März 31, 2005
La la lala la la

An Ostern habe ich mir Frauen-Curling auf Eurosport angeschaut. Ein schöner Sport! Ein feiner Sport! Ein taktischer Sport! Die Russinnen waren hübscher, als die Schottinnen und die Schwedinnen waren hübscher, als die Amerikanerinnen. Die Schwedinnen waren sogar sehr hübsch, wenn ichs mir recht überlege.
Überhaupt scheint es als Mann einige Vorteile zu haben, wenn man mit einer Frau zusammenwohnt, die Curling betreibt. Wie nennt man die? Curlerinnen? Curletten? Curleristinnen? Curlschatten.
Kleiner Scherz.
Als Mann sitzt man dann auf dem Sofa, mit einer Schale voller Tennisbälle. Ab und zu rollt man dann einen der Bälle durch den Raum. Die Frau schnappt sich dann ihren Schrubber und schrubbt wie der Teufel vor dem Ball her. Das ist sehr praktisch! Rucki zucki glänzt die Bude, wie nix Gutes.
Schade, dass es keinen Sport gibt, bei dem gebügelt wird. Das wäre die ideale Ergänzung.
Auch die Curlingsteine waren sehr interessant. Da waren nämlich kleine Lichter drauf, die anfingen zu leuchten, wenn der Stein eine Linie überschglitt. Das sah sehr wichtig aus und dient bestimmt auch einer guten Sache. Mir erschliesst sich das ganze nicht. Auch die Schrubber sahen sehr gut aus. Da konnte man auch irgendwas einstellen, aber ich weiss auch da nicht, was. Ich hatte mal so einen Schrubber mit so einem Schwamm vorne dran, der hatte vorne so einen Hebel, damit konnte man den Schwamm auswringen. Vielleicht hatten die Curling-Schrubber auch so eine Funktion. So eine Selbstreinigungsfunktion. Reinlichkeit ist wichtig auf dem Eis, deswegen schrubben die ja auch, wie wild, denn wenn so ein Stein Eis bekommt, dann rutscht er nicht mehr dahin, wo er soll und da hilft die beste Taktik nix.
Ja, so ist das im Curling-Sport.

Posted by banana at 07:50 EM | Comments (2)
März 23, 2005
Begeisterte Familie

Ich als Mensch, der in einer Software-Firma arbeitet, die ein sehr komplexes Produkt anbietet, finde mich manchmal in absurden Situationen wieder.
Ich habe ein neues Aufgabengebiet dazu gekommen und zum Glück gab es für dieses Produkt gerade eine Informationsveranstaltung, bei der diejenigen Leute, die das Produkt beim Kunden zum Laufen bringen sollen von denjenigen, die das Produkt entwickeln, auf den neuesten Stand gebracht wurden.
Es sassen etwa 30 Leute im Raum und ich war derjenige, der am wenigsten Ahnung hat.
Natürlich war ich etwas nervös, weil ich natürlich so viel mitnehmen und lernen wollte, wie es nur möglich war, trotzdem konnte ich nicht umhin, mich zu wundern.
Ich hatte keine Ahnung, um was es ging, keine Ahnung, über was da so hitzig diskutiert wurde.
Grundsätzlich schien es darum zu gehen, welche dreistellige Buchstabenkombination etwas mit welcher dreistelligen Buchstabenkombination macht, beziehungsweise nicht macht und was denn bitte aus jener dreistelligen Buchstabenkombination geworden ist, die in der Version Tokio noch dafür zuständig war, dummy customers in pre-activated annonymous customers umzuwandeln.
Das alles in einem Englisch, bei dem man nie weiss, was derjenige denn mein, wenn er "actual" sagt.
Mir war es ziemlich egal, welche willkürliche dreistellige Buchstabenkombination sich um die komischen Customer kümmert, den anderen war es aber nicht egal, das konnte man daran merken, wie vehement sie ihre Standpunkte vertraten. Ich spürte, dass mir diese Sache wohl nicht so egal sein sollte, wenn ich in Zukunft mitreden wollte, aber ich war schon so schlau, um zu wissen, dass ich mit der Version Tokio ohnehin nichts zu tun haben werde.
So habe ich mir also aufgeschrieben, dass es in der aktuellen Version keine pre-activated annonymous customers mehr gibt und dass die dummy customers nun von einer zweistelligen Buchstabenkombination verarbeitet werden, von der ich sogar schon etwas gehört hatte.
Am Ende wurde mir dann aber doch klar, dass ich wohl doch nicht der einzige war, der sich der Trageweite der interaktion der dreistelligen Buchstabenkombinationen nicht so ganz bewusst war. Wir sprachen über Konfigurations-Files. Für jede Einstellung können zwei Werte angegeben werden.
Jemand fragte, warum denn da immer zwei Werte stünden. Die Antwort war, dass nur der erste Wert ausgewertet würde und dass der zweite ignoriert würde.
Viele Lachten. Ich auch. Endlich hatte ich mal was verstanden und war sogar etwas schlauer, als die, die die ganze Zeit so viel mehr gewusst hatten, als ich.
Als das Lachen vorbei war sagte jemand "Das ist nicht ganz richtig. Der zweite Wert wird nicht ignoriert. Der erste Wert ist der eigentliche Wert und der zweite Wert ist der Default."
Aha.
Bleibt nur noch die Frage, für was man einen Default braucht, wenn man einen Wert angibt, aber das werde ich auch noch irgendwann verstehen, genauso, wie die Sache mit den Buchstabenkombinationen.

Posted by banana at 09:13 EM | Comments (25)
März 22, 2005
Personal Cloud

Wir haben jetzt ein Voice Over IP Telefonsystem. Heute war das Netz ausser Betrieb. Das Telefon dann natürlich auch. Es ist ein merkwürdiges Gefühl, wenn der Gesprächspartner erst abgehackt klingt, dann ganz weg ist und schliesslich das Telefon neu bootet.
Jetzt booten schon die Telefone! Wo kommen wir denn da hin?
Wenn früher das Netz im Sack war, dann konnte man wenigstens noch die IT anrufen. Das geht jetzt natürlich nicht mehr. Ich schätze mal, dahinter steckt Methode.
Sonst fällt mir heute nichts ein, ausser, dass ich den iPod shuffle zum ersten Mal mit beim Joggen hatte. War nicht schlecht.

Posted by banana at 08:56 EM | Comments (5)
Kirschtee

Mein Vitamin C Pulver will sich in dem neuen Wasser nicht so richtig auflösen. Ich schüttele das Glas ein bisschen mit der Hand, bis sich die Flüssigkeit zu drehen beginnt und schaue den Vitamin C Pünktchen dabei zu, wie sie sich in der Mitte des Glases sammeln.
Im alten Gebäude gab es immer Mineralwasser aus Flaschen. Da sprudelte es schön, wenn ich das Pulver ins Wasser gab und nur wenige Körnchen schafften es überhaupt bis zum Boden des Glases.
Jetzt gibt es gefiltertes und gekühltes Leitungswasser. Wenn man früh da ist, schnappt man sich eine von den Plastikflaschen, die aussehen, als hätte jemand vergessen, den Nuckel oben drauf zu schrauben. Wenn man spät da ist, so wie ich, dann freut man sich über ein Glas, wenn noch eines da ist.
Das Glas stellt man dann in so ein Ding, das aussieht, wie eine Enterprise Version des Wassermax und drückt einen der beiden Knöpfe. Welchen man drückt, das ist egal, denn das Ergebnis ist das gleiche. Mit der Kohlensäure klappt das irgendwie noch nicht so richtig. Stilles Wasser ist ja sowieso gesünder.
Das Wasser kommt ziemlich langsam aus dem Gerät. Nicht grade geeignet, um morgens früh in Schwung zu kommen. Man kommt sich eher vor, wie bei der Gruppentherapie der Prostatakranken.
Im Haus selbst gibt es viele Stockwerke und viel Glas und viele Kartenleser. Ohne seine Karte ("Badge") ist man praktisch komplett aufgeschmissen. Wenn man ohne Karte unterwegs ist, wird man wahrscheinlich vom freundlichen und dezenten aber bestimmten Sicherheitsdienst aufgegriffen und vor die Tür gesetzt. Dort kann man sich dann von anderen wieder abholen lassen. Vorher muss man aber noch einen Personal Unblocking Key eingeben.
Da bin ich froh, dass die neue Hülle für meinen neuen Badge eine Klammer hat, die extra fest zupackt. So kann ich meine Identität nicht verlieren, wenn ich durch das Haus sause. Dazu, mit die Karte mit dem albernen Band um den Hals zu hängen, kann ich mich nicht durchringen.
Es ist alles sehr schön hier, aber ich muss mich noch eingewöhnen. Ich muss mich daran gewöhnen, dass ich mit dem Fahrstuhl fahren muss, weil ich in das Treppenhaus zwar hinein, aber nicht wieder heraus komme. Ich muss mich daran gewöhnen, dass ich, wenn ich das Gebäude verlassen will, meine Karte auf einen Kartenleser drücken muss, damit sich zwei gläserne Türflügel beiseite schieben, bei denen ich jedes Mal Angst habe, sie wollen mir die Eier abquetschen. Deswegen sehe ich beim verlassen des Gebäudes ziemlich uncool aus. Aber Urangst ist Urangst, da beisst die Maus keinen Faden ab.
Cool sollte man aber aussehen. Cool sehen hier nämlich alle aus, das scheint ganz wichtig zu sein.
Mir passt das nicht. Ich habe morgens schon mit dem Aufstehen genug zu tun. Da ist keine Zeit zum cool aussehen. Das Gebäude passt mir auch nicht. Zu angeberisch. Scheiss Fahrstuhl, scheiss Wasserspender, scheiss Badge. Ich schmolle jetzt.

Posted by banana at 10:13 FM | Comments (9)
März 20, 2005
Ich taufe Dich mit Kaffeesatz

Am Freitag konnte ich endlich nach längerer Lieferzeit meinen iPod Shuffle von der Post abhohlen. Ich gebe zu, dass Apple Produkte meine schwache Stelle sind. Wenn ich die Dinger sehe, dann verspüre ich das Gefühl, sie besitzen zu wollen. Wahrscheinlich gehe ich auch nur joggen, um damit den Kauf des iPod Shuffle zu rechtfertigen. So bin ich! Ich werde auch demnächst mit der S-Bahn zur Arbeit fahren, damit ich einen Grund habe, mir eine Sony PSP zu kaufen, aber das nur am Rande.
Am Freitag, auf der Hin- und Rückfahrt nach Frankfurt in der S-Bahn konnte ich den iPod dann auch gleich testen. Ich hatte mich gefragt, ob das Konzept des Gerätes funktioniert. Es gibt kein Display, d.h. man kann nicht sehen, welches Lied man hört und man kann auch kein gewünschtes Lied aus einer Liste auswählen. Eigentlich war ich skeptisch, denn bei meinem 10GB Festplatten-iPod war das genau das, was ich die ganze Zeit tat. Ich fragte mich, welches Album oder welches Lied ich hören wollte und wählte dann genau das über das Display aus und war es zufrieden.
Vor einer Weile hatte ich für eine längere Autofahrt mit Freunden eine MP3 CD zusammengestellt, die diejenigen Lieder enthält, die ich gerne und immer wieder hören möchte. Die CD nahm ich zur Hand, löschte ein paar aus Spaßgründen eingstreute Stücke und kann so auf etwa 400MB an Musikdaten.
Mein iPod Shuffle hat eine Kapazität von 512MB, also konnte ich meine Musikauswahl locker darauf ablegen und hatte noch etwas Extraplatz.
Mein iPod war also gefüllt mit Musik, die ich gerne höre, davon einige Titel, die ich länger nicht mehr gehört habe.
Dazu muss man noch sagen, dass ich längere Zeit keine Musik mehr gehört habe, zumindest nicht mehr so, wie früher. Im Auto höre ich mir lieber Wortbeiträge an und zu Hause setzt ich mich nicht mehr mit dem Kopfhörer vor die Anlage und höre ein ganzes Album durch. Ich hatte also viel von der Musik vergessen.
So gewappnet ging ich zum Bahnhof, die Kopfhörer im Ohr und den iPod Shuffle in der Innentasche der Jeansjacke, wo er neben dem Telefon locker Platz findet. Ich bekomme auch noch so ein völlig überteuertes Armband, aber das ist noch nicht lieferbar.
Es war großartig! Ich hörte die Musik, die ich mag, ich wusste nicht, was also nächstes kommen würde, aber bei jedem neuen Lied dachte ich "ach, das war ja auch noch drauf" und freute mich. Ich hatte nicht das Bedürfnis, ein Lied wegzudrücken, sondern hörte mir alle von vorne bis hinten an. Allerings wusste ich ja auch, dass sich nur Lieder auf dem Gerät befanden, die ich wirklich mag.
Auf der Rückfahrt stieg ich sogar eine Station früher aus, damit ich noch etwas Musik hören konnte.
Nun liegt meine Begeisterung ganz bestimmt nicht nur am iPod, aber der iPod trägt seinen Teil dazu bei, weil er so kompackt ist und weil er nunmal die Musik in zufälliger Reihenfolge abspielt. Auf der anderen Seite hatte ich aber auch wieder richtig Lust auf Musik und ich mag es auch wirklich sehr, wenn sich die Geräusche der Bahn mit der Musik mischen.
Hätte ich komplette Alben auf den iPod geladen und mir die Stücke in zufälliger Reihenfolge angehört, dann hätte es sicher anders ausgesehen, denn ich bin ein fauler Musikhörer und meistens gefällt mir nur die Hälfte eines Albums und ich bin nicht bereit, mir den Rest so lange anzuhören, bis er mir gefällt.
Der iPod selbst gefällt mir gut. Er sieht gut aus, ist klein und leicht. Die Bedienung ist einfach und ohne Anleitung zu verstehen. Ein Freund sagte, er sähe aus, wie ein Schwangerschaftstest, aber da stehe ich als Apple Fanatiker natürlich drüber.
Das Gerät ist sehr puristisch, vielleicht manchmal zu puristisch. Ich hätte mir zum Beispielt genauere Aussagen über den Füllstand des Akkus gewünscht. So gibt es nur drei Zustände: Grün, Gelb und Rot. Eigentlich reicht das aus, aber es fühlt sich zu wenig an. Fünf wären besser gewesen.
Von der Klangqualität her ist das Gerät über jeden Zweifel erhaben.
Ein paar Sachen haben mich aber wirklich genervt: Meine Sony Kopfhörer funktionieren nur, wenn ich sie in einem bestimmten Winkel in der Buchse drehe. Mit dem Festplatten-iPod habe ich diese Probleme nicht. Die weissen iPod Kopfhörer finde ich albern und will sie nicht benutzen.
Der iPod arbeitet einfach nicht mit meinem PC zusammen. Der PC erkennt ihn einfach nicht. Mit dem iBook ist das überhaupt kein Problem, aber den PC habe ich noch nicht dazu bekommen, den iPod zu erkennen. Ich muss also die Musik, die auf den iPod Shuffle soll erst vom PC auf das iBook überspielen. Das ist lästig, weil die iBook-Festplatte chronisch voll ist.
Leider kann man auch nicht einfach MP3 Files auf den iPod Shuffle kopieren und dann abspielen. Der Zugriff für Musik klappt nur über iTunes. Ich hätte mir gewünscht, dass ich einfach Dateien auf den iPod kopieren und dann abspielen kann. Das klappt aber nicht. Schade.
Ich habe noch ein paar Fotos von dem iPod gemacht. Die kann man anschauen, §§a href="http://www.spackonauten.org/images/ipodshuffle/ipodshuffle.html">wenn man hier klickt.§§/a>

Posted by banana at 10:15 EM | Comments (19)
März 17, 2005
Was Sportler so sexy macht

Der Grad der Bescheutheit des Menschen an sich lässt sich sehr schön daran sehen, mit welcher Vehemenz er es beharrlich in seiner Geschichte versucht hat, auf die höchsten Berge der Erde zu steigen.
Das Unternehmen, auf einen 8.000 Meter hohen Berg zu steigen ist wirklich an Sinnlosigkeit kaum zu übertreffen. Richtig dumm wird es dann, wenn man beachtet, wie verdammt gefährlich das ganze ist. Viele, viele Menschen sind dabei schon ums Leben gekommen und werden auch noch ums Leben kommen.
Auf so einem Berg ist nichts. Es gibt kaum Luft. Es gibt jede Menge Schnee. Ausserdem war auf jedem Berg schon einmal mindestens einer oben. Keiner von denen hat gesagt, dass es da oben besonders schön sei.
Wenn man trotzdem unbedingt auf so einen Berg hinauf will, warum geht man dann zu Fuß? Warum nimmt man nicht den Hubschrauber? Das ist weniger anstrengend und nicht so gefährlich.
Auf den höchsten Bergen dieser Welt liegen schon viele Leichen. Das ist klar, denn gestorben wird bei so einer Unternehmung ganz gerne und bergen tut die Leichen da oben ja keiner. Natürlich liegen die Leichen auf den gängigen Routen, auf denen man die Berge besteigt. Also, ich würde spätestens, wenn ich an der dritten Leiche vorbeigekommen bin, umdrehen, weil mir die Sache zu fischig geworden wäre. Aber nein, nein, nein. Die Sturköppe steigen weiter auf den Berg rauf.
Die Leiche von dem Mann, von dem man nicht genau weiss, ob er den Gipfel des Mount Everes Anno 1924 erreicht hat, George Mallory, hat man zum Beispiel erst vor etwa fünf Jahren in 8000 Metern Höhe gefunden. Ob das ein schönes Grab ist, das kann jeder für sich selbst entscheiden.
Angeblich sind allein beim Versuch den Mount Everest zu besteigen bereits 175 Menschen umgekommen. Die liegen jetzt alle noch auf dem Berg und mumifizieren vor sich hin. So richtig in Ehren verwesen kann man da ja nicht, wegen der Kälte und der Trockenheit und dem Wind und und und.
Die allermeisten der 175 Toten sind übrigens einheimische Sherpas, die für Geld den beknackten Weissen ihre Ausrüstung den Berg raufschleppten. Das zeigt noch eindrucksvoller, wie doof der Mensch an sich doch ist.
Nachtrag: §§a href="http://www.spreadshirt.de/shop.php?sid=52829">Wenn man hier klickt§§/a> dann kann man da sehr schöne Dinge kaufen, im Laden der Spackonauten.
Nachtrag 2: So, jetzt hab ich auch den richtigen link.

Posted by banana at 09:00 EM | Comments (23)
März 16, 2005
Boris the spider

Ich mag den Winter nicht. Er macht mir ein ungutes Gefühl. Zum einen ist es blöd, dass es so dunkel ist. Dann ist es noch blöd, dass es so kalt ist. Das Blödeste aber ist, dass ich ständig Angst habe, ich müsste ersticken, weil die ganze Luft weggeatmet ist.
Wieso fragt Ihr mich? Das ist doch ganz klar!
Die Bäume machen die Luft. Sie nehmen unsere ausgeatmeten Gase und machen daraus wieder Luft, die wir atmen können.
Wo machen sie das? In ihren Blättern! Die Bäume werfen aber die Blätter im Herbst ab, also können sie auch keine neue Luft mehr machen. Wir Menschen atmen aber auch den ganzen Winter durch (wie man an dem Dampf, der aus dem Mund kommt dann auch sehr gut sehen kann). Was also passiert ist, dass wir weiteratmen und Luft verbrauchen, während aber keine neue Luft mehr gemacht wird.
Das kann zum Problem werden, denn irgendwann ist die ganze Luft weggeatmet! Dann schauen wir blöd aus der Wäsche!
Mich wundert wirklich, dass das Problem noch niemandem aufgefallen ist, denn es gibt nichts, was wir so dringend brauchen, wie die Luft zum atmen. Meiner Meinung nach könnte dieses Thema auch den Wahlkampf im Superwahljahr 2006 dominieren.
Ich bin mir wirklich nicht sicher, warum wir bis jetzt noch nicht erstickt sind. Die wenigen immergrünen Pflanzen, die es gibt, die können uns doch auch nicht wirklich retten! Vielleicht hat ja die Bundesregierung irgendwo Luftreserven, die sie über den Winter so langsam rauslässt. Vielleicht treibt aber auch der Wind die Luft von Gegenden zu uns, die Winter haben, wenn wir Sommer haben und die Sommer haben, wenn wir Winter haben.
Das würde mich jetzt schonmal interessieren!

Posted by banana at 08:20 EM | Comments (17)
März 15, 2005
Black and hairy, very small

Also so richtig begeistert war ich von der Sendung "Germany 12 Points" ja nicht. Das fing schon bei dem Namen an. Zum einen wird das wohl im Rahmen des Song Contests das einzige Mal gewesen sein, dass wir "Germany twelve points" gehört haben, zum anderen finde ich es etwas unpassend, wenn ausgerechnet die Sendung, bei der der Kandidat für den Song Contest, der Deutschland vertreten soll, gewählt wird, einen englischen Namen trägt. Gesungen wird ja auch fast nur noch auf englisch, also ist das ja eigentlich auch egal.
Nunja, da steht dann der Herr Beckmann und kündigt die von ihm moderierte Sendung mit "das Original" an. Das finde ich super! Wenn das nicht mal ein Argument ist! Wenn das nicht mal zeigt, dass irgendwem da die Düse geht, weil der Herr Raab sich grade anschickt, den Rang abzulaufen.
Aber hat er das nicht eigentlich schon gemacht, der Herr Raab? Vergleicht man beide Veranstaltungen miteinander, so sieht die ARD Sendung schlecht aus. Der Bundesvision Song Contest war unterhaltsamer, besser präsentiert und hatte die besseren Teilnehmer mit besseren Liedern. Das kann aber nur mein persönlicher Eindruck sein, der sicherlich darauf fusst, dass sich die Teilnehmer bei Herrn Raab selbst nicht so schrecklich ernst genommen haben.
Dabei hatte die Sendung auch ihre schönen Momente: Da hätten wir den Auftritt von Herrn Lindenberg, die Turnübungen der von Herrn Lindenberg präsentierten Künstlerin auf der Bühne und da, wo der Gracia eine Tüte aus dem Bikinitop gefallen ist. Letzten konnte man aber leider nicht sehen. Teufel noch eins! Das hätte den Abend deutlich aufgewertet!
Alles ist also wieder beim Alten. Auch der Herr Siegel war wieder mit dabei und er selbst sagte, dass es ein Wunder sei, dass er es geschafft hätte. Mich wundert es eher, dass er es nochmal versucht hat, hat er doch schon die Überflieger Lou mit dem Tanzbodenräumer "Let's get happy, let's be gay" und die gute Corinna May konsequent am Ende der Gewinnerliste platzieren können.
Ich habe mich auch gefragt, wie es der Siegel Song in das Finale geschafft hat. Dass der Gracia Song es schafft, das war mir klar, aber ich habe nicht gedacht, dass Ralf Siegel Fans wirklich SMS schreiben können. Vielleicht haben das aber auch die Anhänger von Gute Zeiten, Schlechte Zeiten übernommen, wo die beiden Vortragenden wohl mal mitgespielt haben. Anhänger von Gute Zeiten, Schlechte Zeiten dürften mit dem Namen Ralf Siegel nichts anzufangen wissen.
So ist also alles wieder beim alten. Ich tippe, wir schliessen diesmal ganz gut ab, so auf Platz 17.

Posted by banana at 07:42 EM | Comments (24)
März 14, 2005
Would you lock the door?

Los! Ihr komischen Typen! Sofort den besten Anmachspruch wählen, dann könnt ihr ein tolles Handy gewinnen!
§§a href=">http://www.bild.t-online.de/BTO/promiskinomusik/Specials/2005/Hitch/Anmachspruch/Voting/Voting__.html">Hier könnt Ihr den besten Anmachspruch wählen.§§/a>
Ich sage nicht, welchen ich am besten finde, weil sonst würdet Ihr den ja alle nehmen, weil ich für Euch ja sowas, wie ein Gott bin.
Aber bei den tollen Anmachsprüchen ist ja wohl komplett klar, dass man in nächster Zeit gar nicht mehr aus dem Ficken rauskommt. Oder aus den Frauen rauskommt, so könnte man es auch formulieren. Dann hätte man schon fast das niveau der Anmachsprüche erreicht.
Ich weiss auch noch einen tollen Anmachspruch: Das ist aber ein schönes Kleid, das Du da trägst. Das würde sich sehr gut auf meinem Schlafzimmerboden machen. Damit kriegt man sie alle rum. Immer. Gleich zur Eröffnung vor die Bratze knollern, dann muss man dem Arbeitslosen nicht mehr die Hand schütteln.
Tangho Fangho!
Vielleicht gründe ich ja schon bald eine Frauenzeitschrift. Den Titel habe ich schon: Klareo, die dufte Frauenillustrierte.
Das erste Special würde sich mit flotten Frühlingsfrisuren beschäftigen. Die Leserbriefe würde ich mir selbst ausdenken, die Frühlingsfrisuren auch. Irgendwann im Sommer gäbe es dann eine Ausgabe mit Sommerfrisuren. So ist das nunmal. Im Fernsehen gibt es ja auch das Frühlingsfest der Volksmusik und das Sommerfest der Folksmusik. So gäbe es immer etwas, über das man schreiben kann. Auf Platz eins wäre unangefochten der freche Sommerbob. Im Frühling dann natürlich der freche Frühlingsbob, denn man muss seinen Leserinnen ja etwas Konstanz bieten. Einen frechen Bob kann man zu jeder Zeit tragen.
Einen Claim hätte ich auch schon: Klareo Leserinnen sehen klarer.
Vielleicht würde Doktor Stefan Frank eine Kolumne schreiben, die medizinische Themen zum Inhalt hat. So Frauensachen, kalte Füsse, Blaenentzündung, Katzenallergie und sowas. Das würde meinen Leserinnen bestimmt auch gut gefallen.
Ein Comicstrip muss natürlich auch rein. Vielleicht ein Comic, der eine junge Mutter zum Thema hat, die chaotisch, aber patent ist und mit beiden Beinen voll im Leben steht. Der Comic könnte "Anna und Naomi" heissen. Die junge Mutter muss eine kleine Tochter haben, die immer lustige Fragen stellt oder die Unsinn macht und die Welt der jungen Mutter komplett auf den Kopf stellt.
Ein wichtiges Thema wäre natürlich auch das Kochen und Backen. Leserinnen könnten dann ihr Lieblingsrezept einschicken und ich würde das dann abdrucken. Die Kochseite würde "Einfach lecker! Klareo Leserinnen kochen für Sie" heissen. Jeden Monat gäbe es ein leckeres Rezept und auch Küchentricks. Dann käme ein Foto von der Frau auf die "Einfach lecker!" Seite, die das Rezept eingeschickt hat. Das wäre dann die Klareo Leserin des Monats. Oder auch des Monat's. Das weiss ich noch nicht und würde das eventuell von der Zielgruppe abhängig machen.
Damit wäre die Zeitung schon fast komplett und hätte alles, was eine moderne Frauenzeitschrift braucht. Naja, fast alles, ich brauche noch eine Rubrik, die etwas moderner daherkommt, damit man sich von anderen guten Frauenzeitschriften, wie dem Goldenen Blatt abgrenzen kann. Vielleicht etwas mit Sport oder "Frauen in Männerberufen: Schornsteinfeger" oder sowas. Da bin ich mir aber noch nicht ganz sicher, weil ich die Zeitschrift doch nicht machen will. Ich habe mir das wieder anders überlegt.

Posted by banana at 06:20 EM | Comments (14)
März 09, 2005
Verjährt sowas?

Ich hab es getragen zwanzig Jahr', ich kann es nicht tragen mehr.
Es geht um ein schreckliches Geheimnis, dass ich mit mir herumtrage:
Ich habe den Lichschalter im Schlafzimmer meiner Eltern auf fahrlässige Weise hässlich verbeult!
Der Lichtschalter übte sofort nach dem Einbau eine merkwürdige Faszination auf mich aus. Überall in der Wohnung hatten wir diese weissen, langweiligen Plastiklichtschalter, wie man sie in den 70ern wohl überall hatte. Diese Lichtschalter waren nichts Besonderes. Jedoch wurde nach dem Renovieren des Schlafzimmers dort eine neue, wunderschöne Art eines Lichtschalters eingebaut.
Er war nicht mehr aus Plastik, sondern aus Metall, er war nicht mehr weiss, sondern glänzte bronzefarben metallisch, er war nicht mehr nur 4 Quadratzentimeter groß, sondern hatte eine Kantenlange von gut und gerne acht Zentimetern. Kurz: Er war das beste, was der Lichtschaltermarkt damals zu bieten hatte. Zumindest war er das in meinen Augen. Gut, es hätte noch eine Steigerung geben können: In der Mitte des Schalters befand sich nämlich ein durchsichtiger roter Punkt und ich nehme an, in der Deluxe-Ausführung, die sich nur Rockstars und hohe Funktionäre der Kassenärztlichen Vereinigung leisten können, befand sich hinter diesem Punkt ein kleines Birnchen, dass leuchtete, wenn der Schalter in der Stellung "Ein" stand. Aber ich war mit der normalen Version mehr als zufrieden.
Auch das Schaltverhalten des Schalters war anders, als das der anderen Schalter. Er klackte nicht harsch in die gewünschte Stellung, sondern glitt eher sanft über den Druckpunkt hinweg und schmiegte sich dann leicht aber fest in die Endposition.
Der Schalter war wundervoll!
Wenn ich allein zu Hause war, dann ging ich in das Schlafzimmer und schalterte. Ein, aus, ein, aus, ein, aus. Das machte ich Tagelang.
Irgendwann wurde es mir dann aber doch zu langweilig und ich dachte über neue Möglichkeiten nacht, wie ich schaltern konnte.
Ich wollte indirekt schaltern. Nach einigen ziemlich langweiligen Versuchen mit Filzstiften, Bällen und Papierfliegern fiel mir der Tacker meines Vaters ins Auge.
Bald darauf fühlte ich das kühle, orangefarben lackierte Metal des Drahklammerschussgerätes in meiner Hand, setzte den Austrittskanal über die untere rechte Ecke des Schalters und drückte den Abzug nach unten. Die Feder im inneren des Gerätes leistete meinem Druck immer mehr Widerstand, ich hielt aber dagegen, drückte fester, bis endlich der Druckpunkt des Handwerksgerätes überwunden war.
Mit einem trockenen Klacken löste die Maschine aus, eine Klammer schoss heraus, traf den Schalter und landete dann irgendwo im elterlichen Schlafzimmer. Das Licht brannte.
Das indirekte Schaltern war aufregend, wenn auch kurz, aber um welchen Preis!
Könnte ich die Zeit zurückdrehen, dann würde ich es tun, dann würde ich niemals mit einer Metallkrampe auf diesen Lichtschalter geschossen haben.
Der Schalter hatte zwei Beulen, und genau da, wo die Spitzen der Klammer auf den Schalter getroffen waren, war auch der Lack abgeplatzt. Vielleicht waren die Beulen nur klein, für mich aber waren sie so groß, wie stille Seen, die verträumt in einem verwunschenen Wald schlummern (ok, die Metapher war jetzt nicht so gut gewählt, stellt Euch einfach etwas sehr grosses, muldenförmiges vor, bei dem an der tiefsten Stelle der Lack fehlt).
Was hatte ich getan? Ich hatte meinen geliebten Lichtschalter kaputt gemacht! Ich hatte dieses kleine integere Wunder für den kurzen Kick der indirekten Schalterung geopfert! Ich war ein Narr!
Jedenfalls ging mir ganz schön der Stift, denn ich vermutete, der Lichtschalter genoss im Ansehen meiner Eltern einen ähnlich hohen Stellenwert, wie in meinem und mir war klar, dass ich ungefähr fünf Sekunden, nachdem meine Eltern nach Hause gekommen waren, brutal den Arsch aufgerissen bekommen würde. Von den Vorwürfen ganz zu schweigen.
Bang wurde mir, bang und bänger.
Meine Eltern kamen nach Hause und es passierte nichts. Sie taten so, als sei nichts geschehen. Ich versuchte, mich so normal, wie möglich zu verhalten, so als hätte ich mich nicht versündigt, aber ich schlich wie ein waidwundes Kitz durch die Wohnung.
Auch in den folgenden Stunden geschah nichts. Auch in den folgenden Tagen geschah nichts.
Das konnte doch nicht sein! Sie mussten es doch gesehen haben, schliesslich schliefen sie jede Nacht in diesem Zimmer, keine drei Meter von dem hässlich entstellten Schalter entfernt. Wie grausam waren sie? Warum gaben sie mir nicht meine wohlverdiente Strafe? Ich lechzte nachgerade nach Bestrafung, damit mein in drastische Schieflage geratenes Gewissen wieder ausgeglichen würde.
Selbst stellen konnte ich mich nicht. Das hätte ich vielleicht an dem Tag tun können, an dem ich die Tat begang, aber dazu war ich zu eingeschüchtert gewesen. Jetzt, viele Tage danach, war es unmöglich, die Schuld einzugestehen.
Vielleicht warteten meine Eltern auf ein Schuldbekenntnis? Vielleicht hatten sie schon einen fiesen Plan ausgeheckt. Vielleicht würde ich nichts zu Weihnachten bekommen oder der Weihnachtsmann würde mit einem Knüppel meinen C64 zu Klump hauen.
Ich zermarterte mir das Hirn, in dem ein riesengrosses schlechtes Gewissen seine schrillen Weisen sang und mir den Schlaf raubte.
Aber es geschah nichts. Auch an Weihnachten nicht, an meinem Geburtstag (14.01) nicht und auch nicht an Ostern.
Bis heute ist nichts geschehen.
Ich halte es aber nun, mehr als zwanzig Jahre nach der Tat, nicht mehr aus. Jetzt ist es raus: Ich habe damals den Lichtschalter im Schlafzimmer verbeult!
Jetzt wird alles gut.

Nachtrag: Da habe ich es doch glatt vergessen, mich bei Vincent für das neue Ölsardinenfoto in der Alle der Ölsardinen zu bedanken. Danke, Vincent! Falls jemand weiss, wie man an exotische Mangokisten drankommt, bitte bei mir melden, ich leite das dann an Vicent weiter. Des einen Achterbahnen sind des anderen Mangokisten.

Posted by banana at 11:17 FM | Comments (35)
März 07, 2005
Mehr Punkte!

Ich finde, es ist offensichtlich, dass die Formel 1 reformiert werden muss. Es ist doch klar, dass den Fahrern die Motivation fehlt. Da rackern sie sich das ganze Wochende ab, fahren im freien Training, in den Qualifikationsläufen und schliesslich im Rennen und was springt dabei heraus? Maximal lächerliche 10 Punkte.
Da bekommt man ja beim Tischtennis mehr!
Und es kommt nicht schlimmer! Nur die ersten acht bekommen überhaupt Punkte, alle anderen gehen leer aus. Also, ich würde bei solchen Aussichten nicht in ein derart enges, unklimatisiertes und schlecht gefedertes Auto setzen.
Man könnte sich doch andere Sportarten zum Vorbild nehmen, zum Beispiel die Videospiele.
Bei Pacman bekommt man für das Verspeisen der Kirsche schon hundert Punkte. Die Erdbeere taucht schon im ersten Level auf, nachdem man zirka 70 Punkte gefressen hat. Das dauert meistens weniger, als eine Minute. Bei Pacman bekommt man mit etwas Geschick also innerhalb einer Minute zehn mal so viele Punkte, wie in einem Formel 1 Rennen. Nehmen wir an, dass ein Formel 1 Rennen 90 Minuten dauert, so könnte man Pacman-spielend in der gleichen Zeit locker 90x100=9000 Punkte bekommen. Dazu müsste man 900 Formel 1 Rennen gewinnen. Nehmen wir an, eine Formel 1 Saison besteht aus 20 Rennen, so würde sich die Unternehmung über 45 Jahre erstrecken. So lange hat bis jetzt noch kein Fahrer durchgehalten.
Dabei habe ich noch gar nicht erwähnt, dass es für das Essen der Punkte ja auch noch Punkte gibt, nämlich 10 Stück. Ja, ihr habt richtig gelesen. Für das Fressen eines einzigen Punktes in einer Partie Pacman bekommt man die gleich Anzahl Punkte, wie für das Gewinnen eines ganzen Formel 1 Rennens. Da hängt doch etwas ganz gehörig schief!
Und das ist ja erst der Anfang. Ich will nicht mit öden Fakten über die Punktevergabe bei Pacman langweilen. Aber ich sage nur Schlüssel.
Dieses kleine Schmuckstückt taucht ab Level 13 auf und erhöht das Punktekonto um 5000 Punkte. Und zwar mit einem einzelnen Happen. Eat this, Formula 1 Drivers!
Man sieht sofort, dass sich da etwas ändern muss im Rennsport!
Auf jeden Fall muss die Punktzahl, die man für einen Sieg bekommt, erhöht werden, vielleicht auf 5.000.000. Das würde dann schon viel mehr hermachen! Dann müsste man sich nicht mehr schämen, wenn man auf dem neunten Platz gelandet ist, denn dann hätte man immernoch eine ganze Stange Punkte auf seinem Konto!
Die höchste bestätigte Punktzahl, die je in einem einzigen Pacman-Spiel erzielt wurde, beträgt übrigens 3.333.360. Michael Schumacher hat es bis jetzt auf knapp 1.200 gebracht.
Noch Fragen?

Posted by banana at 08:45 EM | Comments (22)
März 06, 2005
I Palindrome I

Darauf hätte ich auch verzichten können: Ich habe gelernt, richtig viel zu essen, ohne satt zu werden. Ist mir das Gefühl der Sattheit abhanden gekommen, so heisst das nicht, dass ich das Gefühl des Hungers nicht mehr kenne. Im Gegenteil: Ich bin jetzt richtig hungrig!
Sonst war ich eigentlich nie hungrig, es gab eher zwei Zustände: "Ich kann nichts essen" und "Ich könnte etwas essen". Nun ist aber noch der dritte Zustand "Ich habe Hunger" dazugekommen und der stellt sich erschreckend oft ein.
Natürlich schlägt sich dieser ganze Kram auch auf das Gewicht nieder und die Zahlen, die mir meine Waage anzeigt, versetzen mich in einen ernsthaft geschockten Zustand.
Ich schätze, ich bin jetzt offiziell ein alter Sack.
Das ganze macht mich natürlich unglücklich, weswegen ich heute auch bestimmt 10 Kilometer spazieren war, weswegen ich morgen mal wieder Joggen gehen werde und weswegen ich diese Woche verstärkt gesunde Dinge essen werde. Wenn ich nicht wieder so unangenehm hungrig werde.
Mein Körper scheint jede Gelegenheit nutzen zu wollen, schwerer zu werden. Sogar die Handcreme zieht besser ein.
Aber ich werde das Gewicht wieder abkochen und wieder auf meine geliebten 72 Kilo kommen.
Frauen sagen ihren Männern oft, dass es ihnen nichts ausmacht, wenn sie dick geworden sind. Sie machen das aus zwei Gründen: Zum einen wollen sie natürlich, dass ihr Mann für das andere Geschlecht unattraktiv wird, zum anderen erwarten sie eine gewisse Gegenleistung, wenn sie selbst fett werden.
So ist das nunmal, da braucht man gar nicht um den heissen Brei herumreden.
Gegen heissen Brei hätte ich jetzt auch nichts einzuwenden. Vielleicht esse ich auch noch die Mozzarellakugel, die im Kühlschrank liegt und bestimmt kurz vor dem Erreichen des Verfallsdatums ist.
Wenn ich jemanden mitnehme und derjenige mich fragt, was ich denn fürs Mitnehmen haben möchte und ich sage, dass ich nichts dafür haben möchte, aber der Mitgenommene mir förmlich eine Bezahlung aufdrängt, bin ich dann im Recht, wenn ich etwas säuerlich bin, weil der Mitgenommene trotzdem nichts bezahlt oder bin ich im Unrecht? Schliesslich habe ich es ja eigentlich genau so gewollt. Wenn er aber so geizig ist, warum hält er nicht die Fresse, wenn ich sage, dass ich kein Geld will? Verstehe ich irgendwie nicht.
Da fällt mir ein, ich bin noch 2.50€ schuldig. Anteilsmässig an einem Strafzettel

Posted by banana at 11:00 EM | Comments (15)
März 04, 2005
Vier Füsse für den Schumilator

Gestern abend: Peinlichster Moment seit langem. Bei Lidl Schumiletten gekauft. Ja, Schumiletten dienen dem gleichen Zweck, wie Adiletten. Man steckt sie auf die Füsse, unterhalb der Jogginghose und macht einen schlechten Eindruck. Schumiletten unterscheiden sich von Adiletten dadurch, dass das Fußbett ein Racing-Karo ziert, die Schlaufe für die Füsse knallrot ist und überall, wo noch Platz war Michael Schumacher draufsteht.
Man kann also sagen, dass die Schumiletten ein recht auffälliges Fußkleid darstellen.
Ich kramte also gestern in den Schumilettenbergen, traf meine Wahl, warf das Paar in den Einkaufswagen und beeilte mich damit, die unsäglichen Erniedigungslatschen mit einer Packung Küchenrollen zu bedecken.
An der Kasse musste ich sie wieder hervorziehen und auf das Band legen. Zum Glück waren die Leute vor mir und hinter mir sehr mit sich selbst beschäftigt. Lediglich die Kassiererin warf mir einen kalten Blick zu. Der reichte aber auch schon.
Ich führe es auf diesen Blick zurück, dass ich heute morgen gegen vier Uhr erwachte und merkwürdige Bilder im Kopf hatte. Es waren Bilder von Essen mit Piercings. Vor meinem geistigen Auge sah ich ein Wiender Schnitzel, das mit einem Tintenfischring gepierct war. Ich sah auch Buletten, die mit Möhrchen druchbohrt waren. Ich sah Whopper, deren Brötchen mit Zwiebelringen durchbohrt waren.
Natürich war das eine grossartige Idee. Warum sollten Leute, die sich piercen lassen nicht auch gepierctes Essen essen wollen. Ich sah schon Restaurants voller Eisengesichter und Arschgeweihe.
Dann wurde mir aber mal wieder klar, dass nicht ich derjenige sein möchte, der diesen Leuten das gepiercte Essen serviert. Probieren könnte man es aber mal. Das sähe bestimmt sehr lustig aus.
Ach so, warum habe ich die Schumiletten gekauft? Es geht natürlich um Wetten. Wir haben ein paar kleine aber feine Wetten laufen und derjenige, der verliert wird die Duschlatschen einen Tag lang im Büro tragen müssen.
Ja, das Leben ist hart.

Posted by banana at 10:53 FM | Comments (8)
März 02, 2005
You can never get it out of your head

Was wäre wohl heute los auf der Welt, wenn Columbus Amerika nicht entdeckt hätte? Wäre die Welt dann ein besserer Ort? Hätten wir dann keine Hamburger, Hotdogs und Milch-Shakes? Hätten wir dann kein Problem mit dem Terror auf der Welt? Ich weiss es nicht, aber ich finde, das ist eine Frage, mit der sich noch niemand so richtig beschäftigt hat.
Neugierig geworden fragte ich auch meinen Amerikanischen Kollegen:
"Hank, what would you do today, if Columbus did not discover you."
Auch er hat sich noch nicht mit der Frage beschäftigt, denn we sagte "Ich weiss es nicht."
Sicherlich wäre unsere Welt aber auch um viele Dinge ärmer, wenn Columbus Amerika nicht entdeckt hätte. Wir hätten keine Kartoffeln, kein Chili con Carne und keine Wagner Americain Style Pizza.
Wobei das mit der Pizza gar nicht so schlimm wäre, denn die mag ich sowieso nicht.
Es war ja schon immer schlimm mit der Pizza. Als Kind gab es zu Hause oft Pizza. Natürlich war ich immer komplett aus dem Häuschen, wenn es Pizza gab, weil Pizza einfach cool war, aber aus heutiger Sicht muss ich sagen: Mutti, obwohl Du super kochen kannst, bewege ich mich heutzutage pizzamässig auf einem anderen Niveau.
Damals gab es zu Hause immer eine Art Pizza, die man wohl ganz gut mit Americain Style beschreiben könnte, nämlich eine mit einem mehrere Zentimeter dickem Hefeteigboden. Ich mag das nicht besonders, ich mag lieber Pizza mit dünnem knusprigen Teig, so wie nur ich sie kochen kann, weil der Teig dazu drei geheime Zutaten braucht: Eine Prise Zucker, etwas Ölivenöl und eine Spur Oregano.
Mist! Jetzt sind die Zutaten nicht mehr geheim. Naja, auch egal. Niemand beherrscht das Handwerk des Pizzamachens so gut, wie ich. Es malt ja auch keine so schöne Bilder, wie Picasso, nur weil er die gleichen Farben benutzt.
Was ich mit dem Pizzagleichnis sagen wollte: Wir Europäer wären also durchaus auch in der Lage gewesen, Americain Style Pizza herzustellen, ohne überhaupt zu wissen, dass es Americain Style Pizza ist! Es ist eher Pizza Mutti, bzw. Deutsche Pizza. Dazu brauchen wir keinen Onkel Sam, der uns beibringt, wie man das macht! Dazu haben wir unseren Doktor Ötker! Mit dessen Backmischung kann man nämlich auch so ein Hochbett für Käse und Salami herstellen. Genau! Das muß der Grund sein, warum es in so vielen studentischen WGs auch diese unsäglichen Pizzas mit dem dicken Hefeteig gibt: Diese Pizza ist einem Hochbett sehr ähnlich und Studenten lieben nunmal Hochbetten! Genau. Aber meine Mutti mag keine Hochbetten. Ach, es ist zum verzweifeln. Warum muß die Welt so unglaublich kompliziert sein?
Unterm Strich bin ich ganz froh, das Columbus Amerika entdeckt hat, denn dort gibt es Super Achterbahnen. Hätte er das nicht gemacht, dann wüsste ich gar nichts von diesen Achterbahnen und könnte nie mit ihnen fahren. Andererseits sagt man ja auch "was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß" und das stimmt auch. Vielleicht gibt es irgendwo auf der Welt noch ein paar Kontinente, die man noch nicht entdeckt hat. Vielleicht stehen dort noch bessere Achterbahnen. Aber ich kenne sie nicht, deswegen bin ich deswegen auch nicht traurig.

Posted by banana at 06:27 EM | Comments (28)
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