Juli 31, 2006
You think you are a movie

Heute morgen las ich, dass Wissenschaftler herausgefunden haben, dass schöne Eltern eher Mädchen bekommen, als Jungen.
Das ist wiedermal so eine Information, mit der ich nichts anfangen kann, die mich aber über alle Maßen verwirrt.
Diese Untersuchung wirft bei mir nämlich sofort eine Menge Fragen auf, da kann ich gar nichts machen. Uuforderst natürlich die Frage "Ja, wer macht denn solche Untersuchungen?", dann die Frage "Bekommen die für solche Untersuchungen auch noch Geld?" und gleich gefolgt von der Frage "Sind das eventuell meine Steuergelder, die für so einen Scheiss ausgegeben werden? Die könnte man mir doch auch gleich einfach auszahlen, ganz unbürokratisch, ich bin da gar nicht so." und dann frage ich mich, wo ich mich bewerben muss, weil ich mir auch schon eine ganze Menge dufter Untersuchungen ausgedacht habe.
Dann fällt mir gleich ein, dass man die Redensart "andere Mütter haben auch schöne Töchter" ja sofort umändern muss in "andere schöne Mütter haben auch Töchter" und das klingt dann wieder so hoffnungslos, dass ich ein paar Tränchen runterschlucken muss, bevor sie mir verräterisch über die Apfelbäckchen kullern, denn ich habe sehr nah am Wasser gebaut und die Schiffer hat die Hosen hochgekrempelt.
Tut mir leid, so bin ich eben, dafür kann ich nichts. Ihr könnte ja woanders hinschauen, wenn euch das nicht passt. Der Mensch unterscheidet sich eben auch durch das Mitgefühl von den Tieren. Wenn man also so durch die Wüste zieht, mit der Wandergruppe und dann kommt ein Löwe und der reisst dann den dicken Walter, weil der trotz kompletter Funktionsausrüstung nicht so schnell durch die Wüste sausen kann, dann denkt man als Mensch "Och, der arme Walter!", während man als Gnu vielleicht nur denken würde "Wo kriege ich was zu beissen?" Aber wer weiss das schon, schließlich können Gnus ja nicht reden. Vielleicht haben die auch total viel Mitgefühl und können das nur nicht zeigen. Da frage ich mich doch, wer so Untersuchungen macht, bei denen dann rauskommt, dass Tiere kein Mitgefühl zeigen können.
Aber zurück zu den Mädchen und den Jungen. Dass schöne Eltern eher Mädchen bekommen, als weniger schöne Eltern heisst nicht unbedingt, dass die Eltern von Mädchen auch schöner sind, als die Eltern von Jungen. Also, ich kenne da Frauen, die haben Eltern, denen möchte ich nicht im Dunkeln begegnen.
Das hat wahrscheinlich jetzt alles mit gekränkter Eitelkeit zu tun, weil ich nunmal ein Mann (Ex-Junge) bin. Und wenn mir dann so ein Wissenschaftler sagt, dass meine Eltern hässlicher waren, als zum Beispiel die Eltern von Angela Merkel, dann muss ich erstmal etwas schmollen und mit feuchtem Schlick werfen.
Andererseits sagt die Studie ja überhaupt nichts über die Schönheit der Kinder aus. Sie sagt nur, dass Mädchen tendenziell schönere Eltern haben, als Jungs. Über die Mädchen und die Jungs selbst sagt das ja gar nichts aus. Wenn man allerdings viele Kinder hat und alles sind Jungs, dann wirft das natürlich kein gutes Licht auf einen. Aber man kann das ja immer noch auf den Partner schieben. Aber - wenn man dem Partner unterstellt, er sei daran schuld, dass man nur Jungs erzeugt, denn er sei ja hässlich, wie die Nacht, dann wirft das auf jeden Fall auch ein schlechtes Licht auf einen selbst. Warum hat man sich denn mit so einer Ausgeburt überhaupt zusammengetan? Warum hat man sich denn so meilenweit unter Wert verkauft? Dann kann man sagen "Hätte ich damals mit der Babsi was angefangen, dann hätte ich heute 5 Töchter und nicht 4 Jungs!". Aber die meisten Leute wollen ja eigentlich auch nur Jungs haben.
Das würde dann also heissen, dass man sich einen möglichst hässlichen Partner suchen sollte, wenn man männliche Nachkommen will.
Aha. Jetzt bricht der Schelf durch. Daher weht der Wind. Das ist doch ein abgekartetes Spiel!
Die Wissenschaftler sind selbst sind total hässlich und bekommen keine ab, weil sie den ganzen Tag nur am rumforschen sind und jetzt wollen sie den Frauen einreden, dass ein hässlicher Partner der Garant für kleine Jungs ist. Haha. Die denken wohl, die Leute sind total blöd.
Was natürlich die Frage aufwirft, ob die Wissenschaftler denken, dass schöne Leute auch gleich blöd sein müssen. Man sollte dazu mal eine Studie in Auftrag geben.

Posted by banana at 06:33 EM | Comments (20)
Juli 27, 2006
Bitte beachten sie unsere besonderen Aktionen

Heute gibt es wieder was zu hören. Diesmal habe ich meiner Nachbarin geholfen. §§a href="http://www.spackonauten.org/music/ich_und_der_hamster.mp3">Hier§§/a> gibt es die Datei (mp3, 3mb, 5:05min).

Posted by banana at 09:45 EM | Comments (16)
Juli 25, 2006
Men have named you

Am Sonntag besprang mich ein Plan: Ich wollte mein bestehendes Handtuchsortiment loswerden und komplett durch ein komplett weisses ersetzen.
Ich habe mittlerweile ein Stadium erreicht, in dem ich der Meinung bin, dass es durchaus erstrebenswert ist, nur weisse Handtücher zu besitzen und zwar einfach nur weisse Handtücher, ohne bescheuerte Aufdrucke, Stickereien, Bordüren oder sonstwelche Verunstaltungen.
Hat man ersteinmal diese Stufe der Erkenntnis erreicht, so ist man mit dem bunten Sammelsurium von Frotteelappen, mit dem man sich bis dato abgetrocknet und eingewickelt hat, einfach nicht mehr zufrieden. Es gibt einfach kein zurück mehr.
Dementsprechend unruhig schlief ich auch in der Nacht von Sonntag auf Samstag. Ich schlief wie jemand, der den Point of ne return überschritten hatte. It's taken me a while to learn - I'm at the point of no return.
Gestern dann, am Montag, begab ich mich gleich nach der Arbeit in ein großes Möbelgeschäft. Eigentlich ist das kein Möbelgeschäft, sondern eine ganze Stadt, die aber aufgrund eines Planungsfehlers nur ein Zimmer pro Etage hat. Deswegen wollte da keiner einziehen und jetzt verkaufen sie die Sachen eben.
Ich hatte auch bald das Viertel mit den Handtüchern gefunden. Natürlich nennen sie es da nicht Handtücher, sondern irgendwie anders, ich glaube Frottierwaren oder Heimtextilien oder so. Ich frage mich immer, was an der Bezeichnung "Handtücher" eigentlich so falsch ist. Wahrscheinlich hat dann irgendsoein superschlauer Abteilungsleiter, der der Bestimmtung nach eigentlich erster Ziegenhirte in den Westalpen werden sollte gesagt "Handtücher ist aber eine schrecklich ungenaue Bezeichnung, schließlich benutzt man sie ja nicht nur für die Hände" und dann hat eine andere gesagt, die gerne die Frau vom Superschlauen gewesen wäre, aber nicht, wenn er Ziegenhirte in den Westalpen geworden wäre, sondern in seiner aktuellen Daherwatschelform mit einer Brille von Designern, die besser Fachkraft für verwischende Bauernmalerei auf einem sehr, sehr, sehr, sehr, sehr entlegenen und sehr, sehr, sehr, sehr einsamen Hof im Hochschwarzwald geworden wären und einer Krawatte mit aufgedruckten Sachen drauf, die man niemals nicht auf eine Krawatte drucken sollte, "und Tücher sind das ja eigentlich auch nicht, weil Tücher legt man sich ja um den Hals und steckt eine Brosche drauf".
Und so weiter. Irgendwann kam dann jemand mit dem Begriff Heimtextilie und der Superschlaue hat den Witz nicht kapiert und zack! stand es schon auf dem Wegweiser (Nur noch 5.4km bis zu den Heimtextilien).
Das ist das Problem mit Begriffen, wie "Handtuch". Jeder versteht sie und meint, man müsste daran rumändern. Jeder eben nach seiner Kompetenz. Die Leute von der Teppichabteilung hatten es da einfacher.
Deswegen werden wahrscheinlich so viele Englische Begriffe benutzt, damit nicht die Schar der Idioten anfängt, an ihnen rumzumeckern, weil sie erstmal vier Wochen mit der korrekten Schreibweise beschäftigt sind und sie dann, wenn sie es endlich können, so froh sind, dass sie ans Ändern gar nicht mehr denken mögen.
Auf jeden Fall streifte ich ungefähr eine halbe Stunde in der Handtuchabteilung hin und her und konnte mich nicht entscheiden. So schwierig hatte ich mir die Auswahl von weissen Handtüchern nicht vorgestellt. Nach gewisser Zeit schwankte ich nur noch zwischen neutralen, komplett weissen Handtüchern im Supersonderangebot und komplett weissen Handtüchern mit protzigem aufgestickten Firmenschriftzug ohne Sonderangebot hin und her und es brauchte zwei Spaziergänge durch die Allee der Bettüberwürfe, bis ich mich für die Variante ohne protzige Bestickungen entschieden hatte.
An der Kasse wurde ich auch gleich zu meiner Wahl beglückwünscht, denn es handele sich um sehr gute Qualität, die auch Trocknergeeignet sei und sich wasche, wie ein Tropfen Wasser.
Den Rest des Abends war ich dann damit beschäftig, darüber nachzudenken, wie sich ein Tropfen Wasser wäscht. Zu einer Lösung bin ich aber nicht gekommen.
Die Handtücher machen sich aber ganz hervorragend in meinem Handtuchregal. Ich werde aber trotzdem noch ein paar mit protziger Firmenbestickung kaufen. Natürlich auch komplett in weiss. Etwas Auswahl sollte ja immer sein.

Posted by banana at 06:57 EM | Comments (19)
Juli 24, 2006
He was killed by a celular phone explosion

Aus: Gespräche mit banana. Heute: Der Umzug.
bna: Uff! Ich habe heute drei Flaschen Wasser getrunken und war nicht einmal auf dem Klo. Das ist ein Wunder.
mm: Das ist das Wunder der körperlichen Arbeit.

So, it Feenfeder Märchen ist jetzt erstmal genug, aber nachdem ich die Geschichte von The Pig and the Box gelesen hatte, musste ich einfach mal etwas gegen Raubkopierer und für die Musikindustrie schreiben. Was macht man nicht alles, wenn man Geld dafür bekommt.
Was kann ich noch?
Achso, ja. Ich finde, man sollte die Redewendung "an der Tagesordnung" viel häufiger verwenden. Blöd ist es halt, dass man sie nur so selten verwenden kann. Wenn man etwas sagt, dann sollte man sich aber vorher immer überlegen, ob man die Geschichte micht der Tagesordnung da nicht unterbringen könnte und wenn ja, dann sollte man das unbedingt tun.
Auf der anderen Seite finde ich, man sollte die Redewendung "den Spieß umdrehen" viel seltener benutzen, weil sie nicht mehr in die heutige Zeit passt und daher in den Köpfen der Menschen völlig falsche Bilder hervorruft.
Ein Spieß ist nämlich heutzutage nur noch etwas, worauf man Fleisch zum Grillen aufspießt. Somit dreht man einen Spieß zwar, jedoch nur um die eigene Achse. Das macht ja nicht viel Sinn, denn wenn ich den Spieß dann umdrehe, dann zeigt er immer noch in dieselbe Richtung.
Zusammenfassung:
"Das ist dort an der Tagesordnung" - häufiger benutzen.
"Den Spieß umdrehen" - weniger benutzen.

Posted by banana at 02:58 EM | Comments (13)
Juli 20, 2006
Das Märchen von Feenfeder (Version 2)

...
"Wie können wir dir jemals dafür danken? Wie können wir dich bezahlen?" fragte die Mäusemutter.
"Ihr müsst mich nicht dafür bezahlen," sagte Feenfeder " aber wenn ich vielleicht ein kleines bisschen zu Essen haben könnte, dann wäre mir das Dank genug. Für mich ist es manchmal schwer, genug zu essen zu bekommen."
Die Mäusemutter gab ihr eine Nuss und Feenfeder kroch zufrieden nach Hause.
Bald kamen immer öfter Tiere zu Feenfeder, damit sie ihren Kranken helfe. Feenfeder half gerne und wollte als Bezahlung immer nur ein kleines bisschen zu essen haben.
So ging das einige Monate. Als der Sommer fast vorbei war, kam ein Hahn des Weges. Sein Name war Kratzfuß. Gerade, als er sich auf einen Strohballen gelegt hatte, weil er sich ein wenig ausruhen wollte, sah er Feenfeder zusammen mit meiner Eichhörnchenmutter aus einem Haus kommen. Er hörte, wie sich das Eichhörnchen bei Feenfeder bedankte, wie Feenfeder nur einen Happen zu Essen wollte und wie sie dann mühsam davonkroch.
Kratzfuß dachte kurz nach, dann sprang er auf und lief hinter Feenfeder her. Es dauerte nicht lange, da hatte er sie eingeholt.
"Hey, kleine Schnecke, entschuldige mal.", rief er, aber Feenfeder kroch weiter. Der Weg nach Hause war weit und die Sonne brannte heiss.
"Ich wollte es nicht, aber ich habe eure Unterhaltung mitangehört." fuhr Kratzfuß fort, während er neben Feenfeder herlief "Ist es wahr, dass du den kranken Kindern Gedichte vorliest und sie damit wieder gesund machst?"
Feenfeder hielt an. Sie sah Kratzfuß an. "Ja. Das stimmt." sagte sie. Sie fand, dass der Hahn wirklich gut aussah - für einen Hahn.
"Und sie geben dir dafür nur ein bisschen zu Essen?" fragte Kratzfuß.
"Ja. Ich brauche nicht viel zum Leben. Die Kinder gesund zu machen, ist Lohn genug für mich." sagte Feenfeder. Sie wunderte sich ein bisschen, was dieser fremde Hahn von ihr wollte.
"Aber ist das nicht furchbar unpraktisch und anstrengend für dich? Ich meine, ich will dir nicht zu nahe treten, kleine Schnecke, aber du bist ziemlich langsam."
"Mein Name ist Feenfeder" sagte Feenfeder.
"Soso, Feenfeder," sagte Kratzfuß "mein Name ist Kratzfuß, schön dich zu treffen."
Feenfeder sagte nichts. Sie wusste immer noch nicht, was sie von diesem Hahn halten sollte.
"Hör mal zu, Feenfeder. Ich habe da eine Idee: Ich könnte dir ein bisschen helfen. Ich habe ziemlich schnelle Beine und ich könnte doch einfach die Gedichte zu den Kindern tragen und sie ihnen vorlesen und am Ende machen wir halbe-halbe. Die Leute möchten dir ohnehin mehr für deine Dienste geben, als du annimmst und auf diese Weise hättest du genau so viel, wie jetzt, aber du müsstest weniger rumkriechen und hättest mehr Zeit, neue Gedichte zu schreiben."
Feenfeder dachte nach. Eigentlich war dieser Vorschlag gar nicht so übel. Das Kriechen fiel ihr schwer und sie hätte gerne mehr Zeit für ihre Gedichte.
Als Kratzfuß sah, dass sie zögerte, sagte er "Ich verstehe, dass du misstrauisch bist und ich nehme dir das nicht übel. Schließlich kennst du mich ja gar nicht und welchen Grund solltest du haben, mir zu vertrauen? Wie wäre es, wenn ich dich am Anfang einfach zu den kleinen Patienten hintrage und du liest ihnen die Gedichte vor? So kannst du sicher sein, dass ich dich nicht betrüge."
Damit war Feenfeder einverstanden und so wurde es gemacht. Während Feenfeder den kranken Kindern die Gedichte vorlas, wartete Kratzfuss vor dem Haus. Feenfeder bekam das, was sie zum Leben brauchte und Kratzfuß nahm das, was die Leute freiwillig noch bereit waren, zu geben. Oft sprach er mit den Müttern der Kinder, während Feenfeder vorlas, damit sie ihm etwas mehr gaben. Er erzählte, wie sehr ihm die Beine weh taten, wie weit die Wege wären und wie er Feenfeder heimlich etwas von seinem Anteil abgab.
Als der Winter kam, wusste Feenfeder, dass sie Kratzfuß vertrauen konnte. Jetzt zog Kratzfuß immer öfter alleine los, um den Kindern zu helfen und Feenfeder blieb in ihrem warmen Zuhause und schrieb neue Gedichte. Kratzfuß brachte immer genug zu Essen mit, dass es für sie beide und sogar auch noch für Raspelzunge reichte.
Die Nachricht von Feenzunges Gedichten verbreitete sich immer weiter. Von immer weiter her kamen immer mehr Tiere und wollten Feenfeders Hilfe haben. Kratzfuß musste immer weitere Wege zurücklegen, um den Kindern zu helfen. Eines Morgens kam Kratzfuß zu Feenfeder und sagte "Ich schaffe es nicht mehr alleine. Es sind einfach zu viele kranke Kinder und die Wege sind einfach zu weit. Aber ich habe eine Idee! Ich habe noch ein paar Freunde, die sind immer bereit, für einen ordentlichen Happen zu schuften. Wie wäre es denn, wenn mir ein paar von denen helfen würden, die Gedichte den kranken Kindern vorzulesen."
Feenfeder wusste nicht, was sie von dem Vorschlag halten sollte.
"Mach dir keine Sorgen." sagte Kratzfuß "Ich kümmere mich um alles, schreib du nur weiter deine Gedichte. Es wird genug für alle sein und wir werden noch mehr Kinder gesund machen."
Und es geschah alles so, wie Kratzfuß gesagt es hatte. Bald waren vier Hähne unterwegs, um den kranken Kindern die Gedichte vorzulesen, bald acht, bald sechzehn. Kratzfuß war sehr sorgfältig bei der Auswahl der Hähne und er beteiligte auch Feenfeder daran. Sie legte Wert darauf, dass die Hähne eine gute Stimme hatten und gut vorlesen konnten, damit die Kinder auch schnell wieder gesund wurden. Kratzfuß fand es wichtig, dass die Hähne schnelle Beine hatten und sehr zuverlässig waren.
Bald musste Kratzfuß nicht mehr selbst unterwegs sein, um Gedichte vorzulesen, sondern nahm nur noch die Aufträge an und verteilte die Aufgaben auf die Hähne. Manchmal war Feenfeder etwas traurig, weil sie nicht mehr sehen konnte, wie sie den Kindern half. Dann nahm sie Kratzfuß auf seine Schultern und trug sie zu den kranken Kindern, wo sie ihre Gedichte vorlas.
Weil Feenfeder jetzt viel mehr Zeit hatte, um ihre Gedichte zu schreiben, wurden die Gedichte immer besser und weil jetzt viele Hähne da waren, die die Gedichte den kranken Kindern vorlasen, wurden auch viel mehr kranke Kinder gesund.

Posted by banana at 07:47 EM | Comments (9)
Juli 19, 2006
Das Märchen von Feenfeder

Es war einmal ein kleines Schneckchen, das hieß Feenfeder. Als Feenfeder aus dem Ei schlüpfte, da standen die Sterne so eng zu einander, dass sie sich bei den Händen fassen konnten und miteinander tanzten. Dabei sahen sie, wie die kleine Feenfeder aus ihrem Ei schlüpfte und weil sie so gute Laune hatten, überpuderten sie sie ein ganz kleines bißchen mit ihrem Zauberstaub.
Natürlich merkte Feenfeder nichts von diesem Glück. Im Gegenteil. Feenfeder war ein sehr kleines und schwaches Schneckchen und ihr Häuschen war ganz schief und ganz dünn. Deswegen hänselten sie die anderen Schnecken und Feenfeder war oft sehr traurig. Wenn Feenfeder traurig war, dann schrieb sie Gedichte. Sie zeigte sie aber niemandem, weil sie Angst hatte, die anderen würden sie nur wieder auslachen.
Feenfeder hatte einen besten Freund. Sein Name war Raspelzunge. Raspelzunge war nicht besonders stark oder besonders schlau, aber er hatte ein gutes Herz. Wenn Feenfeder traurig war, dann versuchte Raspelzunge sie zu trösten. Wenn Raspelzunge sie tröstete, dann machte das Feenfeders Kummer ein bisschen kleiner. Auch wenn er nicht immer die richtigen Worte fand, so spürte sie doch, dass er es ganz ehrlich meinte.
Aber eines Nachts wurde Raspelzunge von einem Igel angegriffen, der ihn auffressen wollte. Raspelzunge konnte zwar noch schnell in sein Haus schlüpfen, aber dennoch verletzte ihn der Igel schwer. Am nächsten Morgen fand Feenfeder ihren Freund. Er war bewusstlos und von Wunden übersäht. Er atmete unruhig und schwer und warf sich hin und her.
Feenfeder dachte, Raspelzunge müsse sterben. Sie war verzweifelt und wusste nicht, was sie tun sollte. Ein Leben ohne Raspelzunge wollte sie sich nicht vorstellen. Er war doch der einzige, der jemals nett zu ihr gewesen war.
Feenfeder weinte viele Stunden, aber Raspelzunge wollte nicht aufwachen und bald waren ihre Tränen leer. Weil sie nicht mehr wusste, was sie tun sollte, holte sie eines ihrer Gedichte hervor und begann es Raspelzunge vorzulesen.
Bald wurde Raspelzunge ruhiger. Er lag still da und sein Atem wurde regelmäßig. Nach einer halben Stunde öffnete er die Augen und sah Feenfeder erschöpft aber dankbar an. Feenfeder konnte ihr Glück kaum glauben "Du bist wieder wach?" fragte sie mit dünner Stimme.
"Ja." sagte Raspelzunge schwach.
"Ich danke den Sternen für deine Rettung!" sagte Feenfeder.
"Das waren nicht die Sterne, das waren deine Gedichte." sagte Raspelzunge. "Ich habe sie gespürt. Sie haben mich von den Toren des Himmels auf die Erde zurückgerufen."
"Das kann ich nicht glauben" sagte Feenfeder.
"Doch, so war es." sagte Raspelzunge "Deine Gedichte sind wunderbar. Mit ihnen kannst du vielen anderen helfen."
"Ich will es versuchen" sagte Feenzunge.
Einige Wochen später war Raspelzunge wieder gesund. Feenfeder hatte den Vorfall mit den Gedichten fast schon wieder vergessen, da kam Raspelzunge zu ihr und erzählte ihr vom den kleinen Mäusekind, das krank geworden war. "Du musst zu ihm gehen und ihm deine Gedichte vorlesen, sonst wird es sterben" sagte Raspelzunge.
"Na gut, wenn es ihm hilft, dann werde ich es versuchen."
Feenfeder kroch zu dem Mäusekind. Es war ganz schwach und sein Lebenslichtelein war schon fast verloschen. Feenfeder schickte alle aus dem Zimmer, die an dem Bett des Mäusekindes saßen und trauerten und begann, seine Gedichte vorzulesen. Bald ging es dem Mäusekind wieder besser. Feenfeder rief die Familien des Mäusekindes herein und wollte sich verabschieden.
"Wie können wir dir jemals dafür danken? Wie können wir dich bezahlen?" fragte die Mäusemutter.
"Ihr müsst mich nicht dafür bezahlen," sagte Feenfeder " aber wenn ich vielleicht ein kleines bisschen zu Essen haben könnte, dann wäre mir das Dank genug. Für mich ist es manchmal schwer, genug zu essen zu bekommen."
Die Mäusemutter gab ihr eine Nuss und Feenfeder kroch zufrieden nach Hause.
Bald kamen immer öfter Tiere zu Feenfeder, damit sie ihren Kranken helfe. Feenfeder half gerne und wollte als Bezahlung immer nur ein kleines bisschen zu essen haben.
Eines Tages hörte eine dicke Hamsterfrau von Feenfeder. Ihr Name war Kora. Sie hörte, dass Feenfeder Wunder mit ihren Gedichten vollbringen konnte und Kora heckte einen Plan aus.
Sie steckte ihren Sohn Rakon ins Bett und rieb ihn über und über mit Kreide ein, damit er ganz blass aussah. "Wenn du uns verrätst, dann prügele ich dich windelweich!" sagte sie zu Rakon. Dann schickte sie nach Feenfeder, damit sie Rakon ihre Gedichte vorliese. Als sie Feenfeder kommen sah, versteckte sie sich im Schrank neben Rakons Bett.
Feenfeder schickte alle Anwesenden aus dem Zimmer, aber Kora in ihrem Schrank konnte sie nicht sehen. Dann begann sie, ihre Gedichte vorzulesen. Kora schrieb alle Gedichte auf ihren Block. Rakon hätte sie fast verraten, weil er kichern musste, aber er wusste, dass seine Mutter dann sehr böse werden würde und deswegen riss er sich zusammen. Also Feenfeder fertig gelesen hatte, hustete Rakon und schüttelte sich dabei, so dass die Kreide aus seinem Fell verschwand. Dann sagte er "danke, Feenfeder, es geht mir schon viel besser!".
Rakons Schwester Illa gab Feenfeder eine große Stachelbeere und bedankte sich artig für ihre Hilfe.
Als Feenfeder weg war, schlüfte Kora aus dem Schrank und lachte und lachte. Sie hatte Feenfeder ausgetrickst! Schnell ging sie zu ihrem Schreibtisch und schrieb die Gedichte so oft ab, wie sie konnte. Natürlich schrieb sie nicht auf so feines Papier, wie Feenfeder und natürlich machte sie auch einige Fehler, aber darauf würde es schon nicht ankommen.
Am nächsten Morgen ging sie zu ihren Freundinnen. Sie sagte "Ich habe die Heilgedichte von Feenfeder. Ihr könnt sie haben. Ich will dafür nur einen Goldtaler pro Gedicht haben."
Aber die Freundinnen sagten "Einen Goldtaler? Wir holen lieber Feenfeder, wenn unsere Kinder krank sind, die will dafür nur etwas zu essen haben".
Kora dachte nach. Dann sagte sie "Das ist aber Riskant. Vielleicht ist Feenfeder gar nicht zu Hause, wenn eure Kinder krank sind. Oder vielleicht ist sie einfach zu langsam und eure Kinder sterben in euren armen, bevor die kleine Schnecke da ist, um sie zu heilen. Ausserdem - was ist schon ein Goldtaler?"
Die Freundinnen dachten nach. "Das stimmt" sagten sie und bald hatte Kora alle ihre abgeschriebenen Gedichte verkauft. Am Abend schrieb sie so lange Gedichte ab, bis ihr die Pfoten weh taten und am nächsten Abend hatte sie wieder alle verkauft. So ging das Tag um Tag.
Feenfeder wusste davon nichts. Sie wunderte sich nur, dass immer weniger Tiere zu ihr kamen, um sie um ihre Hilfe zu bitten. So bekam sie immer weniger zu essen und wurde noch schwächer. Doch sie gab die Hoffnung nicht auf und vertraute jeden Abend in die Sterne, auch wenn es ihr schwer fiel.
Eines Morgens wurde wild an Koras Tür geklopft. Es waren einige Tiere. Sie waren sehr aufgebracht "Unsere Kinder waren krank!" riefen sie "Wir haben ihnen deine Zaubergedichte vorgelesen", aber sie sind nicht wieder gesund geworden. Riefen die Tiere.
"Das sind nicht meine Zaubergedichte!" verteidigte sich Kora "Es sind Feenfeders Gedichte! Wenn ihr euch beschweren wollt, dann geht zu ihr!" Die Tiere liefen zu Feenfeder und schlugen und traten sie. Sie konnte sich nicht wehren. Weil sie lange nichts zu essen bekommen hatte, war sie schon sehr schwach geworden. Als die Tiere mit Feenfeder fertig waren, liessen sie sie liegen und gingen einfach weg.
Raspelzunge fand Feenfeder und nahm drückte sie fest an sich. Er versuchte, einige ihrer Gedichte aufzusagen, aber er bekam sie nicht zusammen. Dennoch pflegte er Feenfeder, bis sie wieder gesund kriechen konnte. Ganz so, wie früher wurde sie aber nie wieder. Bald verliessen sie den Ort, an dem sie gelebt hatten, weil sie anderswo ihr Glück suchen wollten, wo die Tiere etwas dankbarer und weniger raffsüchtig waren.
Seitdem starben die Kinder, wenn sie krank waren. Koras schlecht kopierte Gedichte konnten ihnen nicht helfen.

Posted by banana at 07:30 EM | Comments (4)
Juli 17, 2006
Die isotonische Singularität zum Mitnehmen

Manche Sonntage beginnen nicht so gut. Man kommt nach Hause, streift die schweren Goldketten ab, schaltet den Fernseher ein und sieht dann Stefan Mross eine Sendung moderieren. Da macht es micht etwas sauer, dass ich Rundfunkgebühren bezahlen muss, die dann teilweise Menschen, wie Stefan Mross dafür bekommen, was sie da im Fernsehen veranstalten. Aber soweit ich mich erinnere wurde die Sendung vorher von Max Schautzer moderiert, also hat sich die Güte der Veranstaltung auch eher nur in der Horizontalen bewegt.
Stefan las einen Witz vor:
Zwei Blonde stehen auf ein Brücke. Der eine sagt "Du, ist das da unten der Rhein oder die Mosel" der andere sagt "Was fragst du mich denn für Sachen, da habe ich doch keine Ahnung" da sagt der erste "Das werde ich schon rausfinden, ich springe mal runter" und springt runter. Der andere fragt "Und?" da sagt der erste "Jetzt bin ich im Eimer, das war eine Autobahnbrücke!"
Das war so lustig, dass ich fast hätte lachen müssen. Da viel mir aber noch ein anderer Witz ein.
Ein Trompeter und eine volkstümliche Sängerin fahren in ihrem BMW nach Hause. Da fragt der Trompeter "Du, ist das da vorne eine Autobahn oder eine Bundesstraße" da sagt die volkstümliche Sängerin "Was fragst du mich denn für Sachen, da habe ich doch keine Ahnung!" da sagt der Trompeter "Das werde ich schon rausfinden, ich fahre einfach mal drauf" und fährt drauf. Die Sängerein fragt "Und?" da sagt der Trompeter "Jetzt bin ich im Eimer, das war ein Schaufenster".

Posted by banana at 08:01 EM | Comments (30)
Juli 16, 2006
Stacy's mom has got it going on

Eigentlich wollte ich dazu übergehen, Obst von nun an neu zu klassifizieren, nämlich nach Wasserobst und Milchobst. Wasserobst sollte dasjenige Obst sein, dass man am liebsten mit Wasser mischen wollte, Milchobst sollte das Obst sein, aus dem man sich gerne eine Obstmilch zubereiten wollte.
Bananen wären somit ganz klar Milchobst, Erdbeeren wären auch Milchobst. Zitronen, Organgen, Grapefruit, Pampelmusen, Apfelsinen und Äpfel wären ganz klar Wasserobst.
Mit dieser Einteilung war ich sehr zufrieden, hatte mir doch ein Leben lang eine klare Einteilung für Obst gefehlt. Froh schälte ich eine Banane, biss einen großen Bissen ab, kaute, schluckte und sagte "Die Banane ist doch mein liebstes Milchobst!"
Die anderen hielten inne und sahen mich mit großen Frageaugen, die Fragigkeit ausdrückten fragend an "Milchobst?" druckten ihre Gehirne langsam auf die immer länger werdenden Zungen.
"Ja! Milchobst" sagte ich und erläuterte ihnen die neue Klassifikation.
Die anderen lachten und hörent umgegend auf, inne zu halten. Meine Idee gor jedoch in ihnen weiter und einige Stunden, die mit wie Tage vorkamen, nahm mich einer von den anderen zur Seite.
"Ich habe über die Einteilung nachgedacht." sagte er "Ich finde, man sollte noch Schnitzelobst aufnehmen. Schnitzelobst oder das Obst, das man gerne auf ein Schnitzel legen möchte."
"Nein" sagte ich schroff in einer Schroffheit, die starke riffschroffigkeit ausdrücken sollte. "Das wären ja nur Zitronen. Und Zitronen sind schon Wasserobst." Ich wollte gerade gehen, da hub der andere an "Du Stümper. Ich habe gestern einen Zitronenjoghurt gegessen. Wie können Zitronen da Milchobst sein? Und überhaupt ist Zitronenjoghurt mein Lieblingsjoghurt."
Um etwas Zeit zu gewinnen, beschimpfte ich ihn ruhig aufs Unflähtigste "Du Urwurz! Du zu Forschungszwecken von einer räudigen Pottmölchin ausgeschissenes Stück Westumgehung. Du Retourremittent. Du zweitklassiger, in die soziale Isolation getriebener, mitteltönerner Vorwuchsheckhaarspalter." und so weiter.
Aber es half nichts. Er hatte recht.
Es gab Zitronenjoghurt. Es gab Apfeljoghurt, es gab Erdbeersorbet.
Wir hauten uns eine Weile und nachdem ich die Leiche verbrannt hatte, verwarf ich meine Klassifikation wieder.
Die Sache mit der Zitrone und dem Schnitzel gab mir aber doch zu denken. Ich persönlich presse gerne den Saft der Zitrone auf die Panade meines Schnitzels. Aber das Schnitzel schmeckt danach nicht nach Zitrone. Nicht die Bohne. Wie kommt das? Wohin geht der ganze Zitronengeschmackt? Das ist mir ein absolutes Rätsel.
So bin ich also nach der kleinen Episode mit dem Milchobst und der Wasserobst auch nicht schlauer, sondern eher noch unschlauer.
So ist das eben im Leben. Da geht mancher Schuss daneben.
Hier noch ein paar Fotos:

Gestern: Kochen mit Mais

Heute: Kochen mit Sardinen

Morgen: Fortschritte in der Lasertechnologie

Posted by banana at 07:36 EM | Comments (6)
Juli 12, 2006
Ich schweige wie ein Brot

Also sowas! Da mag der Klinsmann nicht mehr Bundestrainer sein.
Unerhört! Böser Klinsmann! Undankbarer Klinsmann! Beleidigter Wurstklinsmann! Pottmolch Kalifornikationsklinsmann!
Alle Fans der Nationalmannschaft haben gehofft (also die, die mit chinesischen Deutschlandfahnen am japanischen Auto rumnerven), dass er den Weg mit der Mannschaft zusammen weitergehen wird; seinen Weg, den Klinsmannweg, der uns (also die Nationalmannschaft) unaufhaltsam und unvermeidbar zum Erfolg (also zum Europameistertitel und allen nachfolgenden Weltmeistertiteln) führen wird. Mit Klinsmann zusammen kann uns (also wieder die Nationalmannschaft) niemand aufhalten.
Der Klinsmann will aber nicht. Der Klinsmann mag aber nicht.
Und ich finde das Super.
Es ist aber nicht so, dass ich Klinsmann für einen schlechten Bundestrainer halte. Ganz im Gegenteil. Meiner, auf sehr bescheidener Fachkenntnis fußenden Beurteilung nach hat er diese, seine Aufgabe sogar aussergewöhnlich gut bewältigt. Dieser Meinung scheint auch der größte Teil der deutschen Öffentlichkeit zu sein. Und jetzt mag er nicht mehr. Das kann er doch nicht machen, der Begeisterungswirsindalsodochdeutschlandklinsmann.
Das war allerdings nich timmer so, das mit der Klinsibegeisterung. Der eine mag sich daran erinnern, der andere vielleicht nicht so sehr.
Da wurde geschimpft, der Klinsmann würde die Spieler der Lächerlichkeit preisgeben, weil er sie in Showtrainings rumhüpfen liesse, wie die Hupfdohlen, da wurde klargestellt, dass ein Bundestrainer X Tage vor der WM gefälligst in Deutschland zu wohnen hätte und nicht im sonnigen Kalifornien (wobei Kalifornien stets mit dem Adjektiv "sonnig" zusammen aufzutauchen hatte, so als sei es schon an sich verwerflich, an einem Ort zu wohnen, an dem es nicht andauernd regnet, weil ein Bundestrainer gefälligst dem gleichen Scheißwetter auszusetzen ist, wie seine Mannschaft, obwohl die eigentlich zu einem großen Teil beruflich auch dort tätig und wohnhaft ist, wo das Wetter sonniger ist), da wurde an den Personalentscheidungen Klinsmanns rumgemeckert, da beschwerten sich die alten Fußballhasen, dass sie nicht um Rat gebeten wurden und da wurde die Frage laut, wie kurz vor der WM es denn möglich sei, den Bundestrainer auszutauschen, weil das mit diesem Klinsmann und seinen Methoden ja wohl ganz klar und auf der Hand liegend und überhaupt und Prost und schon mal gar nichts werden könne.
Wurde es dann aber doch. Da wurde die Mannschaft gelobt, die "auf den Punkt fit sei", obwohl vor der WM noch darauf hingewiesen wurde, dass es sich um eine Fußball- und nicht um eine Fitness-Mannschaft handelte, da wurden Klinsmanns geschickte Einwechslungen gelobt, auch wenn es sich dabei um Spieler handelte, die man eigentlich gar nicht bei der WM dabei haben wollte.
Und plötzlich ist Klinsi der Beste und supi und dufti und will nicht mehr.
Ich finde das - wie gesagt - super. Ich finde das allerdings auch nur von einem hoch moralischen und rommantischen Standpunkt aus super, weil ich mir vorstelle, dass Klinsmann die Aufgabe ablehnt, weil er keinen Bock mehr hat, im Rampenlicht eines Haufens von Opportunisten den Affen zu machen. Er hat es allen gezeigt, obwohl alle gegen ihn waren und keiner hält es für nötig, sich zu entschuldigen. Jetzt wollen sie ihn auf einmal alle und er hat jetzt aber keinen Bock mehr. Und warum? Because he can. Mit der Zeile in der Vita kann er trainieren, wen er will und wann er will und ich sehe keinen Grund, warum er das nicht auch tun sollte.
Ist ja nur Fußball auf der einen Seite, auf der anderen Seite aber auch eine Frage der persönlichen Integrität, des Stolzen und des Anstands.
Wie gesagt, so stelle ich mir das vor und so finde ich das super. So Batman super. Auch, wenn das wahrscheinlich nichts mit der Realität zu tun hat.
In diesem Licht finde ich auch den Kopfstoß von Zidane super, weil ich mir vorstelle, dass Zidane in diesem Moment auf den ganzen Fußballquatsch gepfiffen hat und sich Beleidigungen in dem Moment einfach nicht bieten lassen wollte. Das hat aber höchstwahrscheinlich mit des Realität auch nichts zu tun und ist nur in meiner kleinen bananawelt so, wie ich es mir vorstelle. Außerdem wünsche ich mir, dass er nicht so ein Pseudofaul hingelegt hätte, sondern eine richtige Kopfnuss abgeliefert hätte, so mit Blut, gebrochener Nase und viel weiss in der Fresse. Wenn schon, denn schon.
Tja, so ist das mit der Moral. Aber, das mit der Moral, das ist wieder eine ganz andere Geschichte.

Links zum Thema:
§§a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,426320,00.html">Spiegel Online§§/a>
§§a href="http://www.bildblog.de/?p=1516">BildBlog§§/a>
§§a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Moralist">Wikipedia (1)§§/a>
§§a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bratwurst">Wikipedia (2)§§/a>
Hier könnte ihre Werbung stehen.

Nachtrag:
Ich habe nochmal über die Zidane-Sache nachgedacht und sehe das jetzt etwas anders. Es hat natürlich niemand irgendjemandem irgendeine körperliche Gewalt anzutun, weil er ihn, seine Mutter, seine Schwester, seine Wüstenrennmaus oder sonstwas beleidigt.
Das kann man alles auch anders klären. Das war von Matterdingsda genau so scheisse, wie von Zidane. Wenn ich mir die Welt anschaue und das, was Leute alles für die "Ehre" machen, dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

Posted by banana at 06:28 EM | Comments (32)
Juli 10, 2006
Zähneziehn Zidane, Zahnarzt der Zahnärzte

Aus: Gespräche mit banana: Heute: Wo fängt die Unsportlichkeit an?
bna: Also, der Kopfstoß von Zidane war nicht in Ordnung.
JtK: Kann man so sehen.
bna: Aber jemanden so zu provozieren, dass er sowas macht, das finde ich genau so unsportlicht.
JtK: Naja, dem kann man halt nichts nachweisen.
bna: Stimmt. Wenn man die Beleidiger auch bestrafen würde, dann würden die alle nach dem Anstoß aufeinander zulaufen und die Köpfe gegeneinandernknallen und dann behaupten, die anderen hätten gesagt, mit ihrer Mutter wäre was nicht in Ordnung.
JtK: Das wäre zu befürchten.
bna: Aber ich glaube, so ist American Football enstanden.

Ich gelange immer mehr zu der Überzeugung, dass viele Leute nur
deswegen einen Doppelnamen mit sich rumtragen, damit ohne jede Diskussion bewiesen ist, dass es einen Menschen gibt, der sich freiwillig und verbindlich in einer gewissen Enge an diesen Menschen gebunden hat.
Sicher, es gibt viele andere Gründe für Doppelnamen, Kinder aus einer vorangegangenen Ehe sind vielleicht der beste, aber das trübt mir nur den Blick auf diese, meine Sichtweise. Ausserdem sind Klischees und Plattitüden wichtig. Sie sind die Eckpfeiler, die andere für uns einrammen, damit sich unser Denken zwischen ihnen bewegen kann.
Wenn wir bescheuert sind.
Wenn wir nicht bescheuert sind, dann denken wir auch ausserhalb dieser Eckpfeiler. Wobei es dabei natürlich reine Definitionssache ist, ob sich der Denkraum innerhalb oder ausserhalb der abgesteckten Pfeiler befindet. Somit ist das ganze also rein willkürlich und stets umkehrbar. Genau, wie die Einschätzung, ob man nun bescheuert ist oder nicht. Wobei das interessante Verhalten einiger Zeitgenossen mit "bescheuert" auch nur unzureichend und im günstigsten Falle hemdsärmelig beschrieben ist. Horden von Psychologen würden mir da auf die Onanierzangen klopfen und mir ihre Diplome um die Ohren hauen.
Ob man sich nun ausserhalb oder innerhalb der gesteckten Abgrenzungen aufhält, das ist nicht besonders wichtig und hängt auch stark von der momentanen Stimmung ab. Sieht man gerade zwei Gesichter oder eine Vase? Sowas kann sich schnell ändern. In Wirklichkeit sind das ja auch weder irgendwelche Gesichter, noch eine Vase, sondern Wellen oder irgendwas, das um irgendwas kreist. Zwischen den Wellen und den Gesichtern oder der Vase befinden sich darüber hinaus noch eine ganze Menge Ebenen, über die man auch trefflich streiten kann. Welche Eigenschaften muss ein Gegenstand haben, damit wir ihn als Vase erkennen? Um nur ein Beispiel zu nennen. Irgendjemand ist sowieso immer schlauer.
Die Rasse der Morinaru (Lehnwort) zum Beispiel, die auf einem weit, weit entfernten Planten wohnt, der von drei Sonnen umkreist wird und deren auflagestärkste Zeitschrift (FruFruFru [Lehnwort]) damit groß geworden ist, dass sie Bilder von Morinaru ohne Sonnenbrillen zeigt, glauben, dass man bei der Geburts von Großen Greifer aus der Umlaufbahn der Wonne Fruuno (Lehnwort) gepflückt wird. Für sie besteht keinerlei Verbindung zwischen den Eltern und ihrem Kind. Kinder werden nach der Geburt sich selbst überlassen, Verhütungsmittel sind unbekannt, Clubs haben keine Fenster.
Einwohner des Nachbarplaneten RaYb-Han (Lehnwort) nehmen sich der hilflosen Neugeborenen an, nehmen sie mit auf ihren Heimatplaneten und peppeln sie dort bis zur Sonnenbrillenreife auf, zu der sie zurück auf ihren Heimatplaneten gebracht werden. Die Einwohner von RaYb-Han leben fast ausschließlich von der Herstellung von Sonnenbrillen. Bis heute ungeklärt ist, warum die Morinaru selbst keine Sonnenbrillen herstellen. Wahrscheinlich sind sie zu beschäftigt damit, das Geld für ihre sexuellen Abenteuer, für das übrigens stets zwei Drittel Männchen und ein Drittel Weibchen nötig sind, aufzutreiben.
Natürlich ist das alles kompletter Schwachsinn und nur eine billige Imitation des Hauptwerkes von Herrn Adams. Es zeigt aber, wie willkürlich die Sache mit den Namen ist.
Viele geben als Grund für ihre Doppelnamigkeit an, dass sie ihren eigenen Namen nicht aufgeben wollten. Und da kommen dann solche Sachen, wie Leutheusser-Schnarrenberger raus. Dabei Frage ich mich immer, welches der beiden denn der Name war, den man nicht aufgeben wollte. Nachnamenlosigkeit ist bei uns ja noch nicht legal.
Namen sind Schall und Rauch, so sagt man. Das trifft es ganz gut, da muss man sich nur mal die Umsätze der Musik- und der Tabakindustrie anschauen.

Posted by banana at 07:04 EM | Comments (9)
Juli 06, 2006
Halt die Maulfresse, du Sportmolch

Ich habe zwei neue Vorsätze:
1) Öfter das Wort "merkwürdig" in Gesprächen benutzen. Anlass dazu gibt es genug, aber wenn es dann soweit ist, dann kommt mir eher das ambiguöse "komisch" über die Lippen.
2) Öfter das Wort "verdammt" benutzen und zwar mit deutlich hörbarem Ausrufezeichen dahinter. Anlass dazu gibt es genug, aber wenn es dann soweit ist, dann kommt mehr eher das ambiguöse "Mist" über die Lippen.
Komisch. Dabei ist "Mist" doch gar nicht ambiguös.
Verdammt! Jetzt ist es mir wieder passiert. Dabei wollte ich doch "merkwürdig" sagen.
Man könnte aber auch mal sammeln, damit sich §§a href="http://www.amazon.de/gp/cdp/member-reviews/A2SQNAQP2E0T0E/ref=cm_cr_auth/028-6761699-7674944">diese junge Frau§§/a> eine neue Tastatur kaufen kann. Ich glaube nämlich, da ist was mit dem Ausrufezeichen nicht in Ordnung.
Leider kann man nicht sammeln, damit sich jemand Toleranz kaufen kann, denn ich stimme nicht mit der Meinung §§a href="http://www.amazon.de/gp/cdp/member-reviews/A2NOJHG4252JCL/028-6761699-7674944?ie=UTF8&display=public&page=1">dieser Dame§§/a> überein, dass alle Menschen, denen die Musik von Chipz gefällt ins Gefängnis gehören. Wer soll das denn alles bezahlen? Das kostet doch alles Geld.
Ansonsten bin ich der Fifa eigentlich ganz dankbar, dass sie ein Alternativprogramm zur Allee organisiert haben. So kann ich es hier etwas ruhiger angehen lassen. Ich habe in den letzten Tagen nämlich etwas rumbalanciert, ob ich etwas zum Tode von Robert Gernhard schreiben solle, der mich ziemlich betraubt hat (also der Tod, nicht Robert Gernhard), habe mich aber letztendlich dagegen entscheiden. Zum einen würde ich sowieso nichts Angemessenes hinbekommen, zum anderen haben schon genug andere Zeug geschrieben, was sie für angemessen halten.
Ich musste an Bon Jovi's "like Frankie said 'I did it my way'" denken und daran, wie Thomas Gottschalk in Wetten, dass?! 50 Cent immer so schön mit "Fifty" angeredet hat und da halte ich einfach lieber meine Schnautze.
Achso... Ich habe die Zugriffszahlen der Allee beobachtet. Das ist nämlich in Wahrheit das einzige Kriterium, dass alle "Blogger" wirklich unter einen Hut knüllt: Sie rufen dauernd die Zugriffsstatistiken ihrer Website auf, schauen, wie viele, wer denn, wann von wo gekommen ist, wer wonach gesucht hat, wer welche IP-Nummer hat, wo wer wohnt, welche Browser er verwendet und so weiter. So ein Blog ist nämlich besser bewacht, als [insertsomethingreallywellwatchedhere] oder [insertsomethingreallyreallywellwatchedhere].
Ja, ich finde das auch merkwürdig und fühle mich dabei unangenehm berührt, aber ich mag auch die Lesebestätigungen in Outlook nicht.
Achso - ich schweife ab - genau, ich habe (natürlich) die Zugriffsstatistiken der Allee angeschaut und gemerkt, dass die Zugriffszahlen völlig unabhängig davon sind, ob ich etwas schreibe oder ob ich nichts schreibe. In Zeiten, in denen ich über mehrere Tage nichts schreibe, sind die Zugriffszahlen sogar ein kleines bisschen höher, als in Zeiten, in denen ich regelmäßig schreibe.
Ist das nicht merkwürdig?
Was das heisst, das liegt wohl auf der Hand! Naja, eigentlich habe ich versucht, zu formulieren, was das heisst, bin aber mit Pauken und Trompeten gescheitert. Nein, das heisst anders. Ich bin mit wehenden Fahnen. Nein. Ich habe es nicht geschafft.
Also: Morgen werde ich vielleicht etwas schreiben. Vielleicht mache ich aber auch einen Podcast!
Achso - das einzige Kriterium, dass die "Podcaster" wirklich unter einen Hut knüllt, ist...

Posted by banana at 06:05 EM | Comments (9)
Juli 03, 2006
Ich habs von einem Bekannten erfahr'n

Manche Dinge lernt man erst spät im Leben. Mit wurde zum Beispiel erst vor ein paar Wochen klar, warum das Mädchen von den Peanuts eigentlich §§a href="http://www.hersheys.com/products/details/york.asp">Peppermint Patty§§/a> heisst. Bei solchen Dingen frage ich mich dann immer, warum mir das nicht früher aufgefallen ist. Wahrscheinlich, weil ich Peppermint Patty so früh kennengelernt habe, dass mir damals gar nicht in den Sinn gekommen ist, dass hinter dem Namen irgendetwas stecken könnte.
Aus: Gespräche mit banana. Heute: Geld, schnell gemacht.
bna: Ich habe eine Idee.
JtK:Ja?
bna: Ihr gebt mir todsichere Aktientips und ich kaufe die Aktien und werde damit reich.
JtK: Aha.
bna: Ja, ich finde, das ist eine gute Idee.
JtK: Und was machen wir dann mit dem Geld?
bna: Mit welchem Geld?
JtK: Mit dem Geld, welches wir dann als Bezahlung erhalten.
bna: Du bringst da eine Vokabel mit ins Spiel, die neu ist: Bezahlung. Euer Job ist es, mit todsichere Aktientips zu geben. Von Bezahlung habe ich nichts gesagt.
JtK: Keine gute Idee.
bna: Ok, jetzt habe ich eine wirklich gute Idee: Wir kaufen millionen von Billigaktien von Schrottfirmen. Dann geben wir - sagen wir mal - ein paar hunderttausend Euro für Werbung für unser neues Magazin aus.
JtK: Unser neues Magazin?
bna: Ja, "Todsichere Aktientips". Da stehen Aktientips drin. Und zwar genau für die Schrottfirmen, von denen wir Aktien gekauft haben. Dann kaufen alle Aktien von den Schrottfirmen, der Preis steigt und wir verkaufen unsere Aktien, bevor alle mitbekommen, dass das Schrott war.
JtK: Aha.
bna: Wir müssen natürlich auch ein bisschen Budget einplanen für Flucht ins Ausland, neue Identität und so weiter.
JtK: Ich glaube, sowas gabs schonmal.
bna: Echt? Mist.
JtK: Ja, das hieß "Neuer Markt".
bna: Naja, aber eins sag ich dir trotzdem.
JtK: Und was?
bna: Die Fifa, die sollte man alle in einen Sack stecken und mit dem Knüppel draufhauen. Da würde man immer den Richigen treffen. Der Christo, der sollte mal zu dem Gebäude fahren, wo die Fifa drin ist und der sollte das so einpacken. Und dann sollte man mit nem Knüppel draufhauen. Da würde man immer den Richtigen treffen!

Posted by banana at 08:50 EM | Comments (25)
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