April 26, 2006
In den Kesseln da faulte das Wasser

Heute gibt es etwas ganz kurzes zu hören. (§§a href="http://www.spackonauten.org/music/das_muss_schlimm_sein.mp3"">Hier klicken§§/a>, mp3, 140kb)
Es geht darum, dass wir nicht immer meckern und nörgeln sollen, denn so schlecht geht es uns wirklich nicht. Es gibt Menschen, denen es noch viel schlechter geht, als uns. Denkt mal darüber nach!

Posted by banana at 08:01 EM | Comments (8)
April 25, 2006
Marleen, keiner von uns beiden kann noch stehn

Aus: Gespräche mit banana. Heute: Gefährlicher Spieltrieb
bna: Gab es in der DDR eigentlich auch Schokoosterhasen?
00b: Ja. Warum sollte es denn keine Schokoosterhasen geben?
bna: Aber das Spiel Monopoly, das gab es nicht.
00b: Das war da nicht so gerne gesehen.
bna: Und wenn man in einen Laden gegangen ist und das gekauft hat, kam man dann in die Stasi?

Brent hatte einen Rock n'Roll Anfall. Es traf ihn mitten in der U-Bahn. Die anderen Leute taten so, als sei nichts, so wie sie es immer machen. Sie verhalten sich, wie dumme Kinder. Wenn man es nicht sehen kann, dann gibt es das auch nicht. Der Polizei werden sie dann später sagen, dass sie nichts mitbekommen haben und DaSilva wird sie anbrüllen "Fünf Meter neben ihnen hatte jemand einen Rock n'Roll Anfall und sie wollen nichts mitbekommen haben?"
Aber es wird nichts nutzen. Ignoranz ist nicht strafbar.
Brents Anfall war besonders schlimm. Er dauerte Hound Dog, Rock around the clock und Teddy Bear lang. Hinterher musste er sich die Dreieckskottletten abrasieren und sich die Pommade aus dem Haar waschen. Zum Glück war Brent darauf vorbereitet, denn er hat in letzter Zeit öfters diese Anfälle.
Merkwürdig, wie einem das Schicksal manchmal mitspielt.
Morgens Aronal, abends Elmex, so sagt man. Was ist aber, wenn man sich mittags die Zähne putzt? Könnte diese Frage mal jemand an den Support des Herstellers wenden? Das würde mich schonmal interessieren.

Posted by banana at 07:08 EM | Comments (18)
April 20, 2006
About the world we live in and life in general

An der Salatbar im Supermarkt stand "...kostet xx Cent pro 100g. Der Salat wird an der Kasse ausgewogen".
Das finde ich gut, besonders, wenn man sich ausgewogen ernähren möchte. Wahrscheinlich will man damit verhindern, dass die Leute schon etwas vom Salat naschen, bevor sie bezahlt haben.
Heute morgen wurden alle unsere elektrischen Geräte durchgemessen und dann ein Aufkleber draufgeklebt. Da war Zeit für Gesrpäche.
Aus: Gespräche mit banana. Heute: Butter bei die Fische.
bna: Hast du auch einen Punktierten Schilderwels?
00b: Nein. Aber ich habe drei andere Welse.
bna: Sind das Scheibenlutscher?
00b: Ja, alle Schilderwelse sind Scheibenlutscher und alle Welse sind irgendwie punktiert.
bna: Weisst du, was ich cool finde?
00b: ...
bna: Hammerhai. Voll krass.
00b: ...
bna: Und Potwal. Auch krass. Nur größer.
00b: ...
bna: Das fände ich cool. So ein 15 Meter langes Aquarium mit nem Potwal drin. So voll protzig.
00b: Aha.
bna: Der kommt dann alle paar Minuten hoch zum atmen, so *spratz* (macht Spratzgeräusch und Spratzgeste). Und alles wird total nass. Das nennt man Blas.
00b: ...
bna: Oder so Gangster Rapper mit nem Riesenaquarium, wo ein Pottwal drin ist. Nee, Gangster Rapper haben dann so einen Killerwal. So einen Orka, so ganz krass. Aber da kommen dann bestimmt die Tierschützer. Und dann sitzen die ganzen Gangster Rapper auf der Leder-Couch und gucken böse und dann kommt der Killerwal hoch und atmet und alle werden voll nass. Und dann lacht der eine Rapper und dann kommt der andere und erschießt ihn.
00b: Soso...
bna: Weisst du, was auch krass wäre?
00b: ...
bna: So ein Shushi-Lokal, wo ein Schild hängt "wir garantieren ihnen, dass unser Fisch auf die asozialste Weise die es gibt umgebracht wird. Das wäre doch voll krank. Voll kränk. Da wäre Boris Krassimov nichts dagegen.
00b: ...
bna: Dann kommt man in die Küche und da steht dann so ein Gangster Rapper mit zwei Riesenkanonen in der Hand und vor ihm liegt der Fisch und dann ballert der Gangster Rapper den Fisch so ab, so bamm bamm bamm bamm (macht Schussgeräusche und hält zwei imaginäre Pistolen in cooler Art in der Hand)

Posted by banana at 08:01 EM | Comments (21)
April 18, 2006
Klaus Unverhofft, Pohrnodarsteller

Gestern spielte ich Star Wars Quartett gegen meinen Neffen. Das Spiel war etwas unfair und zäh, weil er nicht Lesen kann und auch mit den Zahlen so seine Probleme hat. Deswegen musste er immer nachfragen, welches Merkmal er denn nehmen sollte. Dafür konnte ich ihm Prima in die Karten schauen, so dass das Spiel über lange Strecken ziemlich ausgeglichen war. Ich habe ihn dann durch meine Ausdauer zermürbt und er hat irgendwann aufgegeben.
Immerhin weiss ich jetzt, dass Yoda die meiste Jedi-Power hat (100), gefolgt von Luke Skywalker (95), gefolgt von Obi Wan Kenobi (90). Jetzt hab ich doch glatt vergessen, wieviel Jedi-Power Darth Vader hat. Der muss ja eigentlich auch eine Menge haben, schließlich war er ja selbst mal ein Jedi-Ritter und kein Schlechter, das möchte ich sagen.
Ich frage mich, ob Yoda auch weiss, dass er 100 Jedi-Power hat und ob Luke Skywalker weiss, dass er 95 Jedi-Power hat. Also, bei der Jedi-Ausbildung von Luke Skywalker, da sah mir das nicht nach 95 Jedi-Power aus. Da sah mir das eher nach 67 Jedi Power und 95 Ungeduld aus. Aber von Ungeduld stand nichts auf den Karten, so dass ich das nicht nachprüfen konnte.
Da stand nur was von Größe, Jedi-Power, Dunkle Seite, Intelligenz, Kampfkraft und Macht. Ich habe dann auch noch eine "Onkel banana" Karte gemalt (Größe: 1,78, Dunkle Seite: 100, Intelligenz: 100, Kampfkraft: 100, Macht: 7, Jedi-Power: 101), aber mein Neffe ist nicht darauf hereingefallen. Wahrscheinlich, weil sich die Karte äusserlich doch zu sehr von den anderen unterschied.
Ich habe aber nicht nur vergessen, nachzuschauen, wie viel Jedi-Power Darth Vader hat, sondern ich habe auch vergessen, die Prinzessin Leia-Karte zu klauen. Das Bild zeigte sie nämlich im schicken Bikini-Outfit, dass ihr Jabba der Hutte (Größe: 3,90m, Jedi-Power: 0) verpasst hat. Lecker!
A propos lecker: Ich habe heute versucht, einen neuen Text zu dem Lied "Words" von F.R. David zu schreiben. Es sollte Wurst zum Thema haben, aber über die erste Zeile (Wurst, einfach riesig ist sie) bin ich nicht hinausgekommen. Wahrscheinlich war ich noch zu erschöpft vom gestrigen Kartenspiel.

Posted by banana at 07:01 EM | Comments (15)
April 17, 2006
You gotta say yes to another Abszess

Er tischlerte seit über 40 Jahren, aber daran, dass so etwas passieren könnte, hatte er nie gedacht. Er hatte immer nur ans Tischlern gedacht, an nichts anderes. Er mochte seine Arbeit, arbeitete gewissenhaft und sorgfältig. Jeden Tag war er in seiner Werkstatt, den ganzen Tag.
Und jetzt war er mit der Hand in die Säge gekommen. Er hatte sich die Verletzung nicht genau angeschaut, aber er wusste, dass es schlimm war. Unter Schock nahm sich ein Handtuch, wickelte es um die blutende Hand und lief zu seiner Frau. Die Frau erschrak zu Tode, als sie den man mit dem blutigen Handtuch über der Hand plötzlich stammelnd in der Küche stehen sah und in ihrer Verwirrung lief sie zu den Nachbarn, genau so, wie sie immer zu den Nachbarn lief.
Zusammen fuhr man sofort in das nächste Krankenhaus.
Vielleicht war das ein Fehler gewesen. Vielleicht hätte man den Notarzt rufen sollen. Vielleicht hätte man auch die Finger aufsammeln sollen, sie mit irgendetwas Kaltem zusammen in eine Tüte stecken sollen und mitnehmen sollen, aber alle waren viel zu durcheinander gewesen, um nachzudenken.
Nachdem er aus dem Krankenhaus entlassen wurde, stand er nicht mehr jeden Tag in der Werkstatt. Er saß im Wohnzimmer in seinem Sessel und tat nichts. Er wusste nicht, was er tun sollte. Er konnte nichts mit sich anfangen, hatte ja immer nur gearbeitet.
Als er es nicht mehr zu Hause aushielt, ging er ins Dorf, um mit den Leuten zu sprechen. Er erzählte ihnen, dass er immer gute Arbeit geleistet hatte. Er erzählte ihnen, dass es nie Beschwerden über seine Arbeit gab. Er erzählte ihnen, dass er sich nichts vorzuwerfen hatte, weil er doch nichts falsch gemacht habe. Er zeigte ihnen seine Verstümmelung, die Hand ohne Finger. Er erzählte ihnen, wie sehr er sich vor seiner kaputten Hand ekelte. Er erzählte ihnen, dass er ein wertlosen Mann geworden sei, weil er nicht mehr arbeiten gehen konnte.
Jeden Tag erzählte er, zeigte allen, die er traf. Die Leute hörten ihm zu, aber sie verstanden ihn nicht.
Dann erzählte er davon, dass er sich umbringen wollte, weil er nichts mehr wert war. Aber die Leute verstanden ihn immer noch nicht. Sie sagten, dass er eine Frau habe, die er vor wenigen Jahren geheiratet hatte und die extra wegen ihm aus dem Ausland hier hergezogen war. Sie sagten ihm auch, dass er es ersteinmal probieren solle, das Leben mit der kaputten Hand und ohne Arbeit. Aber darum ging es doch gar nicht.
Eines Tages ging er in die Werkstatt, zündete Kerzen an und legte sich in den Sarg, den er dort aufgestellt hatte. Als seine Frau ihn fand sagte er, er wollte sterben.
Seine Frau telefonierte und am nächsten Tag kam er in eine Klinik. In einer Nacht knüpfte er sich einen Strick aus allem zusammen, was er finden konnte, band ein Ende an ein Heizungsrohr und legte das andere Ende um seinen Hals. Er lies sich so oft in das Seil fallen und zog daran, bis er keine Luft mehr bekam. Dabei schlug er mit dem Kopf immer wieder an die Heizung. Die Ärzte sagten seiner Frau, sie solle sich ihn lieber nicht nocheinmal ansehen.

Posted by banana at 10:27 EM | Comments (23)
April 16, 2006
Schroff ist das Riff.

Ich habe Kopfschmerzen, Frostgefühle, Hunger & die Schnauze voll.
Deswegen gibt es nichts zu lesen, dafür aber drei neue Dosen in der §§a href="http://www.spackonauten.org/adoe/index.html">Allee der Ölsardinen§§/a>. Vielen Dank dafür an mich selbst.
Wenn ihr jetzt rumnörgelt, weil euch langweilig ist, dann hätte ich einen Vorschlag: Lest doch einfach ein bisschen was über die §§a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Cricket">Cricket-Regeln§§/a>.
Frohe Ostern,
bna

--ach... jetzt hätte ich das ja fast vergessen. Es findet in München wieder eine Lesung statt. Und ich darf mitmachen. Ist das nicht großartig? Der Tremin ist der Samstag, der 30.4.06, der Ort ist der Alte Nördliche Friedhof in München Schwabing, genauer gesagt die Wegkreuzung Mitte dort. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Twisted Bavarian statt. Los geht's um 19:00h.
Lesen werden §§a href="http://gig.antville.org">Andrea Diener§§/a>, §§a href="http://www.brainfarts.de">Brainfarts§§/a>, §§a href="http://rebellmarkt.blogger.de">Don Alphonso§§/a>, §§a href="http://smartass.blogger.de">Frau Klugscheisser§§/a>, §§a href="http://www.martinakink.com">Martina Kink§§/a> und §§a href="http://frischgemuese.blogger.de">ich§§/a> (Auflistung in alphabetischer Reihenfolge, ausser ich, aus Höflichkeitsgründen). A Boandlkrama ist übrigens ein Totengräber. Hab ich auch nicht gewusst.
Man kann von einer sehr atmosphärischen Veranstaltung an einem ungewöhnlichen Ort ausgehen. Die Texte werden passend zum Ort ausgewählt und nein, keine Angst, ich werde keine Geisterjäger Bernd Kubinsky Geschichten vorlesen. Menno!
§§a href="http://bloglesungen.twoday.net/stories/1820511/">§§/a>

Posted by banana at 02:58 EM | Comments (10)
April 11, 2006
We could cruise down Robert Street all night long

Heute gibt es gleich zwei fohe gute Nachrichten: Einen neuen Award und eine neue Ölsardinendose! Der Award kommt von Massage-Walter und die Dose von cpain. Vielen herzlichen Dank! Ich seid echt wahnsinnig. Zum Glück.
Ein richtiges Verhältnis zum Tod und damit Angst vor ihm, bekommt man wohl erst ab einem bestimmten Alter.
Mein Neffe fragte zum Beispiel bei der Beerdigung seiner Uroma, was denn die Männer machen, als die Sargträger in die Kirche kamen.
"Die tragen den Sarg zum Grab" war die Antwort.
"Dann haben die es ja nicht so schwer, die Oma war ja nicht so dick" sagte er dann.
Kurz vorher waren wir zusammen am bereits ausgehobenen Grab gewesen, weil er es hatte sehen wollen. Ich hatte es eigentlich nicht sehen wollen, aber darauf kam es nicht an.
Der Erdaushub des Grabes war mit grünem Stoff abgedeckt. Auf dem Boden des Grabes lagen Tannenzweige, wahrscheinlich, damit man nicht sehen, konnte, dass sich dort schon etwas Wasser gesammelt hatte.
"Wo kommt das Wasser her?" fragte der Neffe.
Ich erzählte etwas vom Grundwasser und davon, dass das Wasser sich immer an der tiefsten Stelle sammelt, aber ich dachte "Oh mein Gott, die können die arme Frau doch nicht ins Nasse legen!"
So ist das mit dem Tod. Man hat Schwierigkeiten, ihn zu begreifen.
Man kann sich einfach nicht vorstellen, wie das ist tot zu sein, denn tot sein, das ist nicht, wie Luftanhalten, wie Schlafen oder wie sich mit dem Hammer auf die Finger kloppen, sondern, man ist einfach nicht mehr da. Ist ja logisch, dass man sich das nicht vorstellen kann, denn egal, was man sich vorstellt, man ist immer da, sonst könnte man sich das ja auch nicht vorstellen. Da beisst sich die Katze in den Schwanz, irgendwie.
Deswegen haben so viele Leute davor Angst, gar nicht tot zu sein, sondern nur für tot gehalten zu werden, obwohl das in der Praxis so gut, wie nie vorkommt. Lebendig begraben zu werden, das ist mit das Schlimmste, was wir uns vorstellen können.
Ich glaube, das ist für viele der Grund, warum sie sich nach ihrem vermeintlichen Tot verbrennen lassen wollen. Wenn man dann doch noch lebt, dann wird man wach, es ist sehr kurz sehr, sehr heiss und dann ist man wirklich tot.
Viele Angstellte von Krematorien wiederum wollen sich aber nicht verbrennen lassen. Das Feuer sei so heiss, so sagen sie, da könnten sie sich nicht vorstellen, dass da von dem Menschen irgendetwas übrigbleibt. Gemeint ist natürlich die Seele.
Auch so ein Ding, die Seele. Wenn es die Seele gibt, dann müssen wir uns nicht vorstellen, dass wir irgendwann einfach nicht mehr da sind.
Ich glaube, jüngere Leute haben weniger Angst vor dem Tod, als ältere. Vielleicht, weil sie mit ihrem Leben noch nicht so viel angestellt haben. Es ist ein Unterschied, ob man mit einem 1000 Teile Puzzle aufhört, wenn man den Rand noch nichteinmal komplett hat oder wenn man schon fast zur Hälfte damit fertig ist. Jetzt hat man so viel Arbeit reingesteckt, jetzt wäre es doch schade drum.
Vielleicht ist das auch eher so eine hat hab ich schon so viel Mist mitgemacht, jetzt muss doch irgendwann man die Belohnung kommen, das kann doch nicht alles gewesen sein Sache. Der Tod wäre dann die Entsprechung des Marathonläufers, der kurz vor dem Ziel auf die Fresse fliegt.
Viele alte Menschen sagen, sie haben keine Angst vor dem Tod, sondern nur vor dem Sterben. Ich frage mich, ob sie etwas wissen, was ich nicht weiss oder ob das so eine Sache ist, wie bei den Eskimos, die ja angeblich hunderte von Namen für Schnee haben. Wenn man öfter mit Sachen zu tun hat, dann beschäftigt man sich eben auch damit.
Letztendlich bleibt der Tod etwas, was wir nicht begreifen können. Ich zum Beispiel würde jetzt nur sehr ungern sterben, denn meine würden bei mir ein paar Magazine finden, die sich mit sehr arterhaltenden Themen eingehend beschäftigen. Dann wäre sozusagen mein Andenken beschmutzt.
Aber eigentlich sollte mir das ja egal sein, denn ich bin ja dann tot.

Posted by banana at 06:54 EM | Comments (11)
April 10, 2006
Stay on the scene like a Bohrmachine

Heute mag ich nichts schreiben, es gibt also nicht zu lesen. Dafür gibt es §§a href="http://www.spackonauten.org/music/kraft_vom_fleisch.mp3">etwas zu hören§§/a> (mp3, 2,8MB). Ist ja auch nicht schlecht, oder?

Posted by banana at 11:37 FM | Comments (5)
April 09, 2006
I'm your baby tonight

Es ist ein Vorurteil, dass Männer Lebensmittel in der Regel nicht zur Erhaltung beziehungsweise Förderung der Gesundheit einsetzen. Ich zum Beispiel war gestern Abend Zeuge, wie ein Beutel gefrorener Pommes sehr erfolgreich zur Linderung eines verdrehten Fußgelenks eingesetzt wurde. Hinterher konnten wir die Pommes sogar noch essen. Das nenne ich doppelt praktisch!

Posted by banana at 11:47 FM | Comments (13)
April 07, 2006
First: My english isn´t very well.

Es gibt eine neue Sardinendose in der Allee der Ölsardinen. Diesmal hat sie mir zero sniper geschickt. Vielen Dank! Diesemal steht wenigstens auch auf der Rückseite was drauf.
Schon lange frage ich mich, was dieses "Feiern" eigentlich ist.
Wie macht man das? Wann geschieht der Übergang vom normalen Sein zum Feiern? Welche Kriterien muss ein Mensch erfüllen, der feiert.
Eine Ex-Freundin fuhr im VW-Bus zur Love Parade. Da ich solche Veranstaltungen scheisse finde, fuhr ich nicht mit. So erzählte sie mir, dass sie auf der Hinfahrt kurz vor Berlin im Stau gestanden hätten. Ich fragte sie, was sie gemacht hätte. Sie sagte, sie hätten schonmal angefangen zu "feiern". Schon damals konnte ich mir nichts darunter vorstellen, aber ich traute mich auch nicht, nachzufragen. Die Beziehung war ohnehin schon fast am Ende.
Vor kurzem wurde in der Tageschau berichtet, dass die Gewerkschaften einen kleinen Sieg errungen hatten und dass einige Gewerkschaftsmitglieder deswegen schon "feiern" würden. Da freute ich mich, dann endlich würde ich in Bild und Ton erleben, wie man dieses "Feiern" denn macht.
Es war aber nur eine Anzahl von Leuten in Seatshirts und bequemen Hosen zu sehen, die zur Musik das taten, was sie vermutlich augenzwinkernd "Abhotten" nennen würden. Die Leute sahen nicht sehr fröhlich aus, vermutlich, weil sie sich selbst nicht sehen konnten. Vielleicht auch, weil sie wussten, dass sie gefilmt werden und bald sehr viele Leute sie sehen konnten.
Ich war noch viel verwirrter. Der Begriff "feiern" war bis dahin in meinem Kosmos an nur zwei fixen Punkten aufgehängt: Zum Feiern musste man fröhlich sein und zum Feiern gehörte Alkoholkonsum und zwar der Manier, dass man es eigentlich schon nicht mehr Konsum nennen sollte.
Die Gewerkschaftler erfüllten beide Kriterien nicht. Wer war nun im Unrecht? Ich oder sie? Die oder ich?
Sie erfüllten allerdings zwei andere Kriterien: Sie tanzten und sie hörten Musik.
Musik war mir als Beigabe zum feiern bekannt, Tanzen war optional und stand dann auf dem Programm, wenn man genug konsumiert hatte. Anhänger des Besoffentanzens sollte übrigens mal in eine Disko einen Club gehen, nüchtern bleiben und zu fortgeschrittener Stunde die anderen Anhänger dieser beliebten Samstagabendbeschäftigung betrachten. Ich versichere, sie werden Abstand von diesem schönen Brauch nehmen (Consumption of alcohol is a major factor in dancing like an idiot).
Naja, eigentlich führt die ganze Geschichte zu nichts. Ich werde wohl nie wissen, was einen gerade feiernden Menschen von einem gerade nicht feiernden unterscheidet. Ich will es auch gar nicht mehr wissen. Ich will auch gar nicht mehr wissen, worin denn der Untschied zwischen "feiern" und "Party machen" besteht. Will ich gar nicht mehr wissen.
Ich will lieber herausfinden, warum gerade auf Flughäfen so viele Menschen Anhänger der Theorie zu sein scheinen, dass andere Menschen und Gegenstände dazu neigen, spontan zu verschwinden, wenn man nur stur genug auf sie zuläuft. Also, ich habe noch nichts und niemanden spontan verschwinden sehen, aber ich habe schon eine Menge Leute stur auf andere Menschen und Dinge zulaufen sehen.
Ich will auch lieber versuchen, herauszufinden, warum bei so vielen Leuten, die beruflich mit Computern zu tun haben, zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr, völlig unbemerkt von den Betroffenen, ein spontaner Wachstumsschub der Beine einsetzt, der dazu führt, dass sich der untere Abschluss der Hosen sehr weit vom Boden entfernt.
Das muss doch alles mal erforscht werden!

Posted by banana at 07:35 EM | Comments (17)
April 06, 2006
Liebe Hoden und Hodinnen

Herr Koch sagt, dass die Arbeit wieder Spaß machen muss. Herr Koch sagt, dass wir zurück zu einer Kultur müssen, in der das Arbeiten wieder zum normalen Leben gehört. Herr Koch sagt, dass es "toll" sein solle, wenn sich ein Rentner mit einem Mini-Job etwas dazu verdient. Herr Koch sagt, dass man im Alter weniger verdienen solle, weil wir (die Menschen) in umgekehrter Kurve zu unserem Bedarf verdienen.
Ich finde, das kann man so nicht stehen lassen. Ich verdiene zum Beispiel nicht in umgekehrter Kurve zu meinem Bedarf, denn mein Bedarf ist riesengroß und mein Gehalt nicht. Aber Spaß beiseite.
Als ich einmal im Archiv eines großen Privatsenders arbeitete, da war es meine Aufgabe und auch die Aufgabe meiner Kolleginnen und Kollegen, zu beschreiben, was auf den Kassetten zu sehen war, die uns täglich ins Archiv gebracht wurden.
Ein Kollege beschrieb eine Kassette, die Bilder aus südamerikanischen Slums enthielt. Ein Satz der Beschreibung lautete "Kinder blasen Plastiktüten auf".
Daran musste ich denken, als ich gelesen habe, dass es wieder "toll" sein soll, wenn ein Rentner mit einem Mini-Job etwas dazu verdient. So kann man das nämlich auch sehen, dass es toll ist, wenn jemand im Alter arbeiten gehen muss, weil das, was er bis zum 65 67 70 Rentenalter verdient hat und die Rente, für die er in die Rentenkasse eingezahlt hat, nicht mehr ausreicht zum leben. Total toll ist das!
Es ist zum Beispiel auch toll, wenn man keine Wohnung hat, denn dann ist man ja viel an der frischen Luft. Total toll ist das! Und so gesund.
Dass wir zurück zu einer Kultur müssen, in der das Arbeiten wieder zum normalen Leben gehört, dass habe ich nicht ganz verstanden.
Gehört das Arbeiten denn im Moment nicht zum normalen Leben? Ist jemand, der arbeitet also irgendwie unnormal? Also, bei mir gehört das Arbeiten schon zum normalen Leben. Ich stehe auf, gehe zur Arbeit, arbeite, komme nach Hause, führe Feierabendtätigkeiten durch und gehe ins Bett. Ich finde das nicht besonders unnormal.
Vielleicht ist es aber so, dass mit "normalem Leben" das Leben gemeint ist, dass man führt, wenn man nicht arbeitet. Das würde dann aber heissen, dass die Feierabendtätigkeiten (=normales Leben) wegfallen und durch Arbeit ersetzt werden müssten. Das fände ich dann nicht so "toll". Noch nichtmal so toll, wie wenn Kinder Plastiktüten aufblasen.
Dann müssten also auch Mütter und Alte wieder Arbeit in ihr normales Leben bringen. Von Kindern will ich gar nicht anfangen, das gibt nur Ärger.
Vielleicht ist es aber auch so, dass nur Herr Koch denkt, dass arbeiten nicht zum normalen Leben gehören würde. Wenn das so ist, dann sollte er den Leuten, die das anders empfinden keine bescheuerten Ratschläge geben.

Posted by banana at 07:18 EM | Comments (13)
April 05, 2006
Kostenlose Trageprobe?

Ich bin ein bisschen kränklich und habe keine Gedanken im Kopf, die sich zu einem Beitrag formen lassen würden.
Ich will aber nicht versäumen, auf den neuen §§a href="http://www.spackonauten.org/awards.html">Award§§/a> hinzuweisen, den mir mav per Post geschickt hat. Das ist ein sehr schöner Award, der auf ungewöhnliche Weise zu mir kam. Ich hab' mich sehr darüber gefreut.
Morgen schreibe ich vielleicht auch wieder was.

Posted by banana at 08:18 EM | Comments (15)
April 03, 2006
Geisterjäger Bernd Kubinsky, Teil 3

Geisterjäger Bernd Kubinsky hatte drei Stunden an seinen Wengerfallen rumgeschraubt, bis er endlich mit der Kalibrierung und den Actionsounds zufrieden war.
Kubinsky sitzt auf seinem Schemel und tupft sich den Schweiss von der Stirn. "Jetzt erstmal ein Malzbier" sagt er. Beim aufstehen ächzt er leise, wie eine Trauerweide im Abendwind. Er geht zum Kühlschrank und nimmt sich eine Flasche Malzbier, die er gestern geöffnet hatte. So hat der nahrhafte Trunk nicht mehr so viel Kohlensäure und ist für seinen alten Magen besser verträglich.
Kubinsky leert die Flasche in acht Schlucken. So hatte er es damals auf der Geisterjägerschule in Old Scraham Manor gelernt, allerdings hatte man dort Cider getrunken, aber den vertrug Kubinsky nicht.
Den ersten Schluck für die Dämonen. Den zweiten Schluck für die Geister. Den dritten Schluck für die verloren Seelen. Den vierten Schluck für die ertrunkenen Piraten. Den fünften Schluck für Seelen, die nicht ruhen dürfen. Den sechsten Schluck für die Wiedergänger. Den siebten Schluck für Tante Helga und den achten Schluck für Mami.
Kubinski ist bereit. Er spürt die Bereitschaft in jedem Teil seines Körpers. Er wird gegen den Geist kämpfen und er wird den Geist besiegen und für immer unschädlich machen. Kubinskys Blick verklärt sich. Er weiss, dass es meistens nicht die Geister sind, die böse sind, zumindest nicht bei derartigen Routinejobs. Man nimmt den Geistern etwas weg, was ihnen gehört und sie wollen sich dafür rächen, wollen denjenigen bestrafen, der dafür verantwortlich ist. Schließlich sind Geister auch nur Menschen, beziehungsweise waren mal Menschen. Die Geistersinne funktionieren nicht so gut in der Welt, die wir - die Menschen - die wahre Welt nennen und da kann es schoneinmal vorkommen, dass es den falschen trifft. Wir - die Menschen - verstehen das aber nicht. Kubinsky versteht es, aber auch er will essen, will trinken und Premiere schauen.
Er steckt die Wengerfallen in ihre Schalen, schnallt sie sich auf den Rücken und macht sich auf den Weg. Es ist 23:05. Er muss sich sputen.
Am Fundort der Leiche sieht Kubinsky einige Beamte, die wohl mitbekommen haben, was hier heute Abend passieren wird. Kubinsky kann keine Zuschauer gebrauchen. Nicht, weil er nicht gerne im Rampenlicht stehen würde, sondern, weil er für die Sicherheit der Schaulustigen nicht garantieren könnte. Er muss auch vermeiden, dass Fotos oder Videoaufnahmen gemacht werden, denn das würde nur die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erregen. Es wäre keine gute Aufmerksamkeit. Es würden Fragen kommen. Die Antworten auf die Fragen wären Mysteriös und das wäre noch sehr stark untertrieben.
Kubinsky geht zu den Menschen und erzählt ihnen das, was er immer erzählt, um Schaulustige zu vertreiben. Sie werden bleich und gehen hastig davon. Er lacht in sich hinein. Es ist lustig, wie dumm und blöd und bescheuert die Menschen sind. Aber sie wollen es so. Sie bekommen, was sie hören wollen.
Es ist höchste Zeit, die Wengerfallen aufzubauen.
Kubinsky nimmt seinen Wengerpeiler aus dem Mantel und setzt ihn ans Auge. Er misst den Platz aus, betrachtet den Stand des Mondes und merkt sich im Kopf auswendig, wohin die Fallen gestellt werden müssen.
Sorgfältig plaziert er die goldenen Metalkästen, dann geht er hinter eine schützende Mauer und schaltet die Fallen mit seiner neuen Fernbedienung ein. Die Kontrollämpchen der Fallen blitzen kurz auf, dann erlöschen sie. Aus Tarngründen.
Die Turmuhr schlägt zwölf. Geisterstunde. Kubinsky setzt sein Geistersichtgerät auf. Pünktlich, wie die Maurer erscheint eine Figur auf dem Platz, auf dem früher die alte Lagerhallte stand. Sie schimmert so, wie die Dinosaurier für Kinder, die man unter der Lampe aufladen kann und die dann im Dunkeln leuchten. Sie sieht aus, als hätte sie ein Bettlaken an. Sie ist leicht durchsichtig.
"Wie ich's mir gedacht habe! G4/Beta" flüstert Kubinsky "Volltreffer!"
Kubinsky weiss, er muss den Geist auf sich aufmerksam machen.
Er steht auf und ruft dem Geist etwas zu: "Hallo! Wo ist das Unterhemd von little Joe?"
Der Geist wirbelt herum, auf eine sehr langsame Art und Weise, dann schwebt er auf Bernd Kubinsky zu.
"Ahu, ahu" macht er. Kubinsky weiss, dass die Nötigkeit zu höchster Aufmerksamkeit besteht er schaltet seinen Geisterzauber-Abwehrgürtel ein. Die Batterie hält nur noch fünf Minuten.
Der Geist beginnt zu sprechen, mit einer Stimme, die von sehr weit weg herkommt.
"Du hast mein Haus abgerissen. In dem Haus habe ich schon hundert Jahre gewohnt. Du hast es abgerissen. Dazu hattest Du kein Recht! Ich bin Kondragor! Dafür wirst Du jetzt bestraft."
"Kondragor!" schießt es Kubinsky durch den Kopf. Kondragor war der Sohn von Don Camisi, einem Italienischen Adeligen. Er kam grausam ums Leben, sehr sehr grausam. Irgendwie musste er dann in diese Lagerhallte eingeschlossen worden sein.
Kubinsky hat keine Lust mehr auf Mätzchen, er ist nicht mehr Dreissig. Er streckt dem Geist seine Wengerfallenfernbedienung entgegen und drückt den Startknopf. Nichts passiert.
Kondragor startet einen Haltezauber, aber er prallt an Kubinskis Schutzgürel ab. Kubinsky dreht die Fernbedienung um, er hatte sie falsch herum gehalten. Erneut drückt er den Startknopf, sein Daumen ist verschwitzt. Nun beginnen die Fallen ihre Arbeit. Die Deckel schnappen auf, helle Lichtblitze blitzen los und suchen den Geist, so wie schnuppernde Jadghunde den flüchtenden Hasen suchen. Der Geist wirbelt erneut relativ langsam herum. Er ist erstaunt, denn moderne Technik ist er nicht gewöhnt. Die Wengerstrahlen finden den Geist und bündeln sich zu einem dickeren Strahl. Kubinsky hat auf diesen Augenblick gewartet. Der Geist hat keine Chance. Er erhöht die Stärke der Strahlen. Die Strahlen bündeln sich zu einem noch dickeren Strahl. Der Geist weiss nicht, wie ihm geschieht. Er ist zu überrascht, um verzweifelt zu sein. Kubinsky drückt den Erlösungsknopf. Ein tiefes Brummen ertönt aus den Fallen, dass man Angst bekommen könnte. Rosa Klumpen aus reiner Engergie lecken die dicken Strahlen entlang, immer auf den Geist zu. Der bekommt es jetzt mit der Angst zu tun, dabei war es doch immer er, der den anderen Angst einjagte.
Die dicken rosa Klumpen erreichen den Geist gleichzeitig. Sie reissen ihn in Stücke. Es sieht aus, als würde er mit hundert Trennschleifern in kleine Teile gesägt, nur die Farbe ist anders. Mehr grünlich. Bald ist nichts mehr von dem Geist übrig.
Wo der Geist jetzt ist? Kubinsky weiss es nicht. Es geht ihn auch nichts an. Sein Job ist erledigt.

Posted by banana at 07:26 EM | Comments (7)
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