Juli 28, 2005
Mit Barolo beschmiern

Wie ich gestern schon in den Kommentaren erwähnt:
Als ich bei der Bundeswehr war, da gab es Abende, da haben wir aus purer Langeweile dem Nörten Hardenberger zu sehr zugesprochen. Am nächsten Tag um sechs, als man geweckt wurde, da fiel das Aufstehen dann recht schwer. "Wer saufen kann, kann auch arbeiten!" sagte uns dann der Unteroffizier vom Dienst.
Da fällt mir ein, dass ich die Formulierung "vom Dienst" nie so richtig begriffen habe, aber das ist eine andere Geschichte.
"Wer saufen kann, kann auch arbeiten!" Das ist eine gefährliche Redensart, denn sie kann sehr leicht missinterpretiert werden und dann zu schweren gesundheitlichen Schäden führen. Und wenn ich mir die Trinkhallen und Kioske dieser Republik so anschaue, dann ist sie sogar schon missinterpretiert worden! Hunderttausendfach!
Da stehen dann die Arbeitssuchenden frühmorgens schon in der eisigen Kälte und zwingen ein Bier ums andere den Schlund herunter, nur, damit sie arbeiten können. Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, damit er Unmengen Bier trinkt, damit er wieder einen Broterwerb findet?
Dabei verstehen sie nur diese Redensart falsch.
Denn es heisst ja "wer saufen kann, der kann auch arbeiten" und nicht "wer saufen kann, der hat auch Anspruch auf eine Arbeitsstelle". So einfach ist das nunmal nicht. Die Arbeitsplätze wachsen nunmal nicht an den Trinkhallen.
Die Redensart bedeutet vielmehr, dass, wenn man es für richtig hält, sich am Abend zu alkoholisieren, man auch am nächsten morgen darauf vorbereitet sein muss, dass man aufstehen muss. Und, dass man dann auch gefälligst aufzustehen hat. Oder anders gesagt: Ein versoffener Abend ist kein Grund zur Arbeitsverweigerung.

Posted by banana at 08:15 EM | Comments (39)
Juli 26, 2005
Alles scheint perfekt

Was? Schon wieder übers Fernsehen?
Ja, sage ich! Und wenn euch das nicht passt, dann könnt ihr ja euch selbst einen leeren Zettel nehmen und was interessantes draufscheiben. Dann könnt ihr ja mal sehen, was ihr davon habt, ihr komischen Typen.
Heute ist nämlich Dienstag und heute kommt nicht "Der Dicke" in der ARD. Das ist schade, denn ich mag diese Serie. Ich habe erst drei Folgen davon gesehen, aber ich fand sie alle gut. Damit gebe ich meine heimliche Schwäche für übele Schmonzetten zu, denn "Der Dicke" ist sowas.
Da haben wir den dicken Anwalt, dessen unfähige, aber entschlossene Sekretärin, noch so eine Frau, die Exfrau des Anwalts, seine neue Freundin und deren Tochter.
Der Anwalt hatte früher mit seiner Frau zusammen eine sehr erfolgreiche Kanzlei. Eines Tages jedoch trennte er sich von seiner Frau, gab die Kanzlei auf und wollte fortan nur noch der Anwalt der Armen zu sein, die sonst keine Lobby haben.
Die Sendung gipfelt in einem mitreissenden und leidenschaftlichen Plädoyer des Anwalts, und das muss nicht unbedingt im Gericht gehalten werden. Auf jeden Fall geht es am Ende immer gut aus. Kleine Missgeschicke, wie dass der Anwalt seinen Flug in den wohlverdienten Urlaub verpasst, weil er einen Vater und seine Tochter zusammen gebracht hat, kaschieren, dass es sich hier wirklich um Tränendrüsenunterhaltung handelt.
Und mir gefällt es. Zu meiner Ehrenrettung kann ich vorbringen, dass die großartige Gisela Schneeberger die Ex-Frau des Anwalts spielt, aber die kommt nicht all zu oft vor.
Und jetzt kommt die Serie nicht mehr! Sowas Doofes! Es ist auch nicht herauszubekommen, ob es weitere Folgen geben wird. Um meine stressausgleichenden Rührungstränen vergießen zu können, muss ich jetzt also auf Fernsehfilme oder Lassie zurückgreifen, aber Lassie kommt nicht mehr und Fernsehfilme dauern 90 Minuten. Das ist eindeutig zu lang. "Der Dicke" dauert nur eine dreiviertel Stunde.
Ich bin wirklich ratlos.

Posted by banana at 08:23 EM | Comments (93)
Juli 25, 2005
Danke, Willy Steputat

Bands, Filme, Serien und Stars leben auch von der Unterstützung durch die Fans. Aus diesem Grund habe ich ein Loblied auf die tolle Serie "King of Quenns" gemacht. Damit möchte ich die Serie unterstützen und auch anderen Leuten den Zugang zu dieser total lustigen Serie zu verschaffen.

Ich seh gerne "King of Queens"
Trägt der Doug auch keine Jeans
Sondern eine Uniform
"King of Queens" is echt enorm!

Auch die Carrie ist famos
Und bis heute kinderlos
Sie ist Douglas' Ehefrau
"King of Queens" kenn ich genau!

Und der Arthur ist zur Stell'
Ist ein rüstiges Modell
Wohnt im Keller ohne Klo
"King of Queens", mein A und O!

Auch der Deacon ist am Start
Jeden Tag auf Päckchenfahrt
Er ist Douglas' Arbeitsfreund
"King of Queens" - noch nie versäumt

Holly führt die Hunde aus
Auch den Arthur, ein der Daus!
Weil sie sich im Park auskennt
"King of Queens" for President!

Und der Danny, gar nicht dumm
hängt auch oft bei Douglas rum
So ist es bei Brüdern Cousins Brauch
"King of Queens" - mir schmerzt der Bauch

Wer ist das? Das ist der Spence
Prüft die U-Bahn Fahrlizenz
Hat ne Erdnussallergie
"King of Queens" der dernier cri

So, das sollte ausreichend sein, damit die Serie auch die nächsten 10 Jahre weiterhin ausgestrahlt wird.
Nichts zu danken.

Posted by banana at 08:31 EM | Comments (52)
Juli 24, 2005
Komm mit mir nach Georgia

Manchmal wird es einem wirklich nicht leicht gemacht. Ich kochte Tandoori Chicken mit grünen Bohnen und Reis. Ich hatte mir Gedanken über die Auswahl der Speisen gemacht, meine Gewürzsammlung untersucht und fehlende Dinge und endlich eine kleine Reibe für den Ingwer besorgt. Dann mischte ich alle Gewürze in der angegebenen Menge in einem kleinen Schälchen, enfernte die Haut von allen zwölf Hühnerschenkeln, rieb den Ingwer und presste den Knoblauch. Ich massierte Obstessig in die Schenkelchen, salzte sie und legte sie behutsam in die Marinade sie ich aus Joghurt und den anderen Zutaten zubereitet hatte. Die rote Speisefarbe ließ ich weg, wegen der Sache mit dem Powerade.
Ich war immer davon ausgegangen, dass Kinder bunte Lebensmittel lieben. Ich zum Beispiel liebe bunte Lebensmittel. Und ich bin sehr kindisch. Deswegen hatte ich damals, als wir an der See waren, ein paar Flaschen Powerade gekauft, das sehr, sehr blau war. Es schmeckte nach einer Frucht, die wahrscheinlich auch sehr blau ist, aber rausfinden, welche das ist, das konnte ich nicht.
Als meine Nichte die Flasche sah, war ich sofort in meiner Annahme bestätigt. Sie wollte das Getränk sofort haben und nahm auch ein paar Schlucke. Ich hatte aber nicht gewusst, wie dermaßen blau das Zeug die Zunge färbte und als das meine Nichte mitbekam, war es vorbei mit der Begeisterung. Als meine Schwägerin die Sache dann mitbekam, da nahm ich Abstand von der Idee, meine Verwandten jemals wieder bunten Lebensmitteln auszusetzen.
So war die Marinade für das Huhn dann zwar etwas orange, aber das kam ausschließlich von natürlichen Farbstoffen, nämlich Paprikapulver und Kurkuma.
Heute kam ich dann bei meinem Bruder an und nach der freudigen Begrüßung durch die Kinder kam dann realtiv schnell die Frage auf, was es denn zu Essen gäbe. Mit dem Reis fing ich an. Reis war in Ordnung. Hühnchen war zuerst auch noch in Ordnung. Grüne Bohnen waren "bäh".
Für die Nichte blieb das Hühnchen in Ordnung, für den Neffen nur so lange, bis er mitbekam, dass es in so komisches Zeug getunkt war. "Hättest du nicht eins ohne das komische Zeug machen können, für mich?" Die Frage klingelt jetzt noch in meinen traurigen Ohren nach.
So kann es gehen. Man meint es gut, man macht sich Mühe und dann wird das Zeug nicht gefressen.
"Du kannst aber froh sein, dass du nicht in Indien geboren worden ist!" gab ich meinem Neffen zu bedenken, aber er blieb weiter bei Reis mit Ketchup.
Der Reis allerdings war gut. Wenn ich auch diesmal nicht dafür gelobt worden bin.

Posted by banana at 08:42 EM | Comments (28)
Juli 22, 2005
Doch nur Farb- und Pinselstrich

In den letzten Tagen schaute ich mir einige Berichterstattungen von der Schwimm-WM in Montreal an. Eigentlich schaute ich mir nur das Turmspringen an. Einmal sprangen zwei Mädchen gemeinsam vom Dreier und ein anderes mal sprang ein Mädchen alleine vom Einer.
Eine sehr interessante Sportart, dieses Turmspringen. Man muss höllisch aufpassen, damit man nicht einen Fehler übersieht. Wenn ein Mädchen springt, dann ist das schon verdammt knifflig, aber wenn zwei zusammen springen, dann ist das eine Sache der Unmöglichkeit, weil man nicht nur die beiden Sprünge, sondern auch die Synchronität. Keine Ahnung, wie die Punktrichter das machen aber wahrscheinlich können sie durch einen Geburtsfehler, durch eine kleine aber grausame Laune der Natur, beide Augen unabhängig voneinander Bewegen, so wie die Eulen. Ach, Quatsch, das waren ja gar nicht die Eulen. Die Eulen können ja den Kopf sehr weit drehen. Das mit den Augen waren ja die Chamäleons.
Wie das wohl sein mag, wenn man beide Augen unabhängig voneinander bewegen kann? Das übersteigt eindeutig meine Vorstellungsgabe. Ich weiss noch, dass ich damals sehr geschockt war, als ich erfuhr, dass Spinnen acht Augen haben. Wie das ist, dass kann ich mir ja schon gleich gar nicht vorstellen. Das macht mich total plemm plemm.
Aber ich bin ja auch kein Punktrichter beim Synchronspringen geworden.
Deswegen springen beim Synchronspringen auch nur zwei Leute gleichzeitig und nicht zum Beispiel zehn auf einmal, denn dann könnte ja kein Kampfrichter alle zehn gleichzeitig im Auge haben. Ausserdem wäre es dann ziemlich eng auf dem Sprungbrett.
Natürlich war ich innerhalb kürzester Zeit in der Lage, einen guten Sprung von einem schlechten Sprung zu unterscheiden und die Wertung der Punktrichter bis auf die zweite Kommastelle vorauszusagen.
Es gibt einige Dinge, auf die es ankommt: Man sollte möglichst gerade ins Wasser eintauchen. Man sollte mit dem Kopf zuerst ins Wasser eintauchen. Man sollte in der Flugphase möglichst viel herumwirbeln. Es sollte beim Eintauchen möglichst wenig spritzen.
Wenn man diese Grundsätze kennt, dann kann man sich eine solche Sendung zur Erbauung anschauen.
Eine Sache fällt auf und diese Sache unterscheidet auch den Hobbyspringer vom ambitionierten Sportler, nämlich das mit dem Spritzen. Als Hobbyspringer ist man meistens darauf bedacht, dass es so viel wie möglich spritzt. Wer schonmal einen Nachmittag arschbombend im Freibad verbracht hat, der weiss, wovon ich rede.
Ich selbst springe nicht gerne ins Wasser. Über den Dreier bin ich noch nie hinausgekommen und vom Dreier bin ich auch noch nie über einen Fußsprung hinausgekommen. Bin ich deswegen weniger Wert, als jemand, der einen Köpper vom Zehner macht? Bin ich deswegen ein schlechter Mensch. Wer weiss? Vielleicht wird man nach dem Leben daran gemessen, von welchem Sprungturm man gesprungen ist. Das wäre dann aber ungerecht gegenüber den Eskimos, deswegen ist es sehr unwahrscheinlich.

Posted by banana at 07:02 EM | Comments (14)
Juli 21, 2005
Burn the brdges

Das war damals für mich ganz schön verwirrend, als ich das erste Mal von der Bundeslade gehört habe. Sowas hatte ich noch nicht gekannt. Ich kannte die Bundesbahn, die Bundespost und den Bundestag. Auf einmal kam die Bundeslade daher. Das passte einfach nicht zusammen. Und ein Horn war auch nicht drauf. Was soll das überhaupt sein, eine Lade? Eine Schublade? Schokolade? Ich konnte mir nicht wirklich etwas darunter vorstellen. Das passte nicht zusammen. Ausserdem hatte ich auch nicht verstanden, warum man unbedingt so ein Möbel durch die Wüste schleppen muss, wo es doch so heiss ist und man auch so schon schwitzt, ohne eine Lade durch die Gegend zu tragen.
Aber Menschen tun komische Dinge und geben Dingen komische Namen.

Posted by banana at 07:27 EM | Comments (13)
Juli 19, 2005
Bei meinen dottergelben Bartspitzen

Auf jeden Fall habe ich da diesen Vorwerk Staubsauger. Ein Vorwerk Kobold, um genau zu sein. Ich kam zu diesem Staubsauger, wie die Jungfrau zum Kind, denn in dem damals noch preisausschreibenswütigen Teil der Familie wurde unverhofft ein noch besserer Staubsauger gewonnen. Die Marke ist mir jetzt entfallen, aber alleine schon von der Optik kann der creme/dunkelgrün/eidottergelbe Kobold gegen den gewonnenen Konkurrenten in seiner gebürsteten Edelstahloptik nicht anstinken.
So bekam ich eines Tages einen neuwertigen Vorwerk Staubsauger geschenkt. Dazu gab es noch eine Papiertüte mit diversen Sachen drin, die das gleiche leicht angestaubt wirkende Farbschema aufwiesen, wie der Sauger selber. Desweiteren machte ich in der Tüte noch diverse Staubbeutel ausfindig.
So saugte ich vor micht hin. Ich war stets zufrieden mit dem Gerät! Es saugte ganz gut und es stank nicht. Oftmal liest man ja in der Zeitung von Saugern, die beim Saugen stinken. Ich will da gar nicht ins Details gehen, aber das Problem scheint derart häufig und belastend zu sein, dass es mir auch schon im persönlichen Gespärch angetragen wurde. Mein Rat war stets, einfach mal den Staubbeutel auszutauschen. Dass man den Staubbeutel austauschen kann, dass wusste ich schon länger, aber ich wusste nicht, dass so ein Ding schon nach wenigen Jahren total voll ist! Wohl wusste ich aber, dass die Saugleistung meines Saugers immer mehr zu wünschen übrig ließ. Allerdings brachte ich das erst nach ein paar Wochen mit dem Füllstand des sich in Benutzung befindlichen Staubbeutels in Verbindung. Ich lernte aber, wie schwer Staub sein kann, wenn man davon nur genügend in einen Beutel tut und ich lerne, dass es durchaus da einen Zusammenhang gibt, also zwischen der Saugleitung und der Füllstand des Beutels.
Ich hievte den Beutel aus der Verankerung und warf in achtungslos in den Müll.
Früher waren wir sehr arm, da wurden Staubbeutel nicht weggeworfen! Sie wurden geleert und wiederverwendet. Dabei konnte man dann auch gleich die ganzen aufgesaugten Legoteile aus dem Staub sammeln. Vielleicht gab es früher auch einfach noch keine Einwegbeutel. Da bin ich mir nicht so sicher.
Was ich eigentlich erzählen wollte, ist, dass ich mir an diesem Wochenende zum ersten Mal den Inhalt der Tüte, in der unter anderem auch die Staubbeutel sind, genauer angeschaut habe. Ich war begeistert! Ich besitze die volle Flöte erhältlicher Vorwerk Staubsaugerzubehöre (mal abgesehen von dem Teppichschamponieraufsatz): Die Softdüse, die Variodüse, den Polsterreiniger, den Verlängerungsschlauch, den komischen grünen Plastikschnabel, den man in der Mitte knicken kann und das Ding, dass sich selbst an die Wand saugt und den Bohrstaub aufsaugt.
Meine Fresse! Ich bin der König von Koboldistan! Das hätte ich mal vorher wissen müssen! Dann hätte ich die ganzen Spinnenweben schon vorher mal gescheit entsorgt und die Krümel schon vor längerer Zeit aus der Sofaritze gesaugt.
Naja, besser spät als nie. Zum Glück hatte ich mal eine Reportage über einen Vorwerk Vertreter gesehen und war deshalb mit der Bedienung der unterschiedlichen Aufsätze vertraut.
Ja, das wollte ich eigentlich nur sagen.

Posted by banana at 08:24 EM | Comments (16)
Juli 18, 2005
Das ist ein guter Zug von der Bahn

Ich besitze einen richtig guten Staubsauger. Wenn man eine Waschmaschine kauft, dann sagt man "Ich möchte ein Markengerät" und dann schaut einen der Verkäufer an, mit diesem fraternisierenden Blick und sagt "Wenn sie 'Markengerät' sagen, dann könnten sie auch gleich 'Miele' sagen". Dann fühl man sich ertappt, achtet darauf, nicht rot zu werden, weil es eine unangenehme Sache ist, wenn man vor einem Waschmaschinenverkäufer rot wird und grinst stattdessen dämlich. Man möchte nicht dämlich grinsen, aber das Grinsen stellt sich automatisch ein, wenn man damit beschäftigt ist, nicht rot zu werden. Gedanken schießen durch den Kopf: Miele, Emaille, Geld, Umzug. Bei dem Wort Umzug bleiben die Gedanken dann kleben und man sieht den Klugscheisser wieder vor sich, der beim letzten Umzug über Miele Waschmaschinen schwadroniert hat. Miele Waschmaschinen, so hatte er gesagt, seien die Waschmaschinen, die am unangenehmsten bei Umzügen wären, weil sie mehr Betongewichte an Bord hätten, als alle anderen Waschmaschinen. Man hatte das zur Kenntnis genommen und weil man die Aussage nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen konnte, hatte man dieses Wissen übernommen. In normalen Haushalten geibt es nunmal nur eine Waschmaschine, also war bei dem Unzug kein Vergleichsgerät zugegen, dass man gegen das Miele Produkt hätte aufwiegen können, denn auch der schmutzigste Haushalt brauch nur eine Waschmaschine. Ziehen zwei Haushalte - oder besser, zwei ehemalige Singles - zusammen, dann verkauft man eine der beiden Waschmaschinen. Meist ist es dann so, dass dem Markengerät der Vorzug gegeben wird. Schließlich plant man nicht, in der nächsten Zeit umzuziehen. Viele Leute, die sich Singles nennen, besitzen Miele Waschmaschinen, denn der Besitz einer Miele Waschmaschine ist ungefähr genau so spießig, wie sich selbst Single zu nennen.
Das Versetzen der Waschmaschine ist die Königsdiszibplin beim Umziehen. Eine Waschmaschine vereinigt alle Eingenschaften in sich, die man beim Unziehen nicht schätzt. Sie ist schwer, scharfkantig, beherbergt versteckte Wasserreserven und steht im Keller. Waschmaschinen haben zum Beispiel das wichtige Männerwort "Vier Mann, vier Ecken" geprägt. Keine andere Maschine kann das von sich behaupten!
Alle diese Gedanken schossen mir durch den Kopf, als ich bei der Benutzung des Wortes "Markengerät" ertappt wurde und sogleich synapsten mir meine Gehirnkumbungen entgegen, dass ich keine Miele Waschmaschine haben wollte.
Ich kaufte mir dann eine von AEG. Die ist auch gut und sie verträgit sich hervorragend mit meinem Weichspüler, der nach Pfirsich durftet.
Mein Staubsauger ist von Vorwerk. Und er hat sehr viel Zubehör. Das habe ich am Wocheende gemerkt. Davon wollte ich eigentlich schreiben, aber es ist mir mal wieder etwas dazwischengekommen.

Posted by banana at 10:53 FM | Comments (7)
Juli 14, 2005
Nur ganz kurz...

Ja! Ja! Ja! Mühsam ist der Weg zum Ruhm, aber wer durchhält, wer sich nicht beirren lässt, der wird irgendwann die Früchte seiner Arbeit ernten können.
Die §§a href="http://www.spackonauten.org/adoe/index.html">Allee der Ölsardinen§§/a> ist auf dem Vormarsch! Auch die Leute bei §§a href="http://kabeleins.de/info/al/themen_a-z/index.php?22021">Kabeleins.de§§/a> haben das gemerkt. Jetzt ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zur Weltherrschaft.

Posted by banana at 11:18 EM | Comments (8)
Juli 13, 2005
Bereit für die nächste Runde?

Ich verstehe nicht, warum das Fischbrötchen am Morgen so einen schlechten Ruf hat.
Leider ist es mir im Moment nicht möglich, dieser schönen Tradition nachzugehen, denn in dem Bürogebäude, in dem ich arbeite, da werden keine Fischbrötchen angeboten. Ich vermisse das kräftige rote Fleisch auf dem ölig durchtränkten Brötchen mit dem Blatt Salat am Morgen.
Damals, als ich noch studierte, da gönnte ich mir regelmäßig nach meinem sieben Kilometer langen Marsch zur Schule so eine Fischstulle. Das war immer ein Fest! Der kräftige Geschmack packte mich am Schlafittchen und stellte mich auf die Beine. Meine müden Backen mahlten das pappige Brötchen zu einem nahrhaften Brei. Der im Fisch enthaltene Farbstoff färbte meine Haut braun, so dass ich so kraftvoll und gesund über den Campus stolzieren konnte, wie ein Hai, der gerade eine leckere Robbe fängt.
In der Mensa hatte jemand verstanden, was Studenten brauchen, die eine Nacht im Dschungel des Studentenwohnheims durchtaumelt haben und die letzte Liane verpasst haben. Ich fühlte mich verstanden. Schon als ich die Mensa betrat, sah ich die kräfitg orangen Rundstücke. Um die Wette leuchteten sie mir entgegen. Sie reckten sich und streckten sich in meine Richtung, in verzweifeltem Wettbewerb darum, wer denn heute von meinen Plomben zermalmt werden dürfte.
Ja, in der Mensa hatte jemand verstanden. Meine Komilitonen hatten nicht verstanden. Sie konnten nicht verstehen, wie man schon am Morgen dem gefärbten Fisch in gebackenem Weissmehl frönen konnte. Viele verstanden nicht einmal, wie man überhaupt, egal zu welcher Tageszeit, dem gefärbten Fisch frönen könnte. Aber ich sagte "Ach, halt doch die Fresse, du Arsch.", trat ihnen die Zähne ein oder benahm mich sonst irgendwie daneben.
Dabei muss ich zu hinzufügen, dass es sich um wirklich gute Fischbrötchen handelte, bedenkt man doch, dass sie gute 500 Kilometer von der Küste feilgeboten wurden. Die Fischmenge war genau richtig. Auch die Öligkeit war hervorragend. Die Fischmenge war genug, dass der Fischgeschmack schön über das Brötchen und den Salat dominierte und die Ölmenge war genau so dosiert, dass die gereichte Serviette zwar dringend nötig war, jedoch - vorrausgesetzt das Brötchen wird von einem einigermaßen erfahrenen Fischbrötchenesser konsumiert - gelangte nicht ein einziges Tröpfchen des gelben Trans auf den Boden.
Das beste Fischbrötchen meines Lebens aß ich 1984 in Cuxhaven, das zweitbeste 1987 an den Landebrücken und das drittbeste war irgendwo an der Nordsee. Aber Platz vier bis Platz 214 belegen schon die Fischbrötchen aus der Mensa. Allerdings bin ich nicht mehr in der Lage, die einzelnen Platzierungen exakt anzugeben.
Ich denke, in der Mensa hat sich eine Skandinavierin eingeschleust. Die wissen den Fisch zum Frühstück nämlich auch zu schätzen. Das beweist mal wieder, dass ich eigentlich die Reinkarnation von Leif Eriksson bin. Auch er soll ein gutes Fischbrötchen zum Frühstück geschätzt haben. Zumindest zu Anfang der Reisen.

Posted by banana at 09:40 EM | Comments (16)
Juli 11, 2005
Todesengel

Mein Sonntagabend ist streng reglementiert. Um 18:4050 schalte ich die Lindenstrasse ein, nach der Lindenstraße gehe ich kurz an die frische Luft, um 19:45 lege ich mich in die Badewanne, um um 20:15 frisch gewaschen und sorgfältig abgetrocknet auf der Kommdocouch zu sitzen und mir den Tatort anzuschauen. Ich empfinde es schon nahezu als persönliche Beleidigung, wenn statt des Tatorts ein Polizeiruf 110 gesendet wird, denn Polizeiruf 110 mag ich nicht. Ich will sonntags meinen Tatort sehen!
Gestern gab es wieder einen Tatort und natürlich fand ich mich pünktlich um 20:15 sauber abfrottiert vor dem Fernseher ein, aber was dann folgte, das wollte mir gar nicht gefallen.
Ein jugendlicher wird in seiner Ausbildungsstätte nur drangsaliert. Das frustriert ihn natürlich sehr. Er frisst seinen Frust aber in sich hinein und redet nicht mit seinen Eltern darüber. Darüber hinaus hat er auch noch Internet und im Internet kann er eine Webcam bedienen. Über diese Webcam findet er heraus, dass sein Vater eine Affaire mit einer Angstellten aus seinem Schießstand hat. Da ist der Vater natürlich unten durch. Mit der Mutter hat er auch irgendein Problem, aber das kam nicht so richtig rüber. Ich glaube, die Eltern hatten sich mal gezankt auseinandergelebt.
Der Junge braucht ein Ventil, um seinen ganzen Frust loszuwerden. Zu diesem Geheiss spielt er gewalttätige Spiele auf seiner Spielkonsole. In den Spielen rennt man durch Gänge und Parkhäuser und ballert Menschen ab. Der Junge ist durch die Spiele komplett abgestumpft und kann nicht mehr zwischen Spiel und Realität unterscheiden. Deswegen klaut der Junge ein Scharfschützengewehr aus dem Schießstand seines Vaters, legt sich auf diverse Häuser und schießt willkürlich auf vorbei kommende Autos. Bei seinem letzten Attentat kommen zwei Menschen ums Leben.
Am Ende spitzt sich die Lage zu: Die Kommissarin (rauhe Schale, rauher Kern) kommt dem Jungen auf die Schliche! Er hält sich auf dem Dach des Stahlwerkes auf, in dem er ausgebildet wird. Mit einem Megaphon redet die Kommissarin dem Jungen ins Gewissen: Das sei kein Computerspiel, die Menschen seien wirklich tot, man müsse die Konsequenzen für sein Handeln übernehmen und so weiter. Plötzlich tauchen auch noch der Vater und die Mutter des Knaben auf! Auch sie haben ein Megaphon. Die Kommissarin ist total sauer, weil sie eigentlich verboten hatte, dass sich jemand dem Jungen entgegenstellt. Nur sie sollte das machen! Da taucht aber noch eine dritte Gruppe auf. Auch sie haben ein Megaphon (der Typ an der Megaphonausgabe musste den stressigsten Tag seines Leben gehabt haben). Es ist die Geliebte des Vaters und noch einer. Auch die Geliebte redet auf den Jungen ein.
Der Junge ist jetzt total verwirrt! Wahrscheinlich, weil so viele Megaphone nicht ein seinem Spiel vorgekommen sind. Er weiss gar nicht, wen er zuerst erschießen soll, entscheidet sich schließlich aber doch für die Geliebte seines Vaters.
Das SEK, das sich in der Zwischenzeit von hinten angeschlichen hat, kann den Jungen nicht kampfunfähig machen, weil er sich direkt vor einigen Behältern mit explosiven Chemikalien befindet.
Die zwei verbliebenen Megaphongruppen reden weiter auf den Jungen ein, der Vater bittet ihn zum Beispiel ihn doch zu erschiessen, schliesslich sei er an allem Schuld und schliesslich habe er dem Jungen auch gezeigt, wie man sowas macht: Einatmen, ausatmen, Luft anhalten, abdrücken.
Der Junge ist immernoch total überfordert und schießt einfach selbst auf die Behälter mit den explosiven Chemikalien. Da heisst es für ihn dann Game Over.
Jetzt wissen wir es also: Gewalttätige Computerspiele sind dafür verantwortlich, wenn Jugendliche andere Menschen erschießen. Ich habe lange nicht mehr so eine oberflächliche und theatralische Auseinandersetzung mit dem Thema gesehen. Da hätte ich mir doch lieber einen Polizeiruf angeschaut.
Dabei hatte der Film auch seine lustigen Stellen: Das dargestellte Computerspiel bestand aus real gefilmten Szenen, auf die noch ein paar Computerspiel-Elemente gebügelt wurden. Ganz großes Kino! Der Junge kann zwar aus mehreren hundert Meter Entfernung den Fahrer eines fahrenden Autos in den Kopf treffen, aber wenn er die Kommissarin oder die Geliebte erschießen will, dann schießt er meterweit daneben. Das müssen die vielen Megaphone gewesen sein.
Auch lustig war, dass die Tochter der Kommissarin eine High-Tech Spielkonsole zu Hause hat und zwar die gleiche, die auch der Scharfschütze hatte, aber die Tochter fand sie so langweilig, dass sie sie schon eingemottet hatte.
Und die Adresse der Webcam hätte ich auch gerne! Geile Auflösung und geile Bildrate!
Das war eindeutig kein Event der Kategorie Geilo.
Eigentlich wirklich traurig.

Posted by banana at 06:57 EM | Comments (13)
Juli 10, 2005
Out in the west Texas town of El Paso

Das Wichtigste für den Herrn Heidfeld war heute, dass er heute Abend noch zu seiner Familie nach Hause kommen könnte. So ist er dann auch gefahren.
Kleine Fehler können ja immer passieren. Also, wenn in der Bäckerei das "Brot des Monat's" mit Kreidestrichen auf einer Tafel angeboten wird, dann ist das wahrscheinlich auf die orthografischen Kenntnisse eines Angestellten der Bäckerei zurückzuführen und kann mit einem Schwamm und einem Stück Kreide verbessert werden. Es ist ja auch nicht mit viel Aufwand verbunden, sowas auf eine Tafel zu schreiben und schnell gemacht ist es ausserdem.
Aber wie ist das denn passiert, dass da "Peppos's Imbis" auf dem Schild steht? Das Schild ist nicht mal eben mit Kreide auf eine Tafel geschrieben worden. Das Schild muss jemand gemacht haben, der sowas öfter macht. Wahrscheinlich sogar ein professioneller Schildermacher.
Jetzt wäre es natürlich einfach, mit dem Finger auf den Schildermacher zu zeigen und zu sagen "Der hat keine Ahnung von Rechtschreibung", denn wenn jemand, der keine Ahnung von Rechtschreibung hat, Schildermacher werden würde, dann würden Vegetarier auch Metzger werden.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Schildermacher ziemlich leiden, wenn sie solche Schilder machen müssen. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass die Schildermacher die Kunden darauf aufmerksam machen, dass das, was sie auf ihrem Schild stehen haben wollen, nicht ganz richtig ist. Zumindest haben sie das sicher zu Beginn ihrer Karriere als Schildermacher getan. Weiterhin bin ich mir auch sicher, dass die Kunden der Schildermacher die Hinweise dankend angehört haben, aber dann doch darauf gedrängt haben, ihre Version beizubehalten, weil sie peppiger, moderner oder was auch immer ist.
Sicherlich haben die Schildermacher dann ein verdutztes Gesicht gemacht, innerlich mit dem Kopf geschüttelt und gehofft, dass niemand denkt, dass sie für den Müll verantwortlich sind. Zähneknirschend wurden dann die falschen Schilder angefertigt und dem stolzen Kunden übergeben.
Vielleicht haben es die Schildermacher noch ein paar mal versucht, weitere Kunden davon zu überzeugen, dass man das eine oder das andere doch weniger peppig, aber dafür mehr richtig schreiben könnte, aber wieder haben die Kunden auf ihrer Version bestanden.
Irgendwann haben die Schildermacher dann aufgehört, den Kunden zu sagen, dass das, was sie da abliefern sie vor einer Menge Leuten lächerlich macht, weil sie gelernt hatten, dass das nichts bringt.
Jetzt habt ihr wieder was gelernt.
Bekanntlich gibt es einen neuen Trend weg von den Apostrophen, hin zu Anführungszeichen. Der Zwiebelfisch hat auch schon darüber geschrieben. Das Gebäude, in dem ich arbeite, ist bei diesen Trend ganz vorne mit dabei. Auf dem Schild vor der Einfahrt des Parkhauses steht der Name des Gebäudes und darunter steht "Parken nur für Mieter". Ja, in Anführungszeichen.

Posted by banana at 09:05 EM | Comments (1)
Juli 07, 2005
Keine O-Schiffchen!

Widersteh ihnen! Wiedersteh den Olivenschiffchen! Du brauchst sie nicht. Du brauchst sie genauso wenig, wie den Milchschäumer, den du gekauft hast, genau so wenig, wie die Kugelauflage für den Fahrersitz oder die lustigen Katzengesichter, die man auf die Seitenscheiben des Autos napft, damit die Brut in der prallen Sonne nicht zu Dörrobst welkt.
Es mag dir im Augenblick vielleicht so vorkommen, als sei ein Leben ohne Olivenschiffchen nicht lebenswert, aber das ist nicht so. Das ist nur der Zwang, den die Gesellschaft anderen Leute auf dich ausüben. Und es ist der Zwang, den die Konsumgesellschaft auf dich ausübt. Kaufe sie nicht, die Olivenschiffchen. Du schiffst da vielleicht drei mal Oliven rein und dann nehmen sie dir Platz weg im Schrank. Wenn du nach der Scheidung aus dem gemeinsamen Haus ausziehst, dann ist es nur wieder mehr Zeug zum schleppen und auf ebay erzielst du damit auch keinen befriedigenden Preis.
Ach so, dir ist nur langweilig. Du sitzt auf dem Sofa, die Beine angewinkelt und blätterst durch diverse Kataloge und da fährt sie dir entgegen, die Flotte der Olivenschiffchen und du denkst bei dir "Ja! Letztens, als der Mike und die Vanni da waren, da wusste ich nicht, wo hin mit den Oliven. Ich esse das Zeug ja nicht, aber immer nur Kartoffelchips, das wird ja langweilig auf die Dauer" und zack! Da ist der Wunsch, das brennende Verlangen, Olivenschiffchen zu kaufen.
Menschen machen viele Dinge aus Langeweile. Dann haben sie Zeit darüber nachzudenken, was die anderen Leute denn von ihnen denken und dann nisten sich solche Gedanken in den Köpfen ein, wie zum Besispiel das Verlangen nach Olivenschiffchen. Viele Menschen wissen nichts mit sich anzufangen. Dann werden Weinseminare gebucht, denn das ist eine gute Sache. Man langweilt sich zwar auch auf den Weinseminaren und das Geschwafel, mit denen die affektierten Typen die Aromen des Weines beschreiben, dass kann man auch nur besoffen ertragen, aber das Problem löst sich ja im Laufe des Abends zwangläufig. Und hinterher kann man schön damit angeben, dass man auf einem Weinseminar gewesen ist. Das ist doch was. Das hilft zwar auch nicht gegen die Langeweile, genau so wenig, wie das die Olivenschiffchen tun, aber dann kommt man vielleicht in Kontakt mit anderen Leuten, in deren Gegenwart man sich auch gut langweilen kann.
Was macht ein Mensch, der nichts mit sich anzufangen weiss? Er sucht nach jemandem, der ihm sagt, was er zu tun hat. Das gibt ein gutes Gefühl, man kann sagen, wer eigentlich schuldig ist, wenn man Scheisse gebaut hat und man kann jemanden hassen, wenn es einem schlecht geht. Denn es ist gut, wenn es einem schlecht geht, denn wenn es einem gut geht, dann bekommt man sofort ein schlechtes Gewissen. Und wenn man ein bisschen jammern und schimpfen kann und daran nicht schuld ist, dann ist das besser, als wenn man ein schlechtes Gewissen hat. So einfach ist das. Richtig zufrieden ist man nur dann, wenn man in der Runde derjenige ist, dem es am schlechtesten geht.
Also: Wenn ihr euch Olivenschiffchen kauft, dann geht die Langeweile auch nicht weg und besser geht es euch dann auch nur ganz kurz.

Posted by banana at 09:09 EM | Comments (10)
Juli 06, 2005
Something's Jumpin' in Your Shirt

Natürlich lehne ich das ab, das mit dem Geburtstagefeiern. Das ist doch komplett blöd! Das ist doch rein willkürlich! Man misst das Alter in Jahren und wenn wieder ein Jahr seit dem Tag vergangen ist, an dem man geboren worden ist, dann wird der Geburtstag gefeiert. Dann kriegt man einen Kuchen, in den man Kerzen gesteckt hat und dann muss man das Auspusten und wenn man nicht alle Kerzen in einem Zug auspustet, dann bringt das Unglück.
Hallo? Geht's noch? Seid ihr noch bei Trost, ihr Ginterplonter? Dann bringt das Unglück. Definiere mir doch mal bitte "Unglück". Ha. Schon seid ihr am Ende mit eurem Geburtstagsscheiss.
Das ist doch der gleiche Mist, wie wenn man sagt, dass es schlechtes Wetter gibt, weil jemand den Teller nicht leergegessen hat.
Das Wetter ist ja nicht etwas, was sich nach leergegessenen Tellern richtet. Wie soll das denn überhaupt gehen? Wie ist denn bitte die Formel, nach der sich das Wetter dann entscheidet?
boolean goodWeather=true;
int numNotEmptyPlates=getNotEmptyPlates();
if (numNotEmptyPlates>0) {
goodWeather=false;
}
So ein Schwachsinn. Dann wäre ja ein einzelner Mensch, bei dem vielleicht die Augen größer waren, als der Bauch, für das schlechte Wetter von allen verantwortlich. Einer isst immer nicht auf. Folglich müssten wir ja immer schlechtes Wetter haben. Oder ist das vielleicht irgendwie regional beschränkt? Egal, denn es ist Schwachsinn, Schwachsinn, Schwachsinn, neun mal Schwachsinn!!! Als ob das Wetter entscheiden könnte, wie es werden soll. Das hängt doch eher von meteorologischen Einflüssen ab, wenn ihr mich fragt! Kein Meteorologe der Welt würde solche Sachen sagen, wie "Der kleine Lukas hat seinen Teller nicht leergegessen, deswegen gibt es morgen leider Regen, Regen, Regen!". Ist doch total lächerlich!
Und die Geburtstage lehne ich immernoch ab. Das Jahr ist doch eine vom Menschen willkürlich festgelegte Einheit! Und dazu noch voll die Wischiwaschieinheit! Mal hat es 365 Tage, mal nur 364. Grade so, wie es passt und wenn wir bald eine neue Bundesregierung haben, dann hat es bestimmt bald 364 Tage. Die wollen ja alles zusammenstreichen.
Ich lehne das aber ab! Ich möchte nicht nach einer willkurlich festgelegten Einheit bewertet werden. Ich möchte mir nicht von einer willkürlich festgelegten Einheit vorschreiben lassen, wann ich zu feiern habe! Ich lasse mich doch nicht in meiner Freiheit beschneiden! Nein, nein und neun mal nein! Ich mache mir meine eigene Einheit! Das ist für mich überhaupt kein Problem. Ich denke mir einfach selbst was aus, in meinem Kopf. Ich nenne die Einheit einfach Sejtak! Genau Sejtak! Ein Sejtak dauert 1000 Tage. Das kann man sich auch viel einfacher merken, als diese scheisse mit den 364 bzw. (wenn den Herren "da oben" mal passt), dann 365 Tage. Dann wären wir nämlich endlich mal konsequent beim metrischen System.
Und den Dreck mit dem Monaten (mal 31, mal 30, mal 28 Tage, grade, wie es denn Herr "da oben" gefällt), mit den 24 Studen, 60 Minuten, 60 Sekunden und so, das werde ich auch noch reformieren. Aber dazu habe ich im Moment keine Zeit, weil ich mich um andere wichtige Projekte kümmern muss.

Posted by banana at 07:46 EM | Comments (11)
Juli 04, 2005
Live aus Göteborg

Podcasts sind der letzte Renner!
Und ich verschlafe keinen Trend! Auch nicht, wenn er §§a href="http://www.spackonauten.org/music/weisch_und_kuschelisch.mp3">ganz weich und kuschelig ist§§/a>.
Live aus dem Hotelzimmer in Göteborg.
Viel Spaß!

Posted by banana at 09:30 EM | Comments (24)
Juli 03, 2005
Männer mit Brüsten (19 mal gesucht)

Jetzt bin ich aber etwas überrascht. Ich wollte etwas über das blödeste Insekt der Welt schreiben. Meine Mutter nannte die Fiecher immer "Windjungfern". Jetzt wollte ich mich etwas über die Windjungfern informieren und gab den Begriff bei Google ein. Was passierte? Kein einziger Treffer. Damit dürfte "Windjungfer" eines der wenigen Worte sein, zu denen nichts bei Google zu finden ist. Das wird sich demnächst aber ändern. Die Allee der Spackonauten wird also demnächst nicht nur bei dem Wort "Ölsardinen" als erste bei Google auftauchen, sondern auch bei dem Wort "Windjungfer".
Und damit die Leute, die nach "Windjungfer" gesucht haben, nicht enttäuscht werden (wie zum Beispiel die 44 Leute, die hier gelandet sind, weil sie nach "sex mit pferden" gesucht haben, will ich auch schreiben, um was es sich bei den Fiechern wirklich handelt: Es sind nämlich §§a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schnaken">Schnacken§§/a>, wenn ich mich nicht irre. Wikipedia ist wirklich super!
Ja, ich weiss, dass in Teilen Deutschlands auch die Stechmücken Schnaken genannt werden, aber ich meine die echten Schnaken.
Die Tiere sehen aus, wie große Stechmücken. Sie haben zwei Flügel, einen langen, schlanken Körper und sechs lange Beine. Grade die Beine sind es, die die Fiecher so blöd machen. Ich wundere mich wirklich, wie man sich in der Evolution behaupten kann, wenn man über Beine verfügt, die schon abfallen, wenn man sie nur anschaut. Gestern habe ich mal wieder eines dieser Tiere umgebracht, indem ich eine Zeitschrift auf es fallen ließ. Tier tot, Beine ab. Die Beine scheinen regelrecht über Sollbruchstellen zu verfügen, damit sie noch besser abgehen können. Ich frage mich wirklich, wie sich so ein Tier entwickeln konnte. Zum Glück bin ich nicht dafür verantwortlich.
Dann habe ich noch etwas Interessantes erfahren: Im italienischen Freizeitpark Mirabilandia stehen zwei Freifalltürme (ja, ich weiss, es sind eigentlich nicht zwei Freifalltürme, aber das ist jetzt mal nicht so wichtig). Zuerst hießen die Türme "Twin Towers". Nach dem 11.9.2001 benannte man die Türme dann um und zwar in "Discovery" und "Columbia". Nachdem die Columbia dann abgestürzt ist, hat man die Türme aber nicht nocheinmal umbenannt. Wahrscheinlich wollte man den Teufel nicht an die Wand malen.

Posted by banana at 08:47 EM | Comments (7)
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