Januar 31, 2006
Thinking my only friend was the ocean

Manche Die meisten Alle Dinge kann man nur machen, wenn man bereit dafür ist. Sonst hat das keinen Zweck. Es gibt auch Menschen, die Dinge sofort angehen, aber dann machen sie Fehler oder sie arbeiten langsam. Hätten sie darauf gewartet, dass sie bereit sind, um die Dinge zu tun, dann hätten sie höchstens die gleiche Zeit dafür gebraucht, wären hinterher aber zufriedener, denn sie hätten die Aufgabe an sich schneller, eleganter und mit einem frohen Gemüt erledigt.
Natürlich sollte man sich auch abgewöhnen, Fehler zu machen, denn Fehler sind reine Zeitverschwendung, zumindest, wenn man schon genügend Fehler gemacht hat. In der Baby-Zeit, in der Kleinkindzeit, in der Kinderzeit, in der Jugendzeit und in der junger Erwachsenerzeit muss man Fehler machen. So lernt man viel über das Leben und über sich selbst. Wahre, wichtige und richtige Dinge über das Leben kann man natürlich auch in Büchern lesen, aber das dauert eine lange Zeit, die man besser dazu nutzen sollte, die Skelettmuskulatur auf Vordermann zu bringen. Die Skelettmuskulatur wird nämlich oft vernachlässigt, weil man sie nicht so gut sehen kann, wie die Body-Muskulatur, auf die die Frauen so abfahren. Die Skelettmuskulatur aber ist es, die uns einen sicheren Stand gibt, die unsere Brandscheiben versteift und für einen warmen Ton beim Lachen sorgt, in dem sie das meckernde Zwergfellflattern mindert. Auch sollte man viele Gummibären essen, damit die Bänder elastisch und stark werden (alternativ: Produkte mit Aloe Vera trinken).
Streng ist allerdings darauf zu achten, dass man keine dummen Fehler macht und keine Fehler wiederholt. Dumme Fehler und Fehlerwiederholungen sind reine Zeitverschwendung. Hat man genügend Fehler gemacht, so kann man fürderhin auf das Begehen von Fehlern verzichten. Das schont die Nerven, spart Zeit und lässt einen als coolen Frood dastehen.
Ich zum Beispiel versichte mittlerweile fast gänzlich auf das Begehen von Fehler. Nur ab und zu zu streue ich einen kleinen Flüchtigkeitsfehler ein, um in Übung zu bleiben und meinen Mitmenschen das Gefühl zu geben, sie seien nicht völlig bekloppt.
Schreibe ich wichtige Reden oder Forschungsberichte, so achte ich stets darauf, dass ich ein paar leicht zu findende Fehler einstreue. Wird die Arbeit dann gegengelesen, so freuen sich die Lektoren, weil sie Fehler gefunden haben. Haben sie vier Fehler gefunden, so lässt die Aufmerksamkeit beim Lektorat mit jedem weiteren Fehler um 14,333333333333333333333333% nach, ohne jedoch unter einen Wert von 21% zu sinken. Weiss man das, so kann man überall die ein oder andere Ungenauigkeit einstreuen. Das macht Spaß und kann dem eigenen Vorankommen durchaus förderlich sein.
Nicht förderlich ist es - und damit möchte ich schließen - Dinge zu tun, bevor die Zeit und man selbst reif dafür sind. Ich habe mich heute im Büro beispielsweise eine volle Stunde lang konzentriert, um dann innerhalb von wenigen Sekunden eine Programmanweisung in den Computer zu tasten, die komplex und schön, einfach und offen, grau und orange war. Ich tastete so schnell, dass meine eigenen Finger vor meinen Augen zu einem hellgrauen Schattenspiel verschwammen, so als hetze der Airwulf hinter einem Dodge Charger her. Der Ton, den die Tasten erzeugten, als ich sie gegen den Widerstand, den mir die unter ihnen befindlichen Federchen entgegenbrachten, in ihr dunkles Bett drückte und der dadurch ausgelöst wurde, dass ihre glatten Unterseiten auf die ebenfalls glatte Fläche der Tastaturgehäuses auftrafen, begann, ob der rasant hohen Frequenz und Stetigkeit der kleinen Aufschläge, immer höher und singender zu werden, um schließlich, als mein ausschließlich im Kleinhirn ablaufender Bewegungsablauf, sich seinem Ende näherte, exakt die 440 Herz zu erreichen, die den Kammerton A ausmachen.
Als ich mich umsah, war ich umringt von meiner Kollegenschar. Schweigen. Dann kam es, wie aus einer Kehle: "Gut gemacht!".
Also nehmt euch gefälligst ein Beispiel an mir.

Posted by banana at 07:14 EM | Comments (25)
Januar 30, 2006
We like papaya

Vielen Dank vorab an Mav und an Frau Klugscheisser für zwei supercoole neue Awards. Daran könnten sich andere mal ein Beispiel nehmen! Mav hat mir den schon vor ein paar Tagen verliehen, ich habe es aber noch nicht hier vorne erwähnt und Frau Klugscheisser ließ mir ihren am Freitag zuteil werden. Vielen Dank!
Jetzt muss ich den Tatsachen wohl endgültig ins Auge sehen: Das Mädchen von Kasse 4 wird nicht mehr zurückkommen. Die Kantine wird nie wieder dieselbe sein. Gerade jetzt muss das passieren, wo wir herausgefunden haben, dass sie genau wie Sharleen Spiteri aussah. Sie war es aber nicht, denn auf ihrem Namensschild stand irgendwas mit Ypsilon und Spiteri fängt nunmal nicht mit Ypsilon an, da beisst die Maus keinen Faden ab. Immerhin haben wir noch Jenson Button, Günter Netzer und Klaus Augenthaler. Und die Kasachische Hochspringerin.
Die Kasachische Hochspringerin täuscht durch ihr Äusseres. Es sieht aus, als sei sie sehr groß, doch das täuscht. Unlängst lief ich unauffällig, hinter ihr her. Ich kann sehr gut unauffällig hinter Leuten herlaufen, denn in meiner Jugend habe ich alle Geschichten von Nick Knatterton gelesen und nachts unter der Bettdecke verinnerlicht. Und als ich so unauffällig hinter der Kasachischen Hochspringerin herlief, da fiel mir auf, dass sie gar nicht so groß ist, wie sie immer tut! In Wahrheit ist sie nur ein paar Zentimeter größer, als ich. Schaut man sie aber so an, vielleicht vor einem neutralen Hintergrund aufgebaut, so könnte man denken, sie knacke locker die 1.90. Ich habe die Sache dann mal analysiert und gemerkt, sie hat einige Tricks auf Lager, die sie zur Anwendung kommen lässt: Flache Schuhe, lange, baumelnde Ohrringe, lange, schwarze Haare und eine krummee aber lange Nase. Ausserdem ist sie noch sehr dünn, im Durchmesser etwa sieben Zoll, was ihr neben einer guten Fluglage auch ein hochgeschossenes Erscheinungsbild einbringt. Nach oben abgerundet wird diese ganze Erscheinung durch V-förmige Schultern, die den Rücken einem gotischen Tor ähneln lassen und den Blick so nach oben schweifen lassen. Auch sind ihre Kolleginnen in der Kaffeebar von zwergenhaftem Wuchs und die Kaffeebar selbst durch ein gut getarntes Podest um einiges erhöht.
Natürlich erzählte ich gleich den anderen von der Erkenntnis, dass die Kasachische Hochspringerin gar nicht so groß ist, wie sie immer tut. Da hättet ihr mal den spöttischen Blick der anderen sehen sollen! Ob ich sie denn nicht mehr alle auf der Leine hätte, wurde ich gefragt. Was mir den einfiele, meine Tabletten nicht mehr zu nehmen. Niemand wollte mir glauben. Ich kann das aber beweisen!
Jetzt suche ich nach einer Methode, wie man die Größe eines Objektes bestimmen kann, ohne sich ihm zu nähern und ohne den exakten Abstand zu kennen. Ich hatte schon daran gedacht, am der Rückwand der Kaffeebar einen Zollstock festzunageln, ob dort eine feste Bezugsgröße zu haben, aber das wäre zu auffällig. Ich hatte auch schon an den Einsatz eines Theodoliten gedacht, schließlich habe ich ja mal Theodilizismus studiert. Leider habe ich da aber nicht so gut aufgepasst. Da gibt es doch aber bestimmt einfache, aber effektive Möglichkeiten. Ich denke daran, mein Haus zu verwetten und bei Wetten weiss ich immer gerne schon vorher, dass ich gewinne.

Posted by banana at 07:05 EM | Comments (38)
Januar 24, 2006
My presence dominates the judgements made on me

Auf Wunsch eines einzelnen Lesers gibt es mal wieder was zum Hören.
Heute geht es um mein Aquarium, beziehungsweise um dessen Bewohner, mit denen es ein kleines Problem gab.
§§a href="http://www.spackonauten.org/music/schilderwels.mp3">Hier klicken§§/a> (2,5mb).

Posted by banana at 08:04 EM | Comments (48)
Januar 23, 2006
In the City of L.A.

Ich hatte schon als Kind ständig kalte Füße. Deswegen war ich auf Parties stets ein willkommener Gast. Man stellte mich in die Wanne mit den Bierflaschen und der Abend war gerettet.
Die gefährlichste Rap Band der Welt sind nicht etwa irgendwelche Gangsta Rapper, sondern es sind die Wee Papa Girl Rappers (deutsch: Pipi Papa Mädchensprechgesanglerinnen). Leider hatten sie nur einen großen Hit, nämlich Wee Rule (Pipiregel).
Aber schon dieser Hit lässt erkennen, aus welchem Holz Total S. und T.Y. Tim von den Wee Papa Girl Rappern geschnitzt sind.
z.B.

Don't bother even moving
stay right in your seat.

Da wurde schon sehr früh erkannt, dass echte Männer nicht tanzen. Und eine echte Frau macht dass, was ein echter Mann macht, nämlich zum Beispiel Boxen, zur Bundeswehr gehen und nicht tanzen.
Da fängt man schon an zu Zittern, doch die wahre Furcht lernt man erst später:

With my ball point pen I write out my show

Wie krass ist das denn?! Sie schreibt ihre Texte mit einem Kugelschreiber auf! Das ist heftig. Ich benutzte immer so Filzschreiber, weil mir das Handgelenk immer so weh tut, wenn ich einen Kugelschreiber nehme.

Drive around in a taxi every place that I go

Das ist so krass, dazu fällt mir nichts ein. Ich sage nur Al-Ter!

'Fou le Camp' you started saying
but you just didn't know
That I passed exams in French about one year ago.

Ja! Das ist souverän! Da liegt ein Typ auf einer Bank im Bahnhof rum, dann kommt eine von den Sprechgesanglerinnen vorbei und der Typ dreht sich weg und fängt an, auf Französisch zu fluchen. Und was macht der wirklich gefährliche Rapper da? Natürlich nichts! Einfach weitergehen, mit dem Kugelschreiber ein neues Lied schreiben und dadurch den Typen darüber informieren, dass man Französisch kann. Der Typ, der wird das nie, nie, nie wieder machen! Und er ist vor allen seinen Freunden blamiert.
Schade, dass die Wee Papa Girl Rapper nur einen großen Hit hatten. Sie wahren mit ihren krassen Texten der Zeit wahrscheinlich einfach voraus. Aber, in diesen Zeiten, in denen die Welt immer roher und brutaler wird, da werden die Wee Papa Girl Rappers vielleicht bald ein Comeback feiern können.

Posted by banana at 06:48 EM | Comments (50)
Januar 20, 2006
I see the dust cloud disappear Without a trace

Ich habe mal wieder festgestellt, dass mir jeglicher Ehrgeiz fehlt. Das einzige, nach dem ich strebe, ist die Abwesenheit von Dingen, die mir unangenehm sind. Also Anstrengung, Kälte, Menschen und so weiter.
Jetzt könnte man mir wahrscheinlich vorwerfen, dass ich ein fauler Sack bin und damit hätte man noch nichteinmal unrecht. Und das ist auch gar nicht so schlimm, wie es sich anhört, denn es sind die faulen Säcke, die die Menschheit stets weitergebracht haben.
Wären alle fleissig und emsig und hart im Nehmen, dann hätte es niemanden gegeben, der gesagt hätte "Ich habe keine Lust mehr, ständig diese blöden Mammuts mit den bloßen Händen zu meucheln, ich überlegt mir was. Bis so ein Gerät kaputtgewürgt ist, das dauert ja einen halben Tag". Und dann wäre der Speer nie erfunden worden. Für das Rad, den Flaschenzug, Porsche Carrera und das die Fernbedienung gilt gleiches. Sogar für Schmuck gilt das, denn Schmuck stellten einst die Männer her, damit sie die Frauen rumkriegen konnten. Das waren dann die, die keinen Bock auf Essengehen und monatelange Umwerbungen hatten.
Eigentlich sind die Fleissigen ja die Dummen und da ich selbst faul bin, kann ich nicht sagen "da sind wir wieder die Dummen", weil ich ja nicht weiss, wie fleissig ihr seid. Wenn alle Menschen immer fleissig gewesen wären, dann würden wir heute noch in Höhlen rumsitzen und rohes Fleisch nagen. Viele von uns wären dann sogar schon tot und vielleicht wäre daran ein Mammut nicht ganz unschuldig!
Natürlich braucht man ausser Faulheit noch mehr, nämlich ein helles Köpfchen, um der Menschheit wirkliche Dienste zu leisten. Ein dummer Fauler ist eben zu nichts zu gebrauchen. Aber er sollte wenigstens nicht im Weg rumliegen. Ein schlauer Fauler ist durchaus bereit, sich über einen abgegrenzten Zeitraum mehr, als gewöhnlich anzustrengen, aber nur, wenn die investierte Arbeit eine verbesserte Situation in der Zukunft garantiert. Ist ja logisch. Statt immer Mammute mit der Hand zu würgen, setzt man sich lieber hin, denkt angestrengt nach, besorgt sich dann einen Stock und kloppt so lange mit dem Faustkeil darauf herum, bis der Stock eine gefährliche Waffe ist. Jetzt muss man sich nur noch einen Namen für das Ding ausdenken und schon hat das Würgen ein Ende. Ab sofort wird nur noch gestochen. Somit ist der Faule der Freund des Menschen und der Feind des Tieres. Aber das gilt natürlich nur in diesem speziellen Fall, denn ich bin ja sehr tierfreundlich. Meine Tierfreundschaft äussert sich darin, dass ich keine Tiere halte, weil ich weiss, dass es die Tiere überall besser haben, als bei mir. Das ist wahre Liebe. Schon Sting sagte "If you love somebody, set them free". Oder, wie Joe Jackson sagte "Then it's one of those day when you wake up in bed with somebody and you don't know, who they are". Das hat jetzt nichts miteinander zu tun. Ich habe mich nur gewundert, warum es "set them free" heisst. Ich gehe aber davon aus, dass das nichts mit Gruppen5ex zu tun hat, aber das kann ich nicht beweisen. Ich kenne Sting ja nicht persönlich.
Ach ja, gestern jam "Where the streets have no names" im Radio und ich fand es immernoch abgrundtief schlecht. Das war ein beruhigendes Gefühl. Es erinnert mich an die Zeit als auf einmal alle Coolen auf der Schule "Freedom" von den Housemartins gehört haben. Da habe ich gedacht "banana, jetzt hast du die Housemartins verloren". Die Begeisterung legte sich dann aber wieder sehr schnell. "Freedom" mochte ich noch nie so besonders. "We're not deep" gefällt mir besser.

Posted by banana at 06:56 EM | Comments (13)
Januar 19, 2006
Harry Sona, Harry Sona, alles klar!

Aus: Gespräche mit banana. Heute: Es kann nicht jeder Astronaut werden.
00b: Jetzt hör mal auf, mich zu beleidigen!
bna: Du bist ein Talghoden und arbeitest in der Lohnhodnerei Mannheim.

Mike hat gesagt, dass ihm die scharfe Currywurst viel zu lasch ist. Dingo hat auch gesagt, dass immer alle sagen, die scharfe Currywurst ist so scharf, aber dass das gar nicht stimmt. Also haben Inka und ich ihnen vorgeschlagen, zur Wurstbude zu gehen und eine scharfe Currywurst zu essen. Gesagt getan!
Ich habe mir Pommes bestellt, Inka auch, wir hatten irgendwie nicht so richtig Lust auf Currywurst und ausserdem ist mir das zu scharf. Dingo und Mike haben sich extra scharfe Currywurst gekauft. Der Wurstbudentyp hat den beiden noch Kakao zum trinken gegeben, wenn das zu scharf ist, aber sie haben gesagt, dass sie das nicht brauchen würden.
Dann hat Dingo das erste Stück Wurst gegessen. Er wollte sich nichts anmerken lassen, aber man hat schon gesehen, dass das total scharf war. Er hat aber tapfer gekauft und geschluckt. Und der Mike so *staun* und da hat er Schiss bekommen, aber dann hat er auch ein Stück gegessen und hat auch tapfer gekaut aber man konnte die Tränen in seinen Augen sehen. Ich und Inka haben uns schlappgelacht. Inka immer so "mit extra viel Soße" und ich so "schön kauen". Nach drei Stücken hat dann Dingo total angefangen zu husten. Das war sooooooo lustig. Und dann hat er den Wursttypen auch noch gefragt, ob er nicht doch einen Kakao haben kann. Da hat der Wursttyp auch angefangen, zu lachen. Mike wollte auch einen haben. Die Flaschen waren ruck zuck leer und dann wollten sie nichts mehr essen, aber dann haben ich und Inka voll abgelästert und dann haben sie das doch noch gegessen, das hat aber ganz schön lange gedauert und ich immer so "immer mit Soße nehmen" und Inka so "schön kauen". Und dann so "ihr seid ja tolle Männer". Und dann haben sie das ja aufgegessen. Mir hat schon total der Bauch weh getan, vor lachen. Dann auf einmal hat der Dingo so voll die Augen aufgerissen und hat geröchelt und dann ist der umgefallen. Und ich so *Panik* und der Mike ist ganz bleich geworden, als er gesehen hat, dass der Dingo ungekippt ist und dann hat er sich den Finger in den Hals gesteckt. Aber die Kotze war so scharf, dass er wieder angefangen hat, zu Husten. Dabei hat er dann die Kotze eingeatmet und ist daran erstickt. Der Wurstbudenmann war auch ganz bleich geworden, aber er hat dann den Krankenwagen angerufen und der kam auch ziemlich schnell. Der Dingo lag aber immernoch auf dem Boden. Und dann haben sie den hinten rein in den Krankenwagen und sind mit Blaulicht losgefahren. Ich bin aber nicht mitgefahren, weil da hatte ich absolut keinen Bock auf sowas. Ich bin dann nach Hause gegangen. Dann kam Inka nach Hause in die WG und hat gesagt, dass Dingo auch tot ist, weil beim Magen Auspumpen der Magen durchgebrochen ist. Zu der Wurstbude gehe ich jedenfalls nicht mehr. Obwohl - die Pommes waren eigentlich ganz ok.
Naja, vielleicht muss man dabei gewesen sein.

Posted by banana at 07:48 EM | Comments (14)
Januar 17, 2006
Er war auch zur Taufe nicht da

Heute war ein Tag, an dem viel zu tun war. Gleichzeitig war ich höllisch ineffektiv. Irgendwann bin ich dann dazu übergegegangen, die englischen Begriffe als englische Begriffe in E-Mails zu schreiben. Da war ich mir selbst etwas fremd.
Was mich wundert, ist, das mir Windows XP, wenn ich Updates herunterlade, mitteilt, dass irgendwas "gedownloadet" wird. Haben die auch so viel zu tun, wie ich?
Und dann war da noch der Fahrschullehrer in meinem Heimatort. Der hat während der Fahrstunden wirklich jeden auf der Straße gegüßt, der bei ihm den Führerschein gemacht hat. Er saß auf dem Beifahrersitz seines Oper Kadett 1.6 und hob die rechte Hand würdevoll zum Gruß, so ähnlich, wie es auch die Queen macht. Die hat aber keinen Bart und keine Fliegersonnenbrille. Dafür hatte der Fahrlehrer einen zweiten Satz Pedal nur für sich.
Dieser Mann muss ein sehr gutes Menschengedächtnis gehabt haben. Vielleicht war es aber auch andersrum. Vielleicht hat er einfach jeden gegrüßt, der ihn im Ansatz freundlich angeschaut hat. Je älter ich werde, desto wahrscheinlicher wird mir die zweite Version.
Ich war auf jeden Fall froh, als ich endlich den Führerschein hatte. Nich nur konnte ich dann mit der Vespa durch die Wetterau brettern, sondern durfte auch endlich den Fahrlehrer grüßen. Die Jahre vorher musste ich neben meinem bruder herlaufen und konnte nicht grüßen. Ich glaube, das Fahrlehrergrüßritual ist da, wo ich herkomme ein wichtiger Initiationsritus für den heranwachsenden Oberhessen.

Posted by banana at 08:49 EM | Comments (30)
Januar 16, 2006
Gib mir einen aus, Joe

Die Stimmung im Büro ist schlecht. Der Grund dafür ist MvK4. Sie ist im neuen Jahr noch nicht wieder aufgetaucht. Die Vermutung besteht darin, dass sie ausgewechselt wurde, weil ihre charmant-spröde Art als Unfreundlichkeit missinterpretiert wurde.
JtN: Ich glaube, wir haben Pech. Die kommt nicht mehr.
bna: Doch, bestimmt. MvK4 ist Morgenmuffel. Wenn man die nach drei Wochen Urlaub in der Frühschicht an der Kaffeebar einsetzen würde, gäbe es Tote.
00b: Ihr seid so krank.
bna: Wieso? Das ist eine schöne Frau!
00b: Schöne Frau?! Ok, sie hat eine gute Figur, aber das Gesicht ist... (sucht nach Worten, rührt im Kaffee, hebt den Löffel und lässt den Kaffee in die Tasse zurückfließen) ... ist wie kalter Kaffe.
bna: Nein, Kaffee ist zu braun. Eher, wie kalte Milch. Kalte Milch mit einer dicken roten Erdbeere in der Mitte.

So, mehr gibt es heute nicht zu lesen, denn ich bin stinkestankesauer! Ich habe nicht ein einziges Stück von meiner Wunschliste bekommen. Ich habe auch schon lange keinen Award mehr bekommen. Stinkestankesauer bin ich und habe eine Träne im Knopfloch.

Posted by banana at 07:51 EM | Comments (29)
Januar 15, 2006
Bis nach Konstantinopel, das liegt be Istanbul

Neulich habe ich ein schönes Beispiel für das Sprichwort "Kindermund tut Wahrheit kund" erlebt.
An einem anderen Tag war ich gefangen in der Langeweile. Normalerweise langweile ich mich niemals, aber da hatte es mich erwischt. Das war besonders tragisch, denn dadurch, dass ich mich nie langweile, kann ich mit langer Weile gar nicht umgehen. Ich steckte also bis zum Hals in der Zwickmühle! (An dieser Stelle kann gerne wieder darüber dabattiert werden, ob es "Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um" oder "Wer sie nie in Gefahr begibt, kommt darin um" heisst, bzw. ob es heisst "über Geschmack lässt sich streiten" oder "über Geschmack lässt sich nicht streiten.)
Es war an einem Sonntag. Ich dachte "Au Backe, diese Weile ist ganz schön lang!" und seufzte den tiefen Seufzer eines Menschen, der schonmal bei strömendem Regen an seinem zweiten Tag als Zusteller die Telefonrechnungen ausgeteilt hat.
Die Zwickmühle, in der ich mich bis zur Halskrause befand, bestand darin, dass ich zu faul war, um etwas sinnvolles zu machen (Fenster putzen, Ceranfeld putzen, Hemden bügeln und so weiter), mir auf der anderen Seite meine Freizeit aber zu schade war, um etwas Unsinniges zu machen. Uff! Das war ganz schön verzwickt! Also machte ich gar nichts, beziehungsweise begab mich in die schlimme Nichtstuschleife vor dem Computer: Websites nach Updates absuchen, emails Checken, Websites nach Updates absuchen, Spamkommentare löschen, Website nach Updates abrufen und so weiter.
Dann kam der Abend und ich hatte eigentlich gar nichts gemacht und fühlte mich schlecht. Dann merkte ich aber, dass ich ja total krank war! Es war eine schlimme Grippe, die mich erwischt hatte, deswegen fühlte ich mich auch so schlecht. Dann kochte ich mir einen medizinischen Tee und dann ging es mir wieder gut.
Da war auch die Langeweile weg. Ich hatte sie einfach weggenichtstuschleift. Dieses Mittel ist aber nur unambitionieren Faulsäcken zu empfehlen. Die anderen Sorgen bitte weiter dafür, dass ein Ruck durch Deutschland geht und die Wirtschaft brummt.
Vielen Dank dafür!
Ich bewundere viele Veranstalter. Ich habe nämlich keinen Schimmer, wie die das immer hinbekommen, dass neben und hinter mir die größten Nervbrunzen sitzen, die der Abend zu bieten hat. Der gestrige Abend hat mir ein neues Feindbild beschert: Damen etwas jenseits der besten Jahre, aber darüber nich nicht informiert worden, die laut lachen und wenn sie fertig sind mit dem Lachen das Wort der Pointe wiederholen, dass sie Lachen gemacht hat. Nach zwei Stunden wird das etwas anstrengend. Man bekommt auf diese Weise aber wenigstens mit, was eigentlich so witzig ist.

Posted by banana at 03:53 EM | Comments (53)
Januar 13, 2006
Was hat der schöne Fremde nur mit dir gemacht?

Heute: Partywissen über die Allee der Spackonauten:
Haben sie gewusst,
dass die Allee mitlerweile 907 Beiträge enthält?
dass die Allee 8974 Kommentare enthält?
dass der Spamfilter für die Kommentare 122220 Kommentare blockiert hat?
dass die Top 3 Sucherbegriffe, die zur Allee führten "Schönes Wochenende", "Schocken" und "Sex mit Pferden" sind?
Nein? Das haben sie nicht gewusst?
Na, dann wissen sie es jetzt.
Fangen sie damit an, was sie wollen.
Herzlichst, bna.

Nachtrag:
Es gibt ein neues Sardinenfoto in der ADÖ. Vielen Dank nach Luxemburg an §§a href="p://parken.blogs.verboten.net/">Christophe§§/a>.

Posted by banana at 11:40 EM | Comments (17)
Für ein bauchfreies Leben

Bei Gitarren unterscheidet man im Wesentlichen zwischen zwei Typen: Solchen mit Nylonsaiten (früher Darmsaiten) und solchen mit Stahlsaiten. Elektrogitarren sind solche mit Stahlsaiten, Zwölfsaitige ebenfalls. Akustische Gitarren mit Stahlsaiten nennt man normalerweise Westerngitarren, solche mit Nylonsaiten nennt man Konzertgitarren.
Jetzt ist das etwas verwirrend, wenn ich von Gitarren mit Nylonsaiten reden, denn vom reinen Hinsehen sind nur drei der sechs Saiten aus Nylon. Die anderen scheinen aus Metall zu sein. In der Tat bestehen sie aber aus einem Kern aus Nylonfasern, die von einem Kupferdraht umwickelt sind.
Bei den Gitarren mit Stahlsaiten sind auch drei der sechs mit Draht umwickelt. Das macht sie dicker und dadurch klingen sie tiefer. Bei Bassgitarren sind übrigens alle vier Saiten umwickelt, aber das nur am Rande.
Die Umwickelung der Saiten sorgt dafür, dass sich auf den Saiten eine Menge Schmand absetzt. Der Schmand besteht aus Schweis, gemischt mit Staub und Hautschuppen. Durch das Greifen und Drücken und Rutschen arbeitet man den Schmand so langsam in die Zwischenstellen der Umwicklung ein. Dadurch klingen die Saiten nach und nach immer dumpfer. Fanatiker beschleunigen diesen Prozess noch dadurch, dass sie die Saiten mit Wirkmitteln einschmieren, die ihr Spiel angeblich beschleunigen sollen.
Jetzt macht der Schmand den Klang nicht nur dumpfer, nein, er macht das Gitarrespielen auch nach und nach ekliger. Die Finger verschmutzen und fangen an, zu riechen, die Fingernägel klauben den Schmand auf und tragen ihn in die weite Welt.
Es gilt also, die Saiten von dann zu dann zu wechseln.
Dass bespielte Saiten etwas eklig sind, dass faällt einem erst ab einem gewissen Alter auf. Früher fiel mir lediglich der dumpfe Klang auf. Heute wasche ich mir zwischen dem Gitarrespiel und dem Konsum des Käsebrotes stets die Finger.
Heisst das, dass man mit zunehmendem Alter im etepeteter wird?
Vielleicht.
Ein Bekannter war Bassgitarrenspieler. Auch bei der Bassgitarre setzt sich der Schmand auf den Saiten ab (hier könnte man jetzt einen langweiligen Exkurs über Flatwound und Roundwound Saiten, John Entwistle und so weiter einfügen). Saiten für die Bassgitarre sind allerdings richtig teuer, weshalb der Bekannte auf die Idee kam, die Saiten abzukochen und damit zu reinigen. Da man Wasser im Wasserkocher erhitzt tat er das auch. Er stopfte die verschmandeten Saiten in der Wasserkocher, erhitzte, kochte für fünf Minuten, goss ab und zog die Saiten wieder auf.
Der knackige, höhenreiche Klang war wiederhergestellt.
Leider waren seine Familienmitglieder von dieser Methode nicht besonders begeistert.
Damals verstand ich das nicht.
Heute kann ich das schon verstehen. Wenn jemand seine abgegriffenen Gitarrensaiten in dem Wasserkocher abkocht, in dem ich danach das Wasser für meinen Nana Minze Tee aufbrühe, dann erfüllt mich das mit Unbehagen.
Gekotzt hat aber damals niemand.

Posted by banana at 12:02 FM | Comments (45)
Januar 11, 2006
Gesund bleiben durch kalte Güsse

Na sowas! Vor ein paar Tagen erst berichtete ich davon, dass ich Beutelteetrinker bin und zack! hatte ich ein Erlebnis.
Aber - was kümmert mich mein Geschwätz von gestern - so sagte einst Adenauer und da hat er recht. Angeblich hat er auch, auf die Frage, wer die zur Zeit bedeutendsten Politiker der Welt sind, geantwortet "Ich kenne die", aber das sind nur Gerüchte.
Der Kollege brachte nämlich einen braune Tüte mit. Darin befand sich Pfefferminztee aus Marokko. Ich äusserte mich erst ein bisschen apfellig abfällig, weil er die Luft an den Tagen davor mit irgendso einer stark ausgasenden Vanille Roibosh Mischung aromatisiert hatte. Dann allerdings roch in an dem Tee und da war es um mich geschehen! Schnell bereitete ich mir eine Tasse des Tees zu, süßte kräftig und genoss, genoss, genoss. Das war der leckerste Tee, den ich jee je getrunken hatte! Dieser Duft! Würzig und scharf aber doch nuanciert und harmonisch. Dieser Geschmack! Rund, den Gaumen umschmeichelnd, eine ferne Erinnerung an einen Traum auf der Zunge hinterlassend. Diese Farbe! So grün, wie es Gummibärchen leider nicht mehr sind.
Es war Nana Minze. Ich habe mir gleich etwas davon zum Geburtstag gewünscht, denn schließlich habe ich ja am Samstag Geburtstag und freue mich immer riesig über Geschenke!
Auf der Tüte stand:

Ein Schluck von diesem Badet den matten Geist in Freuden, weit wohliger, als wonnevolle Träume.
Der herrlich frische Duft aus dieser Tüte führt auf eine imaginäre Reise: blühende Kräuterwiesen in reiner Bergluft, bunte Vielfalt, ein funktionierender, sich stets erneuernder Kreislauf des Lebens.

Was soll ich sagen? Das waren exakt meine Empfindungen! Genau diese Gefühle schossen mir durch den Kopf, als ich das Wesen des Tee mit allen Sinnen in mich aufnahm. Nur hätte ich es natürlich nicht so gut formulieren können.
Die können schon was, die Teeleute.

Posted by banana at 08:04 EM | Comments (16)
Januar 10, 2006
Stop your purser, boy

Ich verstehe die ganze Aufregung wegen den potentiell gefährlichen WM-Stadien nicht. Man bekommt doch sowieso keine Karten.
Ausserdem sitzen in den Stadien sitzen dann die Geldsäcke und die, die die Karten von ihrer Firma als Incentive bekommen haben. Wenn es dann anfängt zu brennen und der Feueralarm losgeht, dann regen sie sich darüber auf, dass im Stadion geraucht wird und sagen "mach doch mal einer diesen enervierenden Alarm aus, man kann sich ja gar nicht auf das Game konzentrieren" und bleiben sitzen.
Ich hab das schon erlebt. Regelmäßig werden im Büro Brandschutzübungen durchgeführt. Die Sirene jault dann los, als hätte sie es gelernt.
Da bricht auch keine Panik aus. Alle bleiben ganz ruhig und arbeiten weiter. Nur das Geräusch nervt etwas, aber das geht nach ein paar Minuten ja auch wieder aus.
Sollte mit den Fluchtmöglichkeiten in den Stadien also etwas nicht in Ordnung sein, so wäre das auch nicht schlimm. Die Besucher der WM nehmen das ganz cool.
Wie das aussehen würde, wenn richtige Fußballfans in den Stadien wären, dass weiss ich allerdings nicht. Die habe ich noch nicht bei Brandschutzübungen erlebt.
Lustig sind auch die Lautsprecher in den Büros. Ab und zu werden die getestet. Dazu wird dann stets die gleiche Musik gespielt: Mexikanische Musik, komplett mit Sängern und Gitarren und Furz und Feuerstein. Ein junger Mann geht dann durch die Räume und lauscht, ob der Sombreropop auch überall ankommt.
Komisch ist das schon. Ich kenne diese Art von Musik nur aus der VW Werbung und aus mexikanischen Restaurants. Wahrscheinlich ist der Lautsprechertester ein Fan dieser Musik. Vielleicht ist er auch ein verächter dieser Musik und will verhindern, dass ihm die Arbeit spaß macht. Ich weiss es nicht.

Posted by banana at 07:18 EM | Comments (24)
Januar 09, 2006
D#° (Dis, A, C, Fis)

Das Kegeln am Freitag war sehr lustig, zumindest die Teile, an die ich mich noch erinnern kann.
Auf Nachfrage habe ich erfahren, dass ich mich nicht daneben benommen habe und dass das einzige Problem darin bestand, dass wir J. die Unterhose zerrissen haben. Die Unterhose zerrissen?! Ich glaube, die Details will ich gar nicht so genau wissen.
Lustig war es und wir haben uns genau so benommen, wie wir uns auch vor 15 Jahren benommen haben. Jedenfalls kam mir das so vor und während ich am Samstag auf der Kommandocouch so vor mich hinlitt, da fing ich an, mir ein bisschen ein schlechtes Gewissen zu machen. Was das denn solle, fragte ich mich, sich so unreif aufzuführen, sich sinnlos zuzuschütten und seine miserabelen Kegelkünsten auch noch als Vorwand dazu zu nehmen. Was haben denn die letzten 15 Jahre gebracht, in denen ich mal mehr, mal weniger fleissig versucht habe, endlich erwachsen zu werden? War das alles für die Katz? Was hat mir das Studium gebracht, was all die Jahre, die ich in Erwerbstätigkeit verbracht habe? Was war das denn wert, wenn ich ohne Ansatz und mit wachsender Begeisterung in die alten Muster verfalle und mich daran beteilige, ehemaligen Mitschülern die Unterhosen zu zerreissen?
Warum kann ich keine Reue empfinden? Warum habe ich kein schlechtes Gewissen? Wo bleibt mein Verantwortungsgefühl? Schließlich bin ich doch Deutschland und muss mit den Flügeln schlagen, damit ich einen Orkan auslösen kann. Einen Orkan löst man nicht damit aus, dass man laut "Pudel! Pudel!" schreiend über oberhessische Bundeskegelbahnen springt.
Das waren die Gedanken, die mir durch den geschundenen Schädel polterten, während die Aspinintabletten in dem Glas vor mir sich langsam auflösten.
Ich kam nicht weiter, also beschloss ich, nicht mit den Flügeln zu schlagen. Sollen doch die anderen Leute die Orkane auslösen. Ich habe dem Wirt 50 Euro Umsatz beschert und das war eine gute Tat, wenn auch ziemlich ungesund.

Posted by banana at 12:35 EM | Comments (24)
Januar 05, 2006
Nimm den Weg durch den Park

Eigentlich hat jeder ähnliche Probleme.
Gestern abend im Fernsehen auf RTL II: Ein privates Sicherheitsunternehmen führt einen Drogensüchtigen ab:
"Drückst du nur, oder rauchst du auch Steine."
"Seine rauch ich ab und zu mal sehr gern, aber kann ich mir nicht mehr leisten, seit es den Euro gibt."
Ich denke, beim Tee bin ich genauso ein Banause, wie beim Wein. Ich weiss zwar durchaus das Gute zu schätzen und weiss auch, was mir schmeckt und was mir nicht schmeckt, aber der sinnliche Genuss ist nicht ausgeprägt genug, als dass er mich dazu anleiten würde, mir wirklich Arbeit in die Teebereitung und -beschaffung zu investieren.
Vielmehr bin ich ein ganz Schlimmer, denn ich bin Billigteepanscher.
Es gibt Leute, die gehen in den Teeladen, schnüffeln sich durch, lassen sich beraten und gehen dann mit großen Säcken voller Flugtee, First Flush, Peters Rachenmischung oder Schwarzer Darmbazillentod nach Hause. Daheim wird dann die vorsichtig dosiert, auch für den arme Kanne noch ein Extralöffel spendiert, das voher gefilterte Wasser auf die richtige Temperatur erhitzt, dann der Tee aufgegossen und nach der auf die Zehntelsekunde handgestoppten Zeit wieder abgegossen.
Nicht so bei mir. Ich benutzte Teebeuteltee aus dem Supermarkt. Je nachdem, ob ich die Spendierhosen anhabe, wird es der Billige vom untersten Regalbrett oder auchmal ein echter Marktentee, der sogar mal seine eigene Fernsehwerbung hatte und deswegen landauf, landab bekannt ist bei Alt und Jung.
Ich klaube vier Teebeutel zusammen, mache das Wasser im Wasserkocher heiss, bis es spritzt und dann kommt das zusammen in eine Glaskanne, für die man mir schon übele Scherze der Marke Bettflasche habe anhören müssen. Zur Veredelung kommen dann noch acht bis zwölf Süßstofftabletten hinterher, die sich, bevor sie auch nur in die Nähe des Kannenbodens kommen können, bereits aufgelöst haben und dem Getränk eine reuelose, wenngleich leicht chemische Süße verleihen.
Da steht dann der Sud und dann vergesse ich ihn normalerweise erstmal. Es können stunden vergehen, bis ich die Beutel aus der Kanne ziehe. Das Getränk nehme ich dann entweder aus dem Wasserglas oder aus der IKEA 365+ Schale zu mir.
Das ist meine Teezeremonie und anderen Leuten sträuben sich jetzt bestimmt die Haare, doch das ist mir egal. Mir kommt es nicht auf die perfekte Zubereitung an. Ich strebe nach der perfekten Kombination der Zutaten. Dorthinein investiere ich meine Kraft.
Ich versuche, nach dem Grundsatz "das Ganze ist mehr, als die Summe seiner Einzelteile" zu handeln und kombiniere verschiedene Teesorten miteinander: Kamille, Früchte, Pfefferminze, Malve, Kräuter. Ob das schmeckt? Nein, nicht wirklich, aber ich denke, ich stehe kurz vor dem Durchbruch. Bald werde ich die optimale Beutelkombination gefunden haben und werde sehr, sehr reich werden. Natürlich werde ich niemandem verraten, was denn drin ist, in meinem Getränk (besonders nicht den Teil mit dem Süßstoff). Aber Coca Cola verrät das ja auch nicht.

Posted by banana at 09:35 EM | Comments (41)
Januar 03, 2006
Läd denn der alte E-Donkey noch?

Ja, er läd noch, er läd noch, er läd noch. Jaaaaa, er läd noch, er läd noch....
Hm. Die einen sagen mir, ich sei ein Steinbock, die anderen sagen mir ich sei ein Hund. Wieder andere erzählen mir, ich muss bei der Geburt vertauscht worden sein und ein halbes Jahr in der Kinderkammer des Krankenhauses verbracht haben, weil ich so gar nicht steinbockig bin. Und dann gibt es wieder solche, die sagen, ich sei der Paradesteinbock.
Dabei bin ich eigentlich ein Eichhörnchen. Dass ich ein Eichhörnchen bin, dass errechnet sich eindeutig durch die Lage der Steine im Gemüsegarten meiner Großmutter zum Zeitpunkt meiner Geburt. Ich kann das sicher sagen, denn ich bin im harten Winter des Jahres MCMLXXI geboren und da hackte Oma nunmal nicht viel im Garten rum. Sie musste sich ja auch um meinen Bruder kümmern.
Darüber hinaus lege ich sämtliche wichtigen Eigenschaften eines Eichhörnchens an den Tag: Ich bin schreckhaft, im Winter sehr müde, goldig und ich verlege Sachen.
Nun verlege ich Sachen nicht auf die normale Art und Weise. Ich verlege sie natürlich auf die Eichhörnchenart. Nehmen wir zum Beispiel die Lohnsteuerkarte, die mir die Firma zurückgibt, damit ich sie beim Finanzamt einreichen kann, auf dass mein Konto noch voller wird. In Geldfragen sage ich ja immer "ob auf dem Mount Everest jetzt noch ein Meter Schnee mehr fällt, das kümmert eigentlich keine Sau" und lasse die Steuererklärung ausfallen.
Das liegt aber eigentlich daran, dass ich meine Lohnsteuerkarte nicht finden kann.
Zum Jahresanfang finde ich sie in meinem Eingangsfach, denke "wichtig, wichtig, die darfst du nicht verlieren!" und stecke sie in die rechte Innentasche meines Mantels. Da kann sie aber nicht bleiben, denn da wird sie durchgewalkt, bis sie nur noch ein Schatten ihrer selbst ist und das gibt dann Mecker vom Finanzamt.
Also hole ich sie wieder aus der rechten Innentasche meines Mantels, denke wieder "wichtig, wichtig, die darfst du nicht verlieren" und lege sie promminent auf den Esstisch. Da kann sie aber auch nicht bleiben, denn sie darf nicht beschmutzt werden, sonst gibt das Mecker vom Finanzamt.
Also stecke ich die Lohnsteuerkarte an einen Ort, an dem ich sie garantiert sofort wiederfinde. So, wie das auch die Eichhörnchen mit den Nüsschen machen, die sie vergraben. Der Ort hat vor allem eine wichtige Eigenschaft: Ich vergesse ihn, sobald ich ihm den Rücken gekehrt habe und er fällt mir auch bestimmt nicht wieder ein.
So mache ich das auch mit anderen wichtigen Unterlagen. Dabei ist meine Wohnung eigentlich gar nicht so groß.
Typisches Eichhörnchen eben.
Ach, nochwas: Ich habe ja am 14.01. Geburtstag. Da habt ihr euch bestimmt schon gefragt, was ihr mir schenken könnt. Damit ihr nicht so lange grübeln müsst, könnte ihr §§a href="http://www.amazon.de/gp/registry/registry.html/303-2310373-2028228?%5Fencoding=UTF8&type=wishlist&id=39EEGN89YIL6C" target="_blank">hier meine Amazon Wunschliste sehen§§/a>. Aber bitte nicht alle den Plasmafernseher schenken. Einer würde mir schon reichen.
Vielen Dank im Voraus!

Posted by banana at 07:23 EM | Comments (46)
Januar 02, 2006
Die Katze rubbeln?!

Zieh dich aus, kleine Maus, mach dich nackig (nackig, nackig), zieh dich aus, kleine Maus, zieh dich aus. Zieh dich aus, kleine Maus mach dich nackig (nackig, nackig), zieh dich aus, kleine Maus, zieh dich aus. Zieh dich aus, kleine Maus, mach dich nackig (nackig, nackig). Zieh dich aus, kleine Maus, zieh dich aus. Zieh dich aus, kleine Maus, mach dich nackig (nackig, nackig), zieh dich aus, kleine Maus, zieh dich aus.
Die Stimmung kocht. Keiner kann mehr stehen.
Nargel, nargel, nargel. Als ob es nicht schon schwer genug wäre, sich am ersten Arbeitstag des Jahres aus den Laken zu schälen und genug Willenskraft aufzubringen, seinen geschundenen Körper ins Büro zu prügeln, schallen einem dort schon von Weitem diese blöden "Frohes Neues" Wünsche und "Na, gut reingekommen?" Fragen entgegen.
Das ist hart.
Was soll man denn bitte auf die Frage "Na, gut reingekommen?" antworten? Wie kann man denn nicht gut reinkommen?
"Ach, weisst du, der Jahreswechsel hat mich total mitgenommen. Um Mitternacht spürte ich einen Druck in der Leistengegend und habe seitdem nicht mehr aufstehen können." "Ach, weisst du, bei der Sylvesterböllerei ist meine Lebensabschnittsgefährtin von einer Rakete Marke Cape Canaveral getötet worden." "Ach, weisst du, die Lachsschaumspeise, die ich zubereitet hatte, hat dazu geführt, dass sich alle Gäste meiner Party umgekrempelt haben."
Man kann natürlich auch einfach "nein" antworten und dann warten, was passiert.
Oder "Nein, es war zu eng." Das könnte man auch mal sagen. Aber das verstehen die Leute dann wieder nicht, weil sie eigentlich auf gar keine Antwort warten und nur sinnlosen Wortmüll absondern. Man sollte sich nicht an solchen Dingen stören. Mach ich aber. Ich kann eben nicht raus aus meiner Haut. Und das ist auch gut so, denn ohne Haut hat man keine Überlebenschance.
Genau, wie der Depp gestern im Fernsehen, dieser Pferdeliebhaber. "Das arabische Sprichwort stimmt schon" sagte er "wenn man die Menschen kennt, dann liebt man die Pferde". Und wenn man die Pferde kennt, dann liebt man die Kartoffeln sage ich dann immer. Die Pferde, so sagte er, die seien nicht schlecht, die Menschen aber schon. Verdorbene Pferde, die gebe es, aber die könnte man dann wieder hinbekommen. Das sei zwar viel Arbeit, aber es lohne sich. Lange schon nicht mehr so ein Blech gehört. Da wird es Zeit, dass die Japaner endlich die Roboter zur Altenbetreuung entwickeln. Dann kann man die ganzen Greise ins Heim stecken und von japanischen Robotern betreuen lassen, bis sie lachen. Vielleicht ein paar Lieder singen, in die Hände klatschen oder mit der Playstation Pearl Habor kaputtbomben. Vorher muss man ihnen aber noch die Führerscheine abnehmen und den Personalausweis ungültig machen. Wenn dann der Roboter seine Batterien aufladen muss, dann können sich die alten Zausel gegenseitig erzählen, dass früher alles besser war und dass Pferde die besseren Menschen sind. Vor allem das eine Pferd, dass ihm da den Kredit gegeben hat. Das war ja so toll. Das hat sich auch nicht beschwert, als er den Kredit immer wieder hat stunden lassen, weil man das Geld nicht zusammenbekommen hat. Oder das andere Pferd, dass ihm die Dritten verpasst hat. Die waren so gut, es hat praktisch nichts gescheuert. Und Geld wollte das dafür auch nicht haben. Und dann noch das Pferd, das ihn immer besuchen kommt, im Altersheim, wo man ja heutzutage gar nicht mehr gescheit betreut wird, sondern einfach einen japanischen Roboter vor die Nase gesetzt bekommt. Die Roboter könnten das dumme Gelaber dann einfach ignorieren und würde deswegen keine psychischen Schäden davontragen. Also, alez le Japons. Oder wie man das schreibt. Ach, das war ja gar nicht Japanisch.
Da steht ein Pferd auf dem Flur, ein echtes Pferd auf dem Flur, das ist so niedlich.

Posted by banana at 07:21 EM | Comments (9)
Januar 01, 2006
Dabei kam ich auf den Stör

Heute sprühte ich mal wieder vor guter Ideen:
Man sollte zum Beispiel die Fernsehfernbedienung mit einem Rasierapparat kombinieren. Wie oft liegt man tatenlos auf der Couch? Das ist Zeit, die man Wunderbar dazu verwenden könnte, um sich zu Rasieren, gerade in den Werbepausen. Da ist es dann auch nicht schlimm, wenn man den Ton nicht hört.
Das könnte man dann Razmote oder Shavetrol oder Zap'n Shave nennen.
Dann dachte ich mir noch, dass es wirklich Zeit ist, eine Soap Opera zu machen, die ausschließlich am Telefon stattfindet. Man sieht also immer nur einen Darsteller, der mit einem anderen Telefoniert und die Handlung würde sich nur durch die Telefonate weiterentwickeln. Das wäre dann doch so richtig realistisch. Wer scheisst heute noch jemanden vis-a-vis zusammen. Wenn man die Zeit, in der die Soap Opera spielt dann noch in die 80er legt, also, bevor man mobil Telefonierte und bevor man Schnurlose Telefone hatte, dann wird das eine richtig billige Sache, weil man ja nur eine handvoll Sets braucht.
Mit Handy wäre es aber auch ganz lustig. Man könnte dann life, also während die Sendung läuft, wichtige SMS enpfangen und so hautnah in die Handlung mit einbezogen werden. Diesen Dienst würden bestimmt Hundertausende Idioten abonnieren. Cellphones würden auch völlige neue Mittel der Dramatik hinzufügen: Leerer Akku, kaputter Akku, Funkloch, leere Prepaid-Karte, PIN vergessen, PUK vergessen, PUK2 vergessen und, und, und!
Für Männer läuft dann die Soap Opera noch auf verschiedenen Kanälen, d.h. der eine Kanal zeigt die ganze Zeit den einen Darsteller, der andere Kanal zeigt die ganze Zeit den anderen Darsteller. Das würde dem männlichen Zapzwang entgegen kommen und eine völlig neue Herausforderung beim Fernsehen darstellen.
Dann könnte man natürlich auch noch eine Soap Opera machen, die ausschliesslich durch email stattfindet. Das wäre ja noch doller!
Oder man könnte auch eine Soap Opera ganz ohne Handlung machen! Wie? Gibt's schon?
Ach, man könnte so tolle Sachen machen, wenn sie einem nur einfallen würden.

Posted by banana at 02:55 EM | Comments (25)
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