November 30, 2005
So weint es in der Nacht

Heute war ich im Kino. Es war ein Fantasy-Film, der von Zauberei handelte. Leider war der Film auf englisch, so dass ich nicht allzu viel verstanden habe.
Am Anfang rannten alle durch den Wald und ich dachte erst "Oha! Das kenne ich vom Blairwitch Projekt", aber als sie dann den fliegenden Schuh fanden und auf dem Campingplatz das Zelt innen viel größer war, als es von aussen aussah, da war es mir klar, dass hier "Magic" im Spiel war.
Dann gab es ein Fußballspiel mit fliegenden Besen. Leider hat man das Spiel nicht gesehen, aber ich interessiere mich ja sowieso nicht so für Ballsportarten.
Die Hauptdarsteller waren ein Junge mit einer Brille, ein alter Mann, der sich seinen Bart zusammengebunden hatte und ein Junge mit Roten Haaren. Ein dicker Mann mit einer Augenklappe kam auch ziemlich häufig vor.
Der Film spiele auf einer großen Burg in Schottland.
Später wurden Zettel in einem gralsähnlichen Kelch verbrannt, ich weiss aber nicht genau, warum. Auch der Kelch muss magisch gewesen sein, denn zwei Jungen wurden zu alten Männern und starben, als sie ihre Zettel im Kelch verbrannten.
Einige Zettel wollten nicht richtig brennen und kamen wieder raus. Den letzten Zettel musste der Junge mit der Brille reingeworfen haben und es sah aus, als würde er dafür Ärger bekommen, denn er musste gegen einen Drachen kämpfen. Der Junge sah erst ziemlich alt aus, aber dann kam auf einmal ein fliegender Besen angeflogen und es gab eine wilde Verfolgungsjagd, bei der der Drache am Ende abstürzte und grausam ums Leben kam. Dann klaute der Junge das goldene Ei, das der Drache gelegt hatte. Gemein!!!
Als die Eierdiebe dann feierten, kam die Rache von dem Drachen. Die Brillenschlange machte das Ei auf und es ertönten schreckliche Schreie! Unter Wasser war das Ei nicht so laut, sondern eher, so wie ein Duschradio. Dann verwandelte der Mann mit der Piratenklappe einen Jungen in einen Marder.
Später gingen die Kinder in einem See schwimmen. Brillenschlange fraß einen Wurm und sah danach aus, wie der Mann aus dem Meer und konnte auch so schwimmen. Der andere Junge, der auch Schwimmen war, sah aus, wie ein halber Hai. Brillenschlange rettete den roten Jungen und ein Mädchen. An Ende war das ganz schön knapp, da habe ich mitgefiebert.
Danach gab es einen Ball und wohl einige erotische Verzwickungen, weil der Rotfuchs so eine hässliche Abendgarderobe hatte und Brillenschlange keinen Bock zu tanzen hatte. Eine andere Hauptdarstellering, ein Mädchen mit langen Haaren tanze mit dem Mann, der vorher der halbe Hai war.
Dann wurden die Kinder in den Wald geschickt, wo das Mädchen aus der Gruppe am Boden festwuchs und der halbe-Hai-Junge trübe Augen hatte.
Am Ende kamen Brillenschlange und Rotfucks zu einem Kelch, aber als sie ihn berührten, waren sie auf einem auf einem Friedhof (das habe ich besonders nicht verstanden).
Auf dem Friedhof stand ein Topf, unter dem Feuer brannte (ja, so ein Missionarenschnellkochtopf *g*). Ein Mann mit einem Baby auf dem Arm kam angelaufen und erschoss Rotfuchs. Dann warf er das Baby in den Topf, tat noch einen Knochen rein, schlug sich selbst eine Hand ab und ritzte der Brillenschlange den Arm auf (Blutsbürderschaft?).
Dann kam Action in die Suppe und es entstand ein großer Mann. Irgendwetwas muss aber falsch gelaufen sein, denn der Mann war noch nicht ganz fertig. Die Nase fehlte, was mich im Verlauf der Szene sehr ablenkte. Auf jeden Fall redete der Mann ohne Nase viel und dann kreuzte er die Strahlen mit Brillenschlange. Dann waren Brillenschlange und Rotfuchs auf einmal wieder auf der Burg.
Rotfuchs wurde dann wieder lebendig und der Mann mit der Augenklappe verwandelte sich in einen dünneren Mann(?), nur, um dann wieder in einem Verließ zu sitzen.
Am Ende flog eine Kutsche weg und ein Schiff ging unter. Ob die später aber alle wieder lebten, war mir nicht klar.
Der Film hat mir ganz gut gefallen, besonders die Stelle mit dem Drachen. Das nächste Mal gehe ich aber lieber wieder in einen deutschen Film.

Posted by banana at 09:59 EM | Comments (6)
November 29, 2005
Mines immeasurably superior to ours

Liebe Leser,
leider ist es nicht mehr anders möglich: Die Allee wird kostenpflichtig. Anders kann ich die gewohnte Qualität der Beiträge nicht mehr garantieren.
Leider verfüge ich nicht über die technischen Möglichkeiten, die erforderlichen Gebühren elektronisch zu erheben. Deswegen bitte ich sie, für jeden gelesenen Beitrag 5 Cent in einen Sparstrumpf zu stecken. Wenn der Strumpf dann voll ist, schicken sie ihn mir bitte zu.
Das Lesen der Kommentare bleibt weiterhin kostenlos.
Vielen Dank für ihr Verständnis,
bna

Es sind traurige Zeiten. Sicherlich hat sich schon der eine oder andere gefragt, warum ich noch gar nichts über unseren §§a href="http://www.spackonauten.org/images/freudenquell.jpg">Büroweihnachtsbaum§§/a> geschrieben habe. Der Aufbau wäre doch schon vor zwei Monaten fällig gewesen. Der Grund dafür ist einfach: Der Aufbau fand noch nicht statt und er wird auch nicht stattfinden.
Wie denn? Wo denn? Was denn? Keine Weihnachtsstimmung im Büro? Nein. Es geht total unweihnachtlich bei uns zu und dass schon seit Monaten!
Seit wir nämlich in das neue Bürogebäude gezogen sind, ist es nicht mehr erlaubt, private elektrische Geräte in den Büroräumen zu betreiben. Wahrscheinlich war das auch schon im alten Gebäude nicht erlaubt, es hat nur keiner dran gedacht. Der Grund ist der Versicherungsschutz. Fackelt die Bude ab und es kommt raus, dass unser Freudenquell die Ursache ist, dann wirds teuer.
Jetzt haben wir einen Baum, etwa zwei Zentner geschmacklosen Baumschmuck und vier Licherketten (eine davon mit 150 Lichtern und 8(!) verschiedenen Blinkprogrammen) und alles steht in der Ecke und vergeht, wie der Hauch und die Wärme geht auch.
In der Lobby steht seit ein paar Tagen auch ein Weihnachtsbaum. Er ist ungefähr acht Meter hoch, aber total unterschmückt. Wir werden die Empfangsdame mal fragen, ob wir ihr unser bescheidenes Sortiment leihweise zur Verfügung stellen sollen, damit die Lobby in dieser unserer Vorweihnachtszeit in festlicherem Glanze erstrahlt.
Eine themenverwandte Elektrodepesche kam unslängst auch durch die Leitung gesaust. Darin wurden wir darauf hingewiesen, das es nicht erlaubt sei, Kerzen in den Büros anzustecken.
Na gut, dann gehen wir zum Anstecken eben auf den Flur. Wir sind ja flexibel.

Posted by banana at 08:39 EM | Comments (10)
November 28, 2005
Guitar Tab Transposer

Ich hab ein bisschen was geschrieben. Ich brauche das öfter: Musikstücke von einer Tonart in eine andere überführen. Natürlich kann man das auch von Hand machen, aber so geht's schneller.
Vielleicht kann es ja jemand von euch auch gebrauchen.
§§a href="http://www.spackonauten.org/transposer/transposer.php">Hier ist mein Guitar Tab Transposer§§/a>

Posted by banana at 11:04 EM | Comments (12)
November 25, 2005
spent my whole life just digging up my music's shallow grave

Man könnte ja auch mal etwas Positives und Lustiges schreiben.
Heute in der Frühe zum Beispiel, da stand ich auf und ich sah, dass überall auf meinen Ländereien Schnee lag.
Nun ist das Rhein-Main Gebiet was die naturbedingten Katastrophen betrifft höchst moderat.
Es gibt keine Erdbeben, es gibt keine Wirbelstürme, keine Tsunamis. Nur manchmal weht starker wind und ganz manchmal schneit es. Und ganz, ganz manchmal bleibt der Schnee auch liegen.
So, wie heute.
Der Rhein-Main-gebietlerische Autofahrer ist es nicht gewöhnt, im Schnee zu fahren und deswegen kann er es auch nicht. Vielleicht ist der Rhen-Main-gebietlerische Autofahrer auch neidisch auf - zum Beispiel - die bayrischen Autofahrer, weil die regelmäßig ein richtiges Schneechaos haben und so tut er dann eben so, als seien 5cm Neuschnee ein richtiges Schneechaos. Das muss man echt erlebt haben. Hessen spielt Schneechaos, nur der ADAC bleibt die warmen Decken und den Tee schuldig.
Weil ich das weiss - und weil ich selbst fahrerisch zum Überdramatisierung neige - entschloss ich mich heute morgen für die Schiene, denn die Bahn kommt ja schließlich und wird sich doch von 5cm Schnee nicht ins Jagdhorn boxen lassen (haha, Wortwitz). Ein Blick ins Internet bestätigte mich in meiner Entscheidung, denn da war von einem Unfall auf der linken Fahrspur der A5 zwischen Darmstadt und Frankfurt die Rede und was das bedeuten würde, dass wollte ich mir gar nicht vorstellen, noch nichteinmal bei warmen Decken und Tee.
So packte ich mein Ränzlein und stapfte durch die weisse Pracht. Fünf Minuten vor der fahrplänlich Versicherten Abfahrtszeit meiner S-Bahn kam ich am Bahnhof an und löste mir gleich ein Billet. Eleganz sauste ein ICE vorbei und wirbelte eine große Schneewolke auf. Das sah toll aus. Ich hörte ein entzücktes und anerkennendes Johlen aus vielen Kehlen. Was war das? Ach, das waren die 4 Schulklassen, die auf dem Bahnsteig standen und den wartenden Zug mit Schneebällen bewarfen.
Aus dem Lautsprecher über dem Bahnsteig kam ein Geräusch. Die Menschen sahen sich fragend an. Wieder kam ein Geräusch aus dem Lautsprecher und wieder verursachte es fragende Blicke. Das nächste Geräusch war das Geräusch des Zuganzeigers, der die Fahrgäste informierte, dass die S-Bahn 15 Minuten Verspätung hätte.
8:50: Ich informiere mich am Fahrplan über alternaive Zugverbindungen.
8:51: Ich habe mich für den RegionalExpress um 9:09: entschieden, weil ich, wenn er pünktlich kommt, mein Ziel eher erreichen würde, als mit der S-Bahn, die - mit 15 Minuten Verspätung - um fünf nach Neun abfahren würde.
8:52 Ich wechsle das Gleis, um auf die RegionalBahn zu warten.
9:05 Die erste Schulklasse wechselt auch das Gleis, um auf die RegionalBahn zu waren. Die Lehrerin sagt "Die nächste S-Bahn fällt auch aus".
9:06, 9:07, 9:08: Die anderen Schulklassen wechseln auch das Gleis. Jetzt sind alle Schulklassen auf meinem Gleis.
9:09: Die verspätete S-Bahn trifft ein und wird von vier Schulklassen mit Schneebällen beworfen.
9:10: Ein weiterer ICE fährt vorbei und wirbelt Schnee auf. Erneutes Johlen. Wenigstens ist die Stimmung in der Truppe gut.
9:12: Der erwartete RegionalExpress trifft ein. Die erste Schulklasse steigt ein und wird von der Lehrerin ("links rum! Wer weiss, wo links ist?") zielsicher ins Raucherabteil gesteuert. Ich selbst stelle mich in den Türraum, weil der restliche freie Platz von Schülern und Pendlern belegt ist, die so tun, als würden sie schlafen, damit sie nicht den Zorn des Mobs auf sich ziehen.
9:13: Abfahrt.
9:16: Der ersten Schülerin ist schlecht, sie wird aus dem Gestank des Raucherabteils in den Türraum geführt.
9:17: Der zweiten Schülerin ist schlecht.
9:18: Der Türraum füllt sich mit angeschlagenen Schülern und Leuten, die unbedingt als erste Aussteigen wollen. Immerhin sind es nur noch fünf Minuten Fahrt.
9:20: Beschlagene Scheiben.
9:22: Freundliche Fanfare erklingt und informiert mich darüber, dass der nächste Halt Frankfurt Hauptbahnhof sei und wir bitte alle aussteigen sollen. Der Wille zum aussteigen ist da, dass kann ich bestätigen.
9:23: Ankunft in Frankfurt Hauptbahnhof. Es ist erstaunlich, wie es die Leute mit Koffer immer schaffen, als erste aus dem Zug zu kommen, damit sie den anderen den Weg versperren können.
9:26: Durchsage im Tiefbahnhof, dass einige S-Bahnen aufgrund witterungsbedingter Schwierigkeiten 15 bis 20 Minuten Verspätung
haben.
9:52: Beim Aussteigen bittet der S-Bahnführer die Fahrgäste, vorsichtig zu sein, da der Bahnsteig nicht gestreut sei.
10:00: Ich komme Im Büro an.
Nur 90 Minuten, trotz Schneechaos.
Glück gehabt!

Bis bald aus dem Katastrophengebiet.

(Die Heimfahrt verlief übrigens Fahrplanmäßig und die Kinder waren sehr freundlich)

Posted by banana at 08:09 EM | Comments (20)
November 23, 2005
There's only two songs in me

Der heutige Rezepttipp:
Sauerkrautsaft mit viel Fruchtfleisch.
Zutaten:
5 Liter Sauerkrautsaft (z.B. von Lidl)
1 kleine Dose Sauerkraut

Den Saft in einen großen Behälter füllen. Das Sauerkraut auf einem Teller mit zwei Gabeln zerpflücken und zu dem Saft geben. Umrühren. Fertig. Leicht gekühlt, servieren.
Zum Aufpeppen kann man noch 200ml Ananassaft (z.B. von Lidl) hinzugeben.
Köstlich!

Musik höre ich eigentlich gar nicht mehr. Das habe ich mir abgewöhnt. Deswegen kann ich auch nicht verstehen, wie Leute in ihrem Büro ständig das Radio laufen lassen können. Auf den Musiksendern wiederholen sich die Lieder nach ein paar Stunden, unterbrochen von dümmlichen Gewinnspielen, noch blöderer Werbung und das ganze präsentiert von Moderatoren, die mir auf den Saque gehen. Da würde ich verrückt werden. Konzentrieren könnte ich mich auf jeden Fall nicht.
Musikfernsehen schaue ich mir auch nicht an. Habe ich noch nie gemacht, auch schon nicht, als es noch gar keine Klingeltonwerbung gibt. Ich mag die Musik nicht und die Präsentatoren mag ich schon gar nicht. Vor allem nicht, weil sie eine Menge Geld fürs Musikansagen kriegen und ich nur eine Menge Geld fürs Arbeiten kriege.
Im Auto höre ich mir Sender an, die überwiegend Wortbeiträge senden. Das ist ohnehin interessanter. Lernen kann man auch noch was.
Die aktuelle populäre Musik geht also seit ein paar Jahren ziemlich an mir vorbei und eigentlich habe ich bis jetzt noch nichts vermisst. Ich komme mir nur manchmal etwas dumm vor. Heute zum Beispiel. Da hat Maria Carey bei den American Music Awards den Preis für die beste Künstlerin in der Sparte Soul/Rhythm & Blues gewonnen.
Klar kenne ich Maria Carey. Und ich dachte auch, zu wissen, was Soul ist, aber da habe ich mich geirrt. Bei Soul denke ich immer an die Blues Brothers und an die Committments. Soul scheint mittlerweile aber was anderes zu sein. Schade. Die hätten sich doch wenigstens einen neuen Namen ausdenken können. Aber bei den vielen Cover-Versionen, die es heute gibt, ist das nicht verwunderlich.
Bei Maria Carey denke ich an... ja, an was denke ich denn da? Daran, dass sie ihrer Familie irgendwie unrecht getan hat, daran, dass es mal ein Video von ihr gab, in dem sie hinten in einem Cabrio saß und daran, dass sie angeblich mal ein Lied gemacht hat, in dem sie so hoch gesungen hat, dass sich, wenn man es laut genug im Autoradio gehört hatte, links und rechts die Garagentüren geöffnet haben. Aber da kann ich mich mal wieder irren, denn schließlich fällt mir kein einziges Lied von Maria Carey ein.
Das ist wirklich ein Armutszeugnis für mich. Ich kenne alle Noten, die es gibt, vom C, bis rauf zum H, ich benutzte auf der Gitarre alle sechs Saiten, links und rechts bis zu vier Finger dabei und kenne kein einziges Lied von Maria Carey, der Frau, die gestern beim... ja, das habe ich schon geschrieben.
Tragisch ist das, wirklich tragisch.
Ich habe mir lange Zeit keine CD mehr gekauft und wenn mir jemand eine Musik-CD ausleiht, damit ich sie mir anhören soll, empfinde ich das als Belastung.
Deswegen ist es mir auch ziemlich egal, was Sony da mit dem Kopierschutz macht. Wundern tut es mich nur wirklich, dass tatsächlich jemand noch Musik, geschweige denn CDs von denen kauft. Aber Musik hören hat ja noch nie etwas mit Musik mögen zu tun gehabt.

Posted by banana at 07:50 EM | Comments (20)
November 22, 2005
The possibility that love is not enough

Eigentlich wollte ich eine Geschichte schreiben, von Charly, der Erbsensuppe. Die Idee war eigentlich ganz gut, denn Charly ist der ideale Name die Erbsensuppe, die ich im Kopf hatte. Zuerst wollte ich sie Heinz nennen, dann Xavier, dann Mike, aber das hätte alles nicht so richtig gepasst. Charly wäre der richtige Name gewesen. Wäre, hätte, könnte.
Charly nennen sich Leute, die eigentlich Karl-Heinz heissen, denen das aber peinlich ist. Karl-Heinz hat als Name im Moment einen schlechten Ruf. Karl alleine, das geht, das wird im Moment gerne genommen, aber der ganze Strahlenglanz von Karl wird durch Heinz wieder kaputtgemacht. Weniger ist eben manchmal mehr. Wer weiss, vielleicht erlangt der Name Heinz in Zukunft wieder seinen alten Glanz, vielleicht sogar in Kombination mit Karl?
Manfred ist auch so ein Name. Manfreds können sich aber nicht Charly nennen. Vielmehr werden sie Manni genannt. Die armen Socken.
Das müsste eigentlich nicht sein, denn man könnte sie zum Beispiel auch Fred nennen, was ein wesentlich lässigerer Name ist. Fred ist natürlich auch legitim als Abkürzung von Alfred und Frederik (in allen Schreibweisen). Man bleibt aber doch stets auf Manni hängen, wenn man Manfred heisst (vgl. Manni, der Libero).
Leute, die sich Charly nennen, haben meistens weisse Haare in Zopfform, einen Ohrring, der irgendwie baumelt, eine vorliebe für Lederkleidung und ein Motorrad mit rückenfreundlicher Sitzbank.
Projeziert man diese Eigenschaften auf eine Erbsensuppe, dann wäre das Charly gewesen. Mein Charly.
Charly wohnt natürlich in einer Gulaschkanone, ist immer ein bißchen zu kühl, dick und spritzt ein wenig beim Blubbern.
So wäre das gewesen. Da war aber auch - konzeptmäßig - dann das Ende der Fahnenstange erreicht.
Zwar hätte Charly schön in seiner Gulaschkanone suppen können, hätte sich seine Gedanken machen können, über die Welt, über die Kunden, die Suppe kaufen, über seinen Suppenkoch. Moment! Da tritt er zutage, der klaffende Riss im Konzept:
Was macht man denn bitteschön, wenn jemand Erbsensuppe Charly kauft? Dann wird ja mit der Kelle ein Stück von Charly entnommen. Lebt dieses Stück dann weiter, so wie ein Regenwurm? Das geht nicht, denn dan gäbe es ja zwei Charlys. Stirbt das andere Stück ab und Charly lebt weiter, nur eben etwas kleiner? Das muss Charly doch wehtun und leid tun! Gar nicht auszudenken. Was ist, wenn Charly am Abend weggeschüttet wird? Erlebt Charly dann am nächsten Tage eine Wiedergeburt?
Das passt doch alles nicht zusammen. Das klappt doch nicht.
Gut, dass ich das Problem noch rechtzeitig erkannt habe. Ich denke mal, das ist der Grund dafür, warum Suppen so selten als Protagonisten in Geschichten auftreten.

Posted by banana at 07:37 EM | Comments (12)
November 21, 2005
50 Jahre Thunderstrom

"Das ist ganz großes Kino mit ganz kleinen Darstellern" das sagte zumindest einer der Kommentatoren beim Domino Day. Die beiden Kommentatoren beim Domino Day sagten noch mehr, aber das habe ich dann nicht mehr mitbekommen.
Achterbahnvielfahrer sind etwas anders als Nicht-Achterbahnvielfahrer. Ich weiss jetzt nicht so recht, wie ich Nicht-Achterbahnvielfahrer bezeichnen soll. Man könnte sie "normale Menschen" nennen, aber das würde bedeuten, dass Achterbahnvielfahrer keine normalen Menschen sind und das stimmt ja nicht. Achterbahnvielfahrer nennen Nicht-Achterbahnvielfahrer oft GP. GP steht für "General Public". Dafür fällt mir jetzt keine passende deutsche Übersetzung ein, ausser breite Öffentlichkeit. Breite Öffentlichkeit passt nicht besonders gut, denn es gibt in der Tat Achterbahnen, für die man nicht besonders breit sein darf, weder was die Körperfülle, noch den Geisteszustand betrifft. Ich belasse es also bei GP.
Oft wünscht sich die GP das bei Achterbahnen, was sich der Vielfahrer ausdrücklich nicht wünscht, nämlich Schulterbügel. Oft höre ich, dass die GP froh ist, wenn sich nach dem Platznehmen im Achterbahnzug ein Bügel links und rechts und vor allem über ihnen schließt.
Der Vielfahrer sieht das anders. Für den Vielfahrer gibt es eigentlich nicht viel schlimmeres, als ein Achterbahnzug mit Schulterbügeln.
Der GP gibt der Schulterbügel ein Gefühl von Sicherheit. Man hat etwas zum festhalten und fällt selbst dann nicht der Erde entgegen, wenn der Achterbahnzug kopfüber und mitten im Looping steckenbleibt.
Jetzt denkt ihr "Haha, der banana, der will uns lächerlich machen und für dumm verkaufen! Es kann doch gar nicht passieren, dass ein Achterbahnzug kopfüber in einem Looping steckenbleibt!" Ich sage "au contraire!" Genau das ist nämlich schon passiert. In Belgien. Ein Teil der Fahrwerkes brach und der Zug blieb mitten im Looping stecken. Die Fahrgäste hingen etwa 90 Minuten kopfüber. Jetzt habt ihr eure Schulterbügel bestimmt noch ein bisschen lieber. Dumm nur, dass es sich bei dieser speziellen Bahn um eine handelt, die nicht mit Schulterbügeln ausgestattet ist.
Schulterbügel sind böse! Sie hindern einen daran, die Arme in die Luft zu strecken, die nehmen einem die Sicht, sie nehmen einem die Möglichkeit, mit dem Hintern vom Sitz abzuheben, sie schlagen gegen die Ohren und führen zu Kopfschmerzen, sie sind unhygienisch, sie sind maßgeblich am Zerfall der Weltwirtschaft beteiligt und so weiter.
Leider sind die Bahnen ohne Schulterbügel vom Aussterben bedroht. Achterbahnen, die man noch vor kurzen nur mit einem Schoßbügel ausgestattet hätte, baut man inzwischen mit Schulterbügeln, zum Beispiel Rita, Queen of Speed in Alton Towers, England oder Kingda Ka in Six Flags Great Adventure, USA (die im Moment schnellste und höchste Bahn der Welt). Eigentlich versah man Bahnen mit Schulterbügeln, bei denen der Passagier auf den Kopf gestellt wurden. Inzwischen gibt es die Schulterbügel aber auch ganz ohne Kopfstand, wie zum Beispiel bei den beiden oben aufgeführten Bahnen. Der Grund, warum mehr und mehr Bahnen mit Schulterbügeln ausgestattet werden, sind Unfälle.
Also, fahrt viel Achterbahn und wenn ihr genug gefahren seid, dann werdet ihr feststellen, dass es ohne Schulterbügel viel schöner ist, als mit. Da ist Achterbahnfahren mal wieder ähnlich, wie Sex. Ohne macht mehr Spaß, aber die Sicherheit muss immer vorgehen.
Aber das nur am Rande.

Posted by banana at 08:47 EM | Comments (18)
November 19, 2005
Please share my umbrella

Eben war ich draussen und da fiel mir auf, wie kalt es geworden ist. Ich mag es nicht, wenn es kalt ist, denn wenn man zu lange um Kalten ist, dann kann es sein, dass man erfriert und das ist natürlich total gefährlich. Ich bekam etwas Panik, denn der Grund für die Kälte ist ja, dass die Erde von der Sonne weggeht, dass heisst, dass sie sich auf ihrer Umkreisbahn weiter von der Sonne entfernt. Die Sonne ist die Quelle allen Lebens, denn ohne Sonne wäre es noch kälter, als es jetzt schon ist. Dann wäre es so kalt, dass kann man sich gar nicht vorstellen, weil noch niemand eine Sekunde seines Lebens verbracht auch, selbst, wenn er dachte, dass es schon verdammt kalt sein würde. Zu allem Überfluss kam noch dazu, dass es dunkel war. Das liegt auch daran, dass unsere Seite der Erde gerade von der Sonne weggedreht ist. Wenns kommt, dann kommts dicke, sage ich immer. Auf jeden Fall habe ich etwas Panik bekommen, denn was wäre denn, wenn die Erde (vielleicht durch einen kleinen Zufall) aus der Umkreisbahn fliegt und weg von der Sonne fliegt? Ich meine, wer garantiert mir denn, dass das nicht passiert? Dann hätten wir nämlich ein echtes Problem! Dann würde es immer dunkel sein und noch viel, viel kälter! Dann hätte sich das nämlich mit Strandurlaub bis auf weiteres. Dann würde auch keiner mehr bauchfrei rumrennen oder mit Flip Flops und dabei Eis lutschen! Dann wären wieder Moon-Boots angesagt, soviel steht fest. Nur, weil bis jetzt alles gut gegangen ist, heisst das ja nicht, dass es auch weiterhin gut geht.
Heute ist mir der Zusammenhang zwischen Kälte und Sonnenentfernung zum ersten Mal richtig klar geworden und das war kein schöner Moment.
Da kann man nur Daumen drücken und auf den Frühling warten und hoffen, dass unsere alte Mutter Erde die Kurve mal wieder kriegt.
Liebe Erde, ich danke dir für alle Male, die du bis jetzt die Kurve gekriegt hast.

Posted by banana at 09:20 EM | Comments (39)
November 18, 2005
Traube Holunder

Schon peinlich, dass uns die Amerikaner alles nachmachen müssen. Wir haben Messer Griesheim, die haben Massachusetts.
Ich habe mir an einem Fingerknöchel an der linken Hand weh getan. Das Gelenk wird langsam immer blauer. Ich schätze, dass ich mir die Gelenkkapsel beschädigt habe und dass jetzt langsam Blut in das umliegende Gewebe sickert. Wahrscheinlich muss ich zu meiner Ärztin gehen. Dann kann ich ihr auch gleich sagen, dass mir die rechte Schulter übel weh tut. Dann wird sie mich fragen, seit wann mir denn die rechte Schulter übel weh tut und ich werde sagen "Och, ein halbes Jahr vielleicht" und ich werde es so sagen, als sei das die normalste Sache der Welt und dann wird sie mich wieder so ansehen und wird fragen "Ein halbes Jahr?" dabei wird sie mich sehr gut verstanden haben. Sie hört nämlich, soweit ich das mitbekommen habe, sehr gut. Dann wird sie mich irgendwann fragen, wie das denn mit dem Fingerknöchel passiert sei und ich werde sagen "das ist passiert, als ich wutentbrannt auf meine Maus eingedroschen habe." und ich werde hastig hinzufügen "Die Maus am Computer natürlich", damit sie mich nicht für einen Tierquäler hält, sondern nur für einen normalen Irren.
Dann wird sie sich sicher wundern, wie man so sauer auf einen Computer sein kann, dass man sich beim Eindreschen auf die Hardware die Hände verletzt. Sie wird mich nicht vestehen können, denn sie hat bestimmt nie solche Probleme mit ihrem Computer. An ihrem hängt nämlich noch ein Nadeldrucker.
Ich war auch eigentlich gar nicht so sauer auf den Computer, vielmehr war ich so sauer auf die Herren Internet Explorer und Firefox, diese beiden Banausen, denn beide ignoierten meine Befehle, beziehungsweise sie legten sie unterschiedlich aus und das über einen längeren Zeitraum hinweg. Ich wollte nur mal eben schnell schnell einen kleinen Fehler in einer html-Seite beheben und hätte eigentlich etwas ganz anderes machen sollen, aber der kleine Fehler ließ sich einfach nicht beheben und da bin ich dann sauer geworden.
Nachdem ich erst mit der Faust auf die Maus gehauen hatte, stellte sich heraus, dass die beiden Tasten vorne an der Maus ihre empfindlichste Stelle waren. Bereits nach dem ersten Schlag war die linke der beiden Tasten etwas nach oben gebogen. Ich formte meine linke Hand zur Todeskralle und schlug mit den Fingerknöcheln zuerst in schnellen, stechenden Bewegungen auf die Tasten ein, bis die linke endlich komplett abbrach. Dann ließ ich von dem Eingabegerät ab. Ich fühlte mich nicht besser, denn mein Ärger war noch nicht wirklich weniger geworden, mir tat allerdings die Todeskralle weh. Da tat es mir auch schon ein bisschen leid.
Wie ich schoneinmal beschrieb, ist das Blöde an der Arbeit am Computer, dass sie so indirekt ist. Wäre man zum Beispiel ein Buddelschiffbauer und es würde alles nicht so richtig klappen, wie man sich das vorstellt, dann könnte man das Buddelschiff auf den Boden schmeissen und darauf herumspringen, um sich Linderung zu verschaffen. Beim Computer geht das nicht. Wenn das Programm nicht so will, wie man selbst, dann muss meistens die arme Hardware herhalten und die kann ja eigentlich gar nichts dafür.
Vielleicht sollte man deswegen diverse Produkte entwickeln. Ich stelle mir da Puppen vor. Eine Puppe für Firefox, eine Puppe für den Internet Explorer, eine für Java und so weiter. Irgendwie müsste man erkennen können, welche Puppe für welche Applikation steht und zwar auf sehr pfiffige Weise und nicht nur durch ein bedrucktes T-Shirt oder sowas.
Hätte man dann Stress mit der Software, dann könnte man sie sich so richtig vornehmen und zusammentreten und -schlagen. Die Puppe müsste dann erbärmliche Winselgeräusche machen und sich auf dem Boden krümmen.
Ich glaube, das wäre gut. Wahrscheinlich hätten aber die Softwarehersteller wieder was dagegen. Und ausserdem ist Gewalt keine Lösung, weil einem hinterher eventuell die Flossen heidnisch weh tun.

Posted by banana at 06:16 EM | Comments (8)
November 17, 2005
Wir Männer von der Geilo Ranch

Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, warum die Mehrwertsteuererhöhung erst in Jahr 2007 erfolgt und eine wirklich gute Antwort wollte mir nicht einfallen. Das ganze Geld, das man einnehmen könnte, wenn man die Mehrwertsteuer schon zum 1.1.2006 erhöhen würde, geht einem dann ja durch die Lappen. Meine einzige Erklärung war, dass dann die Bürger nicht so böse auf die Politiker sind. Aber das wäre kindisch. Das wäre ja fast so kinsch, als könnte sich ein Ministerpräsident er nicht für ein Ressort entscheiden und hielte damit die Kabinettsbildung auf, nur um sich, wenn es ernst wird, wieder in sein Bundesland zurückzuziehen.
Das kann es also nicht sein.
Heute Abend im Radio höre ich aber eine plausibele Erklärung: Da sprach nämlich ein Professor für Marketing und Unternehmensführung und der sagte, dass es zwar im Moment ziemlich duster aussähe, für die Automobilindustrie, aber dass man sich für 2006 einen Anstieg der Absatzzahlen verspreche. Die Leute wollen nämlich noch schnell ein neues Auto kaufen, bevor der Kram noch teurer wird, obwohl man die Anschaffung eines neuen Autos vielleicht gar nicht geplant hatte. Da wird dem Verbraucher also gewissermaßen mit dem eigenen Kackstift ein Strich durch die Rechnung gemacht.
Subtil, subtil. Da haben wir 2006 also noch Zeit, um Geld für teuren Mist auszugeben, der 2007 nochmal 3 Prozent teurer wird, nur halt in Panik. Das ist eine feine Taktik. Wahrscheinlich könnte man sogar noch mehr positive Impulse für die Wirtschaft schaffen, wenn man die Mehrwertsteuer nicht nur um 3%, sondern um 10% anheben würde.
Laut den Aussagen des Professors sei auch für 2007, nämlich nach der Mehrwertsteuererhöhung, kein Einbruch im Absatz zu erwarten, denn wenn der Verbraucher erstmal angefangen hat, Geld auszugeben, dann macht er das auch weiter, sozusagen aus der Gewohnheit. Da freue ich mich schon drauf. Dub-di-Dub.
Ich habe gelesen, dass der schweizer Fußballnationalmannschaft bereits bei der Ankunft auf dem Flughafen eine negative Athmo entgegenschlug. Da sah ich ein Foto von zwei Herren, die hielten bedruckte Zettel hoch. Auf dem einen stand "Hurren Kinder!" auf dem anderen "Ich ficke ihre Mutter!". Zu dem ersten viel mir nicht viel ein, genau so wenig, wie mir zu "Döner is(s)t lecker" einfällt, das zweite Schild stimmte mich aber nachdenklich. Es ist hart, wenn man eine Fernbeziehung führen muss und zwischen der Schweiz und Istanbul liegt wirklich eine nicht zu unterschätzende Distanz, aber ist das ein Grund dafür, dass man es dem Sohn der Geliebten die Beziehung in derart sprachlich unausgegorener Art mitteilen muss? Hätte das nicht besser in privater Athmosphäre stattgefunden? Unter vier Augen? Aber ich wundere mich auch immer wieder, wenn sich Leute in Talkshows setzen, um ihre privaten Probleme zu diskutieren.

Posted by banana at 09:00 EM | Comments (14)
November 16, 2005
You've got the style it takes

Hieße Ballack nicht Ballack, sondern Puckack, wäre er dann Eishockeyspieler geworden? Wir werden es nie erfahren.
Was ich heute allerdings erfahren habe, ist, dass sowohl "Odd", als auch "Even" skandinavische Vornamen sind. Ist das nicht lustig? Ich finde, das ist gut zu wissen, falls man mal Zwillinge bekommt.
Eigentlich mag ich ja sinnlose Dinge und häufig mache ich auch höchstselbst sinnlose Dinge. Wenn sinnlose Dinge lustig sind, dann machen immer mehr Leute mit und dann machen auch Leute mit, die nicht erkennen, dass das, was sie tun eigentlich total sinnlos ist und dann gerät die Sache aus dem Ruder.
Auch ich habe als Kind Dominosteine aufgestellt und hinterher umgeschmissen. Ich hatte sogar einen Kasten mit Dominosteinen, die extra dafür hergestellt worden waren, sie umzuschmeissen. Domino hätte man mit denen gar nicht spielen können, denn dafür fehlten die Domino-typischen Pünktchen. Das Aufstellen der Dominosteine dauert höllisch lang und kostet viele Nerven, weil man dank der eigenen Blödheit andauernd die schon stehenden Steine wieder umschmeisst. Aber irgendwann stehen dann alle Dominosteine und dann stubst man einen an, es folgt eine Kettenreaktion und ehe man freudig auf der Stelle hüpfen und in die Händchen klatschen kann, sind alle auch schon umgefallen. Traurig ist es, wenn nicht alle nacheinander umfallen. Das ist merkwürdig, weil man kurz vorher noch darauf geachtet hatte, dass die Steine nicht umfallen und taten sie es doch, gehofft hatte, das sie Selbstzerstörung irgendwie mittendrin aufhören würde.
Normalerweise merkt man irgendwann, dass die ganze Sache zwar herrlich sinnlos, aber ziemlich blöd ist, weil das Aufstellen ewig dauert und das Umschmeissen ratzi-fatzi vorbei ist. Das ist ein schlechtes Preis- Leitungsverhältnis. Einige Leuten scheinen aber den Schuss nicht gehört zu haben. Anders ist das Phänomen Domino Day nicht zu erklären. RTL scheint diese Veranstaltung regelmäßig in Auftrag zu geben und jedes Mal werden noch mehr Steine aufgestellt und im Fernsehen umgeschmissen und von Frau DeMol dabei erwartungsgemäß akzentuiert angefeuert. Gerne gesehen sind auch die Studenten, die beteuern, was es für eine tolle Erfahrung war, über Monate hinweg Dominosteine aufzustellen.
Dieses Jahr sind es angeblich 4.321.000 Steine. Meiner Meinung nach belegt das eindeutig, dass da jemand den Bogen klar überspannt hat. Da hat irgendjemand aber ganz offensichtlicht vergessen, dass die ganze Geschichte völlig sinnlos ist. Wahrscheinlich geht es auch noch um Guinessbucheinträge und Werbeeinnahmen.
Bei der Vorbereitung zum diesjährigen Domino Day sind aber wohl zwei Interessengruppen aufeinander getroffen, die manchmal vielleicht nicht so ganz die Verhältnismäßigkeiten wahren, nämlich Extremdominosteinaufsteller und Tierschützer. Da flog nämlich ein kleiner Sperling in die Halle, in der die Dominosteine standen und sorgte für Aufsehen, indem er 23000 Steine schonmal umwarf und zwar ungeachtet des Termins für die Fernsehausstrahlung. Die Extremdominosteinaufsteller sahen dem Vorgang natürlich erschrocken zu, denn wer hat es schon gerne, wenn man vor seinen Augen der eigenen Hände Arbeit umfallen sieht? Der Spatz war weiterhin unberechenbar und niemand konnte ausschließen, dass der Vogel nicht auch noch weitere Steine umwerfen würde. Also angaschierte man ein auf Tierfang spezialisiertes Unternehmen, um den kleinen Piepmatz einzufangen. Jedoch es gelang nicht. Nach einer Stunde war das Tier total verängstigt und verausgabt, aber immer noch in Freiheit. Also beschloss man, der Spatz sollte erschossen werden. Er wurde auch erschossen und zwar von einem Jäger mit einem Schießgewehr Luftgewehr.
Dieser Vorgang rief die Tierschützer auf den Plan. Man fragte, ob denn die Tierfangfirma überhaupt eine Genehmigung dazu hätte, in der Halle kleine Vögel zu erschießen. Ebenso fragte man, ob denn Mitarbeiter, die versehentlich Dominosteine umstoßen würden, auch erschossen würden. Mitlerweile hat der für die Tötung des Tieres Verantwortliche schon Morddrohungen erhalten.
Vielleicht sollte man einfach mal wieder Dominosteine mit Punkten drauf kaufen, miteinander spielen und sich in Ruhe unterhalten.

Posted by banana at 07:20 EM | Comments (16)
November 15, 2005
Don't you notice something different tonigth?

Es gibt Leute, denen sollte man besser keine Feuerzeuge leihen. Man sollte auch keine Feuerzeuge in ihrer Nähe rumliegen lassen, denn diese Feuerzeuge werden nach kurzer Zeit verschwunden sein. Man kann sie einfach nicht mehr finden. Selbst die Person, in deren Nähe man keine Feuerzeuge liegen lassen sollte, kann sie nicht finden.
Lange Zeit hat man angenommen, diese Menschen seien bösartige - oder zumindest sehr nachlässige - Feuerzeugdiebe. Das ist aber nicht so. Sie können nichts dafür. Diese Menschen sind krank. Sie saugen die Feuerzeuge einfach in sich auf, ohne es zu merken. Sie müssen einem Feuerzeug nur nahe kommen und einen kurzen Moment an etwas anderes denken: Zack! Weg ist das Feuerzeug. Für immer verloren.
Für immer verloren? Nein. Feuerzeuge überstehen mehrere tausend Jahre ohne zu vergammeln und so leben sie ein ruhiges Feuerzeugleben, bis ihr Wirt stirbt. Dann kann man nur hoffen, dass der Wirt nicht verbrannt werden will, denn dann kann es zur Katastrophe kommen. Vielen Trauergesellschaften ist ihr Verblichener buchstäblich schon um die Ohren geflogen.
Deswegen werden alle Toten im Krematorium geröngt und im Bedarfsfall aufgeschnitten und der Feuerzeuge entledigt.
Nur wenige Menschen wissen von dieser Krankheut. Wahrscheinlich verhindert die Feuerzeugindustrie ihr Bekanntwerden. Ich sage nur folgendes: Kauft keine billigen Feuerzeuge von Leuten, die wie Krematoriumsarbeiter aussehen. Die Feuerzeuge können eine merkwürdige Geschichte zu erzählen haben.
Eine Chance auf Heilung besteht nicht. Mit Streichhölzern passiert das übrigens nicht.

Posted by banana at 08:23 EM | Comments (24)
November 14, 2005
Sie sah aus, wie die Loren

Fragen über Fragen:
Sind Entrechtete das Gegenteil von Verlinkten?
Wer stoppt eigentlich, wie lange die Appläuse auf Veranstaltungen dauern?
Ich kann Entwarnung geben für die Meere der Welt: Am Samstag ist bei mir der Klabauertmann eingezogen. Er klotterte seine Möbel und Kisten in eines der oberen Stockwerke und warf sie dort alle geräuschvoll zu Boden. Dann probierte er ein paar Stunden, in welcher Ecke sich die Kisten und Möbel am besten machen würden, indem er sie hin- und herschob. Den Rest des Tages verbrachte er mit Rollerskaten auf dem Laminat. Im Moment hört er schlechte Musik und mahlt Kokosnüsse mit einer Afrikanischen Stampfmühle. Ich hoffe sehr, dass ihn diese Tätigkeit recht bald ermüden wird.
Irgendwie habe ich das schlechte Gefühl, dass er auch noch die Freunden des Bohrens und Nagelns entdecken wird.
Vielleicht läd er am Wochenende auch noch seine Freunde ein.

Posted by banana at 07:31 EM | Comments (20)
November 10, 2005
Angriff ist die beste Verteidigung

Ich brauche dringend Urlaub, so etwa 4 Jahre. Heute habe ich das Multivitaminkonzentrat des Kollegen geschmacklich bewertet und mich auf den "Multimediasaft" bezogen. Sowas sind Anzeichen dafür, dass man etwas kürzer treten sollte. Das sind erste Anzeichen des Burn-out Syndroms, ich fühle mich überfordert und zerschlagen.
Es ist aber auch wirklich nicht leicht, dem täglichen Wahnsinn zu trotzen, ohne ihm selbst anheim zu fallen.
Da hätten wir zum Beispiel den Kollegen, der von der Ausbildung als Ersthelfer berichtet und erzählt, dass man ihnen beigebracht hat, wie man den Verunfallten den Helm abziehen soll. Ich warte jetzt schon seit Stunden auf die Mail, die mich anweist, in Zukunft im Büro einen Integralhelm zu tragen. Helmpflicht für IT-Fachkräfte!
Unterdessen arbeite ich und versuche, die Schmerzensschreie der Kollegen zu ignorieren, die Kaffee kochen. Ich selbst trinke das Zeug ja nicht mehr, seitdem ich einmal die Pumpe der Kaffeekanne ausgeklopft habe, aber ich kann mich eigentlich nicht daran erinnern, dass das Kaffeekochen so schmerzhaft oder anstrengend war, dass man es lieber sein lässt, wenn man den letzten Kaffee aus der Kanne pumpt. Das sind Dinge, die den Frieden im Büro ernsthaft unterwandern. Man sollte die Macht der leeren Kaffeekanne nicht unterschätzen. Wahrscheinlich wird es einmal zu Ausschreitungen kommen, wenn jemand dabei erwischt wird, den letzten Kaffee zu kochen, ohne neuen aufzusetzen.

Posted by banana at 08:02 EM | Comments (27)
November 08, 2005
I am just a lonely boy, drinking too much Licher

Heute schenke ich der Welt ein Lied. Es heisst "Teenie-Love im Internet" und ist sehr gut. Es beschreibt alte und auch neue Themen. Das alte Thema ist die Liebe. Über die Liebe gibt es ja schon sehr viele Lieder. Das neue Thema ist das Internet. Mit einem kleinen Augenzwinkern, aber auch mit einer Träne im Knopfloch beschreibt das Lied die Probleme der jungen Generation, zusammenzukommen. Viel Spaß damit.

Du drückst auf den E-mail-Eingangsknopf
du raufst deine Haare und kratzt deinen Kopf
Wieder keine Nachricht aus dem WWW
Liebeskummer haben tut so schrecklich weh

Du sendest deine Message um die die ganze Welt
Hättest du doch nur DSL bestellt
Du willst ein Update für den Treueschwur
Doch deine Sehnsucht will nicht durch die Schnur

Teenie-Love im Internet
Träume tanzen ein Ballet
Bits und Bytes sie spiel'n verrückt
Doch die Verbindung, sie ist nicht geglückt

Teenie-Love im WWW
Rechtschreibprüfung - alles ok
Upload, download, nichts passiert
Ist der Server der Liebe etwa abgeschmiert?

Oh no!

Du klinkst dich in den Pärchen-Chat
Du weisst, für die Liebe ist es nie zu spät
Mami klopf an deine Tür
"Du musst ins Bett, s'ist höchste Zeit dafür"

Doch du brauchst noch den Kontakt
schickst schon wieder eine Message ab
Trotzdem bleibt der Chatroom leer
Gebrochene Herzen, sie wiegen so schwer

Teenie-Love im Internet
Dicke Tränen im Online-Chat
Megabytes und Gigaherz
URLs und Herzensschmerz

Teenie-Love im WWW
Verträumte Augen, tief, wie ein See
Upload, download, kein Progress
Ist da ein Virus der Grund für den Stress?

Oh no!

Du bist ratlos, total verwirrt
Wie kann es sein, dass sowas passiert
Das Bett, es sieht so einsam aus
Du willst zu ihr, zu deiner Zaubermaus

Das Handy piepst, was kann das sein?
Kommt da etwa eine Message rein?
Sie schreibt dir, dass sie dich braucht
P.S. der Computer ist abgeraucht

Teenie-Love ohne Datenstau
Du bist ihr Mann, sie ist deine Frau
Klingeltöne und noch mehr
Die Wege der Liebe ist manchmal schwer

Teenie-Love im Hyperraum
Liebes-Update - es ist wie ein Traum
Upload, download, kein Problem
Du weisst, sie will nur mit dir geh'n

Diesmal war ich nicht faul und habe dieses epochale Meisterwerk auch von dem bei mir unter Vertrag stehenden Künstler "DJ Mike" aufnehmen lassen. Viel Spaß!
§§a href="http://www.spackonauten.org/music/Teenie_Love_im_Internet.mp3">Hier klicken für den coolen Song (3,2mb, mp3)§§/a>

Posted by banana at 09:25 EM | Comments (46)
November 06, 2005
Di dub di dub di dub

Gestern Abend habe ich H20 geschaut. Meine Fresse, dieser Michael Myers ist wirklich ein verdammt zäher Knabe. Und er weiss was er will. Warum er alledings diesen Blaumann trägt und diese komische Maske, das habe ich nicht ganz verstanden.
Dem ist es doch glatt zuzutrauen, dass der auch noch mit abenem Kopf Ärger macht. Ich kann Jamie Lee Curtis jedenfalls gut verstehen, dass sie ihm am Ende mit der Feueraxt die Rübe runtermäht, obwohl es ihr Bruder ist. Blut ist zwar dicker, als Wasser, aber irgendwo hört der Spaß auf und dieser Michael Myers war schon etwas extrem drauf, finde ich. Und Humor scheint er auch keinen zu haben.
Heute war ich beim Eishockey. Die Frankfurter Lions haben gegen die Mannheimer Adler gewonnen und das ist auch gut so. Bielefeld mag eine Stadt sein, die es gar nicht gibt, aber Mannheim ist eine Stadt, die keiner mag. So ähnlich, wie Offenbach, nur dass sie in Mannheim auch noch einen fürchterlichen Dialekt am Hals haben. Ich denke, die haben da die Staßen durchnumeriert, damit man sie so Schiffeversenken-mäßig kaputtbomben kann. Aber da kann ich mich auch irren.

Posted by banana at 10:07 EM | Comments (39)
November 05, 2005
30 Becken, 60 Ständer

Am Donnerstag war ich bei einem Auftritt von §§a href="http://www.rainaldgrebe.de/">Rainald Grebe§§/a> in Frankfurt und zwar in §§a href="http://www.die-kaes.com/">der Käs§§/a>.
Es war großartig. Sowohl der Herr Grebe wusste zu beistern, als auch der Veranstaltungsort. Wenn ihr die Allee einigermaßen lustig findet und von Musik nicht abgeschreckt seid, bei der man auf den Text hören muss, dann kauft euch seine CDs und geht zu seinen Auftritten. Was der Mann darbietet ist so etwa, wie die Allee, nur in gut.

Posted by banana at 09:39 EM | Comments (7)
November 04, 2005
Zahnarzt, das klingt ja aua

Es ist wirklich nicht gut, wenn man zu früh anfängt, zu viele Computerspiele zu spielen. Nicht, weil das zwangsläuftig dazu führen würde, dass man irgendwann möglichst viele seiner Mitschüler und Lehrer, Kollegen und Vorgesetzten erschießt, sondern, weil man sich daran gewöhnt, dass man eine Sache aufgibt, wenn man anfängt, sie zu versaubeuteln und nicht besonders viel Energie darauf verwendet, die Karre aus dem Dreck zu ziehen.
Gerade moderne Computerspiele sind ein gütiger Gott. Es ist eigentlich gar nicht schlimm, wenn man Fehler macht, denn meistens hat man eine unbeschränkte Anzuahl von Leben und der letzte Continue-Point, also die Stelle ab der man das Spiel wiederholen muss, wenn man gestorben ist, liegt meistens nicht besonders weit zurück.
Früher war das ein bisschen anders. Ich sage nur Fort Apocalypse oder Impossible Mission (Another Visitor, stay a while, stay forever).
Wenn man also 8 Stunden des Tages in einer Umgebung verbringt, in der es keine schlimmen Fehler gibt, in der unbedachtes Handeln niemals ernsthafte Konsequenzen hat, dann stellt man sich darauf ein, dann übernimmt man das zwangsläufig auch für das reale Leben: Man wird leichtfertig. Man eignet sich eine Weltsicht an, in der man, wenn man richtig Mist gebaut hat, immer noch in die Lava springen kann und dann eben zwei Bildschirme weiter vorne nochmal anfangen muss.
So ist das Leben aber nicht. Das Leben ist nämlich ganz anders. Das Leben ist nämlich viel komplizierter, als modellhaft mit Fischertechnik nachzubauen.
Deshalb laufen viele Videospieler mit einem an die Wand gefahrenen Leben durch die Welt und sie werden es niemals verbessern können, denn das Ausbessern von Fehlern kommt in ihrer Welt nicht vor. In ihrer Welt gibt es nur hundert Prozent oder Toast. In der Welt der Videospiele gibt es nur sehr selten perfekte Durchgänge. Und wenn es sie gibt, dann finden sie nicht beim ersten Mal statt, sondern erst nach hunderten von Durchgängen. Und so viele hat ein Videospieler nicht.
Aber eigentlich ist das eine genau so blöde Argumentation, als würde man sagen, man wird zu leichtsinnig, wenn man zuviel mit Textverarbeitungen mit Undo-Funktion arbeitet.

Posted by banana at 06:51 EM | Comments (17)
Watching the detectives

Oh nein! Der Videorekorder mit sechs Köpfen! Schlägt man ihm einen Kopf ab, so wachsen zwei neue nach! Kein Wunder, dass sich die DVD-Player immer mehr durchsetzen, die haben nämlich nur einen Laser. Einen geneigten Laser? Ich weiss es nicht! Das geht mich auch nichts an.

Posted by banana at 12:12 FM | Comments (2)
November 02, 2005
Es gibt auch Leute, die heissen Richard Head

Mein Handy nervt. Weil ich es eigentlich gar nicht benutzte, weiss ich nicht, wie es klingt, wenn ich eine SMS bekomme. Das wäre nicht weiter schlimm, aber so langsam türmen sich die elektronischen Geräte um mich herum, die Sachen können, von denen ich nichts weiss. Woher soll ich denn zum Beispiel wissen, welche meiner Geräte alle piepsen können und aus welchen Gründen? Mein Videorekorder zum Beispiel, hat, nachdem ich am Sonntag herausgefunden hatte, wie man die Uhrzeit verstellt und so das Ende der Sommerzeit einläutet, automatisch die Uhr wieder auf Sommerzeit zurückgestellt. Dafür hat er sie irgendwann am Montag dann selbstständig auf die Winterzeit eingestellt. Keine Ahnung, wie der drauf ist oder wer ihm sagt, wie spät es ist. Ich bin es auf jeden Fall nicht.
Mein Telefon dagegen wird jetzt ein halbes Jahr wieder die falsche Uhrzeit anzeigen, weil ich es trotz intensiver Bemühungen noch nicht geschafft habe, den Menüpunkt zu finden, der mir das Einstellen der Uhrzeit erlaubt. Wieso muss ein Telefon ohne Anrufbeantworter überhaupt wissen, wie spät es ist?
Das Telefon im Büro weiss automatisch, wie spät es ist. Das bekommt es wohl von der Telefonanlage gesagt. Von der Telefonanlage bekommt es auch gesagt, dass ich fünf Nachrichten auf meiner Mailbox habe. Dass mir da irgendjemand etwas von mir wollte teilt mir das Telefon mit, indem es eine grüne Leuchte blinken lässt. Das ist eine gute Idee gewesen, denn das grüne Blinken im Augenwinkel nervt und man möchte die Nachrichten schon aus dem Grund abhören, damit das Geblinke aufhört. Ich drücke auf den Knopf, der mich mit meiner Mailbox verbindet, höre den dämlichen Ansagetext, den ich aufgesprochen habe und werde aufgefordert, mein Kennwort einzugeben. Das ist etwas blöd, denn eigentlich ist es kein Kennwort, sondern eine Kennzahl und zwar eine vierstellige. Daran erinnere ich mich. Ich erinnere mich auch daran, dass ich das Kennwort geändert habe und zwar auf die PIN meines Mobiltelefones. Ich tippe also die PIN ein, aber die freundliche Damenstimme teilt mir mit "Das ist leider nicht das korrekte Kennwort". Dann sagt sie den Text erneut, den ich schon kenne, nämlich den, mit dem sie mich auffordert, mein Kennwort einzugeben. Ich probiere es erneut mit der PIN. Wieder sagt sie, dass das "leider" nicht das richtige Kennwort sei. Ich habe keine Ahnung, wer dem Telefon das Kennwort gesagt hat, ich war es auf jeden Fall nicht. Wieder werde ich zur Eingabe des Kennwortes aufgefordert. Ich entscheide mich für das Default-Passwort "0000". Auch falsch. "Es tut uns leid, dass sie solche Probleme haben" sagt mir die Frau. Arschloch.
So geht das noch fünf Minuten weiter. Ich werde ausfällig, rufe "Das IST das richtige Passwort, du blöde Kuh!" in den Hörer, aber der anderen Seite tut es noch immer Leid, dass ich solche Probleme habe.
Ich reisse ein Stück von der Kreppbandrolle und klebe es über die blinkende Lampe. Auch eine Lösung. Und zukunfstsicher!
Heute morgen bin ich von einem Piepen noch vor dem Wecker geweckt worden. Etwa alle fünf Minuten piepte es. Es brauchte eine Weile, bis ich herausgefunden hatte, was es war. Es war mein Handy. Jemand hatte mir eine SMS geschickt. Mein Handy piept also alle fünf Minuten, wenn mir jemand eine SMS geschickt hat. Jetzt sollte ich mich wohl auf die Suche in den Menüs begeben, wie ich dieses Gepiepe abschalten kann.

Posted by banana at 11:04 EM | Comments (32)
November 01, 2005
Friedenssuppe

Vor einer Zeit habe ich mich ja Haloween aufgeregt, von wegen Kulturimperialismus, Komerzkram und so weiter und so fort. Aber - was kümmert mich mein Geschwätz von gestern? Von mir aus kann nämlich Fasching komplett von Haloween ersetzt werden, zuminest in weiten Teilen. Die Allemannische Fastnacht kann von mir aus bleiben, aber der Kölner, Mainzer und sonstige Kram sollte durch Haloween ersetzt werden. Haloween ist nämlich eigentlich viel cooler, als Fasching, weil man sich zu Haloween schön gruselig und morbide verkleidet und nicht so blöd als Clown und sowas. Das taucht ja alles nichts. Zombies, Gespenster, Vampire und Monster machen viel mehr her. Ausserdem kann man mit Kettensägen rumrennen, mit Blut spritzen und Leute erschrecken.
Ok, der "Süßes oder Saures" Kram gehört auch abgeschaft. Vielleicht könnte man die beiden Kulturen verschmelzen. Die Kinder klingeln an der Tür und die Bewohner beschmeissen sie dann mit Bonbons. So könnte ein Teil der Faschingskultur gerettet werden.
Diese Faschingsbonbons sind ja wirklich ein komisches Zeug. Wahrscheinlich werden sie in Bonbonfabriken hergestellt und zwar aus irgendeinem Zeug, das die Mitarbeiter irgendwo gefunden haben. Wie lustig so ein Karnevalsumzug ist, dass zeigen auch die ganzen Jecken/Narhallesen/Narren, die diese Bonbons mit umgedrehten Regenschirmen auffangen. Vielleicht geht es diesen Leuten auch sehr schlecht, denn wenn man sich so verhält, um an Karnevalsbonbons zu kommen, dann muss es einem wirklich sehr schlecht gehen. Man sollte mal eine Untersuchung darüber anstellen, wie viele der Karnevalsbonbons tatsächlich gegessen werden. Besonders viele können es nicht sein, denke ich, denn lecker ist etwas anderes. Aber man kann sie immernoch aufheben und am 31.10 kleine Kinder, die einen belästigen damit bewerfen.
Gestern abend sah ich eine Menge Kinder, die durch die Gegend zogen und Süßigkeiten haben wollten. Zum Glück liegt der Eingang zu meinem Haus so versteckt, dass sich da keines der Früchtchen hinverirrt hat. Ich hätte aber sowieso nicht aufgemacht. Ja, Fasching sollte wirklich abgeschafft werden. Bald geht der Kram ja wieder los und dann kommen wieder diese unsäglichen Sendungen im Fernsehen, in denen die Leute so lustig sind, dass sie sich blöd verkleiden müssen, damit man auch wirklich sieht, dass es lustig sein soll. Wer sich über eingespielte Lacher bei Sitcoms aufregt, der hat sich noch nie eine Fremdensitzung inklusive tuschwütiger Unterhaltercombo angetan.
Ach, wenn ich an die ganzen lustigen Männerbalette denke, dann liege ich jetzt schon vor lachen unter dem Tisch. Als Frauen verkleidete Männer sind ja sowas von lustig. Ausser, sie meinen es Ernst.
Angeblich ist es eine gute Idee, die Zeugen Jehovas loszuwerden, wenn man versucht, sie von den Vorzügen der Glaubensgemeinschaft zu überzeugen versucht, der man selbst angehört und versucht, sie zum konvertieren zu überreden. Das darf natürlich nicht die schnöde evangelische oder katholische Kirche sein, das müsste schon etwas sektenähnliches sein. Angeblich kommen die dann nie wieder. Leider sollte man dann auch über fundierte Kenntnisse über diese Glaubensgemeinschaft verfügen und da wird es dann meistens etwas schwer. Wirkungsvoll ist auch ein Aufkleber auf der Tür "Betteln und Hausieren verboten", auf den dann im Eintrittsfall freundlich aber bestimmt verwiesen wird.
Ich fragte mich gestern, ob es eine gute Idee ist, den Werbeanruffritzen zu erzählen, wie sehr man sich freue, dass endlich mal jemand anruft. Man kenne ja sonst keine Menschenseele und so weiter. Man könnte dann auch von privaten Problemen erzählen. Das würde den einzelnen Anruf vielleicht verkürzen, würde längerfristig aber nix bringen. Es sind einfach zu viele.

Posted by banana at 07:13 EM | Comments (13)
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