Oktober 31, 2005
Chappi Supernova

Ich stelle mir Professor Snape immer so vor, wie Gargamel. Und das ist auch gut so.
Ansonsten fröne ich heute rückhaltslos meiner Spießigkeit. Man sollte ruhig zu seiner Spießigkeit stehen, wenn man sie hat. Ich habe viel Spießigkeit und ich stehe auch dazu. Das muss man erstmal erkennen, dann etwas durchatmen und dann akzeptieren. Dann ist es gar nicht mehr so schlimm.
So freue ich mich zum Beispiel, wenn so ein Idiot auf der Busspur fährt, weil er keine Lust hat, wie alle anderem im Stau zu stehen, und wenn dann die Polizei von hinten angefahren kommt und den Fahrer über die Lautsprecheranlage fragt, ob er ein Bus sei. Leider haben sie ihm kein Geld abgeknöpft. Das hätte mich noch mehr gefreut. Ausserdem freue ich mich auch über Berichte im Fernsehen, wenn die Polizei einen Idioten stoppt, der aus Coolness-Gründen mit tagsüber mit eingeschalteten Nebelscheinwerfern fährt und die Dame von der Polizei den Herren fragt, ob es finde, dass es nebelig sei und ihm dann 30 Euro abknöpft.
Ausserdem finde ich diese Xenon Lampen total scheisse. Manche Xenon-Scherben sind mittlerweile nämlich so alt, dass die Dinger überall hinleuchten, aber nicht auf die Straße und so ein falsch eingestellter Xenon-Scheinwerfer, der einem über den Rückspiegel direkt ein Muster auf die Netzhaut brennt, der ist alles andere als lustig. Überhaupt würde ich alle Leute, die mit falsch eingestellten Scheinwerfern durch die Gegend fahren, an den Eiern aufhängen. Ach so, bei Frauen ginge das ja nicht. Die müssten dann einfach viel Strafe zahlen oder man hängt ihre Männer an den Eiern auf ("Sehr geehrter Herr Maier, wir stellten fest, dass ihre Frau mit falsch eingestellten Scheinwerfern durch die Gegend fährt. Bitte suchen sie uns am 3.11 in unseren Büroräumen auf, damir wir sie an den Eiern aufhängen können). Ausserdem bin ich noch dafür, dass eine Spezialstreife auf der A5 zwischen Frankfurt und Darmstadt hin und her fährt und die Leute an das Rechtsfahrgebot erinnert, am besten dadurch, dass sie mit einem Hammer auf der Motorhaube herumdreschen.
Wenn sie schon dabei sind, dann könne sie alle fisten, die meinen, sie müssten auf der linken Spur bleiben, bis es nicht mehr geht und dann in allgemeinheitsgefährdenden Manövern kurz vor der Ausfahrt über vier Spuren nach rechts ziehen.
Wenn ichs mir so überlege, dann ist das vielleicht doch keine so gute Idee, mit dem an den Eiern aufhängen. Zum einen ist es ungerecht. Das ist die Wehrpflicht auch. Aber genauso, wie es weibliche Soldaten gibt und weibliche Boxer, so wird es bestimmt auch jemanden geben, der es schafft, sich als Frau an den Eiern aufhängen zu lassen. Eine solche Strafe würde sich aber wohl international nicht so gut rüberbringen lassen. Dann doch lieber eine Geldstrafe. Oder Führerscheinentzug.
Ach so - Eltern sind doch manchmal fies. Wie kann man denn, wenn man Nahles mit Nachnamen heisst, seinem Kind einen Vornamen geben, der mit A anfängt? Vornamen werden doch so oft abgekürzt.

Posted by banana at 07:14 EM | Comments (34)
Oktober 30, 2005
Watching roaches climb the wall

Ich dachte, heute sei der Tag, an dem wir die Uhr zurückdrehen müssen, dabei war heute der "Fahr wie eine gesengte Sau oder schleich, wie ein huffaules Muli" Tag. An solchen Tagen denke ich immer wieder, ich bin das Forschungsobjekt in einem wissenschaftlichen Experiment.
Das ist aber auch nichts Neues. Sonst fällt mir auch nichts ein.

Posted by banana at 07:37 EM | Comments (30)
Oktober 27, 2005
Wer ist eigentlich Karla Lumpur?

Oh lord, gonna by me
the mercy, the bands
the friends and the porsche
the girls and the mens

Wenn es aber Sonntag wäre,
Rauhreif malt die Fenster bunt
Oma schält die Streuselbeere
Opa schert den Krummen Hund

Mutti strickt ne Schinkenstulle
Vater locht das Essbesteck
Schwester leert die dritte Pulle
Bruder steckt das Messer weg

Ich und ich und ich und Kalle
liegen vor dem Radio
Kalle lutscht die Gürtelschnalle
Ich singe "Mein Herz sei froh"

Aber heute ist es Montag
Sonne scheint und Wolken ziehn

jetzt reimt sich nichts auf Montag. So ein Mist, so ein blöder. Das ist doch zum Mäusemelken. Da kann ich mich total drüber aufregen, über so einen Mist. Da war ich grade voll im lyrischen Flow, hatte voll den Schreib-Flash und da passiert sowas! Ich spring hier im K-Reh! Voll der Abtörn! Voll der Abtörn ist das. Aber sowas von der Abtörn. Was mache ich jetzt. Alternativprogramm.
Gestern habe ich mir was Leckeres gekocht:
Zwiebelsuppe

400g Gemüsezwiebeln
100ml trockener Weisswein
1l Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
Etwas Öl
Etwas Butter

Die Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Das Öl und die Butter in einem Topf erhitzen. Die Zwiebelringe scharf anbraten, so dass sie braun werden und sich am Topfboden brauner Satz bildet. Mit dem Wein Ablöschen und den braunen Satz vom Boden ablösen. Die Brühe hinzugeben und 30 Minuten kochen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Lecker!

Viele machen ja noch so einen Mumpitz mit Brot und Käse und Backofen, aber davon halte ich nichts, weil ich ein fauler Typ bin.
Im Supermarkt kaufte ich auch ein Glas gekochte Bratwurst. Das leckere Zeug, das man mit dem Messer aus dem Glas schneidet und irgendwie aufs Brot datscht. Da, wo oben drauf Schmalz und Jus ist.
Ich dachte zumindest, es wäre gekochte Bratwurst, aber es war Fränkischer Schwartenmagen. Es sah genau so aus, wie meine gekochte Bratwurst, war sie aber nicht. Verunsichert tat ich das, was ich in solchen Fällen immer mache. Ich schaute auf die Zutatenliste. Der zweite Punkt (nach 65% Schweinefleisch) war "Schweinemasken".
Schweinemasken?! Was ist denn eine Schweinemaske? Es ist doch wohl nicht das, nach dem es klingt, nämlich Kopfschwarten des Schweines mit anhaftendem Fett-, Binde- und Muskelgewebe?
Dann suchte ich im Internet und fand heraus, dass Schweinemasken doch genau das sind, nämlich Kopfschwarten des Schweines mit anhaftendem Fett-, Binde- und Muskelgewebe. Das ist ja widerlich. Jetzt habe ich ein Glas mit Zeug zuhause, das ich nicht essen möchte. Gut, dass ich bei der gekochten Bratwurst noch nicht auf die Zutatenliste geschaut habe. Womöglich sind da auch Schweinemasken drin. Das muß ich überprüfen. Schweinemasken werden verwendet für Schweinskopfwurst, Presskopf, Pressack, Presswurst, Leberwurst, Gutsleberwurst, Streichleberwurst, Braunschweiger Leberwurst, Frankfurter Leberwurst, Fränkische Leberwurst, Hallesche Leberwurst, Hamburger Leberwurst, Hamburger Hausmacherleberwurst, Hamburger Landleberwurst, Hannoversche Leberwurst, Hessische Leberwurst, Holsteiner Leberwurst, Kasseler Leberwurst, Pommersche Leberwurst, Pfälzer Leberwurst, Rheinische Leberwurst, Sächsische Leberwurst, Schlesische Leberwurst, Schwäbische Leberwurst, Schwarzwälder Leberwurst, Thüringer Leberwurst, Westpfälische Leberwurst, Kräuterleberwurst, Sahneleberwurst, Sardellenleberwurst, Schalottenleberwurst, Tomatenleberwurst, Bauernleberwurst, Landleberwurst, Griebenleberwurst, Zwiebelleberwurst, gekochte Mettwurst mit Schnautze (hier: grobstückige Einlagen), RInderwurst (ausser Westfälische), Graupenwurst, Westfälische Grützwurst, Kartoffelwurst, Knipp, Pfannenschlag, Semmelwürstchen, Semmelwurst, Weckewerk, Wurstebrei, Rotgelegter, Rotwurst, Blutwurst, Speckblutwurst, Turistenwurst, Griebenwurst, Pfefferwurst, Blunzen, Plunzen, Flönz, Schwarzwurst, Gelegter Schweinskopf, Schweinskopf in Aspik, Hannoversche Sülzwurst, Schweinzkopfsülze, Weinsülze, Sülze, Bauernsülze, Hausmachersülze, Schweinskopfsülze, Sülzwurst, Bauernsülzwurst, Hausmachersülzwurst, Fränkische Fleisch-Sülzwurst, Schweinskopfsülzwurst, gewürfelter Schweinskopf, Sülzpressack, weisser Pressack, Hausmacher Pressack, Sülze einfach, Rindsülze einfach, Sülzwurst einfach, Innereien-Sülze, Hessischer Presskopf, Mannheimer Presskopf, Kasseler Schwartenmagen, Pfälzer Hausmacher Schwartenmagen, Gothaer grobe Sülze, Pressülze, Pressülzwurst, Fleischpressack, Salavenwurst, Fränkische Fleischsülze, Schweinskopfsülzwurst, Zungenpresskopf, Rüssel-Pressmagen, Pressack einfach, Fränkischer Schwartenmagen, Schwartenwurst, Schwärtchenwurst, Ansbacher Pressack, Pressäckl, Hausmacher Pressack, Leberpressack, Hausmacher Leberpressack, Oberfränkischer Pressack, Weisser Pressack, Weisser Magen, Schwartenmagen, Rheinischer Schwartenmagen, Fuldaer Schwartenmagen, Hamburger Dauerschwartenmagen, Hausmacher Schwartenmagen, Oberhessischer Schwartenmagen, Göttinger Schwartenmagen, Bauernsülze, Kopfsülze, Rheinische Sülze, Bauernsülzwurst, Hausmacher Sülzwurst, Weisse Zungenwurst.
Tja, das hätte man mal wissen sollen, als es Dalli Dalli noch gab. "Weisse Zungenwurst" und "Rüssel-Pressmagen" klingen eher nach Krankheiten, als nach Wurst. In manchen Wurstsorten ist auch noch Flomen enthalten, das ist bekannterweise das beim Schwein zwischen Bauchfell und innerer Bauchmuskulatur liegende Fettgewebe.
Heute abend esse ich Käse.

Posted by banana at 07:00 EM | Comments (75)
Oktober 26, 2005
Crusader, crusader

Sehr irritierend sind Radiomoderatoren mit Pfeiffnase. Wenn Radiomoderatoren eine Pfeiffnase haben, dann kann ich mich beim Zuhören gar nicht auf den Beitrag konzentrieren, sondern warte nur auf das nächste Pfeiffen. Dabei stelle ich mir ekelhafte Sachen vor, zum Beispiel, wodurch dieses Pfeiffen in der Nase wohl hervorgerufen wird. Ist es durch etwas anatomisch Dauerhaftes oder durch einen Fremdkörper in der Nase? Wieso sagt dem Moderator niemand, dass seine Nase pfeifft? Hat sich in der Geschichte der Menschheit schonmal ein Popel gebildet, der einen satten Ton hervorbrachte und nicht zur ein leises Pfeiffen? Was ist dann passiert?
In der Kantine, die ich besuche, hat jeder der Kollegen eine Favoritin unter den dort Angstellten Frauen. Auch ich habe eine und ich teile die Vorliebe für sie mit einem Kollegen, nennen wir ihn Kollege 1. Wir haben auch Spitznamen für die Frauen. Ich nenne meine Favoritin, in Anlehnung an das Ärzte-Lied Roter Minirock "Das Mädchen von Kasse vier". Seit Neuestem, um Zeit zu sparen, nur noch MvK4. Böse Zungen behaupten, sie arbeite nur deswegen derart häufig an Kasse vier, weil Kasse vier etwas hinter den anderen Kassen liegt und deswegen nicht so stark frequentiert ist. Das stimmt aber nicht, denn MvK4 ist sehr fleissig. Die gleichen bösen Zungen, die solche Dinge behaupten, haben andere Spitznamen für MvK4, namlich "Brötchenhexe". Ich selbst werde von MvK4 stets zuvorkommend und freundlich behandelt. Oft habe ich mich noch nicht getraut, mich an Kasse vier anzustellen, denn dann zittern meine Hände vor Aufregung derart, dass das Geschirr auf dem Tablett klickert und das ist sehr unangenehm.
Böse Zungen, nennen wir sie Kollege 2, behaupten, von MvK4 nicht zuvorkommend behandelt worden zu sein. Vielmehr behauptet er, er habe sie kurz vor acht Uhr morgens freundlich erfragt, ob er schon ein Brötchen erwerben könne. Eigentlich werden die Brötchen erst ab acht Uhr verkauft. Er sagt, MvK4 hätte ihn böse angeschaut und "Noch lang nett!" gezischt.
Ich glaube nicht, dass sich dieser Vorfall in der geschilderten Form zugetragen hat. Vielmehr glaube ich, dass es viel früher, als "kurz vor acht" gewesen sein muss und, dass er die Frage bestimmt nicht freundlich vorgetragen habe. "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt er heraus" sagte ich zu ihm, un "Ausserdem macht sie das nur noch mehr sympathisch, wer mag schon Menschen, die morgens um acht schon gute Laune haben?"
Kollege 2 ist nicht ganz so tapfer und traut sich nie, sich an Kasse vier anzustellen. Eines Tages aber, stand er im Foyer, trank einen Kaffee, lauschte King of Sorrow von Sade, rauchte und hatte gute Laune. Das Mädchen von Kasse vier arbeitete an der Kaffeebar. Weil er so gute Laune hatte, beschloss Kollege 2, sich ein wenig mit MvK4 zu unterhalten. Er bestellte noch einen Kaffee bei ihr und als sie ihn fertig zubereitet hatte und vor ihn auf den Tresen stellte, da fragte er "Läuft da Lover's Rock?"
"Ja." sagte sie, drehte sich um und putzte die Kaffeemaschine.

Posted by banana at 08:48 EM | Comments (28)
Oktober 25, 2005
Possibly (possibly)

Lieber Süßwasseraquarist und Besitzer unseres Aquariums,
das Leben in einem Aquarium im allgemeinen und in einem Aquarium, dass ihrer Pflege obliegt, ist nicht angenehm, das kann ich ihnen sagen. Jedoch soll der unregelmäßige Wasserwechsel, die verdreckte Filteranlage und die zu niedrige Wassertemperatur nicht der Gegenstand meines Schreibens sein. Vom Nitritgehalt will ich gar nicht erst anfangen.
Heute geht es vielmehr um den neuen Bewohner im Aquarium. Als wir gesehen haben, was für einen Burschen sie uns da ins Becken gegeben haben, da haben wir uns alle gefragt, ob mit ihnen jetzt endgültig die Pferde durchgegangen sind.
Wie kommen sie eigentlich dazu, einen Zitteraal ins Aquarium zu setzen? Bis jetzt bildeten die Fische im Aquarium eine friedliche und intakte Gesellschaft. Sicher, es gab ab und zu mal etwas Ärger und Zankereien, aber unterm Strich was eigentlich alles immer in bester Ordnung. Seitdem aber der Zitteraal da ist, leben die anderen Fische ein Leben in Angst und Schrecken.
Der asiziale Aal hält sich nicht an die grundlegensten Regeln, die ein Zusammenleben erst möglich machen. Er zittert in einem Fort! Wir anderen bekommen davon Kopfschmerzen und Übelkeit und gestern ist Carlo sogar ohnmächtig geworden. DIE EWIGE ZITTEREI VON DIESEM ARSCHLOCH GEHT UNS AUF DEN SACK!!! Was denkt dieser Krawallbruder eigentlich, wer er ist? Der denkt wohl, er kann sich alles erlauben, dieser Wichtigtuer!!! Wie der schon immer guckt, mit seinem schiefen Maul und den kleinen Augen! Da möchte man ihm am liebsten gleich ein paar in die Fresse hauen! Aber, wenn man ihm eine zimmern will, dann zittert er, die FEIGE SAU. Aber einmal, wenn er schläft, wenn er nicht zittern kann, die verzitterte Fleischwurst, dann werden wir ihm ordentlich ein paar einschenken. DANN HAT ES SICH AUSGEZITTERT!!! Er hat nämlich keine Freunde hier im Aquarium! Das sollten sie wissen.
Ihre Fische.

Posted by banana at 08:26 EM | Comments (28)
Oktober 24, 2005
Don't cha wish the girlfrend had bock like me?

Die Sonne lacht uns so froh, Maurizio Gaudino.
Bum Kun Cha! Bum Kun Cha!
Und auch der Jeboa, trallala. Die Zeugen Jeboas.
Remm allemm, ding dong.
Remm allemm, ding ding dong.
Remm allemm, allemm, allemm, allemm a ding dong,
Remm alleml, allemm, allemm, allemm a ding.
Ei gotta görl naim remm allemm, allemm, allem a ding dong.
So ein blöder Name. Mädchenname? WTF.
Ohleh, ohleh, ohleh, ohleh, ohleh, ohleh.
Nie mehr zweite Liga, ohleh, oleh.
Was kann ich noch?
Ahoi, ahoi, ahoi, in Mannheim gibts nur... Naja, besser nicht.
Was kann ich noch?
Schiri, wir wissen, wo dein Auto steht, fahr Busse und Bahn, fahr Busse und Bahn.
Busse und Bahn? Sollte es nicht Bus und Bahn oder Busse und Bahnen heissen? Verrückte Welt.
Seht das ganze Dorf ist wieder da, Dorf ist wieder da, Dorf ist wieder da.
Kinderchor, Kinderchor.
Gab es im Wilden Westen eigentlich wirklich Cowboys, die Westen trugen, auf denen "Texas" stand? Ich glaube nicht. ICH GLAUBE NICHT!!! Auf den Lederhosen in Bayern steht ja auch nicht "Bayern" drauf.
Du Leng, du Leng, du Leng. Du Leng, du Leng, du Leng.
Als folgende Figuren habe ich mich an Fasching schon verkleidet: Clown, Nordstaaten-Soldat, Astronaut, Putzfrau. Dann wurde es mir zu blöd. Jetzt bin ich zu Fasching meistens Angestellter.
Einmal war ich zu Fasching sehr betrunken. Ich hatte schon mittags angefangen, zu trinken und hatte trinkender Weise den gesamten Nachmittag in einer Kneipe verbracht. Dabei muss ich das Gefühl für die Zeit verloren haben. Ich kam um sechs Uhr nach Hause. Die Familie saß am Abendbrottisch. Ich war verdutzt, weil ich ja extra leise in die Wohnung gekommen war, um niemanden aufzuwecken. Ich fragte in die Runde "Warum seid ihr denn schon wach?". Das war ein Schwank aus meiner Jugend. Wie man so schön sagt "Erzähl doch mal einen Schwank aus deiner Jugend". Das habe ich hiermit gemacht. Ich möchte dann bitte nie wieder darum gebeten werden, einen Schwank aus meiner Jugend zu erzählen.
Was kann ich noch?
Alle Jahre wieder: Achtung, achtung! Bald geht wieder die Zeit los, in der ein "Guter Rutsch" gewünscht wird. Das ist ganz schrecklich und sollte vermieden werden. Man sollte auch nicht sagen "komm gut rüber", denn mit Rutschen hat der "gute Rutsch" ja gar nichts zu tun. Ich weiss nicht mehr, mit was er eigentlich etwas zu tun hatte, aber mit Rutschen GANZ BESTIMMT NICHT! FALLS WIRD UNS NICHT MEHR SEHEN: FROHE WEIHNACHTEN UND EINEN GUTEN RUTSCH. Ganz schrecklich. Eine Currywurst, bitte! Rinds oder Brat? Das ist auch ganz schrecklich. Generell sind Rundscurrywürste ganz schrecklich, aber ich wiederhole mich da. Du Leng, du Leng, du Geng. Generell sind Rundscurrywürste ganz schrecklich, aber ich wiederhole mich da. Jetzt aber wirklich.
Oh, der heutige Beitrag ist etwas durcheinander geraten. Da kann man mal sehen, wieviel Mühe ich mir täglich gebe, um meine Ergüsse in einigermaßen lesbare Form zu bringen. Ich glaube, ich lasse mich mal lobotomieren, dann funken die beiden Gehirnhälften sich nicht immer gegenseitig kaputt.
Liebe Kinder, gebt fein acht, ich hab mir in die Hos' gemacht.
Wahrscheinlich denken viele, "der banana, dieses alberne Arschloch, der rotzt da immer solche bescheuerten Texte hin, dabei sollte er sich lieber mal die elementaren Regeln der Rechtschreibung reinziehen. Oder vielleicht sollte er mal seine Nase in ein gutes Buch stecken oder mal komplett die Fresse halten, dann wäre allen wohler". Dabei kostet es mich sehr viel Mühe, meinen Gedenkjürgen in Ordnung zu bringen und so weiter und so fort. So muss man das ja auch mal sehen.
Ganz schlimm ist es auch, wenn Leute "auf Deutsch gesagt" sagen, zum Beispiel "Also, dieses Hartz 4, das finde ich auf Deutsch gesagt beschissen". Wie wollen sie es denn sonst sagen, ausser auf Deutsch? Vielleicht auf Italienisch oder Koreanisch? Da weiss man gar nicht, wo man anfangen soll. Das finde ich, auf Englisch gesagt fucking bullshit. Auch schlimm ist es, wenn die Leute "in Anführungszeichen" sagen. "Also, dieses Hartz 4, das ist ja in Anführungszeichen eine Mogelpackung." Wenn sie "in Anführungszeichen" sagen, dann kratzen sie mit vier Fingern so in der Luft, als seien sie ein Freikletterer. Das ist auch sehr schlimm. Da weiss man gar nicht, wo man anfangen soll.
Hausaufgabe: Jeder denkt sich drei Sachen aus, die auch ganz schlimm sind. Wer Geburtstag hat, muss die Hausaufgaben nicht machen. Da bin ich ja gar nicht so.

Posted by banana at 07:14 EM | Comments (49)
Oktober 23, 2005
Andy are you goofin' on Elvis

Der Boxkampf gestern Abend war wirklich ungewöhnlich. Lange Zeit sah es so aus, als habe Zsolt Erdei den Kampf verloren, denn ungefähr in der Mitte des Kampfes wirkte der Weltmeister so erschöpft, dass es fast so aussah, als müsste er aufgeben. Nach Punkten hätte er den Kampf also nicht gewinnen können. Doch der Kerl hat seinen Gegner in der zwölften Runde ko geschlagen. Das war eine sehr überraschende Wendung des Kampfes und sah mich feixend auf der Kommandocouch rumhüpfen. In letzter Zeit gab es wirklich einige gute Kämpfe zu sehen.
Am 2. Dezember wird es in den USA auch einen interessanten Kampf zu sehen geben, das habe ich gerade im Spiegel gelesen, als ich in der Badewanne lag: Bo Skipper wird gegen Ann Wolfe antreten. Moment. Ann ist doch ein Frauenname? Ja, Ann Wolfe ist ja auch eine Frau. Ann Wolfe hat vier Boxweltmeisterinnentitel gewonnen, in vier verschiedenen Gewichtsklassen. Es sieht so aus, als würden Ann Wolfe die weiblichen Gegner ausgehen. Dann muss sie also gegen einen Mann kämpfen.
Das erinnert an das Intergender Wrestling, wie es Andy Kaufman betrieben hat. Bei Herrn Kaufman wusste man nie so richtig, ob es ernst gemeint war oder nicht. Wenn ich mir das Bild von Frau Wolfe so anschaue, dann würde ich sagen, dass sie es ziemlich ernst meint.
Ich persönlich halte Frauenboxen für sehr überflüssig und sehr bescheuert. Man muss nicht jeden Scheiss nachmachen, nur weil die Männer das machen. Ob ich Männ-Frau Boxen gut finde, das hängt wahrscheinlich vom Ausgang des Kampfes ab. Als Herr Raab von Frau Halmich die Fresse voll bekommen hat, fand ich das ziemlich blöd. Ich hätte es aber auch blöd gefunden, wenn Herr Raab gewonnen hätte.
Ein Freund von mir war auch mal Boxer. In seinem Zimmer hing ein Sandsack von der Decke und an den ausgebrochenen Löchern in der Decke konnte man erkennen, wo der Sandsack schon überall gehangen hatte. Mein Kumpel trainierte hart, ein halbes Jahr lang. Dann hatte er seinen ersten Kampf und bekam die Nase gebrochen. Danach wollte er kein Boxer mehr sein.
Auf besonderen Wunsch hin, gibt es im Shop zwei neue T-Shirts. Auf beiden ist Lasse, der Hauselch zu sehen. Statt der weissen hätte ich lieber schwarze T-Shirts gehabt, aber das war leider nicht möglich.
Lasse ist übrigens eine Lampe und in Wirklichkeit grün und wirklich sehr niedlich.

Posted by banana at 08:17 EM | Comments (37)
Oktober 22, 2005
Can I play with madness?

Mein Tag.
Gestern mit Freunden sehr viel Schoppepetzer getrunken. Wichtige Themen erörtert, unter anderem "Anni Friesinger hat keine Taille", "Warum geht man eigentlich zur Buchmesse, ich meine, zur IAA gehe ich, weil ich da Autos sehen will". Auch über Gitarren geredet "Mitlerweile mag ich lieber einen dickeren Hals". Heute gegen Mittag aufgewacht und den starken Wunsch verspürt, allein zu sein. Gegen zwei ging der Wunsch in Erfüllung. Zum Bahnhof gegangen. Bahn vor der Nase weggefahren. Versucht, mit meinem Zwanzig Euro Schein eine Fahrkarte zu kaufen. Bei allen vier Automaten gescheitert. Zwei Automaten waren kaputt. Bahnhof war geschlossen. Gegen Automaten getreten. Im Supermarkt Geld gewechselt. Dicken Hals gehabt, leise geflucht. Im Zug hinter Arschlöchern gesessen. Mich gefragt, ob die ihr ganzes Leben lang so eine gequirrlte Scheisse reden, zum Beispiel "Du jast ja total viel Wasser in den Beinen. Leg die Beine mal hoch. Zu Hause sitzt der Kerl ja auch nur vor dem Computer". Arschlöcher erfüllen das Klischee und stehen schon zehn Minuten vor der Ankunft vor der Zugtür.

In der Stadt große Abneigung gegen Frankfurt gespürt. Der Sache doch noch positive Aspekte abgewonnen: Alle Menschen laufen alleine rum. Die einzigen, die sprechen telefonieren. Mich gefragt, warum die Leute, mit denen man reden will immer so weit weg sein müssen. Karten für Rainald Grebe abgeholt. Die Frau im Büro füllt Datum, Preis und Künstler mit der Hand aus, nachdem sie mich auf einer handgeschriebenen List abgehakt hat. Darüber sehr gewundert. Begleitung angerufen, um den Umstand mitzuteilen.
Frankfurt gehasst. Überall Arschlöcher. Und ich.

Am Bahnhof Baustelle. Festgestellt, dass der nächste Zug erst in einer halben Stunde fährt. Übellaunisch geworden, bewusst darüber geworden, dass es unter meiner Würde ist, auf die Bahn zu waren.
Viele Leute mit großen Papiertüten gesehen. Kurz nachgedacht, dann als Buchmessenbesucher identifiziert. An Brief im Briefkasten gedacht, nicht auf den Absender gekommen. Kurz nachgedacht und Messen als Veranstaltungen definiert, bei denen man sich mit Werbematerial vollsaugt, das man zu Hause wegschmeisst. Buchmessenbesucherinnen angeschaut. Blond, dünn, groß, lange Haare, auf der Handtasche ein Ampelmännchen. Gefragt, wo man Taschen mit Ampelmännchen kaufen kann. Andere Buchmessenbesucherin angeschaut. Die winterbestiefelten Füße schauen parallel unter dem wadenlangen Rock hervor. Die Lampen des Zugrestaurants versuchen Gemütlichkeit in die Baustelle zu Leuchen. Überlegt, ob ich die letzten beiden Sätze in mein Telefon tippen soll. Dagegen entschieden.

Auf der Heimfahrt gedacht, dass es schön ist, wenn man die Sprache der Mitreisenden nicht spricht, weil es die Illusion erhält, dass sie sich nicht über belanglosen Dreck unterhalten. Kopfschmerz verspürt.
Kurz vor der Haustür daran erinnert, dass der Brief im Briefkasten vom ADAC war.

Nachtrag:
Eigentlich sollte der heutige Beitrag "Quellkartoffel mit Matte heissen", aber das hatte ich vergessen.
Ich hatte auch vergessen, über die sehr dicke Frau zu schreiben, die neben mir im Zug saß und eine Neunerpackung Chickem McNuggets aß.

Posted by banana at 07:12 EM | Comments (12)
Oktober 21, 2005
Here come the men in black - Sellerie defenders

Hat die Pe eigentlich mit ihre(r/m) PartnerInn schon vorher über das Kribbeln im Bauch gesprochen? Ich gebe zu, ich mag Pe Werner nicht. Dazu hat ein einziges Lied ausgereicht. Und das Foto. Deswegen will ich auch keine Platte von Pe Werner geschenkt bekommen.
Ich nehme an, dass sie schon darüber gesprochen hat, schließlich heisst es im Lied ja "Dieses Kribbeln im Bauch vermisst du doch auch". Sonst wäre das ja eine Unterstellung sondersgleichen. Vielleicht vermisst der/die PartnerInnen von Pe dieses Kribbeln im Bauch ja gar nicht. Vielleicht findet der/die PartnerInnen von Pe dieses Kribbeln im Bauch ja auch gar nicht gut und was sind denn bitteschön Brausestäbchen? Ich kenne mich in der Produktpalette von Ahoi ganz gut aus, aber Brausestäbchen sind mir da noch nicht untergekommen. Vielleicht hat Pe aus Versehen zu viele von diesen Guano Düngerstäbchen gelutscht. Solche habe ich auch zu Hause, ich weiss aber nicht, wie sie schmecken und ob sich nach dem Genuss ein Kribbeln im Bauch einstellt.
Jetzt habe ich gerade ein bisschen was über Guano gelesen. Wie man weiss, ist Guano Seevogel- und Pinguinkacke. Angeblich war Guano bis zum Jahr 2000 die einzige Einnahmequelle für die Inselrepublik Nauru. Das ist schon bitter, wenn man seine Wirtschaft auf Vogelscheisse aufbauen muss. Vielleicht will Nauru ja eine gebrauchte Nationalhymne haben, nämlich die der Deutschen Demokratischen Republik? Die war eigentlich gar nicht schlecht (auch wenn böse Zungen immer wieder behaupten, der Anfang wäre von Good Bye Johnny geklaut) Allerdings müsste man den Text etwas ändern, denn "auferstanden aus Ruinen" würde dann ja nicht so richtig passen.
Aber der Text ist irgendwie typisch für eine Frau. Man bekommt Dinge unterstellt (dieses Kribbeln im Bauch vermisst du doch auch) und sie kommt nicht damit rüber, was sie eigentlich will. Man könnte ja vermuten, dass sie die Trennung will, aber sagen tut sie das nicht. Sonst könnte sie ja hinterher schuld sein.
Ich weiss ja auch nicht, wie sie sich das vorstellt, in die Beziehung wieder Kribbeln im Bauch zu bekommen, nach so langer Zeit. Da bleiben wahrscheinlich nur die Brausestäbchen. Oder sie lacht sich einen jungen Lover an. Das geht auch (oder eine junge LoverInnen natürlich).
Den Text von Pina Colada habe ich auch nicht so richtig verstanden.
Ein Kerl hat keinen Bock mehr auf seine alte, ließt nachts im Bett die Kleinanzeigen in der Zeitung, findet eine, die ihm gefällt, antwortet darauf und als sie sich treffen ist es doch seine Alte. Da findet er sie auf einmal wieder toll, weil sie Pina Coladas mag und Sex um Mitternacht am Strand haben will. Darüber hätte man doch vorher schonmal reden können. Dazu muss man sich doch nicht mit unbekannten Leuten treffen. Das Erstaunlichste für mich an dem Text ist, dass beide lachen, als sie erkennen, mit wem sie sich da treffen. Das ist doch höchst unnatürlich. Ich denke, dass es im realen Leben dann erstmal tierischen Stunk gegeben hätte. Da wäre dann nichts mehr mit Kribbeln im Bauch. Ausserdem soll Sex am Strand ja auch ziemlich unangenehm sein, wenn mans nicht richtig macht.

Posted by banana at 06:46 EM | Comments (9)
Oktober 20, 2005
Boxenludger?

Habt ihr schon gewusst, dass es in Norwegen eine Stadt gibt, die §§a href="http://www.geilo.no/eindex.asp">Geilo§§/a> heisst. Ich habe es nicht gewusst und ich habe mich sehr darüber gefreut. Voll Geilo!
Ausserdem sollten die Leute wieder anfangen, ihre Namen in ihre Bücher zu schreiben. Ich habe hier nämlich eine ganze Menge Bücher rumliegen und ich habe keine Ahung, wem sie gehören. Das ist mir echt unangenehm. Sonst war heute ein Scheisstag.

Posted by banana at 07:54 EM | Comments (29)
Oktober 19, 2005
Leonische Gespinste

Einfallspinsel = Ausfallspinsel.
Ach nee, es heisst ja Einfaltspinsel. Ein schönes Wort. Fast so schön, wie das Sonnenlicht, dass durch die Moniden der Blöhke schlonzt. Aber nur fast so schön. Sieh da! Sieh da,
Timotheus, Die Kraniche des Ibykus!
Ich bin heute etwas neben der Kappe, wie wir Hessen sagen. Wir Hessen sagen auch Kolter, wenn wir Decke meinen, aber nur eine bestimmte Art von Decke, also keine Bettdecke, sondern eher eine Dralontagesdecke, eine Kolter eben. Das ist ja wohl nicht so schwer zu verstehen. Wir sagen auch Kneipchen, wenn wir "kleines scharfes Messer" meinen. Die Unterfranken sagen dazu "Schnadeifala". Die Unterfranken sagen zu "Kleiner Hund" "Hundla". Zu "mehrere kleine Hunde" sagen sie "Hündlich". Deswegen gibt es in Unterfranken das schöne Weihnachtslied "Am Weihnachtsbaamla die Lichtlich brenna".
Das hab ich mir jetzt aber nur ausgedacht, in Wirklichkeit gibt es das Weihnachtslied in Unterfranken gar nicht.
Derweil läuft der Rock and Roll aus mir raus. Vielleicht sollte man mal ein Lied schreiben, dass heisst "Der Rock and Roll läuft aus mir raus". Das Lied sollte vom Älterwerden handeln und davon, wie der Rock and Roll langsam aus einem herausläuft und immer weniger wird, bis der Rock and Roll schlussendlich komplett weg ist. Das wäre mal ein Lied, das aus dem wahren Leben gegriffen ist, denn ich persönlich spüre immer öfter, wie der Rock and Roll aus mir herausläuft. Da fällt mir ein, dass ich ja eigentlich noch ein Lied schreiben wollte, das "Puplo de Amor" heisst. Es sollte vom Tintenfisch der Liebe handeln, der durch die Weltmeere schwimmt und die Liebe der ertrunkenen Seeleute vom Meeresboden herauf holt und den Menschen, die noch Leben gibt, damit sie mehr Liebe in ihrem Leben haben. Der Tintenfisch der Liebe verteilt die Liebe der toten Seeleute über die ganze Welt. Aber dann kommt eines Tages ein böser Mann und harpuniert den Tintenfisch der Liebe tot, aus reinem Vergnügen. Dann war es das mit dem Liebe verteilen. Das Lied habe ich aus drei vier Gründen noch nicht geschrieben: 1. Meine Faulheit. 2. Ich musste sämlichte relevanten Vergnügungsparks in Google Earth suchen. 3. Ich war mir inhaltlich noch nicht ganz sicher, ob es wirklich nötig ist, dass der Tintenfisch der Liebe am Ende stirbt, denn das hat sowas von einem morgalischen Zeigefinger, der mir nicht zusteht. Wenn ich mir heute die Texte für Lieder anschaue, die ich vor 15 Jahren geschrieben habe, dann kriege ich das kalte Kotzen. Deswegen sollte man jungen Leuten nicht zuhören, denn sie sind besserwisserische Idioten, die meinen, die Sonne würde aus ihrem Arsch scheinen, weil sie die Weisheit mit Löffeln gefressen haben. 4. Das Lied sollte auf Spanisch sein und ich kann kein Spanisch. Ich weiss nichteinmal, ob es "Pulpo de Amor", "Pulpo di Amor" oder sonstwie noch komplett anders heissen muss. Die Idee von einem Tintenfisch der Liebe gefällt mir aber sehr gut und ausserdem habe ich eine Schwäche für Seemannslieder. Ahoi, oh he.. Der jüngste und beste Matrose an Bord, das war der kleine Kalle Theodor. Kalle ist eigentlich auch ein schöner Name für einen Jungen. Bosse auch. Allerdings sagt der Hesse auch manchmal "die Bosse habbe e Loch" wenn er meint, dass er die Faxen dicke habe.
Etwas später:
So, ich habe mal einen ersten Entwurf des Textes auf Deutsch geschrieben, ihn mit Google auf Englisch übersetzt und das Translat dann wiederum nach kleinen Korrekturen ins Spanische übersetzt. Nur, damit der Leser sich einen kleinen Eindruck verschaffen kann.

Pulpo del amor
nada por los mares
y recoge el amor
de los marineros muertos
que murieron en los mares del mundo.
tenían tanto amor
para las muchachas
una en cada puerto
con rubio o el pelo marrón
el pulpo del amor
distribuye el amor
debajo de los seres humanos
que vivo en la tierra
y que tiene demasiado poco amor
el pulpo del amor da les a amor.

Oh, es scheint "Pulpo del amor" zu heissen. Wieder was gelernt.

Posted by banana at 03:46 EM | Comments (52)
Oktober 17, 2005
Nahaufnahme, fast schon zu lässig

Sachen gibt es. Am Samstag morgen sah ich im Fernsehen einen Bericht über den Videodreh zu einem Lied von §§a href="http://www.imglashaus.de/">Glashaus§§/a>. Das Lied kam mir irgendwie bekannt vor, ich wusste aber eine Zeit lang nicht, woher.
Dann fiel es mir ein: Es war "Is nur Kino" von den §§a href="http://www.rodgau-monotones.de/">Rodgau Monotones§§/a>.
Komisch. Passte irgendwie nicht zu Glashaus.
Die Rodgau Monotones waren Mitte der 80er die Helden der Hessischen Jungend. Jeder kannte alle Lieder auswendig und wenn man etwas gegen die Platten "Volle Lotte" oder "Wir seh'n uns vor Gericht" sagte, dann gab es gleich was auf die Fresse. Aber sowas von.
Bundesweit haben es die Rodgau Monotones auch zu kleiner Berühmtheit gebracht, denn sie haben das Stück "Erbarmen, zu spät, die Hesse komme" geschrieben und auch aufgeführt. Wahrscheinlich tut ihnen das heute etwas leid.
Glashaus sind bei 3P unter Vertrag. Chef von 3P ist Moses Pelham, der mit dem Rödelheim Hartreim Projekt bekannt geworden ist. Wahrscheinlich hat der Moses in seiner Jugend auch die Rodgau Monotones gehört und deswegen wir das Lied jetzt von Glashaus gecovert.
Die Rodgau Monotones hatten früher zwei Sänger. Einer davon war Hendrik Nachtsheim, der später die Hälfte von Badesalz bilden sollte. Die andere Hälfte ist Gerd Knebel, der früher bei "der anderen hessischen Band", Flatsch Sänger war.
Ja ja, so war das damals.

Posted by banana at 11:03 EM | Comments (46)
Oktober 16, 2005
You keep this love, thing, love, child

Heute bin ich über Land gefahren. Von Bielefeld nach Frankfurt. Ich war der Beifahrer und so hatte ich Gelegenheit, mir die schicken Herbsfarben anzuschauen, die die Blätter an den Bäumen haben. Geld, Orange, Rot, Braun. Dazu grünes Gras und blauer Himmel.
Das ist ein fieser Trick der Natur. Wir denken "Mei, wie ist das schön. Die Farben sind ja viel schöner, als im Sommer, jetzt kommt bestimmt eine tolle Zeit". Dabei kommt nur Kälte, Dunkelheit und Nässe. Es ist, wie das Klopapierblatt, das aus dem Klopapierspender hängt und sagt "Jungs, es ist toll hier draussen! Oh, da kommt jemand. Ich bin gespannt, was jetzt passiert."
Mir sind aber nicht nur die Farben aufgefallen. Mir sind auch die vielen Windkraftanlagen aufgefallen, die auf den Wiesen stehen. Es sind sehr viele und alle drehen sich.
Da ist mir etwas Angst geworden. Wie jeder weiss, filtern die Windkraftanlagen den Wind aus der Luft, der durch die Drehung der Erde entsteht. Aus dem Wind wird dann Strom gemacht. Das ist so ähnlich, wie der Dynamo am Fahrrad, nur der Reifen ist der Wind.
Jetzt weiss jeder, dass es sich mit anenem Dynamo schwerer fahren lässt, als mit appenem Dynamo. Da setzt meine Sorge an.
Wenn wir noch mehr Windkraftanlagen aufstellen, dann hat es die Erde immer schwerer, sich zu drehen und irgendwann wird sie ganz damit aufhören! Das wäre blöd, nicht nur wegen dem Strom, der verloren des verlorenen Stroms. Wie jeder ja auch weiss, werden Tag und Nacht durch die Erddrehung gemacht. Würde sich die Erde nicht mehr drehen, so gäbe es keinen Tag und keine Nacht mehr. Sondern es wäre immer gleich. Es wäre also immer Nacht oder immer Tag. Es wäre dann sogar immer die gleiche Uhrzeit.
Ok, natürlich wäre es gut, wenn die Erde dann so stehenbleiben würde, dass es gerade Feierabend ist, sagen wir mal so um 18:30h. Dann wären die Geschäfte noch offen und man müsste nicht mehr arbeiten.
Würde die Erde aber mitten in der Nach stehenbleiben, dann müsste man immer schlafen und das wäre doch ziemlich langweilig.
Noch schlimmer wäre es natürlich, wenn die Erde mitten in der Arbeitszeit stehenbleiben würde, denn dann müsste man immer arbeiten!!!
Jetzt kann man vielleicht verstehen, warum ich mir solche Sorgen gemacht habe. Aber dann habe ich nachgedacht und dann ist mir eingefallen, dass das natürlich totaler Quatsch ist. Der Wind wird ja gar nicht wegen der Erddrehung erzeugt.

Posted by banana at 07:11 EM | Comments (26)
Oktober 14, 2005
Le ciel lui tombe sur la tête

Nachdem ich gestern den Auftritt von Sven Regener bei Stefan Raab gesehen habe, ist mir klar, wer das Vorbild für Bernd, das Brot war.

Ausserdem fand ich im Beitrag "Barfuß im Regen" einen Fragebogen von Burkhard. Mein Spambot hat den Kommentar als Spam erkannt und deswegen kann die gemeine Öffentlichkeit ihn nicht sehen. Deswegen stelle ich ihn hier nochmal auf die Hauptseite. Da jeder, der die Allee mindestens zweimal gelesen hat, weiss, dass die Überschriften nur in 1% der Posts irgendwas mit dem Inhalt zu tun haben, schätze ich mal, dass Burhard nach "Barfuß" gesucht hat und dann diesen wundervollen Platz hier gefunden hat. Das ist sehr schade und macht mich ein bisschen traurig. Aber nur ein bisschen, denn ich bin eine Insel. Ich bin Fehmarn.
Ich weiss allerdings, dass "Barfußwandern" ein von der Wikipedia anerkanntes Hobby ist (im Gegensatz zum Stangensaufen) und deswegen muss das Barfußsein wichtig und unterstützenswert sein.
Ich poste also diese Umfrage hier vorne an promínenter Stelle zum Kenntnissnahme und zum Ausfüllen, wer immer möchte und sich angesprochen fühlt.
Mir persönlich gehen die Typen, die mit erhobenen Armen und nackten Füßen über die Tanzfläche mäandrieren auf jeden Fall gehörig auf den Saque und deswegen werde ich diesen Fragebogen nicht ausfüllen. Und, weils blöder Spam ist.
In diesem Sinne wünscht euer banani euch ein zuckeriges Wochenendchen.
Hier der Fragebogen:

Hallo,

ich bin gerade dabei, eine größere private Umfrage zum Thema „barfuß laufen“
zu machen und habe extra dafür einen eigenen Fragebogen zusammengestellt.
Natürlich kann ich nicht wissen, ob Du gerne und öfters barfuß rumläufst,
denn dazu müsste ich ja hellseherische Fähigkeiten besitzen.
Wenn Du aber tatsächlich gerne und relativ oft barfuß rumlaufen solltest,
und das nicht nur in den eigenen 4 Wänden, sondern auch schon mal in
der Öffentlichkeit wie z.B. in der Stadt, in der Schule/Uni, auf Festivals, etc.,
würde ich mich riesig freuen, wenn Du mir den Fragebogen ausfüllen und
mir die einzelnen Fragen so ausführlich wie möglich beantworten könntest!

Liebe Grüße

Burkhard

P.S.: Du kannst mir den Fragebogen auch gerne direkt an meine e-mail Adresse
schicken

xxxxxxxxxxxxxxxx@t-online.de


FRAGEBOGEN ZUM THEMA BARFUSSLAUFEN

Name:
Wohnort:
Alter:
Hobbies:

e-mail Adresse:


Warum läufst Du barfuß rum ( Mehrfachnennungen sind möglich )…

… weil es gesund ist?

… weil es bequem ist?

… weil es einfach Spaß macht?

… um ein wenig aufzufallen und sich von der breiten Masse abzuheben?

… aus Protest gegen unsere oft ziemlich spießige Gesellschaft?


Seit wievielen Jahren läufst Du mehr oder weniger regelmäßig barfuß draußen rum?


Wie bist Du überhaupt zum Barfußlaufen gekommen? Gab es einen bestimmten
Anlaß oder so eine Art „Schlüsselerlebnis“?


Ab welchem Monat läufst Du mehr oder weniger regelmäßig barfuß draußen rum?

Bis zu welchem Monat läufst Du mehr oder weniger regelmäßig barfuß draußen rum?


Wie warm sollte es mindestens sein, damit Du barfuß draußen rumläufst oder ist das
relativ egal und hängt in erster Linie von Lust und Laune bzw. von Deiner Stimmung ab?

In welchen größeren Städten bist Du bis jetzt schon überall barfuß gewesen?

Welches war bis jetzt der längste Zeitraum gewesen, den Du ununterbrochen barfuß
verbracht hast, ohne Dir zwischendurch irgendwelche Schuhe angezogen zu haben,
und wo war das gewesen?

Bist Du auch schon mal direkt von zuhause aus barfuß in die Schule bzw. zur Uni
bzw. auf die Arbeit gegangen?

Welche Schuhgröße hast Du?

Lackierst Du Dir Deine Zehennägel? Wenn ja, in welchen Farben?

Welchen Fußschmuck trägst Du…
… Fußkettchen?
… Zehenringe?
… Schellenband mit Glöckchen?
… Lederband?
… Henna Tattoo?
… echtes Tattoo?

Wie sehen Deine Füße und insbesondere Deine Fußsohlen aus, wenn Du längere Zeit barfuß
draußen rumläufst?

Stört es Dich, wenn Du schmutzige Fußsohlen hast?

Hattest Du auch schon mal so richtig pechschwarze Fußsohlen gehabt?
Wenn ja, wann war das gewesen und wo warst Du da vorher barfuß rumgelaufen?

Tanzt Du lieber barfuß oder in Schuhen?

Wo hast Du bis jetzt schon überall barfuß getanzt…
… auf einer Party?
… in einer Disco?
… auf einem Open-Air Festival?
… bei irgendwelchen anderen Gelegenheiten?

Bist Du schon mal barfuß gewesen…
… auf einem Flohmarkt?
… in einem Museum?
… auf einem Rummelplatz?
… auf einem Volksfest?
… in einem Supermarkt?
… in einem Kaufhaus?
… in irgendwelchen anderen Geschäften/Läden?
… im Kino?
… im Theater?
… in einem Cafe?
… in einem Reataurant?
… in einer Kneipe?
… in einem Parkhaus?
… in einem Öffentlichen Dienstgebäude?
… in einem Bahnhof?
… an einer Haltestelle?
… in einer Fußgängerzone?
… in einer Kirche?

Bist Du schon mal barfuß gefahren…
… auf dem Fahrrad?
… auf dem Mofa?
… auf dem Moped?
… auf dem Motorroller?
… auf dem Motorrad?
… im Auto?
… in der Straßenbahn?
… in der U-Bahn?
… in der S-Bahn?
… in der Bahn ( IC, EC, ICE, RB, RE )?
… auf einem Schiff/Fähre?

Wann und wo bist Du zuletzt barfuß draußen gewesen?

Laufen Deine Freundinnen/Bekannte auch gerne und oft
barfuß draußen rum?

Was fällt Dir sonst noch alles zum Thema „barfuß laufen“ bzw
überhaupt „barfuß sein“ ein? Bitte schreibe es hier auf!

Posted by banana at 03:27 EM | Comments (6)
Oktober 13, 2005
Der GTI räumt ab

Es gibt schlimmere und weniger schlimme Besuche beim Zahnarzt. Und dann gibt es noch Besuche, die man für ersteres hält, die sich aber als letzteres herausstellen.
Man sollte nicht zu lange über Dinge nachdenken. Als ich ein puberiterender Hormonsklave Jüngling war, da dachte ich lange Nächte über Situationen nach, die ich erlebt hatte. Ich dachte lange nach, was andere Leute gesagt hatten und was ich dann selbst gesagt hatte. Oder besser dachte ich lange darüber nach, was andere gesagt hatten und was ich nicht gesagt hätte. Noch länger dachte ich darüber nach, was ich hätte sagen sollen und nach ein paar Stunden hatte ich mir dann die besten schlagfertigen Antworten auf die Blamagen des Tages zurechtgelegt. Zufrieden schluf ich dann ein und mein Verstandscursor wanderte in das bunte Reich der Träume, wo das Unmögliche wahr wird.
Am nächsten Tag ging das Spiel wieder von vorne los. Am Tag hielt ich die Klappe und in gegen Mitternacht hatte ich dann passende Antworten parat.
Das ist wahrscheinlich der Grund, warum ich nicht so gerne Telefoniere und lieber Emails schreibe.
Das war eine Sache, die mir wirklich zu schaffen gemacht hat, denn am Anfang machte es noch Spaß: Irgendwann hatte ich immer dermaßen freche, niederbügelnde und nicht zu parierende Antworten parat, dass ich der König des Schulhofes sein würde.
Wenn sie mir nur etwas schneller einfallen würden. Und wenn ich mich trauen würde, sie auch anzubringen.
So wurde die Sache immer frustrierender, denn es brachte nichts, ausser Ringe unter den Augen.
Ich konnte die Gewohnheit aber auch nicht ablegen. "Du denkst zu viel nach" hieß es. Meine Antwort war: "Ok, ich höre damit ab sofort auf" (02:21h).
Dann fing ich an, alte Frauen auszurauben und mir für das Geld Drogen zu kaufen und dann waren meine Probleme gelöst.
Dann fing ich an, hart körperlich in einem Bergwerk zu arbeiten und dann waren meine Probleme gelöst.
Ich weiss auch nicht, wann ich mit der Sache aufgehört habe.
Neulich aber, vor einem Zahnarztbesuch, da dachte ich über meine letzten Zahnarztbesuche nach und ich fragte mich, was eigentlich das Schlimmste bei der Sitzung gewesen ist. Genau sowas sollte man nicht machen, denn es findet sich immer eine Antwort. Ich ging die unangenehmen Dinge in der zeitlichen Abfolge durch und blieb schon bei der Spritze stehen.
Eigentlich habe ich keine Angst vor Spritzen, aber bei dem einen Mal beim Zahnarzt, da war das schon wirklich schlimm. Ärzte neigen dazu, aufkommende Qualen für den Patienten zu verniedlichen. "So, jetzt gibts einen kleinen Pieks" sagte der Arzt. Kurz darauf spürte ich, wie mir etwas durch den Dachboden meines Gaumens, durch die Nase hindurch, durch das Gehirn bis unter die Schädeldecke gesteckt wurde. Dort angekommen wurde das Ding noch weiter in mich reingedrückt. Als der Zahnarzt bis zur Hüfte in meinem Mund verschwunden war, presste er die betäubende Flüssigkeit in der Spritze tief in mich herein. Es war fürchterlich.
Dann kam die zweite Spritze.
Als ich fertig damit war, über die Spritzen nachzudenken, hatte ich schon gar keine Lust mehr, über die anderen unangenehmen Sachen nachzudenken, die einem so auf einem Zahnarztstuhl widerfahren. Folglich hatte ich beim nächsten Besuch am meisten Angst vor der Spritze.
Der "kleine Pieks" war dann auch wirklich nur ein kleiner Pieks, wahrscheinlich empfand ich das nur so, weil mein Körper aussen voller Schwitze und innen voller Angstsuppe war. Aber, aber, aber! Ich hatte den Bohrer vergessen.
Nein, ich meine nicht den Bohrer, der zuerst zum Einsatz kommt, denn der ist nadeldünn und dreht sich so schnell, wie die Turbinen eines startenden Junbos. Ich meine diesen fiesen Nachquälbohrer, den mit der dicken, runden, schartigen Spitze, der sich so langsam dreht, wie eine Volkstanzgruppe aus dem Erzgebirge. Wenn einem das Ding auf den kariösen Zahnschmelz gedrückt wird, dann wackelt die Welt und im Kopf kreuzt ein wundwaides Dampfschiff. Diese Behandlung findet meistens dann statt, wenn die Wirkung der Spritze bereits nachlässt.
Ach ja, dann, kurz bevor die Füllungen in die Zahnstümpfe gedrückt werden, bekommt man ja noch diese Fäden ins Zahnfleisch gedrückt, bis man aussieht, wie das Maskottchen von Iron Maiden und dann kommt die kalte Luft, die zum Trockenlegen der Ruinen benutzt wird und die erstaunlich nah an den Zahnnerven vorbeistreicht.
Das hatte ich ja auch alles vergessen.
Jedenfalls war der letzte Termin ein Termin, bei dem nichts voll alledem stattfinden sollte, denn es ging nur um eine Kontrolle der eingesetzten Teilkrone und Kunststofffüllung. Ich hatte keine Probleme mit den Füllungen, musste aber mal wieder über das Ziel hinausschließen, indem ich sagte "Ich habe Probleme mit der Zahnseide". Weiter kam ich nicht, das "in die Zwischenräume zu kommen" wird für die Ewigkeit in meinem Kopf eingesperrt bleiben. Gut, das stimmt auch, aber eigentlich hatte ich es mehr gesagt, um die Sprechstundenhilfe davon zu überzeugen, dass ich tatsächlich Zahnseide benutze.
Ich finde es beim Arzt immer wieder erstaunlich, wie wenig man reden muss. Gerade beim Zahnarzt. Man weiss so unendlich viel über seine Leiden, Schmerzen und Sorgen, aber so richtig reden kann man darüber eigentlich nicht. Wahrscheinlich ist das beim Zahnarzt besonders schlimm. Die Zunge vergrößert, wie eine Lupe, und so nimmt man jede Unregelmässigkeit, jedes Bläschen, jeden Zacken im Mund besonders deutlich wahr. Deswegen will man auch darüber sprechen, aber das darf man meistens nicht, denn bald liegt man auf dem Stuhl und wird nach unten gefahren. Dann krieg man den Strahler ins Gesicht, muss den Mund öffnen und ab dann sind alle Fragen rhetorisch.
Bei mir gab es ja tatsächlich einige Klebstoffreste zwischen dem 17er und dem 18er. Zumnächst wurde die dauerhafte Verbindung, die die beiden eingegangen waren mittels eines stabilen Heidemannes und der Hebelwirkung gelöst, danach wurden die Zahnseiten vermittels metallener Sandpapierstreifen geglättet. Mein Zahnfleisch wurde gleich mittgeglättet. Das war aber auch verdammt rauh gewesen!
Zwischendrin fragte der Arzt nach der Interdentalsäge. Zum Glück war die aber nicht aufzufinden. Die Zahnfleischsägen hatte er ja schon gefunden.
Als die Zahnseide endlich in die Zahnzwischenräume gelangen konnte und ich hochgefahren wurde, da sah ich die blutverschmierten Zahnseitenpolierer auf dem Tablett vor mir liegen.
"Das Zahnfleisch ist jetzt etwas gereizt" sagte der Zahnarzt. "Putzen sie in kleinen kreisenden Bewegungen."
Ich bin mir jetzt nicht so ganz sicher, vor was ich beim nächsten Besuch am meisten Angst haben soll. Am besten, ich denke einfach nicht darüber nach.

Posted by banana at 07:33 EM | Comments (27)
Oktober 12, 2005
Lehrstellenbilanz

Ja, ja, schon klar, super Pinguine, olé, olé. Die Pinguine sind ja so toll, die Pinguine sind ja so treu, die Pinguine führen eine gleichberechtigte Partnerschaft. Ich sage: Die Pinguine sind einfach nur unterinformiert.
Warum sind wir Deutschen denn so schlecht gelaunt, so miesepetrig und stoffelig? Weil wir wissen, da gibt es Menschen, die leben nicht da, wo dauernd Scheisswetter ist. Die leben nicht da, wo es entweder zu trocken oder zu nass oder zu warm oder zu kalt ist. Die Leben nämlich da, wo immer schönes Wetter ist. Da wollen wir natürlich auch wohnen und weil wir wissen, dass das nicht geht, deswegen haben wir schlechte Laune.
Vor diesem Hintergrund nimmt sich so ein Pinguin nämlich gar nicht mehr so heldenhaft aus, sondern eher ziemlich blöd. Ja, so ein Pinguin, der könnte einem regelrecht leid tun.
Stellt doch einem Pinguin mal einen Fernseher vor den Schnabel und einen Videorekorder mit den gesammelten Werken von Heinz Sielmann! Dann würde sich der Pinguin das ganze mal anschauen und dann würde schon ein Denkprozess einsetzen. "Moment, es gibt ja etwas besseres, als sich hier von den verschissenen Robben jagen lassen zu müssen, bei 40° Minus barfuß auf Eisschollen rumzustehen und auf das Blag aufzupassen!"
Dann wäre es nämlich zu Ende mit den tollen Pinguinen in der Antarktis! Die würden sich schön dahin verdrücken, wo es etwas wärmer ist. Die wissen nur einfach nicht, dass es sowas gibt.
Wir wissen nunmal leider, dass es Orte gibt, wo es schöner ist, als hier und deswegen haben wir schlechte Laune.
Naja, eigentlich macht es ja auch Spaß, schlechte Laune zu haben. Deswegen ist das Fernsehen so eine tolle Sache.

Posted by banana at 08:02 EM | Comments (26)
Oktober 10, 2005
Sieben Jahre Internet

Mein Lieblings-Peanut war immer schon §§a href="http://www.snoopy.com/comics/peanuts/meet_the_gang/meet_rerun.html">Rerun§§/a> und es war damals gar nicht so einfach herauszubekommen, dass er Rerun heisst. Rerun ist der kleine Bruder von Lucy und Linus und hat seine größten Momente, wenn er hinten auf dem Fahrrad seiner Mutter sitzt.
Ich hatte auch so eine Phase, allerdings saß ich nicht hinten auf dem Gepäckträger, sondern auf einem Sitz, der vorne am Lenker festgemacht war. So fuhr mich meine Mutter jeden Tag in den Kindergarten.
Das gefiel mir ganz gut. Ich konnte sehen, wo es langing, ich musste mich nicht anstrengen und ich hatte die Klingel in Reichweite.
Die habe ich dann auch benutzt. Die ganze Zeit. Und dazu gesungen, ganz laut. Jedenfalls hat meine Mutter mir das erzählt und ich glaube ihr das auch. Sie hat auch gesagt, dass sie sich damals sehr geschämt hat. Vielleicht lag das daran, dass ich beim Singen kein wirkliches Konzept verfolgt habe. Vielleicht lag es auch an meinem schlechten Englisch. Meine Coverversion des Hits "What shall we do with the drunken sailor" mit dem Titel "wottschackeduh wisse dranken seilohr" kam überhaupt nicht gut an. Da half auch die häufige Wiederholung nichts.
Sonst weiss ich auch nichts.

Posted by banana at 07:35 EM | Comments (28)
Oktober 09, 2005
It's all about the dum dum du du du dum

Ich kann nur hoffen, dass der kleine Gnom, der den ganzen Nachmittag vor meinem Fenster Basketball gespielt hat, mal ein ganz, ganz, ganz berühmter Basketballer wird. Vielleicht so einer, wie Dirk Nowitzki.
Ich werde dann später mal erzählen können "Ja, ja, der hat immer Tagelang vor meinem Fenster geübt". Ich fürchte aber, dass sich die Investition in meine Geduld nicht auszahlen wird.
Auf der anderen Seite zeigt das aber auch mal wieder, in was für einer ruhigen Gegend ich wohne. Und wie spießig ich geworden bin.
Ich hatte Gedanken, wie "jetzt wird es ja zum Glück bald zu kalt sein, um draussen Basketball spielen zu können" und "Es ist jetzt halb zwei, mitten in der MIttagspause".
Aber, ich werde den jungen Mann ertragen, ich werde ihm nicht alle Knochen im Leib brechen, denn alles, was man tut, zahlt sich früher oder später aus. Ausserdem kann ja sogar ein Flügelschlag eines Schmetterlings einen Orkan auslösen. Das sollte man aber nicht den Deutschen sagen, sondern eher den Schmetterlingen. Ich finde, die Schmetterlinge tragen da eine ziemlich große Verantwortung und ich hoffe für ihn, dass man den Schmetterling, der die Überschwemmungen in New Orleans ausgelöst hat, nie finden wird.
Vielleicht wird der kleine Basketballer ja mal den entscheidenden Korb werfen, bei einem Spiel gegen eine ausserirdigsche Mannschaft und damit den Sieg erzielen und die Erde vor der Zerstörung durch Ausserirdische retten? Dann hätte er nämlich die Menschheit gerettet und ich eigentlich auch, aber ich erwarte dafür keinen Dank.
Auf der anderen Seite stellt sich die Frage natürlich, ob ich eigentlich will, dass die Menschheit in einem solchen Fall gerettet würde. Vielleicht gibt es ja auch irgendwann eine viel tollere Zivilisation, als unsere und die wird irgendwann zerstört, weil die Menschen auf ihrem Planeten landen und dann alle Bewohner des Planeten an einer Erkältung sterben, so wie in den Marschroniken. Dann hätte ich ja gewissermaßen dieses Volk auf dem Gewissen, weil ich nicht unterbunden habe, dass der Basketballer, der den entscheidenden Korb in dem Spiel der Menschen gegen die Ausserirdischen geworfen hat und damit die Auslöschung der Menschheit verhintert hat, gelernt hat, Basketball zu spielen.
Himmel, das ist aber auch alles ganz schön kompliziert. Wahrscheinlich wird die Pfeiffe einfach irgendwann mit der Basketballspielerei aufhören und Bankkaufmann werden. Dann hatte er wenigstens eine schöne Kindheit.

Posted by banana at 07:14 EM | Comments (28)
Oktober 07, 2005
In dubio pro reo

Das bekannteste Lied der Welt ist angeblich "Obladi Oblada". Ich frage mich, ob es wirklich "Life goes on bra" heisst. Bra?! Büstenhalter?! Ich muss doch sehr bitten!
Ausserdem bin ich sehr froh, dass die Oblatenindustrie noch nicht auf den Trichter gekommen ist, das Lied zu Werbezwecken zu benutzen. Wahrscheinlich können sie sich die Rechte nicht leisten. Ich bin auch froh, dass die Kirche noch nicht auf den Trichter gekommen ist, das Lied für Werbezwecke zu benutzen. Aber die werden sich die Rechte wohl auch nicht mehr leisten können.
Wir stehen in Madrid im Parque de Atracciones und warten auf eine Fahrt mit Tarantula, dem neuen Spinning Coaster. Ein Spinning Coaster ist eine Actherbahn, bei der sich die Wagen unkontrolliert um die eigene Achse drehen.
Ein Mädchen steigt aus der Bahn und kotzt in den Eingangsbereich.
Wir stehen in Salou in PortAventura und warten auf eine Fahrt mit Dragon Khan. Es kommt zu einer kurzen Verzögerung, weil jemand in den Wagen gekotzt hat und das Personal das Erbrochene erst aufwischen muss.
Heute schaue ich mir einen Reisebericht von jemandem an, der auch in PortAventura war und da sehe ich ein Bild von Kotze.
Bis jetzt habe ich nach Achterbahnfahrten nur Spanier kotzen sehen, beziehungsweise nur Leute in Spanien kotzen sehen. Vielleicht ist das eine besondere Eigenschaft der Spanier.
Nun zu einem anderem Thema, nämlich dem Fotografieren von Essen. Ich meine jetzt nicht die Leute, die das professionell machen, die das Essen erst basteln, dann fotografieren und dann wegschmeissen, weil man das Zeug, was so lecker aussieht ja gar nicht essen kann. Lecker aussehen ist eben nicht das gleiche, wie lecker sein. Hast du dich nicht auch schon gefragt, wie es der Koch geschafft hat, eine griechische Suppe mit Schafskäse zu kochen, ohne dass der Schafskäse komplett mit Suppe überzogen ist? Also, ich habe das noch nicht geschafft!
Aber davon rede ich ja nicht. Manche Leute finden es ok, wenn man sein Essen in einem Lokal fotografiert, für andere Leute ist das der Inbegriff der Peinlichkeit. Ich habe dazu eigentlich keine Meinung, ich finde aber, dass es bei Leuten, die im Lokal das Essen fotografieren zu Hause wahrscheinlich nur Mist zu fressen gibt.
Neulich war ich in dem Lokal, in dem bestimmt die meisten Fotos vom Essen auf der ganzen Welt gemacht werden, dem §§a href="http://www.waldgeist-hofheim.de/">Waldgeist in Hofheim.§§/a> Ich glaube, es gab keinen Tisch, an dem das Essen nicht fotografiert wurde. Lustig waren auch die Leute, die sich selbst die kleinen Schnitzel bestellt haben und dann die großen Schnitzel der anderen fotografiert haben. Sehr schlau!
Ich hab mir ein mittleres Schnitzel bestellt und ungefähr die Hälfte davon geschafft. Den Rest habe ich in Folie eingewickelt und am nächsten Abend gegessen. Fotografiert habe ich aber nichts. Dafür meine Begleitung. Ich denke mal, viele gehen da nur hin, um das Essen zu fotografieren.

Posted by banana at 08:28 EM | Comments (24)
Oktober 06, 2005
They're justified and ancient

Eigentlich sind die Bayern wirklich die letzten verbliebenen Rock'n'Roller in Deutschland. Da schleppe ich mich nach dem Aufstehen vom Bett auf die Kommando-Couch, schalte mich durch die Kanäle und was sehe ich? Wies'n TV oder so ähnlich. Berichterstattung vom Oktoberfest. Ein paar Leute sitzen um einen Tisch herum und jeder von denen hat einen Liter Bier vor sich stehen, am Vormittag im Bayrischen Fernsehen. Das Bier ist nicht nur Deokoration, sondern wird auch einfrig konsumiert. Da bin ich von den Socken. Sowas hab ich seit dem Internationalen Frühshoppen nicht mehr gesehen, allerdings gabs da Weisswein und man redete Hochdeutsch. Naja, stimmt auch nicht. Da waren ja immer Ausländer dabei.
Dupp-di-dupp, Baby. Dupp-di-dipp, Baby (hey, yeah!) Check this out, sucker! Uh! Ah! (Ende des Rapteils)
Was kann ich noch?
Wie nennen OO-Entwickler ihre Söhne?
Karsten.
Was kann ich noch?
Klose zu Schweinsteiger. Schweinsteiger ist frei vor dem Tor! Und Kopfschuss!
Ok, das habe ich jetzt aus unserer Schülerzeitung geklaut.
Was kann ich noch?
Gestern lag ich im Bett und schaute auf den Fernsehapparillo. Da kam ein Film, der mich sehr mitgenommen hat. Es ging um eine junge Frau namens Laura. Ihr Verlobter hatte sie betrogen und deswegen ging sie aus der DDR nach München. Dort wollte sie mutig einen Neuanfang wagen und prompt traf sie auch gleich einen Mann, mit dem sie einen romantischen Tag verbrachte. Beide fühlten sich so, als würden sie sich schon ewig kennen und es hat so richtig gefunkt zwischen den beiden, das es eine Art hatte. Man kann sagen, dass sie sich anzogen, wie zwei Magneten! Sie verabredete sich mich dem Mann zu einem erneuten Treffen (weitere Rommantik nicht ausgeschlossen). Und, wer kam nicht? Richtig, der Mann!
Schon wieder war Laura also von einem Mann entäuscht worden. Voller Entäuschung ging sie in ein Hotel namens "Fürstenhof", um dort zu arbeiten. Und, wer war da ihr neuer Chef? Richtig, der Mann! Die Welt ist eben doch ein Dorf und erst freute sich Laura ein Loch ins Knie, aber dann kam ein erneuter Schicksalsschlag in ihr Gesicht. Denn, wer hatte eine Freundin und würde sich bald verloben? Richtig, der Mann!
Da war die arme Laura aber ganz schön gebügelt, aber nach und nach bekam aber Laura ihre Gefühle in den Griff und es gelang ihr sogar, dem Mann (er hört auf den schönen Namen Alexander) und seiner Frau zur Verlobung zu gratulieren. Das war schon ziemlich ergreifend und die schauspielerische Leistung war gut. Geholfen hat Laura auch ihre Freundin (brilliant und aus "Hugo, die interaktive Gameshow bekannt: Judith Hildebrandt).
Wie kann ein einziger Mensch nur so viel Pech haben? Ich glaube aber, dass der Mann auch Gefühle für Laura hat und dass die Gefühle in ihm kochen werden und dass sie irgendwann aus ihm herausplatzen werden, wie bei einem Vukanausbruch der Gefühle.
Der Film scheint ein Mehrteiler zu sein, denn zu dem Vulkanausbruch der Gefühle kam es gestern noch nicht. Leider kann ich bei dem weiteren Hergang der Geschichte nicht mitfiebern, denn zu der Zeit bin ich auf Arbeit. Laura, ich drücke dir aber ganz feste die Daumen, damit es bald zum Ausbruch der Gefühle und dem anschließenden Gefühlsorkan kommen kann. Gefühle müssen nunmal raus, das haben schon Paso Doble gewusst.
Was kann ich noch?
Nix mehr für heute.

Posted by banana at 07:27 EM | Comments (18)
Oktober 05, 2005
Neuester Trend für Bordellflugzeuge

So, jetzt habe ich mich daran gewöhnt, dass der Zehner Rot und der Zwanziger Blau ist. An den Fünfer hatte ich mich schon lange geöhnt, aber der ist auch mein Lieblingsschein und wird deswegen bevorzugt behandelt. Würde man mich fragen, so könnte ich aber nicht sagen, ob das 1 Euro-Stück aussen Silber und innen Golden ist oder das 2 Euro-Stück. Ich weiss aber, welches Größer ist und das reicht eigentlich auch aus. Der Wert steht auch drauf. Das ist sehr praktisch. Da merkt man, dass da Geld-Designer mit Erfahrung am Werk waren.
Nachtigal, ick hör dir trapsen.
Trapsen? Wie geht das denn, dieses Trapsen?
Der Duden sagt mir, dass "trapsen" umgangssprachlich für "sehr laut auftreten" sei. Wie schön! Jetzt weiss ich endlich, was die Kinder in der Wohnung über mir den ganzen Tag so machen.
Die Redewendung kommt übrigens angeblich aus dem Lied "Frau Nachtigall", das ursprünglich in "Des Knaben Wunderhorn", einer Sammlung von Volksliedern, enthalten war.
Warum eine Nachtigall aber trapst, das weiss ich immer noch nicht. Ich weiss, dass Amseln über die Erde trapsen, damit die Regenwürmer denken, es würde regnen und ans Licht kriechen. Ziemlich blöde, so ein Regenwurm. Vielleicht machen das die Nachtigallen auch?
Nein, natürlich nicht. Natürlich ist es ganz anders. Es ist einfach eine Verballhornung des Liedtextes, weil eine Nachtigall ganz bestimmt nicht trapst. Ja, so ist das. Das ist doch ganz logisch.
Aber "Des Knaben Wunderhorn" ist auch ein Titel, den man heute bestimmt nicht mehr wählen würde. Mundorgel aber auch nicht.

Posted by banana at 07:58 EM | Comments (10)
Oktober 04, 2005
Langschlitztoaster

Ich denke nicht, dass sie die blauesten Augen der Welt hatte, aber wenn RTL demnächst eine Sendung macht, die "Deutschlands blaueste Augen" heisst, dann hätte sie gute Chancen auf eine Teilnahme.
Das merkwürdige an dem Umstand war, dass er mir zunächst gar nicht aufgefallen ist, denn habe ich eine Schwäche für Augen in schönen Farben.
Ein anderes Mädchen hatte grüne Augen und ich erinnere mich daran, dass ich einmal zu ihr sagte, dass ich mich jeden Morgen darauf freuen würde, dass sie endlich die Augen aufmache. Ich erinnere mich aber nicht mehr daran, ob ich das ernst gemeint habe.
Vielleicht ist man von dem fasziniert, was man selbst nicht hat. Auf meinem Ausweis ist die Augenfarbe mit "grün-braun" angegeben und das ist nur eine flüchtige Beschreibung dessen, was ich in meinem Schädel durch die Welt trage. Sicher, grün und braun sind auch dabei, aber im Allgemeinen ist meine Augenfarbe die Entsprechung von Haaren der Farbe Dishwater Blonde. Ach ja, die habe ich ja auch. Also die Haarfarbe.
Der Umstand, dass mir die blauen Augen nicht aufgefallen sind, ist deswegen verwunderlich, weil unser Kennenlernen mit ihren Augen zu tun hatte, wenn auch nur mit den Augenbrauen. Es war auf einer Sylvesterparty und weil ich so ein munterer und lustiger Bursche war und weil sie einen Pullover trug, der ihr ausserordentlich gut stand, wollte ich mit ihr sprechen und sagte zu ihr, dass man, eine gewisse Fähigkeit vorausgesetzt, an der Form der Augenbrauen einer Person die Anzahl und das Geschlecht ihrer Geschwister ablesen könne.
Natürlich hat sie mir nicht geglaubt, weil niemand so einen Mist glaubt, als ich allerdings kurze Zeit später Zahl und Geschlecht sowohl ihrer, als auch der Geschwister ihrer Freundin korrekt bestimmt hatte, da war sie sich offensichtlich nicht mehr so sicher.
Über was wir an dem Abend noch gesprochen haben, weiss ich nicht mehr. Ich weiss nur noch, dass sie mir am Ende des Abends ihre Telefonnummer und "ruf mich an" gesagt hat und ich weiss auch noch, dass mir auch da ihre Augenfarbe nicht aufgefallen ist. Damals kam "ruf mich an" noch nicht jede Nacht im Fernsehen und deswegen freute ich mich sehr darüber.
Ob ich sie angerufen habe, das weiss ich nicht mehr. Ich weiss auch nicht mehr, wo der Besitzer des Autos geschlafen hat, in dem wir nach einer Party eines Morgens mitten im Wald aufwachten. Ich weiss aber, dass es an diesem Morgen war, als mir ihre blauen Augen aufgefallen sind. Die Sonne schien in ihr Gesicht und sie schaute mich an. Verdutzt, wie ich war sagte ich "du hast ja ganz blaue Augen". Für sie war das keine so große Überraschung, wie für mich und sie sagte "dunkelblau". Und das stimmte auch.
Das ist jetzt etwa zehn Jahre her und nach dem Tag haben wir uns nicht mehr getroffen. Was will man auch mit einem Menschen anfangen, der ernsthaft glaubt, dass man die Zahl der Geschwister an den Augenbrauen ablesen kann.

Posted by banana at 07:25 EM | Comments (18)
Wer zehn Minuten lacht, der hat schon zwei

Es war einer der hässlichsten und langweiligsten, matschigen und eingezäuntesten Spielplätze, die ich gesehen hatte. Und das Schild, das davor stand, machte ihn mir auch nicht sympathischer, mich aber sprachlos.

Posted by banana at 03:29 EM | Comments (6)
Oktober 02, 2005
Serpens in horto!

Marcus et Cornelia in horto ambulant. Cornelia subito serpentem videt et clamat: "Marce! Marce!" Marcus rogat: "Quid est, Cornelia? Cur clamas?" Puella clamat: "Serpentem video!" Marcus rogat: "Ubi serpentem vides?" Cornelia serpentem indicat. Tum puer et puella clamant: "Pater! Pater! Serpentem in horto videmus!" Pater Marcum et Corneliam audit et cito in hortum venit. Rogat: "Ubi serpentem videtis, Marce et Cornelia?" Sed puer et puella serpentem non iam vident; serpens iam procul est.

Markus und Cornelia gehen im Garten spazieren. Plötzlich sieht Cornelia eine Schlange und ruft: "Markus! Markus!". Markus fragt: "Was ist, Cornelia? Warum rufst du?". Das Mädchen ruft "Ich sehe eine Schlange!" Markus fragt: "Wo siehst du eine Schlange?" Cornelia zeigt die Schlange. Dann rufen der Junge und das Mädchen "Vater! Vater! Wir sehen eine Schlange im Garten!" Der Vater von Markus und Cornelia hört und geht sofort in den Garten. Er fragt: "Wo seht ihr die Schlange, Markus und Cornelia?" Aber der Junge und das Mädchen sehen die Schlange nicht mehr, die Schlange ist schon weit weg.

Posted by banana at 07:25 EM | Comments (18)
Oktober 01, 2005
Lesen am Limit

Heute gibt es hier sehr gute Witze:
1: Guten Tag.
2: Guten Tag.
1: Ich möchte gerne ein Armutszeugnis ausgestellt bekommen.
2: Tut mir leid, das müssen sie schon selbst machen.

Und noch einer:
1: Wie war das Essen?
2: Das war eindeutig zu wenig! Ich möchte gerne den Koch sprechen.
1: Herr Schmalhans, können sie bitte mal kommen.

So, genug gelacht. Ich hatte heute auch nichts zu lachen. Mein Daunenkissen ist mir in der Waschmaschine geplatzt. Es ist kaum zu glauben, wie viele Federn in so einem Kissen sind.
Jetzt weiss ich es.

Posted by banana at 11:04 EM | Comments (4)
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