig gewählt. §§a href="http://arstechnica.com/news.ars/post/20061121-8264.html">Im Ausland§§/a> schüttelt man ohnehin den Kopf darüber, dass Deutsche Politiker Computerspiele verbieten wollen, weil sie der Meinung sind, dass sie der Auslöser von Amokläufen sind. Noch unverständlicher wird das Ganze aber, wenn man den Begriff "Killerspiel" ins Englische übersetzen will. Das Wort "Killer" wird man beibehalten und das ist im Begriff "Killer Application" anders belegt.
Überhaupt scheint man sich nicht besonders gut auszukennen, aber sich daran auch nicht zu stören.
Inzwischen wurde der Artikel geändert, aber gestern war auf Spon noch zu lesen, dass es sich bei Counter Strike um ein Spiel handele, bei dem man wild ballernd durch Gänge läuft und Menschen erschießt. Inzwischen steht dort, dass es sich bei Counter Strike um einen "einen sogenannten taktischen Shooter" handelt ", in dem sich Teams von "Terroristen" und "Polizisten" gegenseitig bekämpfen". Ich habe selbst auch Counter Strike gespielt und zwar genau einmal. Dann war es mir zu frustrierend. Ich hatte mich auf einem Server angemeldet und hatte mich schon darauf gefreut, wild ballernd alles zu erschießen, was mir vor die Flinte kommt, da war ich auch schon tot. Ich lebte nie länger, als ungefähr fünf Sekunden. Dannach rührte ich das Spiel nie wieder an. So viel zum Thema Counter Strike und "ballern".
Man möchte Herstellung und Verbreitung von "Killerspielen" verbieten. Viel Spaß dabei wünscht Euer bna. Das mit dem Verbieten ist eine gute Idee. Man sollte das mal der Film und Musikindustrie sagen. Die sollten einfach auch die Verbreitung von Musik und Filmen verbieten und die Sache wäre geritzt.
In Wahrheit würde ein Verbot würde nur eines bewirken: Man kriminalisiert diejenigen, die sich "Killerspiele" besorgen, auf welchem Wege auch immer. Es gibt nämlich tatsächlich Wege, sich Software zu besorgen, ohne dass man in einen Laden gehen muss und sich eine bunte Schachtel kauft. Es ist schon erstaunlich, was heutzutage alles möglich ist. Vielleicht spricht sich das ja auch mal bei den Leuten rum ,die einfach alles Verbieten wollen. Dass ein Verbot von "Killerspielen" die Probleme der Jugendlichen löst, wage ich zu bezweifeln. Wenn ich den Abschiedbrief des Amokläufers lese, dann habe ich nicht den Eindruck, dass der Besitz von illegaler Software eines seiner dringlichsten Probleme gewesen wäre.
Interessant ist §§a href="http://zuender.zeit.de/2005/48/beckstein">dieses Interview§§/a> mit Herrn Beckstein. Auf die Frage, ob ein Verbot nicht sinnlos wäre, weil viele die Spiele ohnehin aus dem Internet beziehen, sagt Herr Beckstein:
Das ist richtig, aber schauen Sie sich das Thema Kinderpornographie an. Auch hier ist heute das vorwiegende Medium das Internet und trotzdem greift das Verbot. Kinderpornographische Angebote werden wegen ihrer Strafbarkeit viel weniger genutzt, als wenn sie frei auf dem Markt verfügbar wären.
Das ist interessant. Das heisst also, dass eigentlich viel mehr Menschen Kinderpornographie "nutzen" würden, wenn sie frei verfügbar wäre. Also, ich bin da etwas beleidigt und finde, dass mir da etwas unterstellt wird, denn ich würde diese Angebote bestimmt auch dann nicht nutzen, wenn sie frei verfügbar wären, weil ich das widerlich und ekelerregend finde. Becksteins Antwort lässt meiner Meinung nach tief blicken. Computerspiele, die ich geschmacklos finde, spiele ich übrigens auch nicht. Und Schlechte schon mal gar nicht.
Die "Herstellung" von "Killerspielen" soll auch verboten werden. Blöd nur, dass fast alle "Hersteller" im Ausland sitzen. Gut, Crytek, der Hersteller von Far Cry und Crysis müsste dann dicht machen. Wieder ein paar mehr Arbeitslose oder Fachkräfte, die ins Ausland abwandern. Aber ich wollte nicht polemisieren.
Aber, wenn man die Herstellung verbietet, was ist denn dann mit "America's Army", dem Spiel, das vom Amerikanischen Militär in Auftrag gegeben wurde? Wird das auch verboten? Und überhaupt! Wann werden endlich die Killerautorennspiele verboten, die die Jugendlichen zu illegalen Straßenrennen animieren?
Genau! Und wann wird endlich verboten, dass die Medien über solche Amokläufe berichten? Und ausserdem hat ja die Schule dem Amokläufer beigebracht, dass er ein Verlierer ist. Also muss die Schule auch verboten werden! Genau! Mao hatte recht! Und das Internet! Das muss als allererstes Verboten werden. Das ist total gefährlich. Und total kompliziert, so kompliziert, dass es ganz viele Leute nicht verstehen. Also: Verbieten! Oder noch besser: Erstmal alles verbieten und dann Sondergenehmigungen verteilen.
Wundern tut mich allerdings, das man hierzulande als 18jähriger legal Schusswaffen kaufen kann, mit denen man problemlos andere Menschen umbringen kann. Das habe ich nicht gewusst, ich dachte, das wäre etwas schwieriger, als die Dinger einfach im Internet zu bestellen. Irgendwie scheint mir da etwas mehr Handlungsbedarf zu bestehen, als bei den "Killerspielen".
Man kann aber noch einigermaßen beruhigt sein. Wenn "Killerspiele" tatsächlich verboten werden, dann muss man sich erstmal darauf einigen, was eigentlich "Killerspiele" sind. Und wenn ich mir das Dosenpfand so anschaue, dann wird das bestimmt gar nicht so einfach werden und mindestens so lange dauern, bis ich aufs Spielen sowieso keine Lust mehr habe. Oder bis die Opas nichts mehr zu sagen haben, die über elektronische Medien reden, wie die Blinden von der Farbe.

Hab ich doch gesagt: Bischof Wolgang Huber (64): §§a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/81586">Das Internet erhöht die Gewaltbereitschaft Jugendlicher§§/a>.

Posted by banana at 02:23 EM | Comments (12)
November 21, 2006
Und noch ein Rätsel

Oh menno, wenn ich vorher gewusst hätte, dass das Rätselfieber so hartnäckig ist, dann hätte ich vorher mehr Vitamin R gegessen!
Heute noch ein Rätsel. Gesucht wird ein Film. Nachdem die letzten beiden Rätsel so irre schnell gelöst wurden, wird es heute etwas schwerer, schwerer, puperer!

Posted by banana at 05:58 EM | Comments (14)
November 20, 2006
Noch ein Rätsel

Uiuiui! Ich bin total im Rätselfieber! Hier ist schon wieder ein Rätsel. Gesucht wird diesmal ein Film. Viel Spaß beim Kniffeln wünscht Euer
bna

Posted by banana at 06:11 EM | Comments (5)
November 19, 2006
Ein Rätsel

Hier die Rätselfrage:
Welche Szene aus welchem Film wurde im folgenden Bild zeichnerisch festgehalten?
Anmerkung: Die beiden Personen rechts kommen in der Szene nicht vor und dienen nur der Vereinfachung.

Posted by banana at 09:35 EM | Comments (8)
November 17, 2006
Hallo Schaffner, fährt der Zug hier in den Norden?

Ich selbst habe mir das mit dem Musikhören ziemlich abgewöhnt. Zu Hause läuft der Fernseher und im Auto höre ich mir die Podcasts von der hervorragenden HR2 Sendung §§a href="http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=6684">"Der Tag"§§/a> an. Da hinke ich ein paar Wochen hinterher, deswegen kann ich bei aktuellen Sachen nicht so gut mitreden, aber bei etwas vergangenen Sachen könnte ich prima mitreden, wenn ich denn mitreden wollte, aber ich rede eigentlich gar nicht gerne und deswegen ist das alles auch nicht weiter schlimm.
Weil ich aber keine Musik höre, kaufe ich auch keine, weder im Netz, noch auf CD und deswegen kenne ich mich in der Materie nicht wirklich aus. Ich habe aber ein paar Dinge mitbekommen, die mich doch sehr wundern.
Da gibt es zum Beispiel den neuen MP3 Player von Microsoft (unter anderem in der Trendfarbe "Braun"), der mit dem Wort "Social" beworben wird. In der Tat ist es auch möglich, Musik-Dateien über Funk von einem Player zum andern zu übertragen. Das finde ich sehr sozial. Der Empfänger der Datei darf diese aber nur drei Mal anhören oder nur drei Tage behalten. Er darf sie auch nicht weiterschicken. Und, ach ja, das weiterschicken von Dateien funktioniert nur zwischen Playern der gleichen Bauart. Dafür funktioniert der Mechanismus aber völlig unabhängig von der Rechtesituation.
Wenn ich mir also selbst einen Superhit ausgedacht habe und den auf meinen Player aufgenommen habe, dann darf ich den Superhit zu einer Freundin schicken und die darf ihn sich dann maximal 3 Mal innerhalb von drei Tagen anhören. Sie darf den Superhit auch nicht weiterschicken. Ich würde mir aber eigentlich wünschen, dass sie sich den Superhit öfters anhört und allen ihren Freundinnen schickt, denn dadurch würde mein Superhit ja bekannt werden. Geht aber nicht. Irgendwie ziemlich bescheuert. "Social" wäre es aber schon, immerhin müsste ich dann alle Freundinnen persönlich treffen, denen ich meinen Superhit schicken wollte. Und wenn der Hit wirklich so super wäre, dann würden wir uns spätestens alle drei Tage sehen. Ich glaube, so herum wird ein Schuh daraus.
Was mich auch verwundert hat, sind die Abonnementsdienste für Musik. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann bezahle ich regelmässig eine Gebühr und kann mir dafür Musik herunterladen und anhören. Wenn ich aber aufhöre, die Gebühr zu bezahlen, dann kann ich mir auch die Musik nicht mehr anhören. Ich habe die Musik also eigentlich nur gemietet. Wenn ich also aufhöre, zu bezahlen, dann habe ich jede Menge nutzlosen Datenschrott auf meiner Festplatte liegen. Ich glaube, man sollte mal anfangen, den Verantwortlichen den Datenschrott per Mail zurückzuschicken. Meinen Verpackungsmüll kann ich ja auch zurückgeben.
Was ich auch gehört habe, ist, dass, wenn ich eine von mir gekaufte CD in das CD, beziehungsweise DVD Laufwerk einlege, von dieser CD aus dann irgendeine Software bei mir installiert wird, die irgendwas macht, was mir aber keiner so genau erzählt. Wahrscheinlich aus gutem Grund. Wie blöd kann man eigentlich sein und so einen Schrott auch noch Geld bezahlen?
Ist ist wohl auch offensichtlich so, dass die Abspielverbieteformate der unterschiedlichen Vertreiber untereinander nicht kompatibel sind. Wenn ich also erst einen Player von Microsoft hatte und mir dann einen von Apple kaufe, dann kann ich mit der Musik, die ich bis dahin bereits bezahlt und heruntergeladen habe erstmal gar nichts anfangen. Wieder toter Datenmüll auf der Festplatte. Das finde ich auch total lustig.
Das Lustige daran ist, wie bescheuert die Menschen sind, die sowas mit sich machen lassen. Da tut es mir dann auch nicht mehr leid.
Es hat immer eine Zahl von Menschen geben, die die Schutzmechanismen überwunden haben. Mal war das Umgehen einfacher, mal war es schwerer, aber geklappt hat es immer. Wenn die Schutzmechanismen aber dazu führen, dass die Benutzung der Produkte für die Benutzer, die nicht daran herummanipulieren wollen, umständlicher wird, dann läuft da meiner Meinung nach etwas falsch. Die Schlange beisst sich selbst in sämtliche Schwänze. Leute knacken Schutzmechanismen, weil es sie gibt, genau wie andere Leute Kreuzworträtsel lösen. Weil es Leute gibt, die Schutzmechanismen knacken, werden die Schutzmechanismen weiterentwickelt. Neue Arbeit für die Knacker.
Natürlich ist das ganze illegal und darf nicht gemacht werden. Wenn aber das ganze derartig weit getrieben wird, dass die illegalen Versionen viel einfach zu handhaben sind, als die legalen Versionen, dann sollte man mal ein paar Schritte zurück machen und sich die Angelegenheit mal aus einem anderen Blickwinkel anschauen.
Wie gesagt: Ich empfehle, keine Musik mehr zu hören und stattdessen die Podcasts von "Der Tag" anzuhören. Da lernt man auch noch etwas.
Vielleicht höre ich in ein paar Jahren wieder Musik. Vielleicht hat sich dann dieser Eiertanz etwas verändert.
Achso - dann ist heute die Playstation 3 in Amerika auf den Markt gekommen. Angeblich wurden drei Kunden nach dem Kauf überfallen und ihrer Konsole entledigt. Das finde ich erstaunlich wenig. Immerhin ist so ein dünner Spielefreak, nachdem er eine Woche lang in der Kälte vor dem Geschäft ausgeharrt hat, eine leichtes Opfer. Da hilft es ihm auch nichts, wenn er sämtliche Moves aller Tekken-Kämpfer auswendig kann. Im Leben geht eben mancher Schuss daneben. Aber im Videospiel auch.
Das war übrigens gelogen, denn die wurden gar nicht ihrer Konsole beraubt, aber ihrer Habseligkeiten und zwar schon vor dem Kauf. Naja, ob der Kauf noch zustande kam, das ist die Frage, so ohne Habseligkeiten.
Aus unserer Rubik "Hättens Sie's gewusst": Heute: Fish King für den großen Hunger.
Hätten sie gewusst, dass ein Fish King mit 300fach Extra Käse und 100fach Extra Bacon 4585 Gramm wiegt, 16751 Kilokalorien hat und dabei nur 5 Gramm Zucker? Wir finden: Erstaunlich!

Posted by banana at 11:27 EM | Comments (4)
November 15, 2006
Aber wehe, wehe, wenn ich auf die Wende sehe

Kürzlich wurde ich in der Kantine Ohrenzeuge folgendes Wortwechsels. Es gab Hähnchenkeule mit Beilagen. Die Beteiligten waren offenbar Kollegen.
Frau: Ist das hier die Hühnerschlange?
Mann: Erst, seitdem Du drinstehst.1)
Frau: Gut. An der Kasse sage ich dann, der ältere Herr da bezahlt für mich.
Mann: Dann werden die an der Kasse aber nicht wissen, wer gemeint ist.2)
Frau: Doch, doch. Das wissen die dann schon.
Mann: Da gibt es dann mehrere, auf die die Beschreibung zutrifft.3)

Dafür bekommt der Mann zwei Punkte für die lustige erste Antwort (1)). Er bekommt aber wieder zwei Punkte Abzug, weil er es gar nicht witzig gemeint hatte, was die zweite Antwort belegt (2)). Wer das nicht glaubt, der lese nochmal die dritte Antwort, die ihm zehn Punkte einhandelt. Vielleicht hätte er sich besser in die Schlange für die Leberwurst einreihen sollen. Damit schließt der Mann mit -10 Punkten ab. Die Frau bekommt einen Höflichkeitspunkt und einen Bemühungspunkt und einen Tapferkeitspunkt. Es steht also -8 zu 3 und zeigt, dass es nicht nur auf einen guten Angriff, sondern auch auf eine gute Verteidigung ankommt. Ausserdem zeigt es, dass Eitelkeit generell schlecht ist. Und ausserdem scheint mir in diesem Fall sowieso Hopfen und Malz verloren zu sein. Andererseits hilft es mir beim Verständnis von Sendungen, wie "Das perfekte Dinner" und das ist doch eine gute Sache, finde ich. Aber ich schaue mir sowieso lieber Boxen im Fernsehen an, denn da wird Nachschlagen Bestraft und gehört nicht zum Konzept. Das ist mir sympathischer.
Wobei Nachschlagen in diesem Zusammenhang wieder ambiguös ist. Ach und weh, es ist doch wirklich ein Kreuz mit der Sprache. So viele Fettnäpfchen, in die man treten kann. A propos Fettnäpfchen: Die einen erklären mir, der Begriff käme daher, dass man früher immer ein Näpfchen mit Fett neben der Eingangstüre stehen hatte und man damit sein Schuhwerk zwecks Abdichtung eingeschmiert hat, die anderen erzählen mir, dass man früher Würste unter dem Dach aufgehängt hatte, von denen ab und zu Fett auf den Boden tropfte. Da weiss man gar nicht, was man glauben soll. Da kann man nur noch laut seufzen und hoffen, dass es nicht umsonst war.
Dann habe ich heute noch einen Zungenbrecher 2.0 erfunden:
Der Popup-Blocker blockt Popups. Popups blockt der Popup-Blocker.

Posted by banana at 07:21 EM | Comments (2)
November 14, 2006
Wer postet, der rostet

Merkwürdig. Irgendwie wird Eiskunstlauf für mich auch nicht interessanter, wenn er von Leuten dargeboten wird, die das nicht beherrschen. Vielleicht ist da aber auch ein allgemeiner Abstumpfungseffekt eingetreten.
Unlängst baute ich ja ein §§a href="http://www.spackonauten.org/aktuell/archiv/2006_11.html#001717">Raumschiffmodell aus Wurst§§/a> nach, um genauer zu sein, baute ich die Enterprise aus Wurst.
Warum tat ich das? Nun, heute möchte ich Euch den Text eines Liedes präsentieren, den ich vor einiger Zeit geschreiben habe. Ich möchte damit das Problem der Verpflegung auf Weltraumreisen lösen.
Ich habe auch die halbe Musik zu dem Lied komponiert und auf meiner Orgel eingespielt (§§a href="http://www.spackonauten.org/music/enterprise_aus_wurst.mp3">hier klicken§§/a>, mp3, ca. 600kb). Also, die Musik geht erst im Kehrvers los ("Enterprise aus Wurst"). Die Musik für die Strophen davor habe ich mir noch nicht ausgedacht. Singen tu ich auch nicht, weil ich gerade etwas unpässlich bin. Vielleicht findet sich ja ein Producer, der die Nummer gerne kaufen will.
Hier der Text:
Enterprise aus Wurst

Bei Reisen im Weltraum gab es immer Stress mit der Verpflegung
Beim Sternen-Hopping ist man heftigst lange in Bewegung
Wie machen wir das, wie lösen wir denn das Problem?
Des quälenden Kohladampfs, der kommt im Sonnensystem?

Wir bauen ein Raumschiff ganz und gar aus Salami
Wir bauen es groß, dass packen die Kosmonauten nie
Das All ist kalt, da bleibt die Ware lange frisch
Wurst schmeckt gut, ist nahrhaft und aerodynamisch

Enterprise aus Wurst
Immer Proviant an Bord
Enterprise aus Wurst
Fliegt in unsern Träumen fort
Enterprise aus Wurst
Pikel, Pökel, Quietschvergnügt
Enterprise aus Wurst
Hinterm Mars wird abgebiegt

Enterprise aus Wurst
Vegetarier gehn von Bord
Enterprise aus Wurst
Obst ist bei uns ein Fremdwort
Enterprise aus Wurst
Warnungsstufe unnormal
Enterprise aus Wurst
Schießt mit ihrem Wienerstrahl

Enterprise aus Wurst
Füllt den Saitling prächtig aus
Enterprise aus Wurst
Alles hört auf Käptn Klaus
Enterprise aus Wurst
Rufe Basis Sülzkotelett
Enterprise aus Wurst
Gibts auch nur mit halbem Fett

Enterprise aus Wurst
Luftgetrocknet, ist doch klar
Enterprise aus Wurst
Ist noch was vom Presskopf da?
Enterprise aus Wurst
In der allergrößten Not
Enterprise aus Wurst
Schmeckt die Wurst auch ohne Brot

Posted by banana at 06:45 EM | Comments (12)
November 13, 2006
May the farce be with you

Ich esse gerne Lakritze. Leider ist das Lakritzeangebot hierzulande nicht sehr gut. Deshalb hatte ich die Idee, ein Lakritzegeschäft aufzumachen und dort Importware feilzubieten.
Ich erzählte meinen Kollegen davon und machte noch ein paar total lustige Wortwitze.
"Wir können auch einen Lack-Ritz-Shop aufmachen. Dann Ritzen wir was in Lack. Als Firmenspruch nehmen wir dann 'Alles im Lack' oder 'Ist geritzt'".
So Witze mache ich gerne, so total verrückte Dinge, die irgendwie einfach nur "crazy" sind. Einmal habe ich einem gesagt, der ein Manager ist und auch eine Fußpflegemaschine zu verkaufen hatte, er kann ja ein Schild an seine Bürotür machen, wo draufsteht "Manager und Fusspflege". Das fand ich auch witzig. Das ist eine kleine Variation des alten "Wein und Kohlen" Witzes aus dem Asterixbuch "Asterix und der Avernerschild". Ja, es heisst "der Schild", es gibt auch "das Schild", aber das ist etwas anderes. Es heisst auch "der Torpedo". Bei "email" ist man sich da nicht so sicher. Nicht, ob man "der die das" sagt und nicht, wie man das eigentlich schreibt. Eigentlich heisst es "das Email", aber dann ist was anderes gemeint. Das kann man auch "Emaille" schreiben, dann wir des klarer. Wobei nicht das Zeug selbst klarer wird, sondern nur die Verwirrung. Wie kann denn bitteschön eine Verwirrung klarer werden? Setzen, sechs!
Das ist auch so ein Spruch "setzen, sechs". Das ist nicht mehr zeitgemäß, weil man nicht mehr aufstehen muss, wenn man in der Penne dem Pauker was sagt. Ausserdem wird der Pauker heutzutage sofort verklagt, wenn er jemandem eine Sechs gibt, weil er damit einen dicken Strich durch die rosige Zukunft macht. Oh tempora oh mores!
Noch eine kleine Randbemerkung zum Thema sechs. Bei uns klingt die Zahl Sechs so wie der Sex, trotzdem ist das aber nicht die Glückszahl. Weil nämlich in Japan, da klingt die Zahl Vier so, wie "Tod" ("chi"), deswegen ist es da die Unglückszahl. Es gibt da im Hotel kein Zimmer Nummer Vier und sowas. Deswegen gibt es auch zwei Worte für die Zahl Vier. Eines, dass wie Tod klingt und eines, dass nicht wie Tod klingt. Die Todesversion ist aber die offizielle. Ja, ich lese gerade ein Buch über Japan. Ja, mit großem Interesse! Es gibt auch Sprachen, da klingt die Acht wie "Otto". Das ist auch lustig, finde ich. Das wäre so, als würde bei uns die Sieben wie Juan klingen. Eigentlich kaum vorstellbar in der heutigen Zeit.
Es war aber trotzdem nicht so ganz hundert Pro richtig, was ich da über die Vier geschreiben habe. Was war falsch? Finde es selbst heraus und gewinne einen schönen Preis! Aber den Preis musst Du schon woanders gewinnen, weil ich vergebe keine Preise.
Da fällt mir ein, dass das ja auch so ein Nachteil sein kann, von der Globalisierung, wenn man ein Hotel hat. Weil nämlich jedes Land seine eigene Unglückszahl hat (Beispiel zur Güte: 4 und 13, es sind aber auch andere Unglückzahlen vorstellbar). Wenn man aber dann keine Zimmer haben will, die eine Unglückszahl sind, dann hat man irgendwann überhaupt keine Zimmer mehr und das wäre ja schlecht für ein Hotel! Oder man muss so Zimmernummern haben, die sechs Billiarden (6.000.000.000.000) heissen und dann würde der Schlüssel mit dem Schlüsselanhänger riesengroß werden. Naja, die sind ja ohnehin schon riesengroß. Uff, Problemchen erkann, Problemchem gebannt.
Gebannt?
Gut ist auch der Film "Walace und Gromit", wo der Pinguin sich mit einem Handschuh auf dem Kopf als Huhn verkleidet und alle drauf reinfallen.
Naja, die Sache mit dem "Lack-ritz" ist jetzt nicht so witzig, aber schließlich ist nur Atze Schröder immer witzig. Und die andere, die immer die Kassiererin im Supermarkt gespielt hat, bei der immer die Nase verstopft ist. Ich glaube, die hat Polypen. Eventuell sogar Nasenpolypen. Bei mir dachte man auch mal, ich hätte Polypen, weil meine Nase immer verstopft war. Dann fand man aber heraus, dass es nur eine Stauballergie war. Das war ein bisschen Glück, denn Allergien waren damals gerade erst erfunden worden. Und ausserdem musste ich dann nicht mehr selbst staubwischen. Nasenpolypen heissen übrigens auch Polyposis nasi. Das stimmt jetzt echt und hat nichts mit Nasi Goreng zu tun. Es stimmt auch nicht, dass es ein Reisgericht mit Kanninchen gibt, dass Hasi Goreng heisst. Ausser, es erfindet noch jemand. Dann gibt es das auch. Denn in der Fantasie geht alles (Helmut Körschgen).
Und ausserdem finde ich, man sollte nicht mit dem Spruch "hier stimmt der Preis" werben, da man dann der Konkurrenz unterstellt, dass bei ihr der Preis nicht stimmen würde und das ist nicht fair! Obwohl, es kann ja auch zum Vorteil vom Kunden sein, wenn der Preis nicht stimmt, wenn zum Beispiel auf einem Rennporsche draufklebt, dass er nur tausend Euro kostet. Dann stimmt auch der Preis nicht, aber das ist ja gut. (Für den Kunde). Das wäre dann ein typischer Fall von "hier stimmt der Preis nicht" wo es gut wäre. (Für den Kunde). Für den Verkäufer nicht, denn der macht ja dann Minus. ("unterm Strich").
Und ausserdem musste ich total lachen, bei dem Witzbild auf der Homepage vom Spiegel, wo das Eichhörnchen in der Bar "Haben sie Nussaft?" fragt. Das ist so lustig und niedlich, kurz und knapp und "auf Deutsch gesagt" - einfach nur "genial". Weil, es gibt ja gar keinen Nussaft, sondern nur Nussöl. Zum Beispiel aus Tirol. Das Witzbild erinnert mich an die Häschen Witze, die im letzten Jahrhundert eine Zeitlang sehr populär waren. Da fragte das Häschen oft "Hattu Mörchen". Das finde ich aber nicht so lustig, wie das mit dem Nussaft. Vielleicht hat sich der Witz einfach abgegriffen, weil man ihn so oft schon vernahm. Ich meine jetzt den mit dem Häschen. Ausserdem soll man sich nicht lustig machen über Leute mit Sprachfehler. Aber einen Witz finde ich auch noch lustig, der geht so "". Das finde ich lustig. Obwohl - es kommt auch ein Hase vor aber nur als Teil vom Witz und nicht als Person. Dabei weiss ich gar nicht, wie jemand mit Hasenscharte spricht und dabei soll man darüber auch keine Witze machen. Und ausserdem kann ein Uhu gar keine Hasenscharte haben, denn er hat ja keinen Mund, sondern einen Schnabel und das schließt sich gegenseitig ja nunmal aus. Eigentlich finde ich es nicht lustig. Hiermit erkläre ich, dass ich diesen Witz nicht lustig finde! Ich finde ihn sogar geschmacklos und werde ihn jetzt löschen.
*lösch*
So, gelöscht. Das ist auch lustig, dass man immer so Sachen in Sternchen schreibt, so *grins* und sowas und *spekulier*. Aber auch nicht so lustig, wie das mit dem Nussaft. Das mit dem Nussaft war schon das Beste, finde ich. Das ist nunmal meine Meinung, dazu stehe ich auch und das muss man auch respektieren.
Die Herstellungsweise von Öl und Saft ist aber eigentlich ziemlich ähnlich, man drückt etwas aus. Somit ist Öl eigentlich doch Saft und Saft ist Öl.
Walnussöl passt zum Beispiel sehr gut zu Feldsalat. Eine Variation des Witzes wäre, wenn eine Fledermaus an der Bar steht und fragt "Haben sie Menschensaft". Kommt aber nicht so witzig rüber, irgendwie. Deswegen mache ich ja auch keine Witze auf der Homepage vom Spiegel, sondern nur hier, in der Allee der Spackonauten. Es ist nicht der Arsch der Welt, aber man kann ihn von hier aus sehr gut sehen.
Heute war der Tag des wiederverwerteten Witzes.
Jetzt habe ich mich grade verschrieben, ich habe "Sackonauten" geschrieben. Ist auch witzig. Aber das mit dem Nussaft ist noch einen Tick witziger.

Posted by banana at 05:02 EM | Comments (17)
November 08, 2006
Glide by the people as they stop to look and stare

Jetzt mal ehrlich - einen Schritt zurückgetreten und das Käsebrötchen beiseite gelegt (ich finde übrigens, dass das Käsebrötchen der Klassiker unter den Brötchen ist, aber das nur am Rande) - ist es nicht ein bisschen unfair, dass man "Mutter Natur" sagt und "Vater Staat"? Immerhin hat die Natur ein Super-Image (z.B. Wälder, Flüsse, Berge), aber der Staat hat gar kein gutes Image (z.B. Steuern, Abgaben, Ebbe im Portemonnaie). Weswegen muss die Natur da mit "Mutter" (ganz klar weiblich) und der Staat mit "Vater" (eindeutig männlich) bezeichnet werden? Ich finde das nicht so richtig gut, weil ich finde das ein Stück weit ungerecht.
Bei den Hochs und bei den Tiefs gab es diese geschlechtliche Tieflage auch schonmal. Bis 1998 wurden Tiefdruckgebiete mit weiblichen und Hochdruckgebiete mit männlichen Namen bezeichnet. Das war auch ungerecht, weil Tiefs ein negatives Image (Regen, Wind, Stürme, Kälte) haben und Hochs ein positives Image (Sonne, Wärme, andere gute Sachen). Das wurde dann auch korrigiert: Seit 1998 wechseln sich die männlichen und die weiblichen Namen für die Hochs und Tief im Jahresrhythmus ab. Das finde ich super! Das ist gerecht.
Warum soll das nicht auch mit Mutter Natur und Vater Staat gehen? Könnten wir nicht im nächsten Jahr "Mutter Staat" und "Vater Natur" sagen? Das würde mir Linderung verschaffen, denn ich fühle mich schon ein bisschen schlecht bei der ganzen Geschichte.
Wenn man das machen könnte, dann würde ich sogar großzügigerweise darüber hinwegsehen, dass ich mich bei dem Begriff "Vater Natur" auch ein bisschen übergangen fühle, denn schließlich habe ich keine Kinder. Aber ich will nicht päpstlicher sein, als der Papst, denn eine generische Formulierung, wie "männliches Lebewesen Staat", lässt in Sachen Griffigkeit wirklich sehr zu wünschen übrig (siehe "Dem Deutschen Volke" vs. "Der Deutschen Bevölkerung"). Die Wahl dererlei Begriffe stellt eine Gratwanderung dar, die einiges an Fingerspitzengefühl erfordert. Nach sorgfältigem Abwägen scheint mir ein järhlicher Wechsel zwischen "Vater Staat" und "Mutter Staat" bezeihungsweilse "Mutter Natur" und "Vater Natur" am geeignetsten zu sein.
Achtung! Ab jetzt wird es ein bisschen verrückt! Für Hochs und Tief kann man gegen ein Entgeld Patenschaften übernehmen, das heisst, man bezahl etwas Geld an die Freie Universität Berlin und die geben dann dann einem Hoch oder einem Tief den Namen der Wahl. Natürlich muss das Geschlecht stimmen und die alphabetische Reihenfolge eingehalten werden.
Wäre das nicht auch ein Modell, dass man für den Staat und die Natur anwenden könnte? Natürlich würde die Patenschaft für den Staat oder für die Natur etwas mehr kosten, als die Patenschaft für ein Hoch oder ein Tief.
Im Jahr 2007 hiesse dann die Natur zum Beispiel Dieter und der Staat Gaby.
Natürlich müsste man - wie auch bei Hochs und Tiefs - Familiennamen, sowie Firmennamen streng ausschließen. Aber die wären ja sowieso nicht möglich, weil sie nicht weiblich oder männlich sind. So ein Firmenname für den Staat, das würde nicht gut ankommen, schätze ich mal.
Das wäre doch ein schönes Mittel, um die Staatskasse ein bisschen aufzubessern. Man konnte darüber hinaus auch noch Abmahnungen und Bußgelder verhängen, wenn jemand da Fehler macht. Das würde noch mehr Geld locker machen. Wenn die Natur dann zum Beispiel "Condoleezza" heisst, aber jemand schreibt nur "Condoleza", dann müsste der natürlich sofort in die Steinzeit zurückgeklagt und abgemahnt werden, dass ist ja wohl klar.
Die meisten guten Ideen liegen auf der Straße, man muss sie nur aufheben.

Posted by banana at 05:20 EM | Comments (11)
November 07, 2006
The wurst Roller Coaster I ever rode?!

Als ich gestern im Bett lag, ist mir klar geworden, dass wir alle schlechte Verlierer sind. Wir haben nur unterschiedliche Schwellenwerte, bis zu denen es uns egal ist, wenn wir verlieren.
Wenn das so ist, dann gibt es also keine guten Verlierer. Dann gibt es nur Dinge, die uns nicht wichtig genug waren. Das ist eigentlich blöd, denn das macht aus einem erstrebenswerten Lebensziel gleichgültiges Arschlochtum. Pack einen guten Verlierer bei den Eiern und sage Deinem Menschenbild zum Abschied leise Servus.
Das klingt natürlich wieder negativ, weil man uns eingetrichtert hat, dass man ein guter Verlierer sein muss. Man hat uns vor das Mensch ärgere Dich nicht Brett gesetzt und uns so lange rausgeschmissen, bis wir schließlich keine Lust mehr hatten. Und wenn wir dann sauer wurden und geheult haben, dann hat man uns erzählt, wir seien schlechte Verlierer. Natürlich wollten wir gewinnen. Natürlich wollten wir es sein, der die Spielfiguren der anderen mit einem großspurigen Schwung vom Spielfeld fegt. Natürlich waren wir es aber immer, die zurück in den kleinen Viererkreis mussten, aus dem man nur mit einer sechs ausbrechen konnte.
Das war aber nicht so. Wir waren nicht die, die immer verloren haben, denn rein statistisch verliert jeder genau gleich viel. Das erzählen einem dann Leute, die von vornherein aufs falsche Pferd setzen. Sie wollen nämlich glauben, dass die Ausgleichende Gerechtigkeit statistisch belegbar ist. Wenn alle gleich viel Pech haben, dann haben zwar alle Pech, aber wenigstens alle gleich viel.
Selbstverständlich hat man jedoch selbst immer mehr Pech, als die anderen. Frage doch mal jemanden, der wird dir das gerne bestätigen. Ausserdem will ich nicht genau so wenig Glück haben, wie die anderen, sondern ich will mehr Glück haben als die anderen, da ist mir auch die Statistik egal.
Wirklich entspannt vor dem Brettspiel sitzen wir erst, wenn wir verstanden haben, dass es sich da nur um kleine Holzfiguren handelt, die nach willkürlich festgelegten Regeln über das Brett geschoben werden und dass der Ausgang des Spieles auf unser Leben keine bemerkbare Auswirkung hat. Die einen denken dann, man sei ein guter Verlierer, die anderen wissen, dass einem die Sache einfach kalt lässt, weil sie so winzig ist.
Setze ein paar hundert Scheine auf Sieg und schon sieht die Sache anders aus. Das meinte ich mit den Schwellenwerten, von denen ich eingangs sprach.
Ist es nun schlecht, wenn man ein schlechter Verlierer ist? Ja, natürlich! Aber wenn man ein guter Verlierer ist, dann ist das auch nicht gut.

Posted by banana at 06:34 EM | Comments (3)
November 06, 2006
Du kriegst die Tür nicht zu?

Viele Fragen quälen mich: Was ist der Mensch im Wechselspiel der Zeit? Was stand im Testament von Dr. Mabuse? Wer kauft die in Folie eingeschweissten halben Hähnchen im Supermarkt?
Ich weiss keine Antworten darauf.
Im Endeffekt ist es ja auch egal. Im Endeffekt ist ja alles egal, denn der Endeffekt ist der Effekt, den es am Ende hat und der ist nunmal keiner, weil am Ende sowieso alles zu Ende ist. Letztendlich gibt es keine objektive Wahrheit. Alles hängt immer irgendwie vom eigenen Standpunkt ab. Wenn ich zum Beispiel unterschreibe, dass ich damit einverstanden bin, dass mir telefonisch interessante Angebote unterbreitet werden, dann kann ich davon ausgehen, dass ich eine andere Vorstellung davon habe, was ein "interessantes Angebot" ist, als diejenigen, die mir das Angebot machen werden. Eigentlich müssten sie schreiben "Ich bin damit einverstanden, dass mir für den Anbieter interessante Angebote unterbreitet werden", aber dann würden das ja noch weniger Leute unterschreiben, als es ohnehin schon tun. Ausserdem habe ich sowieso den Eindruck, dass es den Leuten ziemlich egal ist, ob ich damit einverstanden bin, dass sie mir "interessante Angebote" unterbreiten. Sie machen es sowieso. Vielleicht sollte mal einer das Image der interessanten Angebote etwas aufpolieren, indem er wirklich interessante Angebote unterbreitet. Mir schweben da Neuwagen für einen Apfel und ein Ei vor oder Unterhaltungselektronik für ein Butterbrot. Aber das würde wahrscheinlich auch nichts werden, denn die Leute würden dann so lange nach dem Haken suchen, bis dem anderen die Lust am interessanten Anbieten vergangen ist.
Und das ist auch gut so!
Aber ein kleines Bisschen Antwort auf die Frage, was der Mensch im Wechselspiel der Zeit ist, zeigt schon die Herangehensweise an den Begriff "interessantes Angebot", denn ein interessantes Angebot ist automatisch ein lohnendes Angebot. Fragt mich aber jemand, wie ich das Essen fand und ich antworte "interessant", meine ich ganz bestimmt nicht, dass es lohnend war. Riefe mich aber jemand an und sagt "Wenn sie ein ganzes Pfund Butter in einer Minute essen, dann werde ich mich morgen nur mit Schwimmflügeln und etwas Cowboy-Schminke bekleidet auf die Zeil stellen und aus der Originalausgabe von Lurchie" vorlesen, dann könnte man das mit Fug und Recht als interessantes Angebot bezeichnen. Ich würde aber trotzdem nicht darauf eingehen.
Wir sehen also - alles ist egal. Oder wie wir Hessen sagen - Egal ist ein Handkäs, der stinkt von allen Seiten.

Posted by banana at 05:31 EM | Comments (11)
November 04, 2006
Pimp your Party

Modern und lecker:
Raumschiff Enterprise aus Wurst.
§§a href="http://www.spackonauten.org/images/enterprise_aus_wurst_gross.jpg" target="_blank">§§/a>

Posted by banana at 06:05 EM | Comments (16)
November 03, 2006
Es gibt Tage, da fällt einem einfach keine Überschrift ein

Manchmal ist man wirklich gestraft, wenn man anderen Leuten einen Gefallen tut. Damit meine ich nicht den Gefallen an sich, denn der ist meistens gar nicht so schlimm und schließlich fühlt es sich doch ein kleines bisschen wie ein kleiner Schmuser an der Knopse des Daseins an, wenn wir anderen Menschen einen Gefallen tun können.
Problematisch wird es erst hinterher. Dann haben die anderen Menschen nämlich das Gefühl, sie müssten sich bedanken. Und dieser Dank kann grausam sein.
Die Sache mit dem "Sich für Gefallen bedanken" scheint je nach Land sehr unterschiedlich gehandhabt zu werden. Man kennt ja das "you owe me a favour" aus Amerikanischen Filmen. Da hat man dann sozusagen ein Minus auf dem Gefallenkonto und Gläubiger hat ein gutes Gedächtnis und kein Problem damit, den Gefallen zu gegebener Zeit auch einzufordern. Dabei scheint es mir so zu sein, als ob sich die Gefallen in etwa auswiegen und das Einlösen des Gefallens scheint absolute Ehrensache zu sein. Die Japaner kennen sowas auch, allerdings fordert da nicht der Gefallensgläubiger einen Gegengefallen ein, sondern derjenige, dem der Gefallen getan wurde ist bemüht, sein Saldo so schnell wie möglich auszugleichen.
Bei uns scheint das relativ stark abhängig vom Alter zu sein und man kann verdammt froh sein, wenn man nicht zu der Generation gehört, die denkt, man könnte sich für Gefallen mit Geschenken bedanken.
An sich sind Geschenke ja was Feines. Vor allem Geld finde ich als Geschenk sehr gut geeignet - man kann es praktisch unbegrenzt aufheben, wobei es nur relativ langsam an Wert verliert, es ist kompakt und man kann es gegen ziemlich viele andere Dinge eintauschen. Schokolade geht eigentlich auch immer. Problematischer sind Deodorant, Duschgel und Doppelherz.
Die Geschenke, mit denen sich Menschen für getane Gefallen bedanken sind aber eine Klasse für sich. Ich glaube, es sind gar keine Geschenke, sondern stellen eher Wanderpokale dar, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass jemals eines dieser Objekte jemals dauerhaft ein zu Hause finden wird. Zumindest nicht an einer Stelle, an der man es sehen kann.
In Wahrheit sind es nämlich Totems, die dem Kult nach die Schuld in der man steht von einem Menschen nehmen. Das Geschenk ist also eine Option für die Zukunft. "Hier, nimm diesen Totem und wenn Du irgendwann in die Lage kommen wirst, dass dir jemand einen Gefallen getan hat und Du in seiner Schuld stehst, dann gib ihm diesen Totem. Er wird Deine Schuld mit sich nehmen und ihr seid quitt".
Wenn man in diesen Kult nicht eingeweiht ist, dann könnte man tatsächlich Denken, das Ding sei nur ein potthässliches Schreibset, ein Sammelteller oder eine Schachtel Weinbrandpralinen auf Alkoholentzug, aber natürlich ist es viel mehr. Oder hattet Ihr etwa ernsthaft geglaubt, eure freundliche aber gebrechliche Nachbarin wollte sich mit einem in spröde Zelofanfolie eingeschlagenen Herrenset, 3teilig dafür bedanken, dass ihr sie an Eurem freien Tag 50 Kilometer weit zu ihrem hinfälligen Lebensabendsgefährten in die Klinik gefahren habt? Nein! Sie gibt euch einen Zaubergegenstand, der erst dann seine Kraft erfüllt, wenn ihr ihn weitergebt.
Wenn man nicht eingeweiht ist, dann ist das doppelt fatal, denn einerseits denkt man dann, dass der andere nur seinen Schrott abladen wollte und andererseits unterbricht man dann die Kette, weil der Totem seiner Bestimmung, nämlich den Menschen die Schuld zu stehlen, nicht mehr zugeführt werden kann.
Eingeweihte wundern sich nicht. Sie nehmen den Totem an, lächeln ehrlich und voller Dankbarkeit dafür, dass sie sich demnächst wieder von einem geleisteten Gefallen reinwaschen können.

Posted by banana at 06:18 EM | Comments (0)
November 01, 2006
The green, green glas of home

Neu in den Charts: Der kleine Gustav (18) singt:
Das war ein echt versoffner Sommer
Ein Sommer in dem ich selten nüchtern war
Ja - mit Führerschein von Juni bis September
Und mit Termin für die MPU im nächsten Jahr

Ok. Ich mag Halloween eigentlich auch überhaupt nicht. Eigentlich fände ich es ok, weil es für Kinder ist und die sich ja gerne verkleiden und sich von mir aus auch verkleiden sollen und ausserdem finde ich es besser, wenn Leute als Zombies und Hexen rumlaufen, als wenn sie sich gegenseitig Orden verleihen und total närrisch sind, weil sie sich eine Narrenkappe auf den Kopf gesetzt haben.
Das schlimme an Halloween ist aber, dass die blöden Kinder meinen, sie müssten an allen Türen klingeln. Wenn das nicht wäre dann wäre Halloween total in Ordnung. Dann sollte man auch von mir aus Fasching abschaffen und dafür Halloween veranstalten.
Aber alle Karnevalsfreunde können sich freuen, es gibt nämlich den Bund Deutscher Karneval und der findet Halloween auch gar nicht gut. Er droht nämlich damit, Vereinen, die Mitglied im Bund Deutscher Karneval sind und die ausserhalb der Karnevalssaison als Hästrager mit Holzmasken unter dem Namen ihres Karnvalsvereines auftreten mit Abmahnungen, weil sie die Tradition untergraben.
So ist das nämlich im Karneval. Das ist nämlich gar nicht lustig. Das ist nämlich Tradition.
Naja, sehe ich auch irgendwie ein, denn Tradition muss sein. Somit kann man Halloween ja auch gar nicht mit dem Karneval vergleichen. Karneval hat den Vorteil, dass ich ihn nur im Fernsehen mitbekommen und er nicht bei mir an der Tür klingelt. Und im Fernsehen kann man umschalten.
Scheint grade sehr beliebt zu sein, dieses Abmahnen.
Zum Beispiel auch, wenn die Sendung "Frauentausch" kommt. Ich finde die Sendung nicht interessant, weswegen ich sie mir noch nie richtig angeschaut habe, aber ich habe da eine Idee: Man sollte mal eine Sendung "Autotausch" machen. Das funktioniert so: Zwei Familien tauschen ihre Autos für ein paar Wochen. Dabei wäre dann nicht die Tauschphase an sich interessant, sondern eher, was so nach der Tauschphase abläuft. So mit Untersuchungen, Drohungen, Auseinandersetzungen und so weiter. Das wäre bestimmt kontrovers.
Wie? Die da mitmachen haben gar kein Auto?
Naja, dann würde das natürlich nicht funktionieren. Schade eigentlich. Hatte mich schon gefragt, warum noch niemand vor mir auf die Idee gekommen ist.

Posted by banana at 06:20 EM | Comments (5)
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