Dezember 29, 2004
Es war einmal in Karlsruhe

Pro Sieben schauen ist eigentlich, wie Big Brother schauen. Nur bei Big Brother scheinen sie öfters mal einen auszuwechseln. Immer die gleichen Nasen auf diesem Sender. Krauss, Pocher, Lück, Raab, Krauss, Pocher, Lück, Raab. Zwischendurch singen noch die neuen Popstars mit diesem komischen Bandnamen, den ich mir nicht merken kann. Ist aber auch nicht so wichtig, denn wenn ich mir sowas anschauen will, dann gehen ich zum Kinderfasching, wo ein paar kurz vor der Pubertät stehende Rammstein nachmachen. Das ist ungefähr das selbe.
Pro Sieben strahlt im Moment eine Reihe von Sendungen aus, bei denen irgendwelche nervigsten Dinge gesucht werden. Die nervigsten Sommerhits 2004, die nervigsten Dinge, die man unter der Dusche machen kann, die nervigsten Rindersteaks, die ich 2004 beinahe nicht gepackt hätte und so weiter. Leider tauchen in den Hitlisten nie Krauss, Pocher, Lück und Raab auf, obwohl die es wirklich verdient hätten.
Es war kurz vor Sylvester, es war kalt und es war auf dem Parkplatz eines Mediamarktes. Wir hatten eine schlimme, ungesunde Nacht hinter uns und wollten uns kurzentschlossen DVD-Player kaufen, glaube ich.
Ich hatte keinen Hunger, mein Kumpel dafür um so mehr und so steuerten wir auf die Imbissbude zu. In dem nach Fett riechenden Wagen stand ein Mann, der so aussah, als würde er sonst die Rote Armee mit Essen versorgen. Er sah uns grimmig an, aber wir machten ein paar Zeichen, die bedeuten sollten, dass wir uns noch nicht für ein Gericht entschieden hatten. Ich konnte keine Liste der verfügbaren Speisen entdecken, nur einen mit Kugelschreiber beschriebenen Pappteller, der von innen an die Scheibe geklebt war. Auf dem Pappteller stand "Heute besonders zu empfehlen: Currywurst".
Also bestellte ich kurzerhand eine Currywurst und ein Bier dazu. Mein Kumpel war ähnlich unzurechnungsfähig, wie ich und er bestellte das selbe. Der Mann in dem Wagen brummte kurz, die Tür des Wagens öffnete sich, er nahm zwei Bierdosen aus einer Stiege neben dem Wagen und stellte sie vor uns hin. Dann machte er zwei Currywürste fertig. Anders kann man das nicht bezeichnen, denn er briet sie nicht, er bereitete sie nicht zu, sondern er machte sie fertig. Wir wussten nicht, wo sie herkamen, aber plötzlich lagen zwei Würste vor uns und eher wir so richtig anfangen konnten, zu staunen, goss der Mann noch etwas rote Sosse aus einer grossen Konservenbüchse darüber, wedelte mit einem Currypulverstreuer darüber und knöpfte uns unser Geld ab.
Während ich so auf meiner Currywurst herumbiss und die immer finstere Miene meines Freundes mir entgegenschlug, betrachtete ich mir das Schild: "Heute besonders zu empfehlen: Currywurst".
"Heute" schien zeitlich nicht auf einen bestimmten Tag begrenzt zu sein. Vielmehr schien "Heute" immer zu sein. Der Pappteller musste da schon eine ganze Weile gehangen haben, denn er hatte sich schon ziemlich mit Fett vollgesogen.
Ich trank mein Bier, lies die Wurst eine Wurst sein und wartete.
"Das war die mit Abstand schlechteste Currywurst, die ich je gegessen habe" sagte mein Freund. Aufgegessen hatte er trotzdem.
"Wenn das besonders zu empfehlen war, dann will ich die anderen Sachen nicht essen müssen." sagte ich.
"Das stimmt."
"Aber das Bier ist ganz ok", sagte ich "schön kalt!".

Posted by banana at 03:10 EM | Comments (4)
Dezember 28, 2004
Tang tang tang tang.

Wow. Ich habe es geschaft, vier Tage am Stück absolut gar nichts zu machen, ohne auch nur den Anflug eines schlechten Gewissens zu haben. Das ist wahre Freiheit! Ich habe nur Dinge gemacht, die dazu nötig waren, mich am Leben zu halten.
Und ich habe Borschtsch gekocht. Und der hat sogar geschmeckt!
Das Weihnachtsfest war wunderbar,
es war ja auch die Mutti da.
Ach ja, ich habe zwei neue Ölsardinendosen bekommen. Ich habe sie schon in die §§a href="http://www.spackonauten.org/adoe/index.html">Allee der Ölsardinen§§/a> gelegt!

Posted by banana at 06:38 EM | Comments (2)
Dezember 24, 2004
Your my sweedesd Boison (fränkisch Version)

Vorgestern war es sehr kalt. Ich hatte meine Mütze vergessen. Deswegen gefrohr der ganze Schleim in meinem Kopf, als ich in der Mittagspause mit dem Henkelmann unterwegs war, um warme Brotsuppe für das ganze Heim zu holen. Als ich dann wieder hier an meiner Werkbank sass, da schlief ich vor Erschöpfung ein. Mein Kopf knallte auf die Tischplatte vor mir und der gefrorene Schleim in meinem Kopf zersprang in 1000 funkelnde Eiswürfel. Also war mein Kopf wieder frei. Meine Stimme hört sich jetzt auch nicht mehr supersexy an, sondern eher superkacki, so als würde ich mit der Welt über ein Dosentelefon kommunizieren, aber das tut nichts zur Sache, denn ich werde heute nichts mehr sagen. Ich werde eine Tasse handwarmes Sonnenblumenöl trinken, um die Stimmbänder zu Ölen und dann ist Schweigen über den Wipfeln und in der Höh und den Menschen ein Wohlgefallen auf Erden und darunter. Auf das es Winter werde. Gehen in einem Winterwunderland.
Ich weiss noch genau, was mich damals geritten hat, dieses Ericsson Telefon zu kaufen. Mir gefielen die mobilen Telefone von Ericsson immer gut, aber die konnte ich mir nicht leisten. Wenn es schon kein Ericsson Handy werden würde, dann doch wenigstens ein schönes Ericsson für zu hause. Schön ist es, ja, schön ist es. Das war's dann aber weitgehend auch schon mit den positiven Eigenschaften. Gut, man kann damit telefonieren. Es macht aber keinen grossen Spass. In meinem Fall ist das nicht schlimm, denn ich telefoniere nicht besonders gerne. Wahrscheinlich wurde das Telefon von einem Menschen entwickelt, der ganz oben auf der Erdkugel wohnt, wo es überhaupt kein Telefon gibt. Vielleicht wurde es aber auch von einem blöden Menschenhasser, wie mir entwickelt, der Leute, die gerne telefonieren nicht ausstehen kann. Eine andere Erklärung kann es nicht geben. Das subtilste bei dem Telefon ist der Abstand, der zugelassen wird, um mit der Tastatur Buchstaben einzugeben. Der ist nämlich gerade zwei Zehntelsekunden zu kurz. Man drückt auf die 6, weil man gerne ein N eingeben möchte und drückt kurz darauf ein zweites Mal auf die 6, da steht schon das M fest im Display. Das Display ist übrigens auch zu klein.
Zwei Mal im Jahr sitze ich auch mit den Telefon in der Hand und guten Vorsätzen im Kopf auf dem Sofa, weil ich die Zeit umstellen möchte. Es hat mal wieder Sommerzeit oder Winterzeit geschlagen. Nachdem ich mich zehn Minuten durch die Menüs gekämpft habe und die Möglichkeit, die Uhrzeit zu verstellen nicht gefunden habe, gebe ich dann immer auf und beschliesse, ein halbes Jahr mit einem Telefon zu leben, dessen Uhr eine Stunde vor geht. Ist ja auch egal. Wozu muß ein Telefon auch die Uhrzeit wissen?
Gestern schaute ich mal wieder auf die Uhr des Telefons und was sah ich da? Sie ging richtig! Sie ging nach der Winterzeit und nicht mehr, wie ein paar Tage zuvor, nach der Sommerzeit.
Ich konnte mich nicht erinnern, an dem Telefon herumgefummelt zu haben. Es gibt dafür nur zwei Erklärungen:
1) Ich war unterwegs und habe sturzbetrunken einen Ericssontelefonfachmann kennengelernt, den ich dann zu mir nach Hause eingeladen habe und der mir die Uhr im Telefon verstellt hat.
2) Das Telefon hat seine eigenen Ansichten, was Sommerzeit und Winterzeit angeht.
Ich vermute, Möglichkeit 2) trifft zu. Ich vermute sogar noch mehr: Am 20.12. fing der Winter offiziell an. Das hat das Telefon zum Anlass genommen, sich eine Stunde nach hinten zu stellen. Das wäre mal eine alternative Auslegung der Begriffe Sommerzeit und Winterzeit.
Genaueres weiss ich aber erst am 21.6.2005.
Ach so. Herr Schmidt fand ich gestern ziemlich mittelmässig und habe nach der Hälfte umgeschaltet. Ich habe ihn aber noch nie gemocht. Es war aber klar, dass er machen konnte, was er wollte und dass alle jubeln werden. Naja. So ist das nunmal.
Jetzt sieht er schon so aus, wie Helge Schneider, aber er wird niemals so gut werden.

Posted by banana at 01:41 EM | Comments (6)
Dezember 21, 2004
Pfling Pflang Pflong

Jetzt bin ich schon über eine Woche krank. Langsam nervt es. Ich gebe zu, ich bin auch ein ganz klitzekleines bisschen selbst daran schuld, denn die von mir gewählte Therapie für alle Krankheiten heisst ignorieren. Deswegen habe ich auch keine Medikamente im Haus, keine Hustentropfen, kein Aspirin, keine der anderen Dinge, die vernünftige Menschen wohl so besitzen. Normalerweise klappt die Behandlung ganz gut, aber in diesem Fall scheint es nicht klug gewesen zu sein. Es fühlt sich einfach nicht gut an. Wahrscheinlich verschleppe ich da grade etwas und in paar Monaten packe ich mir dann ans Herz und bin tot, bevor ich noch mit dem Eckzahn auf dem Linoleumboden aufschlage, weil ich mich nicht auskuriert habe. Dann tuts mir leid!
Ich wundere mich gerade etwas über den Begriff verschleppen wenn jemand verschleppt wird, dann ist er doch eigentlich nicht mehr da. Und zwar unter unschönen Umständen nicht mehr da. Die Krankheit ist aber dann noch da, mit neuer Versionsnummer. Also verstecke ich doch eigentlich etwas beziehungsweise ich entwickele etwas. Wie dem auch sei - die Sprache ist wunderschön und führt zu Missverständnissen!
Ich weiss, dass ich etwas verschleppe und dass das nicht gut ist. Es ist meine kinderschmollige Krankheitsbehandlungsstrategie: Weil ich etwas nicht sehen will, gibt es das auch nicht. Mit dieser Strategie werde ich mal in die Analen der Medizingeschichte eingehen. Der Trick besteht natürlich darin, dass man sich vollständig davon überzeugt, dass man nicht krank ist. Das ist nicht einfach, vor allem, wenn derjenige, der einen angsteckt hat aussah, wie der Tod in Zimtlatschen.
Ich denke mal, mein ganzer Kopf ist voller Bazillenschleim. Meine Bazillenschleimdrüsen haben ganz eifrig Bazillenschleim produziert und jetzt ist der ganze Kopf voll damit. Der ganze Kopf, inklusive der Haupt-, Seiten-, Neben- und Tropfschleimhöhlen. Ich fürchte, dass eine der Höhlen (ich denke, die Elsasu-Beckstein-Höhle) zum Bersten voll ist mir Schleim, denn ich habe da ein Druckgefühl oberhalb der rechten Backenzähne, das sich nicht gut anfühlt. Ich sehe mich schon beim HNO Arzt sitzen, er vor mir, mit einem Meisselchen und einem Hämmerchen meinen Schädel durchstossend und von mir mit einem heissen Schwall stinkenden Bazillenschleims überspritzt. Dann werde ich mich dafür entschuldigen, was falsch ist, denn eigentlich war er es ja, der mir den Schädel gesprengt hat, ich habe nur den Schleim produziert und das noch nichteinmal willentlich.
Auch meine Stimmbänder sind mit Schleim verkleidet. Das dämpft die Stimme, macht sie schön tief und sexy. Ich könnte jetzt gut in einer Telefonsexagentur arbeiten, aber für sowas habe ich keine Zeit. Und ich kann noch nichteinmal leider keine Zeit sagen.
Auch mein Gehirn sitzt auf einer dicken Schleimschicht. Wenn ich mit dem Kopf wackele, dann zittert das Gehirn kurz hin und her, so wie eine Kaffeebohne auf einem Wackelpeter. Dewegen kann ich nicht so gut denken. Auch riechen und schmecken und sehen kann ich nicht so gut. Das ist alles die Schuld von dem Schleim!
Es ist doch auch eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis man Körperteile verkauft. Besser gesagt, bis man die Namen für Körperteile verkaut, vorzugsweise an Hersteller von Medikamenten. Das Schienbein wäre dann das Aspirinbein, die Nasenschleimhaut die Nasivinhaut und so weiter. Die Frage ist nur, wer das Geld dann bekommen würde.

Posted by banana at 06:15 EM | Comments (9)
Dezember 19, 2004
SALZ DILL GURK

Gestern wachte ich auf und dachte schon beim Aufwachen an Hamburger. Das ist ein Wink des Schicksals und natürlich wäre es nicht möglich gewesen, irgendetwas anderes, als Hamburger zu essen. Natürlich die leckeren Selbstgemachten! Ich fuhr also ein paar Stunden später zum Supermarkt, suchte die Zutaten zusammen, ärgerte mich über die saublöden Menschen ("Sicher, man könnte den Wagen auch noch bescheuerter abstellen, aber dann müsste man schon 'ne Weile nachdenken), bezahlte und fuhr nach Hause.
Nun bin ich kein besonders ehrgeiziger Mensch, sondern ein Mensch, der schon einige Reinfälle mit selbstgemachten Hamburgerpatties hat. Entweder waren die Dinger dann nicht durch, zu dick, fielen auseinander oder machten sonstwas unangenehmes.
Also warf ich vier tiefgefrorene Patties in die Pfanne und während die so brutzelten, schnitt ich die Gurke, die Zwiebel, die Tomate, packte den Käse aus, schnitt die Brötchen in zwei Hälften und bestrich die untere mit Ketchup und Majonnaise. Da waren auch schon die Fleischplatten fertig. Ich legte sie auf die Brötchenunterseite, bedeckte sie mit Gurkenscheiben, Tomaten, Jalapenos, Zwiebelringen, Senf und der Käsescheibe.
Die beiden Burger legte ich auf einen Teller und während ich in den ersten Burger biß, merkte ich, dass er irgendwie ziemlich saftig war. Der Saft tropfte auf den Teller und begann, den zweiten Burger aufzuweichen. Ausserdem passte der Fleischscheibendurchmesser nicht zur Brötchengrösse. Das Fleisch musste sich in der Brötchenmitte ziemlich verloren vorkommen. Das Brötchen war bald durchgeweicht und ich hatte alle Sorten Suppe an meinen Fingern kleben zumal der Burger mit zwei Fleischscheiben, auf die noch Tomaten, Gurken und so weiter gestapelt waren, ziemlich hoch war. Kurz. Es schmeckte zwar gut, aber es machte keinen Spaß? Natürlich hatte ich die Zutaten in solchen Mengen gekauft, dass ich heute nochmal Hamburger essen durfte, obwohl ich gar keinen rechte Lust mehr darauf hatte.
Wieso war ich eigentlich nicht einfach zu Burger King gefahren? Die verstehen was von Hamburgern. Ich blicke auf den Kassenzettel:
Dillgurken: 1,29€
Mega Burger Brötchen: 1,19€
Tomaten 0,78€
Käse: 1,15€
Senf: 0,49€
Majonnaise: 0,99€
Jalapenos: 2,69€
16 Fleischpatties: 3,98€
Macht zusammen etwa 12,40€. Ein Whopper Menu kostet 5€ und es gibt noch Salat und Cola dazu.

Posted by banana at 03:54 EM | Comments (23)
Dezember 16, 2004
Beim Zeus!

Wieso habe ich mir eigentlich ein paar mal die RTL Produktion "Die Autoverkäufer" angeschaut? Ach ja, die Sendung kam immer nach den Formel 1 Rennen.
Natürlich sind mir Autoverkäufer unsympathisch, genau so, wie mir KFZ Mechaniker unsympathisch sind, aber das tut nichts zur Sache. Bei dieser Sendung musste ich mich dann aber doch wundern.
Da war ein BMW Händler, der einen BMW verkaufen wollte. Ein Z4 war es, um genau zu sein. Also setzte er sich in das Auto, fuhr in die Stadt und parkte es in der Fußgängerzone. Da wollte aber keiner so richtig aufmerksam werden auf das Auto. Also fuhr er herum und kehrte dann zum Mittagessen in ein Asiatisches Restaurant ein.
Er bestellte etwas zu Essen und schlug dann der Chefin vor, die Wartezeit mit einer Probezeit zu überbrücken. Die Chefin war einverstanden und bald darauf saß sie am Steuer des Z4 und lenkte den Wagen durch die Stadt. Der Verkäufer wollte wissen, wie ihr das Auto gefalle und versicherte ihr, dass sie hinter dem Volant dieses Wagens eine ganz hervorragende Figur mache. Die Frau war geschmeichelt und nachdem die Probefahrt beendet war, kaufte sie auch tatsächlich einen Z4.
Wir fassen zusammen. Ich mache meinen Job, ein Autoverkäufer, den ich nicht eingeladen habe, kommt vorbei, macht mit mir eine Probefahrt und wenn er schon mal da ist, dann kaufe ich das Auto auch gleich. Ich musste mich wundern, denn ich kaufe Autos immer etwas anders. Aber vielleicht bin ich nicht spontan genug. Vielleicht wollte die Frau den Verkäufer auch nicht enttäuschen. Schliesslich kostet so ein Z4 ja nur schlappe 30.000 Öre.
Ein anderer Autoverkäufer, irgendein "Top-Verkäufer" in einem Luxusautohaus holte zwei seiner Kunden ab. Sie hatten einen Tag bei irgendeinem Rennen bekommen als Dankeschön für irgendwas. Er fuhr einen Wagen aus seinem Autohaus und machte die Karosse dem Paar auch gleich schmackhaft. Was soll ich sagen? Am Ende des Tages kauften die beiden so ein Auto.
Da musste ich mich schon wieder wundern. Offensichtlich kaufe ich Autos auf eine völlig falsche Art.

Posted by banana at 08:59 EM | Comments (3)
Dezember 15, 2004
I still have a roommate

Ich glaube, die Chancen, dass das Kap Horn in Kap Horst umbenannt wird, stehen ziemlich schlecht. Würde ja eigentlich auch keinen Sinn machen, so bei Licht betrachtet.
Aber es soll zwei neue Top Level Domains geben: .mobi und .job. Ich glaube, über .job freut sich die Pornoindustrie gerade einen Ast.
Ich bin ja dafür, noch die generische Top Level Domain .topleveldomain einzuführen. Das macht zwar keinen Sinn, aber ich bin trotzdem dafür. Ich stehe auch dazu. Man muß auch zu den Dingen stehen, die man macht. Was macht man eigentlich, wenn man nicht zu etwas steht, was man gemacht hat? Das geht doch eigentlich gar nicht. Dann tut es einem leid, oder wie? Verstehe ich alles nicht. Mein Kopf ist ein Überbraus' ein saudender, braudender Überbraus'.
Ich habe darüber nachgedacht, zukünftig alle Ls durch Ns zu ersetzten. Da gab es mal einen Film, in dem jemand so sprach. Das war totan nustig. Somit hätte ich dann auch meine eigene Sprache erfunden! War gar nicht schwer, basierend auf dem, was ich so Deutsch nenne. Man sehen, vienneicht ziehe ich mir nochman irgendwann die enementarsten Regen der Rechtschreibung rein. Vienneicht aber auch nicht.
Abends sitze ich meistens auf der Kommandocouch und schaue mir Giga Games an. Das dumme dabei ist, dass in den Werbepausen immer die gneiche Werbung kommt und zwar für diese Time Nife CDs "Wir garantieren Ihnen, dass sie totan begeistert sein werden". Wer kann mir denn sowas garantieren, bitteschön? Ich gnaube, ich war in meinem ganzen Neben noch nicht totan begeistert und ich kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinnichkeit behaupten, dass mich CDs mit Musik aus den sechziger Jahren nicht totan begeistern würden. Aber was würde man dann machen? Ging es dann vor Gericht, denen den Saft aus dem Glas klagen? Zum Beispien zu Richterin Barbara Sanesch.
bna (Knäger): Ich bin überhaupt nicht totan begeistert! Ich winn mein Gend zurück! Ich habe diese CDs erworben, um einman im Neben totan begeistert zu sein. Und Ihre Firma hat's mir versprochen!
Verteidiger: Doch, doch! Sie sind totan begeistert!
bna: Nein! (Schmonngesicht)
Verteiger: Doch!
bna: Nein!
Verteidiger: Sie können das nur nicht so richtig zeigen!
Frau Sanesch: Anso, wenn Sie mich fragen, dann sieht der nicht totan begeistert aus...

Das schnimme an der Werbung ist, dass man sie band auswendig kann. Dann kann man sie mitsprechen und man wird diese Nieder nie wieder so hören können, wie man sie einst hören konnte.
There she was, justa wanking down the street singing doo wha diddi diddi dumm diddi doo - da werden Erinnerungen wach! - Keep on running, running from my arms - Die besten Hits der sechziger - running from my arms - Ausschniessnich Originan Interpreten - the onny one who cound ever teach me was a son of a preacher man. yes he was, he was - bestennen sie noch heute dieses aussergewöhnniche Angebot und sie bekommen diese tonne Beatnes CD dazu - Hey Mister Tambourine man, play a song for me - später naden wir sie dann ein, weitere Angebote kennenzunernen.
("justa wanking down the streets" heisst natürnich "justa wanking down the streets" und nicht "justa wanking down the streets".)
Und so weiter. Schrecknich. Das geht mir vonn auf den Sacque. Aber Giga Games ist nunman das einzige, was zu dieser Uhrzeit näuft, was man sich ansehen kann, ohne einzuschnafen. Diese ganzen Bnödenneien, die es mittnerweine gibt, die hänt ja kein normanes Nebewesen aus. Da kräusen sich einem ja die Fussnägen!
Ach ja, §§a href="http://www.rekorderrennen.de">das hier (bitte knicken)§§/a> ist eine Sache, die man eigentnich unterstützen sonnte. Sehr feine Sache. Vor annem die Rennhemden (unter Rennbedarf) sind ganz hervorragend.

Posted by banana at 07:26 EM | Comments (32)
Dezember 14, 2004
Wir garantieren Ihnen, dass Sie total begeistert sein werden

Als ich in der zehnten Klasse war, da gab es in der elften Klasse ein Mädchen, dass mir ganz ausserordentlich gut gefiel. Sie trug meistens eine weisse Jogginghose und wenn ich mir darin ihren Hintern betrachtete, dann musste ich mich sehr anstrengen, damit mir nicht egal war, dass mir die anderen beim Stieren zusehen.
Natürlich war sie für mich völlig unerreichbar. Aus diesem Grund wollte ich ein Buch schreiben. Das Buch würde dann verfilmt werden und zwar mit mir in der männlichen Hauptrolle. Ich würde dafür sorgen, dass sie die weibliche Hauptrolle bekäme und so würde sie mich dann näher kennenlernen und sich ganz almählich davon überzeugen können, was ich doch für ein toller Hecht war.
Ja, ich mag die grosse Geste, wenn sie dosiert zur Anwendung kommt.
Eigentlich sollte das alles mein Geheimnis bleiben, aber ich habe die Vermutung, dass es mit dem Film nicht mehr klappen wird und da ist es nun ja auch egal. Ausserdem sind mir Frauen suspekt, die auf der Strasse in Jogginhosen rumlaufen.
Ich habe mir damals einige Ratgeber gekauft, wie man ein gutes Drehbuch schreibt, wie man einen Roman schreibt, was Humor eigentlich ist und so weiter. Von den meisten habe ich das erste Drittel sogar gelesen.
Eine Sache, die ich aus diesen Büchern gelernt habe - und die die Autoren auch für wichtig genug hielten, um sie ins erste Drittel der Bücher zu packen - war eine Banalität: Der Mensch ist nicht, was er sagt, sondern, was er tut.
Was für den fiktiven Charakter gilt, gilt natürlich auch im Leben. Ich kann zehn Mal sagen, dass das Projekt bis Freitag fertig ist. Wenn es dann aber doch nicht fertig ist, dann ist es eben nicht fertig und das sagt mehr über mich aus, als alle Versprechungen. Mit den Versprechungen nehmen es die meisten Leute nämlich nicht so genau.
Deswegen hatte ich ein schlechtes Gewissen, als ich neulich zu meiner Nichte sagte "Ich verspreche Dir, dass ich Dir das Buch nicht wegnehme. Was man verspricht, das muß man auch halten."
Wahrscheinlich ist sie noch in der Phase, in der sie solche Sachen wirklich ernst nimmt und wahrscheinlich denkt sie jetzt auch, dass das so sei, nämlich, dass Leute die Dinge, die sie versprechen auch halten. Das war allerdings eine grobe Vereinfachung und Beschönigung meinerseits.
Aber das wird sie im Laufe der Zeit auch selbst rausfinden.

Posted by banana at 08:28 EM | Comments (41)
Dezember 13, 2004
Fakten, Fakten, Fakten.

Was mir eine Gänsehaut macht (positiv): Wenn ich eine Live Aufnahme von einer Band höre, die keine Sau kennt, die nur ich ganz besonders mag. Wenn dann ein Lied anfängt und man hört, wie das Publikum das Lied erkennt und beginnt loszujubeln.

Was mir eine Gänsehaut macht (negativ): Wenn jemand über Fingernägel spricht.

Was mich zum Lachen bringt: Wenn ich mit dem Haribo Fingerpuppenkoch und dem Haribo Fingerpuppenbärchen eine neue Folge der Serie "Menschen, Tiere, Sensationen - Der verfickte Koch" spiele. Ja, ich kann mir selbst Witze erzählen, über die ich auch noch richtig lache.

Was mich zum Weinen bringt: Die Szene in Club der toten Dichter, in der alle Schüler auf die Tische steigen und "Oh Käpt'n, mein Käpt'n" sagen.

Jetzt fällt mir nichts mehr ein.

Posted by banana at 07:53 EM | Comments (7)
Dezember 12, 2004
Merwürdig, merkwürdig

Ich fuhr auf der A45 nach Hause, hatte gerade den Beschleunigungsstreifen verlassen und in den fünften Gang geschaltet, als mir das Schild entgegenkam, das mich stutzen lies.
Es war eines der Schilder, auf denen die Entfernungen zu den verschiedenen Städten angegeben waren. Das Schild war wohl schon ziemlich alt, denn es reflektierte das Licht meiner Scheinwerfer kaum noch. Das ganze Schild war fast blind, bis auf eine Stelle. Die eine Stelle war wohl vor kurzem erneuert worden. Es war die Stelle, die die Entfernung nach Hanau angab. Dort strahlte mir hell eine 28 entgegen.
Ich fragte mich, was es damit wohl auf sich hatte? Warum hatte man die Entfernung nach Hanau korrigiert? Hatte sich damals jemand vermessen und nun war es beim turnusmässigen der Autobahnschilder entdeckt? War Hanau grösser geworden und nun nicht mehr so weit weg? Hatte man eine neue Strasse gebaut und so die Entfernung verkürzt?
Ich weiß es nicht.
Weitere offene Fragen:
- Ist "Schweißperlen" von Klaus Lage das einzige Lied, in dem das Wort "Schleimhaut" vorkommt?
- Ist "Über den Wolken" von Reinhard Mey das einzige Lied, in dem das Wort "Luftaufsichtsbaracke" vorkommt?

Posted by banana at 06:35 EM | Comments (9)
Dezember 10, 2004
I can change, I can change

Uff, das ist aber grade nochmal gut gegangen! Das ist aber grade nochmal gut gegangen, junger Mann!
Da fällt mir auf, dass diese "junger Mann" Geschichte eigentlich eine einzige Lügerei ist. Landläufig werden nämlich nur Leute mit "junger Mann" tituliert, die gar nicht mehr jung sind. Für "junge Frau" gilt das gleiche. Ich bin jetzt definitiv in dem Alter, in dem ich "junger Mann" genannt werde. Dabei bin ich gar nicht mehr jung. Zu alt zum Heiraten, zu alt zum Kinderkriegen und zu alt, um noch irgendetwas wirklich ernst zu nehmen. Sollte ich aber eigentlich immer sagen, dass ich nichts ernst nehme. Vielleicht sollte ich ein T-Shirt tragen, auf dem steht, dass ich nichts ernst nehme, aber das wäre dann meistens in der Wäsche. Ich frage mich oft, warum überhaupt noch Leute versuchen, sich ernsthaft mit mir zu unterhalten, wo ich doch prinzipiell mein Mäntelchen nach dem Wind hänge. Das sollte doch langsam jeder mitbekommen haben. Die Zeit, in denen ich noch Dinge ernst nehmen konnte, die ist lange schon vorbei.
Aber was ist denn jetzt grade nochmal gut gegangen?
Ich habe mein ebay Passwort geändert! Ich hatte lange Zeit so etwas im Hinterkopf, was ich noch erledigen wollte. Heute, als ich die Auktion sah, bei der der 50 Euro IKEA Gutschein für 64 Euro weggegangen ist, da ist es mir wieder eingefallen: Mein ebay Passwort ist scheisse unsicher. Es ist vielleicht sogar das schlechteste Passwort der Welt. Beziehungsweise das fünftschlechteste Passwort der Welt (Platz 1: password, Platz 2: passwort, Platz 3: test, Platz 4: hannelore).
Mein Passwort war swordfish. Das fand ich damals besonders klasse. Ich habe mir es ausgesucht, bevor es den Film Password: Swordfish gab. Ich hatte es aus dem Marx Brothers Film Horse Feathers und kam mir dabei sehr lustig for.
< href="http://www.imdb.com/title/tt0023027/quotes">Professor Wagstaff: Say, I'd walk a mile for a Calamel.
Baravelli: You mean chocolate calamel. I like that too, but you no guess it. Hey, what's-a matter, you no understand English? You can't come in here unless you say, "Swordfish." Now I'll give you one more guess.
Professor Wagstaff: ...swordfish, swordfish... I think I got it. Is it "swordfish"?
Baravelli: Hah. That's-a it. You guess it.
Professor Wagstaff: Pretty good, eh?§§/a>

Der Titel Password: Swordfish geht übrigens auch auf den Marx Brothers Film zurück und eigentlich ist es eine Schande, dass der Streifen Password Swordfish heutzutage bekannter ist, als Horse Feathers.
Die Verwendung dieses Passwortes war natürlich grob fahrlässig von mir und wahrscheinlich hätte mir keiner aus der Patsche geholfen, wenn jemand in meinem Namen einen Porsche ersteigert hätte. Oder einen 50 Euro Ikea Gutschein für 64 Euro.
Egal. Jetzt habe ich das Passwort geändert und jetzt habe ich endlich nicht mehr dieses schlechte ebay Gewissen im Hinterkopf.

Posted by banana at 06:32 EM | Comments (2)
Dezember 09, 2004
Knoff-Hoff

Ich habe mich schon immer gefragt, wie eigentlich die Knoff-Hoff-Show zu ihren Einschaltquoten kommt. Eigentlich ist die ganze Sendung doch von vorne bis hinten beknackt.
Ich gebe zu, in meinen jungen Jahren, da schwärmte ich ein bißchen für Ramona Leiß, nicht zuletzt wegen ihres Vornamens "Ramona", das klang für mich damals sehr exotisch und erregend. Mittlerweile kann ich weder dem Vornamen, noch der Dame noch etwas abgewinnen, ja, ich schäme mich sogar ein bißchen für die Schwärmerei.
Ramona wurde ersetzt durch Babette Einstmann. Frau Einstmann ist mir allein vom Vornamen her schon sympathischer, ausserdem kann sie richtig Deutsch sprechen und scheint mir keine affektierte Kuh zu sein.
A propos affektierte Kuh: Mittlerweile wird der Dauerbrenner J. Bublath von Kim Fischer unterstützt. Kim ist eigentlich gar kein Vorname. Kim Schmitz heisst aber auch so. Mir ist nicht ganz klar, wie es zu der Entscheidung kommen konnte, Frau Fischer für diesen Job zu engangieren (ongaschiern), aber ich verstehe ja auch nicht, wie es passieren konnte, dass Max Schautzer TV-Moderator werden konnte.
Eine Neuerung hat die Knoff-Hoff-Show allerdings erfahren, die ich sehr begrüsse. Die blöde Dixie-Band in der typischen Dixie Verkleidung ist weggespart worden. Sie spielen nicht mehr ihre Nervmusik, nachdem sie "Knoff-Hoff" gerufen haben.
Mir fehlt bei der Sendung einfach das Konzept. Man bekommt Experimente vorgeführt, die manchmal nicht klappen und Frau Fischer macht dann blöde Klischeewitze von der Qualität "Ich bin eine Frau, deswegen klappen bei mir die physikalischen Experimente nicht". Herr Bublath ist darüber erhaben. Bei ihm klappen die Experimente auch. Trotzdem irgendwie blöd. Schon der Name "Knoff-Hoff-Show". Heute abend sogar "Die große Knoff-Hoff-Show". Ist irgendwie ziemlich Fifties. Leute, die Knoff-Hoff sagen, die sagen auch Knofi, Luma und solche Sachen und das erzeugt bei mir ein unangenehmes Gefühl. Konsequenterweise müsste es doch eigentlich auch "Knoff-Hoff-Schau" heissen, aber wahrscheinlich mache ich mir da nur wieder zu viele Gedanken.
Ich habe einen neuen Wecker! Es ist ein digitaler Wecker, der sich selbst nach den neuesten Funksignalen stellt. Er dürfte also zur Abwechslung mal richtig gehen und er mach das ganz ohne Lärm. Ausserdem verfügt er über ein wunderbares Feature: Er kann die Uhrzeit an die Wand projezieren. Das ist toll! Ich beame die Uhrzeit an die gegenüberliegende Wand und zwar in die Ecke, die ich seit 3 Jahren eigentlich streichen müsste. Dort ist die Wand einen schmalen Streifen breit grau und nicht weiss und dorthin projeziere ich die Uhrzeit. Das siehr sehr schön aus, aber es ist komplett unpraktisch. Wenn man nämlich nachts wachliegt, dann ist das letzt, was man wissen möchte die Uhrzeit. Aber zum Glück kann man die Funktion auch wieder abstellen.

Posted by banana at 06:48 EM | Comments (9)
Dezember 08, 2004
Sag nein zum Brustverkehr!

Im Büro gibt es viele Dinge, die man tun kann, um sich die Zeit zu vertreiben. Es muß ja nicht immer Arbeit sein!
Man kann zum Beispiel ein Gummihuhn auf den Boden legen und immer, wenn jemand kommt und es aufhebt, kann man "Hühnerdieb! Hühnerdieb!" rufen.
Dazu braucht man natürlich ein Gummihuhn. Das dürfte in vielen herkömmlichen Büros nicht vorhanden sein.
Wir haben eins. Es wurde mir mal geschenkt. Es heisst Dianne.
Ich hätte es lieber Hilda genannt, aber jemand anderes schlug Dianne vor und weil ich nicht unhöflich sein wollte, habe ich es eben Dianne genannt. Auch kein schlechter Name. Wenn es ein Hahn gewesen wäre, dann hätte ich es Bertrand genannt. Da hätte ich auch nicht mit mir reden lassen. Auf gar keinen Fall!
Grundsätzlich ist es nämlich so, dass ich immer die besten Ideen habe. Das war schon immer so. Es wäre also am besten, wenn immer das gemacht würde, was ich sage, aber auf die Dauer ist mir das zu blöd, mich dauernd durchzusetzen, nur weil dadurch die Welt etwas schöner wäre. Es kann nämlich ziemlich anstrengend sein und leider sind viele Menschen geistig nicht in der Lage, meine Vorschläge als die aller aller aller aller aller aller aller besten zu erkennen. Eigentlich sollten sie wissen, dass meine Vorschläge die aller aller aller besten sind und deswegen wäre es gar nicht nötig, meine Vorschläge als die besten zu erkennen, denn allein die Tatsache, dass sie von mir sind, bedeutet ja schon, dass es die besten sind. So könnte man natürlich noch etwas Aufwand sparen, aber was in der Theorie so schön klingt, das klappt in der Praxis meistens nicht. Deswegen sagt man ja auch Dinge, wie "grau ist alle Theorie", "es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen", "lass das mal den Hotte machen" und sowas. Deswegen ist es ja auch so, dass man im Fernsehen oft denkt, die Zubereitung eines leckeren Schnitzels sei gar nicht so schwierig, aber dann, wenn man den Lappen auf dem Teller hat, dann kommen einem die ersten Zweifel. Es ist eben in der Tat noch kein Meister vom Himmel gefallen. Oft sagen Leute ja auch, wenn sie moderne Kunst sehen Dinge, wie "was soll das denn sein? Da kann ja meine dreijährige Nichte besser malen!" und anderen Schwachsinn. Manche behaupten auch, dass ihre zweijährigen Neffen schon Zylinderkopfdichtungen wechseln können, aber ich bin der Meinung, dass da in beiden Fällen zu viel von den Kindern verlangt wird. Die Kinder werden da unnötigerweise unter Druck gesetzt. Ich würde auch nicht wirklich mit einem Auto fahren wollen, bei dem ein Zweijähriger die Zylinderkopfdichtung gewechselt hat. Man braucht sich ja nur die Pisa-Studie anzusehen und da kann man dann ja schon sehen, wie es mit der Jugend von Heute bestellt ist. Das sind doch alles Pfeiffen.
Ich habe mir mal selbst ein Autoradio eingebaut. Das ist ja nicht schwer. Man holt das alte raus, muckelt etwas an den Kabeln rum und steckt das neue rein. Zack! Schon spielt die Musik. Leider ist dabei aber der Summer kaputt gegangen, der summt, wenn ich das Licht anlasse und die Tür öffne. Also sagte ich bei der nächsten Inspektion den lieben Leuten von der Werkstatt, dass sie sich dieses Problems bitte annehmen sollten.
Ach, ich glaube, die Geschichte habe ich schonmal erzählt. Ich will hier ja nicht langweilen.
Dann erzähle ich lieber etwas aus meiner lustigen Bundeswehrzeit. Das war 1991, da hatten die Amis grade Krach mit den Irakern und ich hatte grade ein paar Nächte zusammen mit meinem Gewehr im nassen Schlafsack unter einer Zeltplane geschlafen. Tagsüber habe ich ähnlich lustige Dinge gemacht. In der letzten Nacht sollten wir zurück zur Kaserne marschieren. Ich war also ordentlich im Arsch, hatte keine Ahnung und wollte ganz gerne mal wieder in einem Bett schlafen und zwar ohne Soldatenbraut drin.
Der Chef wollte die ganze Geschichte wohl noch etwas authentischer für uns gestalten. Kurz vor dem Nachtmarsch lies er uns antreten und erzählte uns, dass sich die Lage im Irak verschärft hat und dass wir eine der Kompanien sein, die nächste Woche in den Irak oder nach Kuweit versetzt werden würden.
Mit dieser Nachricht im Kopf marschierten wir dann los. Die ganze Nacht, in durchgeschwitzten Gummianzügen. Zwischendurch wurden wir beschossen, mussten einen Kerl einen Kilometer auf den Schultern tragen, wobei er seine verplompten Stiefel auf dem Bauch festhielt und beteuerte, dass er ja nichts dafür könnte, dass wir ihn tragen müssen und ein anderer ständig "ich darf da nicht mitmachen, ich habe eine Rucksacklähmung" rief. Ich glaube, wir haben dem Kerl mit der Rucksacklähmung keine auf Maul gehauen, weil wir ja mit tragen beschäftigt waren.
Dazwischen dachte ich immer daran, dass ich in einer Woche wahrscheinlich tot sein würde.
Als ich dann morgens in der Kaserne ankam, hatte ich eigentlich mit allem abgeschlossen, was mir lieb und teuer war: Familie, Freundin, Leben. Der Chef stellte sich dann vor uns und informierte uns, dass das selbstverständlich nicht die Wahrheit war und dass wir nicht nach Kuweit müssten. Ich glaube, gegrinst hat er dabei auch noch.
Sicher, im Nachhinein ist das klar, dass man keinen Wüstenkrieg mit einem Haufen unausgebildeter Abiturienten gewinnt, aber wenn man drinsteckt, dann ist das gar nicht so lustig. Das hab ich dem dicken Mann richtig übel genommen.

Posted by banana at 07:07 EM | Comments (22)
Dezember 07, 2004
Noch ein Statement

Pferde finde ich übrigens auch total scheisse. So ein dummes Tier, wie ein Pferd, das muß man erstmal erfinden. Es ist mir ein Rätsel, warum die Pferde damals, als sie noch Wildpferde waren, nicht ausgestorben sind. Die sind sowas von dämlich, das kann man gar nicht glauben.
Bei mir haben Pferde schon deswegen verkackt, weil sie sich zu solchen Dingen wie Dressurreiten misbrauchen lassen. Wer sowas macht, der hat doch den letzten Funken Selbstachtung verloren. In meinen Augen haben die Pferde durch diese Aktionen jegliche Achtung verloren. Und dann kacken sie auch noch dabei, das ist echt das Allerletzte.
Naja, wenn ich mir's überlege, dann sind mir Kaltblüter eigentlich etwas sympathisch. Die haben sehr schicke Füsse mit Fell drauf und sind ziemlich coole Typen. Sie haben früher zum Beispiel Brauereiwagen gezogen. Das ist eine gute Sache. Meistens haben Kaltblüter auch gute Namen, zum Beispiel Hans oder Lukas. Nicht solche bescheuerten Rennpferdnamen, die sich aus irgendwelchen abstrusen Regeln herleiten lassen.
Leider haben es unsere kaltblütigen Freunde nicht immer leicht. Früher, als das Auto noch nicht erfunden war, da wurden sie noch als Arbeitspferde eingesetzt und geschätzt. Heute, wo das Auto und der Laster erfunden worden sind, werden sie oft als Mastpferd mit gutem Fleischansatz gezüchtet.
Das habe ich ja auch wieder nicht gewollt.

Posted by banana at 04:55 EM | Comments (24)
Ein Statement

Wenn ich gemein wäre, dann würde ich sagen "recht geschieht es dem Panda, dass er kurz vor dem Aussterben steht. Recht geschieht es ihm!"
Der Panda ist wirklich ein selten dämliches Viech. Nicht nur, dass sie anscheinend überhaupt keine Lust auf Sex haben, nein, sie ernähren sich auch noch ausschliesslich von Bambus. Bambus ist wohl das Bescheuertse, was man fressen kann, denn das Zeug hat fast gar keinen Nährwert. Ach ja, ausserdem ist der Panda eigentlich ein Fleischfresser, er kann das Pflanzenzeugs also gar nicht so gut verwerten. Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn man die ganze Zeit am Aussterben ist!
Wenn man schon die Aufnahmen von Pandas sieht, dann kann einem schon jegliches Mitgefühl vergehen. Die klettern ungelenk in ihrem Käfig umher und fallen dauernd um. So bescheuert muss man erstmal sein!
Der Panda sieht sowieso aus, als hätten ihn Japanische Comiczeichner erfunden. Total dämlich. So ein Tier kann man doch nicht ernst nehmen! So ein blöder Bambusfresser. Der soll mal lieber ein Leberwurstbrot essen oder sowas. Vielleicht auch mal eine Fettstulle.
Ausserdem haben Pandas bei mir sowieso verkackt, weil ich als Kind mit ansehen musste, wie von mir geschätzte Mädchen plötzlich mit Tao Tao Ohrenwärmern rumgerannt sind. Da hört bei mir der Spaß auf.
Ich sage: Reisende soll man nicht aufhalten!

Posted by banana at 01:30 EM | Comments (2)
Dezember 06, 2004
In Naga-Nagasaki

Ich bin wirklich sehr froh, dass es auf der PC Tastatur die "Rollen" Taste gibt. Unter dem Wort "Rollen" ist ein Pfeil angebracht, der nach unten zeigt. Das heisst dann wohl, dass etwas nach unten gerollt wird, wenn ich draufdrücke. Stattdessen geht aber eine grüne Lampe an. Über der Lampe steht aber nicht "Rollen", sondern "Scroll Lock".
Ich benutze die "Rollen" Taste eigentlich ausschliesslich dazu, die Lampe ein- und auszuschalten. Manchmal erzeuge ich mittels meiner Finger Beleuchtungsmuster mit den drei Lampen, die ich rechts auf meiner Tastatur finden kann. Ich habe verschiedene Versionen, z.B. "Alle an, alle aus", "Lauflicht links", "Lauflicht recht" und "binär zählen bis sieben".
Alle anderen Tasten benutze ich eigentlich regelmässig, wobei ich schon sagen muß, dass die Geschwister der "Rollen" Taste, nämlich die "Druck/S-Abf" Taste und die "Pause/Untbr" Taste ziemlich selten zum Einsatz kommen. Mit der "Druck/S-Abf" Taste knipse ich ein Bildschirmfoto in die Zwischenablage und mit der "Pause/Untbr" stopfe ich der verkackten DOS-Box das Maul, wenn mir mal wieder Exceptions um die Ohren geschmissen werden.
Nur die "Rollen" Taste benutze ich fast nie. Vielleicht sollte man sie umbenennen, in "Lich an/Licht aus"?
Wer noch was lernen will, der kann §§a href="http://www.pcwelt.de/know-how/tipps_tricks//hardware/tastatur/25231/">hier§§/a> schlaue Sachen lesen.

Posted by banana at 04:00 EM | Comments (6)
Dezember 02, 2004
Geisterjäger Bernd Kubinsky, Teil 1

Ein Mann geht um die Ecke. Er schaut sich nicht um. Es ist schon spät in der Nacht. Die Turmuhr schlägt elf Mal. Er dreht den Kopf leicht nach links. Kalte Luft umweht seinen Kopf. Das Bier, das er bei Hans getrunken hatte, rumorte in seinem Bauch. Er will weiter zu Etsche gehen. Dort trifft er sich mit Mark. Er wird kein Bier mehr trinken. Lieber Korn oder Gin. Ihm fällt auf, dass etwas anders ist, als sonst. Jemand hat die alte Lagerhalle abgerissen. Vielleicht wollen sie dort eine Tankstelle bauen, denkt der Mann und hat den Gedanken schon wieder vergessen.
Ein Taxi fährt vorbei. Der Innenraum ist nicht beleuchtet, aber im Gegenlich kann der Mann erkennen, dass in dem Wagen eine Frau schwarzen Haaren sitzt und telefoniert. Sie telefoniert mit ihrem Bruder, der geschäftlich in Uganda ist. Das weiß der Mann aber nicht. Woher sollte er das auch wissen.
Er überlegt sich, eine Abkürzung zu nehmen. Wenn er über das Grundstück geht, auf dem die Lagerhalle gestanden hat, dann kann er zweihundert Meter des Weges sparen. Er ist sowieso schon spät dran, also entschliesst er sich dafür, die Abkürzung zu nehmen.
Die Luft auf dem Grundstück scheint noch kälter zu sein, als auf der Strasse. Modriger Geruch steigt ihm in die Nase. Überall liegt Schutt herum. Ein Käuzchen ruft. Der Mann fragt sich, warum hier, mitten in der Stadt, ein Käuzchen ruft, aber er hat den Gedanken im nächsten Moment schon wieder vergessen.
Plötzlich und aus dem Nichts taucht vor dem Mann eine Gestalt auf. Sie trägt ein weisses Bettlaken. In das Laken sind zwei Löcher für die Augen geschnitten.
"Geh mir aus dem Weg, Du Clown" brummt der Mann. In seinem Leben als Matrose hat er schon viel mit merkwürdigen Gestalten zu tun gehabt. Ihn brachte so schnell nichts aus der Ruhe. Aber die Gestalt bewegt sich nicht.
"Ahu, ahu!" macht die Gestalt.
"Hör mal zu, Du Pfeiffe." sagte der Mann. Er wirft seine Zigarette auf den Boden und tritt darauf "Meine Gedult ist gleich am Ende und wenn Du einigermassen einfarbig nach Hause gehen willst, dann machst Du mir jetzt besser Platz. Das sage ich nicht zweimal."
"Ahu, ahu!" sagt die Gestalt wieder. Seine Stimme klingt, als würde sie von sehr weit weg kommen. Die Gestalt bewegt sich immer noch nicht.
Der Mann ballt seine mächtige Pranke zu einer Faust und schleudert sie in Richtung der Stelle, wo er das Gesicht des anderen vermutet.
Die Faust geht ins Leere. Sie schlägt geradewegs durch das Bettlaken durch. Der Mann besieht sich ungläubig seine Hand. Er wird von einem grünen Energiestrahl erfasst und einen Meter in die Höhe gehoben. Dort hängt er und zappelt, wie ein Ei im Wasser. Der Energiestrahl geht von der Gestalt aus.
Alles ist ruhig. Der Mann kann nicht schreien, weil die Gestalt einen Anti-Schreizauber gemacht hat. Die Gestalt beginnt zu spechen.
"Du hast mein Haus abgerissen. In dem Haus habe ich schon hundert Jahre gewohnt. Du hast es abgerissen. Dazu hattest Du kein Recht! Ich bin Kondragor! Dafür wirst Du jetzt bestraft."
Der Mann will das Mißverständnis aufklären, aber er kann nicht sprechen. Er kann nur zusehen, wie das Gespenst ihn mit einem Hammerzauber langsam totschlägt.
Am nächsten Tag wird der Mann gefunden. Er ist tot! In der Zeitung steht, dass er sich selbst umgebracht hat.

Posted by banana at 06:45 EM | Comments (15)
Dezember 01, 2004
Once you pop, the fun doesn't stop

Eigentlich bin ich froh, dass ich nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika wohne. Wohnte ich dort, so würde ich binnen kurzer Zeit fett und rund werden und schuld daran wären Pringles.
In Amerika, da gibt es Pringles Sorten, die sind sowas von lecker, dass sie hierzulande bestimmt unter irgendein Drogengesetz fallen würden.
Wahrscheinlich enthalten die Dinger auch Zutaten, die hier höchst illegal wären und deswegen sind sie hier nicht erhältlich.
Am Europäischen Geschmack kann es auf jeden Fall nicht liegen, dass es sie hier nicht gibt, denn bis jetzt lag mir noch jeder zu Füssen, dem ich eine Scheibe dieses gepressten, frittierten und mit fiesen Gewürzmischungen gesottenen Kartoffelbreis angeboten habe. Sie knieten dann vor mir, streckten die Zungen raus, bereit, die nächste Hostie zu empfangen.
Natürlich bekamen sie keine zweite, denn schliesslich ist sich jeder selbst der Nächste und Nachschub ist nicht in Sicht.
Leute, die Pringles, die es hier gibt, dieses tuckige Paprika, Cheese & Onion, Sour Cream & Onion und was es da noch so alles gibt, das ist nichts im Vergleich zu den Amerikanischen Pringles. Das ist nur das billige Gesellenstück einer meisterhaften Explosion der Geschmacksnerven.
Bitte, bitte, probiert sie nicht, denn dann seid ihr angefixt und wollte unbedingt nach Amerika oder ihr belabert Amerikanische Kollegen, damit sie euch ein paar Rollen mitbringen, was die natürlich höchst albern finden, aber das eine odere andere Mal doch machen.
Heute kamen wieder zwei neue Rollen aus Amerika an: Eine Fiery Hot und eine Spicy Cajun. Die Fiery Hot Rolle ist schon aufgefressen, an die Spicy Cajun haben wir uns noch nicht rangetraut. Sie steht wie ein Kleinod oben auf dem Schrank. Im Büro beäugen wir uns gegenseitig, wer wohl zuerst eine Schwäche zeigen wird und die Rolle aufreissen wird. Jeder gönnt dem anderen nichts, aber jeder möchte auch den letzten entwürdigenden Moment, in dem man den letzten Krümel aus der Rolle klopft, so weit wie möglich hinauszögern.
Fast noch schlimmer war es, als ich aus dem Urlaub je eine Rolle Pringles Chili Cheese und eine Rolle Pringles Jalapenos mitgebracht hatte. Das waren mit Abstand die leckersten Chips, die ich je gegessen hatte.
Hier will und will es die Dinger einfach nicht geben und ich weiß nicht, ob ich traurig oder froh darüber sein soll.

Posted by banana at 09:51 EM | Comments (17)
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