Januar 31, 2005
Wir kennen Deine Stimme, wir kennen Dein Gesicht

Beim heutigen Tag war der Anlasser kaputt. Der Tag kam einfach nicht in die Gänge. Obwohl - bis zu den Gängen ist der Tag ja gar nicht gekommen, denn schon der Anlasser war kaputt. Beim Anlassen muss man die Kupplung trennen, damit der Motor von Getriebe getrennt wird. Die Gänge sind ja im Getriebe drin, weil aber der Motor des Tages gar nicht erst gestartet werden konnte, fielen die Gänge gar nicht weiter ins Gewicht.
Es fing schon mit der Nacht an, die sehr komisch war, weil sie einfach nicht stattfand. Ich legte mich in mein Bett, schloß die Augen, öffnete die Augen wieder, schaute auf den Wecker und es war halb Acht.
Ein merkwürdiger Tag, der hoffentlich bald vorbei ist.

Posted by banana at 09:21 EM | Comments (15)
Januar 30, 2005
Wortlos hingen die Haare aus den Geheimratsecken

Nach einer Stunde Konsum der Fernsehanzeigen von jungen Menschen, die für einige Heiterkeit auf der Kommdocouch sorgten, bin ich um einige Antworten, aber auch um einige Fragen reicher.
Nein, es waren keine Kontaktanzeigen, es waren einfach Einspieler von jungen Leuten. Einige suchten tatsächlich einen festen Freund oder eine feste Freundin, andere suchten nur einfach so Freunde und wiederum andere waren eigentlich zu beschäftigt, um neue Leute kennenzulernen. Warum sie dann einen Einspieler aufgenommen haben? Ja, das fragte ich mich auch.
Während wir so dasassen und die Filmchen betrachteten, krisallisierte sich heraus, dass die wichtigste Eigenschaft dieser Tage das "spontan sein" ist. Nahezu alle jungen Leute wünschten sich Leute, die spontan sind. Nahezu alle jungen Leute behaupteten auch von sich selbst, spontan zu sein.
Ich bin mehr oder weniger in meinen Grundfesten erschüttert! Wo sind sie hin, die Eigenschaften, die man jahrelang trainiert hat, um beim anderen Geschlecht Erfolg zu haben?
Was ist mit dem Humor passiert? Wie steht es um die Sportlichkeit? Warum ist den Chicks die Körpergrösse völlig egal. Ja, man muß noch nichteinmal mehr ein dunkler, südländischer Typ sein, man muß einfach nur spontan sein, neben bei vielleicht noch gerne weggehen, offen sein und Schlagzeug spielen, wobei letztgenannte Punkte zwar oft, aber wesentlich seltener, als "spontan sein" angeführt wurden.
Was habe ich denn bitte darunter zu verstehen, unter diesem "spontan sein"? "Spontaneity has its time and its place" sagt Alison in The Sure Thing, kurz bevor sie ihre Tüten aus dem Fenster eines fahrenden Autos hält, aber das beantwortet die Frage auch nicht.
Ist man spontan, wenn man in einer Gespärchsrunde plötzlich aufsteht und herumhüpft, wie eine Taube, ein Huhn oder ein Affe? Ist man spontan, wenn man auf jede SMS mit "wir sind im Foxy, kommst Du auch vorbei?" mit "bin gleich da!" antwortet?
Ich weiß es nicht. Ich will es aber auch gar nicht wissen, denn ich erlaube mir den Luxus, nicht spontan zu sein. Wenn ich mir die Dumpfbratzen so anschaue, dann verpasse ich auch nicht wirklich etwas.

Posted by banana at 10:00 EM | Comments (20)
Januar 28, 2005
Ja, so viel, wie kaputte Strümpfe.

Dem Selbstmörger, der sich mit seinem Auto vor einen Zug gestellt hat, droht jetzt die Todesstrafe. Ich frage mich, ob das nicht etwas kontraproduktiv ist. Aber da soll man nicht scherzen, schließlich sind bei seiner Aktion Menschen ums Leben gekommen.
Ich habe nichts gegen Selbstmörder, aber so sollten sich bitte so um die Ecke bringen, dass andere Leute nicht leiden müssen. Sich vor einen Zug zu stellen oder von einer Autobahnbrücke auf die Autobahn zu hüpfen, sind da ganz schlechte Varianten. Der Herr hätte sich lieber aufknüpfen sollen oder eine ordentliche Dosis Schlaftabletten schlucken sollen. Aber in den USA scheint man spektakuläre Abgänge zu preferieren. Aber eigentlich hat es seit längerer Zeit keinen Amoklauf mehr gegeben.
Ich rege mich gerne über schlechte Musik auf. Heute morgen bin ich aber in mich gegangen und erinnerte mich meiner Kindheit. Da fiel mir auf, dass ich eigentlich schön meine Schnauze halten sollte, denn ich war ein glühender Fan von §§a href="http://www.vaterabraham.de/">Vater Abraham§§/a> und seinen Schlümpfen. Ich war ganz verrückt nach dem Stück, konnte es binnen Stunden auswendig und erinnere mich noch gut an meine Aufregung, als ich die Single in den Händen hielt. Die Single war damals ähnlich schwer zu bekommen, wie im Moment die Single von Schnappi, dem kleinen Korokodil.
Wo ich gerade "Schnappi, dem kleinen Krokodil" schreibe: Was ist das eigentlich für ein verdummender Blödsinn im Fernsehen, wenn sie sagen "Bohri, die Heimwerkerpolizei wird ihnen präsentiert von 'Hau drauf, das Heimwerkermagazin'"? Sollten die nicht lieber sagen von "Hau drauf, dem Heimwerkermagazin"?
Naja, ist auch egal, bei der Zielgruppe ist ohnehin Hopfen und Malz verloren, da braucht man sich auch nicht unnötig mit dem Dativ auseinandersetzen.
Wo ich gerade bei der Sprache bin: Der Spiegel suchte vor ein paar Tagen die nervigsten Sprüche - wobei ich mir bei dem nervigsten nicht ganz sicher bin, denn die Suche nach den nervigsten Sachen ist ja fest in der Hand von Pro Sieben. Die nervigstens Dinge der Achtziger, die nervigsten Dinge der Neunziger, die nervigsten Dinge auf dem Frühstückstisch im Winter und so weiter. Ich frage mich immer, wann sie endlich auf den Trichter kommen, dass Ingolf Lück das Nervigste im Deutschen Fernsehen ist aber wahrscheinlich sammeln sie einfach genug Materital, um mit Herrn Lück dann eine abendfüllende Sendung produzieren zu können. Das wäre dann "Der ultimative Nervbrocken".
Womit wir wieder beim Thema wären: Das schlimmste Wort im Moment ist "ultimativ". Wer es benutzt, dem sollten die Onanierzangen vergichten. Alles ist im Moment "ultimativ". Wer das Wort benutzt, der stellt sich selbst ein Armutszeugnis aus und trägt zur weiteren Verdummung der Welt bei. Freenet kann ich ja auch nicht leiden. Diese blöde Werbung mit den beiden Knetgockeln. Vor allem nicht das Huhn, dass das "Gesparte gleich wieder vershoppt" hat. War das denn wirklich nötig? Musste es denn wirklich "vershoppt" werden? Konnte sie es denn nicht einfach ausgeben?
Ach und weh, die Welt ist schlecht und ich bin mittendrin, der Nabel der Welt sozusagen.
Aber eigentlich wollte ich ja etwas über Vater Abraham und seine Schlümpfe erzählen. Naja, vielleicht ein anderes Mal.

Posted by banana at 11:33 FM | Comments (7)
Januar 26, 2005
So you wanna be a playa, but your wheels ain't fly?

Wie ist wohl die Rindersuppe erfunden worden?
Ich glaube, es war so: In Afrika war mal eine Herde Wasserbüffel, die zog durch die Wüste. Sie hatten alle großen Durst. Sie hatten sogar einen großen Wasserbüffeldurst! Schon mehrere Stunden hatten sie kein kühles Nass gehabt, um ihre Kehlen zu benetzen. Der Atem von den Wasserbüffeln war teilweise schon deutlich hörbar, weil ihre Wasserröhre schon total trocken geworden war. Die kleinen Wasserbüffelkälber hatten ihre Mühe, mit den starken erwachsenen Tieren mitzuhalten. Das eine oder andere Kalb fragte sich schon, ob es nicht schon Zeit dafür wäre, sein Testament zu machen.
Da entdeckte der Herdenhäuptling einen See am Horizont. Auch die anderen hatten den See schon entdeckt. In der Herde keimte neue Hoffnung auf und sie stürmten los, immer auf den See zu. Die Hufe der Tiere stampften den Wüstenboden so, als wäre es Kartoffelbrei und deswegen wurde auch viel Staub aufgewirbelt. Es war eine superwilde Stompede! Als die Büffel den See erreicht hatten, hielten sie nicht an, sondern galoppierten geradewegs in den See hinein, um ihren Durst zu stillen. Innerhalb von 24 Sekunden war die ganze Herde im See drinnen. Sofort begannen alle Tiere zu trinken und es stellte sich Linderung ein.
Doch da geschah es!
Der Vulkan, der unter dem See lag, brach aus! Die Lava bildete einen flammenden Kranz um den See. Die Wasserbüffel waren im See gefangen! Es gab kein Entkommen, keine Hoffnung! Einige junge Wasserbüffelkühe muhten noch ein paar Mal verzweifelt, die älteren schwiegen, weil sie wussten, dass das sinnlos war.
Die Temperatur des Wassers stieg an, weil sich die Luftblase unter dem See mit der Vulkanlava anfüllte. Die Wasserbüffel versuchten zu schwimmen, waren doch ihre Hufe schon so heiss geworden, aber es half nichts. Alle Tiere starben einen heissen Tod! Viele Stunden kochte der See, bevor der Vulkanausbruch abbrach und die Lava wieder erkaltete.
Am nächsten Tag kam ein junger Krieger des Weges, der gerade auf der Häuptlingswalz war. Auch er war froh, den See gefunden zu haben, denn er hatte sich in der Nacht ein Papierschiffchen gebaut und brannte darauf, es auszuprobieren. Etwas Durst hatte er auch.
Nachdem das Papierschiffchen untergegangen war, beugte sich der junge Krieger zu dem See herunter. Der See roch total lecker! Diesen Geruch hatter er zwar noch nie gerochen, aber er stieg ihm gar lieblich in die Nase. Vorsichtig trank er einen Schluck des Wassers. Das Wasser schmeckte Wundervoll und er merkte, wie sich seine Muskeln mit Büffelkraft füllten. Der junge Krieger fragte sich, warum der See so lecker und kraftvoll schmeckte, da sah er die toten Büffel im Wasser schwimmen. Er sah auch den Kranz erkalteter Lava, der um den See herum lag. Eins und eins zusammenzählend, war dem Jüngling klar, was geschehen war. Die Büffel waren in dem Wasser ausgekocht worden.
So wurde die Rindersuppe erfunden.

Posted by banana at 06:30 EM | Comments (7)
Januar 25, 2005
I'm going down the cow town

Wunderkerzen scheinen ja wirklich harmlose Dinger zu sein.
Als Kind hat man ziemlichen Respekt vor den Dingern, weil sie Funken spritzen, aber nachdem man mal ein paar Wunderkerzen abgebrannt hat, verliert man den Respekt und die Experimentierfreunde erwacht. Man fängt damit an, dass man den Draht etwas verbiegt und die Wunderkerze beim Abbrennen in der Luft rotieren lässt, dann steckt man ganze Kaskaden von Wunderkerzen in die Erde, damit sich eine an der anderen ansteckt und schließlich alle Kerzen auf einmal brennen. Oder man macht solche Dinge, wie mein Bruder.
Es war kurz vor Sylvester. Weil wir keine Böller zünden durften, gab es für uns Kinder immer nur die blöden Wunderkerzen. Ich denke, jeder, der schon mal Kind war, kennt die Problematik. Wir hatten uns ein paar Päckchen Wunderkerzen geschnappt und waren in unser Zimmer gegangen. Eigentlich durften wir in der Wohnung keine Wunderkerzen abbrennen, aber das war uns scheißegal.
Wir machten das Fenster auf und kokelten eine Wunderkerze nach der anderen ab. Das war nicht besonders interessant, ich verbog die Drähte und wirbelte die brennenden Wunderkerzen durch die Luft.
Da hatte mein Bruder eine gute Idee
"Ich mach jetzt Fackel!" sagte er entschlossen.
Er nahm eine Handvoll Wunderkerzen aus einer Tüte und streckte sie mir zur Veranschaulichung entgegen.
Dann zündete er eine der Wunderkerzen an. Die erste entfachte eine zweite, die zweite eine weitere und bald britzelte und funkte der ganze Straus. Ei, wie brannte des! Ich machte das Licht im Zimmer aus, damit das Leuchten und Funkeln besser zur Geltung kam. Wir beide glucksten vor Freude. Das war eine tolle Fackel.
Wir hatten jedoch offensichtlich die Temperaturen unterschätzt, die in solch einem Wunderkerzen-Cluster entstehen, dann bald leuchtete nicht nur die Fackel, sondern auch die Tropfen geschmolzenen Metals, die auf den Teppich fielen. Man hörte auch nicht mehr nur unser freudiges Glucksen und das scharfe Zischen der brennenden Wunderkerzen, sondern auch immer lauter werdende Verzweiflungsschreie meines Bruders. Wie ein Derwisch hüpfte er durch den Raum und ihm war anzusehen, dass er die Fackel gerne loswerden wollte, aber nicht wusste, wohin damit.
Ich selbst sprang auch durch das Zimmer, gepackt vom blinden Aktionismus.
Schließlich wurde konnte mein Bruder die lodernden Wunderkerzen nicht länger festhalten und ließ sie einfach fallen. Da lagen sie nun auf dem Teppichboden und fraßen ein fieses Loch.
Das Haus brannte ab und wir kamen alle ums Leben.
Nein, das stimmt nicht.
"Feuer, Feuer!" rief mein Bruder in Panik. Wahrscheinlich tat ihm die Hand saumäßig weh.
Ich trat die Wunderkerzen mit dem Hausschuh aus, schnappte mir dann den glühenden Haufen zusammengebackener Drähte und warf ihn aus dem Fenster. Man könnte das Zischen hören, als das Ding im Schnee landete.
Meine Hausschuhe waren danach im Arsch, der Teppich hatte diverse Brandlöcher und unsere Eltern waren nicht sehr gut auf uns zu sprechen.
Was ich damit sagen will: Falls jemand von Euch auf die Idee kommt "Fackel" mit Wunderkerzen zu machen: Lasst es bleiben!
Eine Frage hätte ich auch noch: Was machen linkhändische Zahnärzte? Haben die dann den Behandlungsstuhl spiegelverkehrt? Mit rechts können sie ja nicht bohren, also können sie auch nicht rechts von dem Patienten sitzen, sondern müssen links von dem Patienten sitzen.
Das würfe allerdings einige Probleme auf: Sind dann alle Zahnarzthelferinnen auch linkshändisch? Wollen sie z.B. einem Patienten den Zahnstein entfernen, so müssten sie dies ja dann auch mit der linken Hand tun, wenn sie links vom Patienten sitzen.
Viele Zahnärzte kaufen das Inventar gebraucht, beziehungsweise sie übernehmen es von einem Vorgänger. Für linkshändische Zahnärzte müsste der Vorgänger ja dann auch ein Linkshänder sein. Das scheint mir ziemlich unwahrscheinlich zu sein.
Ich habe das auch schon die Zahnarzthelferin meines Vertrauens gefragt, aber sie hat nur gelacht.
Nichtsdestotrotz wüsste ich auf diese Frage gerne die Antwort.

Posted by banana at 07:00 EM | Comments (8)
Januar 24, 2005
Required from us a song

Als Geisterjäger hat man es wirklich nicht leicht. Jeder der Herren und Damen übernatürliche Lebewesen möchte nämlich auf eine unterschiedliche Art ins Jenseits befördert werden. Dabei bin ich mir jetzt gar nicht sicher, ob man überhaupt vom ins Jenseits befördern sprechen kann. Töten wäre auf jeden Fall der falsche Ausdruck, denn viele der Geister sind ja schon tot, im eigentlichen Sinne. Damit befinden sie sich eigentlich ja auch schon im Jenseits. Zumindest ist ihre Seele dort, während der Körper noch über die Erde wandelt. Dann gibt es aber auch Wesen, deren Körper schon seit geraumer Zeit vergammelt ist, deren Seele aber noch über die Erde spukt. Das sind nur zwei kleine Beispiele aus der Monsterwelt, aber sie zeigen schon auf, dass die Geisterjägerei ein verdammt kompliziertes Geschäft ist.
Bei normalen Zombis reicht es schon, sie kurz und klein zu kloppen und zu schießen, bis kein Gebein mehr auf dem anderen sitzt. Dann sind sie praktisch erledigt, aber so ein Zombi, der ist ja auch relativ leicht und ohne viele Vorkenntnisse zu beseitigen. Man nennt den Zombi auch die Ratte unter den Monstern, allein schon, weil er zahlenmässig sehr stark ist.
Schwieriger wird es da schon bei den Werwölfen, aber auf die trifft man zum Glück ja recht selten. Werwölfe möchten gerne mit einer Kugel aus Silber erschossen werden, wenn es geht, dann auch noch eine geweihte Kugel aus Silber. Drunter machen die das einfach nicht. Wenn man denen die Gliedmaßen abtrennt, dann wachsen die wieder nach. Wirklich unangenehm ist das.
Vampire kriegt man bekanntermaßen klein, wenn man sie dem Sonnenlicht aussetzt oder wenn man ihnen einen Holzpflock ins Herzilein rammt. Dann sind sie fertig.
Ich weiß ja auch nicht, was das ganze für einen Sinn machen soll. Meiner Meinung nach ist das alles reinde Schikane, damit man sich als angehender Geisterjäger drei Jahre während der Ausbildung die Ausführungen der Dozenten im Fach Monstermeucheln anhören muß.
Außerdem macht es die Ausrüstung verdammt schwer, denn man muß ja zu jedem Einsatz sämlichtliche Tötungsutensilien mitschleppen. Das kann ganz schön belastend sein. Deswegen haben auch die meisten Geisterjäer so große Autos. Aber das nur am Rande.
Die erste Folge von "Die Burg" gestern war wirklich gruselig. Die Hälfte der Leute, die da eingezogen sind, kannte ich gar nicht. Ich schaute nach, wer die Frau war, die sich von dem Prinzen von Anhalt einschüchtern ließ und damit drohte(?) die Show zu verlassen. Laut Pro Sieben handelt es sich um Tina Angel.
*schnipp*
Sie hat Deutschlands größte Oberweite: Mit 75 J tingelte sie durch sämtliche Talkshows
*schnapp*
Aha. Sehr interessant.
Die Pro Sieben Standardmoderatoren Sonya Krauss und Elton OhneNachName haben mich nicht enttäuscht, das konnten sie nämlich gar nicht. Frau Krauss versucht Frau Zitlow nachzumachen, es gelingt ihr aber nicht und Elton scheint sich an einer Kopie von Herrn Pocher zu versuchen, das gelingt ihm aber auch nicht.
Die einzigen Lichtblicke waren das Kloppen in den Rüstungen und der Prinz von Anhalt. Der ist wirklich cool

Posted by banana at 07:39 EM | Comments (11)
Januar 20, 2005
Tod dem Pumuklbecher!

Wenn Du traurig bist, dass Dich niemand einläd. Wenn Du allein auf Deinem Sessel sitzt und die Einsamkeit Deinen Hals zusammenschnürt. Wenn die Fragen Deinen Kopf zermartern, warum Du keine Freunde hast. Dann gehe einfach in das Internet und sich Dir ein Fotoalbum aus. Schau Dir die Bilder an. Eines nach dem anderen. Achte auf die Details. Dann wirst Du froh sein, dass Du nicht auf diesen Partys warst.
Tja, viel zu tun im Moment und wenig Lust zu schreiben. Nächste Woche wird es wieder mehr.

Nachtrag:
Bei unserem Achterbahnurlaub in diesem Sommer in den USA ergab es sich, dass wir §§a href="http://www.dollywood.com/">Dollywood§§/a> in Pigeon Forge, Tennessee besuchten. Wir waren auf der Durchreise von Florida nach Virgina. Die alte Geschichte, wir hatten uns mit den Öffnungszeiten der Parks vertan. Ich spreche nicht gerne darüber. Dollywood hätten wir eigentlich nicht besucht, wenn wir die Wahl gehabt hätten, aber so lag es eben nunmal auf dem Weg und war auch noch offen und so statteten wir Dolly Partons Park in den Smokey Mountains eben einen Besuch ab. Ich rechtfertigte den Besuch gegenüber meiner Reisebegleitung damit, dass Dollywood in der Saison 2004 mit einer neuen Holzachterbahn, nämlich Thunderhead aufwartete und dieser Thunderhead von Achterbahn-Fans durchweg gute bis sehr gute Bewertungen bekommen hatte.
Wir hatten damit gerechnet, am Arsch der Welt zu übernachten und froh zu sein, überhaupt ein Hotel zu finden, dass es in dieser Gegend gab. Wir hatten auch schon gescherzt, wir würden uns ein Zimmer in einem Motel direkt gegenüber von Dollywood zu nehmen und aufgrund der geringen Besucherzahl von Dolly Parton persönlich mit Handschlag begrüßt zu werden.
Wir sollten uns geirrt haben.
Wir fuhren von der Autobahn ab und fanden uns tatsächlich mitten in der Wildnis wieder. Wir passierten einige Motels, unter anderem das, was wir uns für die Nacht ausgesucht hatten, wollten aber schauen, ob nicht noch etwas besseres aufzutreiben wäre.
Je näher wir an Dollywood kamen, desto mehr verwandelte sich die Wildnis in eine Art Billigversion von Las Vegas. Da gab es riesengrosse Supermärkte, sämtliche Fast Food Ketten, Motels, Hotels, Resorts, Arcades, Kartbahnen, Show-Theater und alles war in buntes Neonlicht gehüllt.
Schnell kehrten wir um und sicherten uns ein Zimmer in dem Motel, dass wir vorgemerkt hatten. Das war wenigstens einigermassen weit weg vom Trubel.
Ich bin immer noch nicht ganz sicher, was es mit diesem Pidgeon Forge auf sich hat. Es gibt dort einen der grössten Nationalparks der USA. Daran muss es wohl liegen. Aber irgendwie passt das nicht mit dieser billigversion von Lloret de Mar mit sehr hohem Rentneranteil.
Nach diesem Auftakt erwareten wir von Dollywood nicht besonders viel.
Dennoch war es ein toller Tag in Dollywood. Der Rentneranteil war sehr hoch und die Flotte der Elektrofahrsessel, die am Eingang geparkt waren, war sehr eindrucksvoll. Viele der Rentner hatten ein Namenschild ans Hemd gefilmt und wir erlaubten uns ein paar Scherze ("Hey! Ich werd verrückt! Da vorne if Beff Leonard!" "Nein, echt?")
Der Parks selbst war allerdings sehr schön. Das Personal war unheimlich freundlich und hilfsbereit und das Essen war grossartig, zumal es sich angenehm von dem abhob, was man sonst so in den Freizeitparks angeboten bekommt. Die frittierte Schweinescharte muss man ja nicht unbedingt probieren.
Thunderhead hielt dann auch tatsächlich, was er versprochen hatte. Vielleicht die beste Holzachterbahn, die ich gefahren bin. Als Achterbahngesamterlebnis auf jeden Fall das beste. Die Rideops waren grossartig, sie feuerten das Publikum an, waren freundlich, schnell und hatten immer einen Scherz parat. Die Fahrt an sich ist der pure Wahnsinn. Schnell, wild, voller Airtime und vor einem schönen Panorama in den Smokey Mountains. Der Zug fährt während der Fahrt einmal etwas erhöht durch die Station. Während der Durchfahrt krischen die Passagiere und die Wartenden im Wettstreit. Es war der pure Wahnsinn. Ein Dutzend mal haben wir Thunderhead geritten, dann machten wir Schluß, um unsere Rücken zu schonen. Lust hätten wir schon noch gehabt.
Warum mir gerade heute Thunderhead einfällt? Robb Alvey hat auf seiner §§a href="http://www.themeparkreview.com">Seite§§/a> ein hervorragendes Thunderhead Video veröffentlicht. Robb ist der bekannteste und wahrscheinlich beste Filmer von Freizeitparks und Achterbahnen. Der Video gibt es dort in der Sektion "Download Videos". Wer Interesse hat, sollte es sich auf jeden Fall ansehen. Der Charakter, die Wildheit, die Geschwindigkeit und der Klang der Bahn kommen sehr gut rüber.

Posted by banana at 11:59 EM | Comments (13)
Januar 19, 2005
Spamschutz in der Allee

So, ich habe MovableType auf die aktuelle 3.14 Version aktualisiert.
Dann habe ich das rel="nofollow" Plugin und das BlackList Plugin installiert, mit dem man Spam Kommentare ausfiltern kann.
Jetzt geht es mir besser, denn ich habe die Welt etwas besser gemacht.
Mit Spam Kommentaren hatte ich zwar ohnehin nicht mehr so viel Ärger, seit dem ich die Kommentare für ältere Beiträge verboten habe, aber vielleicht kann ich mir das manuelle Abschalten der Kommentare für ältere Beiträge ja jetzt schenken.
Ja, ich weiss, es gibt ein Plugin, dass die Kommentare für ältere Beiträge automatisch schließt, aber das läuft bei mir aufgrund der Server-Konfiguration nicht.
Jetzt freue ich mich schon auf die ersten Spam Kommentare, damit ich sehen kann, wie sie gelöscht worden sind.

Posted by banana at 08:46 EM | Comments (21)
Januar 18, 2005
Die Marke, die ihr Geld wert ist

Man sollte mal einen Volkshochschulkurs anbeiten, bei dem man lernt, wie man sich richtig verhält, wenn man fotografiert wird. Ich denke, da steckt einiges an Potential in der Menschheit. Sowas sagt man, wenn man eigentlich der Meinung ist, dass die meisten Leute auf Fotos entweder total bescheuert aussehen oder törichte Dinge tun.
Bestandteil des Kurses müsste es auf jeden Fall auch sein, sich bis zum Verbrüderungsdrang zu besaufen und in diesem Zustand ablichten zu lassen, denn das sind die schlimmsten Fotos, die alle mindestens einen Daumen nach oben enthalten.
Ich persönlich bin der Meinung, dass es Leute gibt, die auf Fotos immer scheisse ausehen und solche, die es eben nicht tun. Ich selbst gehöre der ersten Gruppe an und das führe ich darauf zurück, dass sämtliche Lockerheit von mir abfällt, sobald ich weiss, dass ich fotografiert werde. Meine Gesichtsmuskeln nehmen dann eine Kombination von Entspanntheit und Schlaffheit an, die absolut unvorteilhaft aussieht. Dagegen kann ich nichts machen. Vielleicht würde auch Akupunktur helfen, aber das Herumpieksen in meinem Gesicht mit Nadeln habe ich mit Abschluss der Pubertät weitestgehend aufgegeben.
Das erklärt nicht, warum ich auch auf den Fotos, die ohne mein Wissen geknippst worden bin, aussehe, wie die Ladenhüter in der Partnervermittlung, aber dafür finde ich auch irgendwann noch eine plausible Erklärung.
Es gibt zwei Fotos, auf denen ich gut aussehe: Foto eins wurde von einer Freundin von mir aufgenommen und zeigt mich mit einer anderen Freundin. Im Halblicht schweifen unsere Blicke träumerisch in die Ferne, dass Hans Albers neidisch geworden wäre. Auf dem Bild sehe ich aus, wie ein junger Gott, dessen zart nach Moschus duftender Körper den Eindruck lügen straft, dass ein Wesen, welches derart entrückt dreinschaut je einen unanständigen Gedanken gehegt hat. Leider ist der Kontakt zu der Besitzerin abgebrochen.
Foto zwei zeigt mich in einem Fotoautomaten im Hamburger Hauptbahnhof. Dieser Fotoautomat hatte die Macke, dass die Zeitspanne zwischen Einwurf des Geldes und Knipsen des Bildes ungewöhnlich lang war. Ich hatte das Geld eingeworfen, meine unvorteilhafte, endogene Gesichtsverkrampfung angenommen und des Blitzes geharrt. Der Blitz wollte aber nicht kommen. Die Sache kam mir Spanisch vor. Just in dem Moment, als ich böse nach unten schaute und destruktiv-manipulative Handlungen an den Bedienelementen des Automaten vornehmen wollte, Blitze es und die Aufnahme war im Kasten.
Endlich ein Bild ohne Gesichtsverkrampfung. Das Bild habe ich jetzt in meinem Führerschein. Bis jetzt hat mich aber noch keine Polizistin gefragt, ob ich mit ihr ausgehen möchte.

Posted by banana at 11:31 FM | Comments (22)
Januar 13, 2005
I want to dance with Emily

Es gibt tatsächlich Leute, die nicht wissen, woher das Verb onanieren stammt. Es war so (Nachzulesen im Alten Testament, 1. Moses 38):
Juda hatte drei Söhne: Er, Schela und Onan. Er (also nicht Juda, sondern der Sohn, der Er heißt. Himmel, Er ist aber auch ein wirklich ausgesucht bescheuerter Name, kein Wunder, dass der sich nicht durchgesetzt hat!) hatte eine Frau, Tamar. Doch Er hat irgendetwas gemacht, was Gott nicht gefiel und deswegen ließ Gott Er sterben. Nun hatte aber Tamar keinen Mann mehr, denn Er war ja tot. Eine Frau ohne männlichen Nachkommen hatte damals nicht viel zu lachen, galt praktisch als Wertlos und deswegen wies Juda Onan an, mit Tamar die Schwagerehe einzugehen. Dabei zeugte der Schwager einer Frau mit ihr zusammen Kinder. Der erstgeborene Sohn wurde als der Nachfolger des toten Ehemannes der Frau angesehen. Onan sollte also zu Tamar gehen und mit ihr ein Kind zu zeugen. Onan passte das aber nicht. Er wusste, dass die Kinder nicht bei ihm sein würden und deswegen ließ er's auf die Erde fallen und verderben, wenn er einging zu seines Bruders Frau, auf dass er seinem Bruder nicht Nachkommen schaffe.
Gott gefiel das auch nicht und so ließ er auch Onan sterben. Ja, das waren raue Sitten, damals zu Zeiten des Alten Testamentes.
Onan ist also der Namensgeber für das Onanieren. Ich persönlich kenne keinen Onan, obwohl biblische Namen ja derzeit wieder sehr in Mode gekommen sind (Noah! Hör' sofort auf zu weinen!).
Eigentlich ist das ganze eine ziemlich fiese Sache und eine ziemlich schlechte Presse für Onan. Es ist nämlich gar nicht wahr, dass Onan sich selbst befriedigt hat. Vielmehr hat er Coitus Interruptus betrieben. Würde mir stinken, wenn man eine Sache nach mir benannt hätte, die ich gar nicht gemacht habe. Vor allem noch so eine Sache. Naja, einen muss es wohl treffen, obwohl ich von einem Masturb noch nichts in der Bibel gelesen habe.
Die Frage ist jetzt, ob sich die kirchliche Ächtung der Selbstbefriedigung daraus ableitet, dass Onan von Gott getötet worden ist? Das kann nicht sein, denn in anderen Sprachen gibt es das Wort nicht in dieser Form.
Im Englischen gibt es das Verb to onanate nicht, dort sagt man nur masturbate. Zumindest wenn man sich einigermaßen gepflegt ausdrücken möchte. Was lernen wir daraus? Haben die Briten weniger in der Bibel gewesen oder haben sie einfach nur genauer in der Bibel gelesen?
Ich weiß es nicht.

Posted by banana at 07:37 EM | Comments (22)
Januar 12, 2005
Du musst nur a bisserl schau'n

Heute: bna erfindet geschmacklose Witze (Ich wollte gerade geschmacklose Witwe schreiben, aber das ist ja immer eine Frage der Zubereitung.
Also:
Wie nennt man einen Mann ohne Freundin?
Rainer Schüttler.
Sehr lustig, was? Ich bin aber bestimmt nicht der erste, der darauf gekommen ist.
Am Wochenende habe ich aus Versehen in einen Gruselfilm gezappt. Stefanie Hertel stand auf der Bühne und sang ein Lied. Es war "fang das Licht". Ja, "Fang das Licht", das Lied, das weiland Karel Gott, die goldene Stimme aus Prag zusammen mit der kleinen, süßen, niedlichen Darinka gesungen hat.
"jetzt covern sogar schon die volkstümlichen Musikanten", dachte ich mir und ärgerte mich ein bisschen, weil Karel Gott zu denjenigen Künstlern gehört, die legitimerweise nur von Akustiktrios aus dem hessischen Hinterland gecovert werden sollten, die die richtige Lebenseinstellung an den Tag legen.
"Fang das Licht" ist ein Duett und ich fragte mich gerade, welcher kleine süße niedliche Junge denn mit Stefanie Hertel zusammen singen würde. Aber, was da die Bühne betrat, das war kein kleiner, niedlicher, süßer Junge, es war Stefan Mross, die ausgepichte Kehle. Er war der Duettpartner von Steffi, der Dame, die schon früh erkannte, dass über jedes Bacherl a Brückerl geht. Stefan hat wohl eher erkannt, dass zwischen jedes Hauswandl noch a BMWerl geht. Stefan sang.
Einige Leute haben behauptet, es wäre gar nicht Stefan Mross, der auf Stefan Mross Platten Trompete spiele. Richtig beweisen konnte ihm das aber keiner, auch nicht Walter Scholz. Ich würde mich aber sehr wundern, wenn es wirklich Stefan Mross war, der dort zu hören war.
Im Unterschied zum Gott'schen Original war das Stück nämlich in akzentfreiem Hochdeutsch vorgetragen und dass von einem Burschen, bei dem das öffentlich-rechtliche Fernsehen nur deswegen auf die Einblendung von Untertiteln verzichtet, weil sich die Mühe rein inhaltlich nicht lohnen würde.
Bis zum Ende des Liedes habe ich es nicht ausgehalten, weil mein Gehirn anfing, mir aus der Nase zu laufen, um mich kurz darauf zu erwürgen, deswegen kann ich nicht sagen, ob er für die anschließende Gesprächsrunde wieder in seine ursprüngliche Zunge verfallen ist. Schön hätte ich auf jeden Fall eine Synchronisation im Stile des Jack LaLane Power Juicers oder des Restform Luftbettes gefunden.
Außerdem bin ich der Meinung, dass Karel Gott nun zur Strafe "Über jedes Bacherl geht a Brückerl" covern sollte.

Posted by banana at 07:22 EM | Comments (11)
Januar 11, 2005
Geschafft!

Aufgepasst! Ich bin jetzt ein brandgefährlicher Einbrecher. Zu dumm nur, dass ich pro Schloss ungefähr eine Stunde brauche und meine Wutanfälle alle Nachbarn aufwecken würden. Wird wohl nichts mit der Karriere als Langfinger.

Verläuft die heutige Karriere des studentischen Kochenlernens eigentlich immer noch über die unvermeidbaren Stufen Mensa, Toast, Spaghetti vom Aldi, Schlemmerfilet mit Reis, bevor man die ersten zaghaften Versuche mit Salat und Knoblauch startet?
Ganz besonders wichtig schienen mir dabei die Spaghetti gewesen zu sein. Es gab Phasen, da aß ich sie praktisch jeden Tag. Ich konnte das Essen in der Mensa nicht mehr sehen (das ist keine Gulaschsuppe, das ist ein Massengrab) und suchte nach geschmacklichen Alternativen, die ich mir leisten konnte und die ich derart zubereiten konnte, dass ich sie auch sicher essen konnte. Da haben mir die Spaghetti sehr geholfen. Noch heute kann ich sie ohne Anleitung zubereiten.
Das ist allerdings auch wesentlich einfacher, als die Dinger zu essen, ohne sich komplett einzusauen.

Posted by banana at 07:56 EM | Comments (13)
Januar 10, 2005
Los zusammen jetzt (los zusammen jetzt)

Was wirklich mal jemand erfinden sollte, das wäre eine Technik, die bewirkt, dass es abends, wenn man ins Bett geht, genau so kuschelig ist, wie 5 Minuten, nachdem der Wecker geklingelt hat. Fünf Minuten, nachdem der Wecker geklingelt hat, könnte es dann von mir aus auch so wenig kuschelig sein, wie wenn man ins Bett geht.
Ich bin gestern um brave Null Uhr ins Bett gestiegen, habe mich dann eine ganze Weile rumgewälzt, habe die Uhrzeit ausgeschaltet, die mir der Wecker nervigerweise an die Wand projiziert hat und habe gewartet. Irgendwas passte die ganze Zeit nicht. Es war zu warm, also habe ich die Hose ausgezogen und eine dünnere Hose angezogen. Dann war es wieder zu kalt, also tauschte ich die dünne Hose wieder gegen das dickere Exemplar. An Schlaf war nicht zu denken.
Ich ging aufs Klo, trank etwas Wasser und legte mich wieder hin. Keine Besserung. Es war einfach nicht so richtig kuschelig. Nein, es war verdammt unbequem. Gegen fünf Uhr muss ich dann doch eingeschlafen sein, um halb sieben war ich aber wieder wach. Es war immer noch unbequem. Also ging ich wieder aufs Klo und trank wieder etwas Wasser. Dann schlief ich. Sofort klingelte der Wecker. Ich wurde wach und plötzlich lag ich in dem kuscheligsten Bett der Welt. Die Kissen schmiegten sich an mein Köpfchen, die Bettdecke umhüllte mich sanft, wärmte mich, ohne zu warm zu sein. Alle Ärmchen und Beinchen lagen an exakt der richtigen Position und es war so bequem, warm und weich, wie es nur mein Bett sein kann.
Wieso tut das blöde Bett das nicht, bevor der Wecker klingelt? Das ist doch bestimmt die reine Boshaftigkeit. Vielleicht sollte ich mein Bett austricksen und einen Wecker auf halb eins in der Nacht stellen. Das Bett würde dann ganz kuschelig werden und ich könnte in dem kuscheligsten Bett der Welt bis in die Morgenstunden schlummern. Aber wahrscheinlich würde das auch irgendwie nicht klappen.

Posted by banana at 08:46 EM | Comments (10)
Januar 09, 2005
Leben leicht, leben frei.

Der Skispringer Alexander Herr wird nach eingener Aussage nach der Operation 500 Prozent für sein Comeback geben.
Das ist doch mal was, so finde ich.
Wir sollten alle eine Millarden Prozent dafür geben, damit es unserem Land wieder besser geht! Wir sollen bei der Bundestagswahl 1111% der SPD geben, 1.000% der CDU und 10.000% den Grünen und -100.000% den ganzen Nazis! Ja, so sollten wir es machen. Nehmen wir uns Herrn Herr als Vorbild! Wenn kümmert es schon, dass die Hundert nunmal nur hundert Teile hat? Ist doch scheissegal! Was kostet die Welt? Wenn uns RTL schon den ganzen Tag das bescheuerte Skispringen aufs Auge drückt, dann fressen wir das eben auch. Und wenn dann einer hinfällt, dann verlange ich es geradezu, dass er 500% dafür gibt, wieder auf die Schanz'n zu steigen! Das wäre ja noch schöner! Das wäre ja, als würde man beim Mikado einen Stab nicht kleben, wenn er zerbricht!
Er soll sich mal ordentlich anstrengen, fünf mal mehr, als er es kann!
Damit er im nächsten Jahr wieder von der Schanz'n obi hübfa koh. Ich verlange sogar, dass er 1000% gibt! Mindestens!
Wenigstens haben es unsere Eisschnellaufmädels geschaft. Die drei ersten Plätze gehören ihnen. Obwohl d'Anni a wenng a Nasnbludn g'hod hod. Abbe des hod's ned g'störd un's hod drodsdem gwonna. Mid ihre schlittschuhlich.

Posted by banana at 06:05 EM | Comments (24)
Januar 06, 2005
Verschwinde aus meinen Träumen, steig in mein Auto

Ha ha, Schurkenbrüder! Ihr filibustierenden Dickwarzzottel! Ein weiterer Schritt zur Übernahme der Weltherrschaft ist gemacht! Die Allee der Ölsardinen hat im Sturm den ersten Platz bei Google für den Begriff "§§a href="http://www.google.de/search?sourceid=navclient&ie=UTF-8&rls=GGLD,GGLD:2003-49,GGLD:en&q=%C3%B6lsardinen">Ölsardinen§§/a>" eingenommen! Ein ehrenvoller zweiter Platz geht an §§a href="http://www.patrickkempf.de">Fletcher§§/a>.
Am ersten Weihnachtsfeiertag konnte ich übrigens zum ersten Mal im Leben das Wort filibustern einsetzen. Das war schön. Ich herrschte meinen Bruder an, er möge doch bitte nicht so vor sich hin filibustern, weil er auch in der zehnten Rummy Runde noch keine Steine ausgelegt hatte. Mit seiner Verweigerungshaltung sabotiere er das ganze Spiel, warf ich ihm vor. Geholfen hat es aber nichts. Aber das nur am Rande.
Was höre ich da? Es gibt die IT-Strahlung nicht? Es gibt die positive IT-Aura nicht? Es gibt keine Menschen, deren natürliche oder durch jahrelanges Asseln angeeignete Körperstrahlung positive Auswirkungen auf das Funktionieren von Computern hat?
Da seid ihr aber auf dem Holzweg!
Ein kleines, etwas das Thema verfehlendes Beispiel wäre da mal mein Anti-Bluescreen-Stein. Der Anti- Bluescreen-Stein lag jahrelang auf meinem Monitor (jetzt liegt er nehmen meinem Flachbildschirm) und ich hatte all die Jahre keinen einzigen Bluescreen! Während links und rechts neben mir, vorder mir und hinter mir in regelmäßigen Abständen die Gesichter blau wurden, lief mein Rechner stabil, wie ein Öltanker. Naja, stabil wie ein Öltanker sollte man vielleicht nicht sagen... dann eben stabil, wie ein Safe.
Apropos Safe... Heute war eine Kollegin da und hatte ihr neues Baby dabei. Sehr niedlich, das muss ich schon sagen. Ich habe allerdings auch etwas Kritik vorzubringen: Das Kind war in einem Römer Baby Safe untergebracht. Ich weiß nicht, ob das so praktisch ist. Was ist, wenn man die Nummer vergisst um man muss mal eben dringend an den Säugling dran, zum Beispiel für Wartungsarbeiten? Was soll man dann machen? Dann ist guter Rat teuer! Aber ich schweife ab.
Wir waren bei der IT-Strahlung. Oft bekomme ich Anrufe von verzweifelten Benutzern, die mal wieder irgendein Problem mit dem Computer haben. Ich nenne sie liebevoll Geginihang-Menschen (Gestern gings noch, ich hab nix gemacht). Telefonisch wird mir dann das Leid geklagt. Dies funktioniere nicht so, wie es das sonst immer täte, dabei habe man garantiert alles richtig gemacht, jenes verweigere den Dienst und so weiter. Alles ist natürlich immer wichtig wichtig und dringend dringend. Zum Glück bin ich der einzige Mensch auf der Welt, der keine wichtigen und dringenden Dinge erledigen muß, aber ich habe ja auch vier Nasen und meine Oma heißt Geronimo.
Ich mache dann meistens ein paar Witzchen "haben sie sich einen Virus aus dem Internet runtergeladen?", sage dann aber stets zu, "mal kurz vorbeizukommen", worauf ich im Telefonhörer erleichterte Menschengeräusche höre. Offensichtlich wissen die Leute nicht, dass ich ein kompletter Idiot bin, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Konzentration ist dann für mich angesagt. Dadurch lade ich mich mit IT-Strahlung auf, bis ich fast leuchte. Wer genau hinhört, der könnte ein leichtes Summen hören, aber wer hört heutzutage schon genau hin? Es folgt ein Sprint zu dem Leidenden, möglichst schnell, damit nur wenig von der kostbaren IT-Strahlung verloren geht. Einmal angekommen, stelle ich mich dann dicht neben den muckenden Computer und lasse die IT-Strahlung raus. Das geschieht im Bruchteil von Stunden. Danach lasse ich mir das Problem von dem Benutzer noch einmal vorführen. Was soll ich sagen? Dann gibt es gar kein Problem mehr! Alles läuft, wie am Schnürchen. Große, erstaunte Augen schauen mich dann an. An geraden Tagen sage ich "Magic Fix", an ungeraden Tagen "kaum macht man's richtig, schon geht's" und Dienstag sage ich "das ist meine Aura". Man kann nichts so gut vor den Menschen verbergen, wie wenn man es ihnen direkt vor die Nase hält.
Guten Abend.

Posted by banana at 07:31 EM | Comments (13)
Januar 05, 2005
You cannot yet imagine, how you will dance for me

Am irritierensten bei den Supermamas auf RTL II finde ich, dass sie sich nach dem Klingeln an der Gegensprechanlage tatsächlich als Supermama ankündigen. Ich gebe allerdings zu, dass mich der Rest der Sendung auch leicht verstört auf dem Sofa zurücklässt.
Seit ein paar Tagen läuft Team America: World Police der South Park Macher Trey Parker und Mat Stone auch bin uns im Kino. Ich habe mich sehr gefreut, als ich im Sommer in den USA die Ankündigung für den Film im Fernsehen gesehen habe. Gefreut habe ich mich aus zwei Gründen:
Ich bin ein großer Freund von allem, was Parker und Stone bis jetzt auf die Beine gestellt haben. Sei das die South Park Fernsehserie, der §§a href="http://www.imdb.com/title/tt0158983/">South Park Kinofilm§§/a> oder auch §§a href="http://www.imdb.com/title/tt0124819/?fr=c2l0ZT1kZnxteD0yMHxzZz0xfGxtPTIwMHx0dD1vbnxwbj0wfHE9b3JnYXNtb3xodG1sPTF8bm09b24_;fc=7;ft=21;fm=1">Orgasmo§§/a>.
Zum anderen führt der Film eine Tradition fort, die mir sehr am Herzen liegt: Action-Filme mit Marionetten.
Team Amerika mag den einen oder anderen an die Augsburger Puppenkiste erinnern. Das ist auch in Ordnung, aber der Film ist mehr, als nur ein Marionettenfilm: Er ist ein Zitat aus dem Werk des Briten §§a href="http://www.fanderson.org.uk/fanderson.html">Gerry Anderson§§/a>.
In den 60er Jahren produzierte Anderson eine Reihe von Fernsehserien mit Marionetten. In diesen Sendungen ging es stets darum, dass einzelne Menschen oder eine Gruppe von Menschen unter Zuhilfenahme ihrer Superfähigkeiten oder extrem hoch entwickelter Technik die Welt retteten. Die Technik zur Bewegung der Marionetten nannte er §§a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Supermarionation">Supermarionation§§/a>. Hauptmerkmal der Technik war es, dass die Fäden, an denen die Puppen geführt wurden, so gut wie nie zu sehen sind, da geschwärzt waren. Anderson wollte die Akteure so real, wie möglich aussehen lassen. Weil er fand, dass die Puppen beim Laufen unrealistisch aussahen, sind sie in den Filmen so gut wie nie beim Laufen zu sehen. Meistens sitzen oder stehen sie. Bei Grossaufnahmen auf Hände wurden die Puppenhände oft durch echte menschliche Hände ersetzt. Die erste Serie war Supercar [§§a href="http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/B00008PHCX/qid=1104926771/sr=1-1/ref=sr_1_26_1/026-1485495-7492454">1§§/a>], [§§a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Supercar_%28television%29">2§§/a>] (1960/1961). Supercar war ein Auto, dass tauchen, fahren und bis ins Weltall fliegen konnte. Supercar wurde noch in Schwarzweiß gedreht und die Puppen sahen recht unnatürlich aus. Ein Grund für das merkwürdige Aussehen war die Größe der Köpfe. Die Marionetten bewegten die Lippen synchron zu den gesprochenen Worten. Der Mechanismus für die Bewegung der Lippen war im Kopf der Puppen untergebracht und so groß, dass man die Köpfe überproportional groß anfertigen musste. Nach Supercar folgten Fireball XL5 [§§a href="http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/B0000C88LJ/ref=pd_sim_d_dp_1/026-1485495-7492454">1§§/a>], [§§a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Fireball_XL5">2§§/a>] (1962, s/w), ein Raumschiff, dass im Jahre 2062 den Sektor 25 der Galaxie bewacht und die Erde beschützt und Stingray [§§a href="http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/B000059RNA/ref=pd_bxgy_text_2_cp/026-1485495-7492454">1§§/a>], [§§a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Stingray_%28TV_show%29">2§§/a>] (1963), ein Unterseeboot, das im Jahre 2063 durch die Weltmeere fährt, um die Erde vor dem Bösen zu retten.
1964 folgte die wohl bekannteste von Andersons Serien, Thunderbirds [§§a href="http://www.thunderbirds.com/site/">1§§/a>], [§§a href="http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/B0002475OI/ref=pd_sim_d_dp_3/026-1485495-7492454">2§§/a>], [§§a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Thunderbirds_(television)">3§§/a>]. Thunderbirds handelt von der Familie Tracy, bestehend aus dem Vater, Jeff Tracy und seinen fünf Söhnen, Scott, John, Gordon, Virgil und Alan. Von einer geheimen Insel aus bilden und führen sie im Jahre 2064 das geheime Spezialteam Internation Rescue, das immer dann gerufen wird, wenn es der Welt wieder mal an den Kragen geht. Meist steckt der Oberschurke The Hood dahinter, der die Technik der Thunderbirds ausspionieren möchte. Bei den Thunderbirds handelt es sich um 5 verschiedene Wunderfahrzeuge, die von dem genialen Wissenschaftler Brains konstruiert wurden. Die Thunderbirds erlauben dem International Rescue Team Einsätze an jedem Platz der Erde, im Weltraum und unter Wasser. Die Thunderbirds waren damals ein sehr großer Erfolg und haben heute eine treue Fangemeinde. Die Serie war sehr aufwendig produziert, Modelle von Fahrzeugen und Gebäuden wurden nahezu perfekt und mit sehr viel Liebe zum Detail gebaut. Auch die Spezialeffekte, wie Explosionen oder aufwirbelnder Staub bei Landungen von Fluggeräten, sind perfekt in Szene gesetzt. Basierend auf dem Thunderbirds-Universum wurden auch zwei abendfüllende Spielfilme gedreht: Thunderbirds are Go [§§a href="http://www.imdb.com/title/tt0061094/?fr=c2l0ZT1kZnxteD0yMHxzZz0xfGxtPTIwMHx0dD1vbnxwbj0wfHE9dGh1bmRlcmJpcmRzfGh0bWw9MXxubT1vbg__;fc=5;ft=17;fm=1">1§§/a>], [§§a href="http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/B00028HCGU/qid=1104928643/ref=sr_8_xs_ap_i1_xgl/026-1485495-7492454">2§§/a>] und Thunderbird 6 [§§a href="http://www.imdb.com/title/tt0063694/?fr=c2l0ZT1kZnxteD0yMHxzZz0xfGxtPTIwMHx0dD1vbnxwbj0wfHE9dGh1bmRlcmJpcmRzfGh0bWw9MXxubT1vbg__;fc=10;ft=17;fm=1">1§§/a>], [§§a href="http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/B00028HCGU/qid=1104928643/ref=sr_8_xs_ap_i1_xgl/026-1485495-7492454">2§§/a>]. 2004 gab es einen neuen §§a href="http://www.imdb.com/title/tt0167456/?fr=c2l0ZT1kZnxteD0yMHxzZz0xfGxtPTIwMHx0dD1vbnxwbj0wfHE9dGh1bmRlcmJpcmRzfGh0bWw9MXxubT1vbg__;fc=1;ft=17;fm=1">Thunderbirds Film§§/a>, allerdings mit realen Schauspieler, mäßigem Erfolg und schlechten Kritiken.
Die Charaktere und die Fahrzeuge passen nicht mehr so ganz in die heutige Zeit, aber es wird wohl nie wieder eine derart aufwendig und gut produzierte Marionettenserie geben.
Nach den Thunderbirds folgte Captain Scarlet and the Mysterons [§§a href="http://www.captainscarlet.tv/frameset.asp/">1§§/a>], [§§a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Captain_Scarlet">2§§/a>], [§§a href="http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/B00005IBK9/qid=1104929781/ref=pd_ka_0/026-1485495-7492454">3§§/a>] (1966). Der unzerstörbare Captain Scarlet ist Teil von Spektrum, einer Spezialeinheit, die gegen die Mysterons kämpft. Die Mysterons sind Wesen vom Mars, die der Erde den Krieg erklärt haben, nachdem eine Marsexpedition unter Captain Black die Stadt der Mysterons zerstört hat. Die Mysterons können alle Gegenstände und Lebewesen reproduzieren und kontrollieren, die sie getötet oder zerstört haben. Mit Vorliebe machen sie das mit Captain Black. In der Serie werden die Mysterons übrigens als zwei Lichtkreise dargestellt, die sich über den Boden bewegen. Anderson weigerte sich, die Mysterons figürlich darzustellen, weil er nicht falsch liegen wollte, wenn man Leben auf dem Mars entdeckt.
Bei Captain Scarlet wurden erstmals Marionetten mit korrekten menschlichen Proportionen eingesetzt. Der Mechanismus zum Bewegen der Lippen wurde vom Kopf der Puppen in den Torso versetzt. So konnten kleinere Köpfe zum Einsatz kommen. Was die Modelle und die Spezialeffekte angeht, hält Captain Scarlet den gleichen hohen Standard, wie Thunderbirds.
Derzeit entsteht eine Neuauflage von Captain Scarlet, die komplett von Computern gerendert ist.
Joe 90 [§§a href="http://www.bigrat.co.uk/">1§§/a>], [§§a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Joe_90">2§§/a>], [§§a href="http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/B00006FI5Z/qid=1104932375/ref=pd_ka_0/026-1485495-7492454">3§§/a>] entstand 1968.
Joe 90 ist ein Junge, der mit Hilfe des Computers BIG RAT so programmiert werden kann, dass er im Stande ist, Autos zu fahren, Flugzeuge zu fliegen, zu operieren und so weiter. BIG RAT (Brain Impulse Galvanoscope
Record And Transfer) wird von Joes Vater bedient. Eigentlich unverantwortlich, dass ein Vater seinen Sohn in derart gefährliche Missionen schickt.
Am Rande: Der Musiker Joe Jackson hat den Namen Joe, weil er angeblich mit seiner Brille so aussah, wie Joe 90. In Wirklichkeit heisst Joe Jackson David Ian Jackson.
Die letzte Marionettenserie von Anderson war The Secret Service (1968). Der Priester Father Unwin führt für BISHOP (British Intelligence Headquarters Operation Priest) geheime und gefährliche Aufträge aus. Er benutzt dazu einen Apparat, der aussieht wie ein Buch, mit dem er Menschen auf ein Drittel ihrer Größe schrumpfen lassen kann.
Eine weitere bekannte Serie von Anderson - allerdings mit echten Schauspielern - war Space 1999, bei uns bekannt unter dem Namen Mondbasis Alpha 1.

Posted by banana at 07:35 EM | Comments (0)
Januar 03, 2005
Er war ein Porschefahrer und ein Waghals

Das sind harte Zeiten. Es fängt damit an, dass es viel zu früh dunkel wird und viel zu spät wieder hell. Diese Dunkelheit nagelt mich quasi auf der Couch fest, saugt mir den Bewegungsdrang aus den Gliedern und türmt den Staub sogar auf meinem Haupthaar.
Den Weihnachtsmist haben wir zum Glück hinter uns, er war weniger schlimm, als erwartet. Das Highlight dieses Jahr war mein Neffe. Er hatte sich einen Legoritter gewünscht und zwar den bösen Ritter Vladek. Ich besorgte also einen Vladek und einen Raskus, denn ein Ritter kann nicht böse sein, wenn er nicht gegen einen Guten kämpfen kann. Meiner Mutter gab ich den Vladek, ich selbst wollte den Raskus verschenken. Nun bin ich sehr schlecht im Einpacken von Geschenken und der von mir notdürftig mit Papier umwickelte Raskus war zehn Meilen gegen den Wind als Legoritter zu erkennen, zumindest für Legoritterexperten, wie mein Neffe einer ist. Meine Mutter hatte Vladek geschickter verpackt. Vielleicht hatte sich aber auch einfach ein weniger auffälliges Geschenkpapier benutzt. Mein Neffe stellte also schon vor der Bescherung fest, dass in dem Raskusgeschenk ganz sicher der Vladek sei und schien daran auch einige Hoffnungen zu knüpfen, was sich durch wiederholte "Jippie" Rufe äusserte. Als es dann an das Auspacken der Geschenke ging, da schnappte er sich zuerst den Raskusvladek und riss ihm das Geschenkpapier vom Leib.
Oh! Da war die Enttäuschung aber groß! Er hielt Raskus in der Hand und rief "Den wollte ich aber nicht, ich wollte den Vladek" und um ein Haar wäre der stolze und gute Ritter in die Ecke geflogen, aber irgendwer sagte dann, dass es ja noch mehr Geschenke gäbe und dass unter Umständen auch ein Vladek darunter sein könnte. Ich hatte auf jeden Fall meinen Spaß. Kinder sind wenigstens ehrlich.
Hinter uns haben wir auch die Zeit, in der jeder Idiot schon Anfang November einen "einen guten Rutsch, falls wir uns nicht mehr sehen" wünscht. Das muss einem zwangläufig derartig auf den Saque gehen, das geht eigentlich gar nicht. Da hilft es auch nichts, dass der Rutschwunsch mit rutschen gar nichts zu tun hat, sondern "Rosh Shana" der erste Tag des Jahres auf Hebräisch heißt, denn diejenigen, die einem da ständig und zu jeder Gelegenheit einen guten Rutsch wünschen, die wissen das unter Garantie nicht, denn sie fragen einen im neuen Jahr, nachdem sie einem ein "gutes Neues" gewünscht haben, ob man auch gut reingerutscht sei. Ich weiß dann immer gar nicht, was ich sagen soll. Geht man auf die Vormulierung ein - und sei es nur hämisch - so fühlt sich der Fragende dadurch noch angestachelt und das endet meistens sehr unschön und auf oft beschrittenen Pfaden.
Das erinnert mich an eine Begebenheit, die nun schon gut und gerne 15 Jahre her sein muss. Mein Bruder und wohnten noch bei unseren Eltern. Wir sind zwar beide sehr schüchtern, aber um Mitternacht steckten wir unsere Köpfe aus dem Fenster um uns das Feuerwerk zu betrachten. Da knallte und böllerte es, da erstrahlte die Nacht im Glanz von Dutzenden von Raketen und unser Nachbar lehnte mit einem Glas Sekt in der Hand ebenfall in seinem Fenster. Als er uns erblickt hatte, da hob er das Glas zum Gruß und rief "Prosit Neujahr!".
Ohne etwas zu sagen oder ohne auch nur eine Regung zu zeigen zogen wir unsere Köpfe aus dem Fenster zurück, hinein in die Wohnung. Das war einfach zu viel für uns gewesen. Ein Jahr, das so anfängt, kann kein gutes Jahr werden. Es muss das Jahr gewesen sein, in dem ich mich in die Frau mit den blausten Augen der Welt verliebt habe, aber das weiß ich nicht mehr so genau.

Posted by banana at 08:59 EM | Comments (14)
Januar 02, 2005
Drei, zwei, eins - meins.

In den letzten Tagen habe ich viel mehr ferngesehen, als ich das sonst mache. Nicht, dass ich sonst wenig fernsehe, aber ich bin üblicherweise montags bis freitags ungefähr neun Stunden unterwegs, in denen ich nicht fernsehen schauen kann. Ok, dafür habe ich in den letzten Tagen auch mehr geschlafen, als sonst und ich frage mich jetzt schon, wie ich morgen früh um halb acht aufstehen soll.
Da gibt es diese ebay-Werbung, die mir jedes Mal auf die Nerven geht. "Verkaufen sie jetzt doppelte oder unpassende Geschenke auf ebay" oder so ähnlich, heißt es da. Dann steht dieser Typ mit seiner Lebensgefährtin vor dem Weihnachtsbaum und fuchtelt mit zwei Bohrmaschinen. Er freut sich schon und seiner Lebensgefährtin ist das alles peinlich, wahrscheinlich hat sie eine der Bohrmaschinen gekauft. So was aber auch! So ein Ärger!
Kurz darauf hat der gute dann etwas auf ebay versteigert (ob eine oder zwei Bohrmaschinen oder eventuell seine zahlreichen anderen doppelten oder unpassenden Geschenke, das entzieht sich meiner Kenntnis), schiebt das Geld in seine Geldbörse und murmelt "meins!".
Was ist da nur wieder schief gelaufen? Das hätte man doch alles noch viel besser machen können, wenn man so sehr aufs Geld aus ist.
Zum Beispiel hätte die dusselige Lebensgefährtin einfach den Kassenzettel aufbewahren können und der doofe Mann hätte die Bohrmaschine nicht gleich aus der Originalverpackung reißen müssen. Dann hätte man nämlich die Bohrmaschine zurückgeben können und hätte den vollen Kaufpreis erstattet bekommen, statt nur einen Bruchteil, wie man ihn bei ebay bekommt. Obendrein hätte man sich dann auch noch die ebay-Gebühr gespart.
Aber selbst da besteht noch Optimierungspotential: Warum sich denn noch Geschenke schenken? Man kann sich doch auch gleich Geld schenken! Unterm Baum wechseln dann ein paar Scheinchen den Besitzer. Wer's gern bargeldlos hat, der kann natürlich auch die Kontoauszüge ausdrucken und überreichen.
Selbst das könnte man noch verbessern. Man fragt die Lebensgefährtin, wie viel Geld sie einem denn schenken wollte. Nehmen wir einmal an, es wären 50 eur. Der Mann wollte seiner Lebensgefährtin 30 eur schenken. Also bekommt dann einfach der Mann 20 eur von seiner Lebensgefährtin. Besonders bei grösseren Familien können sich darauf mathematisch durchaus interessante Aufgabestellungen ergeben. Da können die kleinen noch was lernen! Da geht es um etwas! Da wird bestimmt nochmal nachgerechnet! Das ist doch viel einfacher, als diese blöde Sachenschenkerei! Man hat keinen Wertverlust, man muss nicht blöd in Geschäften rumrennen und man muss sich keine Gedanken machen, was man denn verschenken möchte. Aber - vergaß - wer Bohrmaschinen verschenkt, der macht sich ja gar keine Gedanken über so was.

Posted by banana at 05:18 EM | Comments (6)
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