Juni 29, 2005
4:3!

Gestern, während ich keuchend auf dem Laufband schwitzte, schaute ich mir im Fernsehen die Vorschau auf die Sendung mit Frau Connor und ihrem Tänzer an. Schon nach der Vorschau war mir klar, dass man sich das nicht anzusehen braucht.
Langweiliger Alltag mit einer Frau, der ich im wahren Leben bestimmt aus dem Weg gehen würde und die nicht mehr zu bieten hat, als dass sie mit einer guten Singstimme ausgestattet ist. Irgendwie langweilt das ganz schrecklich und ich frage mich, wann die Zeit vorbei ist, in der uns das Fernsehen mit zu vielen Details von Nichtskönnern versorgt. Das ist mittlerweile nämlich ziemlich langweilig.
Ich meine, Ozzi und seine Familie, die sind wenigstens wirklich wahnsinnig und reich und deshalb sehr unterhaltsam, aber Frau Connor ist einfach durchschnittlich, vielleicht auch ein bisschen drunter.
Mehr habe ich heute nicht zu sagen.

Nachtrag: Neue Farben. Das Farbschema heisst "Lime Intrusion Digital" und ist von mir in jahrelanger Kleinarbeit entwickelt und getestet worden.
Ausserdem ist heute ein trauriger Tag, denn am Wochenende schließt §§a href="http://www.rcdb.com/id818.htm">Bullet§§/a> im §§a href="http://www.flamingoland.co.uk/">Flamingo Land§§/a> in England. Ich bin diese Schwarzkopfbahn noch nicht gefahren und im Moment sieht es nicht so aus, als ob ich das jemals könnte. Mistikack.

Posted by banana at 08:18 EM | Comments (35)
Juni 28, 2005
It's called shotgun and beer

Ich muss da einfach dauernd hinschauen. Ich hab ja auch nichts besseres zu tun, weil ich im Stau stehe. Wie jeden Morgen.
Die Frau sitzt am Steuer des Wagens hinter mir. Das Gesicht sieht aus, wie ein Gesicht das man im Fernsehen nicht sieht. In den Ohren stecken zwei Kopfhörer. Der Gesichtsausdruck verrät, dass die Frau über einen Gesichtsausdruck verfügt, der nicht viel verrät. Ab und zu, bewegt sich der Mund. Sie scheint etwas zu sagen. Aber auch, wenn sie etwas sagt, weicht das Gesicht keinen Jota von der Ausdruckslosigkeit ab.
Ich frage mich, was die Frau da wohl macht. Natürlich kommen mir zuerst meine üblichen Quatscherklärungen, wie "die Frau übt die Aufführung einer Sprechmotette" oder "die Frau nimmt an einem virtuellen Pokerspiel teil" aber klar ist eigentlich, dass sie telefoniert (dass sie am telefonieren ist).
Mir sind Leute suspekt, die so viel telefonieren, dass sie sogar im Auto ständig erreichbar sein müssen. Sie montieren sich die Headsets and den Schädel und popeln sich die Ohrhörer in den Gehörgang, denn es könnte ja sein, dass in den zwanzig Minuten auf dem Weg zur Arbeit jemand anruft und das könnte ja wichtig sein und keinen Aufschub dulden! Da lohnt sich dann die Investition in die Freisprechanlage und da lohnt es sich auch, vor jeder Fahrt das Geschirr anzulegen.
Die Dame hinter mir sah beim Telefonieren aber eher gelangweilt aus. Sie sah aber nicht so aus, als würde sie geschäftlich telefonieren. Ein geschäftliches Telefonat, das muss laut geführt werden, das muss in Englisch geführt werden, da muss erregt mit den Armen gewedelt und mit dem Oberkörper vor und zurück gewippt werden. Ausserdem ist ein geschäftliches Telefonat mit dem Mobiltelefon vorzugsweise da geführt werden, wo möglichst viele Leute mitbekommen, dass man ein wichiges Telefonat führt und es muss möglichst dann geführt werden, wenn die anderen Leute nicht arbeiten, damit möglichst viele Leute mitbekommen, dass man noch arbeiten muss, während die anderen ihre kostbare Lebenszeit mit Nichtstun vertendeln. Dabei fällt mir auf, dass das Problem des wichtigen geschäftlichen Telefonats im Auto noch nicht gelöst ist, denn der Schall dringt in der Regel nicht nach aussen. Besonders in den Wintermonaten kann das zum Problem werden, denn das Cabrio bleibt geschlossen und die Fenster nach oben gekurbelt gefensterhebert. Da hilft dann nur der intensivere Einsatz von Gestik und Mimik. Vielleicht kommen da die Zulieferer mal mit Aussenlautsprechersystemen auf den Markt. Man könnte dann auch CDs mit wichtigen geschäftlichen Gesprächen drauf produzieren. Dann könnte man wichtige geschäftliche Telefonate führen, jeder würde es mitbekommen und man muss sich nichtmal Inhalte ausdenken.
Aber ich schweife ab.
Die Frau hinter mir schien absolut gelangweilt, öffnete nur zwei, drei Mal in der Minute den Mund, um eine kurze Antwort herauszurollen und blickte ansonsten dumpf auf dem Stau herum. Ich fragte mich, mit wem sie wohl telefonierte? Vielleicht mit ihrem Mann, der auch grade im Stau stand? Oder mit der besten Freundin, die vielleicht grade - ebenfalls mit Geschirr ausgestattet - das Baby (Maurice) versorgte? Vielleicht organisierte sie auch grade die Beerdigung ihrer Mutter. In dem Fall nehme ich meine Boshaftigkeiten zurück.

Posted by banana at 07:48 EM | Comments (21)
Juni 27, 2005
Dub-didooo dip dip dub-didooo

Heute: Ratequiz in der Allee!
Welches Sprichwort wird hier bildlich dargestellt:

probieren
studieren

Ich glaube, das war gar nicht so schwer. Zu gewinnen gibt es wiedermal nichts, aber geben ist ja auch seeliger, als nehmen.
In meinem Kopf schleudert noch diese merkwürdige ARD Samstagabendschau (ich glaube Deutschlands Größte Hits oder so ähnlich) hin und her und ich weiss nicht, was ich damit anfangen soll.
Ich habe mir auf jeden Fall einen fiesen Ohrwurm eingefangen, nämlich "Gute Nacht Freunde" von Inga und Wolf. Den haben Inga und Wolf nämlich am Samstag Abend höchstselbst vorgetragen. Vorher gab es noch "Im Wagen vor mir fährt ein junges Mädchen" von Henry Valentino und Uschi und irgendwas von Cindy und Bert. Ja, so eine Sendung war das. Ich weiss auch nicht, warum ich mir sowas anschaue, aber wenn man schonmal GEZ bezahlt, dann will man ja auch was für sein Geld haben!
Irgendwie war ich immer der Meinung, dass "Gute Nacht, Freunde" von Reinhard May wäre und irgenwie habe ich das Gefühl, dass mir Inga und Wolf ein paar in die Fresse hauen würden, wenn ich ihnen das sagen würde. Manche Sachen hört man eben irgendwann einmal zuviel.
Dabei sehen Inga und Wolf nicht so als, als würden sie einem ein paar in die Fresse hauen. Sie sehen aber auch nicht so aus, als würden sie in einer Samstagabendschau auftreten. Sie sehen irgendwie viel zu normal aus, zu ernst, ein bißchen fehl am Platz. Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich noch nie auf einer Party war, auf der auch Inga und Wolf waren und solche Dinge, wie "Gute Nacht, Freunde" sagen. Dabei sah es so aus, als hätte Inga eindeutig die Hosen an. Wolf hat noch manchmal ein bisschen verschmitzt geschaut, aber nur ganz kurz, wahrscheinlich nur so lange, bis ihm eingefallen ist, was er später zu hören kriegt, wenn er verschmitzt schaut.
Was macht man, wenn man einen solchen Ohrwurm im Kopf hat? Keine Ahnung. Ich habe drüber nachgedacht, was man wohl machen würde, wenn man "Gute Nacht, Freunde 2005" auf den Markt bringen wollte. Das mit dem "was ich noch zu sagen hätte, dauert eine Zigarette und ein letztes Glas im steh'n", das geht dann natürlich nicht mehr, also das mit der Zigarette. Das wäre ja dann Verführung Minderjähriger zum Rauchen oder sowas, das müsste man dann schon umschreiben. Gerade auch in Hinblick auf den amerikanischen Markt. Naja, dann müsste man das ganze Ding die ganze Nummer sowieso übersetzen.
So dachte ich dann eine gewisse Zeit darüber nach, wie man diese bestimmte Stelle ändern könnte, mir fiel aber nichts wirklich Gutes ein. Nur "was ich noch zu sagen hätte, dauert eine Nikorette..." aber das wäre auch nicht besser, als Zigarette und vor allem wäre es natürlich blöde Werbung.
Warum gibt es eigentlich keine Werbung in Pop Songs, ausser für Ray Ban? Keine Ahnung. Ach, das ist alles so kompliziert.
Man könnte auch singen "Was ich hier noch weiter blubber, dauert einen Hubba Bubba..." aber das macht keinen Sinn und ist wieder blöde Werbung. Oder "Bis ich sage 'Alles Klärchen' nehm ich mir noch Gummibärchen..." das ist schon besser, aber auch nicht wirklich überzeugend. Oder "Die Zeit die ich noch mit euch sitz' mach ich kürzer mir mit Chips..." oder "Die Zeit wird mir gerad' noch langen, für ein Händchen voll Salzstangen" oder "Ja, ihr seid mich ja gleich los, ich ess nur noch etwas Obst...". Naja, ein sauberer Reim ist was anderes. "Ich bleib noch in eurer Mitte für die Dauer einer Schnitte..." nee, auch nicht. "Ich werd jetzt nach Hause hinken, nur noch eine Scheibe Schinken..." nee, albern. "Und weil ich so schrecklich breit bin, gibt's nur noch ne Wurst im Saitling". Nee. Saitling ist als Wort in der Musikbranche noch nicht akzeptiert. "Ich bleib bei dir, alter Schurke für die Dauer einer Gurke..." Die Dauer einer Gurke?! "Und obwohl es wirklich nett war, nehm ich nur noch ein Bruschetta...". Auch nicht wirklich. Außerdem müsste es ja wohl "eine Bruschetta" heissen, aber dann hauts mir das Versmaß um die Ohren. Ach ja, Goethe war gut, man, was konnt der reimen.
Ich denke mal, Inga und Wolf standen damals vor dem gleichen Problem und haben sich dann zähneknirschend für die Zigarette entschieden. Aber, das waren ja auch andere Zeiten, damals.

Posted by banana at 09:41 EM | Comments (25)
Juni 26, 2005
Das Wort Schulp gibt es wirklich!

Eigentlich mochte ich diese Käsebockwurst immer ganz gerne. Jetzt habe ich aber erfahren, dass sie aus der Gesichtshaut von pubertierenden Schweinen gemacht wird und dass das gar kein Käse ist. Und jetzt mag ich sie nicht mehr essen.
Erfolgte meine emotionale Entzweiung mit der Käsebockwurst er nach einiger Zeit, so stand bereits meine erste bewusste Begegnung mit Rosmarin unter keinem guten Stern. Das erste, an was ich mich erinnere, ist, dass eine der Nadeln in meinem Gaumen steckte. Bis jetzt habe ich das allerdings nie wieder hinbekommen.
Auch meine erste Begegnung mit Zucchini war alles andere als günstig. Beim ersten Zubeissen erwartete ich die feste Konsistenz von Schmotgurken, verspürte aber die netzartige Beriigkeit des Kürbisgewächses.
Ganz ähnlich war es mit der Kaltschale. Ich erwartete eine pikante Gemüsesuppe und war nachgerade verstört, als ich den ersten Löffel im Mund hatte. Zum einen war das Zeug kalt und zum anderen war es nicht pikant, sondern fruchtig und süß. Die fruchtige Süße nahm ich allerdings nicht als solche wahr, ich nahm lediglich wahr, dass mit der Gemüsesuppe etwas ganz und gar nicht in Ordnung war.
Inzwischen mag ich allerdings Rosmarin, Zucchinis und auch Kaltschale, auch wenn ich zugeben muss, dass der Weg der Freundschaft zwischen mir und den Zucchinis ein langer und steiniger war.
Aber man kann nunmal nicht raus aus seiner Haut. Das sieht man auch darin, dass es einem Menschen nicht in angemessener Weise möglich ist, sich in einen Tintenfisch zu versetzen. Das liegt schlicht und einfach daran, dass ein Tintenfisch komplett anders gebaut ist, als ein Mensch. Ich würde sogar sagen, dass Liste der Gemeinsamkeiten zwischen Mensch und Tintenfisch eine sehr kurze ist. Eigentlich besteht die Liste aus einem einzigen Eintrag: Zwei Augen.
Ein paar Beispiele dafür, dass der Mensch recht wenig Gemeinsamkeiten mit dem Tintenfisch hat: Der Mensch hat Haare auf dem Kopf unter den Armen und "da unten". Der Tintenfisch hat keine Haare. Der Mensch hat einen Mund, der Tintenfisch hat einen Schnabel. Der Mensch hat zwei Beine, der Tintenfisch hat null Beine. Dafür hat der Tintenfisch bei den Armen die Nase vorn (Mensch: zwei, Tintenfisch: acht). A propos Nase: Mensch: eins, Tintenfisch: null. An den Armen hat der Tintenfisch Saugnäpfe, der Mensch Leberflecke oder Stacheldraht- R.I.P. oder Mamatätowierungen. Der Mensch leistet sich den Luxus von Hals, Oberkörper, Bauch und Beckenbereich. Der Tintenfisch verzichtet darauf und hat die Arme direkt unten am Kopf befestigt (Kopffüsser). Als Krönung des ganzen hat so ein Tintenfisch noch nichteinmal Knochen. Ausserdem kann ein Mensch nur unter Zuhilfenahme technischer Geräte mit Tinte spritzen.
Das sollte jedem klar machen, dass es nicht möglich ist, sich in einen Tintenfisch hineinzuversetzen. Wer das nicht glaubt, der kann gerne mal versuchen, sich folgendes vorzustellen: Legt euren siebten Arm um einen Fisch und saugt ihn mit den Saugnäpfen fest.
Und? Geht nicht, gell? Habe ich doch gleich gesagt.

Posted by banana at 07:38 EM | Comments (1)
Juni 22, 2005
Japan vor, noch ein Tor!

Der Conderations Cups ist im Moment in aller Munde. Frankfurt hat sich darauf eingestellt, zum Beispiel dadurch, dass mitten im Berufsverkehr auf der A5 kleine Stadion-Schildchen auf die Wegweiser geschraubt wurden. Dabei geht allerdings eine andere, parallel in Frankfurt stattfindende Veranstaltung, leider etwas unter, nämlich die Weltmeisterschaft im Ausdauerbohren, die gerade in dem Bürogebäude durchgeführt wird, in dem ich arbeite.
Allerdings ist das kein großes Wunder, denn die Veranstaltung wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt, vielleicht auch, weil sie so lange dauert. Ein japanisches Sumo-Turnier ist ein Scheiss dagegen.
Heute hatte das polnische Black & Decker Werksteam seinen Auftritt. Vaclav Zawadski und Lech Tylicki bohrten heute in der Schlagbohrer Ausdauerklasse bis 8 Millimeter.
Ich glaube, morgen ist das Synchronbohren dran. Die Favoriten sind die berbayrischen Bosch Burschis mit Franz Huber und Xaver Schmidt. Beim Synchronbohren kommt es sowohl auf die Gleichzeitigkeit des Bohrens, als auch auf die gleichmäßigen Abstände der Bohrlöcher an. Das wird eine Mordsgaudi!
Wenn das noch weiter geht, dann haben wir bald einen deutschen Meister im Amoklaufen.

Posted by banana at 08:39 EM | Comments (12)
Juni 21, 2005
Oh, jetzt gewittert es.

So ist das mit den Menschen. Sie halten es auf die Dauer nicht alleine aus. Dann fühlen sie sich nicht wohl, dann fühlen sie sich einsam, dann fällt ihnen die Decke auf den Kopf. Dass die Gallier Angst davor hatten, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt, das kann ich ja noch verstehen, aber dass den Leuten die Decke auf den Kopf fällt, dass kann ich nicht verstehen.
Richtig merkwürdig wird der menschliche Zwang unter Seinesgleichen zu sein, wenn man sich anschaut, wie die Leute dann miteinander umgehen. Da wird rumgezickt, drangsaliert, gezankt, vorgeworfen und das sind nur einige Worte, die mit r, d, g und v anfangen.
Die Entscheidung, mit Artgenossen zusammen zu sein, ist also sicherlich keine rationale. Der moderne Mensch hat sich zum egoistischen Arschloch entwickelt, mit dem es keine Sau aushält, aber die Urinstinkte, die haben das offensichtlich noch nicht mitbekommen.
Über Beziehungen will ich hier mal gar nicht sprechen, weil es offensichtlich ist, dass es einem Großteil der Leute besser gehen würde, wenn sie ihre Beziehung an den Nagel hängen würden und fortan alleine durchs Leben schreiten würden. Und dabei meine ich nicht nur den finanziellen Aspekt.
Generell wäre es doch viel geiler, wenn die Leute einfach zu Hause bleiben würden. Nehmen wir zum Beispiel die vielen Vollidioten, die ziellos mit geöffnetten Autofenstern durch die Städte fahren, um uns davon zu überzeugen, dass es Meschen gibt, die keinen Musikgeschmack haben. Oder nehmen wir die Leute, die ins Kino gehen, wenn sie telefonieren wollen oder sich unterhalten wollen. Oder die vielen Säufer, die den Tag an der Trinkhalle beginnen und nachmittags um vier pissend und kotzend auf dem Heimweg ausklingen lassen.
Wenn diesen Leuten zu Hause nicht die Decke auf den Kopf fallen würde, dann wäre die Welt ein besserer Platz für dich und für mich.
Ich habe es sowieso nie verstanden, warum die Säufer sich immer an den belebtesten Plätzen treffen. Sie treffen sich am Bahnhof, auf den Plätzen der Stadt oder eben an der Trinkhalle. Die anregenden Gespräche können es nicht sein. Die billigen Bierpreise können es auch nicht sein. Vielleicht ist es das uralte "sehen und gesehen werden", aber das scheint mir auch eher unwahrscheinlich zu sein. Es ist bestimmt auch hier der Urinstinkt, dass der Mensch nicht alleine sein mag, dass ihm die Decke auf den Kopf fällt und dass man gerne in Gesellschaft ist.
Dieser Urinstinkt ist bescheuert und er sollte sich was schämen! Vielleicht ist der Mensch irgendwann mal so weit entwickelt, dass er merkt, wie schön es alleine zu Hause mit einem schönen Computer sein kann.

Posted by banana at 08:09 EM | Comments (17)
Juni 20, 2005
10 Punkte für Schumi!

Echte Kacke ist das, echte Kacke. Ich hatte das schon vergessen, aber jetzt bin ich wieder drauf gestoßen. Ich weiss auch nicht, wie das passieren konnte und zwar in doppelter Hinsicht. Ich weiss nicht, wann ich mir dieses kleine schwarze Ding unter den rechten Daumennagel gerissen habe und ich weiss nicht, wie ich es so lange vergessen konnte. Es ist aber da und es ist nicht zu übersehen. Zwei Millimeter fingerseits entfernt von der Linie, wo das Weiss des Nagels in das Rosa des Nagelbettes übergeht, befindet sich ein kleiner schwarzer Streifen. Ich schätze, da ist ein Fremdköper unter meinem Nagel. Das finde ich zum Kotzen. Ich bin nämlich, was meine Fingernägel angeht, durchaus etwas etepetete. Ich schneide sie regelmässig, säubere sie, entferne abgestorbene oder verhornte Haut und so weiter. Eine Weile polierte ich mir die Nägel auch, aber davon bin ich abgekommen, weil es einfach nicht männlich genug war. Meine Nagelverbohrtheit rührt mit Sicherheit daher, weil ich als Gitarre spielender Mensch schon früh dazu angehalten worden bin, die Nägel links durch fachmännisches Feilen kurz zu halten und die Nägel rechts länger wachsen zu lassen, trotzdem aber stets auf sachgerechte Pflege zu achten.
Und nun das. Und nun dieser schwarze Strich unter meinem rechten Daumennagel. Der stört, der macht ein ungutes Gefühl und ich weiss nicht, was ich dagegen machen kann. Blutvergiftungsgleich scheint der kleine Racker sogar in Richtung des Herzens zu wandern. Langsam zwar, aber stetig.
Ich habe schon versucht, ihn mir unter dem Nagel wegzuschaben. Das hat aber nicht funktioniert, schon damals nicht, als das Ding nur einen Milimeter von der weissen Sichel entfernt war. Nun, nachdem der Schiefer weiter gewandert ist, scheint der Ansatz, ihn wegzuschaben völlig hoffnungslos. Bliebe noch, den Nagel aufzubohren und den Reisser mit einer Pinzette zu entfernen, aber daran will ich lieber gar nicht denken, denn das scheint mir eine sehr schmerzhafte Lösung zu sein. Ich kannte mal einen, der hat sich oben in einen Fingernagel reingebohrt, weil darunter ein Bluterguss war und er hoffte, durch diese Art von Drainage den Verlust des Fingernagels umgehen zu können. Hat aber nichts genutzt.
Der Nagel verabschiedete sich trotzdem.
Was soll ich tun?
Ratlos,
bna

Posted by banana at 12:52 EM | Comments (30)
Juni 15, 2005
Hinter der Stirn folgt das Hirn

In meiner Jugend hatte ich noch Träume. Ganz oben auf der Traumliste stand ein Besuch in der Bahlsen Probierstube. Dicht darauf folgte der Wunsch, mit meiner Schulklasse Kandidat bei 1, 2 oder 3 zu sein. Weiter unten stand der Wunsch, mal in den fahrenden Kisten bei Lemmy und die Schmöker mitzufahren.
Alle drei Wünsche sind nicht in Erfüllung gegangen und wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, dann will ich das auch gar nicht mehr.
Damals hatte ich so einen spitzen Gedanken im Kopf, so einen Gedanken, der zwar da ist, der auf der Gedankenabschussrampe steht, aber den man nicht denken möchte, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Der Gedanke besagte, dass es diesen wunderbaren Ort, der sich Bahlsen Probierstube nannte, vielleicht gar nicht gäbe.
Heute bin ich mir fast sicher, dass es keine Bahlsen Probierstube gibt. So what? Ist mir doch egal! Ich will da ja auch gar nicht mehr hin.
Warum sollte denn Bahlsen eine Probierstube unterhalten? Das ist doch lächerlich. Früher allerdings, da glaubte ich an die Bahlsen Probierstube. Ein Ort, an dem die Kekse niemals ausgehen. Ein Ort, an dem man so viel rohen Teig essen konnte, wie man nur mochte. Und ein Ort, in dem man keinen Ärger bekommt, wenn man die Eszet-Schnitten ohne Brot isst.
Ich war aber auch damals wirklich bescheuert. Hätte es sowas, wie die Bahlsen Probierstube wirklich gegeben, dann wäre sie NIE IM LEBEN so leer gewesen, wie man das in der Werbung gesehen hätte. In der Werbung kamen ganz vereinzelt strahläugige Kinder durch die Tür, die, sobald sie ihr Glück fassen konnten, hier und da etwas probierten. Das ist doch komplett unrealistisch. Hätte es die Probierstube wirklich gegeben, so wäre sie komplett voll mit mampfenden Blagen gewesen. Dann wäre auch Schluss gewesen mit dem vorsichtigen Probieren. Dann wäre die menschliche Urangst wieder durchgebrochen, dass einem jemand etwas wegfressen könnte. Das wäre dann die besungene heisse Schlacht am kalten Buffet gewesen.
Oder vielleicht wurde da eine Vorauswahl getroffen? Vielleicht durfte nicht jedes Kind in die Bahlsen Probierstube? Vielleicht musste der Papa da an der richtigen Stelle mit den richtigen Scheinen wedeln?
Das hätte für mich auch nicht hingehauen, weil wir ja so bitterarm waren, dass wir die Geldscheine leider nicht zum Wedeln benutzen konnten. Noch heute kenne ich die Seriennummer jedes Geldscheines auswendig, den wir während meiner Kindheit besessen haben.
Ich habe aber entdeckt, dass es etwas viel besseres und vor allem realeres, als die Bahlsen Probierstube gibt, nämlich Brauereiführungen. Da kann man am Ende tatsächlich probieren. Natürlich auch nicht so viel, wie man möchte, denn da zeigen die Höflichkeit und die Biologie die Grenzen auf, aber so ungefähr ist es schon die Bahlsen Probierstube in echt.

Posted by banana at 10:00 EM | Comments (18)
Juni 14, 2005
Knowledge und bowledge


Abbildung 1: Schnitzelweck.
Eigentlich wollte ich mich ja ein bisschen über die Autofahrer aufregen, denn über die Autofahrer kann man sich immer gut aufregen. Die Autofahrer, dass sind immer die anderen. Das ist nämlich eine Frage der Wahrnehmung, sagen die Psychologen, weil irgnedwie alles eine Frage der der Wahrnehmung ist. Haptisch, haptisch, Herr Satriani!
Da sitrt man in seinem Auto und kommt sich vor, wie Junker Hein auf seiner Burg. Man fühlt sich sicher und beschützt und abgeschottet in seinem Auto. Das ist auch der Grund, warum die Leute ungehemmt in der Nase popeln, wenn sie an Ampeln stehen. Wo doch jeder zuschauen kann. Schön ist das nicht! Im Bus macht das ja auch keiner oder in der Straßenbahn. Das ist eben alles eine Frage der Wahrnehmung.
Ich wollte also auf die Autofahrer schimpfen, die mir jeden Morgen und jeden Abend auf den Saque gehen, wenn ich zum Arbeitsplatz fahre oder zum Wohnplatz. Warum können nicht alle Leute so gut Autofahren, wie ich? Dann wäre die Welt ein besserer Platz. Und die Welt wäre ein besserer Platz für dich und mich. Wart nur und du wirst sehen. Ein weiterer Tag geht vorüber und immer noch weinen die Kinder. Steck etwas Liebe in dein Herz.
Wenn du die Welt wissen lassen willst, dass wir den Hass nicht wachsen lassen werden , dann steck etwas Liebe in dein Herz. Und die Welt (und die Welt) wäre ein besserer Platz und die Welt (und die Welt) wäre ein besserer Platz für dich und für mich. Wart nur und du wirst sehen.
Da gibt es ständig Stauungen in den Verkehrswegen und ich kann nicht richtig fahren und steuern und alles dauert viel länger, als es müsste, wenn die Fahrbahn zum Beispiel frei wäre. Ich bin ja sowieso dafür, die Geschwindigkeit komplett auf 120km/h zu beschränken, alles andere ist nämlich absoluter Wahnsinn, aber das darf man ja nicht laut sagen. Es sind nämlich die Raser, die für die Staus veranttwortlich sind. Das ist eigentlich paradox, weil die ja eigentlich schnell fahren und nicht in der Gegend rumstehen. Aber das ist alles eine Frage der Wahrnehmung.
Auf jeden Fall wollte ich über die dummen blöden scheisse kacke drecksau lump Autofahrer im Berufsverkeht schimpfen, aber dann habe ich mir gestern einen Tag frei genommen und dann habe ich erlebt, wie die Leute fahren, wenn kein Berufsverkehr ist. Das ist dann nämlich der Höllenverkehr. Das spottet jeder Beschreibung. Da kann man ins Lenkrad beissen.

Posted by banana at 07:49 EM | Comments (16)
Juni 13, 2005
Tiger fängt Vogel

Heute habe ich einen Tets gemacht, so einen Psycho-Test aus dem Internet. Dabei habe ich herausgefunden, dass ich keinen Humor habe, sondern ein total ernster Typ bin.
Das war hart. Was soll ich denn jetzt machen? Das ist gar nicht so einfach, wenn man da sein ganzes Selbstbild auf den Kopf gedreht bekommt. Aber man ist nunmal, wie man ist.
Auf der anderen Seite bin ich sehr schlecht im Ausfüllen solcher Tests. Unterbewusst beantworte ich die Fragen nämlich so, damit ich das gewünschte Resultat erhalte. Das verfälscht dann natürlich das Ergebnis. Ich habe aber gelernt, dass es gerade im Internet wichtig ist, Fragen in den Psycho-Tests nicht wahrheitsgemäß zu beantworten! So verhindert man nämlich, dass gemeine Online-Banditen ein Persönlichkeitsprofil anlegen können. Am besten ist es sogar, wenn man bei unterschiedlichen Tests vollkommen gegensätzliche Antworten gibt. Dann kommen nämlich die Programme von den Online-Banditen durcheinander und machen eine Schutzverletzung.
Wenn ihr aber immer fleissig und wahrheitsgemäß Psycho-Tests ausgefüllt habt, dann müsst ihr euch gar nicht wundern, wenn eines Tages euer Telefon klingelt und wenn ihr dann abhebt, dann ist am anderen Ende ein komischer Typ, der euch etwas verkaufen möchte, was ihr euch schon immer gewünscht habt. Da solltet ihr dann nicht zugreifen, dann das Ding gibt es bestimmt auch woanders. Und zwar billiger.
Oft ist es ja sehr schwer, herauszufinden, was man eigentlich will. Das ist oft das größte Problem, schon Joe Jackson (Engländer) sagte mehr als einmal "You can't get what you want, 'til you know what you want" und da hat er verdammt nochmal recht, so wahr ich hier stehe.
Das bezieht sich allerdings nicht auf solche Dinge, wie schickes Auto, geile Frau, neue Hose, Schnitzel mit Pommes, sondern eher auf so abstrakte Sachen. Aber das ist ja auch fast nur bei Frauen relevant, weil Männer ja eher auf solche Dinge, wie schickes Auto, geile Frau, neue Hose oder Schnitzel mit Pommes ausgelegt sind.
Vielleicht könnte es dann also ein toller Dienst sein, wenn man einem Anruf bekommt und einem mitgeteilt wird, was man eigentlich will. Dann sollte man sagen "Danke, aber ich kaufe nichts am Telefon" und dann hat man schon zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
Ich bekam heute mal wieder einen Anruf. Weil ich natürlich beim Ausfüllen von Psycho-Tests immer schummele, wurde mir nichts angeboten, von dem noch gar nicht wusste, dass ich es wollte, sondern es ging um eine Sache, von der ich genau wusste, dass ich sie nicht haben wollte und zwar war das eine Abbuchung auf meinem Konto zu Gunsten irgendeiner Organisation. Ich habe dann meinem Drang nachgegeben und einfach aufgelegt. Das werde ich auch in Zukunft so machen, denn ich werde auch in Zukunft davon absehen, Psycho-Tests im Internet wahrheitsgemäß zu beantworten.

Posted by banana at 08:00 EM | Comments (16)
Juni 09, 2005
Ist das wirklich die richtige Methode

Ich gebe euch jetzt mal zwei Sprach-Tips, die ihr beachten solltet, wenn ihr in Hessen seid. Sie werden dazu führen, dass ihr in hessischen Lokalen größere Rippchen und mehr Kraut, beziehungsweise mehr Musik zum Handkäse bekommt:
Im Hessischen ist das Geschlecht des Wortes Bach weiblich. Es heisst also "die Bach", nicht "der Bach".
Weiterhin gibt es das Wort neben im Hessischen nicht. Das heisst neber. Man sagt also z.b. "Die Bach, die ist doch neber der Kläranlage".
Ja, so ist das.
Ich glaube, meine Lieblingsserie als Kind war Michel aus Lönneberga. Herrjemine war das ein Kind, so frech und wild und blond! Im Original heisst Michel übrigens gar nicht Michel, sondern Emil, weil bei uns gab es ja schon Emil und die Detektive. Die Ida, Michels kleine Schwester wurde von Lena Wisborg gespielt. Leider gibt es keine aktuellen Fotos von Lena. Es würde mich nämlich sehr interessieren, wie sie heute aussieht. Naja, sie ist Jahrgang 1965 und sowieso zu alt für mich, aber mit 17 hat man eben noch träume. Aber einmal, da wirst du 70 sein, dann bin ich noch bei dir. Schliesslich fängt mit 66 Jahren das Leben ja erst an.
Meine Lieblingsfolge von Michel ist die, in der er Ida an der Fahnenstange hochzieht und Frau Dingsbums dann denkt, das wäre die dänische Fahne, weil die Ida ja ein rot weisses Kleid anhat. Die Folge von Michel, die ich am wenigsten mag ist die, in der Michel stirbt. Ich glaube, das war Michel 3. Ich finde, man hätte ihn auch anders aus der Serie herausschreiben können. Am besten fand ich bei Michel eigentlich immer den Knecht Alfred, denn so einen Freund hätte ich als Kind auch gerne gehabt. Leider hatte ich aber überhaupt keine Freunde. Wenigstens ein konstanter Aspekt meines Lebens. Jetzt esse ich eine Wurst.

Posted by banana at 07:57 EM | Comments (18)
Juni 08, 2005
"foo" => array ("a", "b"),

Bei mir läuft eigentlich immer der Fernseher. Nur nicht, wenn mehr als eine Person in der Wohnung ist, beziehungsweise wenn null Personen in der Wohnung sind. Diese Regel wird natürlich durch Ausnahmen bestätigt. Dabei schaue ich eigentlich kaum Fernsehen, weil ich mich ja die ganze Zeit wahnsinnig wichtigen Projekten widme. Nein, ich arbeite an wahnsinnig wichtigen Projekten. Das klingt noch besser.
Der Fernseher läuft, damit etwas passiert, damit ich nicht wahrnehme, dass ich alleine in der Wohnung bin, damit es nicht so still ist. Der Fernseher kämpft gegen die Stille an, gegen das Gefühl der Einsamkeit und der Gefühlkälte in diesem Land, gegen die Hoffnungslosigkeit, die Ungerechtigkeit und auch gegen so einige andere Sachen, die so vor sich gehen in der Welt. Würde der Fernseher nicht laufen, so würde ich wahrscheinlich krank werden oder die Tür von innen abschließen oder sowas. Das will ich lieber nicht ausprobieren!
Nebenbei habe ich aber eine Werbung entdeckt, die wirklich blöd ist. Also so blöd, dass ich mich darüber so richtig aufrege, wenn sie läuft. Ich rege mich so auf, dass ich die Fernbedienung in die Hand nehme und den Knopf für den Programmwechsel wild drücke und mit der Fernbedienung in Richtung Fernseher wedele. Leider ist mein Schreibtisch so weit vom Fernseher entfernt, dass ich nicht umschalten kann. So muss ich mir das Elend dann in voller Länge anschauen. Wegschauen geht nicht, denn ich entdecke bei jeder Wiederholung neine Nuancen des Spots.
Eine Frau mit einer weissen Bluse steht irgendwo rum. Wahrscheinlich denkt sie, dass es da was umsonst gibt, denn wenn Menschen Menschenaufläufe sehen, dann müssen sie immer rausbekommen, ob es da etwas umsonst gibt.
Die Frau steht also da und will gerade rausfinden, ob es etwas umsonst gibt, da kommen zwei junge Damen in T-Shirts, auf denen der Produktname steht und sagen sowas, wie "diese Erdbeeren, die müssen sie probieren". Die Frau denkt sich wahrscheinlich "oh, fein, hier gibt es also Erdbeeren umsonst!" da fängt die eine Dame auch schon an, ihr die Erdbeeren auf die Bluse zu schmieren. Die andere schmiert ihr dann auch noch irgendwas auf die Bluse, aber ich weiss nicht was, weil ich mich zu diesem Zeitpunkt immer auf die Reaktion der Beschmierten konzentrieren muss.
Die macht nämlich nicht das, was jeder normale Mensch machen würde, nämlich den beiden Schmierfinken verbal oder körperlich eine reinsemmeln, sondern sie setzt einen "huch? Was ist denn da für ein bedauernswertes Missgeschick passiert"-Gesichtsausdruck auf.
Die Frau ist also total bescheuert.
Die beiden Damen nehmen der Frau dann ihre beschmutzte Bluse ab und erklären noch etwas zum Produkt, für das sie Werbung machen, kippen etwas von dem zwei Komponentenwascher auf die Bluse, loben, wie die Erdbeerflecke bereits vor der Wäsche verschwinden und geben der Frau dann irgendwann die gewaschene Bluse zurück.
Die Frau ist natürlich total erleichtert und begeistert und auch ein kleines bisschen überrascht, wie gründlich das Produkt denn den Erdbeerfleck entfernt hat.
So eine Blödsin!
Die Frau, die beschmiert wird ist komplett blöd. Die im Spot gezeigte Werbemaßnahme scheint mir aber auch auf dumme Menschen ausgelegt zu sein. Normale Menschen hätten auf jeden Fall nicht so reagiert. Vielleicht zeigen sie ja noch ein paar andere Versionen des Spots mit nicht völlig retardierten Probanden, die die beiden Früchtchen dann zum Beispiel wild schimpfend durchs Dorf treiben.
Vielleicht habe ich schlechte Geräte, aber wenn ich eine Waschmaschine anschmeisse, dann dauert der Waschgang zwei Stunden. Für den Trockner kommen dann nochmal 90 Minuten drauf. Die Reinigung eines Hemdes dauert also 3 1/2 Stunden. Das bedeutet also, dass die Damen der Frau erst die Bluse vollschmieren und sie dann noch über drei Stunden da im beknackten T-Shirt rumstehen muss, während die Bluse gewaschen wird. Na vielen Dank. Aber in der zwischenzeit erhält sie ja interessante Informationen über das Produkt. Eigentlich ist das schlau. Das ist so ähnlich, wie die Kaffeefahrten mit Möglichkeit der Teilnahme an einer Verkaufsveranstaltung. Man muss zwar nicht an der Verkaufsveranstaltung teilnehmen, aber die Sache findet dermaßen am Arsch der Welt statt, dass man gar keine andere Wahl hat. Eine völlig neue Art der Werbung. Man nimmt die Kunden einfach gefangen, dann können sie nicht mehr weglaufen.
Vielleicht sehen wir auch bald eine Version des Spots, wo den Damen mit rechtlichen Konsequenzen gedroht wird. Das wäre wenigstens realistisch. Ich denke bei diesem Spot auf jeden Fall immer, dass man da für reichlich blöd gehalten wird. Und ich mag nicht, wenn ich für blöd gehalten werde.

Posted by banana at 04:26 EM | Comments (7)
Juni 05, 2005
Revolvergebiss?

Am Freitag hatte ich mich noch sehr gefreut, wie gut ich den JPMorgan Corporate Dingsda Lauf über 5,6km überstanden habe. Mein Knie tat gar nicht weh! Ich hatte mich eigentlich auf eine Art Märtyrerlauf eingestellt. Ich würde mich zähnezusammenbeissend über die Strecke quälen, am Abend etwas humpeln und am nächsten Tag nicht mehr laufen können. Ich hätte dann behauptet, dass mir das mit dem Knie schon vorher schwante, ich aber aus Stolz nicht den Lauf absagen wollte.
So fühlte ich mich dann beim Start auch wie eine Art Opferlamm, bzw. wie jemand, der im Begriff war, aus verdammt dummen Gründen eine verdammt dumme Sache zu machen.
Aber das Knie beschwerte sich nicht. Auch der Fuß, meine Backup-Sollbruchstelle, schmerzte nicht. Hosianna, Davids Sohn! Am Freitag machte sich in mir eine Art Hochgefühl breit, denn das Erhaltengebliebensein meiner Gehfähigkeit könnte bedeuten, dass ich in Zukunft doch wieder joggen könnte. Nicht, dass ich das wirklich wollte, aber das Wissen, etwas tun zu können, wenn man wollte ist ja auch nicht schlecht.
Gestern erwachte ich dann aber mit schmerzendem Hals und einem Kopf voller Rotzbrühe. Was bringen einem Knie aus Eisen, wenn man zwei Stunden im nassgeschwitzten Shirt am Main sitzt? Nicht viel. Zumindest nicht in Hinsicht auf die Erkältung.
Also blieb ich gestern auf der Kommando-Couch und spielte etwas viel Forza Motorsport.
Forza Motorsport ist eine Art Gran Turismo für die Xbox, also ein Simulationslastiges Rennspiel und weiss durchaus zu gefallen.
Die Grafik von Forza Motorsport ist Hardware-bedingt etwas besser, was man aber beim Umzirkeln der Rennkurse nicht wirklich mitbekommt. Die Kursauswahl ist gut, die Kurse sind sauber modelliert. Positiv fällt auf, dass es nicht nur Rundkurse gibt, sondern auch Strecken, die abschnittsweise gefahren werden. Als Beispiel gibt es hier die Nordschleife häppchenweise oder eine Fahrt durch ein Hafenviertel. Speziell bei dieser Strecke wollte man wohl Need for Speed Underground, das illegale Straßenrennen abbildet, Tribut zollen.
Was die Fahrzeuge angeht, so stehen über 230 Wagen von mehr als 50 Herstellern zur Auswahl. Anders, als bei Gran Turismo gibt scheint man hier auch eine Lizenz von Porsche und von Ferrari bekommen zu haben. Porsche ist bei Gran Turismo nur in Form von RUF vertreten, Ferrari such man vergebens. Auch gibt es bei Forza Motorsport ein Schadensmodell. Verdengelte Boliden fahren sich schlecht, sehen scheisse aus und bedeuten auch bei der Vergabe der Credits für ein Rennen einen mehr oder weniger saftigen Punktabzug.
Wie bei Gran Tursimo kann man seine Autos tunen. Zum einen geschieht das durch den Einbau von neuen Teilen, wie zum Beispiel einem Turbolader, Rennauspuffen und so weiter, zum andern kann man auch an den Einstellungen von eingebauten Teilen herumtüfteln. Auch optisch kann man seine Fahrzeuge aufbrezeln. Man kann Teile anbauen, Aufkleber draufkleben oder die Lackierung aufpeppen. Je mehr das Fahrzeug durch Tuning-Maßnahmen oder optische Gimmicks verändert wird, desto mehr steigt der Seltenheitswert des Wagens. Für den Seltenheitswert eines Wagens gibt es bei gewonnenen Rennen noch ein paar Extra-Credits.
Jedes Fahrzeug wird in eine Klasse eingeteilt. Ein Fahrzeug kann seine Klasse ändern, wenn zum Beispiel ein stärkerer Motor eingebaut wird oder andere Reifen aufgezogen werden. Manche Rennen sind nur für bestimmte Fahrzeugklassen zugelassen. Das ist für Fahrer wie mich natürlich nicht so gut, die gewohnt sind, fahrerische Inkompetenz durch Überlegenheit des Materials wett zu machen.
Ein weiterer Unterschied zu Gran Turismo besteht darin, dass bei Forza Motorsport vor jedem Rennen automatisch ein Qualifikationslauf durchgeführt wird und zwar ohne, dass der Spieler selbst fahren muss.
Steht man also zu Beginn eines Rennens ganz hinten, so kann man sich ausrechnen, dass man keine großen Chancen haben wird, das Rennen zu gewinnen. Steht man ganz vorne, so hat man offensichtlich nicht nur das beste Fahrrzeug, sondern auch den besten Startplatz.
Ein weiterer Unterschied ist die Möglichkeit, die Ideallinie der Strecken einzublenden. Die Ideallinie hat unterschiedliche Farben. Ist sie grün, so kann man Gas geben, ist sie rot, so sollte man Bremsen. Dieses Feature ist sehr hilfreich zum Kennenlernen der Strecken, allerdings kann man sich nicht blind auf die Idealline und deren Farben verlassen. Wers besser weiss schaltet das Ding einfach ab.
Wie bei Gran Turismo kann man bei Forza Motorsport auch einen virtuellen Fahrer, den Drivatar ans Steuer lassen. Der Drivatar muss erst trainiert werden und ahmt dann die Fahrweise des menschlichen Fahrers nach. Wer also fahrerisch eine Null ist, dem hilft der Drivatar auch nicht wirklich weiter. Darüber hinaus gibt es keine Möglichkeit, die Zeit zu beschleunigen, wenn der Drivatar fährt und zu allem Übel schneidet sich der Drivatar nach dem Rennen ein gehöriges Stück vom Credits-Kuchen ab. Ob der Drivatar nach und nach besser wird, je mehr Kilometer er gefahren ist, das habe ich noch nicht herausgefunden.
Forza Motorsport bietet einen Online (Xbox Live) Modus. Den habe ich aber nicht testen können, weil ich keinen Xbox Live Zugang habe.
Das Manko von Forza Motorsport ist die Menüführung. Die Bedienung wirkt bei Gran Turismo übersichtlicher und ausgereifter.
Ach so, einen Arcade-Modus gibt es auch, der ist für mich allerdings genau so uninteressant, wie der Arcade-Modus in Gran Turismo.
Insgesamt sind beide sehr gute Spiele. Gran Turismo punktet beim Fahrzeugpark und bei der Menüführung, Forza Motorsport bei kleinen Extras, wie dem automatischen Qualifying, der Ideallinie und den Punkt-zu-Punkt Rennen.
Wer das eine hat, braucht sich das andere aber nicht zu kaufen.

Posted by banana at 09:23 EM | Comments (9)
Juni 02, 2005
She holds her child to her heart

Jetzt hackt mal nicht alle auf der Frau Connor rum, weil sie angeblich die Nationalhymne falsch gesungen hat.
Dabei stimmt das gar nicht. Sie hat nur den Text etwas durcheinander geworfen. Sie hat einen Teil einer älteren Strophe gesungen, die längst vergessen war.
Ich habe diese Stophe hier nochmal aufgeschrieben:

Rinderbrät und Mett und Saitling
Fest gestopfet mit der Hand!
Danach wird sie dann geräuchert
Hängt zwei Wochen an der Wand.
Rinderbrät und Mett und Saitling
und ein Pilsbier für den Durst
Brüh im Lichte deiner Küche
Brühe, deutsche Rindsbockwurst

Ansonsten war heute der JPMorgan Chase Corporate Challenge Lauf und ich war dabei. Jetzt bin ich müde. Vielleicht schreibe ich morgen was drüber.

Posted by banana at 11:10 EM | Comments (3)
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