Juni 29, 2006
Auf der Suche nach dem Fetzenlappen

So steigen wir durch die Katakomben, nass und kalt.
Und jeder Klang, der widerhallt, verspricht, was er nicht halten kann.
Wir wissen das und halten dann, noch Stunden drauf die Schüssel hin.
Zu hoffen scheinen wir, das wohl, doch unten in der Schüssel drin, ist nichts, als noch der letzten Tage Rest.
Sie sitzen oben, feine Herren, beim Fest und bei der Orgie.
Wir jedoch, die wir das Licht nicht schauen, wir feiern und wir klagen nicht.
Wir gründen die Gewerkschaft von den Klofrauen.

Posted by banana at 08:05 EM | Comments (24)
Juni 28, 2006
That's what France are for

Eine Küche, innen, später Nachmittag.
Eine junge Frau sitzt auf der Küchenbank.
Es klingelt. Die Frau öffnet die Tür, ein junger Mann, offensichtlich eng mit der jungen Frau befreundet, steht vor der Tür. Sie weicht ihm aus, er tritt ein.
Er beginnt, ihr Fragen zu stellen, die ihr unangenehm zu sein scheinen. Sie geht zum Kühlschrank, nimmt eine Flasche heraus, geht zur Küchenbank. Unterdessen redet der Mann weiter. Sie trinkt einen Schluck. AUS DER FLASCHE!!! In welchem Schweinestall ist die denn aufgezogen worden?
Ich weiss wirklich nicht, ob sie das mit Absicht machen, die Drehbuchschreiber. Vielleicht sind es auch gar nicht die Drehbuchschreiber, sondern die durch die Bank jungen Schauspieler, die das machen. Vielleicht ist das bei denen ja normal, dass man an den Kühlschrank geht, sich eine Flasche nimmt, daran nuckelt und sie dann zurück in den Kühlschrank stellt, damit die anderen auch was davon haben. Bei mir ist das jedenfalls nicht normal. Bei mir benutzt man Gläser, wenn man was trinken will. Oder wenn schon, dann immer schön jeder aus seiner eigenen Flasche.
Vielleicht ist das bei denen aber auch normal, dass man an den Kühlschrank geht, sich eine Flasche nimmt, daran nuckelt und sie dann nicht zurück in den Kühlschrank stellt. Dann wird das Zeug nämlich schlecht und dann kann man es wegschmeissen und dann hat sich das Hygieneproblem auch erledigt.
Ich weiss schon genau, warum ich keine Milch und keinen Saft in Flaschen kaufe, weil dann nämlich genau sowas passiert: Dann geht jemand an den Kühlschrank, trinkt aus der Flasche und stellt die abgenuckelte Flasche wieder zurück in den Kühlschrank, damit die anderen auch was davon haben.
Aber ich wohne ja auch nicht in einer WG, wo es scheinbar zum guten Ton gehört, zum Kühlschrank zu gehen und sowas zu machen.
Deswegen kaufe ich nämlich Säfte und Milch im Tetrapack, weil es nämlich sogar in diesen Kreisen, in diesen Flaschenucklerkreisen, in diesen Hygiene-ist-ein-Fremdwort-Kreisen, noch zum schlechten Ton gehört, direkt aus dem Tetrapack zu nuckeln. Ausserdem sieht das verdammt uncool aus, wenn man direkt aus dem Tetrapack nuckelt. Das sieht so assihaft aus, so nach 1 Liter Pennerglück Konsum.
Zum Glück, kann ich da nur sagen.
Wahrscheinlich machen sie das nur, weil die ganzen zur Verfügung stehenden Gläser bereits derartig zugeschimmelt sind, dass man sie eigentlich komplett ersetzen müsste. Das geht aber nicht, weil die ganze WG-Kasse ständig leergeplündert wird, um frisch Milch zu kaufen, weil die alte sauer geworden ist.
Ich weiss wirklich nicht, was mit diesen Leuten los ist. Wahrscheinlich sind sie in ihrer Kindheit nicht vernünftig abgestillt worden oder sie haben nicht lange genug die Nuckelflasche bekommen, dass sie jetzt noch direkt aus der Flasche suckeln müssen. Das ist doch total unverantwortlich den anderen gegenüber, denn der Mensch, der aus der gemeinschaftsverträglich aus der Flasche trinken kann, der muss erst noch geboren werden. Das ist wie mit dem Stehpinkeln. Da gibt es Männer, die behaupten allen Ernstes, wenn sie im Stehen pinkeln würden, dann würden sie genau ins Becken zielen, da ginge nichts daneben. Der Mann, der im Stehen pinkeln kann und nicht das halbe Bad voller Pisse spritzt, der muss erst noch geboren werden! Die Männer, die das behaupten, die haben noch nie etwas von der Streuwirkung des Strahls beim Auftreffen auf die Keramik gehört! Weil sie es nicht hören wollen!
Und die Aus-der-Flasche-Trinker, die stehen mit denen doch auf einer Stufe!
Zum einen hätten wir da natürlich den Speichel, der am Flaschenhals zurückbleibt. Das ist natürlich schon ekelhaft genug, wenn man sich das vorstellt, aber zum anderen haben wir ja auch noch den Speichel, der aus der Mundhöhle des Flaschentrinkers zusammen mit dem Getränk zurück in die Flasche gespült wird und sich da mit dem Rest vermischt. Das ist ja wohl der Gipfel der Ekelhaftigkeit! In der Flasche können dann die Bakterien und die Keime eine lustige Party feiern und sich vermehren, wie die Karnickel in Buxtehude-West.
Der nächste, der sich die Ursuppe dann am nächsten Morgen in den Kaffee schüttet, der wird sich bedanken. Der säuft dann nämlich die Keime der ganzen Belegschaft mit. Prost Mahlzeit, kann ich da nur sagen. Naja, vielleicht stärkt das wenigstens das Imunsystem.

Posted by banana at 07:00 EM | Comments (15)
Juni 27, 2006
Neunundvierzig Mark und achtzig

Blöde Fußballweltmeisterschaft.
Blöde Deutsche.
Blöde Typen, die mit Deutschlandfahnen am Auto, um die Hüfte, im Gesicht, wo auch immer, rumlaufen.
Blöde Fußballer, die so gut spielen.
Blöde Fans, die mit den anderen ausgelassen feiern und auch noch rumtanzen.
Leute, ihr macht das ganze Bild, das die anderen Menschen von uns Deutschen haben kaputt. Könntet ihr euch bitte mal etwas zusammenreissen und etwas mehr den Erwartungen entsprechen, die man an euch stellt?
Die Gäste reisen aus fernen Ländern hier an, bezahlen die teuren Hotelpreise und die teuren Eintrittskarten und sie wollen auch etwas geboten bekommen, für ihr Geld. Und was macht ihr? Ihr feiert einfach so blöd rum und seid ausgelassen und lustig, locker und charmant. Sogar die Polizei macht mit! Das geht nicht! Etwas mehr Disziplin! Etwas mehr Unmut! Etwas mehr Rumnörgelei! Etwas mehr Miesepetrigkeit! Etwas mehr Lederhosen! Etwas mehr typisch Deutsches Verhalten, wenn ich bitten darf!
Das ist doch wohl nicht zu viel verlangt, oder? Wo soll das denn hinführen? Am Ende kommen die alle noch wieder? Am Ende wollen die alle öfters hierher? Dann erwarten die am Ende noch von allen, dass sie sich so verhalten, wie ihr Luftikusse! Dabei haben wir doch einen Ruf zu verlieren!
Da könnt ihr doch nicht einfach, aus reiner Vergnügungssucht, aus reinem Spaß an der Freud, so mir nichts, dir nichts, ohne da mal etwas genauer drüber nachzudenken, ohne mal die Denkbirne anzuknipsen alles zugrunderichten, was wir uns aufgebaut haben. Das sind doch alles Ausländer!! Habt ihr das etwa schon vergessen? Was?! Noch nicht mal das schockt euch? Euch ist wirklich nicht mehr zu helfen! Ihr habt sie doch nicht alle, ihr Spinner! Ich verklag euch! Ich zerr' euch vor Barbara Salesch!
Für diejenigen, denen noch zu helfen ist, habe ich im Shop ein §§a href="http://www.spreadshirt.net/shop.php?op=article&article_id=3215745#top">T-Shirt§§/a> angefertigt. Also, bitte rettet, was zu retten ist. Wo sollen denn die anderen alle hin mit ihrer Verwirrung?

Posted by banana at 06:48 EM | Comments (13)
Juni 24, 2006
Sag mir wo die Daten sind

Beim Umstrukturieren des Servers hat der sich irgendwie verschluckt und alle Daten waren weg. Die Backups waren ein paar Tage alt, deswegen fehlen jetzt zwei Beiträge inklusive der Kommentare.
Das ist zwar schade, aber nicht weiter tragisch. Wenigstens ist das allermeiste noch da. Hätte viel schlimmer ausgehen können.

Nachtrag: Die letzten zwei Beiträge fehlen? Nein, die letzten drei Beiträge fehlen: Der mit dem Wunsch, der mit dem Otti und der mit dem Aufhängen der Lampe. Nobody expects the Spanish Inquisition!

Nachtrag2: So, im Google-Cache waren die Dinger noch (natürlich ohne Kommentare) und Timm hat sie mir zugeschickt, ich habe sie eben wieder online gestellt. Danke für die Daten und Entschuldigung dafür, dass die Kommentare weg sind.

Posted by banana at 07:58 FM | Comments (8)
Juni 22, 2006
Die Zeit eilt uns davon

Heute: Lernen mit der Allee.
Eine kursive Schrift ist eine überlicherweise nach rechts geneigte Schriftvariante einer anderen Schrift, wobei sich einzelne Buchstaben der Kursivschrift vom geraden Schriftschnitt unterscheiden können. Die kursive Variante einer Schrift ahmt eine handschriftliche Version einer Schrift nach. Eine Schriftart mit dem Zusatz "oblique" bezeichnet eine lediglich (z.B. elektronisch) schräggestellte Version der genannten Schrift.
Interessant, nicht?
Auch interessant war das Buch "Eine kurze Geschichte von fast allem", das ich im Urlaub gelesen habe. Eigentlich sollte ich sagen in dem ich im Urlaub gelesen habe, denn über Seite 80 bin ich nicht hinausgekommen, weil ich ja dauernd Achterbahn fahren musste. Das ist bei über 600 Seiten Gesamtumfang keine besonders reife Leistung, aber es ist ausreichend, um micht durcheinander zu bringen.
Ich las dort vom Entstehen des Universums, von Paralleluniversen, von der Entstehung der schweren Elemente und und und. Sowas ist sehr schwer vorstellbar und bringt das alte Wissen, dass im Dachstuhl des Gehirns aufgehängt ist, schonmal ins Schwingen.
So kam es, dass ich die Esstischlampe, die ich vermittels einer Bohrmaschine, eines Dübels und eines Hakens in meiner Wohnzimmerdecke befestigt habe, schon zwei Abende misstrauisch umkreise. Ich würde nicht sagen, dass ich darauf warte, aber es würde mich auch nicht wundern, wenn sie einfach von der Decke fallen und aluminumdummelnd auf dem Tisch aufklongen würde. Schließlich ist es nicht normal von Dingen, einfach von der Wohnzimmerdecke herunterzuhängen.
Wir machen uns ja oft nur wenig Sorgen, weil wir zu wenig über die wahre Natur der Dinge nachdenken.
Da hätten wir zum Beispiel die Lampe. Sie hängt an einem Haken, der in einen Dübel gedreht ist, der in einem Loch steckt, dass ich in den Beton den Zimmerdecke gebohrt habe. Der Haken drückt die Seiten des Dübels auseinander, so dass der Dübel in dem Loch festgeklemmt wird und somit dem Zug trotz, den die Erdanziehungskraft auf die an ihm hängende Lampe ausübt.
Das scheint einem uninformierten Menschen ganz normal, weil man solchen Dingen tätglich begegnet.
Nun führte die Lektüre des Buches aber dazu, dass ich mich daran erinnerte, dass alles aus Atomen besteht. Die Atome wiederum bestehen aus einem Atomkern (Protonen und Neutronen) und einer gewissen Anzahl von Elektronen. Die Elektronen umkreisen den Atomkern. Soweit ist das noch kein Grund zur Besorgnis. Das Problem dabei ist nur, dass der Atomkern und auch die Elektronen so wahnsinnig klein sind und dass der Raum zwischen den Dingern, reativ zu ihrer Größe gesehen, so wahnsinnig groß ist. Vereinfach gesagt könnte man also sagen, dass so ein Atom aus praktisch gar nichts besteht, ausser Abstand zwischen dem Kern und den Elektronen. Und der Abstand besteht aus Abstand. Und Abstand kann man zusammendrücken.
Wenn also jetzt der Haken den Abstand zusammendrückt, aus dem die Atome des Dübels bestehen, wieso hält dann der Dübel in der Decke?
Das macht mir etwas Sorgen, aber noch hält die Lampe. Ich denke mal, da sind noch einige andere Kräfte im Spiel, die im Buch nach Seite 80 beschrieben werden.

Posted by banana at 08:49 EM | Comments (2)
Juni 20, 2006
Police are growing dreadlocks

Viele sagen, es liege am Sommerloch, dass die Geschichte mit dem Otti so hochgespült wird. Aber irgendwie kann das doch gar nicht stimmen. Da wäre doch zum Beispiel die WM. Über die kann man doch schon so viel berichten, dass da gar kein Loch entsteht. So ein Loch hat neben der WM eigentlich überhaupt keine Chance. Andererseits handelt es sich bei Fussball ja auch um ein völlig lochfreies Spiel (anders, als zum Beispiel Billard, Golf oder Basketball), so dass neben dem Fussball schon Platz für das eine oder andere Loch wäre, aber rein zeitmäßtig gesehen haut das einfach nicht hin.
Zwei platte Witze über die Themen: Viele sagen, bei Fussball handele es sich nicht um ein lochfreies Spiel, denn da wären ja genug Arschlöcher auf dem Platz, im Stadion und vor dem Fernseher, aber diesen Standpunkt würde ich nicht unterschreiben. Andere sagen, der Otti, der hätte ja rein Umfangmäßig überhaupt kein Problem damit, das Sommerloch ganz alleine zu stopfen, aber das wäre auch ganz und gar gemein.
Und falsch! Denn angeblich muss sich der Otti das Sommerloch mit dem Problembären Bruno teilen. Heute las ich, die beiden würden zusammen 250Kilo auf die Waage bringen. Das nimmt mich wundern. Ich vermute einen Zahlendreher. Ich vermute auch, dass nicht der Bruno ein Problem hat, sondern alle anderen, die jetzt schon seit ein paar Wochen erfolglos versuchen, Meister Petz dingfest zu machen. Da können wir von Glück reden, dass der Bruno kein Terrorist ist, sonst hätte da jemand schon ganz Bayern mit Smartbombs umgegraben und dem Bruno würde das Klettern dann noch viel schwerer fallen, über die ganzen Trümmer. Als ob er es nicht schon schwer genug hätte.
Aber der Otti, der ist schon ein Pechvogel. Da betrügt er seine Frau mit einer 37 Jahre alten Frau, die Sache kommt raus, seine Frau sagt, dass sie nimmer mog, Otti hat zu allem Überfluss auch noch eine Reifenpanne, stürzt beim Herbeirufen der Hilfskräfte, kugelt sich die Schulter aus, muss ins Krankenhaus und jetzt müssen sogar die Dreharbeiten für den Bullen von Tölz verschoben werden! So sieht ein Deutsches Schicksal aus.
Was passt nicht? Was passt nicht? Was passt nicht in die Reihe?
Richtig, die Konsequenz der Ehefrau in Sachen Ehebeendung.
Der Rest ist sehr Deutsch. Da hätten wir erstmal den Otti, der leider mit einem derartigen Vornamen gestraft ist, dass ihn niemand bei ihm nennt. Man könnte ihn auch "der, dessen Name nicht genannt werden darf" nennen, aber das wäre zu viel Tipparbeit.
Den Otti wollen sich eigentlich nur recht wenige Menschen beim Sex vorstellen, deswegen hat er ja auch geheiratet. Aber nun hat er eine Geliebte gehabt und bei dem Wort "Geliebte" muss man - wenn auch nur ganz kurz - mal an Sex denken. Und zack! Stapfen dicke Ottibeine im Feinrippslip mit Otti-Standardgesichtsausdruck (erhältlich in den Geschmacksrichtungen "Böse", "Sauer", "Fuchsteufelswild", "Freudig erregt" und "kurz vor dem Mittagessen") oben drauf durch unser Gehirn. Wir können da gar nicht anders. Der 37 jährigen "Bikini" Geliebten kommt dabei nur eine Statistenrolle zuteil, die je nach Alter und persönlicher Veranlagung ausfällt.
Und dann sagt auch noch die Ehefrau, dass Otti auch nur ein Mann sei. Das klingt erst etwas versönlich und augenzwinkerlich, aber dann fügt sie hinzu, dass sich Otti auch mal wie Brad Pitt fühlen wollte, von den Frauen begehrt und dann sind wir schon wieder mitten in Deuschland, den Duft der Großen Weiten Welt importiert durch Heinz-Ketchup zu den Frikadellen auf dem Wohnzimmertisch.
Brad Pitt und Otti, das passt höchstens im Fasching zusammen, so als "eigentlich meine ich es ja lustig, aber sprich mich ja nicht darauf an, du Sau". Aber so ist das eben in Deutschland: Amerika hat Brad Pitt, Deutschland hat Otti. Das ist eigentlich ganz gut, denn dann muss man beim Essen nicht so aufpassen, wenn das Maßband nicht so kurz gewählt ist. Hier findet man immer die Variante, bei der alle maximal viele Eingeständnisse machen müssen. Trotzdem werden die Extreme werden nie ausgelotet. Deswegen überrascht auch die Konsequent von Frau Otti. Aber da ist das letzte Wort bestimmt noch nicht gesprochen.
Amerika hat Brad Pit, wir haben Otti. Amerika hat James Dean und seinen tötlichen Autounfall, wir haben Otti und die ausgekugelte Schulter beim Rufen der Pannenhelfer. So ist Deutschland.
Und den Otti trifft es voll. Da hat er wirklich Pech gehabt. Da hätten wir den Boris Becker und den Teppichladen oder den Kaiser Franz und die Weihnachtsfeier. Und? hat es ihnen geschadet? Nein! Und was wird aus Otti? Wird er den Bären von Tölz jemals fangen können? Ich weiss es nicht.

Posted by banana at 07:30 EM | Comments (0)
Juni 19, 2006
Dadruch: Mehr Erfolg in Privat, Hobby und Beruf

Soll man Wünsche aufschreiben? Da gehen die Meinungen auseinander. Die einen behaupten, Wünsche seien lichtscheue Gestalten und würden einfach nicht in Erfüllung gehen, sobald man sie jemandem mitteilt. Die anderen sind neun Jahre alt, meine Nichte und halten mir ein Buch mit dem Titel "Das sind meine besten Freunde" unter die Nase, in dem man nach dem Lieblingsessen, der Lieblingsfernsehsendung und eben auch nach dem größten Wunsch gefragt wird.
So hatte ich keine Wahl.
Allerdings war ich nicht ganz ehrlich bei der Beantwortung der Frage nach meinem größten Wunsch. Das hat mehrere Gründe. Ein "größter Wunsch" fiel mir so spontan gar nicht ein und diejenigen Wünsche, die mir spontan einfielen hatten nichts in einem Buch, dass viele Neunjährige und deren Eltern und Lehrer lesen würden, zu suchen. Nicht nur, weil sie irgendetwas mit Blut, chemischen Substanzen oder nackten Menschen zu tun hatten, sondern auch, weil sie auf den vier Zeilen in dem A6 Büchlein nicht so viel Platz gefunden hätten, dass sie die Zielgruppe auch verstehen würde. Auch haben Wünsche etwas Ungeduldiges an sich. Zumindest sind sie nicht so geduldig, wie Papier. Meine Wünsche haben es an sich, dass sie sich von Zeit zu Zeit ändern und diese Zeit ist kürzer, als die Lebensdauer von den besten Freunden einer Neunjährigen.
Und dann war ich mir auch nicht ganz sicher, ob so ein Wunsch nicht doch etwas lichtscheu ist.
Ich kramte also etwas in der "sonstige Wünsche" Schublade in meinem Kopf, wurde fündig und schrieb "einmal mit der Achterbahn 'The Raven' im Dunkeln fahren" und war mit der Antwort ziemlich zufrieden.
Es war nicht mein größter Wunsch, aber eindeutig eine Idee in meinem Kopf und sie erfüllte die nötigen Kriterien: Sie war für Neunjährige verständlich und sie erfüllte die wichtigsten Kriterien eines öffentlich vorgetragenen Wunsches.
Ich saß nämlich einmal in irgendeinem Seminar für irgendwas und im Rahmen der stets fürchterlichen ersten Viertelstunde wurden wir nach unseren Zielen gefragt. Ein Ziel ist eigentlich das gleiche, wie ein Wunsch, aber weniger nah am Herzen und weniger lichtscheu.
In dem Seminar machte gleich der erste Teilnehmer den gewünschten Fehler: Er sagte "Ich will mal viel Knete haben".
Das sei kein richtiges Ziel, sagte daraufhin der Seminarleiter. Ziele müssten konkret sein, sie müssten messbar sein und sie müssten - wenn auch möglichst nur unter Mühen - erreichbar sein. So sei "viel Knete haben" kein konkretes Ziel, wohl aber "der Besitz einer Villa mit acht Schlafzimmern und zwei Garagen".
Das hatte ich mir gemerkt, wahrscheinlich, weil ich etwas sehr ähnliches wie die Knetesache gesagt hätte, wenn ich als erster an der Reihe gewesen wäre, wenn auch weniger flapsig formuliert.
So gesehen war ich mit meinem Achterbahnwunsch sehr zufrieden, klappte "Meine besten Freunde" zu, gab es zurück und vergaß bald wieder, dass ich den Wunsch aufgeschrieben hatte.
Der Wunsch wurde mir allerdings vor kurzem wieder ins Gedächtnis gerufen und zwar von meiner Nichte. Bei unserem letzten Treffen vor meinem Achterbahnurlaub, gab sie mir einen Brief, dessen Inhalt hier nicht von Interesse ist. Von Interesse ist allerdings eine geschlängelte und gekringelte Linie mit Sternen unter dem Brief. Ich erkannte erst nicht, was sie darstellen sollte. Als ich dann aber die viereckigen Kästen mit kleinen Kreisen und Strichen darauf sah, da wurde mir klar, was ich da vor mir hatte. Die Linie war die Achterbahn, die Sterne zeigten mir, dass es Nacht war und die Kästen waren die Achterbahnwagen, mitsamt kreisigen Passagierköpfen und strichigen Passagierarmen.
Natürlich, das war der Raven bei Nacht. Sie konnte nicht wissen, dass er über keine Loopings verfügt, aber das werde ich ihr bei Gelegenheit auch noch einbläuen.
Mein Wunsch wurde offensichtlich ernster genommen, als er gemeint war.
Aber war er wirklich gar nicht so gemeint? Sicher, es war nicht mein größter Wunsch, aber ich wäre den Raven verdammt gerne mal im Dunkeln gefahren. Der Raven hat einen sehr guten Ruf und darüber hinaus einen, der besagt, dass er im Laufe eines Tages immer besser wird und im Dunkeln so richtig die Sau rauslässt, ungefähr so wie ein Deutscher auf Malle. Auch gab es ein sehr beliebtes Achterbahn-Event, bei dem man den Raven im Dunkeln fahren konnte. Das Event war auch die einzige Chance, den Raven im Dunkeln zu fahren. Das Event hatte nur einen Haken: Es fand nicht mehr statt.
Mein Alibiwunsch war also in Wirklichkeit ein Mittelklassewunsch. Ein kleiner, ehrlicher Wunsch. Ein bisschen verschroben und romantisch und ganz und gar unerreichbar.
Dachte ich zumindest.
Als ich den Wunsch aufgeschrieben hatte, da hatte ich noch nichts von dem Achterbahnurlaub gewusst. Ich hatte natürlich auch nicht gewusst, dass mich der Urlaub in den Park führen würde, in dem der Raven steht und ich hatte natürlich auch nicht gewusst, was passieren würde.
Natürlich freute ich mich besonders auf den Raven und natürlich war ich nach der ersten Fahrt auch extra kritisch, was meine Bewertung der Bahn anging. Auch nach der Zweiten und auch nach der Dritten. Ich konnte keinen Haken an der Bahn finden. Ich konnte allerdings auch nichts finden, was den Raven so besonders machen sollte. Eine sehr gute, flotte Holzachterbahn, die sehr gepflegt war und dessen zweite Hälfte sich schön durch einen Wald schlängelte. Mehr nicht.
Trotzdem war ich traurig, dass ich ihn nicht im Dunkeln fahren konnte. Irgendwas musste doch dran sein, an dem Ding.
Der Park schloss um acht. Von acht bis um neun hatten unsere Reisegruppe den Raven für sich. Aber da war es noch nicht dunkel. Es war also nichts mit "Raven im Dunkeln". Von neun bis um zehn hatten wir "The Voyage" für uns. Das war mir eigentlich sehr recht, denn The Voyage gefiel mir viel besser, als der Raven und die Aussicht, diese Bahn im Dunkeln fahren zu können war für mich mehr als Trost, auf den dunklen Raven verzichten zu müssen.
Um zehn nach neun saß ich in einem Zug von The Voyage und wurde den Lift Hill hinaufgezogen. Kurz, bevor der Zug die Kuppe erreichte und auf die Reise geschickt wurde, blieb der Zug stehen. Irgendein Problem. Wir standen dort ein paar Minuten, dann kamen die freundlichen Ride-Operators den Lift Hill emporgeklettert, überprüften schnell unsere Gurte und Bügel und kurz darauf ging die Fahrt endlich los.
The Voyage hatte an diesem Abend Probleme. Auch der zweite Zug blieb auf dem Lifthill stecken. Die Ride-Managerin des Parks erklärte daraufhin, dass unsere exklusiven Fahrten auf The Voyage an diesem Abend nicht stattfinden konnten, sie bot uns als Entschädigung allerdings eine weitere exklusive Stunde auf dem Raven an.
Eine weitere Stunde auf dem Raven. Und es war schon fast komplett dunkel.
Kurze Zeit später und ohne meine Gedanken geordnet zu haben, befand ich mich auf dem Lift Hill des Raven. Erst, als die Lift-Kette den Job des Antriebs der Schwerkraft übergab, wurde mir klar, dass ich gerade im Begriff war, den Raven im Dunkeln zu fahren und dass ich mich auf dieses Ereignis eigentlich gar nicht richtig vorbereitet hatte. Während ich also versuchte, mich darauf vorzubereiten, merkte ich, dass jemand die Bahn ausgetauscht haben musste. Zuerst benahm sie sich noch ganz normal; der First Drop in den Tunnel hinein, der zweite Hügel, dann die Kehrtwende über Lake Rudolph, dann der Anstieg, die Linkskurve und dann wurde es merkwürdig.
Tagsüber hätte jetzt der Drop kommen sollen, der die Strecke in das Waldstück führte. Jetzt allerdings wurde einem der Zug unter dem Arsch weggezogen und man stürzte in völlige Dunkelheit. Die Dunkelheit war völlig, aber nicht bodenlos. Der Hosenboden behielt immer gerade noch Kontakt mir den Polstern der Züge, so als ob einem die Bahn mitteilen wollte, dass man nicht allein war. Das war eigentlich nicht nötig, denn das konnte man auch am lauten Johlen der Mitfahrer erkennen.
Von da ab ging alles sehr schnell. Eine Schwung nach links, eine kleine Kuppe, eine Schwung nach rechts, Arme nach oben, nach links geschleudert werden, ungläubiges Lachen, Schreien vor Vergnügen, Orientierungslosigkeit, Ungläubigkeit, Schlussbremse, Lachen, Abklatschen der Mitfahrer, nochmal.
Das Ding wurde vom Teufel persönlich geritten und zwar, bevor man den Vertrag mit ihm unterschrieben hatte.
Nach fünf oder sechs Fahrten stieg ich aus und merkte erst dann, dass mir die Rippen ordentlich wehtaten, weil mir der Wagen in der Finsternis einige Knuffe versetzt hatte, auf die ich nicht vorbereitet gewesen war.
Das war mir allerdings ziemlich egal, denn diese Fahrten gehörten zu dem Unglaublichsten, das ich auf Achterbahnen erlebt hatte. Der Zug rast durch die völlige Dunkelheit, man liefert sich aus, vertraut sich ihm an und bekommt dafür einen Ritt auf der Kanonenkugel. Inklusive Anschnallgurt. Wird schon irgendwie klappen, auch wenn es gar nicht danach aussieht. Man muss einfach brüllen und lachen, kann nicht anders.
Jetzt stand ich da, zwischen der Station und den anderen, die nicht mehr fahren mochten und war perplex, fertig und zufrieden.
Es war ein merkwürdiges Gefühl, Gefühlsniemandsland. Mein Wunsch war in Erfüllung gegangen und er hatte sich als ziemlich würdig erwiesen. Und jetzt? War ich eigentlich auch würdig genug? Ich versuchte, den Moment festzuhalten, aber es klappte nicht. Ich rutschte langsam aber sicher ab, wie Garfield an der Tapete, Dr. No am der Eisenstange oder wie der T-Online Kurs, seit ich die Aktien gekauft habe. Das war wohl der hoffnungslose Versuch, dem Moment die Bedeutsamkeit aufzulöten, die er verdient hatte. Links ratterten die wie wahnsinig brüllenden Irren durch den finsteren Wald, vor mir blitzten die Glühwürmchen und rechts redeten die Wartenden schon wieder von Achterbahnen.
Offensichtlich war ihnen allen nicht klar, was ich gerade durchmachte. Die Anstrengung, die Schwere des Moments mit meiner Anwesendheit universell verständlich zu vermitteln, war mir offensichtlich misslungen.
Irgendwann merkte ich, dass ich zehn Minuten schweigend und ganz allein dagestanden hatte, während die anderen weiter die Rippen knacken und die Stimmbänder vibrieren liessen. Ich überlegte kurz, ob ich noch ein paar Runden fahren sollte, sozusagen fahren sollte, als sei es der letzte Tag, aber mein Rippenkäfig und der Klops im Magen überzeugten mich, dass es gut war.
Ausserdem war nicht der letzte Tag der Reise.
Ich entschied, dass das alles sei, was ich für den Moment tun konnte und stellte mich zu den Schwatzenden. Reden mochte ich immer noch nicht, aber mit alleine Rumstehen war es auch erstmal gut.
Mein Wunsch hatte eine ganz schöne Karriere hinter sich. Als Alibi aus der Wunschschublade rausgefischt, dann zu Papier gebracht, vergessen worden, wiederbelebt, ins Gepäck verpackt, um die halbe Welt getragen, um ein Haar ins Wasser gefallen, dann doch wahr worden, beim Wahrwerden gekitzelt und geknufft und jetzt einfach erfüllt.
Sich Wünsche zu erfüllen ist, wie etwas Schönes herzuschenken. Nur hat man dann niemanden, der einem dankbar ist.
Ich hatte aber wenigstens jemanden, der mich verstehen würde! Meine Nichte! Schließlich war ich ja auch ein bisschen für sie gefahren, hatte für sie rumgebrüllt und mir in die Flanken boxen lassen. Ihr hatte ich den Wunsch ja auch ein bisschen zu verdanken.
Als ich sie dann nach meiner Rückkehr wieder traf, da wartete ich etwas, bis wir alleine waren und sagte dann feierlich "Ich bin auch mit der Achterbahn gefahren".
"Mit welcher?" fragte sie.
"Mit der im Dunkeln. Aus deinem Buch."
"Ach so." sagte sie und lief weg, weil ihr Bruder sich anschickte, ihr ein paar Gummibärchen zu klauen.
Und ich muss mir jetzt wohl einen neuen Vorzeigewunsch ausdenken. Ehrlich gesagt habe ich schon einen. Ich weiss aber diesmal noch nicht, ob ich ihn verrate.

Posted by banana at 08:14 EM | Comments (0)
Juni 13, 2006
Uffi uff


Der Achterbahnurlaub ist vorbei, heute haben wir den letzten Park besucht und morgen Abend geht es zurück nach Deutschland. Am Mittwoch, so am frühen Nachmittag eurer Zeit, bin ich dann wieder da.
Die letzten Tage waren sehr anstrengend, aber auch sehr schön. Aufgestanden sind wir um sieben, ins Bett ging es um zwei oder drei.
Trotzdem habe ich jetzt eine neue Nummer eins Achterbahn. Nur schade, dass sie direkt am Arsch der Welt liegt.
In den nächsten Tagen gibt es wieder mehr zu lesen. Ich kann aber nicht versprechen, dass das völlig achterbahnfrei sein wird.
Amerika ist schon komisch. Vorhin war ich zu Fuß im Supermarkt einkaufen. Dabei hatte ich wirklich Angst. Nicht, dass ich überfahren werden würde, sondern eher, dass die Polizei käme und mich verhafte. Als Fußgänger ist man hier wirklich Fremdkörper.

Posted by banana at 04:14 FM | Comments (8)
Juni 07, 2006
Welcome back! How was your ride?

Mit großen Augen steht er vor der Achterbahn. Er hat sich den ganzen Tag darauf gefreut, mit ihr zu fahren, hat sich ausgemalt, wie es sein würde, über ihre Hügel zu sausen, dabei die Arme in die Luft zu strecken und zu jauchzen.
Aber er steht ganz alleine da und kann niemanden finden, der mit ihm fahren möchte. Er wird die Bahn heute nicht fahren können.
Ja. So ging uns das gestern bei Jr. Gemini! Viele konnten nicht mit der Bahn fahren, da man sie als Erwachsener nur in Begleitung eines Kindes fahren darf und wir nunmal keine Kinder dabei hatten.
Also fingen einige aus der Gruppe an, Kinder, die zu der Bahn gingen zu fragen, ob sie mit ihnen fahren durften. Die meisten Kinder hatten Angst und ihre Eltern sahen es auch nicht gerade mit Begeisterung, dass ihre Sprösslinge von wildfremden Erwachsenen angesprochen wurden.
Mir war das dann zu blöd. Wenn man eine Bahn nicht fahren soll, dann fährt man sie eben nicht.
Warum wir dennoch so scharf waren, auf einem Kinder-Coaster zu fahren? Ganz einfach: Die meisten zählen die Achterbahnen, auf denen sie gefahren sind und je größer die Zahl der gerittenen Bahnen, desto größer das Ansehen. Oder so ähnlich. Da setzt man schonmal einiges in Bewegung, um die Zahl zu erhöhen.

Posted by banana at 11:08 EM | Comments (23)
Juni 05, 2006
Es hat angefangen aufzuhören

Mit der Sprache ist das ja so eine Sache. Mein Englisch ist auf jeden Fall in erschreckendem Ausmaß eingerostet. Verstehen kann ich fast alles, auch wenn mir der Britische Akzent einiger Mitreisender etwas Probleme bereitet, aber sprechen, das ist eine ganz andere Sache. Wahrscheinlich halten mich alle für einen Idioten, weil ich versuche, mich besonders cool auszudrücken, dabei aber rüberkomme, wie Roberto Blanco auf einer Gala im Altenstift.
Gestern, im Park Idlewild, fragte ein kleiner Junge seine Mutter "Mom, why do these people speak English so badly?" Die Mutter sagte, das sei so, weil das nicht unsere Muttersprache sei. Wie sie es gesagt hat, fällt mir natürlich nicht mehr im Wortlaut ein, was als Bestätigung meiner Aussage bezüglich des sprachlichen Unvermögens gewertet werden kann.
Der Junge war übrigens der Meinung, dass Deutsch eine schwere Sprache sei, weil die Wörter auf Deutsch viel länger seien, als auf Englisch. Seine Mutter war der Meinung, dass Deutsch eine schwere Sprache sei, weil im Deutschen nicht alle Bustaben ausgesprochen würden. Sie war auch der Meinung, dass Englisch eine schwere Sprache sei, weil es für viele Dinge mehrere Worte gibt.
Ich finde, da hat jeder und keiner Recht.
Auf der anderen Seite ist unser Problem mit der Sprache aber auch von Vorteil: Schon zweimal wurden wir von jungen Frauen gefragt, aus welchem Land wir den kämen. Als wir dann "Germany!" antworteten, bekamen wir stets "I like your accent!"
Beim ersten Mal war das ja noch originell, beim zweiten Mal war uns aber klar, dass das nur eine billiger Anmachspruch aus dem Amerikanischen Pendant zur Bravo sein musste, weil sie hier spitzbekommen haben, dass wir Europäer sechs Wochen Urlaub im Jahr haben.
Ausserdem wollen wir nicht "I like your accent" hören, sondern sowas, wie "your English is very good".
Das haben wir aber noch nicht gehört, sondern eher sowas, wie "Ich höre euch sehr gerne sprechen, aber verstehen tue ich euch nicht". Natürlich kann ich auch das nicht im Wortlaut wiedergeben.
Inzwischen machen wir uns aber einen Spaß daraus. Da war gestern zum Beispiel dieser Märchenwald, in dem es Menschen gibt, die dort als Märchenfiguren arbeiten. Sie halten sich den ganzen Tag in ihrem Märchenhaus auf und sind freundlich zu den Besuchern. Das stelle ich mir sehr anstrengend vor. Folgender Dialog entwickelte sich (Wortlaut nicht exakt wiedergegeben):
SW: Hi guys!
Guys: Hi.
SW: How are you doing?
Guys: ...
Guy1: Something is wrong.
SW: Why?
Guy1: Count!
SW: Count?
Guy1: Count the dwarfs!
SW: What?
Guy1: There are eight dwarfs. Count with me.
SW: But I am Snowwhite!
Guy1: No, I am Snowwhite.

Naja, das war jetzt nicht besonders lustig. Man muss eben dabei gewesen sein. Wie so oft.

Posted by banana at 04:04 FM | Comments (7)
Juni 03, 2006
Great Bear war auch gut!

Uff, so ein Achterbahnurlaub ist anstrengend! Bis jetzt waren es 52 verschiedene Achterbahnen, die ich mindestens einmal gefahren bin.
Ich hatte mir auch eine Liste von Dingen gemacht, die ich einkaufen wollte, die ich anderen mitbringen wollte und die ich sonst so erledigen wollte, aber dafür ist leider überhaupt keine Zeit.
Morgens wird früh aufgestanden, dann geht es in den Bus, dann in einen oder mehrere Parks und bis man dann - von der Klimaanlage im Bus schon in eine Art Winterschlaf versetzt - im Hotel angekommen ist, ist es frühestens halb elf und man hat so richtig Sehnsucht nach dem Bett.
So ähnlich muss früher die Seefahrt gewesen sein.
Aber es macht Spaß. Es macht sogar richtig viel Spaß!
Mäßigung lautet allerdings die Devise. Selbst wenn eine Bahn noch so schön ist und wenn man sie so oft fahren könnte, wie man wollte, weil sie für die "General Public" gerade gesperrt ist, so muss man sich doch zurückhalten und nur so oft fahren, wie es der Rücken erlaubt.
Gestern hatten wir zum Beispiel die unglaublich unglaubliche Holzachterbahn "Phoenix" im Knoebel's Park (der heisst nicht "Park", aber ich bin gerade zu faul, um nachzuschauen) für uns alleine und ich hätte die ganze Stunde durchfahren können. Allerdings meldete sich nach Fahrt vier mein Rücken und ich setzte den Rest der Session aus. Das ist natürlich schade und eine Schande, denn so schnell komme ich da nicht mehr hin, aber man muss ja in die Zukunft schauen.
Heute waren wir im Hersheypark. Dort steht unter anderem der hervorragende Rocket-Coaster "Stormrunner". Der Name ist etwas irreführend, denn im Regen war die Bahn geschlossen. Drei Stunden habe ich gewartet. This means that Stormrunner is the only Coaster that does not run when there's a storm. Irgendwie blöd.
Fotos und Berichte von der Tour gibt es übrigens §§a href="http://www.coasterclub.org/trips/reports/2006/usa/">hier.§§/a>

Posted by banana at 05:23 FM | Comments (8)
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